Beiträge von tobn

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    glückwunsch auch von mir


    Vielen Dank.


    aber bitte jetzt nicht glauben, du wärst schon ein guter Trainer. [...]


    Quatsch, war ich doch schon vorher. ;)


    Aber ernsthaft: da ich mein Traineramt ja nun schon seit fünf Jahren ausübe und mich bereits recht früh zwar autodidaktisch, aber mit dem stärksten Fokus auf die Bücher und online verfügbaren Materialien des DFB, fortgebildet habe, war das allermeiste, das im Lehrgang behandelt wurde, mit bereits bekannt und von mir auch umgesetzt. Dabei bin ich mir aber durchaus meiner Grenzen bewusst, insbesondere im Jugendbereich habe ich ja noch keine Erfahrung, die muss ich erst noch sammeln, es wäre vermessen von mir, davon auszugehen, dass das alles ein Klacks wird. Darüber hinaus meine ich gelernt zu haben, dass es im Trainerdasein unzählige verschiedene Situationen geben kann, auf die man auch individuell, je nach konkreten Umständen, reagieren muss. Das ist ja, wenn ich mich nicht irre, auch dein Dogma (oder eines von ihnen). Und zu guter Letzt: man sollte seine eigenen Grenzen kennen, zu hoch fliegen zu wollen, ist damals Ikarus schon nicht gut bekommen..

    wenn ich identische Trainingseinheiten machen würde, so wäre es mir schnell langweilig! Das ist aber nicht der einzige Grund, warum Spieler bei mir keine identische Trainingseinheiten bekommen!


    Hast ja wieder Recht, TW-Trainer, aber von identischen Trainingseinheiten war hier auch nie die Rede.


    Ich weiß, es ist etwas zeitintensiver Trainingseinheiten individueller vorzubereiten. Es lohnt sich aber, weil die Qualität steigt und man auch seinen eigenen Ansprüchen an der Traineraufgabe gerecht wird!


    Stimmt, aber andererseits muss die Kirche auch mal im Dorf lassen. Ich denke, wir alle halten es für unglücklich, dass Stella sich neben ihrer angestammten 2003er-Mannschaft auch noch um die 2006er kümmern muss, weil sich da kein anderer fand. Natürlich wäre es nun wünschenswert, wenn beide Mannschaften die eierlegende Wollmilchsau-Trainerin bekämen, aber von einer dauerhaft überforderten Trainern hat niemand etwas. Schließlich hat sie, wie ja schon bemerkt wurde, auch noch einen Beruf und Familie neben dem Fußball. Das will alles gemeinsam gewuppt werden.


    Mit 2 Teams hintereinander ist erfahrungsgemäß allerdings der Übergang immer sehr schwierig. Nach dem Training wollen ja oft gerne die Eltern nochmal etwas vom Trainer oder ein Kind wird nicht rechtzeitig abgeholt oder oder...Man hat ausserdem keine Zeit, um für die neue Gruppe schon mal etwas vorzubereiten


    Wohl wahr. Dem könnte man vielleicht begegnen, indem man das Training der ersten Gruppe nicht bis zum Beginn des nächsten Trainings macht, sondern eine Viertelstunde vorher aufhört. Das sollte doch i.d.R. für den Übergang reichen, oder?



    G Jugend, kein Spielbetrieb, da erst seit Ende letzten Jahres trainiert wird.


    Das wird definitiv ein Problem oder zumindest eine sehr hohe Belastung, die ich mir nicht antun würde. Daher würde ich dir auch raten, eine klare Frist zu setzen, nach deren Ablauf du die Betreuung der jüngeren Kinder einstellst. Auf Dauer ist das IMHO in deiner Situation sonst nicht zu stemmen. Das Saisonende bietet sich hier als Termin an, wenn du das jetzt ankündigst, haben die übrigen Personen, seien es die Vereinsvertreter oder die Elternschaft, noch Zeit, um einen Nachfolger für dich zu finden.



    Ja, Andre...und genau da liegt leider der Knackpunkt...das habe ich mir auch schon gedacht...
    Somit nicht nur bei Dir...bei mir wahrscheinlich auch... ;)


    Das ist zu erwarten, die Eltern der 2006er wissen, dass du schon eine andere Mannschaft hast, da dort dein Sohn spielt, wäre es anormal, wenn dein (evtl. unbewusstes) Engagement dort nicht etwas höher wäre. Auch die Befürchtung, dass die Qualität des Trainings unter der Doppelbelastung leidet, ist so naheliegend, dass sich niemand darüber beschweren darf. Mache dir in diesem Zusammenhang keine Vorwürfe, du bist schließlich die einzige, die nicht betreten den Boden untersucht hat, als es darum ging, einen Trainer zu finden, sondern nach dem deutlichen Äußern der Bedenken sich doch hat dazu breit schlagen lassen. Die Anderen müssen dir dankbar sein, nicht umgekehrt.



    Du glaubst nicht, was ich alles probiert habe...angesprochen, telefoniert, gemailt...keiner will!
    Ich verstehe es selber nicht!


    Es ist halt oft leider so, dass die Intensität der Bemühungen um die Abstellung eines Missstands schlagartig immens nachlässt, sobald der unmittelbare Leidensdruck nicht mehr da ist. Sprich: da du ja nun die 06er betreust, ist alles in Butter, läuft doch. Aktuell spürt dann keiner außer dir mehr einen Schmerz, warum sollten sie also etwas tun? Deshalb mein Rat: kündige das Ende an, setze eine Frist, dann müssen sie etwas tun, haben dazu aber auch genug Zeit, zumindest, wenn du nicht mehr allzu lange wartest.


    Stella, das geht, sogar an zwei verschiedenen Orten und mit zwei Jahrgängen.


    Respekt dafür, dass du das geschafft hast, GeCo, ehrlich. Aber jeder sollte für sich selbst überlegen, ob ihm das möglich ist. Die Belastung, die man mit der Betreuung einer Mannschaft hat, ist aus meiner Sicht schon hoch genug, zumindest wenn man berufstätig ist. Meiner Frau ist sie sogar eher zu hoch...



    Jepp


    Gut. Dessen Aufgabe ist es, einen Trainer zu holen.



    Aber ich mache es doch schon...


    Ich ergänze: "dass ich es in der nächsten Saison nicht mehr mache."



    Habe ich gemacht...


    Hmmm, dann gibt es kein Nachwuchs...ist das wirklich in Deinem Sinne??


    Für die Eltern,oder für wen??


    Ich stimme hier Andre voll zu. Und muss dazu sagen, dass du nicht dafür verantwortlich bist, dass es den Nachwuchs gibt. Du bist im Moment nur die Dumme, die die anderen gefunden haben, wenn ich es mal pointiert ausdrücken darf. Ich bin bei Andre, beraume einen Elternabend an, mache vorab in der Tagesordnung deutlich, dass ein wichtiges Thema an diesem Abend deine Nachfolge sein wird, informiere möglichst früh die Jugendleitung, setze sie von deiner Absicht in Kenntnis und teile ihr den Termin des Elternabends mit, damit sie zugegen sein kann, wenn sie möchte. Biete deine Unterstützung für den Nachfolger bis zum Saisonende an, d.h. biete an, ihn/sie anzulernen, damit die Übergabe möglichst reibungslos erfolgt. Aber fühle dich, um Himmels willen, nicht zu mehr verpflichtet, als du sinnvoll leisten kannst, das bringt auf Dauer keinem etwas.



    Hmmm...wäre doch schade um die Kinder...meinst nicht?!


    Du kannst aber nicht die Welt retten. Und manchmal muss man den Leuten auch die Pistole auf die Brust setzen, wenn sich etwas bewegen soll.


    Andre, mir stellt sich hier nicht die Frage, ob ich es machen soll oder nicht...sondern, ob es Sinn macht zwei verschieden Jahrgänge an einem Tag zu trainieren...


    Überlege dir aber dennoch, wie lange das sinnvoll zu stemmen ist. Mag sein, dass es geht, solange die 06er noch nicht im Spielbetrieb sind, aber du selbst siehst ja schon deutliche Probleme...


    Alles Gute,
    tobn

    Ich könnte mir auch vorstellen, dass es angenehmer wäre, wenn man beide Gruppen hintereinander trainieren könnte, weil du es dir so eine An- und Abfahrt sparst. Allerdings sind 2,5 bis 3 Stunden Training am Stück wahrscheinlich auch nicht ganz ohne. Angenehm wäre es natürlich, wenn du mit beiden Gruppen ähnliche Inhalte, natürlich vom Anspruch her abgestuft, durchnehmen könntest, dann ergäben sich vielleicht Überschneidungen im Aufbau der Übungen.

    Die Staffelleiter versuchen die Gruppen möglichst so zusammenzustellen, das in etwa gleichstarke Teams gegen einander antreten.


    Da muss ich dir leider widersprechen. In unserem Kreis, der auch dem HFV (Hessen) angehört, sehen die Tabellen der E1-Feldrunde aktuell so aus:



    Gibt es eigentlich eine andere Möglichkeit als das code-Tag, um in Forumsbeiträgen feste Zeichenbreite zu erzwingen?


    Jedenfalls sieht man sowohl in der Kreisliga wie der -klasse, dass es ein paar, hier sind es drei, Hammer-Teams gibt, die den Gruppensieg unter sich ausmachen. Und in beiden gibt es ein paar Teams, die den Bodensatz bilden, und nur dann Aussicht auf einen Sieg haben, wenn sie gegeneinander spielen. Bei uns geht es nicht um leistungshomogene Gruppen, die Ligenzugehörigkeit wird vielmehr vererbt. Weil der 2000er-Jahrgang des Teams auf dem letzten Platz der Kreisliga gut war, müssen es jetzt die überwiegend 2002er dieses Vereins ausbaden und kriegen nur auf die Nase. Umgekehrt hat in der Kreisklasse ein Team bereits letztes Jahr E1 gespielt, als es fast nur aus Jungjahrgangsspielern bestand. Natürlich sind sie nicht in die Kreisliga aufgestiegen, hauen jetzt, da sie nochmals E1 spielen, in ihrer Gruppe alles kurz und klein.


    Ein Staffel- oder Klassenleiter sollte bestrebt sein, möglichst homogene Gruppen zu bilden. Bei uns findet das aber derzeit ganz sicher nicht statt...

    Moin Kollegen


    Nachdem ich die mündliche Prüfung am letzten Donnerstag ziemlich reibungslos bewältigen konnte, stand gestern Abend die Lehrprobe an. Ich hatte das Glück, die kooperativere Hälfte der uns zugeteilten Mannschaft (wie oben erwähnt: SV Wehen Wiesbaden, U14 & U15) coachen zu dürfen. Meine Übungsform, die ich letztendlich von Training Online genommen habe (http://www.training-wissen.dfb.de/index.php?id=518448 und http://www.training-wissen.dfb.de/index.php?id=518447 sieht sechzehn Spieler vor, angekündigt waren zehn, daher hatte ich den Einsatz von nur einem Tor geplant. Da es aber gestern doch zwölf Spieler waren, habe ich doch den Rundlauf aufgebaut und die Hütchen B und C einfach besetzt. Bei der Spielform habe ich mich vom DFB-Info-Abend zur Ballkontrolle inspirieren lassen und, wie ich weiter oben beschrieben habe, 4:4 mit zwei Toren spielen lassen, wobei ein Team nur auf Ballsicherung aus ist -- da kommt dann das Thema der Ballan- und -mitnahme zum Tragen -- und das andere versucht, Tore zu schießen, mit Wechsel der Aufgaben durch den Trainer.


    Die Lehrprobe lief soweit ziemlich gut, den Prüfern kam es dabei sehr auf den methodischen Aufbau, d.h. vom Einfachen zum Schweren, an. Ihn hatte ich beachtet, indem zuerst die Innenseite, dann die Außenseite, und zum Schluss noch die Bewegungsfinte hinzu kam, in der Variante dann noch der Gegenspieler. Die Prüfer schlugen vor, die Außenseite gleich mit der Finte zu kombinieren, das böte sich vom Bewegungsablauf her an. Ihnen war noch aufgefallen, dass ich zu Beginn verstärkt auf eine Seite des Rundlaufs geachtet hatte, worauf ich aber auch antworten konnte, dass ich ja jeden Spieler sehen wollte und so bewusst nur ab und an per Blick überprüft habe, ob hinter mir keine Faxen gemacht werden. Wir waren uns einig, dass das bei der kooperativen und recht disziplinierten Gruppe auch reichte.


    Bei der Spielform hätte der 'Hauptprüfer' einfach beide Teams auf die Tore spielen lassen und auf Ballan- und -mitnahmen gedrängt. Dass ich das für schwieriger in der Umsetzung halte und dem Fluss der Spielform abträglich halte, habe ich für mich behalten. Mein Abschlussspiel hätte letztlich so ausgesehen, den Hinweis darauf habe ich mir aber auch verkniffen, schließlich klang schon deutlich durch, dass ich bestanden hatte, da nimmt man Verbesserungsvorschläge ja gerne auch mal an.


    Danke an Euch alle für die Unterstützung, sie hat mich sehr bestärkt.


    Viele Grüße,
    tobn

    Willkommen im Forum, Jose_Mou. Kannst du uns ein paar mehr Infos zu deinem Team und den Gegnern geben? Habt Ihr schon gegen andere Teams gespielt oder ist das für deine Kids neu? Waren die Gegner gleich alt oder vielleicht älter? Waren deine Jungs von Anfang an eher eingeschüchtert oder hat der Turnierverlauf damit zu tun gehabt? Es gibt da etlicher Erklärungsansätze und auch ebenso viele Gegenmaßnahmen. Aus der Ferne können wir aber über die Gründe nur spekulieren..


    Grüße,
    tobn


    PS: U7 ist ja noch G-Jugend, älterer Jahrgang. Da ist Ballkontrolle und -gefühl noch viel wichtiger als Passspiel. Gib acht, dass du die individuellen technischen Fertigkeiten nicht zu Gunsten von zu viel Passspiel vernachlässigst. Es kann gut sein, dass Ihr gegen Teams spielen werdet, deren Passspiel dir sagenhaft vorkommt, und die dann damit auch sehr erfolgreich sein könnten. Wenn sie aber die Fertigkeiten am Ball vernachlässigen, haben sie später immense Schwierigkeiten, wenn die Gegner ihnen weniger Raum und Zeit für die Ballannahme geben und sich besser im Raum verteilen.

    In diesem Zusammenhang versteht sich jeder Trainer auch als Anwalt seines Spielers, unabhängig davon, ob dieser Spieler intern anders beurteilt wird.


    Ich glaube nicht, dass dagegen irgendjemand etwas hat, im Gegenteil, ich vermute, dafür würde allenthalben Verständnis geäußert und Zustimmung gegeben. Aber auch als Anwalt kann ich mich geschickt oder aber auch weniger geschickt äußern. Zu behaupten, es sei nichts passiert, halte ich angesichts der öffentlichen Wahrnehmung für sehr ungeschickt. Zur Erinnerung Thorsten Fink im Wortlaut: "Es ist nichts passiert. Paolo hat niemanden geschlagen, es hat sich keiner verletzt. Das war keine Tätlichkeit." (entnommen http://bundesliga.t-online.de/…n-klopp/id_54590126/index)


    Mit den beiden Nachsätzen hat er Recht, aber der erste muss eigentlich jeden erregen, der die Bilder gesehen hat..

    Ich erblasse, ähnlich wie DonQuijote, auch gerade vor Neid, und frage mich, ob du eine Truppe aus lauter Talenten hast, eine Brille trägst, die deutlich rosaröter als meine gefärbt ist, oder einfach andere Wertmaßstäbe als ich hast. Wie dem auch sei, meine E-Junioren des überwiegend älteren Jahrgangs spielen beileibe nicht alle permanent mit, in der ersten Halbzeit im Spiel des letzten Samstags waren es gleichzeitig eigentlich nie mehr als zwei... ;( Nach der Pausenansprache war das dann in der zweiten Halbzeit besser, aber so richtig inspiriert war es dennoch nicht, und viel zu viele Alleingänge... Hach ja, es gibt solche Tage...

    Über die beiden überzähligen Spieler würde ich mir keine Gedanken machen. Wenn du 4 gegen 4 trainierst, dann sind 10 eben 2 zuviel.


    Davor würde ich warnen, unser Dozent hat desöfteren darauf hingewiesen, dass alle Spieler beschäftigt werden sollten. Am besten sinnvoll, aber auf keinen Fall sollte ihnen keine Beschäftigung zugewiesen werden.


    Aber du kannst ja im Laufe der Lehrprobe einfach 2 Spieler austauschen.


    Das ginge wohl auch. Vielleicht könntest du sie sogar daneben stehen lassen, mit der Aufgabe, aufzupassen, wie die Schießhunde. Wenn du dann gefragt wirst, was mit den zwei Spielern war, dann kannst du sagen, es ging da ja um theoretische Inhalte, so dass es dir wichtiger war, dass sie diese mit bekommen, anstatt gegen den Ball zu treten, aber das Thema des Trainings zu versäumen.. Einwechseln würde ich sie zur Sicherheit wohl schon..

    kann dir nicht in allem zustimmen. kenne wenige Eltern, die Vereinsmitglied wurden, weil ihr Kind mit dem fussball anfängt, wenn, dann waren sie es vorher, Vereinswechsel wg. Anstosszeiten oder Trainingszeiten sind mir bisher nicht untergekommen.


    Mir auch nicht. Ich nannte ja aber auch den hypothetischen Fall eines Vereins, der genügend Trainer hat, aber arg um Mitglieder kämpfen muss.


    das Argument Vereinsaustritt zieht hier im konkreten Fall also nicht.


    Nun, dazu schrieb ich ja, dass ich seinen speziellen Fall nicht beurteilen kann.


    Natürlich kann es mal einen Einzelfall geben.
    und da komme ich zu dem wo ich dir wiederum zustimme


    Ich denke, wir stimmen insgesamt ziemlich gänzlich überein. :) Die Differenz, die du ansprichst, betrifft ja tatsächlich einen seltenen, also einen Einzelfall.


    Tobias hat Probleme mit der Elternschaft. aber er sieht die Einzelfälle als grundsätzliches Probllem an, und das ist sein Fehler. er macht sich Probleme wo keine sind. wenn 1 Elternteil mit der Zeit nicht einverstanden ist, ist das deren ureigenes Problem,, aber doch nicht der gesamten Elternschaft. das muss man halt dann mal so hinnehmen.


    Korrekt. Allerdings gilt es, das erst einmal fest zu stellen. Ich halte es für unwahrscheinlich, aber es könnte ja sein, dass nicht nur ein oder zwei Elternpaare ein Problem haben. Aber, wie gesagt, ich halte das selbst für unwahrscheinlich. Tatsächlich ist es bei uns desöfteren so, dass die Betreuerin unserer Mannschaft, die während des Trainings etwas abseits des Platzes steht und sich dort mit den bringenden und abholenden Eltern unterhält, während wir Trainer das Training durchführen, uns von irgendwelchen Problemen erzählt, die 'die Eltern' oder 'einige Eltern' hätten. Ich bitte sie dann stets um Konkretisierung, meistens sind es einzelne Äußerungen, die dann schnell den Anschein einer generellen Stimmung annehmen. Da muss man halt nachfragen, um ein präzises Bild zu erhalten. Kommunikation mit den Eltern gehört einfach zum Trainerjob dazu.. Ich möchte ihm nichts unterstellen, aber das scheint tobias.Hameln nicht sonderlich zu liegen...


    hier werden des öftern Einzelfälle als eine Grundproblematil vermittelt, was aber bei genauerem Hinsehen nicht der Fall ist. gerade junge Trainer tun sich jedoch mit solchen Einzelfällen erfahrungsgemäss sehr schwer, anstelle diese einfach als Gegebenheit zu akzeptieren und ihre Kraft auf das wesentliche zu richten. das meinte ich mit mehr Selbstbewusstsein, mehr über gewisse Dingen (Einzelfällen) zu stehen.


    Sicher hat man, wenn man selbst Kinder hat, diesbezüglich einen deutlich größeren Erfahrungsschatz, und tut sich nicht zuletzt deshalb leichter damit, überzogenen Forderungen von Elternseite gegenüber zu treten. Dabei hilft ganz sicher auch Berufserfahrung, da muss man ja auch immer wieder unterschiedliche Positionen verhandeln.


    eins gibt es nämlich im Fussball(und nicht nur dort) nicht: man kann nicht allen gerecht, besser gesagt, den Wünschen und Vorstellungen jeden einzelnem Elternteil gerecht werden. meine Devise war: auf einzelfälle zwar eingehen, aber in ihrer Bedeutung weit hinten anstellen, und wenig Energier dazu verwenden.


    Das sehe ich genauso.

    Zu deiner Frage, was man mit den zwei weiteren Kids machen kann, würde ich sagen, dass du sie in der Spielform als Stürmer einsetzen kannst, die von defensiven Aufgaben innerhalb der Kette befreit sind. Bei der Übungsform ist es in der Tat schwieriger, da fällt mir spontan auch nichts ein. Wir hatten die Frage neulich beim C-Breitenfußball-Kurs, letztlich kam vom Dozenten auch keine richtig befriedigende Antwort, er war der Meinung, man solle die beiden sich daneben mit dem Ball beschäftigen lassen. Doof daran finde ich, dass sie dann ja vom eigentlichen Thema nichts mit bekommen... Vielleicht könnte man sie ja als Torhüter hinter der Kette platzieren, das ist zwar ein bisschen alibihaft, aber immerhin stehen sie nicht blöd rum und haben eine gute Beobachterposition.. Evtl. könnte es dann sinnvoll sein, sie im Rahmen der Übung gegen einen Spieler der Kette auszutauschen, damit sie das Verschieben auch mit üben.


    Ich vermute mal, dass du sie irgendwie berücksichtigen solltest und nicht einfach dumm neben dran stehen lassen darfst. Soweit ich bisher mitbekommen habe, ist es wichtig, dass die Prüfer mit bekommen, dass du dir Gedanken gemacht hast, und auch während des Training aktiv dabei bist, flexibel bist, wenn du Probleme erkennst, und bei Fehlern der Spieler aktiv korrigierst. Ob du dann die optimale Lösung für kleinere Probleme findest, ist nicht so wichtig.

    Das finde ich sehr interessant. Ist dem tatsächlich so, oder muss der Verein sich seinen Mitgliedern anpassen?


    Das hängt sicher vom Einzelfall ab. Ein Verein ist aber ein soziales Gebilde. Generell empfiehlt es sich, den Konsens zu suchen. Ist der nicht möglich, so sollte ein Kompromiss, mit dem alle beteiligten Parteien leben können, angestrebt werden. Ein Verein besteht allerdings aus seinen Mitgliedern, ohne sie hat man keinen Verein.


    Bei mir sieht es im Moment so aus, als wenn der Verein sich nur nach den Wünschen der Eltern richtet/richten möchte.
    Frei nach dem Motto: Um die Spieler/Mitglieder zu halten usw müssen wir ihnen entsprechend entgegen kommen.


    Wenn es Vereine in der näheren Umgebung gibt, mit denen man um die Spieler konkurriert, oder wenn der Verein um die Existenz kämpft, dann können Mitglieder für ihn durchaus wichtig sein. Stehen ihm genügend Trainer zur Verfügung, so kann es auch sein, dass die Mitglieder bzw. in deinem Fall die Spielereltern diesbezüglich an einem recht langen Hebel sitzen. Das ist zwar relativ ungewöhnlich, da die meisten Vereine händeringend nach Trainern suchen, aber nicht ausgeschlossen und lässt sich aus der Ferne nicht beurteilen.


    In wie weit also kann ein Verein Forderungen aufstellen und auf deren Einhaltung bestehen und inwieweit müssen da Grenzen gesetzt werden? Ich rede da also von Trainingsanzahl, Uhrzeiten usw. Mein Problem der Trainingsanzahl hatte ich ja schon mal beschrieben.


    Der Verein kann natürlich Regeln aufstellen und sich jeglicher Diskussion verschließen. Dann wird er Mitglieder verlieren, denn mündige Mitglieder sollte man Ernst nehmen, sonst stimmen sie mit den Füßen ab, und man ist mit einem mal sehr einsam.


    Tobias, mir fällt auf, dass du immer wieder von Konfrontationen mit Eltern und Verein berichtest. Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber mich beschleicht das Gefühl, dass das nicht nur an diesen beiden Parteien liegt... Kann es sein, dass du etwas empfindlich und wenig kompromissbereit bist, und andere Meinungen schnell persönlich nimmst? So kommt es zumindest bei mir rüber.

    Dass dir das Becken weh tat, könnte vielleicht auch daran liegen, dass Ihr viel zu Fuß unterwegs ward, und du aufgrund der Knieproblematik nicht rund gelaufen bist, bzw. eine Fehlhaltung, evtl. zur Schonung des Knies, eingenommen hast. Das könnte dann zu einer befristeten Überlastung des Beckens bzw. der Gegend geführt haben. Waren es denn Muskel- oder Knochenschmerzen?


    Achtung: Bin kein Mediziner, nicht mal ansatzweise! Ich kann daher keinerlei medizinschen Rat erteilen.

    Wir trainieren seit der F2 von 16:00 bis 17:30 Uhr, aktuell ist mein Team E1. Zu F-Zeiten hat das sehr gut gepasst und ich konnte es mit dem Job auch vereinbaren. Jetzt, als älterer E-Jahrgang, ist es schon eher etwas früh. Unsere Kids haben sich darauf eingestellt, aber es ist immer etwas schwierig, wenn man Freundschafts- oder Nachholspiele in die Trainingszeit legen will. Für ältere E-Junioren halte ich 16:30-18:00 Uhr oder 17:00-18:30 Uhr für gut. Bis 19 Uhr wäre uns mit unserem Sohn tatsächlich auch eher zu spät, wenn wir es uns aussuchen dürften. Schließlich müssen die Kids ja noch duschen, zu Abend essen, Ranzen packen, etc. Da wird das vor 20 Uhr mit dem zu Bett gehen nichts. Und unsere Kinder müssen um 6:15 Uhr aufstehen und brauchen scheinbar auch eher mehr Schlaf als andere...


    Nächstes Jahr, als jüngere D, werden wir wohl von 17:00 bis 18:30 Uhr trainieren. Das finde ich gut so.


    Aber TRPietro hat natürlich auch Recht: am wichtigsten ist die Frage, wann der Trainer Zeit hat. Und da wird typischerweise auf berufstätige Trainer mehr Rücksicht genommen.

    Ich kann nichts dafür, wenn meinem Spieler die Sicherung auf dem Platz durchbrennt.
    Ich kann wohl das Fairplay predigen, aber ob es dann umgesetzt wird, das siehst du erst hinterher.
    Wenn einer deiner Spieler nun so verfährt, dann bist du erst hinterher schlauer, weil du in die Köpfe deiner Spieler nicht hineinschauen kannst.


    Stimmt schon. Aber Fink relativiert doch das Foul. Und sendet damit auch falsche Signale. In diesem Fall, wohlgemerkt.

    Trotzdem kann er erkennen, dass Ullreich viel eher am Ball sein wird als er und dass es sinnlos ist, zu versuchen, diesen zu bekommen. Klar, mit ihm ist der Gaul durch gegangen. Hier behauptet, so meine ich, auch niemand, dass er vorhatte, Ullreich umzunieten. Aber getan hat er es dennoch, und zwar auf eine ganz üble Art, übereinstimmend wird davon gesprochen, dass es an ein Wunder grenzt, dass keine schwere Verletzung entstand. Mich persönlich ärgert auch, dass er seine Aktion herunter spielt. Er sollte sie zugeben, um Entschuldigung bitten, und dann, wie man so schön sagt, das Maul halten. Das wäre zumindest meine Empfehlung. Und wenn er sich unbedingt äußern will, so wäre es vermutlich geschickter, davor Kreide zu fressen.
    Dem Spox-Bericht kann ich dennoch zustimmen, kenne aber nicht die bösen Tiraden, von denen er spricht. Er bleibt ein Mensch, der Respekt verdient hat, und ganz sicher auch ein richtig guter Fußballer. Aber diese Aktion war gar nichts und gehört bestraft.

    für mich ging es um den Unterschied, dass das was die Mädels fordern, von den Jungs mit Maulerei bedacht wird.


    Erlaube mir die Frage: wie laufen die Mädels und Damen die Runden? So, dass es wenigstens ein bisschen was bringt, oder doch eher gemütlich?


    ich glaub, ich würd mich als Mädchentrainer nicht eignen, das würd mich zuviel Nerven kosten.
    zum glück wollte meine tochter kein fussball spielen.
    dagegen haben mich Mädels die bei Jungs mitkickten immer wieder überzeugt. da stimmte vieles. seltsam?


    Nein, das finde ich nicht seltsam. Aber sehr wohl etwas schade. Bei uns ist es so, dass unser Sohn (10 jahre alt) Fußball spielt und unsere Tochter (8 Jahre alt) Handball. In beiden Sportarten sind ja letztlich ähnliche Qualitäten gefragt, wir haben also den direkten Vergleich zwischen Junge und Mädchen. Und da kommt es uns Eltern schon so vor, als sei es für Mädchen in Ballsportarten deutlich schwieriger, einfach weil die gesellschaftlichen Normen noch anders sind. Mädchen gehen halt eher zum Tanzen, Turnen, Seilspringen oder Voltigieren/Reiten. Jungs hingegen spielen Fußball oder Handball, Alternativen sind Judo und Karate. Zwar werden Mädchen beim Fuß- oder Handball gottlob nicht mehr schief angeguckt, Jungs dürfte das umgekehrt hingegen noch regelmäßig passieren. Aber sie müssen dennoch genug Begeisterung aufbringen, um den ganz natürlichen Drang zur Konformität mit der Umgebung zu überwinden.


    Wir haben uns unheimlich über den im letzten Turnier geglückten Sprungwurf gefreut, dürfte er doch die Tatsache, dass eine weitere Freundin den Handballsport wohl bald an den Nagel hängen wird, kompensieren..


    Ich fände es eine interessante Herausforderung, mal ein Mädchenteam zu trainieren. Ich möchte aber nicht ausschließen, dass ich erkennen müsste, dem nicht gewachsen zu sein...

    Aus dem gleichen Grund nehme ich ungern mehr als 2 oder max. 3 Auswechselspieler mit. Wenn man zu oft wechselt, hat man ständig Spieler, die erst mal "ins Spiel finden müssen". Wobei: Zu Ausbildungszwecken wäre das ja eigentlich angebracht, immer wieder mit dieser Situation konfrontieren, bis es irgendwann mal besser klappt...


    Du sagst es. Tatsächlich bin ich diesbezüglich auch nicht so sehr überzeugt, ich habe dieses Argument in der Vergangenheit immer wieder von einigen Eltern gehört, die aber ja ihre Kinder zumeist nur in den Spielen und eben nicht im Training (inkl. Trainingsspiele) sehen, und die außerdem eine deutlich getönte Brille aufhaben. Mir kam die Behauptung, ihr Kind müsse erst ins Spiel finden, einige mal eher wie eine Ausrede für aus ihrer Sicht nicht ganz so tolle Leistungen vor..


    In diesem Zusammenhang finde ich übrigens Minifußball mit Vierer-Teams, wie von Horst Wein vorgesehen, tatsächlich gut. Das 3:3 ist ja schon sehr anstrengend und es muss sich eigentlich jeder Spieler am Spiel beteiligen. Gleichzeitig finden recht häufig Wechsel statt, so dass die Kids einerseits verschnaufen können, andererseits aber gleich wieder voll rein kommen müssen, wenn sie wieder uns Spiel kommen.


    Ergänzung: Was nach meinen Beobachtungen ganz sicher dafür sorgt, dass einzelne Spieler ein sonderbares Tagesformtief zeigen und große Schwierigkeiten haben, 'ins Spiel zu kommen', ist fehlender Schlaf, bspw. und das ist bei meinen Jungs das Paradebeispiel in diesem Zusammenhang, wenn einer bei dem anderen übernachtet hat. Die Betroffenen sind am nächsten Tag auf dem Platz oft, nun, wenn sie Erwachsene wären, würde man es deutlich sagen: überhaupt nicht zu gebrauchen.

    guenter: Ich denke schon, dass Mädels im Schnitt diesbezüglich durchaus anders ticken als Jungs. Am vorvergangenen Sonntag wurden bei uns im Verein anlässlich eines Jubiläums Fotos von allen Mannschaften gemacht, danach haben meine Jungs noch unter sich gekickt, als alle bis auf die B-Mädchen (das ist unsere einzige Mädchenmannschaft, es dürften also auch ein paar C-Juniorinnen in ihr vorkommen) das Gelände verließen. Spontan haben wir ein Spiel der E-Junioren gegen die B-Mädels gemacht, die Trainer haben bei ihren Teams mitgespielt. Ich war zunächst im Tor und habe nach fünf Minuten, in denen ich einen einzigen Ballkontakt hatte, und den auch noch kurz vor der Mittellinie, die Seiten gewechselt. Die E-Jugend hat dennoch das Spiel deutlich dominiert und ebenso deutlich gewonnen. Dabei machte ich folgende Beobachtungen:


    - zwei, drei Mädels standen fast immer beieinander und quatschten mehr als sie spielten. Eine von ihnen war auch ganz offensichtlich nur wegen der anderen zwei dabei, sie hatte eine schlechtere Ballbehandlung als viele Bambini..
    - die anderen waren zwar williger, bewegten sich aber viel zu wenig, da war auch nicht so viel Spielverständnis dabei, bei meinen Jungs wurde deutlich besser kombiniert
    - die Mädels hatten Angst, den kleinen Jungs weh zu tun, überhaupt mieden sie eher Zweikämpfe, kontaktbehaftete noch mehr. Dieses Phänomen wurde aber sicher dadurch verstärkt, dass sie gegen Jungs spielten.


    Sie ließen sich aber durchaus motivieren und anfeuern. Und ich denke, Potenzial ist da durchaus vorhanden.


    An Stelle des Trainers, den du bei Euch angesprochen hast, würde ich evtl. überlegen, den Beginn des Trainings um 15 Minuten nach vorne zu verlegen, um den Platz können sie ja auch laufen, während die Vorgängermannschaften trainieren. Und dann müsste man nicht wertvolle Trainingszeit für zumindest äußerst ineffiziente Platzrunden vergeuden.. Bei den Mädels, gegen die wir spielten, würde ich ganz, ganz viel Kinderfußball machen: Technik und Spiele in kleinen Gruppen.