Beiträge von Don Quijote

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    Die Eltern müssen die Hobbys der Kinder unterstützen, sonst wird es nicht funktionieren. Und je höher die Spielklasse, desto höher auch der Aufwand, ganz klar. Es gibt Vereine, die Fahrdienste anbieten, das habe ich selbst auf dem Dorf gemacht, wo ich als Trainer einen Jungen mit eingesammelt habe, weil die Eltern es nicht gebacken gekriegt haben. Aber das ist kein Modell für alle und jeden.


    Grüße
    Oliver

    Dass dein Sohn Spaß hat, ist ja schonmal prima. Primäres Ziel in dem Alter ist vielseitige Förderung. Offenbar kriegt die dein Sohn durch die Vielzahl von Sportarten, die er ausübt. Also auch prima. Dennoch würde ich den Trainer mal auf Rotation ansprechen. Sei aber nicht überrascht, wenn er das nicht machen will. Das wäre für mich in dem Alter aber auch noch kein Wechselgrund, solange dein Sohn in Training und Spiel gefordert wird (und nicht unterfordert ist). Aber perspektivisch würde ich mir die Vereine in erreichbarer Nähe mal anschauen. Wie gesagt, mit 8 Jahren ist das noch sehr früh, aber ab 10 oder 11 sieht das vielleicht anders aus. Mein Sohn ist gewechselt, nachdem er sportlich in seinem Heimatverein zu weit herausstach und damit uglücklich war.


    Zur Eliteschule des Sports: Die Schule, die ich kenne, bildet sportartspezfisch aus, nicht sportartübergreifend. Da sind zwar Fussballer mit Tischtennisspielern und Leichtathleten in einer Klasse, im Sportunterricht wird aber wieder sortiert. Da kommt dann sogar ein vom DFB bezahlter Fussballtrainer.


    Grüße
    Oliver

    Geregelt ist das offenbar in der "Vereinbarung zum Schutz von Talenten und Leistungszentren", die ich aber nirgends im Original finden konnte.
    Es gibt wohl neben einem festen Betrag (der sofort fällig wird) noch eine Beteiligung des Alt-Vereins an etwaigen Transfererlösen beim Eintritt ins Aktivenalter.


    Grüße
    Oliver

    Daran anknüpfend: Was schreiben erfahrene Trainer sich denn heute auf? Da geht es doch eher um positiv oder negativ herausragende Situationen, nicht um eine objektive (vollständige) Spielstatistik. Letztere halte ich nur automatisiert für leistbar, aber das ist weitab vom Scope einer App. Einzig Ewald Lienen würde ich zutrauen, dass er wirklich alle Aktionen während des Spiels erfassen und mitschreiben kann.


    Daher würde ich die App eher dazu benutzen, die herausragenden Aktionen zu erfassen. Da kann eine App vielleicht die Schreibarbeit verringern und evtl. die Weiterverarbeitung der Daten erleichtern. Das ist dann aber wieder nix, was man den Eltern aufdrücken könnte.


    Grüße
    Oliver

    Über Sinn und Unsinn von Spielstatistik haben wir ja unlängst erst bei Thread über Packing gestritten...


    Meines Erachtens steht und fällt der Wert der per App oder Strichliste erhobenen Daten mit der Erfahrung und dem Auge des Beobachters. Geht der Ball verloren weil die Annahme schlecht war oder war der Pass so schlecht, dass der Passempfänger keine Chance hatte?! Nur so als Beispiel...


    Bezahlen würde ich für so eine App ungern und wenn dann nicht als Monatsabo. Das machen viele SW-Hersteller, aber mir ist das Abrechnungsmodell unsympathisch.


    Viele Negativpunkte, trotzdem viel Erfolg.


    Grüße
    Oliver

    In unserem NLZ gibt es für U14 keinen Urlaubstrainingsplan, für die U15 (Regionalliga) hingegen schon. Da stehen Laufeinheiten drauf, im Tageswechsel mit Stabi-Übungen. Beim ersten Training nach der Pause wird ein Shuffle-Run Test gemacht. Die Laufeinheiten sollen wohl der Grundlagenausdauer dienen, also der Vorbereitung auf die recht anstrengenden Trainings nach der Pause. Aber ein Dogma würde ich nicht draus machen, ich glaube nach 2 oder 3 Trainingswochen sind die Unterschiede wohl schon wieder egalisiert.



    Bezogen auf den Threadersteller: Völlig abwegig finde ich die Laufeinheiten nicht, und ich bin auch sicher, dass die Spieler, die mitziehen im Training besser zurechtkommen als die, die 3 Wochen am All-Inclusive Buffet festsaßen. Albern finde ich, dass die Eltern das kontrollieren sollen. Das würde ich nicht machen. 13 ode 14 jährige sind alt genug, selbst zu wissen was sie wollen.


    Mein Sohn (U14) war heute mit mir Laufen. Er wollte gerne. Ohnehin ist ihm selbst die nur 3-wöchige Pause schon fast zu lange, aber ich glaube die tut ihm gut.


    Grüße
    Oliver

    Ich habe nur das Spiel gegen Portugal gesehen. Und da war vor allem auffällig, dass die deutsche Defensive sehr schlecht ausgesehen hat. Wenn die Portugiesen mit Tempo in die Spitze kamen, dann sind die praktisch ungebremst durch die deutsche Abwehr marschiert. Nach dem Spiel würde ich also eigentlich nahe legen, dass Deutschland mehr/bessere Verteidiger ausbildet.


    Auch wenn das gesamte Streben im DFB letztlich auf diese großen Turniere abzielt, darf man mMn dennoch die Ergebnisse nicht zu hoch werten. Bei einem Turnier reicht oft ja schon ein doofes Ergebnis und man fliegt raus. Oder umgekehrt, man gewinnt 2-mal glücklich und plötzlich ist alles super?! Man muss im Nachwuchsbereich wohl eher drauf achten, wieviele der Talente man wirklich im hochklassigen Erwachsenenfussball unterbringt. Und da sieht Deutschland ja eigentlich in den letzten Jahren nicht so schlecht aus.


    Davon ganz abgesehen halte ich es für eine super Idee, mehr Ressourcen (Geld + Manpower) an die Basis zu geben.


    Grüße
    Oliver

    Hier war der Punkt diskutiert worden, dass Schnelligkeit aus Ausschußkritierium wäre. Habe leider in den vergangenen Jahren viele Talente gesehen, die zwar im Punkt Schnelligkeit überdurchschnittlich waren, aber in anderen Punkten nicht den Anforderungen genügten.

    Hier kommt Dir die Logik durcheinander: Fehlende Schnelligkeit ist ein Ausschlusskriterium. D.h. ein langsamer Spieler wird nicht auf Top-Niveau kommen. Das ist aber KEIN Widerspruch zu Deiner Aussage, dass nicht jeder schnelle Spieler dieses Top-Niveau erreicht.


    Schnelligkeit ist als eine notwendige Bedingung, aber keine hinreichende.


    Grüße
    Oliver

    Der Werdegang von Griezmann wurde ja jetzt immer wieder angesprochen mit dem Tenor, "der wurde in der Jugend von den französischen Topteams heimgeschickt, weil er zu klein und schmächtig war - so kann man sich täuschen". Laut wikipedia hat der Vater ihn bei sieben NLZs vorspielen lassen, aber Antoine wurde nicht "gesichtet":
    https://de.wikipedia.org/wiki/Antoine_Griezmann
    Dann ist er als C-Jugendlicher ins >800 km entfernte San Sebastian gegangen und hat sich letztlich ja auf Top-Niveau durchgesetzt.


    Die Frage, die ich mir stelle: Der Vater hat doch eigentlich alles falsch gemacht! Er hat sein Kind wie Sauerbier in ganz Frankreich angeboten (die aufgezählten Vereine sind weit über's ganze Land verstreut). Spätestens nach der dritten Absage hätte wir Trainertalker doch gesagt, "lass gut sein und setz den Jungen nicht weiter unter Druck". Dann hat er sein Kind mitten in der Pubertät ins fremdsprachige Ausland geschickt, um dort Fussballer zu werden. Auch das ist doch kompletter Wahnsinn! Dennoch hat das (zumindest fussballerisch) geklappt, d.h. der Erfolg gibt dem Vater Recht.


    Mich macht das ein wenig ratlos. Was denkt Ihr über diesen Werdegang?


    Grüße
    Oliver

    Jetzt ist Frankreich gegen Portugal im Endspiel gescheitert, sie haben hier auch eine Überlegenheit nicht umsetzen können zu Toren gegen eine sehr defensiv ausgerichtete Mannschaft. Gönn ich vor allen Dingen den portugiesischen Fans, mal einen Pott feiern zu können. Nach 7 Halbfinalen bei EM/WM ist es ausgleichende Gerechtigkeit, auch mal dran zu sein. Völlig unabhängig davon ob der Sieg dann eher glücklich war. Sogar Ronaldo hat die Begeisterung eines kleinen Jungen gezeigt und eine zeitlang ganz das sonst übliche theatralische Posen vergessen. Widerspricht natürlich meiner Haltung, grundsätzlich dem offensiv ausgerichteten Team den Sieg zu wünschen, aber Portugal war individuell von der Besetzung her im Schnitt definitiv schwächer als Frankreich.

    Ging mir genauso. Mit dem Foul an Ronaldo ist bei mir ein bisschen die Stimmung gekippt. Dass Portugal nach so vielen vergeblichen Anläufen gewonnen hat, hat mich gefreut. Auch wenn der wirklich tolle Griezmann damit so ein bisschen zum Unglücksraben wird (Finals von Championsleague und EM verloren). Zu Griezmann mache ich nochmal einen separaten Thread auf.

    Wir müssen da keine moralisch ethische Diskussion draus machen. Ich habe den Begriff 'unwürdig' gebraucht, ist vielleicht etwas zu hoch gegriffen, ist aber auch nur ein Wort weil ich in dem Moment keine besseres gefunden habe. Ich finde es nur sehr schade, wenn sogar Mannschaften die von der individuellen Klasse her sehr gut besetzt sind dazu übergehen defensive Strategien zu wählen und nicht den Ballbesitz. Verschiedene Meinungen zu dem Thema kann man haben denke ich, ist doch kein Problem. Wenn alle die gleiche Meinung haben brauchen wir keinen Austausch im Trainertalk.

    Völlig d'accord, man muss nicht immer gleicher Meinung sein.


    Grüße
    Oliver

    die Stützpunkte aus S

    Die Schnelligkeit (wer rennt schneller von A nach B) wurde bereits vor Jahren durch Handlungsschnelligkeit (Antizipation, Technik, Taktik) ersetzt.

    Sorry, aber das ist falsch. Nach wie vor ist die Schnelligkeit (Antritt, 10m, 30m) ein wesentliches Talentmerkmal, neben den von Dir genannten. Und zwar im Laufsport Fussball, nicht in der Leichtathletik. Die von Dir genannten Eigenschaften sind ebenfalls wesentliche Merkmale, aber "ersetzt" ist falsch.


    Grüße
    Oliver

    Ich habe gestern ein tolles Fussballspiel gesehen. In den ersten Minuten hat Frankreich einen extreme Druck aufgebaut, da lag ein schneller Treffer förmlich in der Luft. Aber dann fand ich es wirklich beeindruckend zu sehen, wie sich die deutsche Mannschaft aus dieser Umklammerung gelöst und die Kontrolle über das Spiel gewonnen hat. Die zweite Halbzeit fand ich dann nicht mehr so fesselnd, da schienen beide Teams ein wenig ihr Pulver verschossen zu haben.


    Dennoch: Ich mache keiner der beiden Mannschaften Vorwürfe bzgl. der taktischen Ausrichtung. Die Taktik folgt dem Ziel, das Spiel zu gewinnen, insofern ist "unwürdig" da aus meiner Sicht kein passendes Attribut. Was ich beim deutschen Spiel ein wenig vermisst habe, ist noch mehr Mut zum Risiko. Özil, Draxler und (zu meiner Überraschung) Kroos sind ein paar Mal ins Tempodribbling gegangen, sind aber nicht durchgekommen. Der Wille dazu war also da, aber bei F stehen halt auch ein paar Kracher in der Abwehr.


    Das Ergebnis ist beim Fussball immer so ein bisschen Zufall. Mit ein bisschen Glück geht eine der deutschen Chancen rein und dann ist es ein anderes Spiel. Das ist im Fussball halt so: Bei den allermeisten Sportarten gibt es viel mehr zählbare Erfolge (Tennis, Basketball, Handball usw.), deshalb gewinnt dort eigentlich immer der Bessere. Beim Fussball reicht ein Tor (oder halt zwei). Da kann dann auch mal der eigentlich UNterlegene gewinnen, das macht ja einen guten Teil des Reizes aus. Gegen Italien hatte D Glück, jetzt halt nicht. Aus meiner Sicht kein Grund, an der sportlichen Entwicklung der Mannschaft zu verzweifeln. EM-Halbfinale ist aller Ehren wert. Und sehr positiv fand ich auch, dass viele junge Spieler sich gut eingebracht haben. Emre Can z.B. hat eine tolle erste Halbzeit gespielt. Den hätte ich schon vorher gerne gesehen.


    "Meine" sportliche Höchstleistung des Spiels: Die Höwedes-Grätsche! Sensationell!


    Grüße
    Oliver

    Es hat sich doch bereits gezeigt, dass es gut für Deinen Sohn ist. Warum will denn der E2-Trainer ihn haben? Und was will Dein Sohn denn?


    Im Hintergrund noch zwei Gedanken:
    - Vatertrainer ist immer etwas problematisch. Wenn es bei Euch klappt, Respekt! Aber tendenziell ist es stressfreier, wenn Du nicht die Mannschaft Deines Sohnes trainierst.
    - Einen Jahrgang höher zu spielen, ist eine prima Möglichkeit, talentierten Spielern den Verbleib im Heimatverein schmackhaft zu machen. Mit Einsatz der Pubertät machen die Jungs aber körperlich extreme Sprünge, so dass es in der D oder C vielleicht nicht mehr sinnvoll ist, mit/gegen Ältere zu spielen. Das solltet ihr Jahr für Jahr neu überprüfen.


    Grüße
    Oliver

    Danke für den Link, sehr interessant! Noch ein Schnipsel aus dem Artikel:

    Solche Hallen waren es dann auch, die den Isländern im Fußball die Wende brachten. Und nicht wenig Geld. Ohne das hilft der schönste Teamgeist nichts. Bevor die Finanzblase 2008 auch auf der Insel platzte, hatte das Land Geld im Überfluss. Und das wurde in Hallenplätze und Kunstrasenplätze investiert. Im Jahr 2000 wurde mit Mitteln des Staates, privater Sponsoren und etwas Geld der Fifa der erste von diversen Indoorplätzen in Island gebaut. Fußball spielen ist so auch im Januar möglich.

    Hier in Deutschland brauchen wir vielleicht nicht so viele Hallen, aber ein paar mehr Kunstrasenplätze wären schon hilfreich...


    Grüße
    Oliver

    Ob jemand die PR "braucht", weiss ich nicht. Der Fussball wird auch ohne diese Statistik funktionieren, zum Glück.


    Die PR gibt mMn aber eine Sicht auf EIN indivuelles Merkmal. Es gibt Dutzende, wenn nicht hunderte weitere Merkmale, die von der PR nicht erfasst werden. Aber das ist doch (bis auf die Goaling-Rate) bei jedem Merkmal so: Auch z.B. die Antrittsschnelligkeit kann nicht als einzelner Wert einen guten von einem schlechten Spieler differenzieren. Dennoch ist es doch unstrittig, dass der Wert einen wertvollen Hinweis gibt?!


    Der Wert von Messwerten ist mMn die Objektivität. Es gibt Spieler, die sehen schnell aus, weil sie klein sind und kleine, schnelle Schritte machen. Dennoch ist vielleicht der große Spieler dennoch der Schnellere, auch wenn seine Bewegung vielleicht etwas ungelenk aussieht. Da kann die subjektive Beobachtung täuschen, deshalb hilft hier die Messung. Ähnlich sehe ich es bei der PR: Es gibt Spieler, die spielen tolle Pässe in die Tiefe (Iniesta :thumbup: ). Das erkennt jeder auch ohne PR-Aanlyse. Aber bei anderen Spielern fällt das vielleicht nicht so auf, z.B. weil die Passempfänger nicht die Qualität haben, die Pässe zu einem Tor zu verwerten. Da kann die Messung der PR bei der Beurteilung helfen. Aber sie ist nie das alleinige Werkzeug, das ist klar.


    Grüße
    Oliver

    ich denke mal, Packing mag eine nützliche Ergänzung in der Spielanalyse sein.


    Was wäre, wenn es eine Relativitätstheorie mit einer einfachen Formel für den Fussball gäbe? Vermutlich würde auch die nur solange halten, bis ein Teil dazu nicht mehr paßt?


    Mit sind bei der "Packing-Rate" zu viele Wenn und Aber, weshalb ich selbst bei der "Anzahl vollständiger Pässe" auf Gut oder Schlecht komme.


    Wenn "PR" als Form von günstigem Raumgewinn in die Statistik einfließt, dann mag sie eine Aussagekraft haben.


    Ich hab da eben so meine Probleme, die PR unabhängig von anderen Faktoren (z.B. individual- oder gruppentaktische Fehler) zu betrachten. Denn was nützt mir die PR bei einem Spiel, wenn entweder der nächste Gegner anders reagiert oder der Trainer einen anderen Paßnehmer (mit anderen Stärken und Schwächen) in seiner Aufstellung hat? Eine Statistik sollte "belastbare" Werte beschreiben, sodass man zielgerichtet reproduzierbare Übungen und Spielformen gestalten kann.


    Die PR mag dort, wo sich Einzelleistungen eindeutig zuordnen lassen, vielleicht einen Sinn machen! Beim Fussball ist das nur dann möglich, wenn ein Spieler soweit herausragt, als das er allein ein Spiel regelmäßig entscheidet. Das sind momentan noch die Goalgetter, deren PR vermutlich saumiserabel ist?


    Beim PR gehts um Ergebnisse und wie man dorthin gelangt. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass man nach Messmethoden forscht. Doch jede Methode erweist sich schon kurz nach ihrer Veröffentlichung lediglich als Puzzle-Stück, weil sie nicht alles zu erklären vermag. Aber deshalb muß sie nicht schlecht sein. ... Das sollte uns aber nicht davon abhalten, die PR mal in unsere eigene Analyse ein wenig einzubinden, wenn wir uns mit der Leistungsanalyse unserer Spieler beschäftigen.


    Man sollte sich hüten, zu viel in die PR hinein zu interpretieren!


    Geht mir fort mit der PR, solange man nur die gelungenen Aktionen bewertet, nicht aber den Bockmist der Spieler beschreiben kann!

    @TW-Trainer
    Wenn man Deine Statements zur PR durchschaut, dann habe ich den Eindruck, dass Du genau der Gefahr erliegst, die Du selbst beschreibst: Du interpretierst da zuviel rein. Die PR kann nicht das komplette Spiel beschreiben, sie kann nicht jeden Spieler eindeutig beschreiben, sie kann auch nicht jede Spielsituation beschreiben. Sie ist ein kleines Puzzlestück, nicht mehr und nicht weniger.


    In jedem Spiel gibt es Situationen, wo der Pass mit der schlechten PR der bessere ist (z.B. wenn der Zielspieler im Angriff komplett alleine steht, also die Kollegen noch nicht nachgerückt sind). Ebenso gibt es einfach Positionen, wo eine guter PR leichter erreicht wird als auf anderen (9er werden kleiner PS produzieren als 6er, 8er oder 10er). Das macht die PR-Analyse aber nicht komplett sinnlos.



    @soccerbook
    Goaling rules, das muss man dem Team nur richtig vermitteln :thumbup:


    Grüße
    Oliver

    G- und F-linge muss man nach meiner Erfahrung ein bisschen bremsen, damit die sich zwischen den Spielen nicht komplett auspowern. Aber eigentlich beschäftigen die sich selbst, als Trainer habe ich nur immer geschaut, dass es nicht zu viel wird. Wobei sich die Kleinen nicht freiwillig ruhig in den Schatten setzen, aber ehrlich gesagt, halte ich das auch nicht für nötig, sind ja keine Profis. So ab E muss man da eigentlich gar nichts besonderes mehr machen, das kapieren die meist von selbst, dass sie ein bisschen Pause brauchen. Gute Erfahrungen habe ich z.B. mit einem lockeren Fussballtennis gemacht (als Rundlauf).


    Für die Ernährung sind aus meiner Sicht gerade bei den jungen Teams die Eltern verantwortlich. Bei uns organisieren sich die Eltern, d.h. es wird so grob abgesprochen, wer was mitbringt (Gurke, Möhren, Bananen, Melone, Müsliriegel, Salzstangen usw.). Das kommt dann auf einen Tisch, so dass jeder davon nehmen kann. Bei den (oft sehr langen) NLZ-Turnieren ist es zudem Standard, dass die Teams mittags verpflegt werden (da gibt's zu 98% Nudeln). Das ist aber ein Sonderfall, den es im Breitensport wohl eher nicht gibt.


    Nebenbei: Das große Problem sind die Turniere, bei denen a) lange Wartezeiten entstehen (letzthin wieder Turnier mit 12 Teams auf einem einzigen Feld :thumbdown: ) und b) wo dann womöglich auch kein Platz ist, um sich ein bisschen zu bewegen. Das ist immer doof. Könnte ich es entscheiden, würde ich so ein Turnier im Folgejahr nicht mehr besuchen.


    Grüße
    Oliver

    Aus meiner Sicht ist es aber

    An diesem Punkt ist für mich klar, dass ich ein fundiertes, wissenschaftlich nachweisbares Instrument zur Analyse von Fußballspielern nicht mehr erleben werde. Schade.

    Den letzte Satz kapiere ich nicht: Es gibt doch heute schon sinnvolle Messwerte, die einen Rückschluss auf die fussballerischen Qualitäten erlauben. Packing Rate ist ein neuer Puzzlestein. Natürlich gibt es nicht den einen einzigen Wert, der alles zusammenfasst. Aber den kann es mMn auch nicht geben. Meinst Du das?


    Grüße
    Oliver