Beiträge von Don Quijote

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    Wenn die Eltern dabei sind, sind die natürlich die besten Ansprechpartner. Sind die aber aus welchen Gründen auch immer nicht dabei, muss sich der Trainer um das Kind kümmern (Aufsichtspflicht!) und im Ernstfall sogar mit ins Krankenhaus begleiten. Das klappt natürlich nur, wenn man die Aufsicht für die anderen Kinder dann jemandem übergeben kann (Co-Trainer oder andere Eltern). Ist man alleine, ist man aufgeschmissen. Ein Grund mehr, sich möglichst einen Co an die Seite zu holen.


    Grüße
    Oliver

    Knifflige Frage. Wobei das Regelwerk eigentlich eindeutig ist:


    D.h. es ist nicht der Schiedsrichter, der entscheidet, ob der Freistoß schnell ausgeführt wird (und dann u.U. die gegnerische Spieler den Abstand nicht einhalten), sondern das entscheidet die angreifende Mannschaft. Insofern hat sich beim Aue-Spiel offenbar der Schiedsrichter zwar ungeschickt verhalten, aber der Griff zum Freistoßspray alleine bedeutet noch keine Unterbrechung. Entscheidend ist, ob der Schiri vorher vom Angreifer aufgefordert wurde, die Mauer auf Abstand zu stellen. Meist zeigt der Schiri das durch das Hochhalten der Pfeife an.


    Im Video sieht man ja auch, dass der Schiri sich deutlich vor Ausführung des Freistoßes bereits vom Geschehen entfernt und damit deutlich macht, dass er keine Mauer stellen wird, sondern auf die Ausführung des Freistoßes wartet.


    Insofern dumm gelaufen für Aue, aber ein bisschen selbst schuld. Besser wäre gewesen, ein Aue-Spieler hätte sich direkt vor den Ball gestellt, um die schnelle Ausführung zu verhindern. Das finde ich zwar eigentlich nervig (weil es das Spiel langsam macht), ist aber angesichts des Regelwerks die sinnvollste Option.


    Grüße
    Oliver

    Rückblickend kann ich als Vater eines jungen Fussballers sagen, dass ich auch im Nachhinein nicht weiss, was richtig war

    Das ist ein vorweggenommenes Schlusswort dieses Threads. Ich glaube auch, dass jeder Werdegang individuell ist und man daher auch immer individuell entscheiden muss. Dennoch finde ich es lehrreich, über die Werdegänge zu lesen, um eventuelle Muster/Regelmäßigkeiten zu erkennen.


    Aber du hast neben der Schule/Beruf noch die Familie und die Freunde vergessen

    Der Zeitaufwand für leistungsorientierten Sport bringt es mit sich, dass weniger Zeit für Familie/Freunde bleibt, das liegt auf der Hand. Das ist nicht schwarz-weiss, d.h. es ist nicht so, dass gar keine Zeit mehr bleibt, aber es ist weniger, ganz klar.

    Beim DFB ist man mehrheitlich zur Erkenntnis gelangt, dass ein Wechsel in ein NLZ am besten ab der C-Jugend erfolgen sollte.

    Aus unseren bisherigen Diskussionen zum Thema ist mir klar, dass das Deine Meinung ist. Aber weil Du es als DFB-Lehre ausgibst: Wo steht das? Und meint der Satz "frühestens erst ab" oder "spätestens bis zur C"?

    Ferner möchte man mit den NLZ kooperieren, statt in Konkurrenz zu treten.

    Die NLZs sind doch als Teil der e.V.s mit im DFB organisiert. Wer ist also "man"?


    Den Teil mit dem NC lasse ich mal so stehen, der ist m.E. zu weit Off Topic.


    Viele Grüße
    Oliver

    @holzi
    Danke für Dein interessantes Posting. Und ja, auch ich finde, dass Ihr als Eltern das sehr vorbildlich gemacht habt (Druck wegnehmen). Ich drücke Euch und vor allem Eurem Sohn die Daumen, dass er weiterhin viel Spaß am Fussball hat.


    @all
    Oben werden mehrere Beispiele gegeben, wo ein Spieler ins NLZ wechselt, es dann nicht zum Profi schafft und dann ohne Ausbildung und ohne Freunde dasteht. Ist das ein Automatismus, wegen dem man eigentlich nicht ins NLZ wechseln sollte? Oder ist das nicht eher ein deutlicher Hinweis darauf, dass man auch als NLZ-Spieler die schulische/berufliche Ausbildung nicht vernachlässigen sollte?


    Viele Grüße
    Oliver

    Jetzt nach ein paar Wochen ein kurzes Feedback: Alles prima :thumbup: Das Update hat dem Forum gut getan. Was ich prima finde sind die Schaltflächen "Ungelesene Beiträge" . So kann man sich schnell einen Überblick verschaffen, was gerade passiert ist. Die diversen Overlay-Fenster (heißt das so? Ich meine die orangene Leiste oben und die blau unterlegten Fenster links, die hochpoppen, wenn jemand einen Beitrag geschrieben hat, während man online ist) brauche ich eigentlich nicht. Aber die stören auch nicht, bis auf das eine, das man aktiv wegklicken muss. Aber da habe ich Hoffnung, dass das noch verschwindet:

    Wir benötigen dies momentan noch zum Testen, werden es aber noch ändern. Ich wundere mich immer, wenn ich es sehe: "Was schon wieder 60 Minuten rum!"


    Was ich übrigens prima finde, ist die Lesbarkeit des Forums am Smartphone. Das ist viiieel besser als das, was ich von anderen Foren kenne. :thumbup:


    Viele Grüße
    Oliver

    Danke @TrainerT und @fak für die differenzierten Schilderungen. Das hilft sicher Eltern/Kindern, die vor einer ähnlichen Entscheidung stehen. Wie es konkret laufen wird, weiß man zwar immer erst hinterher. Aber es ist hilfreich, zumindest mögliche Entwicklungswege zu kennen.


    Das war's mir wert, nur ist es eben nicht so, dass den guten Dingen, die man erlebt, dann auch Verzicht auf andere Dinge gegenübersteht.

    @fak
    In Deinem Satz ist ein "nicht" zuviel, oder?


    Grüße
    Oliver

    @fak
    Der Hinweis auf den lokalen Laden ist natürlich auch sehr sinnvoll. Zumal man als Verein da ja oft sogar für die Mitglieder günstige Konditionen aushandeln kann, das freut dann alle Seiten.


    Grüße
    Oliver

    Diese Möglichkeit halte ich für grundgesetzwidrig.
    Trifft meine Auffassung zu, dann sind die sie ermöglichenden Regelungen in allen Satzungen von Anfang an nichtig.

    @Else Tetzlaff
    Kannst Du konkret begründen, gegen welche §§§ des Grundgesetzes die Wechselmodalitäten Deiner Meinung nach verstoßen? Und wirst Du dagegen klagen? Da Dein Sohn ja direkt Betroffener ist, könntest Du das ja.


    Viel Erfolg
    Oliver

    Bin nicht sicher, ob #1 wirklich des Pudels Kern ist. Muss man sich nicht eher die Frage stellen, welche Regeln sich ein Verband wie der DFB selbst geben kann, denen man durch Eintritt in den Verein/Spielbetrieb zustimmt und die man dann auch befolgen muss? Denn es ist mE klar, dass der DFB Regeln aufstellen kann. Die Frage ist, ob die Regel zur Ablöse irgendein anderes, evtl. höherrangiges Recht einschränkt. Das alles unabhängig davon, dass ich die Wechselregeln persönlich auch shize finde.
    In der Arbeitswelt gibt es für den Schutz der abgebenden Firma Kündigungsfristen.


    @Günther
    So wie Du es darstellst, waren "damals" die Umstände komplett anders als heute, wo Wechsel in der Jugend und auch unterklassig gang und gäbe sind. Insofern ist das ein weiteres Indiz dafür, dass die Regularien dringend an heutige Befindlichkeiten angepasst werden müssten.


    Grüße
    Oliver

    @all
    Der Begriff NLZ bedeutet in Bayern etwas anderes als im Rest der Republik. Das sind nicht (wie überall sonst) die Nachwuchsschmieden der Bundesligisten, sondern so eine Art gehobener "DFB Stützpunkt". Es gibt davon 19 Stück, siehe z.B. http://www.bfv.de/cms/spielbet…chs-leistungszentrum.html


    @Dornpunzel
    Für mich hört sich das nicht so an, als sollte Dein Sohn wechseln. Ihr habt eine vernünftige Perspektive im Heimatverein zumindest für die nächsten 1 oder 2 Jahre. Mein Sohn hatte die Perspektive im Heimatverein leider nicht, daher ist er schon zur U10 in einen Leistungsverein gewechselt. Jetzt ist er in der U13 und ich sehe in jeder Saison Spieler gehen und vor allem auch kommen. Und die kommen von allen möglichen Vereinen, auch von kleinen. Klar "sortiert" sich das etwas, d.h. viele talentierte Kinder sieht man jetzt schon etliche Jahre und sehr viele Stützpunktspieler werden von ambitionierten Vereinen angesprochen und abgeworben. Aber so lange Dein Sohn fussballerisch gefordert ist, gibt es keine Grund, etwas über's Knie zu brechen. Vor allem, dass Dein Sohn auch schon in der D mitttrainiert und tlw. auch spielt, wird ihm helfen, mit seinem (derzeitigen) körperlichen Defizit umzugehen. Und wenn er in U13 oder U14 immer noch gut ist, wird er seine Chance bekommen.


    Die spannende Frage ist natürlich, wie Du Dich dabei mit Deinem Sohn einigst, da der ja offenbar wechseln will, wenn er genommen wird...


    Grüße
    Oliver

    Kurz zum Rechtlichen: Das wurde meines Wissens nach schon versucht, unter anderem mit der Begründung auf das Recht der freien Entfaltung der Persönlichkeit. Der Verband bekam mit der Argumentation Recht, dass die Spieler an Training, Spielen und Turnieren teilnehmen können und eine dreimonatige Nicht-Teilnahme an Pflichtspielen nicht so wichtig ist, als dass diese Regelung zu Fall gebracht werden könnte. Schade.


    Nochmal zu meiner Frage aus dem letzten Posting: kennt jemand eine Entscheidung mit Gericht und AZ ?


    Es gab 2012 mal den Versuch, das beim Amtsgericht Wennigsen zu klären, AZ habe ich nicht gefunden. Das wurde abgewiesen. Im Anschluss haben die Anwälte angestrebt, das durch das BGH klären zu lassen, das wurde aber nicht zur Entscheidung zugelassen.
    http://www.haz.de/Nachrichten/…icht/Anpfiff-in-Karlsruhe
    http://www.t-online.de/sport/i…ugendspieler-wechsel.html
    http://www.weser-kurier.de/sta…icht-zu-_arid,362511.html


    Der Einschätzung von Chris oben schließe ich mich 100% an, schade!


    Grüße
    Oliver

    16000 weniger stehen wieviel aktive mannschaften gegenüber?


    wer sagt denn das alle beteiligten aufgehört haben und sich nicht einfach zum grössten teil auf andere mannschaften verteilt haben und wieviele zweite mannschaften waren unter den abmeldungen?


    würde mal eine genauere aufschlüsselung der 16000 haben, gibt es da ne genauerer übersicht?

    Zahlen liegen alle vor:
    Für 2015: http://www.dfb.de/fileadmin/_d…lieder-Statistik_2015.pdf
    Für Vorjahre: http://www.dfb.de/verbandsstru…statistiken-der-vorjahre/


    Grüße
    Oliver

    Speziell möchte ich dabei ein Projekt beschreiben, in der einzelne Personen, die erst später in den Vereinsfussball eingestiegen sind, im Rahmen eines "Crash-Kurses" in wesentlich kürzerer Zeit Fähigkeiten erwerben konnten. Aufgrund der "Unverfälschtheit" unterschiedlichster Trainer mit ureigenen Ansichten mußte man gar keine antrainierten Fehler korrigieren, was den Lernweg deutlich vereinfachte.

    @TW-Trainer
    Das ist interessant, hast Du dazu nähere Details?


    Grüße
    Oliver

    Und da die die Toleranz der Gesundheitsgefährdung eines Gegen-/oder Mitspielers in jedem Fall als Foulspiel zu ahnden ist, wundere ich mich über viele Situationen die nicht geahndet werden. Da sollte man viel konsequenter werden. Finde ich persönlich hundert mal wichtiger als irgendwelche Torlinien oder Abseits-Technologien, da die Gesundheit der Wettkampfteilnehmer in meinen Augen über allem anderen steht. Da hab ich mich auch schon bei der WM 2014 in Brasilien aufgeregt, was da so alles toleriert wurde. Es ist in meinen Augen erstaunlich gewesen, wie wenige Verletzungen aufgrund der harten Spielweise entstanden sind...

    Das kann ich zu 100% unterschreiben, und das gilt für alle Spieler, ob im Feld oder im Tor.


    Grüße
    Oliver

    @fak
    Das habe ich bestimmt schon mal gesagt, aber ich wiederhole das gerne: Das ist vermutlich das beste Konzept, dass ich für die Lösung dieses Problems kenne. Es hört sich fast zu schön an, um wahr zu sein...Wichtig finde ich aber auch folgende Sätze:


    Zugegebenermaßen sind wir auch, was die Trainer anbelangt, außergewöhnlich gut besetzt für einen Verein wie unseren, damit haben die Erfolge sicher auch viel zu tun. Aber eben auch diese Vorgehensweise, für die man allerdings einen ganz schön langen Atem braucht.


    Die gutn Trainer benötigt man definitiv. Zumal ein (kurzfrist-) erfolgsgeiler Trainer bei Euch nicht reinpassen würde, da er sicher gerne eine TEam nur aus den Guten zusammen stellen und trainieren wollte. Und ich kann mir auch vorstellen, dass man bei den Eltern der guten Kicker viel Überzeugungsarbeit leisten muss. Ist es das, was Du mit "langem Atem" meinst?


    Grüße
    Oliver

    Kleiner Erlebnisbericht:


    Bei meinem Großen wurde das Training am Freitag Abend als reine Theoriestunde genutzt, fand ich prima. Samstag morgen dann ein Testspiel, Start schon um 9:00, aber dennoch brutale Hitze auf den Kunstrasen. Es wurden viele Trinkpausen gemacht, aber dennoch war es für meinen Sohn wohl zu heiß, er liegt flach. Symptome sind wie bei einem Sonnenstich, also Schlappheit, Kopfschmerzen und vor allem starke Übelkeit. Gestern konnte er gar nichts bei sich behalten (weder Essen noch Trinken) sondern hat alles gleich wieder ausgespuckt. Heute geht's ihm schon besser, aber in die Schule kann er erst morgen wieder, er ist noch völlig schlapp.


    Ohne das Testspiel wäre das nicht passiert, da bin ich sicher.


    Grüße
    Oliver