Beiträge von Don Quijote

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Mein Sohn ist ziemlich wild auf Sport, daher ist das für ihn mehr Lust als Last. Man muss ihn da eher manchmal einbremsen.


    Allerdings hat er auch schon Tage, wo ihm die Aufgaben nicht in den Kram passen. Da schwänzt er das dann halt. Sein letzter Trainer hat verlangt, dass die Jungs ihren Laufweg per App aufzeichnen und ihm schicken. Da ist er dann auch schon mal den Weg mit dem Rad abgefahren, weil er keine Lust zum Laufen hatte. Aber das ist wie gesagt die Ausnahme.


    Aber völlig unabhängig von den Aufgaben ist er nach einigen Wochen wieder ziemlich heiß auf's Kicken und freut sich auf das Training mit der Mannschaft.


    Grüße

    Oliver

    Bei meinem Sohn im NLZ U16 bekommt jeder Spieler einen (mehr oder weniger?) individuellen Plan, so in der Art:

    Mo 40 min langsamer Lauf, 30 min Stabiübungen

    Di 40 min schneller Lauf, 30 min Stabi

    Mi frei

    Do 30 min Intervalle laufen, 30 min Stabi

    Fr frei

    ...usw...


    Das ganze nimmt er mit in unseren Familienurlaub. Insofern durchbricht das die von Chris angesprochene Pause. Allerdings ist es kein Fussballtraining, d.h. nach dem Urlaub hat er sicher wieder richtig Lust zu kicken.


    Außerdem: Die Saison für sein Team endete bereits Ende Mai. Ab dann gab es im Verein noch ein paar Spaßtrainings und dann ab 10.6. gar nix mehr (außer Verbandsauswahl für einige aus dem Team). D.h. die Jungs hatten beim Beginn der hessischen Ferien schon 3 Wochen Pause hinter sich, bevor sie jetzt in den Ferien wieder einsteigen.


    Grüße

    Oliver

    Stört dich die Art, weil ich viel mit Fragen arbeite oder etwas anderes?

    Bin nicht direkt angesprochen, aber dazu dennoch mein Senf: Mich stört vor allem, dass Du

    a) Dir nicht die Zeit nimmst und/oder Dir die Bereitschaft fehlt, die Antworten zu lesen und zu verstehen. Du bis nur im Sendemodus unterwegs, nicht als Empfänger.

    b) Du dadurch den Thread komplett dominierst. Sieht man alleine schon an den Postings im Minutentakt.


    Schmankerl am Rande: Vermutlich erzählst du bald in anderer Runde "ich war da mal in einem Trainerforum, denen habe ich zwei Argumente gegen den Laktattest um die Ohren gehauen, dann war da aber was los! Es dauerte nicht lange, und man hat mir gesagt, ich solle mich zurückhalten." Und damit hätetst Du nicht mal so ganz unrecht =). Aber das werden wir alle zusammen wohl aushalten.


    Grüße

    Oliver

    fussballschule_tirol ich hatte gehofft, dass Du mich verstehst, aber Du bist ein schwieriger Fall, also nochmal: Du argumentierst dann schlecht, wenn Du den Wert der Erfahrung abstreitest. Ich verstehe, dass es dir darum geht, offen für neues zu sein und dass du anstrebst, auch altbewährte Konzepte auf den Prüfstand zu stellen. Alles gut, kein Widerspruch. Aber die neues Konzepte müssen sich dann in der Erprobung als überlegen erweisen. Tun sie das, sind sie (eben erfahrungsgemäß) besser. Tun sie's nicht, weg damit.


    Zum Bergführer, der Dir offenbar wichtig ist: Ich als Laie halte es für eine sehr gute Idee, mich auf dem Gletscher auf dessen Erfahrung zu verlassen. Aber vermutlich hast Du eine super moderne Messmethode am Start, die die Tragfähigkeit von Eisbrücken bis auf's Zehntel bestimmen kann. Wenn es sowas gibt, immer her damit. Aber dann musst Du nicht nur in der Theorie zeigen, dass das funktioniert. Sondern da brauche ich Praxis-Erfahrungen, bevor ich vom Rat des erfahrenen Bergführers abweiche.


    Grüße aus dem Flachland in die Alpen

    Oliver

    Was sollen die Bergführer und Piloten beim Laktattest helfen? Das sind doch hanebüchene Beispiele - soviel zum Thema unsaubere Argumentation.

    Erfahrung ist gut, doch sollte man sich nicht auf diese alleine verlassen. Würdest du dich rein auf dein Erfahrung verlassen oder auch mal neue unbekannte Pfade betreten?

    Wenn man sich weiter entwickeln will, muss man selbstverständlich neue, unbekannte Pfade betreten. Aber neue, unbekannte Pfade sind nicht automatisch besser als die alten, ausgelatschten Pfade. Die praktische Erprobung (um nicht wieder Erfahrung zu schreiben) liefert dazu die Entscheidungsgrundlage.


    Grüße

    Oliver

    Ich kenne den Laktattest, jedoch bis dato kein Argument, dass für den Fußball reicht.

    Nochmal: Niemand wird behaupten, dass der Laktattest alleine "für den Fussball reicht". Der Test liefert eine Info, die dem Trainer helfen kann, die Trainingsbelastung zu steuern, also z.B. die Geschwindigkeiten für ein sinnvolles Intervalltraining festzulegen. Daher braucht es beim Laktattest auch keine fussballnahe Richtungswechsel - das ist schlicht nicht die Aufgabe des Tests.


    Aber ich will hier gar nicht den Laktattest hochloben. Mir geht es nur gegen den Strich, dass Du nicht sauber argumentierst. Zu meinem Argument mit den "guten Erfahrungen" als Grundlage der empirischen Wissenschaft hast Du leider auch nichts gesagt.


    Grüße

    Oliver

    Die Antwort war: "Wir haben das schon immer so gemacht und gute Erfahrungen damit.". Ist das eine seriöse Antwort?

    Seriös (im Wortsinn) war die Antwort sicher, oder hattest du den Eindruck, er wollte dich veräppeln?


    Der erste Teil der Antwort ist unbefriedigend, aber der zweite ist doch die Grundlage aller Empirie, daran ist nix falsches. Wenn man gute Erfahrungen gemacht hat, dann ist das der praktische Beweis, dass die Methode nicht ganz falsch ist.


    Zum Laktattest: Der dient zur im wesentlichen der Trainingssteuerung, siehe z.B. https://www.dfb.de/trainer/akt…-trainingssteuerung-1819/


    Aber es setzen sich auch für diesen Zweck andere Methoden durch, da sie sich (in der praktischen Erprobung) als besser erwiesen haben. Andererseits ist der Laktattest ein kleiner Baustein. Es gibt sicher andere Punkte im Fussballtraining, wo Veränderungen dringender wären.


    Grüße

    Oliver

    "fieses Niveau" gefällt mir :thumbup:


    Auch wenn eine Mannschaft vielleicht zu schwach für die Liga ist und daher zurecht absteigen sollte: Die Vereine werden ja dennoch alles tun, um den Abstieg zu verhindern und so dem nächsten Jahrgang eine adäquate Liga bieten zu können. Diesem Zwang entkommt man erst, wenn die Mannschaft ihre Liga von einer Altersklasse in die nächste mitnehmen könnte. Gibt es aber nicht, daher sehe ich das wie Chris


    Grüße

    Oliver

    "Manchmal habe ich das Gefühl, dass das Wichtigste für die meisten Jugendtrainer das Gewinnen von Spielen ist. Sie interessieren sich hauptsächlich für den eigenen Erfolg und die eigene Reputation. Mein Interesse galt stets dem Verein. Wenn ein talentierter Spieler nicht verteidigen konnte, dann habe ich ihn in die Abwehr gesteckt, damit er es lernt, was uns einiges an Punkten gekostet hat. Aber ich habe mich nicht um die Punkte gesorgt, denn ich war damit beschäftigt, den Spieler weiterzuentwickeln."


    Wer weiß, wessen Zitat das ist ;)

    Schönes Zitat von Johann Cruyff! Ein Traum, wenn mehr Jugendtrainer so denken und vorgehen würden!

    Wer sagte das?

    "In der Jugend war ich Durchschnitt. Ich habe aus Spaß gespielt und hatte keinen Plan."

    "Dann hatte ich mit 17 Jahren einen Wachstumsschub, der meiner Leistung Schwung verlieh. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mein Potenzial realisiert."

    Quelle und Auflösung


    Die Frage ist ja, auf welchem Level er sich als Durchschnitt gesehen hat???


    Trotzdem ist der Satz „Ich habe aus Spaß gespielt und hatte keinen Plan“ top!!!!

    Laut Transfermarkt ist er mit 12 zum FC Winterthur (aktuell Schweizer Zweitligist) und ist dort Profi geworden.

    https://www.transfermarkt.de/m…tungsdaten/spieler/284730

    Also ziemlich gehobener Durchschnitt :*

    Letzlich ist Deutschland ausgeschieden, weil Hummels den Ball mit der Schulter und nicht mit dem Kopf getroffen hat.


    Zum Thema Beton: Generell ist ja der Anteil von Toren nach Standards sehr hoch. Das heißt im Umkehrschluss, dass Tore aus dem Spiel schwieriger geworden sind. Offenbar können viele Mannschaften gut gegen den Ball verteidigen.

    Die Klassen-Einteilung ist das A und O. Was da verbockt wird, das kann man später nur noch lindern, aber nicht heilen. Bei uns im Kreis wird in G und F auch eine Art Quali-Runde gespielt. Die Rückrunde im Frühjahr ist dann deutlich ausgeglichener, das tut allen gut.


    Im Handball können die Vereine Spielstärken melden. Das ist auch ein Weg, aber auch der ist nicht komplikationslos. Manche Vereine melden falsch, entweder weil sie die Stärke falsch einschätzen oder aber sie melden bewusst zu schwach, um leichte Gegner zu bekommen und dann gut auszusehen.


    Aus meiner Sicht müsste man die Spielklasse mit dem Team mitnehmen können, um z.B. einem starken Jahrgang im Dorfverein die Möglichkeit zu geben, zusammen zu bleiben und dennoch angemessen gefordert zu sein. Aber das ist natürlich organisatorisch schwierig, gerade beim Wechsel der Altersklasse nach D oder C, wo ja die Spielklassen immer weiter auffächern.


    Eine Königslösung gibt es also nicht. Als wichtig empfinde ich die Möglichkeit nachzujustieren. Das gefällt mir an dem Quali-System bei uns. Eine Saison in der falschen Spielklasse wird sonst ziemlich lang.

    fussballschule_tirol Sorry, ich hatte auch bereits versucht, das oben darzustellen. jedes Posting drückt die Sicht des Schreibers aus, ist also erstmal subjektiv. Da ist noch gar nichts schlimmes dran.


    Objektiv können Deine Aussagen erst dann werden, wenn du dich auf unwiderlegbare Tatsachen beschränkst. Das können allgemein anerkannte Tatsachen sein (2+2=4). Oder Du bringst halt die Beweise für Deine Aussagen bei.

    Ich bin ein alter Sack und habe die Erfahrung gemacht, dass es nur sehr selten einfache Lösungen gibt. Das Leben ist komplex. Daher klingeln bei mir schon wieder alle Alarmglocken. Aber nimm das bitte nicht persönlich, fussballschule_tirol , sondern fühle dich eingeladen, das mit ein bisschen mehr Inhalten zu unterfüttern. Das wird bestimmt eine spannende Diskussion.


    Grüße

    Oliver

    Deine Definition von objektiv und subjektiv und die Übertragung auf den Fussball ist recht eigen, aber ich bin nicht sicher, dass wir uns über die Begriffsbedeutung streiten sollten. Danke für die beiden Links. Der erste ist nett geschrieben, aber ziemlich arm an Fakten. Der zweite von der Spielverlagerung ist deutlich gehaltvoller, vielen Dank dafür! Das gibt einen ersten Einblick in das Konzept. Ich habe es sicher noch nicht wirklich durchdrungen, aber einzelne Ideen finde ich prima. Und einzelne davon sind auch gar nicht so radikal neu. Die Idee, weniger isolierte Technikübungen zu machen und mehr differentielles Lernen über Spiele oder spielnahe Übungen, greift ja bereits seit Jahren immer mehr Raum, auch beim DFB.


    Insofern möchte ich Dich wie SG-Nr8 ermuntern, und den Ansatz aus Deiner Sicht (fast hätte ich geschrieben "subjektiv" ;-)) mal vorzustellen. Spannend fände ich insbesondere, was das konkret für die Trainingsgestaltung bedeutet.


    Grüße

    Oliver

    Der Herr vom DFB und RB Leipzig kam mit dem Thema Laktat und 2x Training pro Tag. Raymond hat ihn dann innerhalb von 5 Minuten so logisch erklären können, was sinnvoll ist und was nicht, dass der Herr vom DFB voll zugestimmt hat und meinte, dass er es so noch nie gesehen bzw. gelernt hat.

    Dann sag uns bitte, was an Verheijen da in 5 min erklärt hat, so dass der DFB und RB Leipzig zukünftig auf Laktattests und 2-mal tägliches Training verzichten werden. Ist das als Frage konkret genug?


    Zur Diskussion "objektiv" vs. "subjektiv". Prinzipiell ist alles, was hier jemand im Thread sagt subjektiv, es geht ja hier viel um Überzeugungen und Meinungen. Objektiv sind bewiesene Tatsachen (Morgens geht die Sonne auf und Trump wird wieder einen irrwitzigen Tweet absondern). Bei Beweisen geht es weniger um logische Erklärungen (denn ob die Logik zwingend ist, ist oft nicht klar erkennbar). Beweise wären eher "wir trainieren seit 2 Jahren anders und sind seitdem deutliche besser unterwegs als die Nachbarvereine, die konventionell trainieren".


    Grüße

    Oliver

    Ich verstehe Deine Ausgangslage nicht: Wieso ist in der B bzgl. leistungsorientiertem Fussball in der BZL Schluss? Das geht doch weiter hoch bis zur B-Jugend Bundesliga? Und wieso kannst Du Dir aussuchen, ob Du gegen Jungjahrgang oder Altjahrgang antreten wirst, das ist doch beides B? Gibt es da bei euch wirklich Ligen pro Jahrgang?


    Nach meiner Beobachtung ist der große Wachstumsschub in der C, da sind die körperlichen Unterschiede am größten. In der B haben die meisten den großen Schub schon hinter sich, allerdings halt nicht alle. Wie sieht deine Mannschaft körperlich denn aus? Wenn die im Mittel eher retardiert sind, dann würde ich nicht gegen Altjahrgang antreten wollen. Allerdings liest sich das so als wärt ihr gegen den Jungjahrgang wieder unterfordert, das sind doch dieselben Gegner, die ihr in der aktuellen Saison komplett dominiert habt, oder? Das spräche eigentlich dafür, den Sprung nach oben zu wagen.


    Grüße

    Oliver