Einen Punkt will ich nochmal aufgreifen, weil der mir nicht nur in Bezug auf den Fussball Kopfzerbrechen bereitet:
Meine Maxime war immer: die Kinder sollen ihre Sache selbst entscheiden dürfen. So entsteht für den fußballverrückt "Erziehungspflichtigen" dann der leidvolle Konflikt: gegen den Willen des Kindes den Wechsel doch erzwingen o. die scheinbar unabänderlichen Verhältnisse ertragen?
Vollkomene Zustimmung, aber wie bestimmt denn der Erziehungsberechtigte und -pflichtige den Kinderwillen? Durch Befragung ("Willst Du weiter bei Verein XY bleiben?")? Da habe ich die Befürchtung, dass ein 9- oder 10-Jähriger diese Frage mangels Kenntnis etwaiger Alternativen nur mit "ja" beantworten kann. Oder muss man als Vater den Kleinen nicht auch mal zu "seinem Glück zwingen"?
Um es nochmal klar zu sagen: Mir geht es mitnichten darum, einem Kind meinen Willen aufzuzwängen. Aber ich erlebe es als Vater immer wieder, dass mein Ältester im Zweifel das bekannte Übel dem umbekannten Guten vorzieht (seine Geschwister sind da anders, keine Ahnung, warum).
Grüße
Oliver
