Beiträge von Don Quijote

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    Die Begründung der Kapitänin überrascht mich auch. Normalerweise denkt man doch, dass die Existemz von Auswechselspielern die Spieler auf dem Feld motivieren, weil sie eben nicht ausgetauscht werden wollen. Das ist ja das genaue Gegenteil von dem, was Du da berichtest. Sind Frauen da wirklich so anders gestrickt?


    ich tippe einfach auf eine kleine Formkrise zum Saisonstart. 3 Spiele sind ja noch nicht die Welt. Warte einfach mal ab. Du kannst es natürlich auch einfach mal ausprobieren, ohne Auswechselspielerinnen anzutreten. Versuch macht kluch.


    Grüße
    Oliver

    Danke für die Rückmeldungen. Dass FG sich schneller abnutzt als AG habe ich auch schon beobachtet. Da aber mein Kleiner ohnehin ständig neue (größere) Schuhe braucht, ist das eher sekundär.


    Grüße
    Oliver

    Als Nichtfussballer mal eine Frage zu den "richtigen" Sohlen:


    Mein Sohn trainiert auf Kunstrasen und trägt dabei AG (=Artificial Ground) Schuhe. Funktioniert auch gut, aber was mich verwirrt ist, dass ich andere Spieler auf dem gleichen Feld mit Nockenschuhen (Sohle FG = Firm Ground) oder mit Hartplatzschuhen (Sohle TF = Turf) sehe. Was wäre denn aus Eurer Sicht richtig? Der Kunstrase ist so durchschnittlich, also nicht vollkommen hart+platt, aber auch kein topmoderner (die fühlen sich ja ganz weich an). Bei den Spielen sieht man dann alle möglichen Varianten.


    Anschlussfrage: Spiele und Turniere meines Sohnes finden oft auch auf Naturrasen statt. Dafür hat er Nockenschuhe (FG). Ist das überhaupt erforderlich? Denn wie gesagt, ich sehe eigentlich nicht viel Unterschied zwischen AG und FG. Auf trockenem Rasen könnte er problemlos auch mit seinen AG-Schuhen spielen. Bzw. umgekehrt, könnte er die Nockenschuhe auf dem Kunstrasen tragen. Wäre es dann nicht sinnvoller, richtige Stollenschuhe zu besorgen (also SG = Soft Ground)? Die sieht man allerdings in der U11 Jugend praktisch nie.


    Grüße
    Oliver

    Im eigenen Team habe ich die Schoner immer als verpflichtend gesehen. Da war es auch wirklich die Ausnahme, dass mal einer die Dinger vergessen hat. Mein Argument war immer, dass man die im Spiel ja auch tagen muss und sich deshlab auch dran gewöhnen muss.


    Jetzt im NLZ trainieren geschätzt 70-80% aller Jugendlichen aus U10 bis U19 ohne Schützer. Selbst die Profis trainieren fast alle ohne Schienbeinschoner, auch in Trainingsspielen. Generell hat man aber den Eindruck, dass nicht 100% durchgezogen wird. Grätschen sieht man praktisch nie.


    Grüße
    Oliver

    Idee: Elternsprecher der gewählt wird. Der ist neutral und Verbindungsglied zwischen Eltern und Trainer...im weitesten Sinne könnte der bei Kinderspielern auch deren Sprecher sein und Verbindungsglied zum Verein sein...vielleicht auch für einen Jungtrainer.

    Andre, meinst Du nicht, dass sich in dem Alter Deiner Söhne die Eltern tunlichst raushalten sollten?


    ...als letzte Bastion der Vernunft

    Hohoho, trainertalk als letzte Bastion der Vernunft :D:D:D . Ganz so weit sind glücklicherweise noch nicht. In Bezug auf die Camps: Man muss auch respektieren, dass das viele nicht als Sprungbrett in den Leistungssport, sondern als harmlose Ferienbelustigung sehen. Ich war auch schon mehrfach heilfroh, meine Kinder in solchen Camps "abladen" zu können. Meine Frau und ich haben nämlich keine 6 Wochen Ferien im Sommer und muss sehen, dass die Kurzen irgendwie betreut/beschäftigt sind. Daraus, dass ich dann nicht am Rand sitze und dem Camptraining zuschaue zu schließen, dass ich mich nicht für meine Kinder interessiere, ist schon harter Tobak. Klar kann und sollte man als Trainer in solchen Camps versuchen, die Kinder für den Fussball zu begeistern. Aber man sollte da auch nicht das eigene Interesse über das der Kinder stellen.


    Grüße
    Oliver

    Eine Frage, die mir dabei kam, ist, ob man in eine Regionalauswahl berufen werden kann, ohne vorher in einer Kreisauswahl gewesen zu sein.

    Bei uns im Kreis gibt es gar keine Kreisauswahl. Weder in E noch in D. Da gibt es nur den Stützpunkt. Ohne das beweisen zu können, scheinen mir die Kreisauswahlen ein Relikt aus der Zeit VOR der flächendeckenden Einführung der Stützpunkte zu sein. Das schließe ich daraus, dass im HFV auch die Regionalauswahlen zurückgefahren wurden:

    Zitat

    Talentförderkonzeption im Bereich des HFV, die so seit Saisonbeginn 2005/2006 realisiert wird.


    Dies bedeutet insbesondere auf der Regionalebene erhebliche Veränderungen. Statt bislang vier Regionalauswahlmannschaften im Bereich der U14 bis zur U17, werden in jeder Region nur noch zwei Mannschaften in den Altersklassen U14 und U15 sowie eine Auswahl in der Altersklasse U16 gebildet

    Siehe http://www.hfv-online.de/spiel…ioren/dfb-hfv-konzeption/


    Grüße
    Oliver

    Ich würde eigentlich erwarten, dass die Trainer sich abstimmen, aber wenn Ihr das selbst entscheiden sollt, würde ich wie meine Vorredner zum DFB-Stützpunkt raten:
    - zusätzl. Training jede Woche
    - geht offenbar auch noch in der C (Kreisauswahl hört mit Ende D auf, oder?)


    Grüße
    Oliver

    Bei Bambini würde ich das gar nicht machen, und wenn doch, dann maximal mit Luftballons. In der F habe ich begonnen, Kopfball aus dem Stand mit Schaumstoffbällen trainieren lassen. Ich habe das Team dann abgegeben, aber in der E hätte ich das mit Light-Bällen gemacht. Ab der D gehört es auch laut DFB zum Repertoir, siehe die Broschüre "TZraining des Kopfballspiels" unter http://talente.dfb.de/index.php?id=518941


    Immer wieder sieht man in G und F besonders "mutige" Kleine, die den weiten Abschlag des gegnerischen Torwarts mit dem Kopf nehmen. Davon habe ich meinem Team immer abgeraten, zumal meist ja genug Zeit und Platz ist, um den Ball mit einem anderen Körperteil (Brust, Knie) anzunehmen. Jetzt in der E sieht man gelegentlich schon Spieler, die Flanken gezielt mit dem Kopf verwerten können. Aber das ist die Ausnahme (schon die passende Flanke), insofern würde ich da lieber bis zur D warten.


    Grüße
    Oliver

    Offenbar kommt jetzt wieder mal meine humorlose Seite gnadenlos durch, aber ich finde es nicht ok, dass der Threadersteller so ins Lächerliche gezogen wird. Könnte man nicht einfach auch mal annehmen, dass das Anliegen zwar etwas ungeschickt formuliert (übersetzt), aber durchaus ernst gemeint ist?


    Wäre ich noch Student, würde ich mir nähere Infos geben lassen.


    Grüße
    Oliver

    Sorry - aber genau das ist MANNSCHAFTSTAKTIK.

    Sehe ich ebenso, "Schwarmintelligenz" ist erstmal ein hipper, moderner Name für etwas, was es schon lange im Fussball gab und gibt. Aber das ist ja nichts schlechtes, denn dass das Wort Intelligenz drin vorkommt macht deutlich, dass Taktik eben mehr ist, als auf Kommando ohne Nachdenken die eingeübten Laufwege und Bewegungsmuster abzuspulen. Sondern dass man beim Fussball permanent auf die Aktionen des Gegners und der Mitspieler achten muss, um die richtige, die intelligente Antwort zu finden. Und auch dass vom Schwarm statt vom Führungsspieler gesprochen wird, ist mir sympathisch. Denn damit wird klar, dass an den Entscheidungen alle beteiligt sind (und damit auch alle Verantwortung tragen), jeder eben so viel, wie er kann. Insofern halte ich das auch für nichts revolutionär Neues, aber wenn der neue Begriff hilft, die Sache voran zu bringen, finde ich das prima.


    Intelligentes Spiel zu trainieren ist sicher wesentlich schwieriger als den Spielern feste Abläufe vorzugeben. Ein wesentlicher Schritt besteht in meinen Augen darin, den Kindern Fehler zu erlauben.


    Grüße
    Oliver

    Die Studie liefert gerade im Hinblick auf die konkreten Umstände im Verein aus meiner Sicht ziemlich klare Ergebnisse:


    51% aller Drop-Outs sind unmittelbar mit dem Trainer und der Mannschaft verknüft (für die ja auch der Trainer maßgeblich verantwortlich ist). Gut die Hälfte! Die von @FB (Wechsel in andere Sportarten) und von @Günther (organisatorische Rahmenbedingungen) genannten Gründe gibt es, aber die sind jeweils "nur" für rund 20% der Drop-Outs verantwortlich. Also immer noch wichtig, aber nicht der vorherrschende Grund! Diese Sicht wird dadurch bestärkt, dass die Spieler, die wegen Trainer/Mannschaft aufgehört haben, eher als alle anderen wieder interessiert sind, wieder Fussball im Verein zu spielen (Graphik Bindungsintention auf S.6).


    Positiv formuliert: Die Studie liefert aus meiner Sicht deutliche Hinweise, dass KiFu-gerechte Veränderungen im Verein unmittelbar positive Wirkung haben werden. Das deckt sich mit dem, was Steini oben am konkreten Beispiel berichtet.


    Grüße
    Oliver

    Hallo 7Heby,


    bei wenig Vorbereitungszeit würde ich einfach eine Bambini-Trainingseinheit des DFB kopieren, siehe http://training-wissen.dfb.de/index.php?id=519987


    Bei etwas mehr Zeit kannst Du auch Übungen aus http://www.bambini-fussballtraining.de/ aussuchen.


    Deine Alterspanne ist allerdings extrem, auch wenn die Älteren Mädchen sind, die ja zumeist wenig fussballerische Erfahrung haben. Da musst Du flexibel sein und ggf. die Übungen anpassen. Meinem 10-jährigen Sohn hättest Du ncht mehr mit dem Feenwald kommen dürfen...


    Ehrlich gesagt, verstehe ich aber nicht, warum Du ein Schuppertraining anbieten willst, wenn Du die Kleinen gar nicht trainieren willst. Sollte das nicht der zukünftige Coach machen? Schließlich sollen ja vor allem die Kleinen und ihre Eltern "schnuppern", ob ihnen das Training Spaß macht. Da bringt es ja wenig, wenn Du jetzt ein super-kindgerechtes Training hinlegst und danach kommt der Schleifer, der die 4-jährigen erstmal um den Platz scheucht.


    Grüße
    Oliver

    addi, auch ich nehme einen Spieler raus, wenn er sichtlich eine Pause braucht oder vielleicht gerade einen Ball ins Gesicht bekommen hat, das ist klar. Aber wichtig ist es, das als AUSNAHME von der Regel zu handhaben. Man kann sich da auch als Trainer sehr schnell selbst betrügen. Wenn Du einen Spieler 5-mal fragst, ob er bei dem knappen Spielstand und gegen den starken Gegner wirklich rein will, wird er das irgendwann ablehnen.


    Grüße
    Oliver