Ob ein Spieler einer Journalistin die Hand gibt oder nicht, ist mir herzlich egal. Ich hätte allerdings Verständnis dafür, wenn die Journalistin dann auch auf ein Interview keinen gesteigerten Wert legen würde.
Wo sieht man denn Religion im Fussball? Auffällig sind die kurzen Gebete, die z.B. Özil oder Ribery kurz vor Anpfiff sprechen. Das sollen sie tun, allerdings halte ich das für eine eigentlich private Angelegenheit und verstehe nicht warum das so oft groß im Fernsehen gezeigt wird. Andere Spieler, die andere Rituale pflegen, werden viel seltener in diesem Moment abgelichtet. Aber wie gesagt, keine große Sache. Was mich schon eher nervt, sind die Gebete nach einem Torerfolg (z.B. Yunus Malli). Den einem Spieler muss klar sein, dass er während des Spiels und besonders nach einem Torerfolg voll im Rampenlicht steht. Da wird nach meinem Empfinden aus einem vermutlich sogar privat gemeintem Gebet ein bisschen ein öffentliches Statement, das da nicht so recht hingehört. Wie gesagt, vermutlich ist es nicht mal so gemeint, kommt aber so bei mir an. Ganz deutlich wird das bei dem Jesus-Shirts (siehe Link oben bei st_84. Das ist ja aber explizit verboten.
In der U12-Mannschaft meines Sohnes spielen auch Muslime mit. Zum Glück müssen die sich nicht an die Fastenregeln halten. Ein Vater (der fastet) erzählte mir aber, dass das sich nach Einsetzen der Pubertät ändert, Sport hin oder her.
Grüße
Oliver