Beiträge von Don Quijote

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    Anekdote am Rande: Im Fussball ist doch heile Welt mit max. 2-stelligen Ergebnissen. Ich frage mich, wie sich die Jungs aus der Handball E-Jugend aus Gedern nach Ihrer 1:396-Klatsche gefühlt haben, siehe Spiel Nr. 52 auf http://www.sis-handball.de/web/AktuelleSeite/default.aspx?view=AktuelleSeite&Liga=001512504501502504505000000000000002000&clear=1 Zur Ergebnisfindung wird die Anzahl der Tore mit der Anzahl der Torschützen multipliziert, um zu verhindern, dass ein guter Spieler das komplette Spiel dominiert.


    Zu den inhomognenen Klasseneinteilungen haben wir ja schon oft diskutiert. Eigentlich muss das doch auch dem allerletzten Klassenleiter bei der Sichtung der Wochenendergebnisse auffallen, dass da etwas schief läuft. Wahrscheinlich ist es pure Trägheit, dass das nicht geändert wird.


    Grüße
    Oliver

    Mit 2 Teams hintereinander ist erfahrungsgemäß allerdings der Übergang immer sehr schwierig. Nach dem Training wollen ja oft gerne die Eltern nochmal etwas vom Trainer oder ein Kind wird nicht rechtzeitig abgeholt oder oder...Man hat ausserdem keine Zeit, um für die neue Gruppe schon mal etwas vorzubereiten, und seien es nur die Bälle, die aufgepumpt werden müssen...


    Wie bekommst Du denn die Spieltermine der beiden Mannschaften koordiniert?


    Grüße
    Oliver

    "Vor einer Woche" heisst Mitte März?! Also ausserhalb der Wechselfristen. Macht aber nichts, denn bei Zustimmung des Alt-Vereins keine Sperre in der E, siehe oben §6 Abs. 3(2):

    Zitat

    3.2. E- bis G-Junioren/Juniorinnen Spieler/Spielerinnen der Altersklasse E, die sich außerhalb der in Nummer 2 genannten Fristen abmelden, erhalten bei Zustimmung des abgebenden Vereins zum Vereinswechsel eine sofortige Spielerlaubnis ab dem Tage nach der Abmeldung aus der Fußballabteilung an

    Grüße
    Oliver

    Als Trainer kann ich versuchen, einen bequemen oder lustlosen Spieler zu motivieren oder auch einem ängstlichen Spieler Selbstvertrauen zu geben. Aber was ist mit dem Horst aus dem Eingangsposting, der ist doch offenbar willig und motiviert, kriegt es aber nicht gebacken. Für mich als Trainer sind diese Spieler die schwierigsten. Als Breitensporttrainer lass ich sie mitkicken, wohl wissend, dass sie das Niveau des Teams beträchtlich nach unten ziehen. In meinem Team sind aktuell auch solche Spieler. Einer davon ist schon seit 3 Jahren dabei, aber ich würde ihn als Bewegungs-Legastheniker bezeichnen. Ich versuche, die Jungs möglichst nur gegen schwächere Gegner einzusetzen, aber das klappt halt nicht immer. Wir haben schon einige Spiele deshalb verloren. Für die anderen Jungs ist das ausgesprochen frustig. Wobei das verlieren an sich ja gar nicht wesentlich ist, aber auch im Training fallen die Spieler extrem ab, was die Einteilung bei Spielen 2:2 oder 3:3 wirklich schwierig macht.


    Ich weiss nicht, was ich da machen kann. Einzige Variante ist es, leistungshomogene Teams zu bilden. Dafür braucht man aber ausreichend Spieler, um pro Altersklasse zumindest 2, besser 3 Teams zu melden. Das ist in Dorfvereinen ja nicht so oft der Fall. Also muss man wohl entweder die Frusttoleranz des Teams ausweiten, muss sich dann aber der Frage stellen, ob man damit die Guten wirklich optimal fördert. Oder man verliert die guten Spieler an "bessere" Vereine. Oder man verliert die schlechten, weil sie die Lust verlieren. Das ist ja wohl das, was gavein anspricht:

    Irgendwann regeln sich solche Fälle von allein, auch wenn es traurig ist.


    Grüße
    Oliver

    Wann genau ist der Spieler ausgetreten? Und liegt die Zustimmung des abgebenden Vereins vor oder nicht? Daraus ergibt sich, ob eine Frist abzuwarten ist oder nicht. Im schlimmsten Fall gibt es 3 Monate Sperre, siehe unten.


    Grüße
    Oliver



    http://shfv-kiel.de/_data/SHFV_Satzung_2012-01-05.pdf


    Apu hat aus meiner Sicht alles richtig erklärt, unten die entsprechenden Stellen der Jugendspielordnung. Ich denke nicht, dass der alte Verein einen C-Jugendlichen zwingen kann, in der B zu spielen. Die JSpO spricht klar von "Juniorenmannschaft in seiner Altersklasse" und das ist nunmal derzeit die C.


    Viel Glück!
    Oliver


    http://www.wflv.de/fileadmin/d…/satzung/H-JSpO_06-11.pdf


    § 11 Spielberechtigung und Wartefrist bei einem Vereinswechsel innerhalb des WFLV
    (1) Ein Junior kann in einem Spieljahr grundsätzlich nur für einen Verein eine Spielberechtigung für Pflichtspiele erhalten.
    (2) Einem A - F-Junioren, der den Verein wechselt, darf durch die Passstelle die Spielberechtigung für Pflichtspiele des aufnehmenden Vereins erst nach Ablauf einer Wartefrist erteilt werden.
    (3) Das Datum der Spielberechtigung für den aufnehmenden Verein ist von der Passstelle im Spielerpass einzutragen und zu
    bescheinigen.
    (4) Meldet sich ein B-Junior - D-Junior/eine B-Juniorin jüngeren Jahrgangs - D-Juniorin zwischen dem 1. Mai und dem 30. Juni eines Jahres bei seinem/ihrem Verein ab und stimmt dieser Verein dem Wechsel zu, erhält der Spieler/die Spielerin eine Spielberechtigung für Pflichtspiele des aufnehmenden Vereins zum 1. August des Jahres. Stimmt der abgebende Verein einem Wechsel nicht zu, erhält der Spieler/die Spielerin eine Spielberechtigung für Pflichtspiele zum 1. November des Jahres. Erfolgt die Abmeldung zwischen dem 1. Juli eines Jahres und dem 30. April des folgenden Jahres und stimmt der abgebende Verein dem Vereinswechsel zu, so erhält der Spieler/die Spielerin eine Spielberechtigung für Pflichtspiele des aufnehmenden Vereins nach Ablauf von drei Monaten nach dem Tag der Abmeldung. Stimmt der abgebende Verein einem Wechsel nicht zu, erhält der Spieler/die Spielerin eine Spielberechtigung für Pflichtspiele nach Ablauf von sechs Monaten nach dem Tag der Abmeldung.


    § 14 Abkürzung der Wartefrist durch den Verbandsjugendausschuss bzw. deren Wegfall
    (1) In Ausnahmefällen kann der Verbandsjugendausschuss des jeweiligen Landesverbandes nach vorheriger Stellungnahme des Kreisjugendausschusses des abgebenden Vereins bei einem Vereinswechsel innerhalb eines Spieljahres die Wartefrist abkürzen bzw. wegfallen lassen und eine Spielberechtigung erteilen, wenn ein begründeter Antrag des aufnehmenden Vereins vorliegt. Bei einem übergebietlichen Vereinswechsel ist dies nur mit Genehmigung des Verbandsjugendausschusses des Landesverbandes des abgebenden Vereins zulässig
    (2) In folgenden Fällen liegt bei einem Vereinswechsel ein Ausnahmefall vor:
    b) wenn der Spielbetrieb der Mannschaft, die der Altersklasse des Juniors entspricht, durch Zurückziehung oder Streichung eingestellt wird und sich der Junior einem anderen Verein mit einer Juniorenmannschaft in seiner Altersklasse anschließt,

    Aber ist der von Dir beschriebene Effekt nicht genau das, was man als "unsichere Talentprognose" bezeichnet? Man kann bei einem 9 oder 10-jährigen noch nicht voraussagen, ob der die Fähigkeit zum Profi entwickeln kann oder ob er das mit 15 oder 17 überhaupt noch will. Aber daraus kann man doch nicht den Schluss ziehen, dass die Förderung nichts taugt, oder?


    TW-Trainer
    Deine Hinweise sind gut, gerade wegen des Vergleichs mit Enschede.


    Grüße
    Oliver

    Stimme Dir zu, Follkao. Aus meiner Sicht ist zudem nicht nur der Wechsel ins NLZ die Frage, sondern welcher "Heimatverein" eine optimale Förderung leisten kann. Wenn man die Karrieren auch der "Spätstarter" anschaut, dann sieht man, dass die vor ihrem Wechsel ins NLZ bereits bei sehr ambitionierten Vereinen spielten (Schweinsteiger in Rosenheim, Schürrle/Aogo in Mannheim usw.).


    Anders gesagt: Aus den Daten kann man auch ablesen, dass in der F/E spätestens der Wechsel in einen leistungsorientierten Verein erfolgen muss, wenn es mit der Nationalmannschaftskarriere klappen soll. Keiner der aktuellen Nationalspieler (ausser dem Exot Klose) ist in einem Dorfverein groß geworden. Für unseren Dorfverein muss das eigentlich heissen: Ambitionierten und talentierten Spielern raten wir aus sportlicher Sicht rechtzeitig zum Wechsel. Nicht unbedingt zum NLZ, aber doch zum "guten" Verein in der Nähe. Aber von dieser Sicht sind wir leider weit entfernt, stattdessen wird argwöhnisch darüber gewacht, dass keiner wechselt. Und wenn es doch passiert, dann wird gelästert.


    Grüße
    Oliver

    Hallo Christoph,


    danke für Deinen ausführlichen Bericht, hört sich für mich ziemlich optimal an, wie das läuft :thumbup:. Ich wollte, meine F wäre auch schon so weit. Ich kämpfe immer noch mit Spielern, die sich nicht richtig beteiligen und anderen, die sich für alle Defensivaufgaben als nicht zuständig fühlen und nur noch stürmen wollen. An weiteren Erfahrungsberichten bin ich daher sehr interessiert.


    Grüße
    Oliver

    TW-Trainer
    Spannend, genau denselben Eindruck hatte ich beim Barca-Spiel! Das ganze funktioniert ja nur wegen der "Asymmetrie" der Abseitsregel: Ein Angreifer kann passiv im Abseits stehen, ein Verteidiger und sei er noch so ballfern hebt hingegen das Abseits auf. Wenn man das so intelligent spielt wie Barca ergeben sich immer wieder Großchancen. Aber vielleicht ist ja genau das bezweckt (viele Chancen => viele Tore => Attraktivität) .


    Grüße
    Oliver

    Bei meinen Kindern ist m.E. das Absacken der Konzentration in der Pause der wesentliche Grund. Man sieht das besonders deutlich auf den Turnieren, wo es ja wegen der kurzen Spiele praktisch nur solche Spielphasen gibt und wir oft gar nicht in die Gänge kommen.


    Aus dem gleichen Grund nehme ich ungern mehr als 2 oder max. 3 Auswechselspieler mit. Wenn man zu oft wechselt, hat man ständig Spieler, die erst mal "ins Spiel finden müssen". Wobei: Zu Ausbildungszwecken wäre das ja eigentlich angebracht, immer wieder mit dieser Situation konfrontieren, bis es irgendwann mal besser klappt...


    Grüße
    Oliver

    Das ist ja leider kein spezifisches Problem nur der Profis: Als Neutrainer war ich Sonntags dann das erste Mal mit meinem damals 8-jährigen beim Heimspiel der 1. Herren (KOL). Direkt vor unserer Nase ein Laufduell und der Abwehrspieler versucht bewusst den Stürmer mit dem Ellbogen im Gesicht zu treffen, verfehlt ihn aber knapp. Der Schiri sieht's und zeigt Rot. Kommentar des Abwehrspielers:"Hätt' ich ihn blos getroffen, dann hätt' sich's wenigstens gelohnt." Ich hätte am liebsten meinen Kleinen gepackt und bei den Leichtathleten angemeldet :thumbdown:.


    Zu Guerrero: Das Foul war unterste Schublade, ich finde auch das Strafmaß ok. Allerdings muss der DFB das jetzt bei ähnlich rüden Attacken auch genauso drakonisch durchziehen. Vielleicht hat's ja abschreckende Wirkung. Schön wär's ja.


    Grüße
    Oliver

    Was das beste ist, wirst nur Du zusammen mit Deinem Sohn beantworten können. Sportlich wäre es sicher förderlich, wenn er in einem besseren Team spielte. Aber neben dem sportlichen gibt es ja (gerade bei noch sehr junden Kickern) auch die soziale Komponente (Schulfreunde, Nachbarn usw.), die evtl. allen sportlichen Schwierigkeiten zum Trotz für den Heimatverein sprechen können.


    Bin gerade in ähnliche Überlegungen verstrickt. Optimal fände ich, meinen Jungen im Dorfverein eine Alterklasse hoch zu ziehen. Da wäre er immer noch einer von den Guten, würde aber im Training mehr gefordert und bleibt dennoch lokal am Ort. Wenn das nicht klappt, kann er entweder in seinem Team bleiben (was aus meiner Sicht nicht funktioniert, sowohl für ihn als auch für sein Team) oder Vereinswechsel. Der nächste gute Ausbildungsverein ist ca. 15km entfernt, die Fahrerei würde ich gerne vermeiden. Aber wenn das mit dem Hochziehen nicht klappt, dann ist das eine Überlegung. Sehr schwierig finde ich das.


    Grüße
    Oliver

    "Offene Spielhaltung" meint dasselbe wie "offene Stellung", oder? Nach meinem Laien-Verständnis bezeichnet das eine dem Passgeber frontal zugewandte Stellung. Oft spricht man auch von offener Stellung in Bezug auf das Spielgeschehen oder das Tor. Das verstehe ich immer so, dass der Körper des Spielers frontal darauf gerichtet ist. Aber da mögen mich Besserwissende gerne korrigieren.


    Grüße
    Oliver