Beiträge von Don Quijote

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    Irgendwie ist das in Westfalen unglaublich kompliziert 8|:cursing:

    https://wdfv.de/media/h-jugend…nung_stand_01.01.2019.pdf


    Was ich herausgelesen habe: Deine Angaben reichen für eine Aussage nicht aus.

    • Nach §8(5) geht bis zur Kreisebene ein Festspielen nur innerhalb der gleichen Altersklasse (also z.B. D1/D2, aber nicht D und C). Entsprechend kann man sich bei überkreislichen Ligen aber sehr wohl alterklassen-übergreifend festspielen, siehe die Beispiele https://www.flvw.de/fileadmin/…-_Stand_30_05_2017_01.pdf

    Daher die Folgefragen:

    • Geht es hier um überkreisliche Ligen? Es reicht, wenn eine der beteiligten Mannschaften überkreislich spielt.
    • Wenn nein, dann kann sich der D-Spieler in der C2 nicht festspielen.
    • Wenn ja: Hat er sich mit dem Einsatz in der C2 festgespielt? Dazu siehe §8(2) => er ist festgespielt nach 2 Einsätzen innerhalb vier Wochen in der höheren Mannschaft

    Ich versuch's mal:

    • Leitershofen ist der Überflieger, 9 Spiele, 9 Siege, mehr als doppelt so viele Körbe geworfen wie gefangen. Die Mannschaft sollte eigentlich eine Klasse höher spielen.
    • Schwab Augsburg ambitioniert, aber schon deutlich schwächer als Leitershofen. Könnte ein regionaler Leuchtturm sein, der Spieler aus umliegenden Clubs anzieht.
    • BBU ist der Sonderfall, da sie zwei Teams haben. Das erste Team ist durch Selektion auf demselben Niveau wie Schwab Augsburg, Team 2 kann gut verteidigen, aber kriegt vorne wenig gebacken, daher deutlich schwächer
    • Wasser Günzburg und Diedorf sind klassische Dorfvereine, keine Selektion, daher ziemlich schwach. Wasserburg versucht offensiv einiges, aber bekommt dann im Gegenzug auch viele Körbe. Diedorf versteift sich auf die Defensive, mit noch schwächerem Erfolg.
    • Memmingen musste zurückziehen, nachdem der erfolgshungrige Trainer hingeworfen hat, weil 2 seiner besten Spieler lieber Fussball spielen wollen (oder so)

    Hab ich jetzt was gewonnen =) ?!?


    Grüße

    Oliver

    Noch meine eigenen Erfahrungen: Wir haben das 6 Jahre durchgezogen, 45 min Fahrt zum NLZ. Das hat nur geklappt, weil wir uns als Eltern abwechseln konnten und weil wir in einigen Jahren Fahrgemeinschaften organisieren konnten. In manchen Extremsituationen haben wir den Jungen sogar ins Taxi gesetzt, über die Kosten will ich gar nicht nachdenken. Es wurde für uns Eltern erst entspannter, als unser Sohn alt genug war, zumindest zum Training mit dem Zug+U-Bahn zu fahren. Allerdings hat sich für ihn dann die Fahrtzeit auf 75 min erhöht.


    Jetzt ist er im Internat und wir haben die Fahrerei "nur" noch am Wochenende. Da kommen auch viele, viele Kilometer zusammen. Morgens 2h Fahrt, warten, Spiel angucken, wieder warten, nochmal ins Internat (Sachen holen), dann wieder 2h zurück - und der Samstag ist vorbei. Darauf muss man sich einlassen, der Aufwand ist wirklich erheblich.


    Grüße

    Oliver

    Der Zeitaufwand ist brutal, deine Rechnung ist noch recht optimistisch:

    • Die Fahrtzeit müsst ihr realistisch einschätzen. Fahrt die Strecke doch mal zu den Trainingszeiten. Ihr müsst auch einplanen, dass wenn das Training z.B. um 18:00 startet, dann müsst ihr spätestens 17:45 da sein. Mit ein bisschen Puffer müsst ihr dann so starten, dass ihr im Normalfall schon 17:30 da seid. Dann seid ihr schon bei 90 min einfach.
    • Nach Trainingsschluss wird ja oft noch geduscht, vielleicht noch kurz geredet, d.h. ihr fahrt auch nicht unmittelbar nach Trainingsschluss zurück. Aus 90 min Training werden so schnell 120 min oder sogar mehr.
    • Summiert man das auf, dann landet ihr eher 90 min Hinfahrt + 120 min Training brutto + 60 min Rückfahrt (ohne Puffer) = 4,5h. Und das ist noch nicht der Worst Case (Stau, lange Nachbesprechung). Kriegt ihr das noch unter oder muss dann deine Tochter die Hausaufgaben im Auto erledigen?
    • Das habt ihr doch vermutlich mind. 3, eher 4-mal pro Woche. Wieso rechnest du nur mit 2-mal?
    • Die Strecke ist auch so lange, dass sich ein zurückfahren nicht lohnt. D.h. der Fahrer oder die Fahrerin "darf" sich die Trainingszeit irgendwo vertreiben (Auto mit Standheizung? Lokal um die Ecke?).
    • Die Wochenendtermine sind dann auch nochmal sehr zeitfressend, oft Sa+So, weite Fahrten. Meist reicht es aber, die Spieler an den Trainingsort zu bringen, von dort geht es dann im Vereinsbus weiter.

    EDIT: Goodie war schneller...

    Ja, da stimme ich zu. Auch bei Hummels oder Thiago kommen die meisten Außenristpässe ja an, insofern sind die nicht falsch. Aufgefallen ist es mir gestern bei James, der nach meinem Eindruck einige Male eine Option für einen vertikalen Pass hatte, aber nur für den rechten Fuß, und die Option dann nicht genutzt hat. Aber richtig oder falsch ist da schwierig. Mich verblüfft nur, dass da Potential liegen gelassen wird.


    Grüße

    Oliver

    Gestern sind die Bayern ja vollkommen zu Recht gegen Liverpool ausgeschieden. Es war sicher nicht die Ursache, aber ich fand es sehr auffällig, das einige Bayern-Spieler wirklich nur einbeinig sind:

    • James ist das Extrembeispiel. Der spielt nie mit rechts. Wenn er nicht richtig mit links spielen kann, dreht er ab oder er stubst den Ball mit dem Außenrist.
    • Auch Thiago und Hummels spielen lieber Außenrist, statt den anderen Fuß zu nehmen.
    • Robben fehlte verletzt, aber der gehört auch mit in diese Aufzählung

    Was ich nicht verstehe: Es geht da gar nicht um 100% Beidbeinigkeit oder fulminate Torabschlüsse, aber einen druckvollen Paß über 20m sollte doch jeder der Profis auch mit dem schwachen Fuß spielen können. Den Verteidigern machen sie es sonst viel zu einfach. Wie seht ihr das?


    Grüße

    Oliver

    Meine kurze Trainerkarriere ist ja schon ein paar Jahre her, aber ich hatte genau so einen Fall dabei. Der Junge kam sehr zuverlässig zum Training, stand aber für die Spiele nur in Ausnahmefällen zur Verfügung. Das war vom Ablauf überhaupt kein Problem, ich wusste ja klar Bescheid. Im Team blieb der Junge allerdings ein bisschen der Außenseiter. Das ist sicher unvermeidbar, wenn er die Spieltagserlebnisse nie mitbekommt. Was mir damals ein bisschen Leid tat, dass die Beschränkung auf's Training nach meiner Wahrnehmung damals von den Eltern ausging. irgendwie war das denen zuviel Stress mit den Spielterminen. Aber der Fall liegt ja hier komplett anders. Ich würde den Jungen nicht wegschicken.


    Grüße

    Oliver

    Danke für den Link. Der Bezug zum Kopfball ist intuitiv naheliegend, allerdings steht in dem Bericht

    Zitat

    Wieso Kontaktsportler ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben, ist nicht bekannt. Neben der häufigen Vermutung, dass wiederholte kleinere Traumata den Untergang der Motoneuronen begünstigen, wird auch die Einnahme von nichtsteroidalen Antiphlogistika oder von leistungssteigernden Mitteln diskutiert, bisher allerdings ohne konkreten Beweis.

    Das sollte unbedingt geklärt werden, da man davon ja die Handlungsempfehlungen ableiten kann.


    Grüße

    Oliver

    BFV-NLZ, Stammspieler, gut aufgehoben, nächstes Jahr U14 BOL - da würde ich keinen Wechsel ins Auge fassen. Die NLZs sind hartnäckig. Wenn dein Sohn gut ist, fragen die auch nächstes und übernächstes Jahr wieder an. Da müsst ihr keine Angst haben. Der Hinweis von Goodie ist wichtig: Würdet ihr als Familie die 75km Fahrt überhaupt hinkriegen?


    Habe mir nochmal die Ligen angeschaut: In der BOL spielen die U14-Teams der Bayernligisten und ansonsten U15-Teams. Das ist sportlich für deinen Sohn sicher schon eine Herausforderung, zumal in der C-Jugend die körperlichen Unterschiede extrem werden. In der U14-Förderrunde spielen die U14-Teams der bayrischen Profivereine. Das ist sportlich sicher reizvoll, aber dafür habe ihr dann extrem weite Fahrten. Welche Liga spielt denn die U15 des Vereins deines Sohnes?


    Grüße

    Oliver

    macgyver Jetzt nochmal konkret zu deinem Sohn. Du schreibst, dass "dir etwas erzählt wurde" oder dass "kompetente Aussagen" getätigt wurden. Aus meiner Sicht musst du immer beachten, wer dir das sagt und welche Interessen derjenige selbst hat. Ein Verein, der deinen Sohn für die U14 haben will, der wird Argumente suchen, den Wechsel jetzt zu machen. Ein Verein, der deinen Sohn in der U16 ins Internat holen will, argumentiert anders. Die Berater, die da unterwegs sind, machen das auch nicht aus Menschenliebe. Aus meiner Sicht ist es essentiell, sich da selbst ein Bild zu machen oder sich wirklich vertrauenswürdige, unabhängige Beratung zu verschaffen.


    In deinem Posting machst Du dir viel Gedanken über die Zahlungen zwischen den Vereinen. Eigentlich kann dir das egal sein. Wenn ein NLZ deinen Sohn wirklich will, dann werden sie die Zahlungen leisten. Wenn der Wechsel an der Zahlung an den abgebenden Verein scheitert, dann wollten sie deinen Sohn nicht wirklich...


    Worüber du gar nichts sagst ist die Situation in seinem aktuellen Verein. Wenn er da gut aufgehoben ist, wieso denkt ihr überhaupt über einen Wechsel nach?


    Grüße

    Oliver

    macgyver Das hier ist eigentlich Dein Thread für die Fragen rund um den Wechsel deines Sohnes. Ich trenne das mal ab, damit der andere Thread nicht zu sehr das Thema wechselt.

    Don Quijote Du schreibst, dass Wechsel mit Ablöse regelmäßig vorkommen.

    Uns ist gesagt worden, dass wir unseren Sohn, der aktuell U13 spielt, zur neuen Saison noch nicht ins Profi-NLZ wechseln soll, da er ansonsten dort festsitzt. Ein Wechsel zu einem anderen Profi-NLZ würde aufgrund der "hohen Ablöse" nicht oder selten getätigt.... ?

    Aufgrund unseres Wohnortes kann/darf uns derzeit nur ein NLZ ansprechen, was auch bereits erfolgt ist. Durch kompetente Aussagen Stützpunkt ect. soll angeblich ein weitere Buli-Klub aufmerksam geworden sein. Dieser und andere dürften allerdings erst ab der U15 uns ansprechen. Dann allerdings mit Wechsel ins NLZ-Internat. Ist sowas die gängige Vorgehensweise?

    Folgendes weiß ich über Vereinswechsel zu NLZ bzw. zwischen NLZs:


    • Ein NLZ darf Euch immer ansprechen, das hat mit dem Wohnort nichts zu tun und auch nicht mit dem Alter. Es gibt keine feste Regel, dass die warten müssen bis zur U15.
    • Ein Spieler darf erst ab dem 15. Geburtstag eine Vertrag unterzeichnen. Das umgehen Vereine manchmal, indem sie Verträge vordatieren auf den Geburtstag sog. Schubladenverträge. Das ist aber nicht zulässig.
    • Ohne Vertrag gelten die "normalen" Wechselmodalitäten wie zwischen allen Vereinen. Auch da gibt es ja schon die Ausbildungsvergütung, die der aufnehmende Verein zahlen muss.
    • Bekommt ein Spieler einen Vertrag, dann gilt für den Wechsel vom "normalen" Verein dasselbe wie oben, es gibt die Ausbildungsvergütung. Ist aber der abgebende Verein auch ein NLZ, gibt es deutlich höhere Summen. Das haben die NLZs so untereinander vereinbart. Genaue Werte habe ich nie veröffentlicht gesehen, aber das geht schon in deutlich in den fünfstelligen Bereich. In die Rechnung geht ein, wie lange der Spieler im abgebenden Verein war.
    • Ein Vertrag ist zwingend mit eine monatlichen Zahlung an den Spieler verbunden, Minimum sind 200€. Manche Vereine zahlen allen Spielern nur das Minimum, andere gehen da deutlich drüber.
    • Wechsel ins Internat sind erst ab der U16 zulässig. NLZs können das aber früher machen, wenn sie die Anbindung an eine Eliteschule des Fussballs haben (haben fast alle Bundesligisten). Die Internate, die ich gesehen habe, nehmen trotz Ausnahmeregel alle erst Spieler für die U16.
    • Ein späterer Wechsel zwischen NLZs ist möglich, dann kommt es halt auf die Vertragssituation an. Hat der Spieler einen gültigen Vertrag, dann müssen sich die Vereine einigen. Läuft der Vertrag aus, dann gibt es nur die festgeschriebene Summe wie oben beschrieben. Beides passiert regelmäßig, guck dir nur mal die Historie der Spieler eines A-Bundesligisten an.

    Soweit erstmal. Zu deinem Sohn schreibe ich noch einen separaten Post.


    Grüße

    Oliver

    Ja, mein Sohn hat einen Vertrag. Wenn ein anderer Club ihn vor Vertragsende wollte, müssten die Vereine eine Ablöse aushandeln. Das passiert auch regelmäßig.


    Ist aber in unserem Fall hypothetisch, im Moment käme ein Wechsel nicht in Frage.


    Grüße

    Oliver

    Hier mal wieder eine kurze Zwischenmeldung nach jetzt 8 Monaten Internat:


    Meinem Sohn gefällt's, er will nicht wieder zurück. Ich kriege aber mit, dass das einigen seiner Kollegen anders geht, da haben einige schlimmes Heimweh. Manche Eltern sind von Freitag bis Sonntag vor Ort, um ihre Kinder zu betreuen. Aber unser Sohn fühlt sich im Internat wohl. Der Kontakt zur Familie ist zwangsläufig weniger. Die letzten Wochen hatte er meist Samstag und Sonntag Termine, so dass er am Wochenende nicht nach Hause kommen konnte. Wir fahren zwar praktisch jedes Wochenende hin, aber halt immer nur ein Elternteil, das kriegen wir nicht anders gebacken. Seine Geschwister sehen ihn dann wochenlang gar nicht. Zum Glück ändert sich das wieder, die nächsten Spiele sind Samstags. Dann können wir ihn mit nach Hause nehmen, Sonntag abends geht es dann wieder zurück.


    Sportlich ist es eine eher schwierige Phase. Ich hatte ja geschrieben, dass er aktuell U16 spielt. Das lief auch seit Herbst sehr gut. Die letzten Wochen hat die U17 aber viele Ausfälle. Sie haben dann meinen Sohn wieder bei der U17 auf die Bank gesetzt, ohne dass er gespielt hat. Parallel hat er dann aber weiter U16 gespielt. Das ist dann aus Vereinssicht sicher eine gute Lösung, aber das sind halt zu viele Termine. Das führt dann genau dazu, dass er am Wochenende nicht zur Familie fahren kann. Das darf so nicht bleiben, da wird er verheizt. Entweder er ist im U17-Kader, dann muss er aber auch mal eine Halbzeit spielen. Oder er spielt weiter U16, auch gut. Aber nicht beides. Wir werden das mit dem Verein besprechen, ich bin gespannt.


    Viele Grüße

    Oliver