den meisten Provinzvereinen völlog unbekannt, nicht bereit über neues zu diskutieren, 20 Minuten Dauerlauf
@icker
aus welchem fussballerischen Hinterland kommst du eigendlich?
ich bin aus einer Gegend, die überwiegend durch Dorffussball geprägt ist.
was du da von dir gibst, stimmt einfach nicht. Klar gibt es hin und wieder mal solche Fälle, das sind aber absolute Ausnahmen, und gibt es wohl nicht nur auf dem Dorf.
Die Mär, das im Jugendfussball hauptsächlich immer noich vielerorts Kondition gebolzt wird, hält sich offensichtlich.
Ich selbst hatte vor 30 Jahren schon einen Trainer, der fast ausschliessllich spierplerisches Training abgehalten hat (auf dem Dorf, wenn auch Bezirks- und Landesliga)
seit 15 Jahren wieder im Jugendbereich tätig, mit extrem vielen Kontakten zu anderen Trainern, da hat so gut wie keiner nach deinen althergebrachten
Vorstellungen trainiert.
woher kommt also deine Überzeugung, die auf mich sehr arrogant ankommt? nachgeplappert odr eigene Beobachtungen?
gg
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Hallo Guenter,
ich selber bin derzeit in vier verschiedenen Vereinen tätig, und sehe durchaus die
großen Unterschiede zwischen den Juniorenmannschaften, was die Methodik des
Ausbildens angeht. Die einen "Trainer" lassen die F-Jugendlichen zum Warmmachen zwei Runden
um den Platz laufen, die anderen setzen das Aufwärmen in spielerischer Form mit Ball und Spaß um.
Beides, Stadtvereine und Dorfvereine haben viel nachzuholen, wenn es um die Ausbildung der jungen
Spieler/-innen durch qualifizierte Trainer und Betreuer geht.
Spreche ich die Trainer darauf an, warum die Kinder zwei Runden oder sogar mehr - ist ja noch nicht
schlimm genug - laufen müssen, so bekomme ich öfter die Antwort: "Dann haben wir ja Zeit, um alles fürs
Training vorzubereiten!". Die Antwort: "Das haben wir früher auch so gemacht!" finde ich ja schon krass,
aber als ich die erstgenannte gehört habe, war ich erstmal sprachlos und musste kurz Abstand gewinnen.
Nicht nur die Vereine müssen ihre Arbeit hinterfragen, sondern auch die Trainer. Ganz besonders die Trainer,
die meinen, sie gestalten das Training perfekt für die jeweilige Mannschaft. Gerade im Fußball kann es sehr gefährlich
sein neue Ideen miteinzubringen, da der Fußball seit Jahren von Traditionen geleitet wird und viele sich die Mühe nicht
machen auch mal neue Wege auszuprobieren und neue Methodiken wie zum Beispiel die vom "Coerver Coaching" anzuwenden.
Letztlich muss jeder für sich entscheiden, macht er sich die Mühe oder eben nicht. Ich selber bin seit fast 2 Jahren Trainer,
und habe mir mitlerweile ein kleines Netzwerk aufgebaut, welches es mir erlaubt ohne Probleme an 5-10 Trainerschulungen
im Monat teilnehmen zu können, was momentan teilweise auch der Fall ist. Und dies neben meiner Tätigkeit an DFB Stützpunkten,
die ich besuche um mir über einen längeren Zeitraum mehr Fachwissen aneignen zu können und um auch differenzierter entscheiden zu können.
In meinen Augen spiegelt sich gerade wieder meine Fassungslosigkeit ab, die ich verspürte als ich drei Briefe erhielt, in dennen Schulungen und
Fortbildungen abgesagt wurden, weil zuwenige Teilnehmer angemeldet waren - und dies auf Verbandsebene in einer Stadt die mit zu den größten deutschlands gehört.
Viele Vereine bekommen Angebote, von den Kreisfußballverbänden und Landesfußballverbänden. Leider nehmen nur wenige der bereits aktiven Betreuer,
dies trotz des sehr engagierten Jugendkoordinators war. Der jetzige Wissensstand reiche ja angeblich aus...
B2T:
Ich war bereits schon auf ein paar Grundlehrgängen und Trainerfortbildungen im Rahmen, der Coerver-Methodik und meine Meinung ist bis heute
unverändert. Ich bin begeistert! Sicher ist mit Coerver-Coaching - obwohl es sich bereits weltweit gut integriert hat - ein Konzept und eine Methodik gegeben
die in der Allgemeinheit nicht einfach zu verstehen und umzusetzen ist. Dies liegt aber wohl unteranderen daran, dass der DFB zu viele Hilfen für Trainer vorgibt und diese
eben auch im Netz zur Verfügung stellt. Sehr viele Trainer, gehen einfach auf die gewünschte Altersklasse, kopieren die TE und gut ist.
Machen sich selber aber kaum Gedanken darum, warum die Organisationsform genau so ist und nicht anders. Am besten sind die, die sich dann
noch wundern, dass sie damit immer wieder baden gehen. Bei Coerver wird alles einwenig diskreter behandelt, was auch den Ansporn an wirklich
interessierte weckt, selbst auszuprobieren, selber auch nachzudenken und sich in das Thema zu vergraben. Der ein oder andere begibt sich dann eben zur Grundausbildung
und schaut es sich an, denkt drüber nach. Der Mensch ist faul, aber eben nicht zwangsläufig doof. Was macht er, er geht ins Netz und holt sich die Daten einfach aus dem DFB-Netz,
anstatt sich zum Lehrgang zu begeben. Es sind nicht alle so, aber sehr viele. Die Möglichkeit sich dort eine Trainingseinheit rauszusuchen, ist zwar nett gemeint,
aber letzten Endes wirklich so fördernd? Zumal meiner Ansicht nach weit über 50% der TE´s fürn Müll sind, da sich diese nur mit viel Mühe aufs eigene Team anpassen lassen.
Dann lieber gleich selber Gedanken machen.
Die Art und Weise, wie Coerver die fussballspezifische Ausbildung der Kinder und Jugendlichen ermöglicht, ohne diese in ihrer persöhnlichen
Entwicklung zu stören, finde ich faszinierend. Jeder Spieler kann sich die Technik individuell aneignen und selbst für sich nutzen und wird nicht
in ein Zwangsschema gepresst: "So muss es sein und nicht anders!". Der Drill auf Perfektion ist meiner Ansicht nach eben anders definiert,
im Gegensatz zu den mir bekannten Richtlinien und Vorgaben vom DFB.
Hinzu kommt, dass die Ausbildungsziele in der Trainingsgestaltung kompakt, individuell gestaltet werden können und
die Kinder/Jugendlichen sehr sehr viele Ballkontakte und natürlich viel Spaß haben.
Und dennoch möchte ich die Trainerausbildung des DFB nicht missen, da ich hier die meisten Grundlagen ziehen konnte,
besonders in der Zeit, in der ich Coerver Coaching noch nicht kannte.
LG.