Beiträge von Don Quijote

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    Für die G-Jugend würde ich den Spielbetrieb auch inhaltlich anders gestalten, Vorschläge sind ja etliche genannt. Was aber für einen offiziellen Spielbetrieb spricht, ist die Regelmäßigkeit. Bei uns im Fussballkreis gibt es ab G reguläre Hallenspiele, d.h. jedes angemeldete Team hat da zwischen Herbst- und Osterferien (fast) jedes Wochenende ein ganz normales Spiel (2x20 min). Dazu sind etliche 3-Felderhallen im Kreis permanent "gebucht", obwohl andere Sportarten ebenfalls händeringend Hallenzeiten anfordern. Ohne den offiziellen Touch hätte man kaum eine Chance, die Hallenzeiten zu bekommen.


    Das spricht aus meiner Sicht für einen organisierten Spielbetrieb zumindest im Winterhalbjahr (Platzzeiten im Sommer sollte weniger problematisch sein). Allerdings sollte der in G und F2 kindgerechter organisert sein, also kein 7:7, sondern lieber 3:3 oder 4:4 in der halben Halle auf kleine Tore.


    Grüße
    Oliver

    Hallenturnier gestern U10 (also E2):
    - Rückpassregel gilt (d.h. Torwart darf den Rückpass nicht mit der Hand aufnehmen)
    - Abschlag aus der Hand erlaubt
    - Abschlag darf auch über die Mittellinie gehen
    - Torwart darf den Strafraum nur zur Abwehr verlassen


    Bei den Abschlägen gab es (wie erwartet) ein munteres Gebolze. Die letztgenannte Regel wurde nach einigen Protesten aufgehoben, zum Glück.


    Grüße
    Oliver

    Muss ich den Eltern sagen, dass was ihr Euch unter Fußball s p i e l e n vorstellt, das ist hier nicht. - ? Und wie kannman denn das unter einen Hut bringen, engagierter Freizeitsport und Leistungssport schon in den jungen Jahrgängen? Während dem Schreiben habe ich gesehen, auf diesen letzten Satz kommt es mir besonders an


    Hallo miho,
    interessante Fragestellung. Zunächst mal: Fussball ist NICHT körperlos. Den Ball mit dem Körper abschirmen, der Schulterkontakt beim Zweikampf, all das gehört zum Fussball dazu. Wer das nicht will, der wird (egal auf welchem Niveau), in der F oder spätestens in der E Probleme kriegen, denn dann setzen die Jungs immer mehr ihren Körper im Spiel ein, Das ist nicht unfair, sondern so ist das Spiel konzipiert,


    Der Unterschied zwischen Breitensport und Leistungssport wurde hier schon oft thematisiert, siehe z.B. WAS ist Leistungsfußball in Relation zu: WAS ist Leistungsfußball im Jugendbereich/Gibt es einen Unterschied?


    Alles, was in G, F, E im organisierten Fussball läuft ist Breitensport, der aber (wie Du ja auch bemerkt hast) mehr oder weniger leistungsorientiert sein kann. Die höchsten Klassen ab D würde ich als Leistungssport ansehen.


    Grüße
    Oliver

    Ich glaube nicht, dass irgendjemand von uns Deine Fragen zufriedenstellend beantworten kann. Ein paar Punkte fallen mir aber schon auf:


    - Die 2003er sollten schon sehr dominant sein, wenn Du die mit hoch ziehst. Sonst nimmst Du Ihnen die Chance mal die SpielANFÜHRER zu sein. Schwer vorstellbar, dass das für alle 7 Jungs gilt.
    - Die Stützpunktspieler sollten aus Leistungsgründen vielleicht wirklich hoch in die D1 und sich gegen gleich starke messen statt in der D2 alle gegnerischen D2 zu vermöbeln.
    - Die Planung sollte ja im Gesamtverein erfolgen, also zusammen mit allen Spielern von E und D. Denn es geht ja auch darum, die anderen Teams sinnnvoll zu besetzen.
    - Du hast aktuell wirklich 22 Jungs für eine E und keine Probleme? Respekt, das überrascht mich. Für mich war schon das Training mit so einer großen Gruppe schwierig. Und noch schwieriger war es, dann die Jungs für das Spiel am Wochenende auszudeuten.


    Wie gesagt nur isolierte Hinweise, keine Lösung. Setz Dich mit deinen Trainerkollegen zusammen. Und sei bereit, Spieler abzugeben, sofern Du Deine Kollegen nicht als unterirdisch ansiehst.


    Grüße
    Oliver

    Mein Ansatz ist und bleibt gutes Training. Wenn das in G und F die richtigen Grundlagen schafft, brauche ich bis dahin noch keinen Spielbetrieb. Wichtig ist doch, dass ich bis zur E auch tatsächlich alle Kinder mitnehme. Man wird leider nie Zahlen bekommen von Menschen, die es aufgrund ihrer Veranlagung bei richtiger Betreuung in den fußballerischen Spitzenbereich geschafft hätten, wenn man ihnen nicht vorher den Spaß daran genommen hätte. Und wenn das nur ein oder zwei pro Jahrgang wären. Es hätten die beiden sein können, die uns zum Weltmeister gemacht hätten.


    Klar, damit könntest Du Recht haben, aber das werden wir nicht rausbekommen. Allerdings glaube ich, dass die 5-10 jährigen Talente zumeist auch mit dem aktuellen Spielbetrieb schon gut klar kommen. Es sind eher die durchschnittlichen und schwächeren Spieler, die leiden. Und die (das ist meine These) sind nicht primäre Zielgruppe des DFB. Das ist meine Wahrnehmung - gut ist das nicht, aber so ist es eben.


    :thumbup: Genauso stell ich mir das vor. Und den Organisationsaufwand muss man doch in Relation zum Sinn und Zweck sehen. Ich wäre sofort dabei !

    So ähnlich laufen die Spielfeste im Mini-Handball, an denen unser Jüngster teilnimmt. Bisher habe ich das als sehr wohltuend empfunden. Für G+F optimal.


    Grüße
    Oliver

    Steini
    In Deinen Zeilen finde ich mich sehr gut wieder! Auch mir war als F-Trainer der Punktspielbetrieb oft verhasst: Entweder man spielt gegen übermächtige Gegner und weiss schon Tage im voraus, dass das wieder 2-stellig wird, vor allem, wenn man kindgerecht agiert (Rotation usw.). Oder umgekehrt, man spielt gegen überforderte Gegner und kann als Trainer wenig tun, um das Leid der gegnerischen Spieler zu lindern, die Woche für Woche auf die Mütze kriegen. All das ließe sich ohne fixen Spielbetrieb viel leicht handhaben. In anderen Sportarten (Handball) klappt das ja auch.


    Allerdings glaube ich nicht, dass sich das im DFB durchsetzen wird, denn Hauptziel des DFB ist nicht der Breitensport, sondern der Spitzensport. Und ein früher Einstieg in den Fussball bringt eher Spitzenspieler hervor als ein später. Mit meinem Kleinen bin ich ja jetzt immer mal wieder auf U10-Turnieren mit Bundesligisten, also E2. Es ist erstaunlich, auf welchem Niveau da teilweise schon gespielt wird. Wenn ich dann zugleich sehe, dass der Einstieg in die absolute Spitzenklasse immer früher kommt (Sahin, Götze, Müller usw.), dann glaube ich nicht, dass man den fussballerischen Leistungsvorsprung noch aufholen kann, wenn man erst in E oder gar D in den regulären Fussballspielbetrieb einsteigt. Aber wie gesagt, das ist ein Argument für das beste Prozent oder Promille, aber nicht für den Breitensport.


    Grüße
    Oliver

    TW-Trainer, ich bin ja vollkommen bei Dir, aber das ist nicht das Thema dieses Threads, oder? Es geht hier NICHT um Zielvereinbarungen mit einem Chef, sondern um Zielvereinbarungen mit sich selbst. Aus meiner Sicht ein himmelweiter Unterschied.


    Andre
    Ích hätte es glücklicher gefunden, wenn Du Deine Frage in einem separaten Thread formuliert hättest. So wird das doch alles sehr unübersichtlich, weil mehrere Themen parallel diskutiert werden. Inhaltlich: Natürlich gibt es Verhaltensweisen, die man (nachdem man einen Menschen besser kennt) für "typisch" hält. Aber wie Günther halte ich es für unhaltbar, aus der Schilderung eines isolierten Vorfalls auf den Charakter eines Menschen zu schließen. Das sage ich nicht, um etwaiges Fehlverhalten zu entschuldigen. Aber frage Dich doch einfach mal, wie oft Du Dich schon in Deinen Einschätzungen in andere Personen getäuscht hast, im Schlechten wie im Guten. Oder hat sich bei Dir noch nie ein spontan unsympathischer Mensch als eigentlich ganz netter Kerl heraus gestellt? Oder umgekehrt ein sehr freundlicher Mann als hinterhältig und falsch? Wenn nein, dann Respekt für Deine Menschenkenntnis...


    Grüße
    Oliver

    Sehr disziplinierte Leute müssen vielleicht nichts aufschreibe, aber mir hilft das:


    Meine Erfahrung ist, dass man durch die Schriftform gezwungen ist, sauber zu formulieren. D.h. man muss sich die Frage nach dem Ziel wirklich so klar beantworten, dass man die Antwort auch aufschreiben kann. Macht man das "nur" im Kopf, besteht (zumindest bei mir) die Tendenz, etwas schludriger zu Werke zu gehen, d.h. kritische/schwierige Punkte werden evtl. nicht ausreichend beleuchtet.


    Zweiter Vorteil der Schriftform ist die Archivierbarkeit. D.h. man kann ein halbes Jahr später mal auf die damals formulierten Ziele schauen, um zu bewerten, was geklappt hat und was nicht. Bei nur gedanklicher Formulierung spielt einem die Erinnerung da gerne mal einen Streich. D.h. die Ziele werden im Laufe der Zeit dynamisch an die Situation angepasst, so dass Zielverfehlungen nicht klar genug erkannt werden.


    Grüße
    Oliver

    Günther, wieso "gewagte These"?! Dass bei Bambini der Schwerpunkt bei allgemeiner Koordination und vielfältigen Bewegungserfahrungen liegt, wird doch hochoffiziell vom DFB so propagiert: http://training-wissen.dfb.de/index.php?id=508061 Dass das noch nicht in allen Vereinen angekommen ist, steht auf einem anderen Blatt...


    Zentrale Herausforderung an die Trainer ist es, dass durch die beschriebenen Effekte die Unterschiede in der Leistungsfähigkeit extrem groß sind. Es gibt nämlich weiterhin die bewegungsintelligenten Kinder, die dann im Fussballverein plötzlich mit Kindern in einer Mannschaft sind, die schon Probleme mit dem Rückwärtslaufen oder mit dem Hickeln auf einem Bein haben. Ich kann mangels Erfahrung nicht beurteilen, ob das früher besser war (wie sonst alles :) ), aber aus meiner Sicht ist es die größte Schwierigkeit, die schwächeren Kinder so in den fix vorgegebenen Rahmen (fixe Altersklassen, regulärer Spielbetrieb) zu integrieren, dass es allen Spaß macht.


    Grüße
    Oliver

    Hallo Mentala,


    würde mich ebenfalls freuen, wenn Du weiter hier im Forum aktiv bleiben würdest. Allerdings sehe ich nicht, wie hier im Thread die Bezugnahme auf die Praxis hinzubekommen sein kann, zumal der Threadersteller kicker das ja explizit nicht will. Daher schlage ich vor, dass Du Dir auch mal die anderen Threads im Forum anschaust, denn da sind immer wieder welche dabei, bei denen es vorrangig um mentale Dinge geht. Da würden Deine Tipps sicher auf sehr fruchtbaren Boden fallen.


    Grüße
    Oliver

    Hallenturnier im Mai/Juni? Das ist ungewöhnlich...


    Inhaltlich bin ich bei Callahan. Autom. Tore würde ich nicht machen. Genausowenig würde nach Schönheit entscheiden (lassen). Da sind hitzige Diskussionen vorprogrammiert. Lieber "normale" Futsal-Regeln mit 9m-Schiessen bei Unentschieden.


    Grüße
    Oliver

    Habe gerade den ersten Abend fertig, mein Feedback:


    - Registrierung klappt fehlerfrei, leider konnte ich nicht "Don Quijote" als Usernamen nehmen, aber das ist verschmerzbar :)
    - Einschreiben in den Kurs ging auch problemlos
    - Testfragen sind gut formuliert, man muss (wie immer in solchen Tests) ziemlich aufpassen, ob die Frage positiv oder negativ gestellt ist
    - Beim Abgeben des Tests muss man ziemlich oft bestätigen, Verwirrend finde ich, dass beim Popup "Abbrechen" links steht und "Abgeben" rechts, da habe ich mich auf Anhieb verklickt (weil "ok" doch immer links ist)
    - Die Kontrolle ist ein wenig unübersichtlich. Man bekommt sofort sein Ergebnis als Punktzahl und will dann natürlich insbesondere wissen, was man falsch hatte. Dazu muss man aber alle Testfragen erneut durchgehen, auch wenn man bei den ersten vielleicht gar keinen Fehler hatte. Hier wäre es aus meiner Sicht besser, wenn man nur die Falschantworten angezeigt bekäme. Ihr habt Euch zwar Mühe gegeben, auch bei richtigen Antworten noch eine Zusatzinfo bei der Bewertung zu geben, aber ob das konzentriert gelesen wird, weiss ich nicht.
    - Vielleicht bei den Fragen auch ein "Weiss ich nicht" einfügen. Sonst ist man ja gezwungen zu raten. Wenn man richtig rät, lernt man aber nichts, da der Test ja die Punktzahl mitnimmt, und die entsprechende Frage grün markiert.
    - Ich hatte im Test 2 folgenden Fall: Die Frage war negativ ("Was ist falsch?"): Ich habe nur 3 von 4 falschen Punkten angekreuzt. In der Bewertung ist meine Falschantwort nicht rot markiert, ich habe sie erst gar nicht gefunden (siehe Anhang). Soll das so sein?
    - Über diese Falschantwort würde ich ja fast streiten: Wenn ein Trainer die Kinder "ausführlich" informiert, klingt das für mich nach 10-minütiger Ansprache, Würde ich nie machen. Für solche strittigen Fälle fehlt einem bei dem Test natürlich der Diskussionspartner.


    Ansonsten macht's Spaß! Die anderen Kurse werde ich auch noch machen.


    Viele Grüße
    Oliver

    Habe mir den Schnipsel gerade auf Youtube angesehen. Der 17-jährige Balljunge verzögert bewusst das Spiel, der 22-jährige Spieler versucht mit einem Kick den Ball frei zu bekommen (mein Eindruck).


    Beide Beteiligten haben sich aus meiner Sicht falsch verhalten, wobei an den Profi diesbezüglich sicher der höhere Anspruch zu stellen ist. Aber so ein Riesen-Aufreger sollte die Szene nicht sein, das sieht man auf jedem beliebigen Bolzplatz.


    Grüße
    Oliver

    Hallo Tom,


    danke für interessanten Einblicke! Was Du beschreibst, ist hier in D näher an privaten (=Kommerziellen) Fussballschulen als an klassichen Fussballvereinen.


    Was ich noch nicht ganz begriffen habe, ist der Übergang in den Schulsport in Middle School / College. Heisst das, dass talentierte Spieler ins Schulteam kommen und dann nicht mehr im Verein spielen? Und spielen die Schulen in eigenen Ligen oder messen die sich auch mit Vereinen? Gibt es an den Schulen auch Teams für die weniger talentierten?


    Grüße
    Oiver

    [...] Wenn ein Kind kein Bock mehr auf dein Training hat, dann kommt es doch einfach nicht mehr. Aber zwei Monate Sperre finde ich da auch in Ordnung, solange es den aktuellen Spielbetrieb, d.h. die Jagd um die Goldene Ananas vielerorts im F- und E-Bereich gibt. Andererseits würde ich mir eher einen Spielbetrieb wünschen, der das Abwerben von Spielern in diesen Altersklassen eben nicht belohnt, so dass Kinder einfach dort ihrem Hobby nachgehen, wo es ihnen am meisten Spaß macht.

    100% Zustimmung. Das ist nichr ganz die völlige Freiheit, die Dir, TW-Trainer, offenbar vorschwebt, aber mit diesem Kompromiss könnte ich gut leben.


    Grüße
    Oliver