Beiträge von tobn

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Am liebsten würde ich zu den Kids sagen: Gehts raus und spielts Fußball. Aber dann kriegen sie die Bälle um die Ohren gehauen, weiljeder nur das macht, was er will und das will ich nicht (und die Kinder auch nicht, und so viel Siegeswille ist auch in Ordnung).


    Hmm, dann können sie vielleicht das nicht umsetzen, haben es nicht verstanden. Am Ende soll ja jeder machen, was er will, irgendwann soll Eigeninteresse mit dem Interesse der Mannschaft übereinstimmen. Im F-Alter sind Kinder sehr, sehr ichbezogen. Das ist so, fertig aus. Wenn sie den Ball haben, ist das für sie eine Gelegenheit. Und das ist ja auch klasse so, wir wollen ja auch Spieler haben, die den Ball haben wollen. Sie werden ihn dann typischerweise zu lange halten, nimm das hin. One-Touch ist noch nicht angesagt. Bringe ihnen bei, wie sie den Ball so annehmen, dass er nicht gleich wieder weg ist. Da ein guter Pass Voraussetzung für eine saubere Ballannahme ist, solltest du ihnen den auch beibringen. Dann, wie sie das an die Ballannahme anschließende 1:1 gewinnen, wenn die Zeit dazu da ist, oder, wie sie den Ball abschirmen, wenn sie schon bedrängt werden. Lasse sie aber selbst entscheiden, ob sie dann abspielen oder alleine weiter machen.


    Da Spieler in diesem Alter auch einen ziemlichen Tunnelblick haben, musst du die anderen natürlich auch dazu animieren, sich bemerkbar zu machen, wenn der Ball zu ihnen gespielt werden könnte und sollte. Sie sollen sich ja ruhig gegenseitig coachen.


    Aber damit Du mich nicht nochmal zu falsch einordnest: Ich brauche bei 80 Spielen keine 70 Siege, ich will nur nicht untergehen, mehr nicht.


    Mit der richtigen kämpferischen Einstellung sollte das gehen. Wichtig ist halt, dass sie wirklich alle schnell umschalten und laufbereit sind. Und dass dein Torspieler mitspielt und nicht nur auf der Linie klebt.


    Recht gebe ich Dir, dass eine Grundformatiuon 1:3:1 für eine F zu anspruchsvoll sein kann. Daher rührte ja auch meine Frage. Beim 2:3 oder 3:2 war mir halt alles zu statisch. Hinten die sind nicht genug mit nach vorne und vor allem umgekehrt. Daher die Überlegung mit der Mittelreihe, die quais eine Doppelfunktion haben soll.


    Hoppla, na, das ist ja eine Überraschung (kein Scherz). Ich würde erwarten, dass eine tiefere Aufstellung statischer ist als eine flache. Ich glaube, du musst ihnen deutlich machen, dass alle zu verteidigen haben, wenn der Gegner den Ball hat, und dass auch alle angreifen müssen, wenn ihr in Ballbesitz seid. Dass es eben keine reinen Stürmer und Abwehrspieler gibt.


    Ich werde die Kids aber mal bei nächster Gelegenheit im Turnier (im Training lasse ich sie eh meist frei spielen) ohne Grundformationsvorgabe spielen. Schaun ma mal, was rauskommt. Ich gebe Dir Bescheid. =)


    Belasse es nicht bei nur einem Versuch. Es wird zu Beginn grauslig aussehen. Ich bin, hier im Gegensatz zu Andre, auch nicht der Meinung, dass völlig freies Spiel automatisch zu guten Spielern führt, sondern denke schon, dass der Trainer die Aufgabe hat, Positives zu fördern und Negatives einzudämmen. Sonst macht bald tatsächlich jeder, wonach ihm am ehesten ist, die Kinder gewöhnen sich das an, was ihnen leicht fällt und womit sie kurzfristig den meisten Erfolg haben, der Team-Spirit leidet.


    Gewisse Vorgaben sind sinnvoll. Z.B. kann man schon verlangen, dass jeder im Spiel den vollen Einsatz bringt. Dass jeder zurück rennt, wenn der Gegner den Ball hat und dass jeder mit nach vorne rennt, wenn wir den Ball haben. Und der Trainer sagt auch, wie die Grundformation aussieht und wer darin wo steht -- da ist es beim 3-3 durchaus sinnvoll, dass die mittleren Positionen von starken Spielern besetzt werden. Und, dass bei ruhendem Ball in diese Formation zurück gekehrt wird. Was sie aber tun, wenn der Ball rollt, sollte ihre Sache sein.

    tobn


    finde deine Philosophie/Einstellung hoch modern. Das was du beschreibst finde ich so klasse.


    Und da musste ich mir neulich noch Erfolgsbesessenheit vorwerfen lassen.. ;)


    Zudem hast du es schließlich so schon in der Praxis gemacht und sollte den Leser dazu animieren, dass doch auch mal so mutig zu praktizieren. Danke für dein Statement. :thumbup:


    Es ist aber in der Tat nicht so einfach. Ich habe das Ding beim vorletzten Pflichtspiel durchgezogen, habe die Rotation durchgeführt und die Kinder jeweils für sich selbst entscheiden lassen, wer in welcher Hälfte vorne bzw. hinten spielen will. Das war nix, ich bekam zwei sehr unterscheidlich starke Reihen, so dass wir in der ersten Halbzeit defensiv sehr solide standen und nur unglücklich mit 0:1 in Rückstand gerieten, aber nach vorne viel zu wenig lief. Und die zweite Hälfte spielte sich dann fast nur in derjenigen des Gegners ab, da er aber mit einer massiven Verteidigung spielte, liefen wir uns da meistens fest und erzielten selbst nur ein Tor. Unsere Defensivreihe in der zweiten Halbzeit war die deutlich schwächere und so führten lange Bälle auf die beiden guten Spitzen des Gegners dann zu einem Endstand von 1:7 oder 1:8. Fand ich nicht schlimm, den meisten war klar, dass das Ergebnis nicht den Spielverlauf widergab. Aber als ich später meinem Co, der auch anwesend war, schrieb, dass wir natürlich die Höhe der Niederlage hätten begrenzen können, wenn wir in der zweiten Halbzeit ein oder zwei der Spieler der Angriffsreihe nach hinten gezogen hätten, fragte sogar er mich, warum wir das dann nicht gemacht haben...


    Jetzt stelle ich die Reihen zusammen und achte dabei darauf, dass keine von ihnen völlig abfällt.


    Und es ist ein harter und steiniger Weg...

    Hach ja, kurz kann ich einfach nicht. Ich muss mein Posting wieder aufteilen...


    Fußballgott: ich habe jetzt die letzten Posts nachgelesen, gestern hatte ich zunächst auf deine an mich gestellte Frage antworten wollen.


    ich glaube, wir hauen uns zur Zeit etwa unnötig und auch zu arg unsere Argumente um die Ohren. Denn im Grunde gebe ich Dir (bis auf die m. E. zu große Treue zu den DFB-Zielen, die ich, so hoffe ich :D , im Übrigen nie als Scheiße bezeichnet habe) in allem Recht, was Du zum Umgang mit einer F schreibts.


    Da muss ich dir beipflichten. Und tatsächlich ist der Grad des Engagements in diesem Forum bei denen, die einen wesentlichen Anteil an den Beiträgen haben, generell recht hoch. Verbunden damit, dass sie es recht häufig mit, in ihren Augen und oft dem ersten Eindruck geschuldet, Ignoranten zu tun haben, führt das dann schon mal dazu, dass Äußerungen gemacht werden, die überzogen wirken können. Gerne wird auch mal übersimplifiziert, das, wie auch das genannte Verhalten, liegen aber auch in der Natur des Mediums, das verkürzte Darstellungen provoziert. Man muss leider auch immer wieder feststellen, dass Fragesteller zunächst nur die halbe Wahrheit, wenn überhaupt, erzählen... Nicht falsch verstehen, ich meine dich damit ausdrücklich nicht.


    Aber das Problem ist doch, dass sich die meisten F-Trainer, wenn es um Spiele und Turniere geht, nicht daran halten.


    Naja, aber ich predige meinen Jungs und meinen eigenen Kindern aber ja auch, dass man nicht etwas Blödes machen soll, auch wenn es andere tun. Das kann auch für Kinder richtig schwierig sein, wenn man sich das Thema Cliquenbildung und die Frage des 'Dazugehörens' anguckt, nicht ohne Grund gibt es ja so viele Kinder- und Jugendfilme, die das als zentrales Thema haben. So verstehen es die Kinder, und sie verstehen hoffentlich auch, dass es viel schöner ist, wenn alle offen und freundlich miteinander umgehen, als wenn hauptsächlich gegeneinander agiert wird. Das sehe ich auch als eine der wichtigsten Botschaften an, die ich vermitteln möchte...


    Ich bin mal wieder abgeschweift.. Jedenfalls möchte ich dich dazu ermutigen, es doch unter Berücksichtigung der Altersziele zu probieren. Und hier konkret eine Grundordnung zu wählen, die offener und flacher ist, und insbesondere nicht die beiden Spezialistenpositionen vorne und hinten beinhaltet, d.h. die beiden 1'er im 1-3-1.


    Du kannst Dich vielleicht daran erinnern, dass ich hier mehrfach geschrieben habe, dass ich in der abgelaufenen Saison eine sehr junge F mit einigen Minis hatte, die es natürgemäß sehr schwer hatten. Ich bin davon überzeugt, dass ich denen gewisse "Verhaltensvorgaben" bei den Spielen geben musste, damit ein bisschen was wie ein Mannschaftsspiel dabei heraus kommt, sonst hätten Sie nur verloren, und ich meine wirklich nur. Wir hatten etwa 80 Spiele in der Saison. Glaubtst Du, dass hätte den Kleinen nix ausgemacht, wenn sie davon 78 verloren hätten?


    Doch, klar, und glaube mir, ich erkenne da durchaus das Problem. Es gibt natürlich auch stärkere und schwächere Spieler, da beißt die Maus keinen Faden ab. Die Geschichte von PaulBreitners Team neulich -- da beschrieb er, wie er eine Mannschaft, die keiner haben wollte und die als untrainierbar galt, zu guten und erfolgreichen Fußballern machte -- macht da allerdings Mut. Mag aber auch sein, dass viele von denen recht talentiert waren, aber nicht mit den anderen Trainern zurecht kamen und angeeckt sind, und dann aufgrund pädagogischer Mängel abgeschoben wurden, das verspürt haben und dann die ganz typische Ablehnungshaltung zeigten.


    Ich war auch in deiner Position, habe mir zu Beginn der F und auch noch später viele Gedanken zur Aufstellung und dem taktischen Verhalten gemacht. Ich habe das dann so auch gegenüber den Spielern angeregt, sie haben es in unterschiedlichen Maßen umsetzen können. Leider musste ich auch feststellen, dass ich ab und zu auch Spieler während der Spiele auf ihre Position gebrüllt habe. Und obwohl ich für mich in Anspruch nehme, dass ich von vernherein versucht habe, alles möglichst kindgerecht zu gestalten, muss ich zugeben, dass ich immer mal wieder auf die Erfolgsschiene kam. War ja zunächst auch ganz nett, wenn man auch mal Turniersieger wurde.


    Aber, und das ist ein dickes Aber, ich habe auch feststellen müssen, dass gerade die Spieler, die nicht zur mannschaftsinternen Spitzengruppe zählen, stagnierten und weniger motiviert waren. Sie blieben regelmäßig unter ihren Möglichkeiten. Teilweise (aber auch nur teilweise) lag das auch daran, dass sie von den taktischen Vorgaben überfordert waren. Wir spielten in der F ein 1-3-2, das meistens zu einem 1-2-1-2 tendierte, gegen Ende der F1 und zu Beginn der E2 stellten wir dann auf eine offensivere Aufstellung im 2-3-1 (od. 2-1-2-1) um. Meine Intention ging da schon in die selbe Richtung wie jetzt, die zwei Abwehspieler sollten durchaus bei den Angriffen mitmachen, sollten aber immer hinter dem Ball bleiben. Das haben die meisten Kinder aber nicht verstanden, sie hörten 'Abwehr' und damit war ihnen klar: sie bleiben hinten. Ich habe sie während der Spiele immer wieder ermuntern müssen, aufzurücken..


    Das geht jetzt besser. Die Kinder haben verstanden, dass es keine reinen Stürmer und keine reinen Abwehrspieler mehr gibt. Sie wissen, dass jeder fast gleich viel vorne wie hinten spielt. Sie wären zwar insgesamt glücklicher, wenn sie alle mehr vorne spielen könnten, sehen aber ein, dass das mathematisch nicht gehen kann. Da hilft es dann aus meiner Sicht sehr, wirklich möglichst gerecht zu sein.


    Ich habe übrigens gegen Ende der F1 und zu Beginn der E2 zu viel Wert auf Pass- und Kombinationsspiel gelegt, und dabei die Individualtechnik zu stark vernachlässigt. Mir kam es so vor, als sei es an der Zeit. Das stimmte aber nicht..


    So konnten wir uns ein bisschen über Wasser halten und haben hie und da auch gewonnen, was den Kindern gut tat (und dem Trainer ;) ). Und ich bin auch davon überzeugt, dass sie gewisse Leitlinien auch in der neuen Saison brauchen.


    Der DFB schlägt durchaus vor, Grundzüge der Raumaufteilung und des Positionsspiels zu vermitteln. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob das schon für die F gilt, in der E auf jeden Fall. Etwas irritierend ist ja auch, dass der DFB mal F- und E-Junioren zusammen behandelt, mal aber E und D zu einer Gruppe zusammenfasst. Man muss sich sicher auch in den Trainingsinhalten nach dem Leistungsvermögen der Kinder richten. Aber, und das ist wichtig, es geht um die Grundzüge, d.h. darum, ihnen zu erklären, dass es nicht sinnvoll ist, wenn alle gleichzeitig versuchen, den Ball zu bekommen. Dass es auch sinnvoll ist, den Ball nicht zu lange zu behalten, sondern auch abzuspielen. Dass es sinnvoll ist, sich dem eigenen Spieler nicht in den Weg zu stellen. Dass es dann besser ist, auszuschwärmen. Dass mein Mitspieler den Ball nur zu mir spielen kann, wenn kein Gegner zwischen uns steht. Aus lauter solch kleiner Dinge, die für uns Selbstverständlichkeiten sind, besteht das Fußballspiel. Für die Kinder sind sie aber noch nicht selbstverständlich.


    Und man sollte sie nicht als Vorgaben, sondern in Form von Anregungen und Vorschlägen vermitteln. In diesem Zusammenhang halte ich es auch durchaus für sinnvoll, wenn der Trainer ab und zu auch mitspielt, um eben auch im Spiel demonstrieren zu können, was er meint. Ich mache dann manchmal mit den Jungs aus, dass alle einfrieren müssen, wenn ich zweimal kurz pfeife. Das mache ich dann, um eine Situation zu erklären. Muss man sparsam einsetzen, weil es den Spielfluss völlig zerstört, daher lieber nicht im Abschlussspiel machen. Aber in einem ca. zwanzigminütigen Trainingsspiel zwischendrin kann man das schon mal machen. Die Erklärungen nicht als Monologe halten, sondern die Spieler fragen und sie selbst auf die Lösung bringen. Dabei kann man ruhig auch mal ihre Vorschläge durchspielen, entweder merken sie dann selbst, dass sie nicht so toll waren, vielleicht kommt aber auch ein richtig guter Alternativvorschlag. Man darf auch nicht erwarten, dass sie das dann gleich verinnerlichen und ab dann umsetzen, wenn die Kids im Spiel sind, denken sie meistens nicht sonderlich viel nach. Und das ist ja auch gut so.


    Einfach, weil unsere Gegner alle auch auf Positionsspiel achten und derjenige untergeht (und zwar ständig), der das nicht macht, wenn er nicht gerade mit 2-3 super Einzelkönnern gesegnet ist.


    Man kann schon darauf hinwirken, dass sie nicht völlig wild durcheinander laufen. Das heißt aber noch nicht, dass man starres Positionsspiel einführen muss. Ich denke, wenn der Ball ruht haben die Kinder Gelegenheit, sich entsprechend ihrer Positionen aufzustellen. Dabei kommt es nicht auf den exakten Fleck auf dem Platz an, sondern darum, dass die Aufstellung erkennbar ist. Verbunden mit den recht einfachen Grundregeln, dass alle gemeinsam angreifen und alle gemeinsam verteidigen, sowie den o.g. Mini-Regeln sollte das dann eigentlich dazu führen, dass dein Team sich als wabernde Masse über den Platz bewegt, innerhalb derer sich der Ball befindet.

    Zu Tobn: Welche Erfahrung hast gemacht bei ständigen Positionswechseln von Spiel zu Spiel? Ich tendiere dazu, dass ein Spieler am Tag xso weit wie möglich die gkeiche position spielt und dann am nächsten Spieltag eine andere Rolle übernimmt.


    Ich bin der Meinung, dass bei einem Kleinfeldspiel die Aufgabenverteilung nicht zu strikt sein sollte, d.h., von einer 3-3-Aufstellung ausgehend, sollten die drei hinteren Spieler nicht ausschließlich defensiv agieren und die drei vorderen nicht nur angreifen. Natürlich sind normalerweise auch während des Spiels die drei vorderen Spieler weiter vorne als die drei hinteren, aber bei Ballbesitz sollten alle den Vorwärts- und bei Ballverlust alle den Rückwärtsgang einlegen. Soweit zu den Allgemeinplätzen.


    Meine Erfahrung ist die, dass die Spieler durch Trainingsformen zum schnellen Umschalten und durch Spiele in kleinen Gruppen, d.h. 2:2 oder 3:3, dazu konditioniert werden, sowohl mit anzugreifen wie auch mit zu verteidigen. Wenn das im 2:2 nämlich nicht beide machen, gehen sie unter. Dabei ist es übrigens wichtig, dass man recht homogene Paarungen bildet, sonst gibt es eine One-Man-Show des stärksten der vier Spieler auf dem Minifeld, von der niemand etwas hat.


    Lernen sie in diesen Trainingsformen das Umschalten und die 1:1-Situation, dann sind sie für das Spiel im 6:6 (ohne die Torspieler mit zu zählen) schon ganz gut gerüstet, dann muss man ihnen hauptsächlich noch erklären, dass sie sich in Spielpausen immer wieder in ihrer Grundformation aufstellen müssen und dass der jeweils Ballnächste zu ebendiesem geht, während die anderen halt mit angreifen oder mit abwehren. Das sieht dann bisweilen etwas chaotisch aus, aber mit der Zeit kriegen sie es schon ganz gut raus.


    Ich muss eigentlich nur noch die Spieler antreiben (natürlich durch Ermunterungen), die aufgrund von Bequemlichkeit oder Konditionsmängeln das Laufen irgendwann einstellen..


    Ansonsten meine ich, dass sich die Aufgaben auf den verschiedenen Positionen gar nicht so stark voneinander unterscheiden. Alle sollten sich bei Ballbesitz der eigenen Mannschaft freilaufen und anbieten, sich insbesondere nicht in den Weg des ballführenden Mannschaftskameraden stellen (das ist ja bei den Jüngeren noch sehr beliebt) oder ihm gar den Ball abnehmen (das leider auch). Und wenn der Gegner den Ball hat sollten alle in Richtung des Balls verschieben, wobei der jeweils Ballnächste den Ballführenden angreift und die anderen zusehen, dass sie hinter den Ball kommen. Ich meine auch, dass F- und E'ler verstehen können, dass der gegnerische Stürmer vor allem in Richtung unseres Tores unterwegs ist und es daher am sinnvollsten ist, wenn sie sich in seinem Weg befinden, anstatt außen mit zu laufen oder von hinten anzugreifen. Sie können auch verstehen, wenn man es ihnen erklärt, dass ein zweiter Abwehrspieler dann zur Absicherung des ersten gebraucht wird. Etwaige gegnerische Anspielstationen würde ich da erst mal ganz außer acht lassen, das ist zu kompliziert und führt schnell zu Manndeckung, die wir ja nicht mehr wollen. Wenn die anderen Spieler schnell zurück kommen und nicht alle zum Ball rennen -- sie können auch verstehen, dass sie das nicht machen sollen, wenn da schon einer da ist --, dann sollte es auch kaum freie Anspielstationen für den Gegner geben.


    Um aber deine Frage zu beantworten: die Kinder kommen schlecht mit Positionen zurecht, auf denen sie noch nicht oder nur selten gespielt haben. Deshalb ist die frühzeitige Rotation aus meiner Sicht auch wirklich wichtig, denn sie tun sich sonst später noch schwerer mit dem Wechsel. Aber sie können aus meiner Sicht durchaus alles lernen, es wird natürlich bei dem einen nie so gut aussehen wie bei dem anderen und es gibt auch gewissen Neigungen, Stärken und Schwächen. Aber ich finde es toll, wenn unser Spieler, der in der F fast nur Abwehr gespielt und da vor allem die Bälle herausgebolzt hat, sich jetzt eine Finte an der Grenze des gegnerischen Strafraums zutraut. Klappt nicht so oft wie bei den geborenen Stürmern, aber darum geht es ja auch nicht.


    Fazit: Es gibt am Anfang eine Durststrecke, die ist aber recht bald überwunden. Was die Wechsel im Spiel anbelangt, da gibt es halt Spieler, die damit besser zurecht kommen und andere, denen das schwerer fällt. Ich hatte es als notwendiges Übel in Konsequenz unserer großen Kaderstärke und der dadurch bedingten Rotation bei den Einsätzen in Kauf genommen. Insgesamt hatte es auch durchaus ordentlich funktioniert, auch, weil ich die Jungs im Training bei den gelegentlichen Spielen in größeren Mannschaften habe rotieren lassen. Sie gewöhnen sich auch daran, sich schneller umzuorientieren.

    Beim Thema: "spiele im Feld, ich spiele im Tor" geht es primär um die Verhinderung einer zu frühen Positionsfixierung. Anhand einiger Beispiele soll gezeigt werden, wie Kinder in Alter von Bambini bis E-Jugend mit dem Ball am Fuss oder an der Hand trainiert werden können.


    Hmm, stimmt, beim näheren Hinsehen hast du Recht.. Es war halt die einzige Kurzschulung mit dem Wort "Tor" im Titel.. Naja, aber vermutlich doch sinnvoll, weil es sein könnte, dass meine in entsprechender Konsequenz erst kürzlich eingeführte Positionsrotation zwar noch nicht, bei der ersten Niederlage aber dann doch Kritik seitens des Teils der Elternschaft hervorrufen könnte, der Erfolg mit Siegen gleichsetzt.

    TW-Trainer: Ich muss mich in dieser Hinsicht auch schuldig bekennen: ich habe selbst nie als Torhüter gespielt, daher fehlen mir sowohl theoretischer Hintergrund (bis auf das bisschen, das man durchs Zugucken mitbekommt) als auch eigene praktische Erfahrung. Danke für die Tipps zu weiteren Infos. Hast du eine Ahnung, wie gut die DFB-Kurzschulung "Bambini bis E-Junioren: Ich spiele im Feld, ich spiele im Tor" ist? Da ich in der kommenden Saison einen äteren E-Juniorenjahrgang trainiere, ist sie für mich ja fast schon zu spät, aber ich überlege, ob ich mich nicht für sie anmelde..

    Die meisten, die hier schreiben, mich eingeschlossen, sind der Meinung, dass Ergebnisdenken im Kinderfußball, d.h. also auf jeden Fall bis zur E-Jugend inklusive, schädlich ist und tunlichst vermieden werden sollte. Daher würde ich auch dazu raten, hier eine Absage zu erteilen.

    Da stellt sich mir die Frage: da es ja innerhalb des Sortiments und nach meinem subjektiven Eindruck sogar zwischen den Produktgenerationen eines Herstellers (egal, ob der mit den drei Streifen oder ein anderer) deutliche Qualitätsschwankungen gibt, wie suche ich dann überhaupt einen Ball aus? Es werden doch wohl nur die wenigsten in der Lage dazu sein, sich Muster von zehn Ballsorten zukommen zu lassen, um sie dann selbst auszuprobieren, zumal gerade der Grad der Langlebigkeit wohl nur schwer innerhalb kurzer Zeit zu ermitteln ist..

    Da ist es manchmal gar nicht schlecht, wenn die Trainer während des Spiels nahe beieinander stehen, denn so kriegen beide mit, wie der jeweils andere (hoffentlich vorbildlich) agiert, wie er seine Spieler anspricht. Und man kann sogar gut miteinander kommunizieren und muss dazu nicht übers Spielfeld brüllen.


    So ist das doch, meine ich, auch in der Fair-Play-Liga geregelt, oder?

    Ich hoffe, Fußballgott, dass du nicht den Eindruck bekommst, wir würden alle auf dich einprügeln wollen, aber ich muss meinen Vorrednern zustimmen: lass die taktischen Gedankenspiele erst mal sausen und mache es einfach. Einige deiner F-linge mögen dir an der Taktiktafel folgen können, aber sobald sie im Spiel sind, dürfte selbst von denen kaum noch einer dazu in der Lage sein, deine Anweisungen umzusetzen.


    Ich habe im letzten Rundenspiel der Saison das von Andre beschriebene Wechselsystem verwendet und es hat ziemlich gut funktioniert. Die Jungs, die neu auf den Platz kamen, haben ein paar Minuten gebraucht, um uns Spiel zu kommen, das fällt dann natürlich mehr auf, wenn man eine ganze Reihe tauscht und nicht nur einzelne Spieler. Aber dann sah es durchaus in Ordnung aus, wir haben sogar mit dem gleichen Resultat wie beim Hinspiel gewonnen. :)


    Deine geplante 1-3-1-Aufstellung finde ich, wie meine Vorredner, eher weniger wünschenswert. Ich würde eher ein 2-3 oder ein 3-2 spielen. Blöd ist, dass die Reihen unterschiedlich viele Spieler haben, so kannst du nicht mehrere Dreierreihen zeitgleich auf dem Platz haben. Wenn du aber einen Spieler hast, der in der Lage ist, durchzuspielen, dann könntest du aus sieben Feldspielern A bis G, wobei D der Durchspieler ist, z.B. folgendes machen:


    Anfangsaufstellung (2-3): vorne A, B, hinten C, D, E, Bank: F, G
    Nach 1. Wechsel 3-2: vorne C, D, E, hinten F, G, Bank: A, B
    Nach 2. Wechsel 2-3: vorne F, G, hinten, A, D, B, Bank: C, E


    Vielleicht wäre es da sogar einfacher für die Kids bzw. vor allem Spieler D, wenn du die Formation von der Fünf auf dem Würfel vorgibst, d.h. du bildest Pärchen, die ein Rechteck bilden, und stellst D in die Mitte. Aber schön flach bleiben, D ist nicht alleine das Mittelfeld, das sind weiterhin alle.


    Für D kann es natürlich ziemlich anstrengend sein, ich würde mal versuchen, ihm ab und kann kurze Verschnaufpausen zu geben und den Spielern auf der Bank dafür zusätzliche Kurzeinsätze zu geben. Das müssen aber dann Kids sein, die damit zurecht kommen.


    Ich habe das so noch nicht probiert, aber ich bin mittlerweile der unbedingten Meinung, dass ich auf unserer Seite keine reinen Stürmer und genausowenig reine Abwehrspieler in meinen Spielen sehen will.


    Zum Thema Überlaufen: da liegt tatsächlich die Lösung darin, dass deine Jungs viel in Bewegung bleiben müssen. Wir haben unseren Gegner im o.g. Spiel gegen Ende regelrecht zerlegen können, weil seine Spieler sich kaum noch bewegt haben, da gab es dann mehrmals eine 5:2-Überzahl unmittelbar vor seinem Tor. Und wenn er es mal schaffte, einen langen Ball in die Spitze zu spielen, war der Stürmer dort auch allein auf weiter Flur und blieb es auch. Ruckzuck war er wieder in einer 1:3-Unterzahl, und das Mittelfeld war von uns dann auch schon wieder besetzt. Ich muss zugeben, dass nicht alle meine Spieler zu 100% mitgezogen haben, es gab da schon zwei, die das nicht geschafft haben. Einer von ihnen wird deutlich lauffauler, sobald er ein bisschen müde wird, hat scheinbar eine eher bequeme Natur. Und der andere ist viel jünger und kleiner als alle anderen.

    [Klassensprecherwahl]
    Da ist dann aber die Vorbereitung durch den Lehrer eher das Problem.


    Vielleicht. Ich glaube dennoch, dass Siebenjährige noch nicht wirklich wahlfähig sind, dazu sind sie IMHO noch zu ich-bezogen und ihr Wertesystem zu bipolar.


    [Wahl zum Spielführer]
    Nee, das kann man geschickter angehen ;)
    Bei uns bekommt jeder seinen persönlichen Wahlzettel, auf dem der eigene Name fehlt. Sonst hast Du am Ende 12 Kapitäne mit jeweils genau einer Stimme :D
    Es wird nicht öffentlich ausgezählt. Ergebnis wird ungefähr so verkündet: "Neuer Kapitän ist A, erster Vertreter ist B, zweiter Vertreter ist C." So erfährt niemand, dass er keine Stimme bekommen hat.


    Ja, das wäre sicherlich geschickter gewesen, wobei ich keine Vertreter verkünden würde, da bei uns schon von vornherein fest stand, dass der Spielführer jeweils nur für ein Spiel dieses Amt innehat. Hmm, ja, angesichts der Tatsache -- ich behaupte das jetzt einfach mal so --, dass F'ler gerne einen Kapitän haben wollen, denn das gehört ja zu einer richtigen Fußballmannschaft dazu, jaja, ist dein Wahlsystem wahrscheinlich ganz gut.


    Wie führt man dann die nächste Wahl durch? Darf der vorherige Kapitän nochmal gewählt werden?

    In diesem Alter hat der Kapitän ja nicht die klassischen Kapitänsaufgaben im Sinne des "Spielführers". Mit der Begrüßung und der Platzwahl ist es ja meist schon getan.


    Wenn überhaupt.. So sehen es ganz praktisch die erwachsenen Nicht-Eltern. Die Kinder empfinden das Kapitänsamt aber als besondere Ehre und Auszeichnung. Vielleicht bin ich hier gerade zu skeptisch und pessimistisch, aber ich hatte das Gefühl, dass die Verleihung des Kapitänsamts das große Risiko mit sich bringt, zwischen den Spielern Zwietracht zu säen. Wenn man es ganz geschickt macht, kann evtl. auch eine positive Motivation erreicht werden, man sollte sich aber IMHO des Risikos bewusst und sensibel für entsprechende Schwingungen sein.


    Auf der anderen Seite: In der Schule wird ab der 2. oder 3. Klasse ein Klassensprecher gewählt. Somit sollten sie in diesem Alter in der Lage sein, demokratische Prozesse zu verstehen und ihren eigenen Vertreter zu wählen.


    Bei meinem Sohn haben sie aber eben das nicht verstanden, da war die Klassensprecherwahl eher ein Negativbeispiel. Da ging es nur um aktuelle persönliche Sympathie und nicht um die Eignung.


    Die Mannschaft entscheiden lassen, wie man den Kapitän bestimmt, finde ich aber auch o.k.


    Das hatte ich beim ersten mal probiert, müsste in der F2 gewesen sein. Auch noch eine geheime Wahl, so dass sich auch jeder selbst wählen konnte. War nicht toll. Die Kinder, die keine Stimme bekommen hatten, fühlten sich als zweite Wahl, zwei haben sich sogar selbst gewählt. Danach habe ich den Kapitän bestimmt und habe dabei eine Mischform zwischen Rotation und Ehrung für Verdienste betrieben. In der E2 habe ich dann kaum noch einen Kapitän ernannt, sondern habe den Jungs gesagt, dass alle auf dem Platz gleich wichtig sind und alle alles geben müssen.

    Schaue ich mir den BFV an sehe ich ein Haufen Fortbildungen aber keine Termine für die Kurzschulungen.
    Werden die irgendwo gesondert angezeigt, oder bin ich einfach zu blöd?


    Wenn du auf o.g. Seite im Menü links auf "Ausbildung im LV" klickst und dort dann auf das BFV-Logo, öffnet sich ein weiteres Fenster bzw. ein neuer Tab. Dort klickst du dann im Menü links auf "Lehrgangsplan" und es erscheint eine Tabelle mit den angebotenen Lehrgängen, chronologisch sortiert. Pro Monat gibt es da eine Teiltabelle mit den Spalten: "Nummer, Termin, Name, Anmeldung bis, Status, etc." Da musst du dann auf das Symbol ganz links klicken, das aussieht wie ein Bleistift über einem Notizzettel, mit dem Hover-Text "Details". Dann erscheinen die Inhalte sowie der Ort der Veranstaltung. Ich fände es besser, wenn man den Kreis, in dem die Veranstaltung stattfindet, gleich in der Tabelle sähe, denn das dürfte für die meisten ja ein recht wichtiges Kriterium sein.


    Da finde ich aber aktuell (und im Gegensatz zu der Tabelle des Hessischen FV) keine Kurzschulungen im Angebot... :(

    Den entscheidenden Bereich der D-Jugend sparst Du aus. Hier sollte der Trainer so qualifiziert sien wie möglich und idealerweise ein sehr hohes Maß an Eigenkönnen mitbringen.


    Danke für die Ergänzung. Bei der D-Jgd war ich mir nicht so sicher, inwieweit die Nachbereitung des Trainings so intensiv durchgeführt werden muss/soll wie in der C. Wobei mein Problem als Autodidakt ja auch ist, dass ich noch nicht weiß, wie man eine Nachbereitung adäquat durchführt. Reicht es da, http://talente.dfb.de/fileadmi…eseiten_Nachbereitung.pdf auszufüllen (darüber bin ich gestern gestolpert)? Oder macht man sich zu jedem Spieler Notizen? Dazu wird aber wohl während des Trainings die Zeit fehlen, schließlich muss man ja das Training leiten..


    Wir kommen bzw. ich komme aber vom Thema ab. Ich stimme dir darin zu, dass gerade im sog. Goldenen Lernalter die Qualität des Trainers sehr wichtig ist. Und auch, dass er da selbst ordentlich kicken können sollte. Aber auch im KiFu ist eine Qualifikation sinnvoll, insbesondere hinsichtlich der KiFu-Ziele und deren Konsequenzen.

    Ich bin im KiFu-Alter, d.h. von G- bis E-Jugend, gegen einen festen Kapitän, das stellt einen Spieler aus meiner Sicht zu stark heraus und ist weder für ihn noch für die anderen Spieler förderlich. Die einzige Ausnahme, die ich mir vorstellen könnte, ist die Situation, dass man einen einzelnen Überflieger im Team hat. Wir haben das Kapitänsamt immer von Spiel zu Spiel neu vergeben, allerdings damit nach der F1 eigentlich wieder aufgehört. In der letzten Saison (E2) habe ich bewusst wieder keinen Kapitän mehr ernannt, sondern betont, dass die Mannschaft spielt und gemeinsam gewinnt oder verliert, und dass es nicht auf einen Kapitän ankommt.


    Wenn sie älter werden, können sie besser einschätzen, wozu es einen Kapitän gibt. Grundschulkinder sind dafür noch zu ich-bezogen.

    Bis auf einen Spieler machen alle, wenn sie in der Abwehr spielen, den gleichen Fehler: Werden wir über die Seite angegriffen, geht (in der Regel) einer meiner Spieler auf den ballführenden Gegner zu.


    Gut. Es sollte derjenige sein, der ihm am nächsten ist. Dass können auch F-linge problemlos begreifen.


    Mein Verteidiger, der sich dann eher im Abwehrzentrum befindet, will dann natürlich helfen und geht auch Richtung des balführenden Angreifers. Ist ja nicht verkehrt.


    Eben, das ist nicht verkehrt. Geht er nicht zu ungestüm zu Werke, sondern hält einen gewissen Abstand und beobachtet intensiv, so entspricht das ja dem Absichern des Spielers, der den Ballführenden angreift. Genau das will man ja eigentlich erreichen.


    Problem ist nur, dass er dann grundsätzlich nicht kuckt, ob über die Mitte oder die andere Seite weitere Gegenspieler mit nach vorne stoßen. Einer von denen ist dann meist frei und so haben wir über diesen Weg schon viele Gegentore kassiert.


    Hmm.. Aber wieso ist das denn sein Problem? Da sind doch noch drei oder, wie bei uns, vier andere Spieler da, die diese Situation außerdem zum Teil nicht im Rücken haben und daher in der Lage sind zu reagieren. Wenn ich jetzt mal vom 3-3 ausgehe und der Gegner kommt über eine Seite, z.B. unsere linke, und hat unseren VL-Spieler (VL=vorne links) überwunden, dann muss der HL-Spieler ihn stellen, den direkten Weg zum Tor bzw. nach innen zustellen. Der HM-Spieler sollte dann idealerweise nachrücken, um im Fall, dass der HL-Spieler überspielt wird, gleich übernehmen zu können. Oft erwischt er dann den Ball, den sich der Angreifer in seiner Bedrängnis zu weit vorlegt.


    So, diese beiden Spieler sind also damit beschäftigt, den Ballführenden unmittelbar unter Druck zu setzen. Der HR-Spieler sollte nun in die Mitte einrücken, der VR-Spieler auch, etwas weiter vorne, und der VM-Spieler sollte ebenfalls zurück kommen. Der VL-Spieler orientiert sich auch nach hinten und eher in die Mitte. Oder er setzt den Ballführenden, falls er verzögert, von hinten unter Druck. Die bei dir offene Mitte muss von den Spielern VM, VR und HR besetzt werden. Die ferne, d.h. hier die rechte Seite wird dabei mehr oder minder geräumt. Sollte der Ball dorthin fliegen, müssen alle schnell umschalten. Schwierig, besonders in der F, aber sinnvolle und schnelle Seitenwechsel sind das auch.


    Aber das ist hier alles Gruppen- oder sogar Mannschaftstaktik, das sollte in der F noch gar nicht Inhalt sein. Du kannst ihnen gerne mal im Trainingsspiel, wenn eine solche Situation aufkommt, das Spiel anhalten und es ihnen erklären. Aber du solltest nicht erwarten, dass sie das bald begreifen und umsetzen können..


    Ich erkläre den Kindern immer, dass sie auch die Mitte uind die andere Seite im Auge behalten müssen, sich auch mal umdrehen müssen. Ist aber vor lauter Elan im Spiel vergessen, was man ja auch verstehen kann. Ich habs ihnen auch schon anhand von Pylonen gezeigt, quasi Taktiktisch alle Lattek. Nur: Das Umsetzen fällt schwer. Hat jemadn gute Ideen, wie ich meinen Jungs hier besser weiterhelfen kann?


    Ich denke, die Abwehrspieler sind hier die falschen Adressaten. Die ganze Mannschaft muss mit verteidigen, wenn die anderen Spieler das beherzigen und bei Ballverlust umdrehen und schnell nach hinten (und tendenziell nach innen) laufen, habt ihr meistens Überzahl und den Großteil des Raums abgedeckt.

    Ohne bisher den Lehrgang besucht zu haben, denke ich:
    - es ist wie bei allen Lehrgängen, wie in der Schule, in der Ausbildung und im Studium: es gibt gute Lehrer und es gibt weniger gute. Kennt man sie vorher nicht und kann man nicht beeinflussen, welchen man bekommt, dann ist es reine Glückssache.
    - Die Inhalte der Lehrgänge bringen KiFu-Trainern mehr als Jugendtrainern. In den KiFu-Jahren muss ein Trainer auch selbst nicht so gut Fußball spielen können wie in höheren Jugenden. Die Vorbereitung aufs Training sollte auch gut sein, aber ich stelle mir insbesondere die Nachbereitung im Bereich ab C-Jugend doch deutlich akribischer vor als sie im Bereich G- bis E-Jugend notwendig und auch sinnvoll ist.


    Andererseits vermitteln die Lehrgänge hoffentlich die Ziele des KiFu sowie das KiFu-Konzept des DFB. Das ist ja schon mal ein sehr sinnvoller Bestandteil, oder? Ich erhoffe mir von ihnen auch, dass sie mir einzuschätzen helfen, ob ich es mir zutraue, nach dem kommenden Jahr E1 auch noch in der D als Trainer oder Co-Trainer mitzuwirken.