Beiträge von tobn
Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
-
-
Ah, OK, verstehe. Danke für die Info.
-
Die Betreiber nutzen auch einen lustigen Algorithmus um das Auslesen der Ergebnisse zu verhinden (dynamische Sprites), ist vielleicht ne Hürde aber kein Hindernis

Bin kein Web-Entwickler, daher die Frage: was sind dynamische Sprites? Ich kenne Sprites entweder aus alten, englischen Märchen, dem Getränkeladen oder vom C64. -
Spiel mal z.B. Sudoku auf der ZEIT-Homepage. Jeder Klick in ein Kästchen wird als neue PageView gezählt. Echt Hammer.
Offtopic: Ich hatte mir mal ein kleines Shell-Skript geschrieben, das die ZEIT-Sudoku eines ganzen Jahres als PDF hintereinander herunterlud. Auf Papier habe ich Sudoku immer noch lieber als auf dem Bildschirm. Auch wenn es um die Bäume schade ist.. -
Guter Beitrag, Steini.

-
Ich sehe bei dem Punkt allen Spielern die gleichen Spielanteile zu geben das Problem, dass die wirklich guten dies nicht mitmachen und schnell den Verein wechseln. Liegt oft an den Eltern, doch auch die Spieler wissen wer spielen muss, wenn man gewinnen will und Fußballer wollen gewinnen. Von daher behaupte ich, dass dieser Punkt sich zwar gut anhört, jedoch in der Praxis schwer durchzuführen ist
Du verlierst sie aber auch, wenn du hier zu sehr nachgibst. Ich glaube, das Hauptproblem hier ist die große Schere in der Leistungsfähigkeit deiner Spieler. Das führt unweigerlich zu Spannungen, ich habe es in meinem Team selbst erlebt. Ich finde aber nicht, dass man sich deswegen an den Wünschen bzw. Ansprüchen der Stärkeren orientieren sollte, das führt nämlich über kurz oder lang zu Ärger innerhalb des Teams. Momentan erscheint es mir sinnvoll, dann die Kids, wenn es zahlenmäßig klappt, in zwei unterschiedlich starke Mannschaften zu teilen. Wenn der Kreis kluge Rundeneinteilungen vollzieht, halte ich das für die beste Lösung. Obwohl der idealistische Teil meiner Seele darunter leidet. -
Du - egal ist es mir auch. Ich entscheide nur zwischen "entschuldigt" und "nicht entschuldigt". Meine Eltern rechtfertigen sich automatisch - ich muss da gar nicht fragen
Interessiert mich eigentlich ja auch nicht, solange es keine gesundheitlichen Gründe o.ä. hat.
Dann ticken wir ja wieder nahezu gleich, mann, wird das hier gerade harmonisch.
In der Regel nennen die Eltern uns auch von sich aus den Grund der Abmeldung. Es gibt, nee, mittlerweile gab es da aber auch eine Familie, sehr wohlhabend und ganz, ganz wichtig übrigens, bei denen die Abmeldung einfach nur so ohne Begründung kam, per E-Mail. Da haben wir dann doch irgendwann angefangen, nachzufragen. Und haben dann irgendwann einfach allgemein darum gebeten, grundsätzlich mit Angabe eines Grundes abzumelden. Letztlich will ich dann auch erfahren, wie sich der Sozialverband bewegt, welche Strömungen es wo gibt, um möglichst früh einlenken zu können. Und wenn 'ne Mama ihren Zehnjährigen nicht alleine zum Training schicken will -- die Panik, die manche Leute vor der heute ach so bösen Welt da draußen zu haben scheinen, ist mir schier unbegreiflich --, dann versuche ich auch, sie einerseits ihrem Jungen mehr Selbstvertrauen zu geben, indem sie ihm mehr zutraut, und als Zwischenlösung gucke ich, ob er irgendwo mitfahren kann, ob mit dem Fahrrad oder dem Auto.
für deine Einstellung betreffs Eltern, die ihre Kinder nicht zum Sport zwingen. Ich hatte letzte Saison mal den Fall, dass ein Spieler bei einem Pokalspiel nicht erschien. Auf die Gefahr hin, hier jetzt für dieses Geständnis als Ketzer gesteinigt zu werden: wir hatten einvernehmlich die Pokalspiele zur Möglichkeit erklärt, die zum jeweiligen Zeitpunkt beste Mannschaft, die sich mit dem Kader bilden ließ, spielen zu lassen. Ein anderer Spieler sprang kurzfristig ein. Er war ja aber schwächer als die anderen, das Spiel lief gegen uns, er kam nur zu einem Kurzeinsatz.Ich fühlte mich schäbig.
Ich also hin zu ihm und ihm erklärt, dass das Kacke von mir war, es mir leid tut, er aber ja im nächsten Spiel dran ist und ich es dann ein bisschen wieder gut machen möchte, indem er da ganz viel spielen darf. OK, Spieler nickt mich an, alles klar. Ich fühle mich immer noch schäbig, aber ein bisschen erleichtert.
Zum nächsten Training kommt er nicht. Ich höre, er habe nicht kommen wollen. Seine Eltern haben ihm gesagt, weil er nicht zum Training gehen wollte, dürfe er auch nicht beim nächsten Spiel machen. Oha! Naja, zum Glück war dann am Tag nach dem Training Schulfest, ich habe mir also seine Mama geschnappt und mir erklären lassen, was da los war. Tatsächlich war es so, dass er nicht zum Training kommen wollte, weil er zu spät dran war. Ich hatte ein paar Trainings zuvor moniert, dass die Pünktlichkeit zu leiden beginnt und hatte zu spät Kommende, wie ich fand, leicht bestraft. Tja, manche Kinderseelen sind sehr zart, die Aussicht auf die Strafe war für ihn zu viel. Naja, ich bin also dann zu ihm hin und habe die Situation geklärt, habe auch seinen Eltern gesagt, dass er natürlich spielen soll, das hat er dann auch getan, bis er selbst ausgewechselt werden wollte. Friede, Freude Eierkuchen.
Erzählt mir jetzt aber einer (ungefragt) am Telefon, dass sein Sohn nicht kommt, weil er grundsätzlich in den Ferien keinen Bock hat, dann frage ich mich schon, was da gerade schief läuft.
Ja, und wenn das öfters passiert, dann sollte man auch darüber nachdenken, ob es das richtige für das Kind ist. Ich habe zum Saisonende auch mit einer Mama gesprochen, die ihren Sohn zu uns geschickt hat, weil sie es für sinnvoll hielt, dass er einen Mannschaftssport betreibt. Gut, kam er also zu uns, weil seine Kumpels bei uns sind. Dafür, dass er kaum Interesse an Fußball hat und ansonsten, d.h. in der Schule eher ein Kasper ist, muss ich sagen: der Junge hat sich top benommen. Aber es war unsinnig, er hatte überhaupt kein inneres Interesse daran. Also habe ich seine Mama darauf angesprochen, er hat dann auch aufgehört. Wenn er hätte weitermachen wollen, hätte er von mir aus gedurft, ich glaube nicht, dass er unter mir litt. Aber ich denke, er kann für sich etwas besseres mit dieser Zeit anfangen. Ich muss aber auch sagen, dass das Training ohne ihn sicher ein bisschen effizienter laufen wird.Wir (meine Frau und ich) lehren unseren Söhnen immer: Zieh die Dinge durch, die Du Dir angefangen hast. Kein Bock ist kein Argument mittendrin hinzuwerfen. Wenn Du nicht mehr magst, melde Dich zum Saisonende, Schuljahresende, nach diesem Block oder wie auch immer *selbst* ab. Gehe hin zum Leher, Trainer usw. und sage: "Ich hab's mir anders überlegt, ich mag nicht mehr". Bei unserem Kleinen (8) gehen wir noch mit. Der Große (11) muss das selbst machen.
Grundsätzlich sehen wir das auch so. Aber Kinder sind unterschiedlich, manche brauchen ein bisschen mehr Fürsorge, andere müssen mehr herausgefordert werden, bei anderen ist es schlicht Faulheit. Unser Sohn tut sich sehr schwer damit, über seinen Schatten zu springen.. Nicht immer sehr einfach, das kann ich dir sagen... -
Alles andere wäre ja auch komisch. Es ist ja ein Merkmal der Entwicklungsstufe von Kindern in diesem Alter, erstmal nur sich und die eigenen Bedürfnisse zu sehen.
Genau. Schrieb ich nicht dazu, danke für die Ergänzung.Deswegen ist es die Aufgabe des Trainers, darauf hinzuweisen, dass es auch andere, höhere (Mannschafts-)Ziele gibt. Womit wir wieder beim Thema "konsequentes Handeln" wären.

Nee, dazu kriegst du mich jetzt nicht, da mitzumachen. -
[quote]Wer jedoch nur rumdruckst und sich im Zweifelsfall generell nicht meldet, sich nicht abmeldet oder sonstwas, DAS akzeptiere ich nicht. Das hat nix mit Zero Tolerence und ich habe immer recht zu tun.
Ich verstehe, dass es dir schwer fällt, das beschriebene Verhalten zu akzeptieren. Was du aber, wie ich fürchte, akzeptieren musst, ist, dass man Menschen nicht grundlegend ändern kann. Man lernt seine Pappenheimer mit der Zeit kennen, man lernt zu begreifen, woran man ist. Man hat auch mit der Zeit seine üblichen Verdächtigen, sowohl im negativen wie im positiven Sinne. Das ist halt so. Stellenweise bedauerlich, aber nicht zu ändern. Man sollte es sich selbst dann nicht antun, allzu dogmatisch zu sein und zu viel in seiner Bedeutung zu überhöhen, das führt nur zu hohem Blutdruck und zu viel Streit. Gewisse Grundsätze muss es geben, ja. Man sollte aber aufpassen, dass es nicht zu viele werden. -
Du erwartest nicht ernsthaft das ich auf so einen Blödsinn antworte, oder?
Naja, hier, finde ich, hat Willi mit seinem Einwand durchaus recht. In irgendeinem anderen Beitrag schrieb ich auch schon, dass ich befürchten würde, dass es allzu darwinistisch zuginge, wenn man bei den Kids allem seinen freien Lauf ließe. Zumindest im KiFu, wenn da nur eine Altersklasse unter sich spielt. Wenn da verantwortungsvolle Jugendliche dabei sind, dann sollte es ziemlich gut klappen. Grundsätzlich kann es auch innerhalb einer Altersstufe funktionieren, wenn die Kinder, die allgemeine als Autorität anerkannt sind, entsprechend vorbildlich sind. Aber die meisten Kinderfußballer, die ich kenne, sind dazu dann doch noch zu egoistisch.Und jetzt diskutieren wir hier ja doch über den Straßenfußball...

-
Was meinst Du mit "auch"? Was lehne ich denn ab?
Die Existenz des Straßenfußballs. Worüber ich aber gar nicht diskutieren möchte, dazu sehe ich keinen Bedarf. Wir sind ja letztlich fast einer Meinung. Der einzige Punkt, in dem sich in diesem Thread unsere Ansichten unterscheiden, ist der, dass ich vermutlich nicht auf die Begründung achten würde, wenn Kinder während der Ferien vom Training abgemeldet werden. Als sie noch jünger waren, haben wir auch beim normalen Training nicht nach Begründungen gefragt, mittlerweile schon. Wobei ich ja, wie deutlich weiter oben in diesem Thread bereits beschrieben, beobachtet habe, dass die betroffenen Kinder am meisten unter einer unterdurchschnittlichen Trainingsbeteiligung leiden und daher die jeweiligen Eltern darauf angesprochen habe und das Kindeswohl in den Mittelpunkt gestellt habe. Sie sollen ruhig ihre Überzeugungen oder auch ihre weniger guten Eigenschaften haben, es steht mir überhaupt nicht zu, sie in dieser Hinsicht zu kritisieren oder mich zum Moralapostel zu machen. Aber sie sollen zum Wohl ihrer Kinder handeln. Das hat bei 'meinen' Eltern bisher gut geklappt.Was das Angebot das Du beschreibst: Habe ich selbst schon gemacht. Wir haben dazu aber die Altersklassen nicht aufrecht erhalten, sondern da hat vom 2. E-Jahrgang bis zur G-Jugend alles mitgekickt. Wir haben nur die Kleinfeldtore auf den Platz getragen.
Genau, es wundert mich auch nicht, dass du das schon gemacht hast. Ich kann dann allerdings dem Reiz, selbst auch mit zu kicken, nicht widerstehen..
Ich persönlich mach das mit dem offiziellen Trainingsstart halt so, dass ich das vorher "politisch" abkläre. Wir haben auch diese Woche wieder zu trainieren angefangen. 6 von 11 waren da. Der Rest entschuldigt. Hat allen Spaß gemacht.
Ja, so würde ich das wohl auch machen. Ich würde auch um individuelle Abmeldung bitten. Aber mir wäre zumindest in der E die Begründung dafür bei Terminen, die in den Ferien liegen, noch egal.Wie bei uns. Bei mir melden die Eltern die Kinder zuverlässig ab. Ich weiß heute grundsätzlich schon wie die Beteiligung am Training bis Ende der Ferien sein wird. Krankheiten und "plötzliche" Termine mal ausgenommen.
Ja, das läuft bei uns zum Glück auch sehr gut. Es gab da nur einen Fall, bei dem es anders lief. Der Bub hat aber irgendwann wohl auch so keine Lust mehr gehabt, er hat irgendwann einfach aufgehört zu kommen.. -
Meine Rede. 100%ig d'accord. Ich frage mich deshalb schon seit erscheinen des DFB Konzeptes was das Gerede über Straßenfußball in den Verein holen überhaupt soll!? Vor allem weil wir ja infra- und soziostrukturell völlig anders aufgestellt sind als zu der Zeit des Straßenfußballs ...
Da gab es doch schon mal einen anderen Thread genau zu diesem Thema... Das sollten wir hier lieber nicht nochmal alles wiederholen. Einige hier, mich eingeschlossen, sehen in Treffen in den Ferien die Gelegenheit Straßenfußball unter besseren Bedingungen, d.h. insbes. abseits der vielbefahrenen Straße, anzubieten bzw. die Kids dazu zu animieren, ihn auszuüben. Lehnst du das auch ab?Ich kann da nur von mir sprechen: Meine beiden Söhne (schulpflichtig) und die Kinder meiner Mannschaft langweilen sich in den Ferien und wollen kicken.
Mein Sohn und ich auch. Viele andere Kinder auch. Daher bin ich ja auch voll dafür, ihnen das Angebot dazu zu machen. Aber die, die nicht wollen, brauchen auch nicht zu kommen, es ist nur ein Angebot.Ich habe sowohl die Kinder als auch die Eltern dazu befragt. Aber das sind insgesamt ja nur 14 Stück - also nicht repräsentativ. Wie sehen das Deine Kinder/Eltern - Du hast sie ja sicher auch befragt?
Bei uns war ein Training in den Ferien gar nicht möglich. Ich vermute, bei mir hätten ~80-90% Lust dazu, einige kämen aber nicht zu jedem der angebotenen Termine.
Aus meiner Erfahrung heraus machen das ab und an die Eltern.
Ach so, ich dachte, du meintest Forenteilnehmer. Ja, bei Eltern gibt es das gelegentlich, leider. Davon halte ich nichts. -
Regeln, die sie verstehen und nachvollziehen können, sowie dem jeweiligen Regelbruch angemessene und konsequent angewandte Sanktionen werden aus meiner Sicht am ehesten akzeptiert.
Willi, damit will ich nicht andeuten, dass du anderer Ansicht bist. Aber ein solches Vorgehen hat meiner Meinung nach langfristig mehr Erfolg als in meinen Augen übertriebene 'Konsequenz' im Kindesalter -- diesen Begriff würde ich dafür auch nicht verwenden, sondern eher Strenge. -
Falls du mich meinst.
Wer? Und womit? Vielleicht wäre die Verwendung der Zitierfunktion eine Überlegung wert.
Ich bin neu in dem Verein,und kenne die betreffenden Eltern gar nicht!
Dann gebe ich dir den gutgemeinten Vorschlag, daran etwas zu ändern. Und dir eine Meinung von ihnen zu bilden, wenn du sie kennengelernt hast. Am besten nicht nur auf einem Elternabend oder bei einem Spiel, sondern nach einer Weile. Menschen sind vielschichtige Wesen.da kann es mit mir wohl weniger zu tun haben,,sondern mit grundsaetzlichen vorbehalten gegenueber Fussball oder Vereinsmeierei.
Da du sie nicht richtig bzw. sogar kaum kennst, kannst du meiner Meinung nach an dieser Stelle über ihre Motive nur spekulieren. Auf Spekulationen würde ich kein Urteil aufbauen. -
So, jetzt kommen wir wieder zu dem Punkt, an dem ich dir aus Erfahrung sage, dass genau die B-Jugendlichen, die als E-Jugendliche diese Konsequenz nicht erfahren haben, nicht mehr dazu zu bringen sind, diese Konsequenz anzunehmen.
Irgendwie drehen wir uns im Kreis.
Ich meine, darauf wäre schon geantwortet worden. Ich bin nicht der Meinung, dass man E-Jugendliche wie B-Jugendliche behandeln kann, d.h. von ihnen das selbe Maß an Disziplin oder Pflichtbewusstsein erwarten kann. Ich bin auch nicht der Meinung, dass man mit den selben oder gar ähnlichen Methoden arbeiten kann. Kinder sind und ticken ganz anders als Jugendliche in oder kurz nach der Pubertät -- du kannst mir derzeit vermutlich besser sagen, wo B-Junioren da anzusiedeln sind.Natürlich heißt das nicht, dass es der KiFu eine regel- und sanktionsfreie Zone ist. Aber die Regeln sind anders und die Sanktionen auch. Ich finde, es ist doch gerade wichtig, dass bereits Kinder erkennen, dass Regeln zum gerechten Wohle aller da sind und nicht nur zum Durchsetzen des Willens des Tonangebenden. Regeln, die sie verstehen und nachvollziehen können, sowie dem jeweiligen Regelbruch angemessene und konsequent angewandte Sanktionen werden aus meiner Sicht am ehesten akzeptiert.
-
Vielleicht aber auch ne "Überinterpretation" des von tobn erwähnten "modernen Vaters"?
Hab es schon mehrere Male in unserer Jugend mitbekommen, dass gerade bei Scheidungsfamilien der Sohn am Samstag nicht kicken kann/darf, weil er 14tägig was mit Papi am Wochenende unternimmt. Auch wenn der Sohn viel lieber kicken würde.
Oha, da schreite ich lieber schnell ein. Das hat nichts mit dem zu tun, was ich gemeint habe, ich habe ihn auch in einem Atemzug mit dem Ehemann genannt. So einen Papa hatte ich auch im Team, das hat letztendlich zu meinem großen Bedauern dazu geführt, dass der Junge den Fußball an den Nagel gehängt hat -- da ist dann auch prompt sämtliche Luft entwichen.. Mit modernem Vater meine ich vielmehr einen, der sich bewusst Zeit für seine Kinder nimmt, der Rücksicht auf ihre Bedürfnisse nimmt und sie nicht hinten anstellt.Für solche Väter, wie du sie meinst, habe ich überhaupt kein Verständnis, ihre Kinder tun mir diesbezüglich leid.
-
Straßenfußball bedeutet insbesondere in den Ferien zu kicken und Straßenfußball in den Verein zu holen bedeutet doch dann völlig natürlich auch in den Ferien im Verein zu kicken. Jetzt sollen die Ferien auf einmal dazu da sein, nicht zu kicken und das DFB Kredo erstmal auf Eis zu legen? Ich check's nicht.
Quatsch, wer will den Kids denn das Fußballspielen verbieten? Das hat doch noch keiner gemacht, oder habe ich da einen Beitrag übersehen. Im Gegenteil, Andre und ich haben doch gesagt, der Trainer solle ruhig seinen Kids das Fußballspielen in der Ferienzeit vorschlagen. Aber halt eben das freie Spiel der freiwilligen Teilnehmer. Kein normales Training und schon gar keine Anwesenheitspflicht. Nur das offene, ehrlich gemeinte Angebot. Wenn dann zu wenige kommen, ist man halt ein wenig traurig, dass man den Spaß nicht erlebt. Nicht mal enttäuscht sollte man dann meiner Ansicht sein, denn darin schwingt ja ein Vorwurf an die Kinder und das eigene Gefühl von Verletztheit mit.Zum Rest deines (ehrlich geschätzten, ich möchte nicht despektierlich klingen) Beitrages kann ich wiederum nur Ranwie beipflichten.
-
Naja, ich habe studiert - ich hatte quasi über Jahre Ferien am Stück.

Jaja, das waren noch Zeiten, zwischendrin zumindest.. Damals hatte ich aber noch nichts mit Kinderfußball zu tun. Ich kam erst als Papa dazu.Aber mal im Ernst:
Der Logik, dass ich von meinen Spielern keine Konsequenz (im oben erläuterten Sinne) fordern darf, ich ich selber ja freiwillig konsequent bin, kann ich nicht ganz folgen.Im Gegenteil - dieses Jahr sind vier meiner bisher genommenen 20 Urlaubstage für den Verein draufgegangen. In denen bin ich bei unserem Jugendcamp rumgehampelt oder hab unseren Mannschaftsausflug vor- und nachbereitet.
Da kann und will ich dann nicht akzeptieren, dass jemand nicht kommt, weil ja gerade Ferien sind.
Darauf ist Ranwie ja schon eingegangen, wir sind diesbezüglich gleicher Meinung. -
Hm, was soll ich jetzt dazu sagen?
Weiß nicht, das musst du schon selbst wissen.
Wir machen SIEBEN Tage Jugendhallenturnier, die Eltern müssen zu Zeiten arbeiten, an denen das eigene Kind nicht spielt (Erfahrungswerte - sonst ist plötzlich die Küche leer), drei Tage Jugendcamp, eine Woche Hallenhobbyturnier, drei Tage Pfingstfest --> Zelt für 2000 Leute, usw.
B-Jugend, oder? Das ist doch überhaupt nicht vergleichbar.Obulus halte ich für schwierig. Wenn es dumm läuft, hat man lauter Zahler, aber keine Schaffer mehr.

Richtig. Schrieb ich auch.
-
Das ist auch eine Einstellung, die mir zu akzeptieren schwerfällt.
(Wobei es sie relaistisch gesehen gibt und bei mir in jeder von mir trainierten Mannschaft leider immer auch vorkam).
Ich lebe offenbar bezüglich dieses Themas in der selben Realität wie du. Und ich kann persönlich diese Haltung auch nicht nachvollziehen. Aber ich kann sehr wohl erkennen, dass es sie gibt, schon bei mir sehr nahestehenden Personen gibt es da Beispiele. Ich möchte nicht, dass versuchen, mich in Belangen zu missionieren, die ich verstanden habe und in denen ich anderer Ansicht bin. Daher lasse ich es auch bei ihnen.Nichtsdestotrotz:
Ich sehe es trotzdem grundsätzlich so, dass sich Eltern bewusst sein müssen, dass es in einer Gemeinschaft wie einem Sportverein nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten gibt.
Sicher, das ist so. Schließlich sind sie Vereinsmitglieder und keine Kunden. Eine Gemeinschaft hat ihre Regeln, die müssen auch befolgt werden, niemand zwingt den anderen zum Verbleib. Bei uns ist es aber nun so, dass diese Grilldienstgeschichte nicht schriftlich geregelt ist, so dass neue Mitglieder erst von ihr erfahren, wenn ihnen der Termin mitgeteilt wird. Es wäre hier besser, wenn alle Neumitglieder einen Flyer bekämen, der die Regeln, die Philosophie des Vereins, die Grundgedanken etc. enthält. So würde ein Teil des Unmuts gar nicht erst entstehen.Wir haben ca. 45 € als Jahresbeitrag im Verein, wovon ca. 25 € als Beitrag an die Abteilung fließen. Die Ausgaben pro Kind liegen um das Fünf- bis Sechsfache darüber. Da wir kein sponsorenfinanzierter Verein sind, holen wir den Unterschiedsbetrag über viele Veranstaltungen wieder rein. Da brauchen wir die Eltern als Helfer - realistisch gesehen sollte damit das klappt jedes Elternteil einmal im Jahr einen Dienst mit ca. sechs Stunden leisten.
(Auch hier ist es leider wieder - wie wohl überall - so, dass einige doppelt schaffen und andere gar nicht.)
Die Alternative wäre eine Anhebung des Beitrags um einen dreistelligen Betrag - da bekämen aber einige finanzschwächere Familien wahrscheinlich Probleme, daher ist das für mich jetzt auch nicht die ganz tolle Lösung.
Nein, sicher nicht. Und das Problem bzw. das Thema der Beiträge hat wohl auch jeder Verein. Letztendlich ist es ein soziales Problem. Ich denke schon, dass die meisten Eltern, wenn man ihnen für sie nachvollziehbar mitteilt oder erklärt, wie der Hase läuft und warum er das auf diese Weise tut, und sie dazu noch mitbekommen, dass von Vereinsseite auch für sie engagiert gearbeitet wird, zur Mitarbeit innerhalb ihrer Möglichkeiten durchaus bereit sind. Ich kann mich über das Engagements des allergrößten Teils 'meiner' Elternschaft überhaupt nicht beklagen, im Gegenteil. Auf die Gefahr des nicht ganz so lecker duftenden Eigenlobs hin betrachte ich das aber auch als Verdienst unseres Trainer/Betreuer-Gespanns. Als die Eltern (mich als Vatertrainer eingeschlossen) mal den Eindruck hatten, die Belange unserer Mannschaft würden weniger berücksichtigt als die anderer, sank die Bereitschaft zum Engagements für Vereinsbelange drastisch, für die Belange des Teams war sie weiterhin ungetrübt..
Es ist also in meinen Augen für eine Vereins-, Abteilungs- und Jugendleitung aus meiner Sicht eminent wichtig, dafür zu sorgen, dass sich alle gleichermaßen geachtet und beachtet fühlen, dass eben nicht nur die erste Herren zählt und irgendwelche Kultfiguren aus der Vergangenheit, sondern als erstes der Verein, wie er sich zum aktuellen Zeitpunkt darstellt. Die Mitglieder machen den Verein.Treffer.
Kinderlos.
Vielleicht ändert sich das ja noch. Ich vermute, dass alle, die dann noch moderne Papas und aufgeklärte Ehemänner sein wollen, leider nicht mehr viel Freizeit haben. Das soll jetzt keine Klage sein, ich bin beides sehr gerne bzw. versuche, es zu sein. Aber ich habe einfach nicht mehr dieselben zeitlichen Möglichkeiten wie zuvor.
Das versteht sich von selbst - die Bambinis sollten nicht den Grilldienst während der Abendspiele machen müssen, weil die zu spät enden, als dass Kinder und Eltern beide noch auf dem Sportplatz sein könnten - so schüfe man u.U. ein Kinderbetreuungsproblem.
Ja, aber ich dachte dabei auch an die Verteilung dieser Termine auf das Jahr. Andererseits ist das wohl eher Unsinn, denn die Schulferien gelten für alle Jugendmannschaften, da sind die jüngeren Jahrgänge keine Besonderheit..Der Prozess der Verteilung der Termine sollte allerdings transparent sein, das wäre seiner Akzeptanz sicher auch förderlich. Und, ach ja, du hast richtig bemerkt, im Nennen von Selbstverständlichkeiten bin ich ganz groß.

Schwierig. Schlag mal Alternativen vor.
Tja, das ist zugegebenermaßen nicht leicht. Wenn es um Arbeitsdienste geht, gibt es ja in manchen Vereinen die Möglichkeit, stattdessen einen Obulus zu leisten. Das kann dann natürlich zu einer Art Ablasshandel führen. Ob einem Verein das recht ist oder nicht, muss er für sich entscheiden. Bei uns liegt die größte Belastung für die Elternschaft in der Bewirtung von vom Kreis angesetzten Hallenturnieren. Da mussten wir in den vergangenen zwei Hallensaisons für einen ganzen Tag, d.h. für bis zu drei Turniere, die Turnierleitung und die Bewirtung übernehmen. Unsere eigene Mannschaft hat bei einem dieser Turniere mitgespielt. Ich kann schon verstehen, dass die wenigsten Eltern davon begeistert sind, sich am späten Samstagnachmittag hinter die Kuchentheke zu stellen, den Unmut über das zur Neige gehende und zu diesem Zeitpunkt sowieso nicht mehr so sehr umfangreiche Angebot anhören zu müssen, und dazu noch an diesem Tag evtl. nicht mal das eigene Kind spielen sehen zu können. Es ist natürlich aber auch so, dass die Last des Einzelnen mit der Zahl der Schultern deutlich sinkt. Und dass die übrig bleibende Last deutlich leichter zu tragen fällt, wenn sich andere beteiligen. Es ist wohl aber klug, die alten Einsatzpläne aufzuheben, damit man bei der nächsten Einteilung berücksichtigen kann, wer letztes mal die Königs- und wer die Drecksschicht hatte.Ach so, noch eine Alternative: oft gibt es ja auch Kuchen-, Brezel- oder Getränkespenden. Da könnte man ja sagen, dass jemand, der keine Schicht übernehmen kann oder will, entsprechend mehr spenden sollte. Der Umrechnungskurs wäre dann noch zu bestimmen.
