Beiträge von TRST

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Hi Avilio,


    der C-Breitenfussball-Lehrgang stellt die Basis für den DFB C-Lizenz Lehrgang + folgende dar.
    Du lernst welche spezifischen Eigenschaften in den jeweiligen Altersklassen auf dich zu kommen
    und wie du mit den Kinder und Jugendlichen umgehen solltest, bemessen an deren Entwicklungsstufe.
    Hinzu lernst du "nur" grundlegende und allgemeine Sichtweisen des DFB kennen, wenn es um die Trainingslehre
    und die Trainingsprinzipien geht. Der Aufbau einer Trainingseinheit anhand der DFB-Leitlinie miteingeschlossen.


    Bei den Lehrgängen der DFB C-Lizenz wird aufbauend auf die Basisausbildung oder C-Breitenfussball nochmal wiederholt
    und überwiegend der Schwerpunkt auf die Taktik im Fussball gelegt. Hinzu kommen Belsatungsstufen, vertiefte Trainingslehre und
    Trainingsprinzipien.


    Vorbereiten kannst du dich in sofern, dass du mal bei Freunden fragst welche die C-Breiten. o. höher (DFB C-Trainer, B-Trainer) abgeschlossen haben,
    ob die noch die Unterlagen haben oder die Präsentationsdateien haben. Ansonsten ist es nie schlecht selber technisches Eigenkönnen mitzubringen
    und dann darüber hinaus auch Spielerfahrung zu haben um taktische Vorgaben/Aufgaben oder Inhalte besser verstehen und verarbeiten zu können.


    Viel Spaß schonmal bei dem Lehrgang. Hoffentlich sind die Referenten bei euch gut. :)


    Auch mit einem Spieler würde ich trainieren. In der Situation ist zwar Flexibilität des Trainers gefragt,
    aber irgendwo muss man immer improvisieren. So kann man dann gemeinsam mit dem Spieler an seinen
    Stärken und Schwächen arbeiten.


    Hinzu kommt, dass du dem Spieler auch näher kommst, da du ja die komplette - ich gehe mal von 90 Minuten aus -
    Trainingseinheit über nur mit ihm zu tun hast. Hast kommt ihm zu gute und dir als Trainer auch selber.
    Man muss nur offen dafür sein und gerade dann solch einen Spieler auch belohnen, dass er zum Training gekommen ist.
    Was meinst du, wie frustrierend es ist, wieder nach Hause geschickt zu werden. ;)

    Ich wundere mich, dass er mit dem Training viel Erfolg hatte bzgl. Punktspielen. Eigentlich geht es ja um Fußball, daher Training mit Ball und Beweglichkeit im Teamplay....

    Sicher hat er im Moment damit "Erfolg", allerdings nur kurzfristig.
    Bilde ich meine Spieler in diesem "1.goldenen Lernalter" mit Kondition (Ausdauer, Schnelligkeit...usw.)
    aus und andere Spieler in der selben Altersklasse gehen auf Technik und Koordinative Aufgaben ein,
    wird in der C-Jugend und wohlmöglich auch in den übrigen Altersklassen die Mannschaft besser sein,
    die das Lernalter und die guten Proportionen bzw. die gute Aufnahme- und Nachahmungsfähigkeit gut genutzt hat, besser sein.


    Für das "Teamplay" können auch Faktoren wie Waldläufe oder Ausflüge mit zB. Aufgaben die in der Gruppe gelöst werden müssen
    und nur können. Das Beispiel mit den Waldläufen dient hierbei nicht der Gewinnung von "mehr" Ausdauer, sondern lediglich,
    dass alle zusammen laufen und zusammenhalten. Also niemanden wegfallen lassen. Nur wenn die Gruppe zusammen ins Ziel kommt,
    bekommen se neben Trinken auch Kekse oder sowas. Allerdings würde ich das, nicht so oft machen. Was Abständen von einmal in zwei Monaten
    entsprechen würden.


    Tobi: Ich hoffe der kleine Beitrag oben hilft dir vielleicht. Aber wie gesagt. Du musst dir auch bewusst werden,
    dass dieser Trainer viel Zeit für deinen Jungen investiert hat und solltest dies trotz deiner angesprochenen Mängel
    zum Ausdruck bringen. Ein Gespräch unter 4 Augen oder vielleicht mit allen Eltern zusammen und dem Trainer,
    sollte ihm klar machen das er etwas ändern muss. Ich würde es auf diesem Weg versuchen und dann auch nicht die
    ganze Schuld auf ihn weisen. Irgendwo den Mittelweg finden, so dass er sich nicht so angegriffen fühlt. Vielleicht weißt du ja was ich meine.


    Und suche dir einen Notnagel, der einspringen würde, wenn das Gespräch außer Kontrolle gerät und er wirklich aufhört.
    Du kannst dich ja auch als Co-Trainer anbieten und ihm einbischen unter die Arme greifen.


    Gutes Gelingen! :)

    Im DFB-Lehrbuch "Fußball von morgen 4: Modernes Verteidigen" gehen sie ab S. 144 auf das Thema Pressing ein. Sie unterscheiden dabei zwischen Abwehr-, Mittelfeld- und Angriffspressing/Forechecking. Für die drei Pressingvarianten geben sie dann mannschaftstaktische Verhaltensweisen und Laufwege für eine im flachen 4-4-2 spielende Mannschaft an. Im weiteren Verlauf wird dann im Angriffspressing das gegnerische Spiel nach außen gelenkt und dort vom gesamten Mannschaftsverbund angegriffen. Beim Mittelfeld- und Abwehrpressing wird hingegen im Zentrum attackiert.


    Ja das stimmt, für das Pressingverhalten ist das Buch soweit gut.
    Es gibt in dem Buch, da es nun auch nicht mehr neu ist, allerdings einige Themen
    und Beiträge die veraltet sind und im heute modernen Fussball kaum oder gar keine Anwendung mehr finden.


    Zum Beispiel, was das Kreuzen der Spieler in der ersten 4er-Kette angeht. Da wird beschrieben es gibt eine Ausnahme.
    Was meiner Ansicht nach aber völliger Blödsinn ist. Ist aber auch Sache des Trainers, ob und wie er es dann einbringt.
    Denn letzten Endes ist es eine Frage der Philosophie, die der jeweilige Trainer vertritt.

    Die Frage ist erstmal natürlich - ich gehe mal davon aus das ihr im Vorfeld die Individualtaktik, dann die Gruppentaktik und anschließend die Mannschaftstaktik
    nacheinander in den Lehrproben aufbaut - welche Ziele oder besser gesagt, welche Voraussetzungen in der Gruppentaktik benötigt werden, die
    in der Individualtaktik keine Rolle spielen. Danach würde ich das Aufwärmprogramm richten.
    Das hieß bei mir, viel mit Kommunikation und Absprachen arbeiten...


    Ganz klar. Das Ziel am Anfang währe es das Zuspiel in die Mitte/ins Zentrum offen zu lassen, dafür allerdings alle anderen Wege zuzustellen.
    Für die Lehrprobe ist es zumindestens so sinnvoll.
    Stelle ich alle Wege zu und gehe konsequent mit mehreren Spielern auf den ballführenden zu, hat er nur die Möglichkeit ins 1:2/3 zu gehen,
    einein gegnerischen Spieler anzuspielen, damit der Ball ins Aus geht oder eben den hohen Ball zu spielen.
    Der lange Ball kann nur dann präzise gespielt werden, wenn zuwenig oder einfach vom Timing her kein Druck ausgeübt wird.

    Ich glaube es kommt sehr auf den gesetzten Ergeiz, etwas Talent im Umgang mit Kindern/Jugendlichen/Erwachsenen
    und das Alter an, wie weit man kommt. Natürlich spielen Kontakte auch eine große Rolle.


    Selber bin ich seit zwei Jahren als Trainer tätig, habe die C-Breitensport gemacht, Torwart-Trainer-Ausbildung (Basis - Stufe 1/3),
    jetzt vor kurzem die DFB C-Lizenz (UEFA B-Level) und im Herbst kommt die Torwarttrainer-Ausbildung (Leistungsbereich - Stufe 2/3).
    Weitere Lizenzierungen habe ich mir vorgenommen und mir auch hohe Ziele gesetzt bzw. einen Rahmen gelegt,
    in welchen Jahren - gesehen auf 7 Jahre - ich was erreichen möchte.
    Sicher gibt es Dinge, die dazwischen kommen oder die unerwartet früher kommen, wie für mich zum Beispiel die Tätigkeit an einem DFB-Stützpunkt.


    Und ganz ehrlich. Wenn ich mal bedenke, wie ich angefangen habe. Besonders hier im Forum, dann kann ich nur den Kopfschütteln und muss mir sagen,
    es ist im Grundegenommen doch so einfach. Man muss nur etwas Glück dabei haben und sich sonst reinhängen ohne Ende. Das spricht sich schnell rum,
    wenn einer sich sehr viel Mühe gibt und Potenzial nach oben hat. Einbischen Eigenwerbung muss man natürlich auch machen und sich nach und nach
    Kontakte aufbauen. Ich denke für mein Alter und den Zeitraum, habe ich einiges geschafft...
    Wichtig ist, dass man nicht nur träumt, sondern diese Träume auch umsetzt und den eigenen Weg dann starr geht.


    Jeder mag seine eigenen Ziele haben und erhofft sich dann auch im kleinen Kämmerchen was davon.
    Es treibt einen nach vorn und Stück für Stück kommt man voran und seinem Ziel näher.
    Ob solch ein Ziel realistisch ist, oder nicht, darf im grundegenommen keiner hier kommentieren, oder besser gesagt
    in solch einer zynischen Art und Weise niedermachen, wie es hier teils durch Belustigung der Fall war.
    Weder kennt ihr die genauen Umstände der Person und noch weniger den Ergeiz und die Disziplin bzw. das Potenzial,
    welches in dieser steckt !!!





    Hallo Tobinger,


    ein 6:6 würde bedeuten dass du auf beiden Seiten ein System mit einfacher 4er-Kette und zwei 6ern spielen lassen würdest.
    Beim Angriffspressing ist es zunächst einmal sehr wichtig, dass du dich in der Zone befindest bzw. die Situation komplex dort
    darstellst, wo sie auch im Spiel stattfindet. Würde beim Angriffspressing, also die komplette gegnerische Hälfte bedeuten.


    Würde sich eventuell folgender Maßen darstellen lassen:
    Der ballnah agierende 6er der verteidigenden/pressingspielenden Mannschaft läuft den Innenverteidiger, der in Ballbesitzt ist so bogenförmig an,
    dass dieser nur die Möglichkeit hat nach außen zum Außenverteidiger zu spielen. Durch das eindeutige Signal, der Spiellenkung, des 6ers wissen
    seine Mitspieler, dass nun ein Angriffspressing stattfindet und gehen sofort (bereits bevor der Ball gespielt wird) auf den AV des gegners zu und
    attackieren diesen dann. Ebenfalls muss das Zentrum zugestellt werden.
    Der 6er der bogenförmig angelaufen ist, läuft dem Ball nach und stellt somit ebenfalls die Lösungsmöglichkeit eines Rückpasses zu.
    Somit kommt der gegnerische AV unter enormen Druck ohne wirklich eine gute Lösungsmöglichkeit entwickeln/auskucken zu können.


    Lediglich der Diagonalball ist möglich oder das Rückspiel zum Torhüter. Der Diagonalball kann verhindert werden, indem der AV agressiv und in Volltempo
    angelaufen wird bzw. gleich mind. gedoppelt wird.
    Eventuell, wenn die IV schon etwas weiter sind, dann lassen diese sich in die Tiefe fallen, was in dieser Situation aber nicht die
    bestmögliche Lösung ist. Zum einen kommt er nicht tief genug, um sich vom Gegner abzusetzen, noch hat er die Zeit gescheit zu agieren.


    Lass es dir mal durch den Kopf gehen. Ist nur ein Ansatz wie es aussehen könnte. Das Umfeld bzw. die Wettkampfbedingungen musst du aber schon selber
    erstellen und dir so zurechtlegen, dass es im Rahmen des Themas bleibt.
    Wenn du Fragen hast, kannst du aber gerne jeder Zeit nachfragen.


    ...wann sollst du die Lehrprobe abhalten und in welchem Landesverband?

    Hallo Tobinger,


    ich habe zu deiner Lehrprobe erstmal ein paar Gegenfragen:


    Habt ihr im Pressing alle drei Zonen einmal durchgearbeitet?
    (Angriffs-, Mittelfeld- und Abwehrpressing). Also weißt du worauf
    es dabei ankommt und wo die Pressingzonen auf dem Spielfeld liegen?


    Unter gruppentaktischen Aspekten kann eine einfache 4er-Kette gemeint sein,
    zwei 4er-Ketten oder eben eine 4er-Kette mit zwei 6ern.
    Bis auf ersteres währe alles im Rahmen der Vorgaben.
    Je mehr Spieler du einbindest umso höher wird das Anforderungsprofil für
    dich, und umso mehr musst du beachten. Allerdings, wenn es funktioniert
    und du an richtiger Stelle korrigierst und auch ausreichend, kannst du Pluspunkte sammeln.


    Es stellt sich halt die Frage, wie weit du in diesem Thema bist und worauf deine Referenten Wert legen...

    Hallo Avilio und herzlich Willkommen bei uns,


    grundsätzlich hat der DFB sechs Qualifierzungsstufen für den allgemeinen
    Trainerbereich bzw. speziell für das Mannschaftstraining. Diese sechs Stufen
    sind unter folgendem Link einzusehen: http://www.dfb.de/index.php?id=11284
    Nebenbei gibt es noch den Qualifizierungsweg der den Bereich des Torwarttrainings abdeckt.
    Ebenfalls unter dem Link oben, im Reiter links zu finden.


    Die Trainer C-Breitenfussball wird - bei uns in Schleswig-Holstein - auch auf Kreisebene angeboten.
    Ich weiß nicht wo du herkommst, allerdings unterliegt dem DFB auf Bundesebene, die Verbände
    (meist ein Bundesland) und dann die Kreise.
    Die Lehrgänge (in der Regel 3 Stück an den Wochenenden) werden im Kreis/Verband mit den Teilnehmern aufgearbeitet
    und dann findet die Prüfung zentral in der Sportschule des Verbandes statt.
    Informationen zu dieser Qualifikationsstufe findest du hier: http://www.dfb.de/index.php?id=11289


    Ansonsten gib bei Google mal folgendes ein: Kreisfussballverband "Name deines Kreises"
    Dort wirst du einiges an Informationen finden.


    Hier sonst auch alles Landesverbände des DFB, dort solltest du deinen auch finden: http://www.training-wissen.dfb.de/index.php?id=508003


    Viel Spaß und viel Erfolg bei deinem Vorhaben schonmal vorab.
    Wenn du Fragen hast, dann melde dich einfach.

    Hey MilkyWay,


    ich würde dir grundsätzlich dazu raten mehrere Ärtze aufzusuchen und nicht nur einen.
    Es ist schon mehrmals vorgekommen, dass Ärzte Fehldiagnosen erstellt haben oder eben auf das
    Geld auswahren und unsinnig operieren ließen oder haben. Daher würde ich sagen, dass du bevor du dich
    unters Messer legen solltest, oder auch so, in jedem Fall auch die Räte von anderen Ärzten einholst.


    Was deine Schulter angeht, wünsche ich dir eine Gute Besserung!
    Wird schon wieder. ;)

    Die Frage die ich mir an dieser Stelle stelle ist folgende: "Warum laufen deine Spieler nicht mit nach hinten?"
    Ist es nicht auch ein Anreiz sich den Ball wiederzuholen um dann wieder nach vorne zu marschieren oder
    fehlt ihnen die Luft um solange durchzuhalten. Vielleicht fehlt auch das Lob vom Trainer, wenn sich jemand besonders
    nach hinten anstrengt und den Gegenspieler am Angriffsspiel behindert. Meiner Vermutung liegt in der Motivation, was meinst du?
    Oder hast du schonmal deine Kids gefragt, ohne dabei jemanden abzuwerten etc.?


    Ich bin mir ganz sicher, dass der Zug zum Tor dann natürlich ist, wenn die Kinder wissen:
    "Ich kann durch Toreschießen gewinnen!" Währe das Ziel, den Kasten hinten dicht zu halten, würde zwar
    erst gar kein Spielfluss zu stande kommen, aber auch die Denke der Kids währe anders.


    Ein Beispiel: "Ich (Trainer B) und Trainer A dürfen jeweils eine 1.Mannschaft (Jahrgang: E- o. D-Jugend) zusammenstellen und haben dafür 30 Spieler zur Verfügung.
    Trainer A entscheidet sich für die starken und großen Spieler. Ich nehme die koordinativ begabtesten. (beide Teams = gleiche Jahrgänge)
    Trainer A spielt in der ersten/zweiten Saison immer oben mit und hat einmal die Meisterschaft geholt.
    Ich als Trainer B, spiele erstmal etwas unterklassig mit, habe aber nach einigen Monaten langfristiger Arbeit einen
    Kader zusammen, der gleichstark und dann sogar stärker ist als der von Trainer A. - Wer weiß warum?

    Andre, ich denke so wie du das beschreibst, hat dein Vortrainer keine gute Arbeit geleistet und sich wohl nach dem Erwachsenenfußball orientiert.
    Sicher musst du nun schauen wie du das alles nachholst. Vielleicht würde ich in deinem Fall anders trainieren aber die Grundeinstellung würde bleiben:
    Ich trainiere im technischen Bereich schwerpunktmäßig die Ballbeherrschung und Finten (Tricks) um den Gegenspieler zum Beispiel effektiv verladen zu können.
    Auch hieraus resultieren dann Erfahrungswerte in der Defensivarbeit. Allerdings nicht, weil der Trainer das 1:1 in der defensive trainiert, sondern
    weil sich die Kinder selber Gedanken machen und sich neue Tricks überlegen. "Wie komme ich am Gegenspieler vorbei?; Was habe ich falsch bzw. was hat
    der Verteidiger gemacht?; usw."


    Der Denkanstoß für die Kinder ist ein ganz anderer und positiver. Zumal Toreverhindern im Stellenwert bei den Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen
    viel niedriger Angesiedelt ist als das Toreschießen!
    Stellt euch mal als Beispiel eine Schulklasse vor, in dem viele Fußballer sind und dazu die Denkweisen (realistisch)


    Tim: "Ich habe gestern 3 Toreverhindert!"
    Max: "Ich habe gestern 3 Tore geschossen!"


    Was klingt besser und vorallem positiver?

    Weiterführung...

    Zitat

    Das
    4-4-2 mit flachem Mittelfeld scheint durchaus auch das in der
    Ausbildung beliebteste erste 11er-System zu sein. Ich finde das 4-2-3-1
    eigentlich auch nicht viel komplizierter, aber das ist für mich ja noch
    etwas weiter weg.

    Der Umstieg vom flachen 4-4 in der D-Jugend in das 4-4-2 ist einfach mit am einfachsten. In der Offensive kann man sich dann auf
    ein 4-4-2 Raute oder ein 2-4-4 festlegen. Es kommt halt drauf an wie weit meine Jungs dann bereits sind. Sicher kann ich auch
    ins 4-2-3-1 gehen. Das hängt allerdings mit davon ab, in was für einem Zeitraum ich die Spieler dann rotierend aber auch positionsspezifisch
    ausbilden kann um solch ein System dann effektiv spielen zu können.

    Jeden Spieler individuell auszubilden, damit er ein Allrounder wird, ist zeitlich im Breitensport nicht drin, das stimmt.
    Zumindestens dann nicht, wenn man keine zwei weiteren Trainer dabei hat die ähnlich ticken wie einer selber.
    Aber ich kann im Kinder- und Jugendbereich sehr breitgefächert ausbilden, um zumindestens die Grundlagen zu legen
    damit ein möglichst schnelles (evenetuelles) Umdenken des Spielers zu weniger "Zeitverlust" führt.
    Sicher haben alle Kinder und Jugendliche ihre - ich sag mal - Vorteile und Nachteile wenn es positionsspezifisch zu geht. Darum geht es mir aber auch nicht.
    Im Rahmen der Möglichkeiten die der Trainer hat und damit auch deren Spieler, sollte er sich bewegen können.
    Von den körperlichen Grundlagen her, wird es immer jemanden geben der schneller ist als der andere.
    Aber trotzdem kann er die selbe Position mit zB. erhöhtem Antizipationsvermögen mind. genauso gut ausfüllen wie der der körperlich überlegen ist.


    Sry, ich musste meine Zitate löschen -> Nachricht ist zu lang... :evil: ^^

    Eben genau das frage ich mich ja, wie komme ich von einem E-Jugend-Team, in dem bisher recht viel rotiert wird, in dem das defensive 1:1 i.d.R. gemeinsam mit den offensiven 1:1 trainiert wird, über das D9 zum, wenn ich es mal so nennen darf, C11 oder, später noch, A11? Und welche taktischen Systeme unterstützen dabei, welche stellen eher Umwege dar? Was sind andererseits notwendige und/oder sinnvolle Zwischenschritte, um die Spieler bestmöglich zu fördern, ohne sie zu überfordern? Wobei mir bei all diesen Überlegungen klar ist, dass die Spieler mit ihren Fähigkeiten immer den Rahmen vorgeben.

    Es ist nicht möglich nach den im Zitat vorgegebenen Schritten vorzugehen. Erst mit der Grundlage im individualtaktischen Bereich kann gezielt
    auf die Gruppen- und danach auf die Mannschaftstaktik eingegangen werden. Aber dennoch ist das Verteidigen alleine oder zu zweit im zB. 2:1 nicht
    einfacher als das Verteidigen im 1:1. Sobald ich Mitspieler habe und aus dem Spiel heraus eine systematische Gruppe oder sogar einen Verband bilden kann
    muss ich mich mit denen Absprechen und Kommunizieren können, damit eine Absicherung in Gleichzahl oder sogar Überzahl in Ballnähe stattfinden kann.
    Die Konzentration gilt nun also nicht mal mehr nur einem selber, sondern der Spieler muss sich auch auf seine unmittelbare Umgebung konzentrieren und
    darüber hinaus, eventuell sogar einen Seitenwechsel antizipieren um schnellstmöglich die Überzahl in Ballnähe schaffen zu können.
    Beherrscht ein Spieler die in der Gruppe oder im Verband benötigten individuellen Fertigkeiten nicht - sei es technisch oder taktisch -, wird solch ein
    Muster auf Dauer auseinander gerissen.


    Sicher geben die Spieler die ich habe, den Bewegungsraum vor, in dem ich mich als Trainer in den Traininigseinheiten austoben kann,
    aber zumindestens im 0:1, 1:1, 1:2 u. 2:1 eignet sich jedes Kind beim nachmittaglichen Bolzen mit Kumpels Verhaltensmuster und Erfahrungen an.
    Auf diese muss ich nur zurückgreifen und diese dann verfeinern.
    Und dennoch soll jedes Kind meiner Auffassung nach, seinen eigenen Stil entwickeln können, mit dem es am besten klar kommt.
    Aber mit Hinsicht auf die nachfolgende Gruppen- und Mannschaftstaktik.

    Wer spricht denn hier von der Ausbildung von Positionsidioten und reinen Defensivspielern? Tatsächlich gehört beides zum Fußball, gute offensive Fähigkeiten, aber auch eine solide Defensive. Dabei ist die Defensivtaktik, wie ich finde, aber weniger komplex und weist eine viel höhere Gleichförmigkeit aus. Und man braucht für sie weniger technische Fähigkeiten als Schnelligkeit und Antizipation. Daher passt es aus meiner Sicht schon ins Bild, dass man in der D-Jugend mit Individual-, und später auch Gruppentaktik (wobei die Gruppe ja erst einmal aus nur zwei Spielern besteht) beginnt. Wenn ich es mir recht überlege, ist es in der Offensive aber auch ähnlich, da wird das Passspiel wichtiger, der Doppelpass wird zum Thema, sowie das Hinterlaufen. Das sind ja auch schon Gruppenaktionen.

    Jedes Kind hat mit dem Verständnis und dem Sinn im Fußball einen natürlichen Zug zum Tor. Aus welchem Grund, sollte der Trainer Ihn nun zuerst defensiv
    ausbilden und dann erst offensiv. Das Ziel im Fußball ist es Tore zu erzielen und dann erst zu verhindern. Wir wollen doch agieren, statt nur zu reagieren.
    Der Vergleich zwischen diversen Aufgaben der Spielerpositionen vor 20 Jahre und heute zeigt doch deutlich, dass der Trend immer weiter dahin ging und geht, dass
    der Abwehrspieler ebenso im Angriff sehr stark sein muss und nicht nur in der Abwehr. Schon alleine die Tatsache, dass der Libero aus den Spielsystemen genommen
    wurde sagt doch schon alles. Die Position des früheren Liberos nimmt, nun der Torspieler ein. Wieso sollte ich auch zwei/drei Spieler in der Abwehr verschenken,
    wenn ich diese dort gar nicht benötige?


    Eine Statistik zum Beispiel um beim Torspieler zu bleiben zeigt, dass während der WM 2010 von vollen 100% Spielbeteiligung der
    Torspieler nur 30% in der Abwehr von Bällen lag und volle 70% im Einleiten von Angriffen, Offensivaktionen und Ballverlagerungen.
    Das Spiel im allgemeinen ist also offensiver geworden als dies der Fall in der defensive ist...

    Eben. Es geht hier doch genau um D-Junioren. Ich bin exakt deiner Meinung, in der E-Jugend kann man die defensive Individualtaktik thematisieren, wobei ich meine, dass durch Spiele in kleinen Mannschaften viele freie 1:1-Situationen den Kindern den reichsten Erfahrungsschatz geben. Die elementarste defensive Gruppentaktik, das Absichern des angreifenden Verteidigers, kann man mit E-Junioren auch erarbeiten, ebenso wie E-Junioren offensiv mit gezielten Pässen und Freilaufaktionen agieren können, ein nicht unerheblicher Teil von ihnen zumindest und grundsätzlich. In der D verfestigt sich das dann, die taktischen Gruppen werden allmählich größer.

    In der E-Jugend muss man mit gruppentaktischen Inhalten nur sehr aufpassen. Im Vergleich zwischen E- und D-Junioren besitzen
    die E-Junioren ein noch nicht sehr ausgeprägtes peripheres Sehvermögen. Das heißt, die Kinder nehmen die Umgebung ganz anders
    war als ältere Sportkollegen. Vondaher, würde ich mich im Verbessern von gruppentaktischen Inhalten sehr stark zurückhalten, weil ich
    sonst beurteilen können müsste, welchen Bereich die Augen abdecken. Um dann die Fehler konkret und individuell bearbeiten zu können.
    Wobei Kinder hier auch keine Fehler machen, sondern einfach Bewegungserfahrung sammeln!


    Sicher steigt der Erfahrungswert mit der Maße an 1:1-Situationen. Aber ich als Trainer kann Tipps und Hilfestellungen geben,
    wie solche Situationen taktisch und technisch am Besten oder auch gut gelöst werden können. - Wie schon gesagt:
    Geb meiner Oma einen Zettel mit einer Trainingseinheit, die baut das alles so auf und es läuft gut. Aber das was sie nicht kann,
    und das was einen guten Trainer ausmacht, ist das Wissen und Know-How "Fehler" zu erkennen und diese individuell zu verbessern.

    Wir spielen auch gerade 3-3 (plus Torspieler). Ich fragte mich eben auch, ob der Wechsel zum 4-4 meinen Spielern leichter fällt, oder der zum 3-2-3. Und dann auch, was ich mir, wenn ich eine optimale Entwicklung fest stellen dürfte, für das letzte D-Jugendhalbjahr wünsche, was also das Etappenziel am Ende der D-Jugend darstellt bzw. am ehesten verkörpert. In der Defensive entspricht das 4-4 da durchaus meinen momentanen Vorstellungen, eben aus den Gründen, die du nennst: alle Spieler sollen sich an der Defensivarbeit beteiligen, und zwar an der tatsächlichen Defensivarbeit, einen auf das Zuspiel nach der Balleroberung seiner Mannschaft lauernden, einsamen Stürmer möchte ich eigentlich (zumindest noch) nicht haben. Aber das 4-4 dürfte tatsächlich im Angriff zu flach sein, um einerseits Druck auf den Gegner aufbauen zu können, Räume für die Offensivaktionen zu schaffen, und gleichzeitig gegen Konter bei Ballverlust absichern zu können. Daher muss man in der Offensive ein anderes System wählen, wie z.B. ein 2-3-3 oder 3-2-3. Klar ist aber auch, dass das nur theoretische und ideale Wunschvorstellungen sind, die man seiner Mannschaft nur im Rahmen ihrer Möglichkeiten abverlangen darf. Auch halte ich es in der D nach wie vor für wichtig, dass alle Spieler auf den offensiven wie den defensiven Positionen Erfahrung sammeln. Ich bin gespannt, wie sich das mit dem unerbittlichen Spielbetrieb vereinbaren lässt.

    Alle Spielsysteme die hier genannt wurden, beruhen erstmal nur in der Abwehr, bei zB. Balleroberung des Gegners.
    In der Offensive sieht das ganze sowieso anders aus. Viele Clubs spielen in der Abwehr ein System im 4-4-2 (flach) und in der Offensive
    dann 4-4-2 mit Raute oder verschieben sogar ganz hoch auf ein 2-4-4, wobei ich auf der ballabgewanten Seite dann den Außenverteidiger etwas
    tiefer stehen lassen würde, um schnell bei Ballverlust eine kompakte Defensive herstellen zu können. So kann man immer etwas rumspielen.
    Um es so wie ich es im Beispiel geschrieben habe machbar ist, kommt auf die eigene Mannschaft an. Wenn ich so überlegen bin, warum also nicht?


    Alle Spieler im Kinder- und Jugendalter sollten alle Positionen mehrmals durchlaufen haben. Das setzt natürlich voraus, dass ich als Trainer wirklich
    an der Ausbildung der Kinder interessiert bin und auf die Statistik keinerlei Wert lege. Wer wirklich gut und langfristig ausbildet, kann keine statistischen
    Erfolge nachweisen. Auch nicht, wenn ich Xmal besser bin als alle Mannschaften aus dem Nord- o. Süddeutschenraum.
    Mit meinen Mannschaften stand ich bisher immer unten mit drin, dass soll nun nicht heißen, dass alle Mannschaften die unten drin stehen
    einen guten Trainer haben und alle die oben drin sind in wenigen Jahren versagen werden. Aber das Grundprinzip liegt da.
    Ich habe es meinem Verein Xmal versucht zu erklären, keiner konnte und wollte es verstehen... ...Fazit: Trennung und fertig!

    Wer mit den D-Junioren bereits ein Spielsystem einstudieren will der sollte sich vorher
    gerade in der Defensive einige Fragen stellen. Normalerweise beginnen wir in der Ausbildung
    vom einfachen, zum schweren und dann zum Komplexen. Zudem vom Bekannten zum Unbekannten.
    Die Frage ist nun, ist dies im modernen Verteidigen möglich?


    Wie ich es hier aus den Beiträgen rausgelesen habe, liegt der taktische Schwerpunkt in der Defensivarbeit,
    was ich für völlig falsch halte. Mir als Trainer kann es doch egal sein, wieviele Tore ich hinten reinbekomme,
    solange ich vorne immer eins mehr erziele, passt das doch. Soviel zumindestens im Bezug auf die Statistik.
    Ich selber halte es für wichtiger Offensivspieler auszubilden, da hier der wirkliche Spaß am Fußball bei den Kindern
    hochkommt und ich die Kinder so langfristig im Fußball behalte. Alle Kinder wollen gerne den Gegner austricksen und
    viele Tore schießen. Steht ein Kind nur in der Abwehr und kann nur als Gegenpart zum Angreifer agieren, ist das Risiko
    höher das dieser sich später vom Fußball abkapselt.


    Daher würde ich speziel in allen Jugendbereichen viele technikversierte Dinge machen, wie zum Beispiel die Ballbeherrschung und
    Finten + Tricks schulen und ausbilden bzw. verfeinern. Mit der Individualtaktik würde ich in der E-Jugend (a) beginnen und dann
    ab der D-Jugend (a) in die Gruppentaktik gehen. Mit der C- und B-Jugend kommt dann schwerpunktmäßig in der Taktik die Mannschaftstaktik hinzu.


    In der jetzigen E-Jugend spielen wir 3-3 + 1. Ab der D-Jugend sehe ich meine jetzige Vorstellung im 4-4 + 1
    Es heißt also für alle und für jeden mit am Angriff teilzuhaben aber auch mit nach hinten zu arbeiten.
    Methodisch würde ich dann in der C-Jugend ins 4-4-2 + 1 gehen und dann nach und nach andere taktische Systeme ausprobieren.


    Nochmal einen grundlegenden Satz zum Thema: "Man muss sich nach den Spielern richten die man hat!"
    Wir sind alle Trainer, einer mit mehr Erfahrung, einer mit weniger Erfahrung, dafür aber vielleicht mit mehr Fachwissen.
    Was hindert uns daran, die Kinder und Jugendlichen so auszubilden wie wir sie haben wollen?
    Fehlt uns in der B-Jugend ein offensiver Mittelfeldspieler, dann bilde ich ihn danach aus!


    Natürlich muss man hier sehr vorsichtig sein. Positionsidioten hat die Welt genug!!! :)

    Hallo Flönz,


    solch ein Handicap, so kann ich es mir vorstellen, ist nicht nur physisch eine große Herausforderung
    für alle Beteiligten, sondern ebenso psychisch, besonders für die betreffende Person. Und dennoch
    scheint er sich ja nicht verstecken zu wollen und ist in den Mannschaftssport, Fußball gegangen.
    Speziell zu deinem Thema habe ich keine Erfahrung, hatte aber die Gelegenheit einen
    schwerhörigen trainieren zu können. Seit dem nehme ich das Umfeld und das Miteinander der Spieler etwas
    feiner wahr und achte schon auf Kleinigkeiten. Besonders was Hänseleien angeht.
    Ich hoffe, "Tim", hat damit bei euch im Verein keine Probleme.


    Was ich eigl. sagen will. Es wird von einem handigecapten Kind weit aus mehr verlangt, als von einem "normalen",
    auch wenn es nicht so erscheint. Schon das ganze Leben damit umzugehen, die verachtungsvollen Blicke anderer
    Kinder u. Jugendlichen einfach zu ignorieren und gar nicht darauf eingehen zu dürfen, ist mental eine sehr große Belastung.
    Hinzu kommt nun noch, dass diese Kinder der heutigen, leistungsorientierten Gesellschaft standhalten sollen, die
    von ungecapten geleitet wird.


    Das in solch einer Gesellschaft, die Akzeptanz von gecapten durchaus sinken kann, ist die Folge.
    Seine "Motivationsprobleme", hängen die vielleicht damit zusammen, dass man sich in diesem Alter schon
    mehr Gedanken um "Vergleiche" macht und sich anderen gegenüber sowieso schon benachteiligt fühlt?
    Da er ein schlauer Junge ist, würde ich ein lockeres und vertrautes Einzelgespräch mit ihm führen,
    um mich besser in seine momentane Situation hineinversetzen zu können um dann GEMEINSAM nach Lösungen
    suchen zu können.


    Wenn eine Versetzung in die D2 geplant ist. Würde ich ihm ganz klar aber ruhig und kameradschaftlich sagen, warum dies der Fall ist.
    Dir ist aufgefallen das die Motivation etwas hingt, - vielleicht durch Übertraining??? - er aber normalerweise locker in die D1 gehört.
    Und warum die anderen deiner Meinung nach Ergeiziger sind... ...usw.


    Aber im Kinder- und Jugendfußball ist der Trainer nicht nur für die Kinder zuständig, sondern kann und sollte die Eltern
    auch unbedingt mit ins Boot holen. Ohne Eltern geht das nicht. Vielleicht ist daheim ja etwas vorgefallen?


    So, viel Glück erstmal weiterhin! :)

    Unser Problem im dreier Gespann war, wirklich, dass wir uns nicht vorher zusammen gesetzt haben und
    alles abgeklärt haben. Der eine knapp 30, der andere ca. 40 und ich mit 20 Jahren, haben uns zusammengetan.
    Mein Vorschlag war gleich, dass wir uns zusammensetzen sollten und uns aufeinander abstimmen sollten,
    was die anderen beiden für unnötig hielten. Und so kam es im Laufe der Saison zu sehr vielen Reibereien und
    Meinungsverschiedenheiten. Auf Grund meiner Qualifikationen welche die anderen beiden nicht besitzen,
    hatte ich einiges auszusetzen und wollte darüber diskutieren, die anderen beiden aber sehr häufig nicht.


    Beispiel: Der Trainerkollege lässt mit Libero spielen (in der D-Jugend) und ich habe ihn darauf angesprochen weshalb.
    Ja, wir brauchen ja jemanden der die Fehler der anderen kompensieren kann. Auf meine Ansätze hin:
    Einfach mit Kette zu spielen (3er o. 4er) und den anderen Spielern diese Sicherheit zu geben, den "Libero"
    am Spielverlauf einzubinden, den Torspieler ins Spiel miteinzubieziehen da dieser im modernen Fußball das
    Liberospiel abdeckt und auch die Positionen mal zu rotieren, u.v.m, sagte er nur: "Joa!"
    Bei den nächsten Spielen, stand ich mehr oder weniger fassungslos da, was ist? Wieder mit Libero...
    Nur eins von vielen Beispielen die mir gegen den Strich gingen.


    Im Laufe der Saison und auch schon vorher wusste ich, dass ich beiden "überlegen" bin und habe immer wieder
    Denkanstöße gegeben. Vielleicht nicht immer auf die beste Weise, aber stets nett. Und nu wurde ich rausgekegelt,
    da ich sie bei ihrer Arbeit wohl stören würde. Was aber auch mit meinen ganzen Trainerschulungen zusammenhängt, da
    ich zeitlich sehr eingeschränkt bin. Trotz meiner Einwände, wurden beide vom Jugendkoordinator unterstützt.
    Der Verein hatte ein hohes Ansehen bei mir und auch der Jugendkoordinator. Durch diese Aktion allerdings,
    stehen alle Beteiligten in einem dicken Minus bei mir... ...und somit gleich zwei Vereine, da Spielgemeinschaft.


    Viele Kinder werden spätestens in der neuen Saison, massive Rückschritte machen,
    und das nur, weil solche Trainer an sich selbst denken (Ergebnise usw.) und nicht offen für neues sind,
    bzw. nicht offen für die langfristige Ausbildung sind.



    Es ist also in jedem Fall eine genaue Absprache möglich, damit es nicht, wie bei uns, zu solchen Reibereien kommt.
    Für die neue Saison habe ich mir einen anderen Verein geschnappt und eine Mannschaft, dessen Trainer ich trotz der
    Nicht-Qualifizierungen für sehr kompetent einschätze. Einer, ist schon älter, aber vertritt neue Methodiken und ist offen
    für neue Ansätze. Der andere mitte 30 und genauso. Mal schauen, ich bin schon sehr gespannt und freue mich riesig...


    Soviel zu meinem Erfahrungsbericht!



    Ich halte das System der Hierarchie für am Besten: 1.Trainer, 2.Co-Trainer, 3.Betreuer, 4.Physio... usw.
    Von meiner Erfahrung her das Beste. Wir haben es jetzt ja mit der Gleichberechtigung ausprobiert und das geht gar nicht.
    Zumal ich selber einer bin, der sehr viel macht, wenn ich keine Einschränkung bekomme. Wenn ich weiß, soweit und nicht weiter,
    dann halte ich mich zurück und tobe mich in meinem Bereich aus! ;)


    Viel Glück und gutes Gelingen! =)



    Hey "Stella",


    selber habe ich noch keine zwei Trainingseinheiten als Trainer an einem Tag angeboten.
    Allerdings ist es schon sehr oft vorgekommen, dass ich vom Training mit den Jungs und Mädels,
    direkt zum eigenen Herrentraining gefahren bin. Eine Zeit lang, war ich täglich auf mindestens
    einem von drei Sportplätzen und musste mich mental erstmal daran gewöhnen.


    Am Anfang meiner jungen Trainerlaufbahn, war ich nach 1 1/2 Stunden mit den D-Junioren völlig platt
    und im Kopf sowas von erschöpft, dass ich manchmal das stottern anfing. Mit der Zeit wurde es besser, so
    dass ich mehr und mehr auf mich genommen habe und täglich 20 Kilometer zum Training hin, und 20 Kilometer
    zurück mit dem Fahrrad gefahren bin. Und das habe ich nun fast zwei Jahre ausgehalten.


    Es ist durchaus machbar, es ist nur die Frage zu welchem Preis. Ich bin froh diese Erfahrung gemacht zu haben
    und diese mentale Stärke und Ausdauer erhalten zu haben. Der Körper im allgemeinen begibt sich bei entsprechender Mehrbelastung
    in einen Anpassungszustand, weil die übertroffene und persönliche Reizschwelle überschritten wurde.... ....usw.
    So ist eine Verbesserung im allgemeinen immer möglich. Aber auch hier ist das Potenzial irgendwann ausgeschöpft
    und es geht nur noch darum, das Niveau zu halten.


    Wenn es für dich selber einen Vorteil bringt (Steigerung des Rufes, Stufe zum Erklimmen der Laufbahnleiter, etc.), dann würde ich
    es angehen. Bei mir siehts aber auch etwas anders aus als bei dir, was zumindestens Familie etc angeht. Grundsätzlich steht die
    Ausbildung der Kinder und Jugendlichen in unbestreitbaren Vordergrund. Allerdings zieht jede Tätigkeit auch Vorteile für die ausführende
    Person mit sich, was jeder nach seinem Ermessen abwägen muss.


    Viel Glück dir, bei deiner Entscheidungsfindung. :)

    Hallo Thomekz,


    wenn du deine Eltern nach den Spielen mal fragst, was diese alles so
    reingebrüllt haben, werden die meisten gar nicht mehr wissen, was sie
    so alles losgelassen haben. Grundsätzlich dient dieses verbale "Luftlassen"
    der Informationsweitergabe die von den Eltern vorerst keines Falls als böswillig
    empfunden wird und oft auch unbewusst ausgeführt wird.


    Meiner Einschätzung nach währe ein Elterabend hierfür super. Neben anderen Dingen
    die ihr absprechen könnt, würde ich dieses Thema als Hauptthema ansprechen und mit
    Videos und Grafiken bunt hintermalen. Viele Eltern haben es in ihrer Kindheit nicht anders
    vorgelebt bekommen und setzten nun das um was sie geprägt hat. "Sie sind ja dadurch so
    geworden wie sie heute sind!"


    http://www.dfb.de/fileadmin/us…07/Flyer_Fair_bleiben.pdf


    Sollten dir Informationen fehlen, kannst du dich bestimmt auch an den Fair-Play Beauftragten eures
    Kreises oder Landesverbands wenden. Der wird dir sicherlich helfen können.


    Ich wünsche dir viel Erfolg und Spaß in deiner weiteren Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ELTERN! =)


    Gruß Steven

    An dieser Stelle ein Beispiel von mir:


    Ich habe im Dezember 2011 ein Hallenturnier für unsere D-Junioren veranstaltet und alle Mannschaften unserer Spielklasse eingeladen,
    als kleines Highlight zum Saisonabschluss (Qualistaffel). Es waren zusammen 6 Mannschaften, aber eine viel dabei besonders auf.
    Nicht nur weil die Spieler zunächst gut spielten, sondern auch weil die Trainer ständig am rumbrüllen waren und sogar unsere jungen
    Nachwuchsschiedsrichter anmachten. So nach dem Motto, nun pfeiff doch mal ordentlich - aber verbal mit nicht kinder- und jugendgerechten Wörtern stark betont.
    Der eine (Cheftrainer) war der Vater vom jüngeren und beide teilten sich die Torpfosten so auf, dass jeder eine seite gut bebrüllen konnte.


    Beide Trainer zog ich dann nach dem dritten Spiel raus und sagte ihnen meine Meinung. Ich erwähnte dabei nicht dass ich viel jünger als diese waren und
    auch nicht dass ich eine Lizenz habe, machte aber mit meinem Hintergrundwissen Druck. Wir redeten bzw. diskutierten ca. 20 - 30 Minuten dadrüber, dass
    die Ausbildung der Kinder durch stark verbale Instruktionen sehr negativ beeinflusst wird und der Spaß ALLER Teilnehmer sehr gedrückt wurde.
    Es kam dann irgendwann die Antwort: "Aber meine Jungs brauchen dass!" - Da musste ich schmunzeln und fing erneut an, welche Ziele ein Trainer hat und da
    stimmte er mir zu. Nun hatte ich ihn. Anschließend ging ich dazu über dass die Ausbildung am Besten gefördert wird, wenn die Kinder selber lernen können
    und ihre Erfahrung machen können und nicht alles vorgegeben wird. Der Trainer ist dafür da, die Kinder leicht zu korrigieren und nicht dafür da, die Kinder
    in eine Backform zu pressen und alles vorzugeben. Noch ein paar Beispiele und die Sache war für mich gegessen.


    Bis dahin, war die Mannschaft auf Platz eins. Ab dem nächsten Spiel sagten beide Trainer rein gar nichts mehr und saßen ruhig auf der Bank.
    Ich werde das Bild nie vergessen. Das Spiel ging los und die Kinder waren richtig erstaunt darüber und sehr verwundert, warum keine Anweisungen
    von den Trainern kamen. Seit dem haben sie alle Spiele verloren, weil die Kinder nicht damit umgehen konnten, nicht angeschrieben zu werden.
    Nach dem Turnier ging ich nochmal zum älteren Trainer und sagte ihm: "Lass deinen Kindern Zeit sich zu entwickeln. Auch wenn ihr die nächsten Spiele
    vielleicht verlieren werdet, helft ihr euren Spielern zur Selbstständigkeit und mehr Spaß am Fußball."


    Nun sehen und schreiben wir uns öfters. Seine Jungs haben sich prächtig entwickelt!


    Also, auch so kann es gehen. Man muss nur wissen wie. Ich hatte Glück und muss zugeben, dass ich an diesem Tag irgendwie voll Bock darauf hatte,
    eine Diskussion im fussballspezifischen Rahmen zu führen und gerade mit diesem Thema.
    Und in dieser Hinsicht bin ich immer noch Stolz auf mich und auch auf die beiden Trainer,
    die nun wirklich nicht sehr einfach sind/waren.


    Es kommt aber letzten Endes auf die Situation drauf an.
    Habe ich gute Aussichten darauf die Trainer umzustimmen bzw. zum Nachdenken zu bewegen,
    oder laufe ich damit gegen eine felsen feste Wand?
    Habe ich die Voraussetzungen dafür, auf einer höheren Ebene solch ein Gespräch zu führen und
    kann ich dies auch mit dominanten Personen die mir ins Wort fallen?

    Hallo Guenter,


    ich selber bin derzeit in vier verschiedenen Vereinen tätig, und sehe durchaus die
    großen Unterschiede zwischen den Juniorenmannschaften, was die Methodik des
    Ausbildens angeht. Die einen "Trainer" lassen die F-Jugendlichen zum Warmmachen zwei Runden
    um den Platz laufen, die anderen setzen das Aufwärmen in spielerischer Form mit Ball und Spaß um.
    Beides, Stadtvereine und Dorfvereine haben viel nachzuholen, wenn es um die Ausbildung der jungen
    Spieler/-innen durch qualifizierte Trainer und Betreuer geht.


    Spreche ich die Trainer darauf an, warum die Kinder zwei Runden oder sogar mehr - ist ja noch nicht
    schlimm genug - laufen müssen, so bekomme ich öfter die Antwort: "Dann haben wir ja Zeit, um alles fürs
    Training vorzubereiten!". Die Antwort: "Das haben wir früher auch so gemacht!" finde ich ja schon krass,
    aber als ich die erstgenannte gehört habe, war ich erstmal sprachlos und musste kurz Abstand gewinnen.


    Nicht nur die Vereine müssen ihre Arbeit hinterfragen, sondern auch die Trainer. Ganz besonders die Trainer,
    die meinen, sie gestalten das Training perfekt für die jeweilige Mannschaft. Gerade im Fußball kann es sehr gefährlich
    sein neue Ideen miteinzubringen, da der Fußball seit Jahren von Traditionen geleitet wird und viele sich die Mühe nicht
    machen auch mal neue Wege auszuprobieren und neue Methodiken wie zum Beispiel die vom "Coerver Coaching" anzuwenden.


    Letztlich muss jeder für sich entscheiden, macht er sich die Mühe oder eben nicht. Ich selber bin seit fast 2 Jahren Trainer,
    und habe mir mitlerweile ein kleines Netzwerk aufgebaut, welches es mir erlaubt ohne Probleme an 5-10 Trainerschulungen
    im Monat teilnehmen zu können, was momentan teilweise auch der Fall ist. Und dies neben meiner Tätigkeit an DFB Stützpunkten,
    die ich besuche um mir über einen längeren Zeitraum mehr Fachwissen aneignen zu können und um auch differenzierter entscheiden zu können.
    In meinen Augen spiegelt sich gerade wieder meine Fassungslosigkeit ab, die ich verspürte als ich drei Briefe erhielt, in dennen Schulungen und
    Fortbildungen abgesagt wurden, weil zuwenige Teilnehmer angemeldet waren - und dies auf Verbandsebene in einer Stadt die mit zu den größten deutschlands gehört.
    Viele Vereine bekommen Angebote, von den Kreisfußballverbänden und Landesfußballverbänden. Leider nehmen nur wenige der bereits aktiven Betreuer,
    dies trotz des sehr engagierten Jugendkoordinators war. Der jetzige Wissensstand reiche ja angeblich aus...


    B2T:


    Ich war bereits schon auf ein paar Grundlehrgängen und Trainerfortbildungen im Rahmen, der Coerver-Methodik und meine Meinung ist bis heute
    unverändert. Ich bin begeistert! Sicher ist mit Coerver-Coaching - obwohl es sich bereits weltweit gut integriert hat - ein Konzept und eine Methodik gegeben
    die in der Allgemeinheit nicht einfach zu verstehen und umzusetzen ist. Dies liegt aber wohl unteranderen daran, dass der DFB zu viele Hilfen für Trainer vorgibt und diese
    eben auch im Netz zur Verfügung stellt. Sehr viele Trainer, gehen einfach auf die gewünschte Altersklasse, kopieren die TE und gut ist.
    Machen sich selber aber kaum Gedanken darum, warum die Organisationsform genau so ist und nicht anders. Am besten sind die, die sich dann
    noch wundern, dass sie damit immer wieder baden gehen. Bei Coerver wird alles einwenig diskreter behandelt, was auch den Ansporn an wirklich
    interessierte weckt, selbst auszuprobieren, selber auch nachzudenken und sich in das Thema zu vergraben. Der ein oder andere begibt sich dann eben zur Grundausbildung
    und schaut es sich an, denkt drüber nach. Der Mensch ist faul, aber eben nicht zwangsläufig doof. Was macht er, er geht ins Netz und holt sich die Daten einfach aus dem DFB-Netz,
    anstatt sich zum Lehrgang zu begeben. Es sind nicht alle so, aber sehr viele. Die Möglichkeit sich dort eine Trainingseinheit rauszusuchen, ist zwar nett gemeint,
    aber letzten Endes wirklich so fördernd? Zumal meiner Ansicht nach weit über 50% der TE´s fürn Müll sind, da sich diese nur mit viel Mühe aufs eigene Team anpassen lassen.
    Dann lieber gleich selber Gedanken machen.


    Die Art und Weise, wie Coerver die fussballspezifische Ausbildung der Kinder und Jugendlichen ermöglicht, ohne diese in ihrer persöhnlichen
    Entwicklung zu stören, finde ich faszinierend. Jeder Spieler kann sich die Technik individuell aneignen und selbst für sich nutzen und wird nicht
    in ein Zwangsschema gepresst: "So muss es sein und nicht anders!". Der Drill auf Perfektion ist meiner Ansicht nach eben anders definiert,
    im Gegensatz zu den mir bekannten Richtlinien und Vorgaben vom DFB.
    Hinzu kommt, dass die Ausbildungsziele in der Trainingsgestaltung kompakt, individuell gestaltet werden können und
    die Kinder/Jugendlichen sehr sehr viele Ballkontakte und natürlich viel Spaß haben.


    Und dennoch möchte ich die Trainerausbildung des DFB nicht missen, da ich hier die meisten Grundlagen ziehen konnte,
    besonders in der Zeit, in der ich Coerver Coaching noch nicht kannte.


    LG.