Beiträge von Don Quijote

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    Hmm, das geschilderte Verhalten ist eigentlich gerade in TopClubs nicht üblich...In TopVereinen kann ein Trainer auch nicht einfach machen was und wie es ihm passt...


    Eben! Deshalb würde ich das nicht lauifen lassen.


    Vielleicht muss man auch als Elternteil etwas runterschrauben. Eltern die immer genau wissen, wie kurz oder lang ihre Söhne spielen, gehen jedem Trainer auf den Sack! Dass es da zu (unbewussten) Trotzreaktionen seitens des Trainers kommen kann ist verständlich. Man ist als Elternteil auch gut beraten Dinge, mal ein paar Monate laufen zu lassen. Auch die Bank ist eine Erfahrung und lernen mit Frust umzugehen auch. Ehrlich gesagt, wenn der Bub nach der geschilderten Episode heult und gar nicht mehr so richtig will, resp. bereits schon Alternativen ins Auge fasst, würde ich mir schon überlegen ob er in einem Leistungszentrum richtig ist. he, Turnierzeit ist nicht alles ! Und am meisten lernt er im Training und bei all dem was er sonst noch macht. Emotionale und soziale Intelligenz ist heute genauso wichtig wie Technik, und die lernt sich auf der Bank und mit Problemen oft besser, als wenn alles smooth über die Bühne geht.
    Kopf hoch !!

    Hmm, der Tipp, sich als Eltern zurückzunehmen und dem Trainer und dem Verein einen gewissen Vertrauenesbonus einzuräumen, ist sicher generell korrekt, aber ich sehe nicht, wo crow sich da hysterisch/aktionistisch verhalten haben sollte. Und die Einschätzung, dass Bankdrücken einen 8-jährigen emotional und sozial weiter bringt, finde ich schon etwas zynisch. Das mag bei Jugendlichen oder Erwachsenen gelten, aber doch nicht bei kleinen Kindern...


    Grüße
    Oliver

    Bin nicht 100% überzeugt, aber das sind interessante Ausführungen. Ich würde schätzen, dass die durch Eure Selektion ausgewählten Kids mind. ein, wenn nicht 2 Jahre Entwicklungsvorspung haben. Dann passt das auch wieder ungefähr mit den Alterszielen, wo das Passen in der Grobform in der F eingeführt werden soll.


    Meine "Bauchschmerzen" sind, dass aus meiner Sicht das Passen gerade bei den jungen Kickern eigentlich viel zu einfach ist, weil die wenigsten Gegner darauf eingestellt sind. Daher kann auch ein eigentlich unterdurchschnittlicher Spieler sich recht gut in einem auf Passspiel getrimmten Team "verstecken", wenn er den Ball nur schnell genug wieder los wird. Mir ist bei den Kleinen lieber, wenn die Spieler lernen, sich in 1:1. Situationen durch zu setzen.


    Aber mir ist auch klar, dass beide Argumente bei Eurem Leistungsteam nur bedingt zutreffen: Durch das höheren Niveau gibt es auch bei passenden Mannschaften oft genug 1:1 Situationen.


    Grüße
    Oliver

    Hallo Fussballbaron,


    danke erneut für die ausführliche Antwort, es wird jetzt ein wenig klarer. Mit der beschriebenen Selektion in U7/U8 habt Ihr bereits eine Ausgangssituation, die sich wesentlich von der "normaler" Vereine unterscheidet. Das muss man bei der Beurteilung Eures Konzeptes natürlich im Hinterkopf haben.


    Später evtl. mehr, muss jetzt weg :)
    Oliver

    Basics auf dem Feld:
    ...


    Sehr interessantes Posting, danke dafür! Ein paar Punkte mag ich für eine Diskussion herausgreife:


    a) Verzicht auf Selektion: Wie sieht das konkret aus? Ihr sichtet bei dem Bambini und geht mit diesen Spielern dann hoch bis in die U19? Wie sieht die Beschränkung durch den Verband konkret aus?


    b) Was mir aufffällt ist, dass in Eurem Verein schon bei Bambini der Schwerpunkt auf dem Passspiel liegt. Das ist konträr zur aktuellen Lehrmeinung im DFB, da sollen Bambini und auch F-linge durchaus noch "Solokünstler" sein, gerade damit sie das offensive 1:1 erlernen. Das seht Ihr offenbar anders, warum?


    c) Trainieren von Standardsituationen schon bei G+F! Das sieht man (aus meiner Sicht: leider) immer wieder, gerade auch bei ambitionierten Klubs. Denn es ist unglaublich erfolgsversprechend. Wer bei den G+F z.B. bei gegnerischem Ab- oder Anstoß ordentlich presst, kommt oft in aussichtsreicher Situation an den Ball. Aus meiner Sicht dient das aber nur dem Gewinnen, nicht dem Entwickeln der noch sehrt jungen Spieler. Das seht Ihr offenbar anders, warum?


    d) Verblüffend für mich auch die EInteilung der Spielfeldes in feste Quadranten, die nicht verlassen werden sollen (oder verstehe ich das falsch?). Fördert man dadurch nicht z.B. den positionsfixierten Abwehrspieler ("meine Position ist recht hinten, da gehe ich nicht weg"), wo man doch im modernen Fussball ballorientiert verschieben will? Ebenso gehören doch z.B. Flankenläufe der Außenverteidiger zum Standardprogramm. Trainiere ich das jungen Kickern nicht geradezu ab, wenn ich sie in ihrem Quadrant "einsperre"?


    Bitte nicht falsch verstehen, ich will nicht an Eurem Konzept herumnörgeln. Offenbar seid Ihr engagiert und mit einigem Erfolg bei der Sache. Gerade deshalb versuche ich mir über die o.g. Abweichungen zu meinem "Weltbild" Gedanken zu machen.


    Grüße
    Oliver

    Hört sich nicht gut an, leider! Aus meiner Sicht ist es ein Unding, jemanden ins Tor zu stellen, der da nicht spielen will. Mal zu reinschnuppern, ok, sollte jeder mal machen, aber was Du beschreibst geht ja weit darüber hinaus. Und fast noch krasser ist die viel zu kanppe Einsatzzeit Deines Sohnes. Und das in der U9!


    Offenbar will der Trainer Deines Sohnes unbedingt gewinnen. Und offenbar ist er der Meinung, dass ihm Dein Sohn bei diesem Ziel nur als Torspieler hilft. Wenn sich das nicht ändert, würde ich einen Wechsel ins Auge fassen. Wichtig ist, dass Dein Sohn Spaß am Fussball behält. Wenn die Situation im LZ das aktuell nicht hergibt (und der Trainer ist da nunmal), dann lieber in einen anderen Verein wechseln. Eventuell kannst Du vorher aber auch nochmal mit einem weiteren Vereins-Offiziellen reden. Gibt es da sowas wie einen Jugend-Koordinator? Vielleicht hilft es, dem die Situation zu schildern. Allzu optimistisch wäre ich da allerdings nicht...


    Grüße
    Oliver

    Vorab: Ich bin auch kein Experte in Trainingslehre. Dennoch bin ich überzeugt, dass sich Kraft- und Stabilisationstraining schon sehr viel früher als erst in der B sinnvoll ins Training einbauen lässt. Zodiak hat ja einige Hinweise gegeben. Natürlich wird niemand in einer C oder D eine komplette Einheit für Krafttraining verplanen. Aber so wie von Zodiak praktiziert 5 oder 10 Minuten? Da hätte ich selbst in einer E keine Probleme. Das macht man in anderen Sportarten doch auch, wieso soll das im Fussball nicht sinnvoll sein?


    Grüße
    Oliver

    Aus meiner Sicht wird hier zu sehr verallgemeinert. Ich kenne 2 typen:


    - Ferienfussballschulen: Meist 5 Tage von 9-16 Uhr in den Ferien für rund 160€ (inkl. Trikot+Hose+Verpflegung). Aus meiner Sicht ein netter Ferienspaß, wenn einem das nicht zu teuer ist. Da wird zwar auch gerne mit Promis geworben, aber keiner wird ernsthaft erwarten, dass sein Kind mit 5 Tagen Training zum Profi wird. Als Geldschneiderei würde ich das nicht bezeichnen.


    - Fussballschulen, die parallel zum Vereinstrainig laufen, z.B. 1-mal pro Woche "Zusatztraining". Da habe ich keine eigenen Erfahrungen, aber spontan würde ich hier viel eher vermuten, dass Eltern suggeriert wird, dass duch das Zusatztraining die Kinder massiv voran gebracht werden. Hier wäre ich dementsprechend deutlich kritischer, zumal das Zusatztraining sich ja evtl. terminlich mit dem Vereinstraining beisst.


    Grüße
    Oliver

    Einen ähnlichen Hilferuf an die Eltern habe ich auch schon mal probiert, Erfolg ebenfalls Null... Nach meiner Erfahrung wird das Schreiben zwar gelesen, aber auch sehr schnell beiseite gelegt. Da ist das persönliche Gespräch erfolgversprechender. Und ich stimme kaiser_franz zu: Wenn die Eltern wirklich Konsequenzen sehen (Verringerung der Trainingshäufigkeit...), dann springt vielleicht jemand über seinen Schatten. Auch ich bin damals nur durch etwas Druck zum Trainer geworden.


    ReMigius
    Mach Dir kein schlechtes Gewissen, sondern passe Deinen Aufwand als Trainer an Deine Bedürfnisse (Studium usw.) an, auch wenn dadurch die Betreuung der Kinder nicht mehr optimal ist. Aber es ist Aufgabe der Jugendleitung, da für Abhilfe zu sorgen. Es bringt niemandem etwas, wenn Du Dich aufreibst und dann vielleicht entnervt komplett aufhörst.


    Grüße
    Oliver

    Mannschaft A spiele mit weißen Stutzen, Mannschaft B mit schwarzen. Wenn jetzt 2 Beine zum Ball gehen und das weiße Bein war zuletzt dran, hat B Einwurf, soweit ist es einfach. Aber was ist, wenn ein Spieler von B über seinen schwarzen Stutzen weiße Stutzenhalter trägt? Womöglich hat der Schiri dann in der Schnelligkeit der Bewegung Probleme, das weiße Bein und den weißen Stutzenhalter optisch auseinander zu halten.


    Ich glaube, so ähnlich ist der "Sinn". Ob man das für realistisch hält, steht auf einem anderen Blatt.


    Grüße
    Oliver

    Denn das ständige Hin und Her kann nicht im Sinne der Talentförderung sein, die ja bei LZ im Mittelpunkt des Interesses sein sollte! Oder wie seht ihr das Ganze?


    Ich sehe das wie Du: Dem Talent hilft diese Regelung vermutlich nicht. Sondern sie dient nur dazu, es dem LZ leichter zu machen, schwächere Spieler nicht in der LZ-Mannschaft einsetzen zu "müssen". Dem Talent wird das sicher als "Sprungbrett" ins Stammteam verkauft, aber aus meiner Sicht ist das eine Mogelpackung. Spieler, die nicht stark genug sind, um im LZ-Team Spielanteile zu bekommen, sollten lieber dort spielen, wo sie leistungsmäßig hingehören.


    Grüße
    Oliver

    Für mich ist das ein ziemlich verqueres Konstrukt. Klar gewinnen LZ und Heimatverein an "sportlichen Möglichkeiten". Vor allem dem LZ spielt das in die Karten, kann er doch ohne schlechtes gewissen jeweils etwas schwächere Spieler zurück in die Heimat schicken. Aber das Ganze geht aus meiner Sicht zu Lasten der Talente, die doch eigentlich gefördert werden sollen. LZ-Spieler, die gastweise im Heimatverein mitspielen, ohne dort mitzutrainieren, bringen doch vor allem das Mannschaftsgefüge des Heimatvereins durcheinander. Noch deutlicher kann man den regulären Spielern des Heimatvereins nicht zeigen, was man von ihnen hält, als wenn man sie immer in entscheidenen Begegnungen durch die LZ-linge ersetzt. Um dem LZ-Spieler tut man mMn auch keinen Gefallen, denn der wird ins kalte Wasser geworfen und soll nur mit seiner individuellen Klasse ein Spiel entscheiden, ohne mit dem Rest seines Teams eingespielt zu sein. Das mag bei einem unterklassigen Heimatverein ja noch ansatzweise funktionieren, aber bei einem ambitionierten Heimatverein sicher nicht. Und dann? Das Hickhack, wenn dann der LZ-ling ein schwaches Spiel abliefert, mag ich mir gar nicht vorstellen...


    Ich würde meinen Sohn nicht so in die Zwickmühle setzen. Entweder LZ, dann aber ganz und gar. Oder Verbleib im Heimatverein. Dort sollten dann aber auch keine LZ-Spieler auftauchen und meinem Sohn Spielanteile wegnehmen.


    Grüße
    Oliver

    Die Antwort auf Günthers Frage fände ich auch interessant, denn wie das überhaupt gehen soll, verstehe ich nicht.



    Grüße
    Oliver

    Schon viele gute Vorschläge hier! In Bezug auf "unzuverlässige" Eltern bin ich auch gebranntes Kind. Wenn ich aber über meine damalige Situation nochmal nachdenke muss ich feststellen, dass das nicht unbedingt Unzuverlässigkeit war. Sondern die Ziele/Ansprüche von mir als Trainer und von den Spielereltern klafften ein Stück weit auseinander, ohne dass das ganz klar besprochen war:
    - Mein Anspruch war (in F), dass jeder Spieler zu beiden Trainingsterminen kommt
    - Einige Spieler kamen nur 1-mal wegen Konkurrenztermin (Schwimmen, Musik...). Das war abgesprochen und ok.
    - Einigen Eltern waren aber die insgesamt 3 Termine (2x Training plus Spiel) eigentlich zu viel. Da wurde dann schon mal kurzfristig abgesagt.
    - Mein Anspruch war, dass ein angesetzter Spieltermin Priorität hat vor anderen Sachen, d.h. die von Dir zitierte Geburtstagseinladung hätte umgelegt werden müssen.
    - Für einige Eltern gilt das so nicht, sondern der Fussballtermin ist einer von mehreren Möglichkeiten am Wochenende, unter denen es auszuwählen gilt.


    Langer Rede kurzer Sinn: Du musst Deinem Team verbindlich mitteilen, was Du von Ihnen erwartest (Elternabend?). Sofern da nicht alle Ja und Amen sagen, musst Du klären, wo die Kompromisslinie liegt. Die echten Problemfälle sind dann die, die zwar "Ja" sagen, aber sich dann doch anders verhalten...


    Grüße
    Oliver