Mich würde mal interessieren, wie die die permanente Manndeckung bei den NLZ-Teams (zumindest ist das mein Eindruck in den jungen Jahrgängen) von euch bewertet wird?
Ich hatte eigentlich angenommen, dass das hauptsächlich einen ergebnistechnischen Hintergrund hat, aber damit fördert man ja auch genau das, was hier im Thread als Hauptunterschied zum Breitensport genannt wird (Handlungsschnelligkeit, Gegnerdruck, 1:1-Situationen, etc.). Ist die Manndeckung in der Ausbildung also gar nicht so verkehrt, wie sie immer gemacht wird?
Hmm, siehst Du da wirklich immer Manndeckung? Beziehst Du das auf Feld- oder auf Hallenspiele? In der Halle sieht man das in der Tat oft, dass alle 4 Feldspieler zugedeckt sind und auch von ihren jeweiligen Pendants über das ganze Feld verfolgt werden. Und ja, ich denke schon, dass das positive Auswirkungen hat (unabhängig vom Ergebnis). Der Defensive lernt, permanent aktiv zu bleiben, er kann ja praktisch nie abschalten, weil er ständig auf die Bewegung seines Gegenspielers lauern muss. Und er lernt, den Gegenspieler permanent in den Zweikampf zu zwingen. Und wenn er den Zweikampf verliert, muss er im Vollspeed hinterher, sonst sehen seine Kollegen ganz alt aus. Der manngedeckte Offensivspieler muss sich dieses Drucks erwehren lernen, das ist auch ein Lerneffekt. Im Feld ist das aber nach meiner Wahrnehmung deutlich weniger ausgeprägt. Durch das größere Feld stehen sich hier die Gegenspieler nicht ganz so eng auf den Socken. Aber klar: Ballorientierung (was ja alle wollen) ist nicht gleichzusetzen mit Raumorientierung.
Grüße
Oliver
