Beiträge von tobn

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    In Art. 2.1 §10 der Jugendordnung des Württembergischen FV steht:

    Zitat

    Abmeldung bis zum 15. Juli und Eingang des Antrages auf Spielerlaubnis bis zum 31. Oktober
    Die Spielerlaubnis für Pflichtspiele wird ab Eingang des Antrages auf Spielerlaubnis erteilt, jedoch frühestens ab dem 16. Juli, wenn der abgebende Verein dem Vereinswechsel zustimmt, im Übrigen zum 1. November.

    Die Abmeldung am 1.7. (gegenüber dem Vortag) ist hier also glücklicherweise unkritisch, da der wfv offenbar einer der von dir, @Sir Alex, gemeinten Verbände ist, bei denen die Wechselfrist aufgrund später Ferien gegenüber anderen Landesverbänden nach hinten verschoben ist.


    Da der abgebende Verein dem Vereinswechsel nicht zustimmt, wir nach derzeitigem Stand der Dinge die Spielerlaubnis für Pflichtspiele für Max ab dem 1.11.2015 erteilt.


    Ich sehe in der Jugendordnung des wfv übrigens keine Möglichkeit der Verkürzung der Sperre durch nachträgliche Freigabe (bzw. Zustimmung zum Vereinswechsel), wie sie etwa bspw. in Hessen vorgesehen ist.


    EDIT: Die nachträgliche Zustimmung ist in Art 1.5, Abs. 2 §16 Spielordnung des wfv vorgesehen. Im ersten Absatz dieses Artikels werden übrigens zwischen Spieler und Verein ausgehandelte Freigabezusicherungen zugelassen.

    Treten wir zu einem Hallenturnier an, erkundige ich mich auch im Vorfeld, nach welchen Regeln dort gespielt werden soll. Ich weiß jedoch auch, dass es viele Trainer gibt, die dies nicht machen [...].

    Dazu habe ich eine Anekdote: vor vielleicht zwei Monaten waren wir bei einem F-Juniorenturnier. Die Einteilung der Spieler hatte mein Mittrainer übernommen und elf Kinder vorgesehen, was mir im Zusammenhang mit der dann eher niedrigen Nettispielzeit pro Spieler eigentlich zu viel war. Aber wie habe ich es mal in einem Peanuts-Comic gelesen: "When life hands you lemons, make lemonade." Und da in den Turnierbestimmungen stand, dass im Modus 5+1 gespielt wird, habe ich für jedes Spiel zwei Fünfer-Teams für die Feldspieler entworfen sowie pro Spiel einen festen Torwart. Zur Mitte des Spiels sollten dann in einem Blockwechsel alle Feldspieler ausgetauscht werden. Und damit die Gesamtgruppe nicht in zwei Teams auseinander fällt, habe ich jeden Block anders gestaltet und auch darauf geachtet, dass jeder Spieler mal vorne und mal hinten spielt.


    Alles gut also, wir gehen in das erste Spiel. Nach einer Minute macht mich jemand darauf aufmerksam, dass wir mit einem Mann weniger spielen als der Gegner bzw. "mit einem Mann zu wenig." Es stellte sich heraus, dass der Veranstalter selbst seine Bestimmungen nicht kannte, und eigentlich hatte 6+1 spielen wollen. Offenbar hat kein anderer Trainer die Bestimmungen durch gelesen, denn wir waren wohl die einzigen, die im 5+1 aufgelaufen sind. Wahrscheinlich hatten sie einfach die Turnierbestimmungen eines Hallenturniers übernommen, da wird nämlich bei uns in der F-Jugend im 5+1 gespielt..


    Wenn nicht mal die Veranstalter wissen, wie ihr Turnier laufen soll, kann man es dann den Teilnehmern vorwerfen, wenn sie sich nicht informieren? ;)

    Bei uns in Hessen gibt es die FPL erst seit einem Jahr. Ich selbst habe im letzten Jahr nur ein paar FPL-Spiele beobachten können, diese liefen aber alle ziemlich gesittet, ja, fast vorbildlich ab. Sicher gab es seitens der Kinder auch mal falsche Entscheidungen oder Situationen, in denen weiter gespielt wurde, obwohl ich (als Spieler) unterbrochen hätte. Entscheidend war davon aber nichts, und während der Spiele war die Stimmung zwischen den Trainern auch harmonisch. Bei mindestens einem Spiel, das ich aber nicht gesehen habe, lief es aber wohl, so ein Trainer, nicht gut, allerdings machte er seine Kritik halt auch an der Folge, also einem Gegentor, fest... :/ Er ist jedenfalls froh darüber, dass es in der kommenden Saison (wieder) einen Schiedsrichter auf dem Platz geben wird.


    Ich hatte bei Spielen nach FPL-Regeln bisher keine Schwierigkeiten. Meistens läuft es mit den anderen Trainern ziemlich gut, es ist dabei halt hilfreich, wenn man etwas kommunikativ ist und von sich aus auf den Gegenüber zugeht. Da kann man sich dann auch während des Spiels über einzelne Situationen, welche für die Trainer ja beim ersten mal auch etwas überraschend sind, um dann beim nächsten mal zu reagieren. Ich denke da z.B. an die Kinder, die sich des Rechts des Stärkeren oder Schnelleren (letzteres z.B. nach einem Ball im Aus) nehmen. Wenn einem das bei einem eigenen Spieler auffällt, so kann man das ja durchaus sagen, aber halt auch, dass man jetzt nicht mehr unterbrechen will, weil der Ball inzwischen ja schon wieder ganz woanders ist. Man ist dann aber sensibilisiert und kann beim nächsten mal schneller, also rechtzeitig reagieren.


    Bei einem Turnier vor ein paar Wochen wurde auch nach FPL-Regeln gespielt. Es gab nur einen Trainer, mit dem das nicht gut lief, er stellte sich stets auf die andere Seite als sein Kollege und dirigierte von da aus mächtig. Zugute halten muss man ihm, dass er nicht versuchte, Entscheidungen zu Gunsten seiner Mannschaft von außen zu induzieren. Als wir unser Spiel gegen seine Mannschaft hatten, ging ich insofern anders vor als meine Kollegen vor mir, und stellte mich auf seine Seite auf die Höhe der Mittellinie. Er verzog sich dann in die Gegend des Strafraums seiner Mannschaft. Er scheint also ein Trainer zu sein, der während des Spiels nicht mit dem Kollegen kommunizieren möchte. Das ist für die FPL keine gute Voraussetzung. Aber dieser Trainer wäre da auch zu tolerieren, weil er sich nicht direkt unsportlich verhalten hat.


    Bei uns ist übrigens die Regel mit dem Abstand zum Spielfeld recht einfach gelöst: die vom HFV vorgeschriebenen Spielfelder für dei F-Jugend sind gegenüber früher kleiner geworden, sie sind jetzt so lang wie der Großfeldstrafraum und sollen ~35 m breit sein (vielleicht auch 30, nagelt mich darauf bitte nicht fest). Das Feld soll sich nun mit einer Seitenlinie ziemlich nah an der Mittellinie des Großfelds befinden und gleich weit von beiden Großfeldseitenlinien. Wenn man dann die Zuschauer außerhalb des Feldes hält, bei uns noch ca. drei Meter weiter weg hinter dem Zaun, der das Spielfeld umgibt, dann ergibt sich automatisch ein Abstand, der meiner Meinung nach auf jeden Fall groß genug ist.


    Die Coaching-Zone wird bei uns übrigens nie abgesteckt, aber beide Trainer stehen auf der selben Spielfeldseite. Ich glaube, wenn man versuchen würde, die Trainer in einer Coaching-Zone zu halten, würden einige mit deutlichem Unverständnis reagieren. Ob es das wert ist, weiß ich nicht...


    Mal sehen, was ich mache, wenn ich irgendwann mal wieder eine F habe.


    Ansonsten gehe ich übrigens mit der hier bereits mehrfach geäußerten Meinung konform, dass die Maßnahmen zur Einführung der FPL ganz entscheidend sind. Wie @guenter schon ausgeführt hat, haben wir uns hier im Forum dazu ja auch schon mehrfach ausgetauscht. Aber unseren Vorschlägen scheint noch kaum ein Verband oder Kreis zu folgen. ;)


    Nur über Strafen zu gehen, wie @Andre es gerne hätte, empfinde ich als den falschen Weg, so wird man kaum Akzeptanz für die gute Sache erzeugen können. Viel wichtiger ist die Aufklärung darüber, was FPL wirklich ist und wie sie richtig umgesetzt wird. Manche mögen das dann als Blümchenpflückerei abtun und dem muss man, so meine ich, deutlich und offensiv begegnen, d.h. man müsste diesen Leuten direkt sagen, dass sie, wenn sie meinen, dass Fußball in der F-Jugend ein Kampfsport ist und alles erlaubt, was der Schiedsrichter nicht abpfeift, fehl am Platz sind, so sehr sie den Fußball auch lieben mögen. Man könnte das sogar machen, noch bevor es solche Äußerungen gibt, das wäre wahrscheinlich sogar geschickter, da man diese Trainer nicht bloß stellen würde. Eine gewisse Möglichkeit, die Missachtung der FPL-Regeln zu sanktionieren, halte aber auch ich für sinnvoll, denn es ist ja schon so, dass die FPL insgesamt eher auf Ablehnung stößt als begrüßt zu werden. Leider..

    Natürlich schafft es nicht jeder zum Profi.

    Richtig. Ich finde, wie @Don Quijote ja auch, deinen Beitrag, den von @fak und auch die von @Sir Alex und @Chris sehr interessant. @Don Quijote kenne ich ja persönlich, ich bin davon überzeugt, dass der Aufenthalt im NLZ für seinen Sohn die aktuell beste Option ist. Ich selbst möchte auch überhaupt nicht in Abrede stellen, dass es vorbildliche NLZ und ebenso vorbildliche ambitionierte Vereine ohne NLZ gibt. Ich gebe nur zu bedenken, dass ich es so empfinde, dass um die höherklassig spielenden Vereine, die DFB-Stützpunkte und die NLZ ein erheblicher Hype betrieben wird. Dadurch werden Hoffnungen geschürt, die in nahezu allen Fällen enttäuscht werden, wobei der Grad der Enttäuschung natürlich von Fall zu Fall und von Ort zu Ort (als Oberbegriff für die drei genannten Organisationsformen) variiert. Und dazu gehören auch, wie ich finde, beschönigende Formulierungen wie die obige. Ich möchte dir, @TrainerT, überhaupt keine böse Absicht unterstellen, aber wäre es nicht treffender, wenn man stattdessen schreiben würde: "Natürlich schafft es nur eine kleine Minderheit zum Profi." Oder, wenn es doch keine kleine Minderheit ist, weil man nicht nur die obersten drei, sondern noch weitere Ligen hinzu zählt, so fände ich es besser, wenn man sagen würde: "Im Schnitt haben es in den letzten zehn Jahren X Spieler in die Bundesliga, Y in die zweite, Z in die dritte und W in die vierten bis sechste Spielklasse geschafft." Interessant wäre noch, wenn es dafür Daten geben sollte, wie viele Spieler ein Angebot aus den verschiedenen Ligen hatten, sich aber dagegen entschieden.

    (forts.)


    Mit welcher Regelung bringt ihr das Vereinsinteresse - das Interesse des Spielers unter einen Hut, ohne dabei Manipulationen im Laufe der Saison- ohne kurzfristige Denke zum Nachteil der jungen Spieler in Regelung. Nicht nur kritisieren, auch Vorschläge machen, die nicht nur einseitige Interessen berücksichtigen.

    Absolut. Ich würde mir wünschen, dass man die Ziele und Wünsche der drei beteiligten Parteien einmal zusammenträgt, klar formuliert und ggf. zusammenfasst und anschließend priorisiert. Außerdem können ja Erfahrungswerte und nachvollzieh- oder belegbare Probleme, die in der Vergangenheit auftraten, gesammelt werden. Von den gewichteten Wünschen und Zielen ausgehend kann man eine Regelung entwerfen und sie dann gegen die Erfahrungswerte und Probleme prüfen. Dadurch ergibt sich dann ggf. bzw. wahrscheinlich eine Nachjustierung. Die Notwendigkeit der regelmäßigen Überprüfung und Anpassung muss natürlich auch erkannt und ihr Rechnung getragen werden. Außerdem dürfte es sinnvoll sein, wenn es Möglichkeiten für Einspruch und Beschwerde gibt. Sowas wird aber wohl übergreifend geregelt sein und nicht speziell in dieser Regelung verankert. Sollten Änderungen für sinnvoll befunden werden, so würde ich mir wünschen, dass sie nicht stets als zusätzliche Regeln aufgenommen werden, wodurch die Regelungen nach und nach immer unübersichtlicher werden und das Risiko für Widersprüche steigt, sondern eher betrachtet wird, an welcher Stelle die Änderung am besten vorgenommen werden kann, um das beabsichtigte Ziel unter möglichst geringer Beeinflussung des übrigen Regelwerks zu erreichen.


    Ich behaupte nicht, eine großartige Alternativlösung parat zu haben. Ich denke aber schon, dass man eine bessere entwickeln könnte. Und bei der vorliegenden Regelung habe ich immer noch nicht erkennen können, wozu es die Freigabe gibt, wobei ja deren einzige Einsatzmöglichkeit in ihrer Verweigerung liegt.

    Du unterliegst hier einem Irrtum. diese 3 Monate sind die Verbandssperre während der Wechselfrist. der Verband sperrt nach einem Wechsel, nicht die Vereine.


    der Verband hat nun lediglich den Vereinen erlaubt, einem Wechsel ohne Sperre zuzustimmen, ob mit oder ohne Aufwandsentschädigung.

    In Hessen ist es (für A- bis D-Junioren sowie B- bis D-Juniorinnen) grundsätzlich so:

    • Findet der Wechsel innerhalb der Wechselfrist (1.6. bis 30.6.) statt, so (und ich lasse den gesondert behandelten, aber meiner Einschätzung nach eher seltenen Fall des wiederholten Wechsels hier weg):

      • Darf der Spieler bei erteilter Freigabe ab dem 1.8. Pflichtspiele für den neuen Verein bestreiten. (Art. 1a §20 JO des Hess. FV)
      • Darf er bei verwehrter Freigabe ab dem 1.11. in Pflichtspielen vom neuen Verein eingesetzt werden. Die Freigabe kann in diesem Fall durch die Ausbildungsentschädigung ersetzt werden, wird diese gezahlt, so gilt der Spieler als freigegeben (und darf demnach ab 1.8. spielen). (Art. 1b §20 sowie §18 JO des Hess. FV)
      • Bei nachträglicher Freigabe darf er ab dem Tag des Eingangs der Freigabe beim Verband, frühestens jedoch am 1.8. (in Pflichtspielen) spielen. (Art. 1b §20 JO des Hess. FV)
    • Bei einem Wechsel außerhalb der Wechselfrist:

      • Darf der Spieler bei erteilter Freigabe drei Monate nach der (schriftlichen) Abmeldung beim alten Verein für den neuen Pflichtspiele bestreiten. (Art. 1c §20 JO des Hess. FV)
      • Bei verwehrter Freigabe darf der Spieler sechs Monate nach dem letzten Spiel (jedweger Form) für den alten Verein in Pflichtspielen für den neuen Verein auflaufen. Eine nachträgliche Freigabe ist in diesem Fall nicht vorgesehen. (Art. 1d §20 und §18 JO des Hess. FV)


    D.h. bei einem Wechsel innerhalb der Wechselfrist liegt die unausweichliche Pflichtsperre bei einem bis knapp zwei Monaten, wobei in dieser Zeit der Pflichtspielbetrieb ohnehin ruht -- interessant würde es, wenn in diesem Zeitraum z.B. Qualifikationsspiele oder -turniere stattfänden. Verweigert der abgebende Verein die Freigabe, so wird der Spieler für weitere drei Monate gesperrt. Dass diese Sperre durch den Verband ausgesprochen wird, ändert aber nichts daran, dass alleine der abgebende Verein für sie verantwortlich ist, nur er sie ausgelöst hat.Bei einem Wechsel außerhalb der Wartefrist sperrt der Verband jeden Spieler für drei Monate ab dem Zeitpunkt der Abmeldung. Gibt der Verein den Spieler nicht frei, so darf er frühestens sechs Monate nach seinem letzten Einsatz (auch in Freundschaftsspielen) für den abgebenden Verein für den aufnehmenden Verein ein Pflichtspiel bestreiten. Die durch den abgebenden Verein alleine verursachte zusätzliche Sperre beträgt in diesem Fall also bis zu drei Monate, sie kann, wenn der Spieler entsprechend lange nicht für seinen alten Verein gespielt hat, aber auch gar nicht vorhanden sein. Im Extremfall bestreitet ein Spieler am 31.5. sein letztes Spiel für den alten Verein und meldet sich (ungeschickterweise) auch exakt an diesem Tag, also gerade noch vor der Wechselfrist, ab. Verweigert sein bisheriger Verein die Freigabe, so ist er dadurch laut Jugendordnung bis zum 31.11. gesperrt.Letztere Regel kann übrigens dazu führen, dass wechselwillge Spieler, die sich nicht sicher sind, ob sie die Freigabe erhalten werden, sich nicht bereit erklären, für ihren Verein zu spielen oder eben unwahre Entschuldigungen vorschieben. Ich bin skeptisch, ob das im Sinne des abgebenden Vereins ist.

    Reagiert ein Verein z.B. nicht bei einem Wechsel (z.B. in dem er einfach nur den Pass einsendet), ist der Spieler automatisch gesperrt - durch den Verband.

    Das scheint unterschiedlich geregelt zu sein und häufiger das Gegenteil der Fall zu sein. Nach meinem Kenntnisstand ist es auch in Hessen so, dass der abgebende Verein zur fristgerechten Einsendung des Passes verpflichtet ist und im Falle des Versäumnisses das Recht zur Verweigerung der Freigabe verliert. Aber das ist eine Regelung der praktischen Umsetzung und nicht der Vorschrift an sich. Daher ist sie für die grundsätzlichen Fragen weniger interessant, wenn nicht sogar irrelevant. Erfüllt die Umsetzung die Vorschrift nur unzureichend, so sollte sie aber natürlich auch entsprechend verändert werden. Wenn die Transportdauer eines Dokuments eine Rolle spielt, so kann nun mal der Zeitpunkt der Absendung oder der des Empfangs herangezogen werden. Mit der Zunahme der Digitalisierung und des Übergangs auf elektronische Administrationsvorgänge wird der Postweg aber eine immer geringere Rolle spielen. Es würde mich nicht wundern, wenn in fünf Jahren sämtliche Vereinswechselvorgänge nicht ausschließlich elektronisch erfolgen (müssen).

    Würde der Verband diese Möglichkeit streichen, hätten wir sicherlich eine einheitliche und nicht monetär bestimmte Regelungung: eine einheitliche Sperre für alle bei einem Vereinswechsel. -- sicherlich eine Möglichkeit.
    eine andere wäre die generelle sofortige Spielberechtigung bei einem Wechsel. -- auch eine Möglichkeit.
    welche ist sinnvoller, ermöglicht mehr Monipolationen, ist gerechter?

    Du erwähnst nicht, dass die Länge der Sperre ja durchaus einen Gestaltungsspielraum zulässt, der einen erheblichen Teil der Manipulationen verhindert und gleichzeitig die Interessen der Spieler nicht unzumutbar beschneidet. Das ist doch der Punkt, man muss den Sweet Spot zwischen den Interessen der drei Parteien Verbände, Vereine und Spieler finden. Nicht jedes einzelnen Vereins und Spielers, natürlich, aber der Gesamtheit (bzw. des Durchschnitts oder ihrer wahrscheinlich gewählten Vertreter).

    Trete ich als ahnungsloses Elternteil mit meinem Kind in einen Verein ein, habe ich in der Regel 4-6 Jahre Zeit festzustellen, ob dieser Verein für Kind passend ist. Während dieser Zeit kann ich bei Missfallen jederzeit ohne Hinderniss wechseln. Finde ich auch gut so.

    Bei uns ist der Wechsel nur in G- und F-Jugend problemlos und ohne Einschränkungen möglkich. Ab der E-Jugend gibt es Wartefristen, wenn auch noch keine Freigabe. Ausbildungsentschädigungen, Freigaben und durch sie verlängerte Wartefristen gibt es erst ab der D-Jugend. Dessen sind sich aber nur die wenigsten Eltern bewusst, die Spieler schon mal gar nicht. Wäre dem so, so würden sicherlich einige Eltern in der E-Jugend den derzeitigen Verein genauer prüfen.

    Aber nach dieser Zeit finde ich Wechselmöglichkeiten ohne Einschränkungen nicht sinnvoll, da leider zu viele Vereine dann diese Möglichkeit zu Lasten anderer Vereine ausnutzen, und ohne dabei unbedingt das langfristige Wohle des Kindes oder Jugendlichen im Auge zu haben, sondern nur den eigenen Vorteil.

    Aber die Freigabe tritt erst dann auf den Plan, wenn der Wechsel bereits vollzogen ist. Er wird durch die Verweigerung der Freigabe nicht mehr verhindert. Stattdessen wird maßgeblich der Spieler bestraft. Ist das sinnvoll? Die einzige Wirkung auf Spieler mit Wechselabsichten, die ich dabei erkennen kann, ist die der Abschreckung. Will ich aber denn wirklich meine Spieler mit einem solchen Mittel dazu bewegen bei mir zu bleiben? Kann ich das überhaupt oder halte ich sie nicht nur davon ab, sich abzumelden? Darin liegt durchaus ein Unterschied, nämlich derjenigen der Haltung der Spieler dem Verein gegenüber. Möchten sie beim Verein bleiben, so stehen sie ihm positiv gegenüber. Werden sie aber lediglich von einem Wechsel abgehalten, so ist ihre Einstellung negativ, die lehnen den Verein innerlich ab und fühlen sich nicht als ein Teil seiner. Die mittel- bis langristigen Folgen dürften recht unterschiedlich sein. Oder siehst du das anders?(Forts. folgt)
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    Übrigens: in unserer Region wird von der Aufwandsentschädigung relativ wenig Gebrauch gemacht, lediglich bei ganz bestimmten Vereinen.

    Also würde ihre Abschaffung auch zu nur unerheblichen, soll heißen kaum spürbaren Änderungen führen?




    mal ein Vorteil der derzeitigen Regelung: Dorfverein hat Jubiläum und lädt Oberligamannschaft ein. Absage. Gleichzeitig will ein C-Spieler in diesen Verein wechseln. Verhandlung. Einigung: Spieler kommt ohne Sperre, Oberligamannschaft kommt zum Jubiläumsspiel, Einnahmen werden geteilt. Alle zufrieden, jeder hat einen Vorteil.

    Ich sehe darin die Erpressung der Oberligamannschaft und ihres Vereins. Weshalb wollten sie denn nicht kommen?



    Solange es keine bessere Regelung gibt, finde ich die derzeitige gut. Sie bietet viel Verhandlungsspielraum. Entscheiden ist, wie man damit umgeht.

    Das, was du als Verhandlungsspielraum bezeichnest, empfinde ich als sanktionierte Mauschelei zwischen den Vereinen mit den Spielern, die daran überhaupt kein eigenes Interesse haben, als Faustpfand.



    Und da kritisiere ich durchaus das Vorgehen einiger Vereine, die nicht den Einzelfall betrachten, sondern stur vorgehen.

    Aber was kannst du ihnen denn vorwerfen? Sie verhalten sich doch vollumfänglich den Regelungen entsprechend. Wenn du daran Anstoß nimmst, dann musst du für eine Änderung der Regelungen sein, damit sie dann so werden, dass das von dir gewünschte Verhalten provoziert und das unerwünschte, in deinem Fall das sture Verhalten verhindert wird.



    Aber man kann es doch niemandem vorwerfen, wenn er sich den Regeln entsprechend verhält. Wenn einem das Verhalten nicht gefällt, dann muss man die Regeln ändern. Man kann aber nicht sagen: "Ja, du verhältst dich zwar regelkonform, aber ich finde es trotzdem doof und deshalb bestrafe ich dich mit dem Mittel, das mir zur Verfügung steht und gegen das du nichts machen kannst, ätschibätschi!"

    Erst jetzt habe ich mir auch deine Beispiele, @guenter, durch gelesen, und möchte sie kommentieren, obwohl @TW-Trainer und @Else Tetzlaff das bereits stichhaltig getan haben.


    Jugendspielgemeinschaft mehrer Vereine, die bisher [...] funktionierte. Bei der Gründung wurde [...] eine Vereinbarung festgehalten, dass beim Übertritt in den aktiven Bereich im 1. Jahr kein Spieler innerhalb der SG wechseln darf.

    Welchen Zweck sollte dieses Verbot haben? Teilen alle Mitglieder der SG diesen Gedanken? Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Verbot in der Furcht begründet ist, dass ein SG-Mitglied die (wahrscheinlich besseren) Spieler der anderen Mitglieder zu sich ziehen könnte und so aus der Gründung der SG mittel- bis langfristig eine Stärkung der Seniorenmannschaft des einen Mitglieds bei gleichzeitiger Schwächung derjenigen Mannchsten der anderen Mitglieder hervorgehen könnte.


    Ist es aber nicht so, wie @TW-Trainer ja ausführt, dass das Fußballspiel auf der Ebene, um die es hier geht, als freiwilliges Hobby betrieben wird? D.h. dass die Spieler keinen Arbeitsvertrag mit dem Verein haben und dazu verpflichtet sind, für diesen zu spielen, sondern das aus freien Stücken tun, weil es ihnen Spaß macht. Sie genießen dabei die Gemeinschaft und die Gesellschaft ihrer Mannschaftskameraden. Aber sie sind eben freiwillig da. Und dazu passt die Bevormundung durch die Vereine, die bei der Aufstellung des Verbots nur ihre eigene Sichtweise berücksichtigt haben und nicht diejenige der Spieler, überhaupt nicht.


    Wenn sich die Vereine einig wären, könnten sie das Wechselverbot übrigens ja auch umformulieren und die Aufnahme des neuen Mitglieds erst entsprechend verzögert durchführen. Allerdings empfinde ich die ganze Angelegenheit als fast schon lächerlich, denn ich habe nur wenig Verständnis für Vereine, die versuchen, ihre Spieler mittels Sanktionen von einem Wechsel abzuhalten. Stattdessen sollten sie sich fragen, warum ihre Spieler denn fort gehen und ob die Vereine, zu denen sie gehen, attraktiver sind als sie und warum das der Fall ist. Ggf. könnte dann eine Anpassung der Ausrichtung oder der Rahmenbedingungen vorgenommen werden, um die eigene Attraktivität wieder zu steigern. Das hängt aber auch vom Selbstbild des Vereins ab. So kann es z.B. sein, dass die stärksten Spieler den Verein häufig verlassen, um sich einem anderen anzuschließen, der höherklassig spielt. Nun könnte der abgebende Verein 'seinen' verlorenen Leistungsträgern hinterher trauern und sich überlegen, ob er auch versuchen möchte, höherklassig zu spielen. Dabei könnte es aber sein, dass er übersieht, dass man neben den zwei, drei Spielern, die zuvor bei ihm waren, noch zwölf bis fünfzehn weitere in ihrer Leistungsklasse benötigt, und dass diese sich eben bei dem 'Platzhirsch' sammeln -- man müsste also den Platzhirsch ablösen. Schafft man das? Wie sieht der Platzhirsch denn sonst aus, gefällt einem das? Will man so werden? Und wie kommt man dahin, hat man die nötige Finanzkraft, und zwar nicht nur kurzfristig, sondern dauerhaft? Was hätte das für die eigenen Mitglieder bzw. die Mitglieder aus dem angestammten Einzugsgebiet für Folgen? Verlöre man nicht vielleicht mehr Spieler und damit Mitglieder als man erhielte und gewänne?


    Ich finde, und da stimme ich @TW-Trainer zu, dass der richtige Weg, um Treue und Verbundenheit der Vereinsmitglieder, also auch der Spieler, zu erreichen derjenige über den Wohlfühlfaktor ist. Wer sich in seinem Verein zu Hause fühlt, als Teil der Gemeinschaft, anerkannt und respektiert, aber sicherlich auch in die Pflicht genommen wie jeder andere, der wird sich ihm verbunden fühlen, teilweise ein Leben lang. Dazu muss aber auch im Verein, und zwar bis hinein in jede einzelne Mannschaft, das Gemeinsame gelebt und verfolgt werden. Dazu braucht es weniger Ver- als vielmehr Gebote.


    Nun war ein A-Jugendspieler clever, und wechselt im letzten A-Jugendjahr innerhalb der JSG in einen der beteiligten Vereine, um diese Vereinbarung auszuhebeln.


    Die Vereinsvorstände sind nun in der Predouille. Stimmen sie zu, steht unter Umständen die JSG auf dem Spiel, da die beteiligten Vereine ihre bisher bestens funktionierende Regelung umgangen wird.

    Tja, klassisches Schlupfloch, wenn man es so sehen will. Also stimmen sie zu, auf welcher Grundlage sollten sie die Zustimmung auch verweigern? Wenn sie in dieser Situatiuon die Vereinbarung ausgehebelt sehen, können sie anschließend ja eine andere Regelung einführen oder die bestehende entsprechend erweitern, um weitere Fälle dieser Art auszuschließen. Ich halte nach wie vor nichts von dieser Regelung, aber wenn sie sie unbedingt wollen... Es geht aber nicht, dass man einerseits Regeln aufstellt und dann einzelne, vollkommen regelkonforme Verhaltensweisen verbietet. Das wäre Willkür.


    Stimmt der abgebende Verein einem Wechsel nicht zu, wird der Spieler [...] bis zum 1.11. für die A Jugend gesperrt, in einer Mannschaft in der er bisher 7 Jahre spielte.

    Und genau dieses Druckmittel empfinde ich als vollkommen ungerechtfertigt. Wenn die Vereine eine ungenügende Regelung formuliert haben, dann ist das ihre Schuld, dann müssen sie sie nachbessern, sich bis dahin aber daran halten. Dadurch, dass der abgebende Verein einem Spieler die Freigabe einfach so, ohne Angabe von Gründen und ohne Einspruchsmöglichkeit, verweigern kann, ist doch der Willkür Tür und Tor geöffnet.


    [...] der andere Teil findet den Anspruch des abgebenden Vereines durchaus für vertretbar.

    Welcher Anspruch ist das denn?


    [SG] auf dem Dorf werden geschlossen, dass die Dorffussballer überhaupt eine Möglichkeit haben, Fussball zu spielen, [...]. Soll nun jeder E oder D-Jugendspieler bei Eintritt gefragt werden, ob er mit dieser Regelung einverstanden ist, oder welche er sich wünscht?

    Nein, davon ist doch auch überhaupt keine Rede. Es sollte nur Regelungen geben, die nicht eine Seite über Gebühr benachteiligen und einschränken, sondern solche, in denen die Anerkennung der Interessen beider seiten zum Ausdruck kommt und die aus dem gemeinsamen Interesse entstanden sind und die Erhaltung und Wahrung eben des gemeinsamen Interesses im Sinn haben.


    Ich habe nicht geschrieben [...] dass ich diese Regelung toll finde, ich kenne nur keine bessere.

    Naja, wenn man die Ziele einmal klar formulieren würde, sowie die Interessen der von der Regelung Betroffenen, so könnte man sie wahrscheinlich reformieren. Man sollte in die Überlegungen dann auch einfließen lassen, welche Erfahrungen mit der bestehenden Regelung gemacht wurde, wobei hier insbesondere die Problemfälle berücksichtigt werden sollten. So schwer ist das nicht, wenn man denn wirklich will.


    Halt eine Grundsatzfrage: Was ist höher zu bewerten? Vereinsinteresse oder das Interesse des Einzelnen?

    Beide sind wichtig, und die Kunst bzw. das Ziel liegt darin, beide möglichst überwiegend zum Einklang zu bringen. Wo das nicht möglich ist, weil die Interessen der einen Partei eben notwendigerweise im Widerspruch zu denen der anderen liegen, muss eine Abwägung und eine Gewichtung vorgenommen werden, aus der ein Kompromiss entsteht, mit dem sich beide Seiten einverstanden erklären können (und dies letztlich auch tun).


    Die Vereine und Trainer, die sich ihre Spieler anderweitig heranziehen wird gegen die bestehende Regelung sein. Diejenigen[...], die von G an was aufbauen, und deren besseren [...] Spieler jährlich ab einem bestimmten Alter von speziellen Vereinen abgeworben werden sehen in der jetztigen Regelung durchaus eine Möglichkeit Auswüchsen [...] entgegenzusteuern.

    Das ist mir aber eine zu kurzsichtige Betrachtungsweise. Wenn ich auf Verbote und einseitige Druckmittel angewiesen bin, um Spieler daran zu hindern, meinen Verein zu verlassen, dann ist es meiner Meinung nach um das Klima in meinem Verein nicht sonderlich gut bestellt, und dann werde ich nach und nach immer stärker auf diese Mittel setzen müssen, bis der Druck und die Ablehnung irgendwann so groß sind, dass eine ganze Mannschaft oder zumindest große Teile geschlossen abhaut und ein Dominoeffekt einsetzt.


    Sicher kann man es nicht jedem Recht machen und man sollte auch nicht nur nach der Pfeife der Mitglieder, die ja durchaus auch unterschiedliche Klänge haben können, richten, so als Fähnchen im Wind. Aber der Verein muss begreifen, dass er aus der Gesamtheit seiner Mitglieder besteht und nicht nur aus dem Vorstand. Dass es um die Interessen der Mitglieder geht, welche der Vorstand im Sinn haben muss, und nicht anders herum.


    (Forts. folgt)

    Sicherlich gibt es gute Argumente für beide Sichtweisen.

    Ich habe bisher kein Argument dafür gelesen, dass es notwendig und sinnvoll ist, dass Vereine Spieler, die sie verlassen wollen, für drei Monate über die bereits vorhandene Verbandssperre hinaus sperren können. Überhaupt ist mir nicht klar, wieso der abgebende Verein überhaupt um eine Freigabe gebeten wird. Was ist die Rechtfertigung dafür?


    Was juristisch hier jetzt passend ist, kann von uns garantiert keiner sagen, da es keine letzendlich gültige Urteile gibt.

    Das ist zwar richtig, aber wir können doch wohl für uns das für und wider aus den verschiedenen Gesichtspunkten der beteiligten Parteien ansehen und darüber diskutieren, wie ein unserer Meinung nach gerechter Interessenausgleich aussehen könnte.


    Bezüglich der Wechselbestimmungen ist übrigens nicht die Vereinssatzung, sondern letztendlich die Verbands- bzw. DFB-Satzungen zuständig.

    Korrekt, das hat auch niemand bezweifelt. Die Vereinssatzung wurde doch nur ins Spiel gebracht, um darauf hinzuweisen, dass jedes Mitglied sowohl diese Satzung als auch diejenige des Landesverbands vor dem Eintritt lesen kann und so wissen kann, was ihn erwartet. Ich war bisher übrigens der Meinung, dass die Satzungen des DFB nur da über denjenigen der Landesverbände stehen, wo letztere sich ihnen unterwerfen, da es die Landesverbände schon länger gibt als den DFB.


    Der Verband hat nun mal Wechselb estimmungen.

    Keine Frage. Und wir nehmen an ihnen Anstoß. Und?


    Er hat sieht auch Spielsperren bei bestimmten Vergehen vor. Unterwerfe ich mich nicht mit Eintritt in den Verband diesen Bestimmungen?

    Doch, natürlich, das haben wir auch schon geklärt. Aber wenn es da Bestimmungen gibt, die gegen höheres Recht verstoßen, dann sind sie nichtig, völlig unabhängig davon, ob ich sie anerkannt habe oder nicht.


    Sind die Wechselbestimmungen unrechtens, müssten dann doch wohl auch die entsprechenden Spielsperren juristisch anfechtbar sein.

    Ich denke schon, also die durch die verweigerte Freigabe des abgebenden Vereins entstehenden Spielsperren. Wie das mit den Pflichtsperren der Verbände aussieht weiß ich nicht, ich könnte mir vorstellen, dass sie zulässig sein könnten, wenn man für sie den Zweck der Verhinderung der Wettbewerbsverzerrung im Spielbetrieb anführt, und sie gleichzeitig nicht so lang sind, dass sie eine übermäßige Einschränkung darstellen.


    Für mich stellt sich eine entscheidende Frage:


    Trete ich in einen Verband ein (egal ob jetzt Fussball, Handball oder sonstwas), und das geschieht nun mal auch automatisch wenn ich in einen betreffenden Verein eintrete, akzeptiere ich dann als Einzelner die dortige Regeln und Bestimmungen, oder kann ich Veränderunge so einklagen wie es mir passt? Ist mein Recht als Einzelner höher zu bewerten, als das Recht der Gemeinschaft, in die ich freiwillig eingetreten bin?

    Man kann ganz sicher nicht beliebig Veränderungen einklagen. Und darum geht es hier auch nicht. Es geht darum, dass die aktuellen Wechselregelungen dem Gerechtigkeitsempfinden einiger Leute widersprechen und sie das Gefühl haben, dass sie gegen höheres Recht verstoßen könnten. Jede Satzung und Verordnung ist grundsätzlich der Überprüfung gegen übergeordnetes Recht preis gegeben, das ist ja wohl auch gut und richtig so, oder?




    Das Problem sehe ich weniger in den Wechselbestimmungen, sondern viel mehr darin, wie die Betroffenen damit umgehen. Und ich kenne Vereine, die da sehr wohl damit umgehen können, und zwar im Sinne der beiden Beteiligten.

    Aber es gibt auch zu viele Fälle, in denen sie es eben nicht tun, und das geben die Bestimmungen leider her. Sollten die Bestimmungen nicht verbessert werden, damit das Verhalten im Sinne aller Beteiligten eher nahezu unausweichlich als lediglich im positiven Fall möglich ist?

    ...was ein Zeichen dafür wäre, dass die bestehende Regelung funktioniert.

    Naja, das kommt aber schon ein wenig auf die Sichtweise an. Ich habe, wie gesagt, damals mit bekommen, wie viel da herum diskutiert wurde und wie sehr die Emotionen da unnötigerweise hoch kochten. Ich finde, das müsste nicht sein, auch wenn es fast immer zu einer Einigung kommt. Vielmehr sähe ich die dafür verbrauchte Energie lieber anderswo untergebracht.


    Aber sicher, irgdendwie einigt man sich immer bzw. irgendwann ist das Thema notgedrungen ausgestanden, und sei es durch einen Anruf bei der Geschäftsstelle oder, im Extremfall, eben nach Absitzen der Sperre durch den Spieler.

    (forts.)


    Auch kam es mal vor, dass jemand seinen Mannschaftsnamen vergessen hatte, hier sollte man das nächste mal passende T-Shirt bereitstellen (versch, Farben, Logo des Vereins(?))

    Sowas kann natürlich immer passieren, wenn man mehrere Mannschaften zusammen stellt. Aber das findet sich eigentlich immer recht schnell, weil die anderen Spieler ja wissen, wer bei ihnen fehlt. Aber ich habe auch schon überlegt, dass ich, wenn ich tatsächlich ein Minifußballturnier bei uns institutionalisieren würde, wahrscheinlich speziell dafür eine ganze Reihe Leibchen erstehen würde, in vielen verschiedenen Farben und mit Rückennummern. Wenn man einen Sponsor fände, könnte man vielleicht sogar Trikots kaufen.


    Als kleines Trainingsturnier mit einem befreundeten Verein aber eine wirklich tolle Sache und sollte unbedingt einmal ausprobiert werden.

    Genau so haben wir es mit dem Team von @sk-blue gemacht. Wie oben schon gesagt hat es zumindest mir sehr gut gefallen, eigentlich besser als ein 'übliches' Freundschaftsspiel, auch, weil sich die Trainer aufteilen mussten, es hat dann nämlich jeder die Aufsicht über eines geführt, und es wurde weniger gecoacht als vielmehr das Spiel beaufsichtigt. Das finde ich insgesamt auch angenehm.

    Zunächst einmal vielen Dank für den Bericht, den ich durchaus als insgesamt positiv und ermutigend betrachte. Ich muss mal sehen, ob ich es schaffe, künftig bei uns ein Minifußballturnier regelmäßig anzubieten.


    Der Anfang war leicht chaotisch, mein Mithelfer sammelte erstmals alle teilnehmenden Kinder ein, um die vorher eingeteilten Teams bekannt zu geben, währenddessen baute ich die Felder auf. Da vorher ein F - Jugendturnier auf dem Sportplatz stattfand, ging dies leider nicht eher.

    Oh, das ist natürlich ziemlich stressig, denke ich, denn man braucht ja schon ein bisschen Zeit, um die Felder aufzubauen, und wenn man davon eben nicht nur eines, sondern vielleicht sogar vier hat, dann dauert das eben schon einen Moment. Wenn dann noch niemand helfen kann, weil die Maße eben nicht bekannt sind...


    Durch die doch noch sehr hohen Temperaturen hatten wir uns entschieden, die Spielzeit auf 8 Minuten zu drosseln [...]

    Da, wie du weiter unten ja auch erwähnst, das Spiel sehr intensiv ist, sollte man die Spielzeit ohnehin nicht zu lange wählen. Ich denke, mehr als zwölf Minuten sollten es auf keinen Fall sein.


    Positive Dinge, die mir im Verlauf aufgefallen sind:
    - Jeder (vorallem die Schwächeren) hatte erheblich mehr Ballkontakte als beim "großen Spiel".

    Ja, genau. Im Spiel 7 gegen 7 (mit Torhüter) ist es demgegenüber oft so, dass die schwächsten paar Spieler den Ball so gut wie nie bekommen, und selbst wenn, dann sind sie ihn rasch wieder los. Beim Minifußball kann es dann halt das Problem geben, dass eine Mannschaft, die aus nur schwächeren Spielern besteht oder bei der zwei der drei Spieler eher schwächer sind, auf ein Team aus lauter Granaten trifft und dann halt gnadenlos untergeht. Um das zu vermeiden hatte ich bei unserem Turnier das Schweizer System als Turnierform verwendet. Da kann das in der ersten Partie zwar noch passieren, danach sortiert sich das Feld aber recht schnell und es kommt zu interessanteren Partien. Dazu braucht man aber letztlich während des Turniers einen Computer und die Teams können halt nicht so gut planen, wann sie das nächste mal wieder dran sind. Bei uns hatte das damals aber trotzdem einwandfrei funktioniert, zumindest wurde mir nichts anderes berichtet.


    Letzten Mittwoch war in unserem letzten Training die Mannschaft von @sk-blue bei uns zu Gast und wir haben auch ein Minifußballturnier veranstaltet. Insgesamt hatten wir sieben Teams: drei von ihm und vier von uns, wobei es genau aufging, da einer unserer Spieler eines seiner Teams auffüllte. Dadurch, dass wir drei Felder aufbauen konnten, schafften wir es sogar, bis zum Ende des zweistündigen Trainings, dessen erste halbe Stunde auf die Vorbereitung drauf ging, mit dem Jeder gegen Jeden durch zu kommen.


    Und wie du schreibst:

    Im Anschluss gingen die Teams zu ihrem jeweiligen Feld und die Regeln wurden erklärt. Dies ging zu meiner Überraschung sehr flott, die Spieler haben eigentlich alles beim ersten Erklären verstanden.

    Meine Erklärungen hatten ein paar Spieler von @sk-blue noch mit Stirnrunzeln und Aussagen der Form "Häh? kapiere ich nicht!" quittiert. Aber das hatte sich, so zumindest mein Eindruck, schon während der ersten Partie gegeben, und in der Folge sah ich zwischen unseren Spielern, die das Spiel ja schon mehr als ein Jahr kennen, und den Gästen praktisch keinen Unterschied mehr. Nur ganz selten musste ich noch kurz einschreiten, um eine Regel genauer auszuführen, ansonsten lief es von selbst.


    Mir hat es viel Spaß gemacht, auch wenn die Teams von @sk-blue unseren insgesamt schon überlegen waren. Wir hatten unsere zwar zufällig zusammen gestellt, indem wir alle unsere Spieler hatten Karten ziehen lassen und dann alle Achter ein Team waren ebenso wie alle Neuner, Zehner und Zweier, aber ich glaube, es gab zwischen Teams der unterschiedlichen Vereine nur ein oder zwei enge Partien. Und das lag vor allem an folgender Eigenschaft von Minifußball:


    - Die Feldspieler hatten absolut keine Zeit sich geistig und körperlich auszuruhen. Sobald jemand bei Ballverlust geschlafen hat oder vorne stehen geblieben ist, ergo seine defensiven Aufgaben vernachlässigte, fiel ein Tor für die gegnerische Mannschaft. (Gerade die Spieler, die in der gesamten Saison nur Sturm / Mittelfeld gespielt haben und nie defensiv agieren mussten, hatten damit große Probleme)

    Das ist absolut so, und wenn es eine Mannschaft noch versteht, schnell zu kontern und ihre Überzahl auszuspielen, wenn sie die Alternative des zweiten Tores auf dem anderen Flügel begreifen, dann können sie recht einfach Tor um Tor erzielen.


    - Es fielen in jeder einzelnen Partie viele Tore.

    Ja, das war auch bei uns so. Ich hatte es zu Turnierbeginn prophezeit und es hat sich auch bewahrheitet. Kaum eine Partie auf den Feldern mit Minitoren sah in acht Minuten Spielzeit weniger als zehn Tore. Nur auf dem dritten Spielfeld, wo wir auf Jugendtore mit Torhüter spielten, gab es deutlich weniger Tore, obwohl diese von überall erzielt werden durften. Dort kam es sogar einmal zu einem 0:0. Das bestärkt mich in meiner positiven Meinung zu den Minitoren. Aber den Kids macht tatsächlich das Spiel auf die großen Tore nach wie vor viel Spaß, so dass eine Verwendung beider wohl am sinnvollsten ist.


    - den Trainern hatte es auch gefallen, war für viele NEU.

    Diesen Eindruck hatte ich bei @sk-blue auch, und auch, dass die anwesenden Eltern seiner Spieler das Spiel durchaus auch ganz gut, wenn auch wahrscheinlich ungewohnt, fanden.


    Die Kids waren da schon ein bisschen kritischer. Von knapp 55 Kindern waren 4 o. 5 dabei, denen das überhaupt nicht zugesagt hatte (aufgrund der Tore, der "unfairen" Teams, etc.)

    Das Problem, dass vor allem die Spieler der Teams, die es schwerer hatten und nicht so viel gewinnen konnten, einfach pauschal das Turnier nicht so toll fanden, hat man aber halt immer. Daran erkennt man übrigens aber auch, dass bei vielen Kindern das Erlebnis auf die Bewertung der Turniereigenschaften abfärbt. Soll heißen: Gewinnt eine Mannschaft ein Turnier, so wird fast alles, was damit zusammen hing, mit positiven Assoziationen belegen, landete sie hingegen auf einem der hinteren Plätze, so wird so ziemlich alles an dem Turnier in der Erinnerung doof gewesen sein. Bei vielen Eltern ist das leider auch so.. Man muss aufpassen, sich als Verantwortlicher von pauschalen Unmutsäußerungen nicht zu sehr beeindrucken zu lassen, sondern sollte da eher nachhaken und um differenziertere Aussagen bitten.


    Die meisten Kids bevorzugen die größeren Tore, das ist auch meine Erfahrung. Das liegt, so meine Einschätzung, aber vor allem daran, dass es eben schwerer ist, die kleinen Tore zu treffen und sie halt eher auch mal vorbei schießen. Und dann sind sie eher ungewohnt und dann kommt die typisch menschliche Angewohnheit durch, dass man alles Neue erst einmal (übermäßig) kritisch betrachtet, dazu noch die selektive Erinnerung an vor allem die positiven Dinge, wodurch die Kinder meinen, sie hätten bei den größeren Toren ja viel öfter getroffen. Es ist natürlich auch so, dass es tatsächlich schwierig ist, ein Minitor zu treffen, wenn vier oder fünf Spieler sich davor zusammen geballt haben -- die Spieler mit der höheren Spielintelligenz erkennen dann, dass vor dem anderen Tor viel Platz vorhanden sein muss, diejenigen, die noch nicht so weit sind oder die Egoisten aber eben nicht, sie wollen dann mit dem Kopf durch die Wand, was halt nicht funktioniert und bei den Egoisten, die ja nicht selten keine schlechten Einzelspieler sind, eben zu deutlichem Gemotze führt. Das sollte meiner Meinung nach ihr Trainer aber nicht als Problem, sondern als Chance begreifen.


    (Forts. folgt)

    Übrigens, um dem Ganzen die Krone aufzusetzen möchte ich noch kurz erzählen, wie das mit der Freigabe und so in der Realität tatsächlich auch läuft: ich habe ja von diesem Verein erzählt, der sich seine ersten Mannschaften ab der D-Jugend aufwärts mehr oder weniger zusammen kauft. Es gibt hier im Kreis auch zwei benachbarte Vereine, die sich ab der D-Jugend zusammen tun, nicht zuletzt auch aus dem Grund, in der Jugend eher höher spielen zu können. Dadurch stehen sie im Kreis mit dem vorgenannten Verein in Konkurrenz. Nun gab es da eine inoffizielle Äußerung eines Trainers, dass er einen guten Spieler sofort freigeben würde, wenn denn ein Profiverein Interesse an ihm hätte. Aber wenn er zu dem anderen Verein ginge, nee nee, da würde man ihn auf jeden Fall sperren und die Ablöse für ihn haben wollen.

    Ja, es ist doch allenthalben so, dass Leute mit dem, von dem sie befürchten, dass es anderen nicht so sehr passt, hinter dem Berg halten, bis nichts mehr zu machen ist. Man möchte halt nichts riskieren, weder Ärger noch irgendwelche Nachteile. Und solange noch nicht alles spruchreif ist, muss man ja noch nicht die Pferde scheu machen oder schlafende Hunde wecken. Naja, aber zwischen spruchreif und in trockenen Tüchern ist es halt nicht weit, außerdem meint man im Winter, ja noch ewig Zeit zu haben und im April rast dann die Zeit, so dass der alte Verein dann halt doch erst im Juni von den Wechselabsichten erfährt.... :huh:


    Deine positive Meinung von Mainz 05 teile ich übrigens. ^^