Hmm, also meine E-Junioren wenden die Coerver-Moves, die ich ihnen gezeigt habe, durchaus auch im Spiel an. Sicher nicht jeder Spieler und auch nicht jeden Move, aber die Dribbelstärkeren trauen sich schon oft ins 1:1 und probieren ihr Geschick aus. An einen Übersteiger kann ich mich bei meinen Jungs der aktuellen Saison zwar nicht erinnern, aber Wenden, Cuts, die Cruyff-Wende und die sehr gelegentliche Schussfinte gibt es schon. Die Spieler der stärksten Mannschaft in unserer Gruppe zeigen jede Menge Finten, da gehört der Step-Over schon zum Standardprogramm..
Beiträge von tobn
Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!
Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
-
-
[...] die vier wenden [...]
Welche vier Wenden denn, wenn ich fragen darf? -
Im Gegensatz zum Zeitpunkt als ich den Thread eröffnet habe, bin ich derzeit der Meinung, dass wir das Positionsspiel wirklich brauchen. Und das aus mehreren Gründen:
- Ergebnis: Darf man hier eigentlich nicht sagen, ist aber so. Die Kinder belohnen sich zu selten, bekommen viele doofe Tore, [...]
Ich finde das vollkommen in Ordnung. Das Ergebnis ist zwar zweitrangig, dennoch ist es auf Dauer zermürbend, nur zu verlieren, das macht den Kindern auch keinen Spaß und kann auch nicht das Ziel sein. Man muss halt aufpassen, dass man sich von dem unumstritten angenehmen Gefühl des Sieges nicht dazu verführen lässt, der Dunklen Seite der Macht zu verfallen.- flexible Ausbildung: Wie oben erwähnt, haben die Kinder im freien Spiel im Laufe der Zeit feste Positionen eingenommen. Mein Sohn hat als "Schönwetter-Fußballer" in den letzten Wochen verlernt, defensiv zu arbeiten und in Zweikämpfe reinzugehen. Kinder, die von sich aus oft hinten stehen, sind gefrustet weil die anderen immer die Tore machen.
Absolut, ich bin auch der Meinung, dass man als Trainer die Kinder auch dort spielen lassen sollte, wo sie es weniger gerne tun. Mit Bedacht, mit Unterstützung, mit viel Lob, natürlich, und ohne Druck. Aber schon.- Knubbelbildung in der Offensive: Unsere Kinder stehen sich vorne gegenseitig auf den Füßen. Angriffe verpuffen, weil uns der Platz fehlt (jedes Kind bindet ja auch meist einen Gegenspieler)
Jaja, das ist auch ganz normal, das sehe ich sowohl im Fußball als auch im Handball bei meiner Tochter: die Kids, die den Ball haben wollen, laufen gerne mal auf ihre Mitspieler zu, ganz egoistische nehmen ihren eigenen Mitspielern den Ball sogar aktiv ab. Was meinst du, was ich gerade mit meiner E1 freilaufen und anbieten übe? Und das Breitmachen des Spiels bei eigenem Ballbesitz. Ich wage zu behaupten, dass darauf kein Kind von selbst kommt..[Ratschläge der Mütter]
Ein interessanter Aspekt, den ich nach kurzer Überlegung sofort unterstreichen würde.
Ich sehe: wir leben in der selben Welt.
Aber ich denke, Kommunikation ist wichtig und man sollte sich zumindest deren Meinungen anhören
Auf jeden Fall. Ich wage zu behaupten, dass bei uns ein überdurchschnittlich gutes Verhältnis zwischen Trainer-Betreuer-Team und Eltern herrscht, das hat mit aktiver Kommunikation und Meinungsaustausch zu tun.[...] Ich möchte dich nur darauf vorbereiten, dass es sein kann, dass deine Kids die Sache mit den Positionen in zu rigider Form übernehmen.
Ja, das habe ich oben schon beleuchtet. Das ist meine größte Sorge und eigentlich auch der Grund, wieso ich diesen Thread eröffnet habe. Hier muss man ganz feine Antennen haben. Hier fehlt mir sowohl vom DFB als auch hier im Forum Fachwissen und/oder Erfahrungswerte. Das Thema wird fast ein wenig totgeschwiegen. Die Ansage, bei den Bambini frei spielen zu lassen und in der F-Jugend mit einer groben Form des 3-3 zu spielen, reicht einfach nicht. Es fehlt der Übergang.[/quote]
Ja, das sehe ich ähnlich. Den Königsweg kann ich, wie gesagt, leider auch nicht bieten. Ich glaube auch nicht, dass es das eine Erfolgsrezept gibt, das immer wirken wird. Es geht ja eigentlich auch nicht so sehr um das Positionsspiel an sich, sondern vielmehr um die Spielintelligenz. Die Kinder sollen lernen, die Spielsituation zu erfassen, sie einzuschätzen, Prognosen darüber abzugeben, was als nächstes passieren könnte, was die anderen Spielern machen könnten, was davon wie wahrscheinlich ist, und was sie selbst daher am sinnvollsten tun sollten. Das ist unheimlich anspruchsvoll. Und außerdem kennzeichnet es den Übergang vom reinen Egozentriker, wie es jüngere Kinder nun mal sind, zum Team-Player. Das ist schwierig, darin bin ich mir sicher. Und ich behaupte auch, dass viele Trainer ihren Spielern zu viel zutrauen, wenn sie von ihren F'lingen behaupten, sie seien schon richtige Team-Player. Ich denke, in vielen Fällen ist da das gewünschte Verhalten antrainiert und wird dazu noch durch die getönte Brille gesehen..
Gibst du dir dafür selbst die Schuld?
Wofür genau? Dafür, dass diese Truppe so ist, wie sie ist? Nein, eher nicht. Sicher habe ich auch einen Anteil an der Entwicklung der Kinder, aber man sollte seinen Einfluss als Trainer auch nicht überschätzen. Wir haben unterschiedliche genetische Voraussetzungen, außerdem spielt das Elternhaus bei der kindlichen Entwicklung eine ganz große Rolle. Gerade bei Bekannten mit drei Adoptivkindern erkennt man den Einfluss der Vererbung ganz deutlich, das bestätigt sich auch in den vielen Ähnlichkeiten, die ich zwischen meinen Spielern und ihren Eltern sehe, wir kennen uns ja nun schon seit mehr als fünf Jahren..Was aber nicht heißen soll, dass man als Trainer keinen Einfluss hat, ganz und gar nicht. Man kann vor allem sehr leicht sehr viel kaputt machen. Aber in der Förderung der Kinder sind einem Grenzen gesetzt, die man erkennen muss und auch zu akzeptieren lernen muss. Die Kunst besteht darin, sich davon nicht entmutigen zu lassen. Und stets die richtige Abwägung zwischen Fördern und Fordern zu finden.
Ich habe mit meiner Truppe ein wenig Glück gehabt. Ich habe ihm zweiten Bambini-Jahr die zehn stärksten von 15 05er-Kinder in die G1 mitgenommen. Die scheinen auch alle etwa gleich stark zu sein und ziehen meist voll mit (beim Training und Spiel fehlen die Kinder nur bei Krankheit, meist sind wir vollzählig). Dadurch das die Kinder in etwa das gleiche Niveau haben, pushen sie sich natürlich auch gegenseitig. Konkurrenz belebt das Geschäft

So ähnlich war das damals bei uns auch. In der F stießen dann aber noch Kinder hinzu, in der E auch. Und man hat auch den einen oder anderen Abgang. Die Schere in der Leistung geht mit zunehmendem Alter typischerweise weiter auseinander, die Späteinsteiger hinken auch oft länger hinterher. Ich sah und sehe immer noch einen Teil meiner Aufgabe darin, allen Kindern, die das Interesse daran haben, den Fußballsport näher zu bringen, auch den schwächeren, und bin davon überzeugt, dass das auf dich auch zutrifft. So hat sich unser Kader aber entwickelt und diversifiziert.Die stärksten Bambini-Mannschaften unsere Gegend, die in etwa so stark wie wir sind (wir haben in dieser Saison bis jetzt nur zwei Spiele verloren, diese Gegner aber im Hin- bzw. Rückspiel geschlagen), haben meist ein, zwei starke Individualisten, wir hingegen kommen über das Kollektiv. Bei uns strahlt jedes Kind Torgefahr aus. Bei uns hat kein Kind (ich habe es nicht genau nachgehalten) mehr als 30 Tore, dagegen mindestens die Hälfte der Mannschaft mehr als 10 und alle anderen (selbst die Torhüter) mindestens 3.
Toll, aber, wie du selbst sagst, auch Glück. Man sucht sich seinen Kader schließlich nicht aus. Die anderen Teams haben insofern vielleicht auch nur andere Voraussetzungen als ihr.Ich erwähne das nicht, um mich/uns zu feiern, sondern als klares Plädoyer für den DFB-Ansatz.
Davon, dass der Ansatz richtig ist, bin ich auch überzeugt.Hast du schon das Buch von Horst Wein gelesen? Ich kann es nur empfehlen und würde es dir gerade jetzt, zum Übergang in die F-Jugend, stark ans Herz legen. Sein Thema ist gerade im F-Alter die Förderung der Spielinteligenz, das ist eigentlich genau das, was du willst.
-
Hey Schimi
Nein, ich habe keine Bedenken wegen der einseitigen Ausbildung, eher im Gegenteil. Das freie Spiel hat bei uns über 1,5 Jahre dafür gesorgt, dass die Kinder sich mit der Zeit selbst feste Positionen geben. Indem ich jetzt eingreife, Positionsspiel vorgebe und dabei routiere, wird die Ausbildung für die Kinder wieder flexibler

Aus der Ferne betrachtet denke ich, dass es sinnvoll ist, der sich einschleichende Etablierung von gewohnheitsmäßig besetzten Positionen Einhalt zu gebieten. Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber ich beobachte, dass dann die guten Spieler und die typischen Rädelsführer sich ihre Positionen aussuchen und dem Rest das zuweisen, was übrig ist. Oder letztere sich halt einfach in die noch freien Nischen ausweichen.Wir hatten es in G und F leider versäumt, alle Kinder zu rotieren, stattdessen haben wir viele Kinder überwiegend ihren scheinbaren Fähigkeiten entsprechend eingesetzt. Es gab dadurch ein paar Spieler, die für bestimmte Positionen quasi fest gebucht waren. Und dann gab es ein paar, die auch nicht so fest gelegt waren, die dann mal hier, mal dort spielten. Als ich dann im ersten E-Jahr gezielt die Rotation einführte, gab es dann vor allem einen Spieler, der damit gar nicht klar kam. Bis dahin hatte er ausschließlich als Stürmer gespielt, wollte er auch so, plötzlich sollte er auch verteidigen.. Das hat sicher dazu beigetragen, dass er uns schließlich verlassen hat. Da ich die Rotation für absolut sinnvoll halte und von ihr nicht abweichen möchte, ziehe ich daraus die Lehre, dass ich früher mit der vom Trainer vorgeschriebenen Rotation beginnen würde, als wir es taten. Deine Situation mag diesbezüglich aber eine andere sein.
Meine Bedenken gehen in die Richtung, dass ich es eigentlich nicht gut finde, dass bei den Bambini schon taktisch "gemauert" wird. Mich hat das bei unsere Gegner auch immer geärgert.
Was dieses Thema betrifft, liege ich mit meinem Co-Trainer etwas über Kreuz. Wir haben unsere aktuell siebzehn, vormals und bald wieder achtzehn Spieler in zwei Mannschaften aufgeteilt, von denen er bei den Spielen das eine und ich das andere Team betreue. Er legt stets Wert auf eine stabile Defensive, stellt den stärksten Spieler also meistens in die hintere, mittlere Position im 3-3-System, und rotiert auch deutlich weniger als ich. Bei mir spielt in jedem Spiel ein Anderer im Tor und bis auf einen, der von sich aus gesagt hat, dass er lieber hinten als vorne spielt, spielt auch jeder mal hinten und mal vorne. Ich behaupte, er traut sich noch nicht, das auch zu tun, bzw. lässt sich davon zu sehr einschüchtern, dass es zunächst einmal ganz furchtbar aussehen wird. Wobei ich meine, bei 'meinen' Spielern erkennen zu können, dass sie, wenn auch erst langsam und allmählich, ein Verständnis dafür entwickeln, wie man sich auf den verschiedenen Positionen sinnvoll verhält. Da gibt es auch Ausreißer, aber insgesamt gefällt mir die Entwicklung.Bei meinem Co wird immer mal wieder in den Feldrundenspielen Beton angerührt, vor allem, wenn es gegen Mannschaften geht, die ähnlich stark oder stärker sind. Wenn er mir davon erzählt, äußere ich mich nie begeistert, muss aber eingestehen, dass sich seine Spieler sicher mehr über einen 1:0-Sieg freuen als sie es über eine 2:5-Niederlage täten. Sein Problem ist, dass die meisten seiner Spieler kaum Torgefahr ausstrahlen. Da sich das nicht kurzfristig ändern lässt, die Defensivstrategie aber unmittelbar umgesetzt werden kann, hat er sich für diesen Weg entschieden.
Ich habe mein Team auch schon mal sehr defensiv eingestellt: gegen den Spitzenreiter unserer Gruppe, der nach fünfzehn Partien bereits ein Torverhältnis von 144:12 hat, habe ich die Jungs, nachdem wir gegen denselben Gegner im Pokal ein paar Wochen zuvor mit offenem Visier mit 2:18 verloren hatten, im Tannenbaum angeordnet, d.h. drei defensive Spieler, davor in die Zwischenräume noch zwei Spieler, und nur eine Spitze. Ich gab ihnen auch den Rat, sich soweit zurück zu ziehen, dass die hintere Reihe auf Höhe des Strafraums steht, die Spieler davor nicht weit davor, wenn die Gegner in Ballbesitz sind, und sie erst in der eigenen Hälfte, dafür aber energisch und gemeinsam anzugreifen. Nur so hatten meine (bis auf einen) nicht sonderlich spritzigen Spieler eine Chance, gegen diesen technisch ungeheuer starken und kombinationssicheren Gegner nicht hoffnungslos ausgespielt zu werden. Distanzschüsse habe ich bewusst einkalkuliert, diese sind aber in der E-Jugend nicht mehr so gefährlich wie noch zu G- und F-Zeiten, weil die Torhüter inzwischen überwiegend die Latte erreichen können. Zur Halbzeit stand es dann auch tatsächlich 'nur' 0:3. Mitte der zweiten Halbzeit ging dann bei uns hinten die Ordnung aber zunehmend verloren, es sind schließlich auch nur Zehnjährige, unser Torhüter verlor auch währenddessen für ein paar Minuten die Lust, so dass das Spiel am Ende 1:9 ausging. Das ist aber insofern anders als bei Euch, als dass wir zwar gemauert haben, aber die spielstärkere doch, und wie ich finde, auch deutlich genug gewonnen hat.
Diese Spielweise ist bei meinem Team die große Ausnahme, so richtig diszipliniert ist die Abwehrarbeit meiner Spieler, wie in ihrem Alter auch nicht anders zu erwarten, meistens nicht, obwohl ich da, wie gesagt, durchaus langsam Verbesserungen feststelle, wenn auch immer mal wieder ganz schlimme Rückfälle dabei sind.. Daher haben wir auch schon gegen zwei Teams schlecht ausgesehen, die mit der von dir beschriebenen Taktik operierten: einsamer, spielstarker Stürmer vorne, von hinten wird der Ball eigentlich nur rausgeholzt. Wobei man sagen muss, dass das in der E-Jugend bei den meisten Teams dann durchaus schon planvoller aussieht, als ich es bei dem Bambini vermute. Das ist dann teilweise wie bei Gladbach, d.h. es wird von einem oder zwei Spielern halt sehr schnell in die Offensive umgeschaltet, wenn dann deine Abwehrspieler etwas reaktionsschwächer und auch nicht so hyperschnell sind, dazu noch nicht begriffen haben, dass man solche Defizite durch entsprechendes Stellungsspiel kompensieren muss, dann fängst du dir halt ein paar blöde Gegentore..
Grund: Man greift in deren Spielewelt ein, nimmt ihnen den Spaß, Kreativität und Spielfreude. Die Kinder, die bei unseren Gegner hinten stehen, wirken oft lustlos, unmotiviert und ausgenutzt (für die goldene Ananas). Sie gehören oft zu den schwächeren Kindern, sollen nur die Bälle hinten rauskloppen, dürfen nicht über die Mittelinie und stehen jedes Wochenende da. Das ist weder kindgerecht, noch fördert das deren Entwicklung und Ausbildung.
Da stimme ich dir voll und ganz zu, wobei ich durchaus auch die Beobachtung gemacht habe, dass man einigen, eher schwächeren Kindern durchaus entgegen kommt, wenn man sie anfangs eher hinten postiert. Da sind die Aufgaben einfacher, zwar ist es auf Dauer nicht zielführend, den Ball nur weg zu schlagen, aber das bekommen auch die Schwächeren hin und gewinnen so an Sicherheit. Man darf aber, und da schere ich dann wieder ein, das nicht zum Dauerzustand werden lassen, d.h. man muss auch bei diesen Kindern die Ballfertigkeit, die Koordination und die Spielintelligenz fördern.Und genau da habe ich immer Bedenken gehabt. Ich habe letztens mit einem E-Jugend-Trainer (02er Jahrgang) aus unserem Verein gesprochen. Ein netter und ruhiger Typ. Seine Mannschaft ist relativ stark, ich schätze ihn als relativ "menschlich" und fair ein. Ich denke, die Kinder haben es bei ihm gut, man sieht ihnen an, dass sie gerne Fußball spielen. Bölken am Spielfeldrand gibt es nicht.
Aber auch er hat mir berichtet, dass die Abwehrspieler in seinem 2-3-1 (spielt er seit den Bambini) nicht mit nach vorne gehen und das Fußball spielen aufhören, sobald der Ball über die Mittellinie ist. Die spielen das jetzt seit fünf Jahren und er kriegt es nicht mehr raus. Ich denke, der Schritt zu ballorientierten Verteidigung im Mannschaftsverbund in der D-Jugend wird für diese Mannschaft - trotz ihrer Qualitäten und des guten Arbeitsklimas - nicht leicht.
Hmm, mag sein, es könnte aber auch sein, dass das eine ganz normale Entwicklung ist. Ich bin mal gespannt, wie es bei dir wird.. Derzeit neige ich dazu zu meinen, dass es einfach auch Unterschiede in den Kindern gibt, was ihre Begeisterung, ihre Laufbereitschaft, ihren Ehrgeiz, etc. anbelangt, die unseren Bemühungen Grenzen setzen.Und genau deswegen habe ich damals auch diesen Thread eröffnet. Wie leite ich sanft und ungezwungen den Übergang zum Positionsspiel ein. Wie bekomme ich die Kinder dahin, dass sie relativ geordnet im Raum stehen, aber ihr "alle verteidigen - alle greifen an"-Prinzip nicht aufgeben.
Ich befürchte momentan, dass es diesen Königsweg nicht gibt. Ich habe zwei Spieler in meinem Team, wenn ich sie klonen könnte, dann hätte ich ein Team, die dem Ideal schon ziemlich nahe käme. Und dann habe ich ein paar, von denen ein ganzes Team noch ähnlich spielen würde, wie man es im Kindergartenalter sieht.. Und dann habe ich noch den Löwenanteil, der sich zwischen diesen Polen befindet. Da gibt es mal Licht, mal Schatten, verschiedene Stärken und Schwächen, das ist individuell sehr verschieden. -
jumpinjack68: Ich vermute auch, dass dein Training momentan noch zu übungslastig ist und die Kids teilweise wohl auch überfordert. Füge mehr Spielformen ein, lasse sie, wenn möglich, zum Abschluss der meisten Übungen aufs Tor schießen, und nutze ihren Wettkampfgeist. Korrigiere bei ihnen zwar, aber nicht zu viel auf einmal, sondern bleibe bei dem Schwerpunkt. Und lobe sie, wenn sie von deinen Korrekturen auch nur ein bisschen umsetzen. Wenn du sie nicht lobst, bekommen sie schnell den Eindruck, sie könnten es eh nicht, und werden die fragliche Disziplin ab dem Zeitpunkt meiden, wodurch sie auch nicht besser werden..
-
Die Staffelleiter sind angehalten, die kleinen Gruppen jeweils nach Spielstärke wieder zusammen zu mixen. Dies mag nicht immer gelingen, aber spätestens nach einer halben Saison erfolgt wieder eine neue Staffelzusammenstellung.
Ich muss es noch mal sagen: für Hessen gilt das nicht, zumindest nicht überall, bei uns jedenfalls nicht, und bei Don Quijote, zwei Kreise weiter, auch nicht. Hier wird schon in der E1 mit Auf- und Abstieg zwischen Kreisklassen und -liga gespielt, da aber fast ausschließlich Jahrgangsmannschaften antreten, werden Auf- und Abstieg stets an den folgenden Jahrgang vererbt. Und so gibt es Jahr für Jahr groteske Abschlusstabellen, in denen eine bis drei Spitzenteams nahezu oder sogar dreistellig positive Torverhältnisse und nahezu die maximale Punktausbeute eingefahren haben, während es ungefähr ebenso viele Mannschaften gibt, die gar nicht oder allerhöchstens zwei, drei mal gewonnen haben, nämlich gegen ihre direkten Tabellennachbarn.. Nach welchen Vorgaben die hiesigen Klassenleiter verfahren, ist mir schleierhaft, abgesehen von der, wie ich meine, völlig sinnlosen Auf- und Abstiegsregelung.. -
nur eine Frage noch: beim 3-3 vermute ich, das ich NICHT sage, wer links, mittig, rechts spielt - oder liege ich da falsch?[/quote]
Wie Bondscoach auch würde ich die Positionen im Spiel gegen andere Vereine vorgeben. Im Trainingsspiel variiere ich da immer mal wieder. Mal gebe ich den Kids bewusst gar nicht die Zeit, das auszumachen, indem ich den Ball direkt aufs Spielfeld werfe. In anderen Spielen lasse ich ihnen ein wenig Zeit, um sich selbstständig zu sortieren. Da dabei aber nicht selten ein paar wenige Wortführer die Einteilung vornehmen und die Gefahr besteht, dass es auf Dauer einseitig wird, übernehme ich ab und an auch mal die Aufteilung. Manchmal gebe ich auch das Kommando, dass hintere und vordere Reihe tauschen müssen. Außerdem rotiere ich meistens alle paar Minuten die Torhüterposition, da besetzt dann der Torhüter meist die Position des Spielers, der ihn ablöst. Zur Zeit gefällt mir das eigentlich ganz gut.. -
Hi Schimanski
Der Erfolg der Maßnahme macht doch Hoffnung, freue dich ruhig darüber. Du rotierst ja weiter fleißig zwischen vorne und hinten, da sehe ich nicht das Problem, dass es nicht kindgerecht sein könnte. Das wäre es, wenn du die Spieler immer wieder auf die selben Positionen stellen und somit einseitig ausbilden würdest. Lasse dich von den zwei Müttern nicht zu sehr beeinflussen. Meiner Erfahrung nach sehen Mütter häufig noch mehr als Väter vor allem ihr Kind und machen zumeist Vorschläge, die auf die Verbesserung der Situation eben ihres Kindes zugeschnitten sind. Dabei sehen sie die Spiele aber oftmals durchaus anders als die Trainer.
Bei vielen meiner Kids (ältere E-Jugend) war es und ist es noch ein Problem, ihre Position richtig zu interpretieren. Viele neigen dazu, sie so zu verstehen, dass die drei Spieler der hinteren Reihe grundsätzlich nur Abwehrarbeit leisten, sobald es nach vorne geht, wandern sie sehr gemächlich nach vorne und fühlen sich so gut wie nicht mehr für das Spiel zuständig. Manche bleiben auch kurz vor der eigenen Strafraumlinie stehen. Umgekehrt sind viele der Meinung, die vordere Reihe sei nur für den Angriff zuständig und das Verhindern von Gegentoren Sache der hinteren. Sie wissen es eigentlich besser, aber es widerspricht ihrer eigentlichen Sichtweise. Da wirft bspw. der Spieler links vorne demjenigen links hinten vor, das Gegentor nicht verhindert zu haben, dabei war für mich als Trainer klar, dass das nicht zuletzt daran lag, dass ersterer Spieler letzterem Spieler nicht geholfen hat. Und umgekehrt bietet sich kein Spieler der hinteren Reihe aktiv für einen Rückpass der vorderen Spieler an, wenn diese sich in der massierten Abwehr des Gegners verstricken.
Das wird bei meinen Jungs zusehends besser, wenn auch mit dem einen oder anderen deutlichen Rückschlag, der dann dafür richtig schmerzt. Ich möchte dich nur darauf vorbereiten, dass es sein kann, dass deine Kids die Sache mit den Positionen in zu rigider Form übernehmen.
Noch eine letzte Bemerkung zu meinen Spielern: bei den acht Spielern in meinem Team ist nur einer dabei, der richtig Verantwortung übernimmt, der den Ball immer haben will, der stets im Spiel dabei ist, der jeden Ball erobern will. Die anderen sind eher Mitläufertypen, drei von ihnen haben überhaupt kein Interesse an Defensivarbeit, fünf sind sehr lauffaul (es gibt Überschneidungen), drei sind als nicht unbedingt hochgradig begabte Späteinsteiger technisch schwach und dementsprechend wenig selbstbewusst. Das sind alles Gründe dafür, dass es bei uns immer wieder mit dem gemeinsamen Verteidigen und dem gemeinsamen Angreifen hapert. Bei einer Truppe aus mehr begeisterten und weniger Mitläufertypen sieht es schnell anders aus.
Wie man die Mitläufer dazu bekommt, mehr Initiative zu zeigen, das frage ich mich schon länger. Und glaubt mir, ich lasse die Kids so gut wie immer in kleinen Gruppen spielen. Das alleine hilft nicht.. Vielleicht mache ich dazu mal einen eigenen Thread auf, mal sehen..
-
Was wäre ein Beleg für eine schlechte Jugendarbeit?
Eine sehr hohe Fluktuation könnte ein Hinweis darauf sein. Ansonsten gibt es, wie ich meine, recht wenige Indizien, die man schnell erkennen kann. Daher meine ich ja, dass man die Qualität der Jugendarbeit eines Vereins nur schwer von außen anhand von Blicken auf Tabellen, Ergebnisse oder durch die Beobachtung einzelner Spiele erkennen kann. Außerdem verfolgen verschiedene Vereine ja auch unterschiedliche Ziele, dementsprechend muss die Qualität ihrer Arbeit auch unterschiedlich bewertet werden. Ich wehre mich aber entschieden dagegen, dass sportliche Erfolge völlig unkritisch mit guter Jugendarbeit gleich gesetzt werden. Ich kenne viele engagierte und gute Trainer, deren Mannschaften sportlich weniger erfolgreich sind. Und ich kenne einen Verein mit einer Jugendarbeit, die im Kinderbereich teilweise richtig schlecht ist (aus meiner Sicht zumindest), der aber sehr wohl sportlich erfolgreich ist. -
Nicht grundlos ist die Nachwuchsarbeit beider Vereine eine der besten der Welt.
Woran machst du diese Aussage fest? Und von welchen Jugendklassen sprichst du? Wie unterscheidet sich die Nachwuchsarbeit dieser Vereine von der anderer?Mir kommt es oft so vor, als würden tabellen- und ligatechnisch erfolgreiche Jugendmannschaften häufig als Beleg für gute Jugendarbeit des jeweiligen Vereins betrachtet. Es mag zwar sein, dass beides zusammen fällt, einen zwingenden kausalen Zusammenhang sehe ich da aber nicht..
-
Also liebe Trainer möcht mich nur mal erkundigen was eure gedanken sind
Im grunde würde ich 6 gegen 8 spielen um viele angriffe einzuleiten und somit spielnahe situationen
Provozieren. Die 6 spielen eine viererkette plus zwei 6er und der angriff zwei zentrale plus 2 flügel spieler
Meine angst ist nur das die stürmer weniger kontakte mit dem ball haben werden.
Wie ich guenter schon schrieb, scheint mir das ein Thema zu sein, das frühestens so ab C-Jugend angesiedelt sein dürfte. Dort fehlt mir die praktische Erfahrung, weshalb ich dich bitte, meine Meinung entsprechend zu bewerten..Ich würde mich dicht am Thema halten: wenn zwei Spitzen explizit genannt werden, würde ich auch mit zwei Spitzen spielen. Ansonsten finde ich, dass bei einem 6-gegen-8 sehr viele Spieler auf dem Platz sind, so dass die Schärfe der Behandlung des Themas leiden könnte. Ich habe mal das Buch "Erfolgreich Angreifen" von Dirk Reimöller (http://www.amazon.de/Erfolgreiches-Angreifen-Spielsysteme-Spielaufbau-Torerfolg/dp/300018905X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1332501344&sr=8-1) aufgeschlagen, da geht es ab S. 150 im Kapitel zur Gruppentaktik um das Thema: "Am Flügel: Hoher Gegnerdruck, zwei Spitzen", ab S. 168 dann: "Im Zentrum: Hoher Gegnerdruck, zwei Spitzen, Ball im Zentrum", ab S. 178 "Im Zentrum: Hoher Gegnerdruck, zwei Spitzen, Hereingabe". Diese verschiedenen Situation werden analysiert, mögliche Lösungen präsentiert, und dann Übungs- und Spielformen genannt. Für den zweiten Fall bspw: "Spielform: 2-gegen-2 auf 2 Tore" und "Spielform: Zonen im Zentrum", den Scan füge ich mal als Angang bei.
-
zur Ausbildung der Stürmer wird hier in Relation zu anderen Bereichen sehr wenig geschrieben.
klar ist es einfacher, die 4er Kette zu trainieren, 1;1, Passpiel usw.
Du sagst es. Außerdem gibt es im Kinderfußball da nicht so viele stürmerspezifische Inhalte, und viele hier sind nun mal Kindertrainer..aber fast alle Mannschaften beklagen das Fehlen von guten Stürmern
seht ihr die spezielle Ausbildung der Stürmer nicht für so wichtig?
Nein, natürlich nicht.traut ihrt euch an das Thema nicht ran?
Schon eher.könnt ihr es etwa nicht?
Ich für meinen Teil fühle mich dazu nicht als Autorität, zumindest nicht, wenn es um B- oder A-Junioren geht. Und auch für den C-Bereich würde ich mich erst mal schlau machen wollen.spielt ih deshalb mit immer weniger echten Spitzen?
Ich tatsächlich schon, aber ich habe auch eine E-Jugend.
wohlgemerkt; das übliche Torschusstraining ist für mich kein Stürmertraining.
Stimmt schon, das reicht nicht, aber ein starker Abschluss ist für einen Stürmer sicher wichtiger als für einen Verteidiger.hab mich die Woche mit einem wirklich guten jungem Trainer unterhalten, der seine Mannschaft von G-C trainiert hat, mit dem absolutem Schwerpunkt
die Jungs spielerisch auszubilden. sich ganz stark an die Anforderungen des heutigen Kinderfussballes gehalten hat.den einzigen echten Stürmer den er hat, ist aus dem Nachbarverein dazugestossen.
obwohl die Mannschaft spielerisch richtig gut ist, sie spielt z,B. für eine C-Jugend eine sehr guter 4er Kette, fragte er mich, was er falsch bzw. anders hätte machen müssen.
Das ist ein einzelnes Beispiel. Ich denke, man wird auch Beispiele für Mannschaften finden, die ein Überangebot an Stürmern und dafür zu wenige defensive Mittelfeldspieler haben. Daraus kann man, denke ich noch lange keine Regel ableiten.ich wusste keine Antwort.. kennt ihr eine? oder muss man immer warten, bis ein Stürmer geboren wurde?
Ich denke schon, dass ein 'richtiger' Stürmer gewisse Eigenschaften braucht, die er einfach genetisch mit bringen muss. Dazu muss er technisch sehr gut sein, vor allem, um den Ball auch unter Gegnerdruck ratzfatz unter Kontrolle zu bekommen. Er muss gut antizipieren können und braucht eine gute Spielintelligenz. Überhaupt muss er gut mit Drucksituationen zurecht kommen. Diese Kombination ist nicht sonderlich häufig anzutreffen.Viele Grüße,
tobn -
Rein rechnerisch klingt die Bildung von drei Mannschaften auch für mich am sinnvollsten. Mit elf Spielern pro Team seid Ihr, bei sieben, die sich gleichzeitig auf dem Platz befinden, für meine Begriffe schon recht gut gegen Krankheiten und andere Ausfälle gefeit. Wenn es doch mal mehr als vier Spieler erwischen sollte, dann liegt das vermutlich an einer Schul- oder ähnlichen Veranstaltung, die man bereits vorab in die Planung einbeziehen kann -- in solchen Fällen ist bei uns eine Spielverlegung kein Problem. Insofern hätte ich auch die Hoffnung, dass Ihr nur selten in die Verlegenheit kommt, dass eine Mannschaft bei der anderen nachfragen muss, ob ausgeholfen werden kann. Wenn Ihr mit dem Trainer der 02er eher über Kreuz liegt, dann dürften solche Situationen schwierig sein... Ihr könntet versuchen, feste Regeln zu formulieren, die diese Themen adressieren, dann aber wohl am besten schriftlich. Ob das dann etwas hilft, wenn es zur Probe aufs Exempel kommt, wage ich allerdings zu bezweifeln, Knatsch wird es geben, wenn Eure Interessen divergieren und Ihr Euch nicht grün genug seid. Um die Wahrscheinlichkeit, dass es zu der problematischen Situation kommt, besser einschätzen zu können, müsstet Ihr mal überlegen, für wie zuverlässig bzw. an den Pflichtspielen interessiert Ihr die ca. 22 Kinder haltet, aus denen sich die zweite und die dritte Mannschaft rekrutieren. Denn neben krankheitsbedingten gibt es ja auch noch die Ausfälle aufgrund von Geburtstagen, Familienausflügen, Kurzurlauben, konkurrierenden Sportveranstaltungen, etc.
Zur Begleitung zu den Spielen: Ihr seid ja zwei Trainer, die das übernehmen könnten. Ich würde mich darum bemühen, dass es ein oder zwei Elternteile gibt, die Euch vertreten könnten, wenn Ihr mal nicht könnt. Ich habe aber auch in der Vergangenheit schon Spiele verschoben, wenn ich z.B. berufsbedingt nicht verfügbar war. Eine andere Möglichkeit wäre, dass die Betreuung in einem solchen Fall doch einer der drei Betreuer der 02er übernimmt, evtl. sind sie dazu ja bereit, wenn es die Ausnahme bleibt..
-
Herzlichen Glückwunsch auch von mir!
Danke.Mich hat jedoch das Thema etwas verunsichert Ballan - und mitnahme bei flachen Zuspiel. Ich bin der Meinung das es im Fußball keine annahme sondern nur noch mitnahme geben darf - speziell bei flach gespielten Bälle. Was sagt ihr denn dazu?
Nun, das Thema ist, wie es ist, und so von oben vorgegeben, daran wird nicht gerüttelt. Man sollte auch tunlichst aufpassen und sich nicht von dem Thema entfernen, einer der zwei Kandidaten, der bei uns durchgefallen ist, erlitt dieses Schicksal, weil er nach Ansicht der Prüfer das Thema verfehlt hatte. Bei ihm ging es um das Angriffsspiel über außen, hat er auch gemacht, aber den Prüfern war seine Hütchenreihe, die den äußeren Bereich abgrenzen sollte, nicht weit außen genug. So sagte er es zumindest. Da es sich bei der Lehrprobe um eine Prüfung handelt, ist es ratsam, eher auf Nummer sicher zu gehen als seine Kreativität und Genialität demonstrieren zu wollen.Zu deiner eigentlichen Frage: das ist, denke ich, ein Stück weit Wortklauberei. Ich meine, die Ballannahme gehört auf jeden Fall dazu, sie findet nämlich in dem Moment statt, wenn sich Ball und Fuß (oder anderes Körperteil, zumindest bei hohen Zuspielen) berühren. Eine schnelle und kontrollierte Mitnahme setzt eine geeignete Ballannahme voraus, d.h. eine, die den Ball nach unten drückt und ihm das genau richtige Tempo gibt, um die anschließende Aktion optimal durchführen zu können. Nun kann man überlegen, ob der erste Kontakt schon zur Mitnahme gehört. Ich habe an einigen Stellen, maßgeblich hier im Forum, gelesen, dass man erst dann von einer Ballmitnahme spricht, wenn dem ersten noch ein oder zwei weitere Kontakte folgen. Ich kann dir insoweit folgen, dass eine reine Ballannahme, im Sinne von Ball-tot-stoppen, heute nicht mehr gern gesehen wird. Ich kann mir sogar vorstellen, dass die Aufgabe deshalb bewusst die Ballan- und -mitnahme fordert, und dass das so gemeint ist, dass beide zusammen gehören und nicht getrennte Tätigkeiten sind.
-
Anekdote am Rande: Im Fussball ist doch heile Welt mit max. 2-stelligen Ergebnissen. Ich frage mich, wie sich die Jungs aus der Handball E-Jugend aus Gedern nach Ihrer 1:396-Klatsche gefühlt haben, siehe Spiel Nr. 52 auf http://www.sis-handball.de/web/AktuelleSeite/default.aspx?view=AktuelleSeite&Liga=001512504501502504505000000000000002000&clear=1 Zur Ergebnisfindung wird die Anzahl der Tore mit der Anzahl der Torschützen multipliziert, um zu verhindern, dass ein guter Spieler das komplette Spiel dominiert.
Ja, das Handballteam meiner Tochter hat am letzten Sonntag auch ein Spiel mit 180:8 und ein weiteres mit 150:0 gewonnen.. Das ist da aber, glaube ich, weniger schlimm, weil in dieser Altersklasse noch in Turnieren gespielt wird, da sind die Aufeinandertreffen der schwächeren Teams deutlich ausgeglichener..Zu den inhomognenen Klasseneinteilungen haben wir ja schon oft diskutiert. Eigentlich muss das doch auch dem allerletzten Klassenleiter bei der Sichtung der Wochenendergebnisse auffallen, dass da etwas schief läuft. Wahrscheinlich ist es pure Trägheit, dass das nicht geändert wird.
Außerdem war früher ja auch nicht alles schlecht. Außerdem hammer des doch schon immä so g'macht, da könnt ja gleisch jedä kommen..
-
-
-
Sie ist beidfuessig, allerdings hat sie mehr oder weniger kein Spielverstaendnis.
Sie ist eine eher schuechternes Maedchen. Genau so spielt sie leider auch. Sie ist bei den Zweikaempfen nie rechtzeitig am Ball oder sehr passiv.
Es könnte sein, dass ihre Schüchternheit und mutmaßlich geringes Selbstbewusstsein der Grund dafür sind, sie weiß einerseits nicht so richtig, was sie tun soll und macht dann lieber gar nichts, als einen Fehler zu machen. Und sie hat evtl. auch nicht das Gefühl, so wichtig für den Erfolg zu sein wie die anderen. Das kennt wohl jeder, wenn die Mitspieler einem besser vorkommen, als man selbst es ist, nimmt man sich zurück.Daher würde ich erst einmal an ihrem Selbstbewusstsein arbeiten und versuchen, sie dazu zu bringen, ihre Schüchternheit zumindest ein Stück weit abzulegen.
Heute habe ich die Moeglichkeit ein einzeln Training mit ihr zu machen.
Allerdings brauche ich eine Uebung, die mit 2 spielern funktioniert und sich auf den zweitkampf bezieht, oder auf das active zweikampf verhalten.
Ich finde die mir bisher bekannten 1v1-Übungen aus dem Coerver-Programm sehr gut, schau mal hier: https://www.youtube.com/watch?v=jk78JhimWus. Ich denke auch, dass das 1-gegen-1 gerade in der Situation dieser Spielerin ein guter Ansatz ist. Passe aber auf, dass du sie nicht gleich zu Beginn mit zu vielen Forderungen überforderst, sondern gehe schrittweise vor und gib ihr genügend Gelegenheit, das Erlernte auch zu erproben und zu verfestigen. Packe also in dieses Einzeltraining nicht zu viel hinein und sorge dafür, dass sie genügend Erfolgserlebnisse hat. -
Unter anderem mit einem solchen Vorgehen hat es unser Nachbarverein geschafft, seinen 2001er Kader von ca. dreißig Kindern zu jungen F-Jugendzeiten auf inzwischen noch neun Spieler plus zwei Aushilfskräfte einzudampfen. Dazu kamen noch Trainerwechsel, Animositäten zwischen Eltern und Trainern, klare Bevorzugung der Mannschaft der Stärkeren, usw. Da haben jede Menge Kinder mit dem Fußball ganz aufgehört, die wahrlich keine schlechten Kicker waren und es auch weiterhin wären...
-
Natürlich nehmen die Kinder auch aus der größten Niederlage ewtas mit, verlieren gehört auch dazu. Aber es gibt auch einen Punkt, an dem muss Einhalt geboten werden. Wer freut sich schon soooo besonders, wenn ich 15:0 gewinne?. Aber die, die 15 Stück kassieren, jedes Wochenende, die werden irgendwann gehen. Leider!
Ich bin mir nicht mal sicher, ob die Kids aus solch hohen Niederlagen irgend etwas mit nehmen. Mal ehrlich, spätestens wenn es zweistellig wird, resigniert doch das auch das letzte Kind, flüchtet sich in seine Vorstellungswelt und sehnt sich den Schlusspfiff herbei. Da wird doch als Teil eines Selbstschutzreflexes die Realität ausgeblendet, d.h. sie kriegen dann doch gar nicht mehr viel bewusst mit. Deshalb nehmen doch die Hampeleien usw. zu, je deutlicher die Niederlage wird. Das ist jetzt vielleicht etwas überspitzt und übertrieben, aber ich kann doch nicht ernsthaft erwarten, dass Kinder, die noch keine zehn Jahre alt sind oder dieses Alter gerade erreicht haben, in solchen Spielen bis zum Schluss Haltung bewahren...Jeder der Ahnung hat erkennt doch, dass da irgendwie Grundsätzliches nicht stimmt.
Korrekt. Es gibt auch schon andere Threads dazu, wie ein besserer Spielbetrieb aussehen könnte. Ich fände es echt mal interessant, ob und wie gut eine einzige, kreisweite Liga, die nach dem Schweizer System abläuft, funktionieren würde.
