Beiträge von Don Quijote

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    Da würde ich der Fantasie freien Lauf lassen:


    - Über Schwebebalken balancierend und/oder durch Kastenteile kriiechend Bälle von A nach B bringen auf Zeit
    - Mit dem Seil schwingen und mit den Füßen Bälle von einem Kasten herunterstoßen
    - Dunkings am Basketballkorb mit Trampolin
    - Bälle auf dem Boden verteilen, Matte drauflegen, darauf muss sich ein Spieler legen. Der wird dann von den anderen quer durch die Halle bewegt (Bälle müssen jeweils von hinten nach vorne geholt werden, so dass die Matte nie den Boden berührt)
    ...


    Welche Geräte stehen Euch denn zur Verfügung? Bei Spiel ohne Grenzen war auch immer eine Disziplin dabei, bei der jemand ins Wasser platscht - geht das vielleicht auch :D ?


    Grüße
    Oliver

    Ich frage aber mal ganz naiv und provokant in die Runde: Wenn die Kinder ständig rotieren, kann es dann nicht passieren, dass sie nix richtig gut können?
    Kann es dann nicht passieren, dass es beinharte IV, echte Zerstörer vor der Abwehr, intelligente Spielmacher oder eiskalte Stürmer mit dem sogenannten Riecher gar nicht mehr gibt?

    Die Gefahr sehe ich nicht, zumindest nicht in G bis D. Die Spezialisierung kommt dann immer noch und sie kommt auch nicht zu spät. TW-Trainer hat ja z.B. auch hier im Forum immer wieder betont, dass die Spezialisierung auf die TW-Position nicht zu früh erfolgen sollte, da der moderne TW viel mehr Feldspielerqualitäten aufweisen muss als noch vor 10 oder 20 jahren. Und auch im Jugend-Leistungsbereich hat z.B. Hermann Gerland Holger Badstuber und Mats Hummels zu Ausbildungszwecken bewusst "falsch" eingesetzt:

    Zitat

    Hermann Gerland: Ich habe oft von den sogenannten Fußballweisen gehört: »Badstuber, das ist doch ein Innenverteidiger. Ist der Gerland verrückt, ihn auf der Sechs spielen zu lassen?« Genauso war es mit Mats Hummels....Für mich haben die Jungs das Fußballspielen aber erst auf der Sechs gelernt. Wir brauchen doch heute Spieler, die aus der zentralen defensiven Position das Spiel öffnen können. Spieler, die damit umgehen können, dass sie von überall attackiert werden. Die nicht nervös werden, wenn ein Gegenspieler nur zwei Meter von ihnen entfernt ist. Die wissen, wann man einen langen Ball schlagen muss. Die das Spiel erkennen. Das lernt man auf der Sechs. Das Kuriose ist, dass die Weisen, die einst die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen haben, hinterher eben diese Spieler unbedingt kaufen wollen

    Quelle: http://www.11freunde.de/bundes…ckes_war_es_am_schoensten
    Erster Teil desselben sehr lesenswerten Interviews: http://www.11freunde.de/bundesligen/137013


    Grüße
    Oliver

    Kicker, jetzt hol aber mal kurz Luft, bevor Du in der Ferienfussballschule den nächsten Todfeind des Kinderfussballs auszumachen glaubst. Mein Kleiner hat das jetzt 3 oder 4 mal gemacht, es hat ihm jedesmal Riesenspaß gemacht. Nein, entdeckt wird dabei keiner und es wird auch keiner zum Profi durch 1 Woche Fussballbeschäftigung (ich will es nicht mal als Training bezeichnen, dazu ist es zu wenig individuell und zu wenig intensiv).


    Natürlich ist es kommerziell (das ist nicht verboten) und natürlich frage ich mich als Vater, ob der Preis von ca. 150€ pro Woche in Relation zu unserem Jahresbeitrag im Verien (30€) angemessen ist. Aber es macht den Kurzen Spaß. Für mich ist das auf demselben Niveau wie Ferienspiele, die allenthalben von der Stadt veranstaltet werden. Wenn mein Kleiner nochmal will, darf er nochmal hin.


    Grüße
    Oliver

    Aus welchem Landesverband kommst Du?


    IN Hessen wäre das laut Jugendordnung zulässig:


    Quelle: http://www.hfv-online.de/filea…dnungen/Jugendordnung.pdf


    Grüße
    Oliver

    @Kicker
    Der Jugendtrainer ist zwar ein Dienstleister, aber wenn er sich "nur" als solcher begreift, wird er es nicht lange machen, Hardcore-Altruisten mal ausgenommen. Jugendtrainer wird und bleibt man nur dann, wenn einem der Job persönlich Spaß macht. Das ist m.E. wichtig und das sollte man sich schon bewusst machen, als Trainer, als Eltern und auch als Spieler.


    Aber klar: Der Spaß des Trainers muss sich nicht über Siege definieren, sondern das kann auch das Erfolgserlebnis sein, dass der etwas grobmotorische Kevin nach 2 Jahren Training sein erstes Tor erzielt oder einfach die Freude, gutgelaunte Kinder mit feuereifer den Ball hinterherjagen zu sehen....


    Grüße
    Oliver

    Danke für das Posting, Uwe. So wie Du es beschreibst, sehe ich die Situation auch. Wo werden wir in 10 Jahren sein? Gibt es dann die Fanszene noch? Oder werden dann die Schlachtgesänge der EInfachheit halber per Audioanlage eingespielt? Ich bin gespannt...


    Grüße
    Oliver

    Vorschriften mache ich keine, aber ich versuche schon den Kindern zu vermitteln, was sinnvolle "Sportlerkost" ist. Wobei mir die Süßigkeiten da weniger problematisch scheinen als die fette Bratwurst in der halben Stunde Pause während eines Turniers. Aber wie gesagt, von Verboten halte ich in der Beziehung nichts.


    Für mich war es auch eine erhelldende Erfahrung, in den letzten Jahren diverse Male die Verpflegungsstände bei unseren Hallenturnieren betreut zu haben. Der meiste Umsatz wird gemacht mit Kaffee (der muss immer verfügbar sein, sonst gibt's Murren) und mit Süßigkeitentüten. Alles andere (Brötchen, Kuchen, Kaltgetränke, Obst) wird deutlich seltener nachgefragt.


    Grüße
    Oliver

    Habt Ihr eine B oder mehrere? Kannst Du evtl. einige der Spieler in ein anderes Team geben?


    Letztes Jahr hatte ich eine F (also 7er Mannschaft, in der Halle nur 6er) mit insges. 20 Spielern. Wir haben rotiert, aber dennoch gab es ständig lange Gesichter. Ich fand das ziemlich doof, ständig Spielern abzusagen, die engagiert im Training sind und Lust haben zu spielen. Zusätzliche Trainingsspiele sind eine gute Möglichkeit, aber dazu benötigt man a) die Zeit und b) eine Gegnermannschaft, die neben dem Ligaspielbetrieb noch weiteren Aktionsbedarf hat.


    Grüße
    Oliver

    Sollte friedlich laufen, ich bin nicht da 8) .

    Ach, Du warst der mit dem 11m-Punkt?! :D

    Wenn ich darüber nachdenke, hätte man Düsseldorf-Berlin nicht abbrechen müssen? Wenn man schon damit droht, wann soll dann ein Spiel abgebrochen werden, wenn nicht dieses? Die Idioten freuen sich und werden eine Abbruchdrohung gar nicht mehr ernst nehmen. Ganz schwer, denn wahrscheinlich wäre es anders noch gefährlicher geworden.

    Bei einem Abbruch wäre die Situation noch mehr eskaliert, daher fand ich es sinnvoll, dass weiter gespielt wurde. Allerdings würde ich das Spiel im Nachhinein neutraliseren und nochmal ansetzen. Von einem regulären Spielablauf war man spätestens in der Nachspielzeit ja weit entfernt. Was wäre passiert, wenn ein Berliner in der 96. min ein Foul begangen hätte oder wenn er ein Tor geschossen hätte?


    Also: Neuansetzung, am besten in Timbuktu, ohne Zuschauer.


    Grüße
    Oliver

    So ganz verstehe ich die Frage nicht, wieso müssen die Eltern besänftigt werden? Was die Eltern vorrangig interessieren wird, ist Dein Nachfolger. Gibt es schon jemanden? Dann am besten mit einladen. Wenn nicht, dann wird es Zeit, dass der Verein sich darum kümmert. Ich gehe davon aus, dass Du den Jugendleiter schon informiert hast, dass Du die Mannschaft abgeben wirst, oder?


    Grüße
    Oliver

    Mal eine Frage: Wird das Folgen haben? Wenn ja, welche?


    Das ist in der Jugendspielordnung geregelt:


    siehe http://www.wflv.de/fileadmin/d…/satzung/H-JSpO_06-11.pdf
    Die 30€ werden im Zweifel keinen interessieren. Welche persönlichen Strafen gegen die Trainer/Betreuer ausgesprochen werden kann, weiss ich nicht, aber auch das wird bei Bambini vermutlich nicht allzu abschreckend sein.


    Grüße
    Oliver

    Ich habe letzhin die Sichtung des 2003er Jahrgangs für das Nachwuchsleistungszentrum eines der hiesigen Profiklubs beobachtet. Obwohl sich dort eher die talentierteren Kinder vorstellen, konnte man kaum einen der insgesamt ca. 50 Spieler als beidfüssig bezeichnen. Mich hat das überrascht, da hätte ich mehr erwartet, da auch aus meiner Erfahrung die Jungs das meist recht gut lernen, wenn man als Trainer sie immer wieder dazu motiviert, auch den schwächeren Fuss zu benutzen.


    crow
    Du hast deinem Sohn einen Riesengefallen getan! Die Beidfüssigkeit wird ihm fussballerisch noch viel helfen.


    Grüße
    Oliver

    Bei uns gibt es keine Sichtungsturniere. Die Vereine werden aufgefordert ihre talentierten Spieler zu melden. Jetzt könnte man meinen, dass es dadurch hohe Anmeldezahlen gibt, aber das Gegenteil ist der Fall. Von den 70 Vereinen im Kreis haben gerade mal 8 Vereine überhaupt eine Meldung abgegeben. Sicherlich war zu beobachten, dass der 2001er Jahrgang nicht der stärkste ist, aber vermutlich werden so wohl nicht viel mehr als 20 Spieler gesichtet werden.

    So läuft es bei uns auch (Hessen). Viele Vereine schicken keine Spieler zur Sichtung, "damit die nicht weggefischt werden". Diese Befürchtung ist sicher nicht unbegründet (denn unser Stützpunkt ist zugleich der "Platzhirsch" im Jugendfussball in der Region, entsprechend oft wechseln talentierte Spielert dorthin), andererseits konterkariert man dabei natürlich die Talentförderung. Das Talent muss dann sehen, wo es bleibt...


    Grüße
    Oliver

    @Don: zum (späteren) Glück (eigene Potential zu nutzen) zwingen - hab ich mir auch schon oft gesagt. Wenn dein Kind sich aber weigert, anderswo zum Training auch nur mitzukommen, trotz Eis-Versprechen? Und sein Trainer ist eigentlich voll ok, auch der Jugendwart, nur machen sie eben Dinge, die wie beschrieben zweifelhaft erscheinen, lehnen Dialog ab. Die ganze Familie leidet, da meine Frau eh meint, nur Freunde zählen, Fußball sei sch....egal, ich ein "Verrückter" ;)

    Irgendwann hilft kein Eis, sondern nur noch rohe Gewalt ;) Wie kann ein Trainer "eigentlich voll ok" sein, der so agiert?


    Grüße
    Oliver