Beiträge von Don Quijote

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    Wenn man allen juristischen Risiken ausweichen will, dann wird man scheitern. Da bleibt nur, die Kamera in der Tasche zu lassen.


    Aber muss man das wirklich? Für mein persönliches Empfinden ist der Persönlichkeitsschutz hier zu weit gefasst. D.h. ich persönlich hätte nichts dagegen, wenn ich als Sportler auf einer öffentlichen Veranstaltung gefilmt oder fotografiert würde. Zumindest solange ich als Sportler dargestellt werde und nicht abwertend ("der ungelenkige Sack mit der Schlabberhose"). Und da ich das für mich so empfinde, mute ich das auch anderen zu. Ich mache oft Fotos beim Sport meiner Kinder. Wie oben beschrieben sind da meist auch die Gegner-Kinder mit drauf, auch gerne groß im Zweikampf. Die Fotos verbreite ich, zwar nicht komplett offen im Internet, aber die Zielgruppe der Eltern und Freunde ist doch recht groß. Ich habe noch nie das Einverständnis von den Kindern oder ihren Eltern eingesammelt. Dass ich damit ein rechtliches Risiko eingehe, ist mir bewusst. Aber ehrlich gesagt, halte ich es für fast ausgeschlossen, für meine Aufnahmen rechtlich belangt zu werden. Ich kenne keinen einzigen Fall.


    Mir ist allerdings schon ein- oder zweimal passiert, dass ich drauf angesprochen wurde, doch bitte nicht zu fotografieren. Das respektiere ich natürlich. Viel öfter sind allerdings die Eltern oder Trainer des Gegners auf mich zu gekommen mit der Bitte, ihnen auch die Bilder zuzusenden. Das mache ich dann natürlich auch gerne.


    Das Soll kein Aufruf zum "Bei-Rot-Über-die-Strasse-gehen" sein. Aber manchmal muss man vielleicht die Kirche auch im Dorf lassen.


    Grüße
    Oliver

    @TW-Trainer
    Sorry, aber das was Du da machst ist, als Laie Gesetz auszulegen. Da scheitern aber schon Rechts-Profis dran, also besser sein lassen...Zumal das praktisch nicht durchführbar ist. Wie willst Du denn alle Eltern befragen? Dann kannst Du jegliche Filmaktivitäten von vorneherein sein lassen.


    Grüße
    Oliver

    Ob das zulässig ist ("damit muss man rechnen") oder nicht ("Recht am eigenen Bild"), das ist strittig. Zudem wird das in den Ländern unterschiedlich betrachtet, ich gehe mal von Deutschland aus.


    Wikipedia kennt dazu eine Entscheidung des BGH, die aber auch ein Hintertürchen offen lässt ("wenn dadurch keine berechtigten Interessen..."):


    In einem Urteil vom 28. Mai 2013 positionierte sich der Bundesgerichtshof zu Sportveranstaltungen (Az.: VI ZR 125/12):
    „Die Veröffentlichung von Foto- und Videoaufnahmen bei Sportveranstaltungen sind zulässig, wenn durch ihre Verbreitung keine berechtigten Interessen der Darbietenden verletzt werden.
    Da sich die Teilnehmenden an sportlichen Wettkämpfen auf Foto- und Videoaufnahmen während des Wettbewerbs einstellen müssen, kommt es hierbei nicht auf die Anwesenheit eines Pressefotografen, die Anzahl der Teilnehmer oder die Dauer des Wettkampfes oder Turniers an.“


    Im Zweifel verfahre so wie @Larius vorgeschlagen hat, gerade wenn Du unsicher bist, ob das ok ist oder nicht.

    Am besten beim nachfragen, ob es für ihn in Ordnung ist und diese Antwort auch akzeptieren. Nicht alles was recht ist ist auch anständig.

    Grüße
    Oliver

    Diese Beobachtung mache ich auch oft. Ich reime mir das wie folgt zusammen. Diese Spieler werden geholt
    - weil die Trainer glauben, die Spieler soweit entwickeln zu können, dass sie mitspielen können.
    - weil der Kader zahlenmäßig ergänzt werden muss und man bessere Spieler nicht bekommt.
    In beiden Fällen wird der Trainer dem Spieler sagen, dass er eine Chance auf Einsätze hat, wenn er sich reinhängt und an seinen Schwächen arbeitet, blablabla. Das ist vielleicht nicht mal gelogen. Aber dennoch ist es tragisch für einen jungen Spieler, wenn er dann keine Einsatzzeiten bekommt.


    Allerdings gehören da immer auch zwei dazu. Ich frage mich immer, was einen Spieler dazu treibt, bei so einem Team zu bleiben, wenn er über Monate mitbekommen hat, dass er keine Rolle spielt. Wieso macht man das? Man muss sicher nicht gleich aufstecken, sobald man mal auf der Bank sitzt. Aber wenn das über Monate andauert, dann suche ich mir doch spätestens zur neuen Saison besser ein Team ein oder zwei Ligen weiter drunter und spiele.


    Grüße
    Oliver

    Die 2007er spielen dann gegen 2005er, da sind die körperlichen Unterschiede vermutlich erheblich. Damit müssen die Jungs klarkommen. Innerhalb des Teams hast Du dann sogar eine 3-Jahres Spreizung (2004 Mädchen zu 2007 Jungs), das sind Welten...


    Aber eine bessere Lösung als die, die Du vorschlägst, sehe ich mit den zur Verfügung stehenden Spielern auch nicht. Evtl. wäre eine Spielgemeinschaft mit einem anderen kleinen Verein möglich?


    Grüße
    Oliver

    Den parallelen Thread habe ich nicht komplett gelesen, daher wiederholt es sich evtl.:


    Wenn absehbar ist, dass der Junge bei Euch nicht angemessen gefordert ist (sich also z.B. beim 1:1 im Training nicht anstrengen muss), dann wäre es besser, ihn in eine andere Mannschaft zu geben. Das ist besser für den Spieler und auch besser für die Mannschaftskameraden.


    Das kann entweder eine ältere Mannschaft im gleichen Verein sein, wobei ich da schon (selbst-)kritisch gucken würde, wie die ältere Mannschaft geführt wird. Oder aber gleich der Vereinswechsel zu einem ambitionierteren Club. Man kann immer drüber streiten, wann so ein Vereinswechsel sinnvoll ist. Aber wenn ein Spieler sportlich zu weit aus seinem Team herausragt und es im eigenen Verein keine gut geführte, jahrgangsältere Mannschaft gibt, dann ist das aus meiner Sicht ein Grund für einen Vereinswechsel. So war es bei meinem Sohn (Wechsel in die U10, also junge E) und er hat es bisher nicht bereut.


    Grüße
    Oliver

    Zu offiziellen Veranstaltungen (Lehrgang usw.) des Verbandes muss der Verein die Spieler abstellen (darf also nicht nein sagen). Sollten Vereinsspiele zeitgleich stattfinden, dann darf der Verein die Spiele verlegen, falls Spieler für so einen Verbandslehrgang abgestellt sind. Das sind die DFB-Regularien, daher sollten die bundesweit einheitlich sein.


    Bzgl. Kreisauswahl habe ich keine Ahnung, das mag regional anders geregelt sein. Bei uns gibt es gar keine Kreisauswahl.


    Grüße
    Oliver

    @Sir Alex
    Danke für die offenen Einblicke.


    @let1612
    Deine Rechnung geht schon in die richtige Richtung, ist aber vermutlich immer noch zu optimistisch: Wie Du schon schreibst, ist der Ausländeranteil im bezahlten Fußball in Deutschland rund 50% (https://de.statista.com/statis…l-der-top-fussball-ligen/). Das reduziert die "freien" Plätze entsprechend. Wobei auch einige Deutsche im Ausland für Geld kicken, insofern würde ich von Deinen 1500 mal mind. 500 abziehen. D.h. die Wahrscheinlichkeit rutscht bedrohlich an die 10% Marke - und das bei Spielern, die alle in der U19 im NLZ spielen (also Leistungsfußball nach x-maliger Selektion).


    Das Beispiel von Augsburg mit im Mittel 2 Wechseln im Kader pro Jahr ist recht konservativ. Da würde ich eher einen Mittelwert von 3 annehmen, d.h. von U10 bis U19 sind es dann 60 Spieler, die irgendwann mal in diesem einen NLZ gekickt haben. Gerade in den höheren Jahrgängen finden die Wechsel aber oft zwischen den NLZs statt (so wie @Sir Alex es ja auch beschreibt), daher sind die angenommenen 40 Spieler vermutlich wieder ok (oder sogar noch zu hoch). Wobei ich es für fragwürdig halte, ob man z.B. einen Spieler, den beim Übergang zur U12 oder U13 das NLZ verlässt (verlassen muss) als verhinderten Profi mitzählt.


    Grüße
    Oliver

    Auch von mir alles Gute, ich drücke Euch die Daumen!

    Sehen die Trainer /Trainerinnen bei den Sichtungen andere Dinge wie der eigene Trainer ?

    Das finde ich in der Tat erstaunlich, dass weder Ihr noch Euer Trainer Eure Tochter als herausragend (im Wortsinn) wahrnehmt, zumal sie ja (wenn ich das jetzt richtig verstanden habe) in der F1 mit und gegen jüngere Jungs spielt. Vielleicht ist es ja wirklich so, wie @TW-Trainer schreibt, dass sie als Mädchen zwar herausragt, das aber im Zusammenspiel mit den Jungs nicht so auffällt.


    Noch etwas : Meine Tochter möchte auf keinen Fall , das Mannschaft oder Eltern etwas davon erfahren . Sie möchte einfach nicht , das darüber geredet wird und vergleiche zu den eigenen Kinder gezogen werden .

    Mit den Fördermaßnahmen würde ich nicht prahlen, aber verheimlichen würde ich das auch nicht. Zumal das vermutlich ohnehin durchsickert. Ihr solltet also auf die Situation vorbereitet sein, dass das bei Euch im Verein bekannt und diskutiert wird. Ist aber aus meiner Sicht nichts schlimmes.


    Nochmals alles Gute
    Oliver

    In Hessen gibt es zudem auch noch Regionalauswahlen.
    http://www.hfv-online.de/spiel…en/hfv-regionalauswahlen/


    Wenn man das top-down darstellt, dann sieht das also wie folgt aus:


    - Hessenauswahl
    - Regionalauswahl
    - DFB-Stützpunkte
    - Kreisauswahl (nicht überall)
    - Vereine


    Spieler aus den NLZs (Eintracht und FSV Frankfurt, Darmstadt 98, OFC, Wehen) spielen z.T. in der Hessenauswahl. Bis einschließlich zur Regionalauswahl spielen nur Spieler aus "normalen" Vereinen (Nicht-NLZ).


    Grüße
    Oliver

    Die Urteilsbegründung (Link siehe unten) nimmt allerdings keinerlei Bezug zu den oben angesprochenen Themen Freizügigkeit oder um die Frage "Unternehmen oder Verein" (hier Threadtitel). Sondern der Klage wurde stattgegeben, weil zwar betreffende Verein zwar Mitglied im Nordeutschen Fussballverband ist, aber nicht im DFB. Und der NFV hat in seiner Satzung den Bezug zu DFB/FIFA nicht so eindeutig verankert, dass das für den Verein klar wurde. Als interessierter Laie erwarte ich also keine weitreichenden Folgen - außer dass die Fussballverbände schleunigst Ihre Satzungen überarbeiten werden.


    http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2016&Sort=3&nr=75988&pos=0&anz=163


    Grüße
    Oliver

    Dürfen, sollen Eltern den Anspruch an Trainer stellen, dass deren Kinder richtig ausgebildet werden
    und wenn es offensichtlich ist, dass einzelne Spieler ständig Positionen besetzen, man den Verein/Trainer in die Pflicht nimmt.

    Das ist doch alles bereits mehrfach bestätigt. Ja, das dürfen Eltern. Nach Deiner Beschreibung hast Du die Rotation doch auch die letzten Jahre bereits mehrfach "eingefordert", allerdings ohne durchschlagenden Erfolg. Natürlich kannst Du es erneut probieren, aber zu optimistisch wäre ich da auf Grund Deiner Erfahrung nicht. Was machst Du denn dann, wenn sich nichts ändert?


    Grüße
    Oliver

    Bin da zu 100% bei @AKjfv. Es ist vollkommen ok, dass Du Dir überlegst, was das beste für Deinen Sohn wäre. Es ist aber unangemessen, dabei vorrangig über den anderen Jungen zu diskutieren. Und das machst Du hier im Thread.


    Insofern: Ja, sprich den Trainer an. In der U10 machen das ja noch die Eltern und nicht die Spieler selbst. Aber rede nur über deinen Sohn und nicht über andere Spieler und deren Eltern.


    Grüße
    Oliver

    Klasse!


    @Uwe
    Kann man das vielleicht irgendwo oben anpinnen?


    Grüße
    Oliver

    Du kannst es entscheiden, klar. Ich würde aber die Kirche im Dorf lassen und nur dann verlegen, wenn Dir der neue Termin wirklich nicht passt. Eine Verlegung abzulehnen, weil Du der Meinung bist, dass Du die Trainingsplanung besser gemacht hast als Dein Kollege vom Gegnerteam fände ich seltsam. Mit ist auch n icht klar, wieso durch die Spielverlegung "der Großteil der Vorbereitung flöten geht". Ist das nicht ein bisschen dick aufgetragen?


    Aber die Entscheidung liegt bei Dir, ganz klar.


    Grüße
    Oliver

    Mit der Gesundheit meine ich das mögliche nicht richtige Ausheilen lassen nach Verletzungen. Bzw. Ruhepausen in Wachstumsphasen oder ähnlichem.

    Da würde ich mal ein großes Fragezeichen dran machen. Ich kenne nur das NLZ meines Sohnes näher aber da gibt es zum einen eine recht intensive medizinische Betreuung (festangestellte Physiotherapeuten, die zu den Spiel-/Trainingszeiten vor Ort sind, Sportarzt, bei dem NLZ-Spieler priorisiert Termine bekommen usw.). Auch bekommen Spieler die nötige Zeit, um wieder fit zu werden. Ich kenne mehrere Fälle, wo gerade wegen langwierigen Verletzungen und Wachstumsproblemen Spieler mehrere Monate aussetzen mussten und dennoch in die nächsthöhere Jahrgangsstufe übernommen wurden. Auf einem anderen Blatt steht, dass es natürlich am NLZ auch besonders ehrgeizige Spieler gibt, die nach einer Verletzung zu früh wieder einsteigen.


    Generell würde ich sagen, dass am NLZ die Belastung höher ist, aber gerade deshalb auch besser auf die Gesundheit der Spieler geachtet wird.


    Grüße
    Oliver