Beiträge von tobn

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    naja, auch wenn das dir und mir auch gegen den strich geht, mit der einstellung solcher vereine.
    aber ihre daseinsberechtigung haben sie dennoch. das muss man akzeptieren und das wird auch immer so bleiben.
    es gibt ja auch diese "erfolgsorientierten" eltern, deren kinder immer nur spitzenleistung abliefern sollen.
    die sind dort bestimmt gut aufgehoben, nicht unbedingt die kinder, aber das familienkonzept leistung.


    Ich weiß nicht, ob diese Einstellung eine Daseinsberechtigung hat, ich halte sie für verkehrt, und zwar für alle Kinder. Ich wünsche keinem Kind die sprichwörtlichen Eiskunstlaufeltern..


    alle auswahlteams die ich kenne ab der d'jugend, sind gespickt mit jugendlichen, die in solchen vereinen spielen.


    Meine Kids kommen jetzt erst so langsam in das Auswahlalter, daher kann ich da noch nicht so viel sagen. Da scheint es aber bei uns auch so zu sein, dass bei der Auswahl zur Auswahl wohl so ein ziemliches Gemauschel und gegenseitiges Händewaschen beteiligt sein soll. Aber ganz klar ist auch, dass den Verantwortlichen im Kreis natürlich die 'erfolgreichen' Vereine mehr auffallen als die kleineren. Andererseits bin ich nicht der Meinung, dass ein 'leistungsorientieter' Verein bessere Spieler hervor bringt als ein kindgerecht agierender. Wir waren in den vergangenen Jahren diesem Nachbarverein durchaus ebenbürtig, die Spiele gegeneinander waren meist sehr enge Dinger.


    das muss man akzeptieren, entsprechende jungs und eltern dort hin schicken und gut ist.


    Ich lebe in einem sozial ziemlich starkem Ort. Da streben nur wenige Eltern für ihre Kinder ernsthaft die BuLi-Karriere an, wenn es in Richtung Berufswahl geht, wird da sicher der Wunsch der Eltern in Richtung Anwalt oder Banker gehen. Das aber nur am Rande.
    Ich beklage auch gar nicht, dass dieser Verein erfolgreiche Mannschaften hervor bringt. Aber sie übertreiben es, mir geht es um die vielen Kinder, die wahrlich keine schlechten Fußballer sind, die aber dort den Spaß verloren und ganz mit dem Sport aufgehört haben, und zwar noch in der E-Jugend. Eben weil dort bereits im Kinderalter die Leistung betont wird, die Stärkeren immer und die Schwächeren dagegen kaum spielen.


    unser verein ist eher klein, ohne jugendkonzept inzwischen, ohne zusammenhalt unter trainern, ohne einheitliche linie.
    jedes team fightet für sich in jahrgangsteams, die wir betreuen von anfang zum ende. was soll ich sagen?
    es klappt! alle jugendteams spielen in der leistungsklasse. teilweise sogar um den aufstieg in die nächsthöhere liga.
    warum? weil wir das beste aus den jungs rausholen, mit spass, mit einsatz und mit zweimal in der woche training.
    mehr geht nicht mangels platz und zeit. trotzdem kommen die jungs von weitweg, um bei uns zu spielen.


    So ist das bei uns auch, abgesehen von der weiten Anreise, davon habe ich bisher aber bei kaum einem Verein im Kreis etwas mitbekommen, zumindest nicht im Kinderfußball. Da spielen die Kids doch in der Regel im nächsten Verein, wenn es in der Nähe zwei gibt, dann nehmen sie den, in dem sie auf ihre Freunde treffen. Das gibt dann mal einen stärkeren, dann wieder einen nicht ganz so starken Jahrgang. Wobei ich ganz deutlich den Zusammenhang sehe zwischen einem großen Kader und einer leistungsstarken 'ersten' Mannschaft, zumindest bei Breitensportvereinen. Umso ärgerlicher finde ich es, dass die anderen es geschafft haben, so viele Kids zu vergraulen, sie schneiden sich doch ins eigene Fleisch, weil man ja pro Mannschaft immer mehr Spieler braucht, je älter sie werden.
    Ein ganzes Stück weit kommt dieser Unfug, wie ich es sehe, aber auch von den Verantwortlichen für den Spielbetrieb. Da es bei uns so ist, dass Auf- und Abstieg vererbt werden, ist man ja quasi dazu verdammt, mit allen Mitteln dafür zu sorgen, dass jeder Jahrgang überdurchschnittlich stark ist, um in jedem Jahrgang eine Mannschaft in der höchsten Spielklasse zu haben. Ansonsten hat man bei uns nämlich das Problem eines Vereins, bei dem wir morgen zu einem Freundschaftsspiel gastieren. Jg 2000 war stark, ist in der letzten Saison in die Kreisliga aufgestiegen (diese sitzt über den aktuell drei Kreisklassen). Ihr jetziger E-Jugendjahrgang muss dann aber in dieser Kreisliga spielen, d.h. die Spieler der Jahrgänge 2001 und 2002. 2001er haben sie aber nur sehr wenige, sie fangen sich jetzt eine Packung nach der anderen...
    Andererseits haben wir eine Mannschaft in unserer Kreisklassengruppe, die letztes Jahr schon E1-Runde gespielt hat, gegen Teams, die im Schnitt ein Jahr älter waren als sie. Aufgestiegen sind sie dabei natürlich nicht, jetzt hauen sie in unserer Gruppe alles kurz und klein -- sie sind in der E1 geblieben. Sind auch fast Hallenkreismeister geworden (noch so ein Unsinn in unserem Kreis).
    Tut mir leid, aber das ist ein Riesenkokolores..


    so geht das auch. ob das sinn macht, schön ist oder wir von goldenen jahrgängen leben, weiss ich nicht.
    ist mir auch egal, weil ich nicht immer über das große ganze nachdenken will. :D


    Naja, wie gesagt, wenn Ihr großen Zulauf genießt, dann ist es nicht verwunderlich, dass Ihr auch im Spielbetrieb erfolgreich seid. Wenn bei Euch jedes Team für sich alleine wurstelt, dann passiert aber auch nicht der Unfug, den es bei unseren Nachbarn gibt, dass nämlich die ersten Mannschaften gepudert werden, die anderen aber selbst gucken müssen, wo sie bleiben.

    andre, nicht verbiegen ist das wort sondern überzeugen!
    verschliesst du dich argumenten, dann ist das für dich verbiegen.
    reflektierts du, trittst ein schritt zurück und erkennst die andere sicht der dinge,
    lässt du dich vlt. durch gute argumente überzeugen.


    Sicher, siebener, man sollte unbedingt auch offen für andere Meinungen bleiben und versuchen, sie zu verstehen und nachzuvollziehen. Aber man trifft halt doch immer mal wieder Zeitgenossen, deren Ansichten den eigenen zumindest in einigen Punkten diametral gegenüber stehen. Mein aktuelles Beispiel ist da die Jugendleiterin des Nachbarvereins, mit dem wir in der nächsten Saison eine Jugendspielgemeinschaft bilden. Zu diesem Thema haben wir uns neulich getroffen. Da wurde dann sowas von deutlich, wie eindeutig gewinnorientiert diese Dame denkt, und zwar bis hinunter in die G-Jugend. Höchstes Ziel ist es, in möglichst allen Altersklassen eine Mannschaft in der höchstmöglichen Liga zu spielen. Dass sie von ehemals knapp dreißig Spielern 'unseres' Jahrgangs nur noch neun übrig hat, während wir unseren Kader bei sechzehn bis zwanzig Spielern (aktuell siebzehn) über Jahre hinweg stabil halten, scheint ihr aber nicht zu denken zu geben. Ebensowenig, dass zwei Spieler von ihnen zu uns gewechselt sind und ihre Mütter, welche sich bei ihnen nie eingebracht hätten, sich vorbildlich engagieren und sich ausdrücklich bei uns bedanken, weil Fußball ihren Söhnen wieder Spaß macht. Bei dem Treffen prallten wirklich Welten aufeinander. Sie wollte gar nicht glauben, dass wir keinen festen Torhüter haben, dass es kein Gerüst von ein paar Stammspielern gibt, die Spieltag für Spieltag um ein paar andere Kinder ergänzt werden. Auch, dass wir bisher noch jedes Spiel der Runde haben bestreiten können, obwohl wir nur zwei Spieler pro Team mehr als die Mindeststärke haben, hat sie sehr gewundert..
    Ihre Einstellung zu ändern, das wäre eine wahre Herkulesaufgabe, wobei eine einzelne Großtat da kaum reichen würde, man müsste wohl eher einen sehr langen Atem haben. Und selbst dann ist es fraglich, ob man Erfolg haben wird.. Normalerweise würde ich es mir nicht antun, unter diesen Voraussetzungen das Traineramt fort zu führen. Aber es gibt halt doch den Respekt vor dem Trainer mit dem Schein. Das, gepaart mit der Tatsache, dass Trainer überhaupt händeringend gesucht werden, und die Trainer daher eine sehr starke Verhandlungsposition haben, bewegt mich dazu, es doch zu wagen. Dabei habe ich nicht vor, mich zu sehr zu verbiegen. Mal sehen, inwieweit ich es durchhalten kann.

    Würdet ihr die Einteilung der Wettkampfstruktur von Horst Wein auch für das Trainign übernehmen? Im Buch wird für die E- Junioren ein 5:5 und für die D-Junioren ein 7:7 vorgeschlagen. Für mich bleibt der Fakt, dass die Kinder viel mehr Aktionen haben, wenn die Spieleranzahl gering ist.


    Mit 5:5 meint Horst Wein Futsal. In der Halle spielen wir (E-Junioren) i.d.R. auch 5:5 mit dem Futsalball und mit Einkicken, also eigentlich Futsal.. Draußen lasse ich Mini-Fußball und 7:7 spielen. Viele meiner Spieler haben das 'große' Spiel lieber als Mini-Fußball, ich sehe da jedoch ganz deutlich, dass die schwächeren Spieler weniger vom Spiel haben als im Mini-Fußball.


    Und was haltet ihr davon auch in der D-Junioren mit einem Ball der Größe 4 zu spielen?


    Wie Don Quijote fände ich es gut, eben weil es von den Proportionen her eigentlich besser passt. Ausgehend von den Daten zur durchschnittlichen Körpergröße von Männern (s. https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rpergr%C3%B6%C3%9Fe) und Jugendlichen (s. http://www.blikk.it/angebote/primarmathe/ma0323.htm) wäre ein Ball mit einem Umfang von 61,5 cm bei D-Junioren passend. Zieht man für das Gewicht auch das Verhältnis der Körpergrößen heran, sollte er allerdings schwerer sein, nämlich ~380 g. Da wäre es aber vermutlich angebrachter, das durchscnittliche Körpergewicht ins Verhältnis zu setzen...


    Bei uns wird aber in der D-Jugend mit einem Light-Ball von 360g der Größe 5 gespielt. Ansonsten hat unser Kreis den Unsinn, auch in der F schon mit Bällen der Größe 5 zu spielen, nicht mit gemacht.

    Oh, da waren sie aber im letzten September, als ich, pflichtbewusst, wie ich bin, zur Kurzschulung "Ich spiele im Feld, ich spiele im Tor" gegangen bin, deutlich besser vorbereitet, da gab es genügend Broschüren für die 72 (!) Teilnehmer. Da waren einige andere neben mir auch pflichtbewusst. ;)


    Der Vorteil der elektronischen Broschüren liegt darin, dass sie leichter zu verfielfältigen sind und daher schnell unters Volk gebracht werden können.. Deshalb hätte ich sie noch lieber als die papiernen.

    Also, bei meinen E.Junioren ist sowohl Licht als auch Schatten dabei. Aber da geht es ja auch noch kaum um die Spielsysteme, ich bin schon zufrieden, wenn sie wirklich alle die meiste zeit über gemeinsam angreifen und gemeinsam verteidigen, das ist ja momentan noch die wichtigste taktische Marschroute, die auch in dieser Altersklasse gut funktioniert. Mit fortschreitender Spieldauer lässt das üblicherweise aber auch nach, weil die Kids einfach müder werden. Und man merkt da ziemlich schnell, wenn zwei Spieler etwas weniger tun, das ist dann von den anderen nur noch schwer zu kompensieren und sie werden teilweise förmlich zu Einzelaktionen gezwungen, weil ein paar der anderen einfach nicht mehr so mitspielen wie vorher. Vielleicht siehst du ja das Pendant dazu in der entsprechend älteren Altersklasse..


    Zu deiner Anmerkung zu vollmundigen Aussagen: ich habe bisher auf so gut wie allen Trainerzusammenkünften erlebt, dass es immer genügend Kollegen gibt, die mit den angeblichen Leistungen ihrer Mannschaft und ihren Trainingsinhalten prahlen. Treffen mehrere solcher Kollegen aufeinander, so schaukelt sich das auch gerne mal hoch. Man sollte das alles nicht für bare Münze und schon gar nicht zu ernst nehmen. Letztlich wird doch überall nur mit Wasser gekocht. Und es kommt sowohl auf den Koch als auch auf die Zutaten an. Eine geeignete Küche ist auch hilfreich. Und das gilt für alle gleichermaßen.

    Werte Trainerkollegen,


    wisst Ihr, ob es die Broschüren zu den Kurzschulungen des DFB (s. http://www.training-wissen.dfb.de/index.php?id=507665) auch zum Download gibt? Die Info-Abende (inkl. Info-Service: http://talente.dfb.de/index.php?id=518941) sowie das Download-Verzeichnis (http://www.dfb.de/index.php?id=503662) kenne ich bereits..


    Hintergrund ist, dass ich in der kommenden Saison in die D-Jugend wechseln werde und mich dazu das Infomaterial der entsprechenden Kurzschulung interessieren würde. Da ich gerade den Trainer C-Breitenfußball im Profil Kinder und Jugend mache, gehe ich aber davon aus, dass sich für mich ein Besuch der Kurzschulung selbst nicht lohnt, da ich davon ausgehe, dass sämtliche Inhalte ausführlicher in dem von mir gerade besuchten Lehrgang durchgenommen werden. Aber die Kurzschulungsunterlagen könnten angenehm kurz und knackig sein.


    Und dann kommt noch meine Sammelleidenschaft dazu... :)


    Beste Grüße,
    tobn

    siebener: Wenn sie es in der ersten Halbzeit gut machen, dann haben sie doch offensichtlich kapiert, wie es geht. Da sollte es, so meine naive Meinung, doch eigentlich reichen, ihnen mitzuteilen, was du bei ihnen in der zweiten Halbzeit beobachtest. Du kannst ja vielleicht sogar ein Schlüsselwort mit ihnen ausmachen, das du dann reinrufst, wenn es deiner Meinung mal wieder soweit ist.. Aber auch wenn das nicht hilft, würde ich mir keine grauen Haare wachsen lassen, wie du selbst sagst geht es ja schließlich nur um die Goldene Ananas.

    Das wichtigste jedoch ist in meinen Augen, dass man Systeme spielerisch erlernt. Hierbei ist es für mich wichtig die richtigen Kommandos zu geben. Ich weiß, die meisten hier sind der Meinung, der Trainer solle am Rand stehen und seinen Mund halten.


    Das kommt auf das Alter an. Im Kinderbereich sehe ich es schon so, dass es besser ist, die Kinder unbeeinflusst spielen zu lassen, als den Joystick auszupacken. Aber auch im Kinderbereich habe ich nichts gegen den gelegentlichen, kurzen Hinweis an die Spieler, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob er insgesamt zielführend ist...


    Ist man aber in der C-Jugend angelangt und stehen gruppen- und mannschaftstaktische Inhalte auf dem Lehrplan, so kann ich mir schon vorstellen, dass gut platzierte, kurze und deutliche Hinweise den Spielern durchaus helfen können. Ständiges Herumdirigieren ist aber, davon gehe ich stark aus, in jeder Alters- und Spielklasse kontraproduktiv. Ich bin zuversichtlich, dass du, Alexbonn, auch nicht so agierst.

    Hallo Dennis, herzlich willkommen im Forum.


    Zu deiner Frage: Wie meine Vorredner bereits schrieben, musst du zunächst einmal gucken, dass du genügend Spieler für die Mannschaftsstärke des Spielbetriebs hast. Überwiegend dürfte in der kommenden Saison D9 gespielt werden, d.h. mit acht Feldspielern und einem Torhüter. Dazu brauchst du noch ein paar Spieler mehr, um Ausfälle kompensieren zu können. Ich für meinen Teil würde es mit der Zahl der Ersatzspieler aber nicht übertreiben, weil ich in der D-Jugend noch versuchen würde, allen Spielern möglichst viel Einsatzzeit zu geben und diese auch möglichst gleich verteilen wollte. Wenn der Kader zu groß ist, sinkt die Nettospielzeit. Ist er aber zu klein, so wirst du häufiger mal Stress haben, weil du gerade genug oder vielleicht sogar zu weniger Spieler hast. Hier spielt auch die Einsatzbereitschaft der Spieler und ihrer Eltern eine Rolle. Wir haben bei uns gerade eine ähnliche Situation, der Übergang zur D steht zum Saisonwechsel an, und unser Fünfzehner- bis Siebzehnerkader geht mit dem Nachbarverein in eine Spielgemeinschaft zusammen, von ihnen kommen bis zu elf Spieler. Klar ist, dass eine D9-Mannschaft gebildet wird, wobei seitens des Nachbarvereins, unter dessen Federführung die JSG in der D-Jugend läuft, eine Kaderstärke von vierzehn oder füfnzehn Spielern favorisiert wird. Da ist dann die Frage, ob es möglich ist, mit den restlichen Spielern auch D9 zu spielen, oder ob auf D7 ausgewichen werden muss.


    Soviel dazu. Ich würde dir noch dazu raten, die Zeit bis zu deinem Amtsantritt zu nutzen, um dich auf die Aufgabe vorzubereiten, vor allem, wenn dies dein erster Trainer-Posten ist. Im Jugendfußball sollte man anders trainieren und auch den Spielbetrieb anders gestalten als im Erwachsenenbereich. Schaue dich doch mal für den Einstieg auf den Trainings-Seiten des DFB um: http://www.training-wissen.dfb.de/, unter Training -> Kinder- und Jugendfußball -> D- bis C-Junioren findest du grobe Orientierungspunkte. Falls du dich sogar dafür erwärmen könntest, wäre eine Qualifizierungsmaßnahme des DFB sogar für dich interessant, schaue mal unter http://www.dfb.de/index.php?id=11284 nach. Die Kosten für eine Qualifizierung trägt häufig der Verein. Ich könnte mir vorstellen, dass die Qualifizierung, solltest du dich für sie entscheiden, zeitlich für dich leichter einzurichten sein könnte, bevor du dein Amt antritts, denn letzteres kann dich schnell zehn Stunden in der Woche oder mehr kosten..


    Viele Grüße,
    tobn

    Wow, Aufstieg in die Regionalliga mit einer B oder dann vielleicht schon A, da weht ein anderer Wind. Das hat schon nichts mehr mit Jugendfußball zu tun und schon garnicht mit Kinderfussball.


    Die B- und A-Jugend hat nichts mit dem Kinderfußball zu tun, einverstanden. Aber warum sollte dieser Alterbereich in der Regionalliga (und mutmaßlich darüber) nichts mit Jugendfußball zu tun haben? Sind die B- und A-Junioren in der Regionalliga nicht auch Jugendliche und eben noch keine Erwachsenen? Sicher, sie sind vermutlich im Schnitt ehrgeiziger, talentierter und fleißiger als ihre Kameraden aus den tieferen Spielklassen. Aber eben nicht älter und daher auch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung ähnlich weit.

    TRPietro: Ich kenne die genaue Situation zu wenig, um beurteilen zu können, wie ich handeln würde. Wenn die übrigen Eltern aus einem ähnlichen Holt geschnitzt sind, wie die, die den Verein verlassen haben, würde ich definitiv die Sache auch sein lassen. Sind sie und ihre Kids hingegen Engel auf Erden, so würde ich vielleicht anders handeln. Das kommt ganz darauf an. Wenn mir die Kids so richtig Spaß machen würden, könnte ich mir vorstellen, sie in der Kleingruppe weiter zu trainieren, da könnte man ja statt normalem Spielbetrieb, der ja nicht möglich ist, sich evtl. mit anderen Vereinen zu Minifußball- oder anderen Turnieren mit Kleingruppenspielen treffen. Wenn es da passt, könnte diese kleine Gruppe so eine richtig zusammengeschweißte Truppe werden. Aus der Ferne ist das nicht zu erkennen.


    Um es deutlich zu sagen: wenn tobias.Hameln feststellt, dass das der letzte Strohhalm war und/oder wenn er unter den bestehenden Voraussetzungen einfach keinen Bock mehr auf den Job hat, dann sollte er aufhören, es ist ein freiwilliges Ehrenamt, er hat jedes Recht dazu. Ich plädiere nur dafür, den Schritt nicht unter dem massiven Einfluss der Enttäuschung über das Hintergehen einiger Eltern zu überstürzen.

    Ich vermute, die Regel, dass ein Spieler an einem Tag nur in einem Spiel und/oder Turnier eingesetzt werden darf, gilt bundesweit. Damit sind irgendwelche Ideen, man könne beiden Veranstaltungen wahrnehmen, ausgeschlossen, es sei denn, ihr setzt im Meisterschaftsspiel gänzlich andere Spieler ein als im Turnier. Wenn Ihr letzteres hingegen hin bekommt, so könnte es klappen. Die Spieler, die beim (später als das Meisterschaftsspiel beginnenden) Turnier spielen, könnten ja auch bereits zum Turnier fahren, bevor das Meisterschaftsspiel beendet ist, und du könntest dann nachkommen.

    Wenn du dich gut mit dem anderen Trainer verstehst, könntest du fragen, ob sie einer Spielverlegung zustimmen würden. Bei uns ist es so, dass der Klassenleiter typischerweise keine Einwände gegen eine Spielverlegung hat, wenn sich beide Parteien einig sind.

    Die Frage von Don Quijote hätte so auch von mir kommen können, danke TW-Trainer, für die ausführliche Antwort. Es hört sich für mich so an, als sprächst du durchaus nicht gegen die Vorgehensweise, die Don Quijote und ich im Kinderbereich wählen, indem wir verschiedene Kinder im Tor spielen lassen. Ich für meinen Teil tendiere auch eher dagegen, nur einem Teil der Kinder die Grundlagen des Spiels im Tor vermitteln zu wollen, und würde sie lieber allen nahe bringen. Leider geht es mir da wie Don Quijote und wohl vielen anderen Trainern auch: uns fehlt die Fachkompetenz im Torhüterbereich und, wie du richtig anmerkst, vom DFB gibt es da für den Kinderbereich nicht viel.. Andererseits gibt es so viel, das man den kleinen Feldspielern vermitteln kann, dass es für viele wohl nicht leicht ist, zeitweise auch auf den Torspieler einzugehen. Ich würde es begrüßen, wenn es Materialien gäbe, die es uns Kindertrainern ermöglichen würden, Übungen und Spiele durchzuführen, die fachlich und didaktisch sinnvoll das Spiel im Tor, als hinterster Verteidiger und als erster Angreifer näher bringen.


    Ein zusätzliches Torspieler-Training für Interessierte wird im Kinderbereich, so vermute ich, nur die völlig Begeisterten reizen, darunter dürften sich dann auch deutlich überproportional Talente befinden. Ein verpflichtender, dritter Fußball-Trainingstermin für alle Kinder ist aber zu viel. Wenn hingegen viele Spieler nur einmal in der Woche das reguläre Training besuchen, weil sie an einem anderen Termin Torhüter-Training machen, das entsprich ja deinem Vorschlag, so würde ich als Nicht-Torwart-Trainer befürchten, dass sie als Feldspieler zurück fallen. Daher würde ich lieber Grundlagen des TW-Trainings im Rahmen des regulären Trainings durchführen, und zusätzlich den Interessierten das zusätzliche TW-Training (bei einem anderen Trainer) anbieten.