Der Blickwinkel der meisten Antworten hier ist der der Vereine, die mit Argusaugen über "ihre" Spieler wachen. Mir fehlt ein wenig die Sicht der Spieler, die ich hier als Spielervater ergänzen möchte. Es gibt viele Gründe, einen Wechsel anzustreben. Zum einen sportliche Gründe. Das kann die höhere Spielklasse ein, aber auch z.B. Perspektive, öfter eingesetzt zu werden oder aber vielleicht eine andere Position als im Heimatverein zu spielen. Zum anderen gibt es auch persönliche Gründe wie z.B. mangelnde Sympathie zum/vom Trainer. All das sind legitime Wechselgründe aus meiner Sicht. Die Wechsel sind schon heute durch die Sperren und Ausbildungsvergütungen sehr erschwert, da noch draufsatteln zu wollen, halte ich für komplett verfehlt.
Stattdessen sollten sich die Verein bewusst werden, dass sie im Wettbewerb um die Spieler stehen. Ich stelle mal die These auf, dass ein gut geführter Verein mit sportlich ausgewogenem Konzept und kompetenten Trainern sicher mehr Zulauf aus Abgänge hat. Einige Irrläufer wird es immer geben, aber das muss man in Kauf nehmen.
Was ich aber in allen Fällen für ganz wichtig halte: Beide Seiten sollten fair miteinander umgehen, d.h. Wechsel sollten immer im Sommer stattfinden und frühzeitig angekündigt sein. Dass (wie oben berichtet wird) Spieler bis zum letzten Tag nicht Bescheid sagen, ist ein Unding. Andererseits ist es genauso ein Unding, dass Vereine nicht schon im April/Mai Bescheid sagen, was sie mit dem Spieler vorhaben und wie es mit der Mannschaft überhaupt weiter geht (Trainer, Spielklasse usw.). Nur wenn beide Seiten wissen, worauf sie sich einlassen, können sie überhaupt vernünftig planen.
Grüße
Oliver