Beiträge von Don Quijote

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    Ein wirksamer Vertrag zwischen Verein und Spieler darf laut DFB erst ab dem 15. Geburtstag abgeschlossen werden, das ist also typisch erst am Ende oder sogar nach der U15. Vereinbarungen kann man natürlich vorher treffen, aber juristisch sind die nicht wirksam. Das Muster hatte ich hier schon mal verlinkt, Mindestvergütung sind 250 € pro Monat.


    In den U15-Regionalligen spielen ja noch sehr viele "normale" Vereine, also nicht nur die Profi-NLZ. Daher muss man sich einen Wechsel in die U15 gut überlegen. Wird dein Sohn im Profi-NLZ Stammspieler werden? Oder wollen die Profi-NLZ ihn schnell noch holen, bevor es am Ende der U15 für den Verein teurer wird (wegen des Fördervertrages, siehe oben)? Überlegt Euch das gut.


    Grüße

    Oliver

    leviedelstein

    Ich habe mir deinen Link angeschaut - bei Gefährdungspotential steht doch eindeutig , das keine Gefährdung vorliegt ... hast du dir die Studie auch wirklich angeschaut ?


    mdg

    Hallo Enno, ich lese das anders: Für die Sportler gibt es in der Tat kein unmittelbares Risiko. Das Problem sind die Partikel, die nicht auf dem Platz verbleiben, sondern in die Umwelt eingebracht werden. Um das damit verbundene Risiko geht es. Wobei es mich verblüfft, dass die Kunstrasenplätze so viel beitragen. Aber ok, auf jedem Platz sind etliche Tonnen Granulat.


    Grüße

    Oliver

    Offenbar liefern die Kunstrasenplätze einen signifikanten Beitrag zur Freisetzung von Mikroplastik. Daher ist es sinnvoll, sich Alternativen zu überlegen. Wie sieht denn eine Umrüstung eines existierenden Kunstrasens aus? Granulat raus und Kork oder Sand rein? Geht das überhaupt?


    Grüße

    Oliver

    Die DFB-Statuten kennen keine U11, sondern das ist eine E-Jugend. Wenn die Spieler da spielberechtigt sind (und als U10 sind sie das), dann kann die Mannschaft so gemeldet werden.


    Oder worum geht es konkret? D.h. wozu benötigst Du die Kennzeichnung als "U11"?


    Grüße

    Oliver

    Coach31

    Du hast es richtig erkannt, den NLZ-Leitern und Trainern geht es in erster Linie um gute Ergebnisse. Aber die Idee ist ja gerade, dass man über die Saison hinweg sogar bessere Ergebnisse erzielt, wenn man den Spielern ausreichende Pausen einräumt. Man wird vielleicht die ersten Spieltage schlecht aussehen, weil die anderen Teams dann schon weiter sind. Aber die Saison dauert ja lang.


    Grüße

    Oliver

    Chris

    Ja, da stimme ich zu. Ich bin sicher, dass eine vierwöchige Pause den Jungs gut tun würde. Das sieht der Zeitplan aber nicht vor. Die Saison ist ja gerade erst zu Ende. Und die neue Junioren BuLi Saison beginnt wie oben geschrieben schon 10. oder 11. 8. Da hat der Verein offenbar den Eindruck, dass 4 Wochen Pause nicht rein passen. Eigentlich müsste man die Pause jetzt machen, aber da sind die Jungs ja ohnehin noch in der Schule. D.h. man könnte jetzt Pause machen und startet dann mit den Ferien in die Vorbereitung - da geht dann gar kein Familienurlaub mehr.


    Wobei mein Junior sich über die kurze Pause nicht beklagt, d.h. der empfindet das nicht als Stress. Aber besser wäre eine längere Pause bestimmt. Nach meiner Wahrnehmung ist es allerdings durchaus möglich und üblich, individuelle Absprachen zu treffen. Ich kenne einige Beispiele, wo ein NLZ-Spieler sogar den Saisonbeginn wegen Urlaub verpasst hat. Das kann aber natürlich dazu führen, dass er erstmal keinen Stammplatz im Team hat. Insofern ist da ein gewisser Druck schon da. Auch deshalb wollen die Jungs das nicht. Und wir werden unseren Sohn nicht zur Zwangspause verdonnern, das würde auch nichts bringen.


    Grüße

    Oliver

    Nein, die Eltern sind eigentlich komplett außen vor, die Jungs sind ja schon groß...Zum Thema Rechte: Unser Sohn hat ja einen Fördervertrag nach offiziellem Muster. Da steht drin, dass der Verein die trainingsfreie Zeit bestimmt und dass der Urlaub in dieser zeit genommen werden muss.


    Aber juristisch will ich da ja gar nichts machen. Unser Sohn könnte sich entscheiden, vom Trainingslager fern zu bleiben, das könnten wir schon mit dem Verein absprechen. Aber er will das ja gar nicht, sondern er will ins Trainingslager und auch die Vorbereitungsturniere spielen.


    Grüße

    Oliver

    Kurzes Update zum Saisonende: Sportlich hat es sich sehr gut entwickelt, unser Sohn hat seine Einsätze bekommen und auch sehr positives Feedback, von daher alles grün. Auch mit der Schule und dem Leben im Internat kommt er weiterhin gut zurecht. Jetzt steht der Wechsel an, kommende Saison spielt er U17 in seinem Jahrgang (er war letzte Saison ja Jungjahrgang). Es werden wohl einige Spieler aus der jetzigen U16 gehen und neue kommen, aber das weiß ich noch nicht genau. Auch der Trainer der U17 ist neu, d.h. die neue Mannschaft muss sich jetzt sortieren. Sie starten kommende Woche schon mit der Vorbereitung (weil noch Schule ist) und Turnieren. Dann sind in den Ferien satte 10 Tage "frei" (mit individuellem Plan), dann geht's direkt weiter. Die Saison in der U17 Bundesliga startet offenbar schon am 10./11.8.


    Was uns als Familie gerade ziemlich nervt: Ursprünglich angekündigt waren 2 freie Wochen am Beginn der Ferien. Jetzt sind es nur 10 Tage und die starten erst in der zweiten Ferienwoche. Das kollidiert leider mit unserer Urlaubsplanung, die wir jetzt so fix auch nicht mehr umgeplant bekommen. Unser Sohn könnte jetzt das Trainingslager schwänzen, aber das will er natürlich nicht. Vermutlich wird er daher nachreisen müssen und hat dann entsprechend weniger Zeit gemeinsam mit uns. Dumm gelaufen. Was mich aber wirklich ärgert, ist die späte Kommunikation seitens des Vereins. Den NLZ-Leitern und den Trainern muss doch klar sein, dass man als Familie nicht bis Mitte Juni warten kann, um den Urlaub fest zu legen. Aber darauf wird leider keine Rücksicht genommen.


    Grüße

    Oliver

    Ich sehe das wie Goodie. In aller Regel ist es sinnvoll, dass die Kinder in ihrem Jahrgang spielen. Es gibt aber Ausnahmen, die im Einzelfall betrachtet werden müssen. Spieler, die deutlich nach oben rausgucken, werden in ihrem Jahrgang in einer normalen Mannschaft nicht glücklich. Da ist der Sprung in einen höheren Jahrgang ein Segen für alle Beteiligten. Daher halte ich nichts von dem oben von let1612 vorgeschlagenen Verbot. Man forciert dann nur, dass solche Spieler noch früher in Leistungsvereine/NLZs wechseln. Man muss im Verein aber sicher kritisch drauf gucken, wieviele dieser Ausnahmen es tatsächlich gibt. Das gehört für mich zur individuellen Förderung, die es leider zu wenig gibt.

    Genauso gibt es Spieler, die eigentlich in eine jüngeren Jahrgang gehören, z.B. weil sie körperlich noch zurück hängen. Ich finde es fatal, dass es dafür im DFB keine Möglichkeit gibt. Natürlich gäbe es sicher Trainer, die das ausnutzen würden, um ihre Bambinitruppe mit einigen F-lingen zu verstärken. Aber andererseits verpasst man so die Chance, diese Spieler dabei zu halten.


    Grüße

    Oliver

    Fair finde ich es, den Trainer/Verein zu informieren, sobald eine Entscheidung getroffen ist. Das gibt allen Beteiligten Planungssicherheit. Sei drauf gefasst, dass sie Euch zum Bleiben überreden wollen. Auch eine Begründung finde ich angebracht. Das sollte offen und ehrlich sein, ohne schmutzige Wäsche zu waschen. Und dann die laufende Saison konsequent zu Ende durchziehen. Ich habe es oft erlebt, dass Wechsler ab Ende Mai nicht mehr greifbar waren (selbst im NLZ), das finde ich armselig.


    Fazit: Schnell und ehrlich finde ich wichtiger als schonend


    Grüße

    Oliver

    Die Männer-Buli läuft ja unter der Leitung der DFL und diese fordert als eine (nicht die einzige!) Zulassungsvoraussetzung für 1.+2. Bundesliga den Unterhalt von NLZ.


    Für Frauen ist die DFL nicht zuständig, sondern die Frauen-Bundesligen werden von DFB organisiert. In den vom DFB veröffentlichten Statuten findet sich folgende Bestimmung (Quelle: https://www.dfb.de/fileadmin/_…ut_Frauen-Bundesligen.pdf, S.63)

    Zitat

    i) Sportlicher Unterbau
    aa) Der Bewerber muss mindestens eine weitere Frauen-Mannschaft im 11er-Spielbetrieb und mindestens zwei MädchenMannschaften, davon mindestens eine B-Juniorinnen-Mannschaft, im Spielbetrieb haben. Diese Mannschaften sollen von Trainern betreut werden, die mindestens über die B-Lizenz verfügen, soweit aufgrund der jeweiligen Spielklassen nicht höhere Anforderungen an die Trainer-Lizenz gestellt werden. Spielgemeinschaften werden nicht als sportlicher Unterbau anerkannt.

    Also keine Forderung nach NLZ und auch die B-Lizenz der Trainer im Nachwuchs ist nur eine Soll-Bestimmung.

    ja, in der Landesauswahl.


    In Hessen z.B. spielen die NLZs bei den Regionalturnieren gegen Stützpunkte oder gegen Regionalauswahlen (die wiederum aus mehreren Stützpunkten gebildet werden). Diese Turniere dienen vorrangig der Auswahl der Kandidaten für die Landesauswahl. Siehe z.B. hier:

    https://www.hfv-online.de/fuss…unioren/tag-des-talentes/ Da spielt sogar die Verbandsauswahl der Mädchen mit. Das verlinkte ist das größte Turnier in Hessen, aber in kleinerem Rahmen findet das 2 oder 3-mal im Jahr statt.


    Und die Landesauswahlen (meist ca. 80% NLZ plus 20% aus Stützpunkten) spielen ja dann die DFB-Sichtungsturniere. Das startet Ende U14. Dort wird dann für die DFB-Auswahl gesichtet.


    Bei den Turnieren sind aber auch immer viele Scouts von NLZ dabei, so dass dort eine gute Chance besteht, vom Stützpunktspieler zum NLZ-Spieler zu werden.


    Grüße

    Oliver

    Matthias Lochmann Das oben verlinkte Dokument beantwortet ja sehr viele Fragen bereits, z.B. die in Bezug auf die Torspielerausbildung. Für mich die entscheidende Frage ist also nicht inhaltlich zum Konzept, sondern in Bezug zur Umsetzung. Reicht die "ideelle Unterstützung" durch BFV und DFB aus, um das Konzept zur Umsetzung zu bringen? Und wenn ja, wie schnell?


    Danke und Grüße

    Oliver

    Der Männerfussball ist halt die eine, ganz große Ausnahme. In fast jeder anderen Sportart muss man schon olympisches Niveau haben, um nennenswert Geld damit verdienen zu können. Insofern ist der Frauenfussball da in guter Gesellschaft mit den Leichtathleten, den Basketballer, den Handballern, den Triathleten, den Schwimmern...und viele davon trainieren quantitativ deutlich mehr als die Fussballer oder Fussballerinnen. Es gibt eben kein gesellschaftliches oder gar juristisches "Recht", für die Sportausübung bezahlt zu werden.


    Gerade diese fehlende kommerzielle Aspekt ist aber auch eine große Chance auf sauberen Sport, und das beziehe ich nicht nur auf Doping. Sobald Geld ins Spiel kommt, werden andere Entscheidungen getroffen als ohne finanzielle Zwänge/Wünsche.


    Grüße

    Oliver

    Es gibt je nach NLZ auch Sichtungstage, gerade für die Jüngeren. Aber ich habe das auch oft gesehen, dass Probespieler am NLZ in den normalen Trainingsalltag integriert werden. Die Trainer kriegen so auch einen ganz guten Eindruck.


    Es ist allerdings wirklich komisch, dass niemand mit euch gesprochen hat. Dann hätten sie deine Tochter auch nicht einladen müssen, wie soll das funktionieren? Was haben sie euch in der Einladung denn angekündigt?


    Grüße

    Oliver