Beiträge von tobn

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    Vorab: ich habe mich bei unserem Kreiskoordinator für Qualifizierung, oder wie sich das nun genau nennt, für den Lehrgang zum C-Breiten-Trainer angemeldet, habe aber noch kein Feedback zu Terminen o.ä.


    C Breitensportschein
    -Ich verdiene damit kein Geld
    -Der kostet aber Kohle


    Das stimmt, wenn man ihn dezentral macht, dann allerdings nicht so sehr viel, und viele Vereine erstatten einem die Kosten. Sie kriegen ja vom DFB Geld für formell qualifizierte Trainer. Davon wird der Verein nicht reich, aber die Kosten der Lehrgänge übertrifft es deutlich, soweit ich weiß.


    -Man muß von hier runde 80 Kilometer fahren


    Auch, wenn du es dezentral machst? Da sollte doch auch was in deinem Kreis angeboten werden..


    -Die Module liegen so, dass ich es arbeitszeitlich als Schicht.-und Wochenendarbeiter nur im Urlaub hinbekäme


    Das ist wohl tatsächlich ziemlich schwierig, es müssten sich ja alle anderen Teilnehmer nach dir richten. Aber vielleicht ginge das auch. Soweit ich bisher mitbekommen habe, beginnen die dezentralen Kurse immer mit einem Termin, an dem man die übrigen Termine ausmacht. Dabei wird wohl schon versucht, möglichst viele unter einen Hut zu bringen. Deine Ansprüche dürften wohl schon ziemlich heftig werden, aber wer weiß..


    -Urlaub verbringe ich mit meiner Familie und dann kommt lange Zeit nix


    So geht es mir auch, deshalb kommen die zentral, in meinem Fall an der Sportschule Grünberg durchgeführten Angebote nicht für mich in Frage.


    [großer Erfahrungsschatz und viel theoretisches Wissen]
    ... und finde deshalb, das das für mich vergeudete Zeit und weggeworfenes Geld wäre, sorry...oder was würde man mir darüber hinaus dort beibringen?


    Vermutlich wirklich nicht viel, das ist zu befürchten. Ich habe bei den zwei Besuchen des DFB-Mobils, die ich miterlebte, und auch bei dem letztjährigen hessenweiten Tag der Qualifizierung fachlich nichts dazu gelernt. Aber ich habe nicht deine Erfahrung und habe in der Vergangenheit erst so langsam meinen Weg finden müssen, im Nachhinein, finde ich, sieht mein Bahn teilweise nach einem ganz schönen Herumgeeiere aus (für mich aber vermutlich mehr als für die anderen..).


    Ich erhoffe mir von dem Schein zweierlei:
    * Bestätigung, Korrektur oder Egänzung meiner Linie, Überzeugungen und Vorgehensweise
    * Die formelle Bestätigung der Befähigung meiner Tätigkeit, speziell denjenigen (primär aus der Elternschaft) gegenüber, die mit ebendieser Linie, dieser Vorgehensweise und diesen Überzeugungen nicht konform gehen und mich als sehr interessierten Autodidakten, der selbst früher eben nicht im Verein Fußball gespielt hat, nicht vollständig anerkennen. Muss nicht unbedingt sein, so viele sind es nicht, es wäre mir aber lieber, ihre Zahl würde weiter sinken.


    Außerdem hoffe ich, auf Gleichgesinnte zu treffen, das war beim Tag der Qualifizierung eigentlich das beste. Und ich verspreche mir ein besseres Standing im Verein, da habe ich noch nichts probiert, aber in der Jugendarbeit gäbe es durchaus Verbesserungspotenzial. Da etwas anzustoßen wäre mit einem Schein im Rücken auch einfacher, denke ich.


    Der C-Leistungsschein kommt nicht in Frage, der ist eindeutig eine Nummer zu groß.


    Wo sind nun für Leute wie mich die Alternativen?


    Warum wird nicht einfach mal für kleines oder überhaupt kein Geld etwas aufgelegt, was für JEDERMANN machbar ist....von zu Hause...Homework mit Prüfung ...oder wie auch immer.


    Der DFB bietet immerhin inzwischen die Kurzschulungen an, dafür gibt es aber keinen Schein, aber bestimmt eine Teilnahmebescheinigung. Das ganze nur von zu Hause aus zu machen, halte ich in diesem Fall allerdings nicht für sinnvoll, die praktischen Elemente sind aus meiner Sicht doch auch ziemlich wichtig...


    Wieviele Leute könnte man wohl so "packen", statt es nur einen elitären Kreis tun zu lassen, der das Glück hat, zufällig in machbarer Entfernung zu wohnen oder das Pech haben, derzeit arbeitslos oder wie auch immer....zu sein?


    Naja, wie gesagt, bei den dezentralen DIngern sind die Entfernungen ja meistens nicht so groß, weil sie im eigenen oder evtl. im Nachbarkeis stattfinden. Und i.d.R. einigt man sich da wohl auf ein paar Abend- und Wochenendtermine, so dass es für die meisten berufskompatibel ist, zumindest vorübergehend.


    Also wenn ich ehrlich bin, ärgert mich das richtig..weil soviel Potenzial von den Willigen, die es aber aus nachvollziehbaren Gründen nicht tun...soviel brach liegt. Da wird vorhandenes Potenzial nicht genutzt, weil die Angebote fehlen!!! und das ist schade....aber andersherum...-wen wunderts-?


    Ich denke, der DFB hat das erkannt und reagiert mit den Kurzschulungen. Außerdem gibt es auch noch den Jugendleiter, der ist weniger aufwendig und überschneidet sich auch auch komplett mit dem C-Breiten-Trainer, so dass man den, falls man Blut geleckt hat, ja noch anhängen kann. Es wäre sicher kein Fehler, wenn der DFB aus den Kurzschulungen noch ein paar, aber nicht zu viele, sinnvolle Profile zusammenstellt, für die es dann kleinere Scheine gibt.

    Das leuchtet mir ja ein das beides wichtig ist. Aber wenn es noch nicht einmal fertig gebracht wird , einen ordentlich Pass über 10 m flach zu spielen bzw. anzunehmen , und immer nur gedribbelt wird und man sich dann auch immer nur festdribbelt , dann fehlt die Grundlage .Und Pass spielen kommt bei mir vor dribbeln oder Finten machen .


    Das Passspiel wird mit zunehmendem Alter wichtiger, aber den technischen Grundlagen, d.h. der guten Ballbehandlung misst der DFB, soweit ich erkennen kann, im KiFu-Bereich noch größere Bedeutung zu. D.h. gut dribbeln können sollte jeder Spieler. Ich vermute, das ist später nur deutlich schwieriger noch zu erlernen, während das beim Passspiel noch gut geht. Außerdem fehlt vielen Kindern im KiFu-Alter noch die Fähigkeit zum Überblick über die Spielsituation, wie er für ein sinnvolles Passspiel benötigt wird. Mach nicht meinen Fehler, zu früh auf Passspiel zu gehen und das Dribbling zu vernachlässigen (im Verhältnis). Ich bzw. meine Jungs müssen da jetzt leider einiges nachholen... Pässe kommen bei mir wieder in der nächsten Saison dran (bei uns ist sie schon zu Ende). Eine gute Ballannahme ist ganz wichtig, da stimme ich dir voll zu.


    Schau mal hier rein: http://www.dfb.de/uploads/media/dfb_rtk_flyer_A4_quer_01.pdf

    Mit dem Turnier 1 gegen 1 ist eine tolle Idee ,werde das mal versuchen. Hoffe halt nur nicht das es sich demütigend auswirkt oder in Wut beim Zweikampf .Habe da keine Lust das sich ein anderer Verletzt (Wenn er spielt dann mit vollem Körpereinsatz und dann ist da definitiv mehr da als beim Gegenspieler


    Dann bleib bei seinem Spiel in der Nähe und gucke da genauer hin, so dass du rechtzeitig eingreifen kannst. Ich würde auch zu sehr körperbetontes Spiel unterbinden. Zum Thema Demütigung: während dieses 'Turniers' brauchst du ja überhaupt nicht zu kommentieren, da wäre ich eher neutraler Beobachter. Und danach nimmst du ihn mal alleine zur Seite, während die anderen schon in die Trinkpause verschwinden. So gibt es auch keine Demütigung, weil das kurze Gespräch ja unter Euch bleibt.


    Aber mit dem Ausschluß(Androhung) vom Abschlußspiel dürfte auf jeden Fall ziehen .Wert ml ein wenig probieren .Mal sehn ob ich mir da ein Elterngespräch einhandle. =)


    Kannst Ihn ja erst einmal auch nur am Anfang draußen sitzen lassen und ihn die letzten zehn Minuten mitspielen lassen. Evtl. mit dem Hinweis, dass es das das nächste mal nicht mehr gibt. Wenn du das so ankündigst, musst du dich aber natürlich auch daran halten, das könnte auch kniffelig werden..


    Hab auch schon mal den Kommentar von ihm gehört "Mein Vater hat gesagt Pass spielen ist nicht wichtig gut tricksen muß man können" Boah da schluckste schon erst mal und überlegst dir was du jetzt sagst. :D Aber dann beisse ich mir dann doch auf die Zunge!


    Finde ich, ehrlich gesagt, gar nicht so schwierig. Es ist einfach beides wichtig. Am besten ist ein Spieler, der alles gut kann.

    Bei mir müssen im Training alle mal ins Tor, wenn wir mit Torhüter spielen, da gibt es keine Ausnahme (Verletzungen ausgenommen). In Spielen gegen andere Teams spielen nur Spieler im Tor, die dazu gerne bereit sind. Davon haben wir aber glücklicherweise eine gute Handvoll. Ggf. wechsle ich dann in der Halbzeit den Torhüter, falls ich zwei Kandidaten dabei habe, denen ein ganzes Spiel im Tor zu langweilig bzw. einseitig ist.

    Das Zitieren musst du noch üben, Tobionale. :P


    Ich selbst habe das auch schon probiert. Habe einen Spieler der ständig reinredet , beim erklären der Übungen ständig was anderes macht .Ball auf das Tor schießen usw. Wenn ich eine Übung ansage kommt sofort der Kommentar "ich will lieber Torschuß machen "usw.


    Ich würde sofort meinen Redefluss unterbrechen und diesen Spieler direkt ganz finster anblicken. Meine verstummen dann ganz schnell, spätestens sobald sie den Blicken ihrer plötzlich mucksmäuschenstillen Nachbarn folgen und mir dann direkt in die Augen gucken. Beim nächsten mal (innerhalb kurzer Zeit) gibt es dann die direkt an den Spieler (mit Namen ansprechen!) gerichtete Warnung, dass eine weitere Störung zu einer Platzrunde führt. Und die kommt dann auch, wenn er nochmal stört. Sollte er die Runde zu gemütlich angehen, gibt es unterwegs eine Warnung, dass eine zweite hinterhergeschoben werden könnte. Und einmal musste ich diese Warnung auch wahr machen.


    Wichtig ist es in der Tat, den Worten Taten folgen zu lassen. Ich bin absolut gegen drakonische Strafen, vielmehr ist es wichtig, dass Vergehen konsequent geahndet werden. Und dass den Kindern klar gemacht wird, wo die Grenzen liegen. Darauf können sie sich dann einstellen.


    ... wenns ein wenig anstrengender wird hört er halt auf und macht was er will.


    Wenn das nicht passt, dann würde ich ihn auch direkt ermahnen bzw. dazu ermuntern, das Richtige zu tun. Wenn er dann Ablehnung äußert, muss man ihm mitteilen, dass nur diejenigen, die sich ordentlich am Training beteiligen, auch am Abschlussspiel teilnehmen können. Ignoriert er diese Warnung, so würde ich sie noch einmal aussprechen, ignoriert er sie wieder, muss er am Ende halt zugucken, darf aber den Platz nicht verlassen. Und dabei muss ihm klar gesagt werden, warum er zugucken muss anstatt spielen zu dürfen. Nicht böse, einfach nur klar, denn er muss begreifen, dass er mit seinem Handeln für die Konsequenzen verantwortlich ist. Und unmittelbare, kleine Strafen wirken besser als drastische, die erst verzögert eintreten, das ist vermutlich auch allgemein bekannt.



    Der Trainingsablauf wird nicht akzeptiert, wenn die anderen zusammen räumen oder das Trainingsgerät mitnehem dann macht eher halt nichts.


    Ich lege immer fest, wer oder welche Gruppe die Hütchen, etc. einsammelt, sowie wer die roten bzw. die gelben Leibchen zusammen trägt. Dabei versuche ich natürlich, diese Aufgaben insgesamt halbwegs gleichmäßig zu verteilen. Und die Jungs kennen inzwischen meinen Zuruf: "die ersten, die gehen, nehmen die Hütchen, Stangen, etc. mit!" Befolgt das einer mal nicht und ich bemerke das, dann muss er auch wieder zurück kommen. Klappt gut. Aber mein Haufen ist auch relativ pflegeleicht, das muss ich zugeben.


    Eben ne richtige diva. Selbst wenn du dich speziell um ihn kümmest macht er die Übungen kurz richtig und drehst du dich um mal kurz auf die anderen zu schaun, macht er wieder was ganz anderes.


    S.o. Geht nicht.


    Der Großteil der Mannschaft ist ihm Athletisch, Motorisch überlegen was man dann dementsprechend im direkten Vergleich auch merkt.Zum Training ist er allerdings immer da und schwänzt nie!!!! Wenn man mit ihm ein persönliches Gespräch macht wie man sich ihn so vorstellt, und erwähnt wie gut er doch werden würde wenn er die Übungen ordentlich machen würde kommt dann der kommentar "Er kann ja schon alles ". Was eben nicht so ist, was auch andere Trainerkollegen bestätigen können mit Leistung und Schwierigkeitkeiten des Spielers.


    Dann mache doch mal Minispiele: nur 1-gegen-1 auf vielen Feldern nebeneinander, jeweils zwei oder drei Minuten lang, Sieger steigt nach links auf, Verlierer nach rechts ab. Wo landet er, der ja schon alles kann, dann? Hoppla, doch nicht ganz links, also kann er wohl doch noch nicht alles, oder? Das könntest du ihm dann auch direkt sagen, ich würde es aber wohl unter vier Augen machen, d.h. die Trinkpause ausrufen, ihn zur Seite rufen und es dann so mit ihm besprechen, dass die anderen den Gesprächsinhalt nicht unmittelbar mitbekommen.


    Die Vorgabe der Eltern vor einem Jahr was hauptsache der Junge bewegt sich und nimmt ab.


    Er ist in einem Fußballverein und mittlerweile in der E-Jugend. Da gehört schon ein bisschen mehr dazu, es ist ja schließlich keine Bewegungstherapie, die gibt es woanders.


    Spielen brauch er nicht zwingend.


    Doch, sollte er aber. Ich würde ihn wie jeden anderen in der Mannschaft behandeln.


    Nur eben werden die Ansprüche der kleinen eben höher.Manchmal denke ich er verwechselt das Training im Verein mit dem Bolzen auf dem Bolzplatz. Bisher hat immer nur der Verweiß vom Training etwas gebracht , dann hatte es beim nächsten mal wieder funktioniert.


    Hast du ihm schon mal den Unterschied erklärt? Dass es im Verein auch darum geht, etwas zu lernen, indem man es beigebracht bekommt, dass man als festes Team zusammen spielt und dass jeder im Team für den anderen mitspielen muss? Strafen alleine nützen nichts, die Kinder müssen ja wissen, was von ihnen erwartet wird, d.h. wie sie sich richtig verhalten. Du darfst aber auch nur von ihnen verlangen, wozu sie in der Lage sind, du darfst also z.B. nicht erwarten, dass sie deinem zehnminütigen Monolog aufmerksam und still folgen.

    Ich bin zwar Rotationsbefürworter, aber bei Turnieren mit ihren typischerweise bis zu 15 Minuten Spielzeit wechsle ich nur recht selten, sondern versuche eher, die Einsatzzeiten über alle Spiele für die Spieler ähnlich zu gestalten. So nach dem Motto: jeder setzt ein Spiel aus. Das klappte bisher ganz gut. Es gibt da noch die eine oder andere Ausnahme, das sind aber Kinder, die konditionell und von der Konzentrationsspanne her keine Viertelstunde schaffen. Sie setze ich auch mal kürzer ein, wobei ich versuche, sie erst dann heraus zu nehmen, wenn sie sichtlich abbauen.

    Eine andere nette Methode ist es auch die Jungs zum Spiel kommen zu lassen. Dort ziehen sie sich um und gehen mit den anderen Jungs auf den Platz. Bei der Aufstellung wird ihnen gesagt, dass sie auf der Bank sitzen müssen weil sie Unsinn gemacht haben. Während des Spiels werden sie nicht eingewechselt. Und nach dem Spiel wird ihnen dann gesagt, wieso sie nicht eingesetzt worden sind! Wenn sie während des Spiels um ihren Einsatz betteln, wird ihnen nur gesagt "gleich". Dies ist eine - in meinen Augen sehr harte - Bestrafung, aber meistens funktioniert sie!


    Für die KiFu-Altersklassen, d.h. bis zur E inklusive, finde ich sie zu hart. Ich würde befürchten, dass viele meiner Jungs dadurch so vor den Kopf gestoßen wären, dass sie direkt aufhören würden.

    Was bringt ein indirekter Freistoß in der F-Jugend? Damit sind die Jungs doch total überfordert. Wenn meine alte Mannschaft in der Halle gespielt hat, haben wir uns dadurch regelmässig Gegentore gefanden. Ein Junge legt dem anderen den Ball auf, das macht er natürlich so ungeschickt, dass der Gegner an den Ball kommt und schon wurden wir ausgekontert. Aus diesem Grund haben wir alle Freistöße direkt ausgeführt, auch mit dem Risiko das uns vielleicht ein Tor nicht anerkannt wurde!


    Das sehe ich auch so. Mein Co-Trainer hat unsere Jungs auch oft direkt draufschießen lassen, in der Hoffnung, da werde schon noch einer am Ball sein, bevor er ins Tor geht, und wenn es der unglückliche und überforderte Torwart selbst ist. Letzteres fand ich allerdings immer schon ziemlich unglücklich... ?(


    Bei uns ist das allerdings (außerhalb der Halle) nicht geregelt, also wohl Sache des Schiedsrichters. In einem Nachbarkreis sind Freistöße in der F- und E-Jugend aber alle indirekt.. :(

    Hast du schon mal das Gespräch mit der Spielerin selbst gesucht? Das wäre IMHO der erste Schritt. Und im B-Jugendalter sollte sie ja auch in der Lage sein, sich darüber zu äußern, wie sie sich fühlt.

    Die Überlegung einiger, mit 1:3:1 zu spielen, finde ich auch gut.


    Ich würde versuchen, das Spiel mit letztem Mann zu vermeiden. Wir haben das in der F2 auch gemacht und es funktionierte von den Ergebnissen her auch gut. Mir wäre es aber heute für den betroffenen Spieler zu eindimensional. Ähnlich denke ich momentan übrigens auch über die Stürmerrolle. Auch da würde ich versuchen, den reinen Stürmer abzuschaffen und ihn zu einem offensiven Mittelfeldspieler erklären. Es sind ja nur fünf Kinder auf dem Platz, da ist eine Einteilung in zwei Reihen aus meiner Sicht sinnvoller als eine mit drei.


    Diese Umstellung schwebt mir vor, weil bei unserem bisherigen System 2:3 oder 3:2 es häufig vorkam, dass die Kinder nicht schnell genug von Angriff auf Abwehr umschalten, teilweise läuferisch auch noch nicht die schnellsten sind und der Gegner uns dann über das quasi leere Mittelfeld überrennen konnte.


    Das Umschalten kann man sehr gut und auch für die Kinder interessant trainieren, da gab es in der jüngeren Vergangenheit hier im Forum z.B. eine Coerver-Übungen, die ziemlich gut ist. Und auf Training Online findet man da auch einige, wenn man im Archiv nach 1:1 sucht. Aber natürlich ist eine flache Formation leichter zu überlaufen als eine tiefe. Dafür sollten deine Jungs aber typischerweise häufiger in Überzahl sein, wenn sie flacher angeordnet sind.

    Trotzdem frage ich mich immer: Gäbe es andere Möglichkeiten (verbal, besonders geeignete Form der Mutzusprache) um den Kindern zu helfen? Insbesondere, bei der Angst, mit dem ball Aktionen durchzuführen.


    Klingt nach einer reinen Sache des Selbstbewusstseins. Und da hilft bei Kindern: loben, loben, nochmal loben. Jeden noch so kleinen Erfolg in den fraglichen Situationen feiern. Und zwar unmittelbar, nicht erst in der Halbzeitpause.

    Ich habe die Übung beim letzten Training mal ausprobiert. Bei uns hat es meistens recht lange gedauert, bis ein Tor fiel, wobei ich das auf die fehlenden Minitore zurückführe, die ich daher mit Hütchen ersetzt habe. Da kann man natürlich dann durch das Tor hindurch laufen. Heute werde ich die Regel mal modifizieren und Stangen statt Hütchen nehmen (so dass man auch nicht drüber springen kann). Mal sehen, wie das läuft. Ansonsten gab es viele schöne Zweikämpfe und 1:1-Situationen. Also insgesamt eine schöne Übung.

    [...] es keinen Sinn macht, wenn die Gruppe zu heterogen ist. Lieber können (übertrieben) entweder alle (noch) nix oder alle was, auf jeden Fall ungefähr ähnlich viel. Einen oder zwei Schwache heranzuführen ist alleine machbar. Drei oder vier ist schon recht schwierig - da braucht's nen Co-Trainer. Allein geht das nur wenn die Gruppe darunter leidet. Ich kann's dann zumindest nicht anders.


    Zu dieser Meinung komme ich auch so langsam. Einsicht würde ich es noch nicht nennen, da es zunächst einmal eine Hypothese ist, die mir momentan plausibel erscheint, die ich aber noch nicht verifizieren kann. Für mich heißt das dann jetzt: ich muss meine Co-Trainer mehr in die Verantwortung nehmen.


    Und mit wenig Starken in einer Gruppe ist es noch problematischer: Lieber hab ich ne gleichmäßige Gruppe von 12 richtig Schwachen als ne Gruppe mit 10 Schwachen und 2 Starken.


    Stimmt.

    Ich versuche meinen Kader klein zu halten. 12 Jungs ist ideal für eine E. Das Training kann man so recht gut gestallten und hat jede Position doppelt besetzt.


    Keine Frage, zwölf ist eine gute Zahl.


    Die Kehrseite der Medaille ist aber, dass ich rigoros untalentierte Spieler weg schicke. Nach 2 bis 3 Trainings entscheide ich mich, ob sie eine realistische Chance haben sich zu behaupten. Klingt böse und überhaupt nicht kindgerecht, aber in wirklichkeit ist es nur fair. So haben sie die Möglichkeit sich eine andere Mannschaft zu suchen, bei der sie mehr Möglichkeiten haben.


    Deinem Verständnis entsprechend ist es fair, ja. Aber bei uns würden das die meisten Kinder nicht so empfinden. Warum spielen sie denn in diesem oder jenem Verein? Weil ihre Freunde dort sind. Nun sind aber nicht alle Freunde gleichermaßen talentiert. Trotzdem haben sie doch ihren Spaß im gemeinsamen Spiel. Und den sollte man ihnen auch lassen. Irgendwann muss sich die Spreu vom Weizen trennen, das sehe ich auch so. Aber aus meiner Sicht sollte das noch nicht im KiFu-Alter sein, sondern beim Übergang zur D.


    Pauls Beitrag zeigt, dass auch aus diesen Jungs durchaus gute Spieler werden können, sofern sie eine faire Chance bekommen.


    Hihi, die sie bei dir nicht bekommen, nicht wahr? :P


    Diese Chance bekommen sie in einer starken Mannschaft aber nur bedingt und wenn doch, dann leiden die Guten darunter.


    Ist das so? Leiden die Guten? Ernsthaft gemeinte Frage. Wir reden hier nur vom KiFu, d.h. vom Grundschulalter. Deine Antwort kenne ich natürlich. Ich habe diese Frage für mich noch nicht beantworten können..


    Verstehe nicht, was eine E oder F mit einem Kader von 20 Jungs soll?


    Tja, fing mal mit dreizehn, vierzehn Mann an, und weil es denen so gut gefiel, kamen halt mehr dazu als welche die Truppe verließen. Und ich habe tatsächlich noch nie ein Kind weggeschickt. Das könnte evtl. jetzt zum ersten mal anstehen, weil es da einen gibt, den der Fußball halt überhaupt nicht begeistert. und der nur bei uns ist, weil er eine Sportart ausüben muss und seine Freunde bei uns sind. Vor diesem Hintergrund kann ich ihm nicht wirklich einen Vorwurf machen, dafür hängt er sich sogar richtig rein. Aber auf Dauer hat es keinen Sinn..


    Dem Rest macht aber das Fußballspiel riesig Spaß. Und diese Kids soll ich wegschicken? Die Alternative ist bei den meisten nicht der andere Verein. Sie würden tatsächlich überwiegend ganz aufhören, dafür kenne ich mittlerweile genügend Beispiele.


    Und das Rotationsprinzip finde ich auch völlig daneben. Da hat man dann am Ende eine erfolglose Truppe mit 20 unzufriedenen Spielern und unzufriedene Eltern, weil ihre Kinder, egal wie gut oder begeistert sie sind, nur alle 2 Wochen mal spielen.


    Wir sorgen ja dafür, dass sie häufig genug spielen, da gibt es überhaupt keine Beschwerden. Aber es gibt sehr wohl Unzufriedenheit bei ein paar der besseren Spieler bzw. vor allem bei ihren Eltern. Andererseits wollte niemand eine Trennung in zwei Mannschaften. Dafür fehlt übrigens und wie so oft auch der Trainer.


    Den Königsweg habe ich noch nicht gefunden. Dein Weg mag für dich passen, ich erkenne auch durchaus an, dass er funktioniert, er steht aber in einigen Teilen in diametralem Widerspruch zu meiner Überzeugung.

    PaulBreitner: Klingt toll, das meiste gilt auch für uns. Leider gab es in der vergangenen Saison aber auch Schwierigkeiten, weil die Leistungsorientierung einiger Eltern und/oder Spieler nicht zu meiner Handhabung gepasst hat. Nun verlassen uns vier solche Spieler, zwei wechseln zu einem leistungsorientierteren Verein und zwei ziehen um. Ich hoffe, dass nun wieder mehr Ruhe einkehrt.

    PaulBreitner: Du scheinst eine sehr engagierte und wohl auch gute Truppe beisammen zu haben. Klingt nach leistungsorientierterem Verein, stimmt das?


    AlexX: Ich würde versuchen, keinen Stamm zu bilden, der dann immer spielt und den du um Spieler aus dem übrigen Kader ergänzt. Das führt aus meiner Sicht unweigerlich dazu, dass die Stammspieler arrogant werden und verstärkt untereinander spielen, und andererseits die anderen Spieler sich für zweite Wahl halten und dadurch demotiviert werden. Ich würde auch, wenn ich nochmal mit einer G oder F anfinge, von vornherein auf den Positionen rotieren, damit nicht das Gewohnheitsrecht der Stärkeren auf die offensiven Positionen entsteht.


    Mir ist der Teamgeist sehr wichtig, Ungleichbehandlung schwächt diesen auf Dauer aus meiner Sicht nachhaltig..