Beiträge von Don Quijote

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    Günter


    Ich denke mal, viele User hier können sich nicht den Unterschied des "pseudo-professionellen" Umgangs mit Kindern im unteren Jugendbereich eines NLZ vorstellen?

    Alle Achtung, TW-Trainer, da ist Dir aber wirklich eine ausgesprochen objektive und erfreulich unvoreingenommene Darstellung der Bedingungen in quasi allen NLZs gelungen...


    Im Ernst: Ich weiss nicht, welche Laus Dir über die Leber gelaufen ist. Warst Du Trainer im NLZ und wurdest gefeuert? Oder auf welchen Erfahrungen gründet sich Dein Verriss?!? Sind das überhaupt eigene Erfahrungen?


    Grüße
    Oliver

    Bei Uli H. gilt ja zudem, dass man leicht eiin oder zwei Millionen spenden kann, wenn man andererseits zig Millionen Steuern hinterzogen hat...


    Aber ich denke auch, dass er seine zweite Chance bekommen soll. Mitleid halte ich allerdings nicht für angebracht.


    Grüße
    Oliver

    Auch von mir ein dickes Danke an das trainertalk-Team und natürlich auch an alle trainertalker. Ich habe hier schon viel gelernt und bin sicher, dass das auch 2015 so bleibt :thumbup:


    Frohes Fest & Guten Rutsch
    Oliver

    Irgendwie ist die Diskussion schon wieder beim Punkt Migranten oder eher sozial Schwache oder wie auch immer. Dabei ist das doch gar nicht der entscheidende Punkt, denn die tiefer liegenden gesellschaftlichen Ursachen wird "der Fussball" ohnehin nicht wirklich lösen können.


    Wichtig finde ich, wie konkret mit den gewalttätigen Spielern und ihren Teams und Vereinen umgegangen wird. Und da spricht der Konfliktbeauftagte ja sehr offen davon, dass er da keinerlei Pfeile im Köcher hat ("werde ausgelacht"). In einem anderen Thread habe ich auch schon dargestellt, dass ich dafür bin, Gewalttätigkeiten konsequent zu bestrafen. Ich bin da ganz bei Dir, siebener. Gerade weil ich davon überzeugt bin, dass der Fussball nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten hat, die Ursachen der Gewalt zu fassen, muss es umso mehr darum gehen, die Auswirkungen möglichst gut in den Griff zu bekommen. Wenn die Jungs nicht nach den Regeln spielen wollen, dann dürfen sie halt nicht mehr mitspielen, sondern müssen sich andere Betätigungsfelder suchen. Oder ist das zu einfach gedacht?!


    Grüße
    Oliver

    Ok, das ist natürlich was anderes, bei uns spielt man auf halbem Spielfeld Da sind dementsprechend die Abstämde anders.
    Aber heißt das dass ihr quasi ohne Außen spielt (mal von den AVs abgesehen)????

    ja, es gibt keine Aussenstürmer, sondern die beiden AVs aus der 4er Kette sind für die komplette Aussenbahn verantwortlich, offensiv wie defensiv. Das ist läuferisch natürlich sehr anspruchsvoll. Aber es passt mMn zum aktuellen Anforderungsprofil eines AVs. Die sind ja häufig mehr im Angriff als in der Verteidigung.


    Grüße
    Oliver

    Ich halte von der 4er Kette in der D Jugend eher wenig aus folgenden Gründen:
    1) Die Abstände zwischen den Spielern sind bei einer 3er Kette nicht allzu groß, ähnlich wie bei 4er Kette auf Großfeld.
    2) Daraus folgend verzichtet man auf einen weiteren Zentrumsspieler der sich in die Offensive einschaltet.
    3) Man ist sehr Konteranfällig, weil das Zentrum sehr offen ist -> ist dir ja auch schon passiert.
    4) Korrespondiert mit 1: Man hat im schlechtesten Fall kein Mittelfeld da 2 Reihen ohne Bindeglied (bzw 1 leicht zu deckendes/auszuspielendes)
    5) Weniger Chancen da weniger Offensivspieler


    Das Team meines Sohnes (D2) spielt 4-2-1-1, also eine Art Tannenbaum. Die 4er-Kette halte ich für sinnvoll, da bei uns zu nahezu 100% über die volle Breite des Großfeldes gespielt wird. Da sind für 3 Verteidiger die Abstände zu groß. Die AV heissen eigentlich Außenspieler, da sie sich beide eigentlich immer mit in den Angriff einschalten sollen. Das ist sehr anspruchsvoll und daran hapert das Spiel auch oft. Aber für den Lerneffekt finde ich das dennoch sehr gut. Was mir an der Formation nicht so gut gefällt, ist die recht große Tiefenstaffelung (inkl TW sind es ja 5 Linien). Das führt oft dazu, dass der Stürmer und der 10er nicht genug mit zurück arbeiten. Und dann wird es für die beiden 6er sehr schwer. Aber dennoch finde ich das System prima, weil es m.E. einen sehr guten Lerneffekt auf den verschiedenen Positionen bietet, auch wenn es evtl. nicht die optimalen Ergebnisse bringt.


    Grüße
    Oliver

    Der Trainer kann erklären, aber mMn sollte er nie mit Eltern über das Team als Ganzes oder über die einzelnen Spieler sprechen, außer eben im Einzelgespräch über den jeweiligen Sohn oder die jeweilige Tochter. Sobald etwas anderes passiert, ist doch die Büchse der Pandora offen: Entweder der Trainer lässt sich wirklich bequatschen. Oder aber es sieht für die anderen Eltern so aus. Da sind Missstimmungen doch vorprogrammiert.


    Bei uns hat der Trainer gleich zu Beginn sehr klar gemacht, dass er über solche Diskussionen nicht mitmacht. Ich finde das sehr angenehm. Auch wenn ich manche Dinge gerne mit ihm diskutieren würde (die gruselige Taktik in der Halle z.B. ;( ), verkneife ich mir das. Und wenn der Trainer dann erkennbar fair vorgeht (wie fak es beschreibt) gibt es auch wenig Anlass zu Diskussionen.


    Die Kunst für den Trainer besteht darin, eine persönliche Ebene aufzubauen, aber dennoch die "professionelle Distanz" zu wahren. Aber das geht, davon bin ich überzeugt.


    Grüße
    Oliver

    Habe jetzt auch nochmal nach "offiziellen" Verlautbarungen gesucht und folgendes beim DFB gefunden:

    Zitat

    Ein zentraler Punkt des Masterplans ist es, dass spätestens ab 2016 alle offiziellen Hallenwettbewerbe der Verbände von der Kreisebene bis ganz oben nach den offiziellen Hallenfußballregeln der FIFA gespielt werden.

    http://www.dfb.de/news/detail/…ner-gesamtheit-54319/p/2/


    ALLE offiziellen Hallenwettbewerbe! Also spätestens ab 2016 keine Hallenfussballmeisterschaften nach "alten" Regeln" mehr. Private Spiele/Turniere sind m.E. nicht betroffen, da nicht "offiziell", oder?


    Allerdings wäre es hilfreich gewesen, wenn das ein wenig deutliche schon im Masterplan selbst formuliert wäre. So bleibt es immer noch unsicher.


    Grüße
    Oliver

    Anders macht es auch absolut keinen Sinn..


    Andererseits was muss bei dem Vater vorgehen, dass er seinen Sohn dazu drängt Fußball zu spielen obwohl er offensichtlich keine Lust dazu hat
    Absolut unverständlich!

    Sooooo einfach ist die Sache nicht. Oft ist es der Wunsch der Eltern, dass ihr Kind IRGENDEINEN Sport macht. Wenn man die Kinder so begeistern kann, dass sie selbst unbedingt hinwollen, hat man es einfach. Aber was macht man mit Kindern, die eigentlich viel lieber den ganzen Tag zuhause vor der Playstation abhängen würden?! Da kann ich schon verstehen, dass da seitens der Eltern auch sanfter Druck ausgeübt wird. Ob das sinnvoll ist, ist ein anderes Thema.


    Grüße
    Oliver

    tobn hat Recht, wobei ich noch ergänzen würde: Im Kinder- und im unteren Jugendbereich sehe ich keinen sinnvollen Grund, nicht einfach Trainingsbälle für's Spiel zu verwenden. Man muss ja nicht die abgegriffenste Pille raussuchen. Viel entscheidender als eventuelle Qualitätsunterschiede ist die korrekte Größe und vor allem das richtige (niedrige) Gewicht.


    Grüße
    Oliver

    fak
    Sehr lesenswerte Postings, danke dafür! Man merkt, dass Du Dich schon öfters mit dieser Thematik auseinandergesetzt hast.


    warum kann man das team nicht sperren? meistens sind es freunde oder verwandten oder gar andere vereinsmitglieder die randale machen.
    oft sogar in vereinsfarben. wer hat denn einfluss darauf wenn nicht betroffene spieler, trainer oder betreuer?
    wenn sie nichts tun, dulden sie es. wenn sie es dulden müssen sie ALLE bestraft werden.
    im wiederholungsfall auch der vrein, da er sein team nicht im griff hat, bzw. auswüchse duldet oder abschwächt.

    Spieler kann man sperren, Betreuer auch, aber das Team sperren wegen pöbelnden Zuschauern finde ich schwierig. Wie definiert man hier denn die Verantwortung? Kann man den Spieler oder das Team für die Zuschauer verantwortlich machen? Finde ich extrem schwer. Wann pöbelt der erste "Fan" und zieht sich dabei den Schal des Gegners um?


    Nein, Fussball ist kein rechtsfreier Raum. Es gingen ja schon einige Fälle durch die Presse, wo Spieler wegen eines Fouls Schmerzensgeld zahlen mussten. Aber Du hast Recht: Das passiert viel zu selten.


    Grüße
    Oliver

    hier möchte ich mal klare statements, wie man das sanktionieren soll.

    Aus meiner Sicht ist eine Sperre der betreffenden Spieler oder Betreuer gesperrt werden. Teilweise passiert das ja schon. Bei mehreren Vergehen pro Team sollte auch das betreffende Team aus der Wertung genommen werden.


    Allerdings ist mir klar, dass das das Problem nicht wirklich löst. Zum einen unterliegen manche Akteure ja gar nicht der Sportgerichtsbarkeit. Und man kann ja kaum das Team sperren, weil irgendwelche Zuschauer ausrasten. Dass wäre ja so eine Art Sippenhaft. Zum anderen verlagert man das Problem der Gewaltbereitschaft vermutlich nur in andere gesellschaftliche Bereiche. Dennoch würde ich mir wünschen, wenn im Fussball bei aller Emotion klar wäre, dass kein Platz für Aggression ist. Allzu optimistisch bin ich allerdings nicht...


    Grüße
    Oliver

    Den Futsalball Light finde ich für Bambini optimal. Die Futsal-Regeln indes halte ich für zu komplex für die ganz Kleinen, damit kämpfen ja sogar die Großen (Rückpassregel, kumulierte Fouls, Zeitbeschränkung beim Einkick usw.) Wie Open-Minded finde ich da das Spiel mit Bande deutlich angemessener. Zumal das eklige gegen die Bande checken, das man bei den Älteren von Zeit zu Zeit sieht, bei Bambini ja noch keine Rolle spielen dürfte.


    Aber die Diskussion ist eigentlich müßig: Gibt es nicht einen FIFA-Vorgabe, der der DFB folgen muss und nach der ab kommender Saison ALLE Hallenspiele nach Futsalregeln auszutragen sind?


    Grüße
    Oliver

    Ich krame den Thread aus aktuellen Betroffenheit nochmal raus.


    Ein Trainer, der auch meinen Sohn als Co betreut hat, sitzt mittlerweile wegen des Vorwurfs des schweren Kindesmissbrauchs in U-Haft. Bewiesen ist also noch nichts, aber es besteht dringender Tatverdacht. Bei unseren Jungs ist allem Anschein nach nichts vorgefallen, die Vorwürfe beziehen sich auf seinen vorherigen Verein. Ich kann nur hoffen, dass die Vorwürfe nicht wahr sind. Und wenn doch, dann hoffe ich, dass die betreffenden Kinder das ohne bleibende Folgen verarbeiten können.


    Der Trainer hatte ein sauberes Führungszeugnis, das er den Vereinen auch vorlegen musste. Daraus wird klar, dass das Zeugnis keine vollen Schutz bietet. Aber dennoch wäre ich jetzt dafür, dass Vereine sich so ein Zeugnis in allen Fällen vorlegen lassen. Denn das würde zumindest verhindern, dass dieser Trainer zukünftig nochmal mit Kindern zu tun bekommt (immer unterstellt, dass die Vorwürfe wahr sind). Ich habe meine Meinung also geändert. Was denkt Ihr?


    Viele Grüße
    Oliver

    Deswegen schrieb ich ja, dass unsere gemeinsame Tendenz zum Verbleib zuhause geht, in 1/2Jahren kann er natürlich noch viel mehr absehen, was so ein Schritt eben wirklich bedeutet. Wir wollten eben nur nicht, dass wir im nachher die Chance geraubt haben, weil der Zug abgefahren ist und die anderen Jungs durch das regelmäßige Training auf hohem Niveau zuviel Vorsprung haben. Deswegen ja auch die Nachfrage bei Euch, speziell bei diesem Thema.

    In der U10 fährt da noch kein Zug ab. Auch in der U11 noch nicht und ab U12 fängt der Zug langsam an, Dampf aufzubauen, nimmt aber weiter gerne Passagiere mit. Setzt Euch da nicht zeitlich unter Druck. Aber insgesamt klingt es so, als könntet Ihr das auch ausprobieren. Wenn das so sanft geht, wie Günther oben vorschlägt, umso besser.


    Zur Fahrtstrecke: 30 min haben wir auch und wenn man ehrlich ist, sind es zu den Trainingszeiten oft auch 40 min...Mit ein wenig Puffer muss man dann 1h vor Trainingsbeginn losfahren. Aus den oben genannten 3 h pro Training werden dann mit Duschen usw. schnell 3,5 oder gar 4 Stunden (statt 2,5 h im Heimatverein). Das ist nicht schön, das muss man einkalkulieren. Von den Benzinkosten ganz zu schweigen (hoffentlich habt Ihr einen sparsamen Diesel?).


    Grüße
    Oliver

    Sir Alex
    Ich vermute, TW-Trainer bezieht sich auf folgende Studie, die schon öfter hier diskutiert wurde
    http://www.sowi.uni-kl.de/file…oerderung_im_Fussball.pdf
    Leider kenne ich die nicht im Original (ist kostenpflichtig), das hätte mich interessiert. Aus der Zusammenfassung sind wenig Details erkennbar.


    Aber dennoch geht das (mal wieder) in die falsche Richtung: Aus meiner Sicht geht es in U10 nicht darum, ob der Junge mal Profi werden wird. Daher spielt auch die sicherer oder unsichere Erfolgsprognose nur eine untergeordnete Rolle. Sondern es geht darum, was er in den nächsten ein, zwei oder drei Jahren fussballerisch machen will. Als Eltern würde ich mir das überlegen, gerade auch vor dem Hintergrund, dass die Zeit im NLZ in fast allen Fällen endlich ist.


    Grüße
    Oliver

    illubu


    Aus meiner Sicht spricht bei EUch wenig gegen einen Wechsel ins NLZ. Dein Sohn scheint das Talent mitzubringen,
    Fahrtstrecke ist (noch) akzeptabel, insofern könnt Ihr den Sprung wagen.. Euch muss klar sein, dass das terminlich ein hartes Programm ist, auch und gerade für die Eltern und damit für die ganze Familie. Unser Sohn ist auch zur U10 ins NLZ gewechselt und bereut es nicht. Sportlich ist das eine tolle Herausforderung, und auch Freunde hat er dort gefunden. Belastend ist die viele Fahrerei, oft ist sein und auch unser Tag sehr eng durchgetaktet. Das Familienleben leidet definitiv, das muss man akzeptieren. Und wie Sir Alex schon ausgeführt hat, muss man auch von vorneherein damit rechnen, dass das eine endliche Sache ist, dass also die allermeisten irgendwann wieder aussortiert werden.


    Unterschwellig höre ich aber doch (wie Günther) raus, dass die Initiative mehr von Euch Eltern ausgeht, als von Eurem Sohn. Das war bei meinem Sohn anders, er war zuletzt sehr unglücklich mit seiner Situation im Heimatverein. Daher hatten wir Druck, uns nach Alternativen umzusehen. Das klingt bei Euch ein wenig anders. Mir scheint, dass der Wunsch zum Wechsel eher von Euch ausgeht. Möglicherweise täuscht das, aber wenn Euer Sohn auch im Heimatverein glücklich und zufrieden ist, und wenn er sich dort sportlich weiter entwickeln kann, dann müsst Ihr einen Wechsel nicht unbedingt jetzt forcieren, sondern könnt auch noch ein oder zwei Jahre warten.


    Grüße
    Oliver

    Möglicherweise bin ich ja schwer von Begriff, aber ich habe Deine Frage immer noch nicht geschnallt. Bei uns meldet man keine U10, sondern eine E-Jugend. Und da können Alt-Jahrgänge und Jung-Jahrgänge beliebig einsortiert werden, egal ob E1 oder E2 oder E5. Auch Spieler aus dem Altjahrgang der F kann man hochziehen. Gibt es bei Euch wirklich eine jahrgangsreine U10-Staffel?


    Grüße
    Oliver

    Finde das Vorgehen von Dir, fak, auch vollkommen in Ordnung. So ähnlich habe ich bei meiner damaligen F auch gehandelt. Und ich würde es wieder tun, auch wenn das hier einige anders sehen. Man muss halt sehr aufpassen, dass man sich dabei nicht selbst in die Tasche lügt.


    Grüße
    Oliver