Beiträge von Don Quijote

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    Es gab zu dem Thema ja schon einmal einen Thread: Die richtige Reaktion bei drückender Überlegenheit


    Entscheidend ist für mich die Staffeleinteilung: Die Staffelleiter müssen versuchen, dass es gar nicht zu Partien zwischen so unterschiedlich leistungsstarken Mannschaften kommt. Da ist noch viel Luft nach oben, das sieht man, wenn man in fussball.de eine x-beliebige E-Jugend Staffel aufruft. Und wenn man sich ein wenig in der Altersklasse umguckt, weiss man das auch schon bei der Einteilung.


    Kommt es aber dennoch zu einer solchen Partie, dann muss man da durch. Einige Maßnahmen sind schon genannt, aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die überlegenen Kids oft nochmal voll aufdrehen, wenn sie merken, wie leicht es ihnen heute fällt. Da kann man sie nur eingeschränkt bremsen. Aber am wichtigsten finde ich, dass man auch den gnadenlos unterlegenen Gegner respektiert. Im oben verlinkten Thread hatte ich es schon mal berichtet: Wir haben mal 0:17 verloren, das war bitter für mein damalige F. Aber sowohl das gegnerische Team als auch der Trainer haben erkennen lassen, dass ihnen der hohe Sieg auch nicht wirklich angenehm war. Das war vollkommen ok, wir waren halt deutlich schlechter. Ein anderes mal lagen wir bei einem Bambini-Turnier nach 10min 0:8 zurück. Der gegnerische Trainer trieb seien Jungs lautsark nach vorne (es ging ja um das Torverhältnis) und die gegnerischen Eltern hatten nix besseres zu tun als zu rufen "Einer geht noch...". Unsere Jungs haben geheult und einer "unserer" Eltern war kurz davor, handgreiflich zu werden.


    Grüße
    Oliver

    Schon richtig, aber gerade bei solchen Erfahrungen würde ich mich auch bei einem neuen Verein nicht auf ein Konzept verlassen, sondern konkret den Trainer des Neu-Vereins ansprechen bzw. einfach mal ein Spiel besuchen und auf die Wechselei achten.


    Grüße
    Oliver

    Hallo Schtalk,


    willkommen im Forum. Was Dein Sohn da erlebt, ist leider ziemlicher Mist :thumbdown: . DFB und FIFA empfehlen Rotation.


    DFB online http://training-wissen.dfb.de/index.php?id=519707 , erster Bulletpoint bei "Spiel"

    Zitat

    "Alle sollen spielen: Also auch die "Guten" mal draussen lassen!"


    http://www.bambini-fussballtra…g/themen/grundregeln.html :

    Zitat

    Laut FIFA gilt: Jeder sollte gleichviel zum Einsatz gelangen!



    Aber das sind "nur" Empfehlungen, über die sich Euer Trainer hinwegsetzen kann, ohne irgendwelche Konsequenzen seitens der Verbände befürchten zu müssen.


    Konkret würde ich raten, das Gespräch mit dem Jugendleiter zu suchen. Der sollte innerhalb Eures Vereins auf den Trainer einwirken. Das Argument des Jugendleiters muss sein, dass er nach 2 oder 3 "erfolgreichen" Jahren mit F und E dann spätestens in der D nicht mehr ausreichend Spieler haben wird. Fruchtet das nicht, bleibt Euch eigentlich nur der Wechsel. Keinesfalls würde ich meinen Sohn in der F auf der Bank versauern lassen. und ich würde mich auch nicht auf Argument wie "der Paul braucht noch ein paar Monate, dann kann er sich in die 1te Mannschaft spielen" einlassen.


    Grüße
    Oliver

    Ich glaube, dass es nach 2 Spielen viel zu früh ist, um ein Urteil pro oder contra FPL zu fällen. Alle Beteiligten (Spieler, Trainer, Eltern) müssen sich doch auch erst an die neuen Rollen gewöhnen. Es wäre naiv zu glauben, dass das ab Start sofort alles optimal läuft.


    Grüße
    Oliver

    ...nach 15 Minuten Umziehen, 30 Minuten "Aufwärmen" und 15 Minuten "Reden"...

    Klingt schon wieder ganz anders als oben, da war von 60 min Aufwärmen die Rede. Wenn Du jetzt noch dazusagst, dass mit "15 min Reden" keine Taktikbesprechung gemeint ist, finde ich das vollkommen ok.


    Grüße
    Oliver

    Anweisungen durch die Papas während des Spiels hast Du ja offenbar schon unterbunden, prima. Bei uns im Verein wird im schriftlichen Konzept angedroht, dass ein Kind sofort ausgewechselt wird, wenn die Eltern takatische Anweisungen geben. ich habe noch nicht erlebt, dass das tatsächlich passiert ist, aber die Drohung scheint zu wirken.


    Du kannst natürlich nicht verhindern, dass die Eltern zuhause mit Ohren Kindern über die Spiele reden. Aber Du kannst schon deutlich machen, dass das in die falsche Richtung gehen kann. Sag den Spielern und ihren Eltern, dass Du die Aufstellung auch danach ausrichtest, wie gut der Spieler DEINEN Auftrag an ihn erfüllt.


    Ein Patentrezept sehe ich nicht. Das ist ein dickes Brett, was Du da bohren musst. Da ist auch Geduld gefragt.


    Grüße
    Oliver

    Dabei wurde erwiesen, dass die Meisten B-Junioren die aufhörten, bereits Bambini oder F-Jugend spielten. Solche die erst in der D-Jugend oder E-Jugend mit Fussball begonnen haben, hören weniger auf.

    Ok, das kann man messen.

    Es wird davon ausgegangen, dass man im B-Alter einfach aufhört, weil man irgend wan UEBERSAETTIGT ist.

    "Es wirtd davon ausgegangen" ist Interpretation. Möglicherweise ist es so. Möglicherweise sind die Gründe aber andere: Spieler, die erst in E oder D mit Fussball anfangen, haben eine höhere Eigen-Motivation. Bambini werden ja oft auch einfach von ihren Eltern in den Verein geschickt, "weil der Junge einen Mannschaftssport machen sollte" oder weil schlicht kein anderes Sportangebot in der Altersklasse vorhanden war. Dass diese Spieler dann vermehrt aufhören, finde ich logisch.


    Der Drop-Out liegt m.E. nicht am Übertraining, sondern wird sehr stark vom Trainer und den Zielsetzungen innerhalb der Mannschaft (die ja letztlich auch der Trainer steuert) beeinflusst. Die folgende Studie http://www.dfb.de/uploads/media/Dropout-im-Sport.pdf war ja letzhin schon mal Thema hier im trainertalk, die zeigt das ja recht gut.


    Grüße
    Oliver

    Wie würdet ihr reagieren, ...Ist solch ein Trainer tragbar ? Oder sollte der Verein sich von einem solchen Trainer trennen (der Nachwuchsleiter ist bereits informiert) ?

    14 Runden und dann noch mit Medizinball? Wenn die Beschreibung wirlich stimmt, solltet Ihr Euch um einen anderen Trainer bemühen. Wobei ich nicht mal glaube, dass das alle Kinder überfordert, aber es hat schlicht nichts mit Fussball zu tun, was der Trainer da macht. Dafür wäre mir die Zeit zu schade.


    Hier im Forum gibts Leute, die mit den G-Junioren also Bambinis, also 5-6 Jährigen, bereits 2 mal die Woche, trainieren möchten... :thumbdown:

    Soll das ein Scherz sein?! Wenn's gut läuft, dann trainieren Bambini nicht, sondern die spielen nur. Und das jeden Tag, machmal halt auch im Sportverein.


    Grüße
    Oliver

    Wer kennt einen Verein der das prakiziert?


    Bei uns in der Nähe gibt es einen JFV http://www.jfv-wetterau.de/Dateien/vereine.html wobei hier der Ansatz weniger die Leistungsförderung ist, als vielmehr ein Gegenmodell zu immer wieder zu erneuernden JSG zu bekommen.


    Handelt es sich hierbei um die sogenannten Leistungszentren?


    Nein, Leistungszentren und JFV haben aus meiner Sicht nichts miteinander zu tun, wobei de Begriff LZ ja nicht gescnützt ist.


    Welche finanzielle Förderung durch den Dfb verbirgt sich dahinter?


    Meines Wissens keine.


    Wer hat Erfahrungen damit und kann Auskunft geben? Man benötigt gem. Auskunft § 7 C JO Dfb mindestens 2 Vereine die geographisch nahe beieinander liegen. Es sollte wohl ein Kunstrasenplatz vorhanden sein und man muß mindestens vier Jugendmannschaften zusammen kriegen (D, C, B, A?).

    Wo steht denn was vom Kunstrasenplatz?! und es sind offenbar nur 3 Jugendmannschaften erforderlich.


    Gilt das auch für eine erste Mannschaft?


    Nein, es geht um Jugendmannschaften aus D bis A.


    Ich fände es toll, ...

    Ja, das ist aus meiner Sicht auch ein prima Weg, um einen vernünftigen Jugendspielbetrieb zu ermöglichen. hier gibt es viele Vereine, die in D bis A mit Ach und Krach eine Jugend pro Altersklasse (nicht pro Jahrgang!) zusammen bekommen, wenn überhaupt. An leistungshomogene teams ist da nicht zu denken. Da wäre ein JFV sehr hilfreich.


    Grüße
    Oliver

    Unabhängig davon, welche Überschrift angemessen ist und wer das Konzept wann zuerst erwähnt hat, klingt es für mich wie ein Schritt in die richtige Richtung. Ich bleibe mal bei der Abkürzung SI, denn die passt ja praktischerweise sowohl auf Spielintelligenz als auch auf Schwarmintelligenz.


    Am spannendsten ist dabei für mich, WIE man die SI seinen Spielern beibringt, bzw. wie man die optimalen Rahmenbedingungen schafft, dass die Spieler sich diese Fähigkeiten selbst aneignen. Im Moment sehe ich auch großen Überlapp zu Horst Wein, und der hat ja auch schon konkrete Hinweise gegeben. Der Knackpunkt ist dabei, dass nicht nur stumpf bestimmte Verhaltensmuster antrainiert werden, sondern dass die Kinder in die Lage versetzt werden, in neuen Situationen intelligent zu agieren. Und das nicht nur individuell, sondern im Team.


    Aber wie trainiere ich so etwas? Aktuell würde ich versuchen, den Kindern permanent wechselnde Spielsituationen zu bieten. Also viele Spielformen, permanent wechselnde Provokationsregeln, viel Rotation. Ich stelle mir vor, dass die Kinder so einerseits daran gewöhnt werden, ständig wechselnden Herausforderungen gegenüber zu stehen. Außerdem bauen sie so einen Fundus von "Erfahrungen" auf, so dass auch neue Situationen jeweils nur ein klein wenig von etwas abweichen, was sie schon mal ausprobiert haben. @FB's Idee scheint mir zu sein, dass noch mehr zu kanalisiereren, d.h. das Lernen noch effektiver zu machen. Wer hat eine Idee, wie?


    Grüße
    Oliver


    dann sind meine von einer anderen Sorte, die machen sich richtig Gedanken, eine Niederlage läßt sie schlecht schlafen und selbst das Tor, das die Kleine im letzten Spiel geschossen hat, konnte nicht viel daran ändern.
    Sie trauern den vergebenen Chancen hinterher, wissen noch genau, gegen wen sie gespielt und wie hoch sie verloren haben.

    Das verblüfft mich, kenne ich von Bambinis wie gesagt eigentlich komplett anders. Da würde ich versuchen von seiten der Erwachsenenen (Trainer, Betreuer, Eltern) dagegen zu wirken. Die Ergebnisfixierung kommt noch früh genug...

    Im letzten Spiel hat der Trainer eines von unseren Kindern während des Spiels vom Platz geschickt, weil es sich schlecht benommen hat (soll geschlagen und gepöbelt haben). Sein Vater hat ihn sofort umgezogen und ist gegangen - weiß nicht, ob er noch mal wieder kommt.

    Hmm, mir ist nicht klar, was das jetzt mit dem Thema zu tun hat.


    Grüße
    Oliver

    Wir haben das so gemacht, dass ein Trainer neben dem Tor steht und dem Torwart Mut macht sowie darauf achtet, dass die Abwehrspieler immer schauen wo der Ball ist. Der andere Trainer steht an der Mittellinie und gibt, wenn nötig, dort Tipps.
    Das klappt sehr gut. Es gibt halt einige Spieler, grade in dem Alter, die eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne haben wie andere Mitspieler.


    Pfeffernuss
    Ein Trainer am Tor und einer an der Mittellinie, die die Kinder steuern? Sieht man oft, ist aber dennoch gruselig...


    betreuer72
    Gerade bei den ganz Kleinen ist das Ergebnis vollkommen egal. "Das dritte Spiel in Folge verloren", das interessiert von den Kindern niemand. Frag die einfach mal, wie die letzten 3 Ergebnisse waren, es würde mich wundern, wenn die das noch wissen. Darauf kommt es also gar nicht an!


    Natürlich ist immer mal jemand unkonzentriert, das ist in dem Alter eben so. Da muss man gar nichts machen, außer Geduld haben. Positiv anspornen und noch mehr Geduld. Die kriegen das schon hin.


    Grüße
    Oliver