Beiträge von Don Quijote

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    Bekomme Kopfschmerzen, wenn die Schiedsrichter (weiterhin) das normale TW-Verhalten als rustikales Verhalten beurteilen. Denn in den genannten Beispielen geht ein Angreifer, wohlwissend das er gar nicht an den Ball kommen kann, um seinem Trainer einen außergewöhnlichen Einsatz zu zeigen, mit dem Kopf zum Ball.

    Ich bin sicher, dass wir hier nicht auf einen Nenner kommen, aber so kann man das nicht stehen lassen. Denn da hast Du offenbar komplett andere Szenen gesehen als ich. Sowohl Lewandowski als auch Higuain haben seihr wohl eine Chance auf den Ball. Langerak bzw. Neuer sind mit den Händen schneller da, soweit kein Problem. Aber die TW räumen die Angreifer vollkommen rücksichtlos ab. Und in beiden Fällen hat man den Eindruck, dass das auch vom TW so gewollt war, d.h. er hat nicht versehentlich auch den Angreifer getroffen, sondern seine Aktion bewusst so angelegt, dass er den Angreifer trifft. Ich finde es gut, wenn hier die Angreifer zukünftig besser geschützt werden.


    Grüße
    Oliver

    Das bescheuerte ist aber, dass in fussball.de trotz dieser Regelung das Torverhältnis mitgeführt wird und auch die Platzierung entsprechend berechnet wird. Da sind andere Sportverbände schon weiter (beim Handball z.B. wird in der E jedes Spiel für den Sieger mit 5:0 gewertet, unabhängig vom "echten" Resultat).


    Grüße
    Oliver

    @thomasg
    Bei Punktgleichheit der beiden ersten wird bei uns kein Entscheidungsspiel gespielt, sofern es nicht um den Aufstieg geht. Dann sind eben beide Meister.


    @eisenfuß
    Es geht bei der Regelung mMn nicht nur um Auf- und Abstieg. Ein Tabellenplatz kann z.B. auch die Quali für die Teilnahme an einer speziellen Veranstaltung sein (z.B. Schlossercup in Hessen als eine Art Hessenmeisterschaft der E-Jugend oder teilnahmeberechtigung an einer Pokalrunde o.ä.)


    Aber Du hast schon Recht es geht dann nicht um den Tabellenplatz AN SICH, sondern um die mit dem Platz verknüpften besonderen Rechte.


    Grüße
    Oliver

    Ich glaube das "altersgerecht" versteht man im Idealfall am besten als Schutzgedanke vor Überforderung, aber nicht als zwingende Limitierung. Sprich: nicht kollektiv und systematisch überfordern (in der E-Jugend also vielleicht nicht auf dem 11er-Feld spielen und die Hälfte der Trainingszeit auf taktische Abläufe verwenden), aber durchaus auch individuell mehr fordern, wo mehr möglich ist. Also: die Basis sollte das sein, was aus meiner Sicht mit altersgerecht gemeint ist, darüber hinaus kann aber auch leistungsgerecht etwas Weiterführendes gemacht werden. Wobei ich den Grundsatz, sich ein wenig zu beschränken schon ganz gut finde, weil es eine schwierige Sache ist, jeden Spieler entsprechend seinem Leistungsstand zu fordern und der Gedanke, wenn es geht schon mehr zu fordern, auch gerne mal missbraucht werden kann ("in meiner E können halt schon alle die Viererkette verstehen" - scheiß Beispiel, mir fällt nichts treffenderes ein...).

    Klasse Posting, kann ich so unterschreiben. ich glaube, auch als Traonier lügt man sich schnell was in die Tasche ("ist eigentlich nicht altergerecht, aber die Jungs können und wollen das schon"). Und solange Siege da sind, wird es auch wenig Gegenwind von Eltern oder Verein geben. Insofern sehe ich die Altersziele aus dem DFB-Konzept als gute Richtschnur an. Wenn man die einfach beiseite wischt, öffnet man dem Missbrauch Tür und Tor. Bei Zodiak hätte ich da wenig Bedenken, aber gilt das für alle Trainer?!


    Grüße
    Oliver

    Ich glaube, dass für unterschiedliche Vereine unterschiedliche Dinge sinnvoll sind. Bei den hochklassigen Vereinen macht das durchgängige System, wie es jetzt vielerorts ist, durchaus Sinn, weil da regelmäßig gute Mannschaften zusammenkommen. Bei Dorfvereinen, die mal einen guten und mal einen schlechten Jahrgang haben, ist es meist unsinnig. Eine weitere Art, dem zu begegnen, ist, dass im unteren Bereich (bei uns: bis einschließlich Bezirksliga) im ersten Halbjahr eine Qualifikation gespielt wird und dann die Mannschaften in Kreisstaffel, Leistungsklasse (=höchste Kreisklasse) und Bezirksliga sortiert werden. Wird bei uns in der A-Jugend praktiziert und soll in Kürze auf C- und B-Jugend ausgeweitet werden. Ich halte das theoretisch für ein gutes System, habe aber noch zu wenig Einblicke, um wirklich sagen zu können, welche Folgen das hat.

    In meinem Heimat-Fussballkreis läuft es so: In G und F gibt es zwar keine Leistungsklassen. Dennoch wird von Sommer bis Herbst eine Quali gespielt. Für die Rückrunde werden so einigermaßen leistungshomogene Gruppen in der Kreisklasse gebildet. In E und D läuft es genauso, wobei die stärkste Gruppe im Frühjahr dann die "Kreisliga" ist, deren Sieger der Kreismeister ist. Der Meister der Kreisliga der D-Jugend spielt dann Relegation um den Aufstieg in die Gruppenliga (die hier in der D die höchste Spielklasse ist).
    Durch den Qualimodus finde ich das System einigermaßen ausgewogen. Dennoch gibt es auch hier brutal hohe Ergebnisse, gerade im Herbst (wo ja noch bunt gewürfelt gespielt wird). Das Frühjahr ist dann meist viel besser. Als Trainer habe ich richtig gemerkt, wie meine damalige F aufgeblüht hat, als sie prlötzlich sogar mal gewonnen hat, statt alles 2-stellig zu verlieren.


    Ganz abschaffen kann (und sollte) man die vererbten Spielklassen nicht. Spätestens ab D und erst recht ab C gibt es so viele unterschiedliche Leistungsstufen, dass es kaum machbar ist, alle Teams am Anfang in einen Topf zu werfen. Ich finde aber das oben beschriebene System mit Qualirunden für die unteren Spielklassen im Herbst sehr gut und sehe nicht, warum man das nicht auch in C bis A noch machen kann.


    Grüße
    Oliver

    Generell sehe ich das wie meine Vorschreiber. EIn Passus lässt mich auber ein wenig stutzen:

    ...eigentlich machen alle toll mit und keiner haut oder schlägt oder fällt arg aus der Rolle.

    Hört sich für mich eigentlich nicht so an, als ob die Kinder keinen Spaß hätten (denn dann würden sie nicht alle toll mitmachen). Das kann man aus der Ferne aber wirklich schwer beurteilen. Wie empfindet denn dein Sohn das Trainbing und den Trainer? "Leidet" er ebenso wie Du? Wie sieht es mit den anderen Kindern aus?


    Grüße
    Oliver

    Schon der bloße Willen, sich überhaupt in den Spieler hineinversetzen zu wollen, ist positiv! Die allermeisten Trainer überlegen eher aus dem Blickwinkel "was passiert mit meiner Mannschaft". Da wäre man als Spieler/Elternteil sehr froh schon über eine halbwegs neutrale Beratung. Zumal die Trainer als Insider ja oft mehr Infos über die beteiligten Mannschaften und ihre Kollegen haben.


    Grüße
    Oliver

    Bei den Kleinen halte ich das für vollkommen ok. Habe ich auch in der F noch so gehandhabt. Allerdings muss man sich als Trainer da deutlich zurücknehmen, viele sind im Urlaub oder sonstwo, d.h. die Beteiligung ging jeweils deutlich runter. man muss dann auch als Trainer entscheiden, ob es sinnvoll ist, mit 5 oder 6 Kindern zusammen ein bisschen zu kicken. Ich hatte immer vor, in den Sommerferien eher ein offenes Bolzen (als Angebot für alle Jugendmannschaften und evtl. sogar deren Freunde) anzubieten, habe das aber dann nie geschafft.


    Bei meinem Sohn (U12, geht jetzt in die U13) bin ich sehr froh über die Sommerpause. Die Mannschaft hat soviel Fussballtermine, dass eine Pause dringend nötig ist. Die sollen ruhig privat bolzen. aber um den Kopf frei zu kriegen, ist es besser, wenn die mal ein paar Wochen kein "richtiges" Training haben.


    Grüße
    Oliver

    Der Blickwinkel der meisten Antworten hier ist der der Vereine, die mit Argusaugen über "ihre" Spieler wachen. Mir fehlt ein wenig die Sicht der Spieler, die ich hier als Spielervater ergänzen möchte. Es gibt viele Gründe, einen Wechsel anzustreben. Zum einen sportliche Gründe. Das kann die höhere Spielklasse ein, aber auch z.B. Perspektive, öfter eingesetzt zu werden oder aber vielleicht eine andere Position als im Heimatverein zu spielen. Zum anderen gibt es auch persönliche Gründe wie z.B. mangelnde Sympathie zum/vom Trainer. All das sind legitime Wechselgründe aus meiner Sicht. Die Wechsel sind schon heute durch die Sperren und Ausbildungsvergütungen sehr erschwert, da noch draufsatteln zu wollen, halte ich für komplett verfehlt.


    Stattdessen sollten sich die Verein bewusst werden, dass sie im Wettbewerb um die Spieler stehen. Ich stelle mal die These auf, dass ein gut geführter Verein mit sportlich ausgewogenem Konzept und kompetenten Trainern sicher mehr Zulauf aus Abgänge hat. Einige Irrläufer wird es immer geben, aber das muss man in Kauf nehmen.


    Was ich aber in allen Fällen für ganz wichtig halte: Beide Seiten sollten fair miteinander umgehen, d.h. Wechsel sollten immer im Sommer stattfinden und frühzeitig angekündigt sein. Dass (wie oben berichtet wird) Spieler bis zum letzten Tag nicht Bescheid sagen, ist ein Unding. Andererseits ist es genauso ein Unding, dass Vereine nicht schon im April/Mai Bescheid sagen, was sie mit dem Spieler vorhaben und wie es mit der Mannschaft überhaupt weiter geht (Trainer, Spielklasse usw.). Nur wenn beide Seiten wissen, worauf sie sich einlassen, können sie überhaupt vernünftig planen.


    Grüße
    Oliver

    Hallo petr,
    im Fussballteam meines Sohnes (U12) sehe ich jetzt zum Saisonende hin ähnliche Stimmungen wie die, die Du beschreibst. Irgendwie ist ein bisschen die Luft raus, man hat das Gefühl, die Jungs spielen zwar noch die Saison zu Ende, aber die Motivation hat nachgelassen und jeder freut sich auf die Sommerpause. Ist das derselbe Effekt wie bei Euch? Dann würde ich in der Tat ein wenig locker lassen im Training und im wesentlichen versuchen, die Stimmung hoch zu halten.


    Aber so 100% habe ich das nicht verstanden. Was meinst Du damit, dass du weit von deiner pädagogischen Linie abgekommen bist? Und ist der offenbar große Erfolg und die Leistungssteigerung im Saisonverlauf (das ist beim Team meines Sohnes übrigens anders, die spielen auch nicht mehr so gut wie noch vor einigen Monaten) nicht ein Beweis dafür, dass ihr eigentlich alles richtig macht? Und was genau sollen die Jungs planen+umsetzen? Die Taktik, die Aufstellung oder was anderes? EIn bisschen Feedback fände ich gut, dann kann das Forum sicher besser helfen.


    Grüße
    Oliver


    PS: Finde es übrigens super, dass hier nicht nur Fussballer aktiv sind.

    @TW-Trainer
    Gibt es in NL wirklich D-Mannschaften, die 5 oder 6-mal trainieren? In den NLZs hier in D ist in dieser Altersklasse 3-mal die Regel.


    @all
    Bei uns in Hessen ist Gruppenliga die höchste Spielklasse, da spielen also auch die NLZs mit (Eintracht, OFC, FSV). Ohne ein taktisches Grundgerüst wird man da kaum bestehen können. Natürlich baut das auf den in der F und E erarbeiteten individual-taktischen Grundlagen auf, aber da geht es schon um Gruppen-taktische Elemente. Einen guten Post zum Thema gab es in einem anderen Thread von Chris: D-Jugend Viererkette


    Grüße
    Oliver

    In Bezug auf das TW-Spiel habe ich sicher nicht sehr viel Kompetenz, aber dennoch mein Eindruck:


    Ja, das TW-Spiel hat sich gewandelt, so wie Du es ja beschreibst. Generell hat sich die Zahl der hohen Flanken verringert. Dennoch ist die Sprungkraft mMn unverändert weiter extrem wichtig. Zum einen gibt es die hohen Flanken ja weiterhin (auch wenn es vielleicht weniger geworden sind). Aber man denke nur mal an die Ecken und Freistöße, die hoch vor's Tor kommen. Bei den wenigen Toren, die oft fallen, kann eine solche Situation die Entscheidung bringen. Blöd, wenn dann der TW nicht dran kommt, weil der Gegner mit dem Kopf höher kommt als der TW mit den Händen. Und zum anderen benötigt der TW weiterhin seine Sprungkraft, um die Torfläche möglichst gut abdecken zu können. Nicht alles kann man durch Stellungsspiel kompensieren. Auch hier würde ich sagen, dass die extremen Flüge seltener zu sehen sind. Aber wenn es sein muss, muss der TW es halt können.


    Grüße
    Oliver

    Von allen Lösungsvorschlägen fand ich die bei Newcastle? praktizierte am Besten: an seinem Geburtstag wechselt das Kind das Team. Also mit 13 in die U14 oder mit 14 in die U15 usw.

    Klingt auf den ersten Blick super. Man hat dann aber im Saisonverlauf schwankende Kaderstärken. Wenn's dumm läuft sind dann zu bestimmten Zeitpunkten 4 Torhüter in einem Team, während das Team drunter keinen mehr hat. Aber vielleicht kann man das irgendwie lösen.


    Grüße
    Oliver

    Ein Ansatz zur Bekämpfung des RAE könnte natürlich sein, das Jahr weiter zu unterteilen, bspw. in Trimester oder Quartale, und mehrfach im Jahr durch zu schieben. ...

    Interessanter Vorschlag, aber das ist vermutlich zu radikal für den organisierten Fussball. Hier im Forum habe ich auch schon mal von einem anderen Modell gelesen: Es dürfen jeweils 2 oder 3 Spieler maximal 3 Monate älter sein als der Jahrgang. Im Quartal 1 2016 könnte man also noch Spieler mit Geburtsmonat Sep-Dez 2002 in der D1 spielen lassen, obwohl die eigentlich schon in die C hochmüssen. Dadurch dass die Grenze sich verschiebt, ist jeder mal der älteste. Irgendwo in einem unserer Nachbarländer (war es Belgien?) werden die starren Stichtage so ein wenig aufgeweicht.



    Grüße
    Oliver

    Die Frage ist halt, wie man es besser machen kann:


    Will man die größten Talente eine U17-Euro spielen lassen oder nimmt man lieber die, die aktuell vornedran sind (und sei es nur wegen des Geburtsmonats)? Und wichtiger noch: Wie erkennt man die spätgeborenen Talente, die leistungsmäßig in ihrem Jahrgang aber(noch) nicht herausstechen?


    Grüße
    Oliver

    Hallo Uwe,


    mit dem neuen Forum komme ich gut zurecht, ist ja fast alles selbsterklärend. Wobei ich schon ein wenig die Optik des alten trainertalks vermisse...


    Eine "Funktion" nervt allerdings ein wenig: Obwohl ich dauerhaft angemekldet bin, poppt bei mir permanent das fenster auf mit der Meldung

    Das passiert z.B. dann, wenn ich einen Link zu einem Thread in einem neuen Tab öffne. Nicht immer, aber ziemlich oft. Geht Euch das auch so?


    Grüße
    Oliver