Beiträge von Don Quijote

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    Die Unterschiede liegen eindeutig in der Intensität/Handlungsschnelligkeit/Tempo/Aggressivität, nicht im technischen Vermögen oder dem Spielverständnis. Die Frage ist halt, ob ich als Breitensport-Trainer auch probieren sollte auf dieses Intensitäts-Niveau zu kommen. Und wenn ja, welche Methodiken sich da anbieten. Meine Zweifel, ob man das in dem Alter überhaupt anstreben muss, habe ich ja schon ausführlich angeführt.

    Ich sehe es wie @Follkao: Gerade in der Handlungsschnelligkeit und im Verhalten unter Druck unterscheiden sich doch gute von sehr guten Spielern. Insofern glaube ich, dass sich viele etwas vormachen, wenn sie ein "Talent" sehen, was im niedrigen Spielniveau tolle Tricks zeigt und alle in Grund und Boden spielt. Alle Spieler, die in die Mannschaft meines Sohnes wechseln, waren in ihrer alten Mannschaft herausragend (und haben ganz sicher Talent). Dennoch hatten eigentlich alle erstmal massive Probleme, überhaupt mit dem höheren Tempo und Gegendruck zurecht zu kommen. Und es gibt auch einige, die schaffen das nicht. Dass einer direkt durchstartet, das passiert so gut wie nie. Jetzt im Winter sieht man bei denen, die im Sommer gekommen sind, wohin die Reise geht.


    Insofern würde ich Dir für Dein Team empfehlen, auch solche Drucksituationen zu erzeugen. Entweder durch Spiele gegen andere gute bzw. ältere Teams (machst Du ja offenbar ohnehin) oder auch im Training. Die U13 meines Sohnes macht manchmal ein Abschlusspiel im Training mit 8 gg 8 auf dem Viertel eines Platzes. Du kannst Dir vorstellen, wie eng das ist und wie wenig Zeit jeder Spieler hat, um den Ball anzunehmen oder weiter zu spielen. Ich bin davon überzeugt, dass das den Jungs hilft, so eine Situation als "normal" anzunehmen und so trotz des Drucks eine gewisse Gelassenheit ("Ruhe am Ball") zu entwickeln. Das was Du oben als "kopflose Panik" beschreibst, passiert ja genau dann, wenn die Kinder die Situation nicht kennen und (noch) keinerlei Gefühl dafür haben, wie sie diese Situation erfolgreich bewältigen können. In der U11 müssen z.B. viele Kids auch erst noch lernen, dass man nicht jeden Ball sofort nach vorne bringen muss. Sicher darf man dabei nicht überdrehen, die Kids müssen schon noch das Gefühl haben, dass sie einfach mal etwas ausprobieren können, ohne dass das sofort durch ein Gegentor bestraft wird. Da muss man als Trainer sicher gut dosieren.


    Grüße
    Oliver


    PS: Dass etliche Spieler Deiner Mannschaft ebenso stark sind wie NLZ-Spieler, darauf kannst Du Dir sicher etwas einbilden :thumbup: . So ein bisschen Einfluss hat der Trainer dann doch, da bin ich sicher. Oder hast Du nur gut gescoutet ;) ?

    Das angesprochene Fenster habe ich mal auf "Einen Tag" gesetzt, kann etwas dauern, bis das aktiv ist. Eigentlich sollen angemeldete Trainertalker das gar nicht mehr sehen, wird geklärt.

    Von meiner Seite die Rückmeldung, dass das Popup immer noch kommt, obwohl ich dauerhaft angemeldet bin.


    Ansonsten nochmal großes Lob an Euch für die neue Software, hat sich wirklich gelohnt!


    Viele Grüße
    Oliver

    @Schimanski
    Danke, Christoph, für Deine ausführlichen Statements.

    Zum anderen bin ich auch nicht sicher, ob dieses wilde Anlaufen ausbildungstechnisch überhaupt sinnvoll ist. Die Kinder sind mehr damit beschäftigt das Spiel des Gegners zu zerstören als das eigene zu gestalten. Geht da nicht der eigentliche Fokus des spaßbetonten Ausprobierens verloren? Wird da nicht zu viel Gehirn- und Muskelenergie an falscher Stelle investiert (nämlich um ein gutes Ergebnis (für den Trainer, den Verein und die Eltern) zu erzielen und nicht um selbst möglichst viel zu lernen)? Sind genau deswegen nicht auch viele Pässe unsauber, überhastet und technisch unzureichend? Sind deswegen nicht auch viele Staffelungen ungünstig und verhindern, dass die Kinder "Fussball spielen" (im Sinne vom kreativen Passen, Dribbeln und Ballkontakte sammeln)?

    Das ist ein sehr interessanter Gedanke. Ich sehe das sehr zwiespältig. Der permanente Druck nimmt den Kindern den z.B. einiges an Freiraum, den sie ansonsten hätten, um auch mal eine noch nicht perfekt beherrschte Finte auszuprobieren. Andererseits geht es bei allen Aktionen im Fussball ja darum, die bei Gegnerdruck gewinnbringend einsetzen zu können. Ich kenne auch Spieler, die gegen schwache Gegner brillieren, Tricks zeigen, viele Tore schießen, die aber bei Gegnerdruck komplett abtauchen. Hier im Forum habe ich gelernt, dass es dafür sogar einen Spezialausdruck gibt: Flat-Track Bully.


    Konkret bezogen auf die NLZs: Die U11 aller mir bekannten NLZs spielen im Breitensport, meist auf Kreisebene und schlagen da fast jeden Gegner, oft 2-stellig. Da haben die ganz sicher viel Gelegenheit, sich offensiv "auszutoben", ohne all zuviel Energie in die Zerstörung der gegnerischen Angriffsbemühungen investieren zu müssen. Solche Spiele bringen mMn aber nur einen sehr überschaubaren Lerneffekt. Sieht halt toll aus, aber ist es das wirklich? Und insbesondere für die unterlegene Mannschaft ist das auch extrem unschön. Bei Spielen gegen gleichwertige Gegner sieht es in der Tat so aus wie im Video, da wird von beiden Seiten extrem stark "drauf gegangen", so dass die Spieler am Ball nie wirklich Zeit haben. Aber genau da soll der Spieler sich ja behaupten. Wenn der Druck aber dazu führt, dass der Spieler sich nichts mehr traut, sondern lieber den einfachen Quer- oder Rückpass spielt, dann geht das nach hinten los. Ich bin aber nicht sicher, was der optimale Weg ist. Vermutlich ist es mal wieder der goldene Mittelweg. Aber wo Du sicher Recht hast ist, dass die NLZs auch schon bei diesen jungen Jahrgängen (zu) sehr auf die Ergebnisse schauen, auch wenn das "offiziell" anders gesagt wird. Eine hohe Niederlage gegen ein anderes NLZ sorgt da schon für Stirnrunzeln. Insofern weichen die Trainer da von der propagierten Linie ab, um die Ergebnisse freundlicher zu gestalten. Das geht auf Kosten der Ausbildung und ist ganz sicher ein legitimer Kritikpunkt.


    Mir ist schon klar, dass der Umgang mit erhöhte Gegner-, Zeit- und Raumdruck elementar ist, um irgendwann auf höchsten Herrenniveau zu spielen. Aber müssen die Kinder damit schon jetzt konfrontiert werden? Wieso kommen die meisten zehnjährigen NLZ-Spieler "oben" nicht an? Wieso sind die meisten Profifussballer erst mit 12 bis 14 Jahren ins NLZ gewechselt? Kann das auch damit zusammenhängen, dass sie in ihren vorpubertären Phasen noch "unintensiver" spielten als die NLZ-Kicker, die 1) irgendwann verbrannt waren und 2) eine wichtige Entwicklungsstufe im strategischen Verteidigen durch ihr "Draufgehen" verpassten?

    Du unterstellst, dass die spät ins NLZ wechselnden Spieler einen Vorteil im Hinblick auf die spätere Profikarriere haben, weil sie z.B. in U11 noch "unintensiver" spielen. Das ist eine Möglichkeit. Es ist aber nicht die einzige. Eine andere Möglichkeit ist, dass es in der U11 schlicht noch nicht gelungen ist, die besten Talente aufzuspüren und ins NLZ zu bringen. Einerseits, weil durch die körperliche und vor allem auch geistige Entwicklung extrem unterschiedlich verlaufen kann, zum anderen weil nicht alle Top-Talente so früh schon ins NLZ können/wollen.


    Generell sträube ich mich aber ohnehin, bei der U11 überhaupt an "kommende Profis" zu denken. Meiner Meinung nach ist die U11 im Leistungsverein eine Möglichkeit, schon in jungen Jahren Fußball auf sportlich hohem Niveau nachzugehen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und es gibt Kinder, die genau das wollen (mein Sohn z.B.). Keine Ahnung, ob er das in 2 oder 3 Jahren immer noch will. Wenn ja, dann werden wir als Eltern versuchen, ihm das zu ermöglichen. Wenn nein, ist es auch ok.


    Grüße :)
    Oliver

    @TW-Trainer
    Du stellst wieder lauter (unbewiesene) Thesen in den Raum, deren einziges Ziel es zu sein scheint, die NLZs madig zu machen.



    ich bin insofern ganz bei dir, als dass man von diesen E-Jugend-Spielern, deren Eltern jetzt noch alle vom Profitum ihrer Kinder träumen und dies das Hauptmotiv ist, warum sie Woche für Woche mit sehr hohem Aufwand ihre Kinder dorthin begleiten, irgendwer sagen sollte, dass das Quatsch ist!

    These 1 ist, dass ALLE Eltern der E-Jugendlichen am NLZ vom Profitum träumen. Ich kenne viele Eltern, für die das kein Thema ist. Insofern ist die Erkenntnis, dass die Prognose in der E definitiv noch nicht getroffen werden kann, inzwischen weit verbreitet. Das wird uns übrigens auch vom NLZ-Verein immer wieder gesagt.


    Wenn ich mir z.B. die starke Mainzer Angriffsreihe anschaue, dann werden die sehr selten wirklich gefordert sein, weil es genügt auf die Fehler des Gegners zu warten. Für die Torhüter sind es nahezu verlorene Jahre, weil sie dort kaum gefordert werden und Trainer dort ohnehin nur interessiert, ob der Ball ins Tor geht oder gehalten wird. Sie interessiert weder eine Ausbildung noch eine gute Entwicklungsmöglichkeit. Gern würde ich sagen, dass es woanders besser ist, aber das ist leider auch fast kaum der Fall!

    Es ist Problem der NLZs, dass sie oft nur auf unterlegene Gegner stoßen. Die Angriffsreihen sind da oft dennoch gefordert, weil sich viele schwächere Teams komplett hinten rein stellen. Abwehr und TW sind dann wirklich kaum beschäftigt. Das Spiel Mainz gegen SGE gehört allerdings schon eher in die Kategorie "einigermaßen ausgeglichen". Genau deshalb machen die NLZs ja solche SPiele untereinander.
    Zum TW: Positionsspezifisches TW-Training gibt es auch im NLZ oft erst ab U12 oder sogar U13. Vorher wird in vielen NLZ ja noch rotiert, d.h. es gibt gar keinen festen TW. In Mainz gibt es feste TW, aber ich habe keine Ahnung, ob dort schon spezifisch trainiert wird.


    Wir haben nunmehr die ersten Jahrgänge, die das neuere Konzept des DFB durchlaufen haben und als Erwachsene selbst Verantwortung tragen. Wenn selbst die sagen: das möchte ich meinen Kindern nicht zumuten, ja dann sollte man sich doch die Frage stellen, welcher Wert in NLZ der Fussball im unteren Jugendbereich wirklich hat?

    Hast Du da Namen/Belege? Wer sagt das und auf welche Altersklasse bezieht sich die Aussage?


    Plötzlich bin ich wieder in der Position, dass ich die NLZs verteidigen "muss". Natürlich muss ich nicht wirklich, aber ich mag den Text nicht unkommentiert lassen.


    Grüße
    Oliver

    Ich habe es mir nicht angeschaut.
    Hier vergreifen sich wiedereinmal Trainer an
    den Ausbildungszielen ihrer Altersstufe.

    @Dirk Coerverfan
    Du hast es nicht angeschaut, kommst aber zu diesem (vernichtenden) Urteil? Worauf begründet sich das? Darauf, dass die als E-Altjahrgang schon 9er Feld spielen (was der DFB erst ein Jahr später vorsieht)?


    sondern analysieren aus der Sicht des Erwachsenenfußballs.

    Dann wäre es umso hilfreicher, wenn Du die Perspektive des Kinderfußballs ergänzen würdest. So zündet deine Fundamentalkritik nicht so recht.


    @Schimanski & all
    Die wirklich spannenden Fragen im Zusammenhang mit einem NLZ (Drucksituation, Langfristigkeit, Nachhaltigkeit..) kann man an dem einen Spiel ohnehin nicht klären.


    Grüße
    Oliver

    Hallo Christoph,


    habe mir das Spiel nicht in voller Länge angeschaut und kann auch nicht zu allen Deinen Fragen etwas sagen. Das, was ich gesehen habe ist ein sehr ansehnliches U11-Spiel. Beide Mannschaften spielen schon recht systematisch (die Mainzer mehr als die SGE), aber jugendtypisch gibt es noch viele individuelle Fehler/Ballverluste, aber auch sehr gute Pässe in die Tiefe. Vor dem 1:1 sieht man erst einen Befreiungsschlag des Frankfurter keepers, bevor r dann ein genialer (oder etwas zufälliger?) Pass den Raum für das finale Duell gegen den TW öffnet. Es geht auch ziemlich intensiv zur Sache, das finde ich typisch für das Spiel von NLZs. Der Ballführende wird sofort attackiert. Die Mainzer entziehen sich dem oft auch durch Rück- und Querpässe, während die Frankfurter mehr den direkten Weg nach vorne suchen.


    Zu den Mannschaften sollte man wissen, dass die Mainzer bereits in U8 anfangen. D.h. die haben Spieler in der U11, die schon im 4ten Jahr sind. Mainz holt solche Spieler sogar in Frankfurt ab. Die Eintracht startet erst mit U11, d.h. alle Spieler der U11 der Eintracht haben vorher wonders gekickt. Möglicherweise aber nicht alle auf dem "Dorf", sondern z.B, auch bei OFC oder FSV Frankfurt (die beide mit U10 starten). Ich sage das deshalb dazu, weil nach meiner Wahrnehmung die jungen Jahrgänge der Mainzer regelmäßig alles hier in der Region überrollen. Das relativiert sich dann später aber wieder.


    Grüße
    Oliver

    Viel hängt vermutlich vom Zufall ab. D.h. viele Profis aus der 2ten Liga hätte mit ein bisschen Glück auch in der 1. BuLi landen können.


    Im Schnitt liefern Profis der 1.ten Liga ihre Leistung aber konstanter ab. D.h. ein Profi aus der 2ten Liga ist an guten Tagen ebenso gut, hat aber öfter schlechte Phasen.


    Grüße
    Oliver

    @Dirk Coerverfan
    Das mit dem blinden Huhn stimmt sicher nicht. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Dein Training (und auch Du als Trainer) da sehr wohl Einfluss hat. Die Rückmeldung hier im Forum auf Deine Einheit bei der Trainertech (bei der ich leider nicht dabei sein konnte) war ja auch sehr begeistert.


    Grüße
    Oliver

    Für Deine Zwecke würde ich Dir die DFB-Publikation empfehlen:


    https://www.coachshop.de/dfb-b…n-mit-konzept-1.html?c=74


    Da wird aus meiner Sicht sehr gut beschrieben, was und wie man ein welcher Altersklasse trainieren soll und wie nicht. Wenn sich Deine Freiwilligen einigermaßen daran orientieren, dann ist schon sehr viel gewonnen. Es gibt auch ein ähnliches Buchg für die D- und C-Jugend.


    Gegenüber einem selbstgeschriebenen Konzept hat das mMn auch noch den Vorteil, dass man Eltern gegenüber immer argumentieren kann, dass das die "offizielle" DFB-Linie ist.


    Grüße
    Oliver

    Kann alle nur Zufall sein--- oder doch nicht!??

    Ohne jetzt für oder gegen Corver zu sein - Ein Beleg für die Wirksamkeit der Methode ist die Berufung des Spieler in die U16 Nationalmannschaft nur sehr begrenzt:

    • Hier im Thread steht, dass der Spieler über einen Zeitraum von 2,5 Jahren einmal wöchentlich Corver Coaching genossen hat.
    • Der Spieler ist Jahrgang 2000 und lt. HSV-Homepage seit 2010 ebendort. D.h. er ist als 10-Jähriger dorthin gewechselt (in die U11 = alte E-Jugend). Mittlerweile spielt er also die sechste (!) Saison beim HSV.

    Hält man diese beiden Punkte gegeneinander, dann finde ich es schwer, das Coerver-Training da als Hauptursache zu erkennen. Mit einer Einschränkung: Wenn meinen Vermutung stimmt und er hat das Coerver-Training vor dem Wechsel zum HSV gemacht, dann könnte es ja sein, dass ihm die dort vermittelte Technik erst den Wechsel zum HSV ermöglicht hat. @Dirk Coerverfan Wann hat er denn das Coerver-Training gemacht, vor seinem Wechsel oder danach?


    Grüße
    Oliver


    PS: Imposant finde ich die Aufstellung der HSV U17, siehe http://www.hsv.de/nachwuchs/nachwuchsteams/u-17/spieler/
    Von 24 Spielern sind 16 (!) im Januar und Februar geboren 8o ! 9 davon in den ersten zwei Wochen des Jahres (1.-15. Januar) 8o8o ! Wer jemals daran gezweifelt hat, dass es den RAE-Effekt gibt, der kann hier sehen, was der Begriff in der Praxis bedeutet.

    Wenn ich @Andre in einem anderen Thread richtig verstanden habe, spielt der Junge, der zum BVB gewechselt ist, mittlerweile nicht mehr dort, sondern ist zurück in die Region.


    Der Sohn von @Talentfreier Vater spielt immer noch hochklassig, mittlerweile in der U14 des VfB Stuttgart.


    Rückmeldung zum Supertalent des Threadöffners @stefantommy wäre interessant, ebenso wie nähere Hintergründe bzw. Erfahrungsberichte zu den anderen Spielern.


    Grüße
    Oliver

    Ich muss nochmal Werbung für das Buch machen, ich finde das richtig gut. Anders als andere Fussballbücher schlägt es nicht den großen Bogen, sondern beschreibt in ganz kurzen Kapiteln einzelne Punkte, an denen jeder Spieler individuell ansetzen kann. Einiges sind altbekannte Weisheiten, aber ich hatte auch schon etliche AHA-Erlebnisse und in der Summe ist das ein schöner Fundus. Ich gebe das Buch mal meinem Filius (U13), mal sehen, was er dazu sagt.


    Grüße
    Oliver

    Ich gehe davon aus das von den 18Kindern in meiner Mannschaft 10-12 Kinder wechseln werden.


    Ideen um das einigermaßen reibungsarm über die Bühne zu bekommen ?
    (mir ist klar das ich mich unbeliebt mache weil sich einige auf die Füße getreten fühlen, das kann ich ab...)

    Dass Du wechseln willst, halte ich nach Deiner Beschreibung für mehr als nachvollziehbar. Offenbar bist Du im jetzigen Verein mehr geduldet als dass jemand Dein Engagement unterstützt.


    Extrem vorsichtig wäre ich aber damit, Kinder zum Wechseln zu bewegen. Deine Probleme sind ja nicht die der Kinder! Hast Du die Kinder dem neuen Verein "angekündigt"? Oder übernimmst Du einfach da eine bestehende Mannschaft?


    Ich würde folgendermaßen vorgehen: Dem Verein frühzeitig ankündigen, dass Du nicht weiter machst. Ob ich offen über den Wechsel sprechen würde, weiß ich nicht. Aber dass der Verein einen Trainer-Nachfolger suchen sollte, das müssen sie wissen. Wenn Du die Saison noch fertig machen willst, dann würde ich das so etwa im März machen. Dann so etwa im Mai die Spieler/Eltern informieren. Wenn der Verein bis dahin einen Nachfolger hat, kann man den auch schon präsentieren. Wenn nein, dann sollten das die Eltern auch wissen. Ob dann die Spieler wechseln oder nicht, ist deren Entscheidung. Ich würde mich da tunlichst nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Dass der Verein nicht fair mit Dir umgeht, sollte Dich nicht dazu hinreißen, deinerseits unfair zu agieren. Und aktives Abwerben im F-Bereich zähle ich da schon noch mit dazu.


    Grüße
    Oliver

    or der Saison hat mein langjähriger Co aufgehört und der Verein organisiert als Ersatz einen neuen. Abgesprochen war wieder die arbeit als Team. Bei einer Vorstandssitzung mehrere Monate danach wurde der neue Trainer mir gegenüber als Cheftrainer betittelt. Er unterstrich aber den Teamgedanken. Soweit so gut.

    So wie Du es beschreibst, war da doch die Rollenberteilung (Chef-Co) klar, Team hin oder her. Hast Du da wiedersprochen?


    Aber unabhängig davon: Mit einem Trainer, der mich so anpampt, wie Du es zitierst, würde ich nicht zusammen arbeiten wollen. Es muss ja immer noch Spaß machen.


    Grüße
    Oliver

    Eine Zertifizierung ist sicher hilfreich. Der Bericht zeigt jedoch eindrucksvoll, dass man sich keinesfalls alleine auf eine solche Zertifizierung verlassen kann. Stattdessen muss man sich vor Ort ein Bild über die konkreten Zustände (die ja auch stark von den jeweiligen Trainern abhängen) machen.


    Grüße
    Oliver