EDIT: Mein Posting war als Antwort auf Follkaos gemeint. Das Posting von Lubi kannte ich da noch nicht.
Ja, ich kann das verstehen, man fühlt sich als Vater seinem Nachwuchs ja oft vollkommen hilflos, wenn er nicht will, dann will er nicht. Dennoch denke ich, dass ein Fussballverbot als Strafe unsinnig ist:
Den erstem Grund hat tobn schon genannt: Die Strafe hat mit dem "Vergehen" nichts oder zumindest nicht unmittelbar zu tun. Eine positive Wirkung auf die schulischen Leistungen ist daher unwahrscheinlich.
Grund 2 ist, dass die 180 min pro Woche normalerweise nicht die sind, die dem Jungen zum Lernen wirklich fehlen.
Grund 3 ist vielleicht ein wenig exotisch, aber ich möchte den Kindern vermitteln, dass auch zum Sport eine gewisse Verbindlichkeit gehört. Vereinstraining rangiert in meiner Welt deutlich über Aktivitäten wie z.B. PSP-Spielen oder Sportschau-Gucken (damit kann der Fussballbegeisterte Nachwuchs ja auch viel Zeit verplempern). Der Trainingsbesuch ist also gesetzt, ob bei schlechtem Wetter oder bei Unlust oder halt auch bei schlechten Noten. Nur wenn die Zeit zwischen Schule und Training nicht ausreicht zum Lernen oder für die Hausaufgaben, dann kann der Trainingsbesuch entfallen. Das ist aber eine Ausnahme.
In meinem Team hatte ich 2 Spieler, deren Eltern sehr oft Fussballverbot verhängt haben, weil sie mit den schulischen Leistungen nicht zufrieden sind. Es fehlt natürlich die "Kontrollgruppe", aber beide sind dadurch keine engagierten Schüler geworden. Beide spielen mittlerweile leider nicht mehr, obwohl ich sicher bin, dass gerade der Fussball den beiden Erfolgserlebnisse vermittelt hat, die sich eher positiv auf ihre gesamte Persönlichkeit ausgewirkt haben.
Grüße
Oliver