Richtig, siebener, wir müssen als Trainer die Sache auch mal aus der Sicht der Eltern sehen. Hier sind Vater- oder Muttertrainer im Vorteil, denn sie sind ja sowohl Trainer als auch Elternteil. Leider verstehen sie ihre Motive des Trainers aber auch immer gleich, ohne dass man er sie ihnen mitteilen muss... 
naja, mal umgekehrt gesehen ist es für die eltern ja auch schwer aussen vor zu bleiben.
ob jetzt in der schule oder von mir aus im sportverein. man trägt die verantwortung für den sprössling ja nahezu ein leben lang...
Das stimmt, deshalb ist ihr Engagement auch unbedingt zu würdigen. Und deshalb ist es auch wichtig, sie mit ins Boot zu nehmen, eben indem man sie überzeugt. Ein Trainer, dem die Eltern vertrauen, hat es unendlich viel leichter als einer, der permanent angezweifelt wird, weil er den Eltern quasi unbekannt ist.
und im sportverein soll ich dann meine klappe halten?
Eben nicht, du sollst mit ziehen, mit einem guten Trainer, von dem du gemerkt hast, dass er das Beste für dein Kind will und sich auch ehrlich und gut darum bemüht, das zu erreichen. Es gibt ja auch gute Lehrer, wir haben da mit unseren Kindern bisher, was die Klassenlehrerinnen anbelangt, bisher nur Glück gehabt. Der eine oder andere faule Fachapfel war aber leider schon dabei...
ist schon schwierig, was mir als vater dann alles vorgeschrieben wird, wenn mein sohn unbedingt fußball spielen will:
OK, dann schauen wir doch mal:
zu auswärtsspielen fahren darf ich, soll ich auch.
Im Kinderalter willst du das ja auch.
die trikots muss ich waschen, von allen reihum.
Das machen wir schon lange anders, jeder Spieler hat sein Trikot, das dann daheim gewaschen wird. Der Trainer hat für den Fall, dass es einer mal vergisst, noch zwei in Reserve. Dieses Vorgehen kann ich nur empfehlen, der Waschdienst hat bei uns nur Zwist in die Elternschaft gebracht.
rauchen darf ich nicht am rande, kein bierchen dazu.
Doch, musst aber den Kunstrasenplatz verlassen. Und gegen das Bierchen der Eltern habe ich persönlich auch nichts.
maul halten und die fäuste in der tasche soll ich machen, wenn die großen groben gegenspieler meinen sohn umtreten.
schreien darf ich nicht, nur positives in blümchensprache.
In der Tat. Als Erwachsener solltest du versuchen, dich am Riemen zu reißen und deine negativen Emotionen im Griff zu haben.
dem trainer ist nicht zu widersprechen, auch wenn er mir unsympathisch ist und meinen jungen anbrüllt.
Höflicher Widerspruch unter vier Augen sollte kein Problem sein, damit muss der Trainer klar kommen. Aber man sollte das Thema, wenn keine Einigkeit herrscht, dann lieber ein andermal vertiefen. Der Spielfeldrand ist nicht der geeignete Ort und das Spiel nicht er richtige Zeitpunkt für Diskussionen. Das sollte sowohl dem Trainer als auch den Eltern bewusst sein. Ein kluger Trainer sucht in einer solchen Situation allerdings auch das Gespräch nach dem Spiel.
spenden soll ich für den verein für die umkleide, für die mannschaftskasse und den beitrag pünktlich bezahlen.
Den Beitrag sollst du pünktlich zahlen, klar. Spenden darfst du, musst du natürlich nicht.
ein woche vorher soll ich spätestens den geburtstag von oma anmelden wg. des spiels.
Gerade bei der Oma liegen doch genügend Erfahrungswerte darüber vor, wann der Geburtstag so ca. zu erwarten ist...
stubenarrest ja, nur das training darf nicht darunter fallen.
Stubenarrest? Das halte ich von vornherein für eine fragwürdige Maßnahme.. Aber meine Kinder sind auch erst acht und zehn Jahre alt...
hausaufgaben sind vorm training oder später dann zu machen.
Ja, schon. Wenn es mal mehr sind als sonst, ist das etwas anderes. Sind sie regelmäßig so umfangreich, dass ein Trainingsbesuch sehr schwierig wird, sollte das Gespräch mit den Lehrern gesucht werden. Oder überprüfen, ob das Kind vielleicht azu neigt, die Hausaufgaben erst auf den letzten Drücker zu machen, so dass sich am Trainingstag zu viel aufgestaut hat. Bei uns gibt es von Lehrerseite aus auch Angaben dazu, wie lange die Kinder an den Hausaufgaben sitzen sollten. Schaffen sie die Hausaufgaben innerhalb dieser Zeit nicht, so dürfen sie damit aufhören, wenn die Eltern das bestätigen. Das nutzt dann der Lehrer auch als Feedback.
für arbeiten lernen soll mein sohn, nur nicht am trainingsabend vorher, denn da muss er sich mal so richtig auspowern,
um auf andere gedanken zu kommen. was er dann nicht kann, lernt er eh nicht, sagt der trainer.
Wir fragen ohnehin nicht nach dem Grund, wenn jemand sein Fehlen ankündigt. Bei vielen Kindern kann das aber durchaus zutreffen, was dein kolportierter Trainer meint.
regen, hitze und schnee sind hinzunehmen, draussen sein ist gut für kinder.
Ja, draußen sein ist tatsächlich gut für sie, in den allermeisten Fällen zumindest. Ein verantwortungsvoller Trainer sagt das Trainer bei gesundheitlich bedenklichen Witterungsverhältnissen ab.
da kommt schon einiges zusammen, was wir unseren eltern so zumuten, oder?
Manche schon. Und es ist auch wichtig, sich als Trainer dessen bewusst zu sein, dass es die Eltern sind, die für die Kinder verantwortlich sind. Der Konfrontationskurs ist der falsche. Man sollte versuchen, sie zu verstehen, und sie dazu zu bringen, dass sie einen verstehen.