Erst mal Danke für die ersten Kommentare!
Gigt es nach eurer Meinung im LZ Spielerrechte oder haben diese im Sinne des Leistungsgedankens keine Bedeutung?
Das Recht des Spielers im LZ ist vor allem das auf fussballerische Auslbildung im Rahmen des Trainings. Ich glaube nicht, dass es ein Spielerrecht auf teilnahme am Punktspielbetriebe gibt. Ob es das besser geben sollte, kann man sicher diskutieren, denn für die sportl. Entwicklung ist die Teilnahme am Spiel sicher förderlich,
Welche Interessen sollten im LZ abgebildet werden?
Spieler:
1. Ist das Training oder das Spiel im Leistungszentrum wichtiger?
Aus meiner Sicht das Training
2. Ist es dem Leistungsspieler egal wo er am Wochenende spielt?
Nein, sicher nicht
3. Braucht der Leistungspieler eine Mannschaftszugehörigkeit? Wenn ja, von welcher Mannschaft?
Wenn er überwiegend im LZ trainiert, dann zur LZ-Mannschaft
LZ:
1. Soll es vor der Aufnahme im LZ einen Interessensaustausch zwischen LZ und Talent und dessen Trainer oder LZ und Talent und Vereinsvorsitzenden geben?
Ja, sollte es geben. In unserem Fall gab es das auch, d.h. es wurde uns von den LZ-Trainern bzw. -Koordinatoren ziemlich klar gesagt, was auf unseren Sohn zukommt. Da die Mechanismen im LZ sich ja schon von denen in einem "normalen" Verein unterscheiden, halte ich das auch für zwingend. Dass man nicht jede Eventualität vorher abklären kann, ist auch klar.
2. Spielt es für das LZ eine Rolle, in welcher Liga der Heimatverein seines Talents spielt?
Nein
3. Muß jedes ausgesuchte Talent im LZ in mindestens zweites Spiel eingesetzt werden oder gilt allein die Leistung als Berechtigung für einen Einsatz?
Dazu gibt es keine verbindliche Regel, also auch kein "muß". Ich würde erwarten, dass das vor Aufnahme ins LZ aber besprochen wird (bei uns wurde es das). Die Vorgehensweise hängt sicher auch von der Altersklasse ab (tendeziell mehr Rotation im Grundlagenbereich, wenig bis keine Rotation in U17 und U19)
4. Wie sollte die Entscheidung lauten, wenn ein Spieler in die nächste Jugendaltersklasse kommt? Lieber erst mal für ein Jahr in den Heimatverein zurück oder in einen tiefer spielenden Verein schicken und dann im älteren Jahrgang wieder ins LZ zurück holen? Oder sollte er seiner Leistung entsprechend erst mal auf die Reservebank und dann nach Ausfall von Stammspielern oder entsprechendem Spielergebnis hin und wieder zum Einsatz kommen?
Hängt ziemlich von der Altersklasse ab. In den unteren Klassen U10 bis U17 gibt es typischerweise ja pro Jahrgang eine Mannschaft, d.h. da stellt sich das Problem gar nicht. Nur eine U18 gibt es oft nicht, sondern nach U17 kommt der Spung in die U19.
Beide:
Gelten für das LZ die gleichen Entscheidungsprämissen, wie bei den Profis?
Aus meiner Sicht sollte im LZ die Ausbildung der Spieler im Vordergrund stehen. Bei den Profis geht es um Ergebnisse, nicht um Einzelschicksale.