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    In der F-Jugend solltest du noch nichts explizit fordern. Die Kinder befinden sich im Wachstum und sollen Fussballspielen erst lernen.
    Wenn ein Trainer Vorgaben macht, egal ob F-Jugend, D-Jugend oder im Herren-Bereich, sollte er ganz stark auf seine Ausprache achten, wie und wann er etwas sagt. Das Vordern von Grundtechniken zum Beispiel als Vorgabe, kann bei falscher Wort und Umgebungswahl zu Leistungsdruck führen und dann macht der Kopf in der Regel zu. Die Folge ist dann, das die Spieler zu viel denken, sich eine Blockade bildet und ihr Leistung nicht abrufen können. <- "Annahme des schlimmsten Falls"!
    Meiner Meinung nach wichtig, ist es nach dem Abfordern einer bestimmten Sache, zu erwähnen, dass Fehler nicht schlimm sind und jedes Spiel wie Training ist. Ausprobieren unter Gegnerdruck ist die Devise.


    Vor dem Spiel gebe ich maximal eine Sache vor, wie zum Beispiel das Spiel über die Außenpositionen. Erkläre dabei was die Außen-, Innen-, vorgesetzten und nachgesetzten Spieler im besten Fall machen können und beantworte Fragen. In der Halbzeit lasse ich erstmal 1-2 Minuten vergehen, damit sich die Spieler sammeln können. Meistens fangen Sie von selbst nach 30 - 60 sekunden wieder an zu sabbeln und gehe auch hier nochmal auf di Vorgabe ein. Viel Lob ist angesagt. Kritik folgt bei der nächsten TE.


    Ich wünsche Euch als Newcomer viel Erfolg und speziell Dir - Stella - viel Geduld und die richtigen Worte im richtigen Moment.
    Gerade als Underdog, braucht man sich nicht zu beweisen. Mannschaften, die länger dabei sind, haben da mehr Druck. ;)


    Gruß Steven

    Von daher tendiere ich - in diesem Sinne - dazu, den einzelnen Spielern eine Eigentverantwortung zu übergeben. Das birgt natürlich das Risiko, dass sie hierbei nachteilige Fehler machen und auf der Umkehrseite verspreche ich mir, dass sie ...im Falle des Erreichens von selbständigen verantwortlichem Mitdenkens stärkere konzentriertere und das Spiel lesende Spieler zu erhalten, statt Spieler zu erzeugen, die sich im schlechtesten Falle träge auf das System verlassen.

    Hallo liebe Kollegen,
    bezogen auf den Beitrag von Andre, speziel der oben zitierte Absatz, finde ich es erstaunlich welche Meinungen und Erfahrungen hier ausgetauscht werden. Bisher habe ich die Systeme immer vorgegeben. In diesem Jahr angefangen mit dem 4-4 System, rüber zum 4-3-1 und mitlerweile beim 3-3-2 bzw. 3-2-3 System. Vom Grundgedanken und wie ich finde auch eher theoretischer ist das 4-4 System ein recht stabiles und kompaktes Paket, was natürlich auf die spezifischen Gegebenheiten eines Trainers/einer Mannschaft ankommt. Aber nach mehreren Überlegungen und auch den Ansätzen, das Ausbildungziel im Offensiven zu schulen, für die D-Jugend völlig abwegig.


    Den Ansatz von Andre, den Spielern, kein System vorzugeben, sondern eventuell sich selber aufzustellen und dabei aktiv zu diskutieren und sich auszutauschen finde ich selber hervorragend. Natürlich nur, mit dem Hintergrundgedanken, sollten Schwierigkeiten auftreten, das sie mich gerne fragen können und meine Meinung hören können. Entscheiden können Sie selber. Meiner Meinung nach ein Punkt, der im Ausbildungskonzept, einen weiteren Punkt verdient hätte. Nicht nur, das die Motivation unter Umständen steigt und der Einsatz, sondern die Eigenständigkeit auch.


    Viele Trainer/Betreuer geben auch im Training nur strikt Vorgaben vor, welche erfüllt werden müssen. Ihr lauft jetzt so rum, und macht das und anschließend das und dann noch eine Finte oder sonst etwas. Meine Frage: "Was lernen die Kinder daraus?" "Ich Trainer! Du nichts?!"
    Den Ansatz den ich seit der DFB-Ausbildung verfolge, ist das Einbinden der Kinder in die Aufgaben. Durch gezieltes Fragenstellen versuche ich in eine großen Runde, aber auch einzelnd, alle Spieler dazu zu motivieren, sich aktiv miteinzubringen, eigene Meinungen zu bilden und durch den Austausch mit den anderen das für-einander zu verbessern.
    Vondaher, passt mir der Grundgedanke von Dir, Andre, sehr gut ins Bild.


    Es geht nicht ums Verlieren oder Gewinnen. Es geht um die Ausbildung und das vergessen einige hier. Aber ich glaube, wenn ich mir meine ersten Beiträge hier anschauen würde, würde ich bestimmt noch Ansätze zum erfolgsorientieren Trainer finden. Ich finde es super, das wir uns hier austauschen können, so können Gedankenstriche gezogen werden, auf welche man alleine nicht kommen würde, so auch hier.


    Für diejenigen, die sich nun fragen, wozu ist der Trainer noch da, wenn nicht für die Taktikvorgabe? Einer unserer Ausbilder im Land Schleswig-Holstein sagte immer: "Auch meine Oma könnte trainieren. Sie könnte Aufgaben verteilen, Systeme vorgeben und das Training gestalten. Aber das, was uns Trainer (lizensierte Trainer) von den Betreuer oder speziel von meiner Oma unterscheidet ist, die Spielanalyse, Fehler zu erkennen, Maßnahmen zu ergreifen und Problematiken zu lösen. Erst das macht einen Trainer aus." Ich denke wer noch zwischen guten und nicht so guten Trainern unterscheiden möchte, der kann sich an den Umgang mit den Kindern/Jugendlichen klammern.


    Gruß Steven

    Bei mir ist es ähnlich wie bei koeppchen,
    ich habe - auch wenn ich in der Industrie arbeite - viel von der Ausbildung (C-Lizenz) und
    den kreisübergreifenden Weiterbildungen mit in die Arbeit nehmen können.
    Aber auch der sonstige Umgang mit meinen Mitmenschen hat sich noch weiter
    verbessert. Verbessert in so weit, dass ich feinfühliger und sensibler dafür geworden
    bin, was das Verhalten einiger Mitmenschen angeht.
    Aber eben auch in Konfliktsituationen reagiere ich viel ruhiger, mit Hintergrundgedanken.


    Gruß Steven

    Hallo Stella,
    im letzten Jahr, als ich die C-Lizenz und jegliche Ausbildung im Rahmen des DFBÅ› zum Trainer noch nicht hatte,
    also noch Betreuer war, war das DFB-Mobil bei uns im Verein.
    Es wurde eine TE vorgestellt - mir Prospekt - und grob die Werte vermittelt, welche im Kinder und Jugend
    Fussball laut DFB wichtig sind.
    Anschließend gab es im Vereinsheim eine Präsentation, mit einem Vortrag über die Aufgabe des DFB und
    dessen Zielen im deutschen Fussball.


    Ich selber konnte nicht soviel mitnehmen, da ich aus eigenen Recherchen schon einiges wusste.
    Aber viele andere konnten mehr mitnehmen. Dennoch finde ich die dezentrale Ausbildung der Kreise und
    die zentralen in den Landessportschulen wesentlich wichtiger und umfangreicher.
    Ich würde jedem Betreuer (=nicht lizensierter Trainer) empfehlen auf Kreisebene anzufangen.

    Gruß Steven

    Hallo GUZZI72,
    im allgemeinen wird es bestimmt Entwürfe geben, welche für eine B-Jugend für eine Saison bestimmt sind.
    Allerdings hält das Erstellen einer solchen Planung viele Schwierigkeiten bereit.
    Jeder Betreuer/Trainer muss selber sehen, was er für Individuen in der Mannschaft hat und in wie weit
    in den bisherigen Altersklassen auf die Individuall-/technik, Gruppen- und Mannschaftstaktik gedrillt wurde.


    Zudem glaube ich nicht, dass ein Betreuer/Trainer sich das Trainieren so einfach machen sollte.
    Erst durch das Erstellen einer TE und dessen Variablen + Schwierigkeiten kann der Trainer/Betreuer dies
    verinerlichen und darauf aufbauen.
    Ich rate dir also, mach dir selber Gedanken, als irgend ein Konzept zu übernehmen. Jeder Trainer hat seine
    eigene Art und Weise fussballspezifisch auszubilden und weiterzubilden.


    Viel Erfolg.


    Gruß Steven

    Meiner Meinung nach ist eine gute Aufstellung mindestens genauso wichtig, wie die Tore im Spiel.
    Sicher könnte man auf Aufstellungen pfeifen und sich mit dem Thema nicht soviel befassen,
    allerdings würde hiermit eine der noch gebliebenen Variablen im Fussball wegfallen.
    Im Grunde genommen ist es schon wichtig, dass man die Aufstellung nach seinen Kickern richtet,
    damit jeder Spieler möglichst viele Offensiv/Defensiv Aktionen hervorbringen kann.
    Ob er diese gewinnt oder verliert ist je nach Altersklasse egal oder nicht wichtig.


    Wir haben heute zum Anfang mit der 3-3-2 Variante gespielt und zum Schluss hin auf 3-2-3 ausgebaut, da wir hinten lagen.
    Somit konnten wir dann noch einige Tore erzielen und fast ausgleichen.
    Meine Jungs und Mädels steigern sich stetig, vondaher sind mir die Ergebnise erstmal egal.
    Alle Spieler auf dem Platz haben ein gutes Spiel abgeliefert, wenn man dann dennoch verliert
    ist es eben pech oder der Schri. hat Schuld. :P


    Gruß Steven

    Hallo ihr drei,


    danke erstmal für eure Antworten.



    Ich habe alle drei Beiträge schon vor einigen Tagen gelesen, möchte aber erst jetzt antworten. Ich habe mir seit dem ersten Lesen, einige Gedanken darüber gemacht, inwieweit es stimmen mag oder in wie weit es auf mich passen mag, was ihr geschrieben habt. Meiner Meinung nach ist ein großer Teil davon wahr. Auch mir macht Fussball sehr viel Spaß, aber ich habe auch einen sehr großen Ergeiz, der mich in der Schulzeit und auch jetzt noch am Wochenende im Regen, bei praller Sonne, bei Gewitter manchmal 3 und manchmal 7 Stunden fussballspielen lässt.


    Diesem Ergeiz und dem Spaß am Fussball habe ich es zu verdanken, dass ich so gut bin wie ich jetzt bin und auch das ich beidfüßig dribbeln, jonglieren, schießen etc. kann.



    Stehts den Schritt nach vorne machen, auch wenn er noch so klein sein mag, er wird immer größer. Selbst ein Rückschritt kann hierbei wieder ein Schritt nach vorne sein. Man muss nur offen für die Dinge sein, die um einen passieren und auch mit einem. Sicher gibt es Tage, in dennen bin ich schlechter als an anderen und dann wieder Tage, da bin ich überragend. Auch wenn 5 Tore von mir erzielt werden, ist dies nicht unbedingt das überragende am Tag. Vorlagen, Zusammenspiel etc., sind auch schon sehr viel Wert, meiner Meinung nach mehr, als Tore.



    Wie dem auch sei. Ich habe die letzten Wochen darauf geachtet das ich Spaß habe und mich nicht so groß unter Druck setzte und schon hat es spielerisch wieder gut geklappt. Mit dem lächeln morgens nach dem Aufstehen... ...ich musste ja zuerst erstmal schmunzeln... ...aber es scheint doch etwas zu bewirken.



    Also nochmal vielen Dank für eure Antworten. =)



    Gruß Steven

    Hallo liebe Betreuer- und Trainerkollegen,



    nachdem ich mit den Jungs die recht defensiven Varianten (4-4-0 ; 3-4-1 und 3-3-2) durchgegangen bin, bin ich am überlegen wie die Jungs ein neues Spielsystem aufnehmen. Wir haben bisher ein Spiel von vier Spielen gewonnen und noch vier weitere vor uns. Wir haben nichts zu verlieren, nur zu gewinnen, vondaher möchte ich eure Meinung/Erfahrung einmal hören wie ihr folgende Aufstellung findet und was ihr dabei denkt.



    System: 2-3-3



    -------X-------



    ----X----X----



    --X---X---X--



    --X---X---X--



    Wir haben drei/Vier relativ starke Verteidiger, davon würde ich die beiden stärksten an die Position vor dem Keeper setzten. Dann haben wir zwei wirklich gute Mittelfeldspieler und einen guten Stürmer. Den guten Stürmer verlege ich auf seine starke Außenbahn, damit er reinziehen kann oder reinpassen bzw. -schießen kann. Unser Torwart ist auch ein guter, zwar etwas klein, aber kann so manche Bälle unter Kontrolle bringen.



    Meiner Meinung nach, sollte das Erlernen des Offensivfussballs zwischen den Jahrgängen F(alt) und D(jung) vermittelt werden. Anschlißend folgt das defensive im Fussball, wobei dies regelmäßig angeschnitten wird, aber erst ab D(alt) richtig vertieft wird. Meine Mädels und Jungs sind zum Anfang hin mit den einfachsten Dingen überfordert gewesen, das fing mit der Koordination an. Nach fast einem Jahr sind die Jungs gut davor und wir können Schritt für Schritt weiter gehen.



    Nun zu eurer Meinung. Denkt ihr das System ist zu offensiv?



    Unser vorheriges System (4-4-0) ist viel zu defensiv und wie ich mitlerweile finde, stehen sich vier Leute auch zuviel auf den Beinen rum.



    Gruß ST

    Gerade durch die Teamleiter Lehrgänge (Trainer C Breitenfussball), und die darauf folgende Ausbildung/Weiterbildung zum Trainer C Leistungsfussball erwirbst du
    umfangreiches Fachwissen mit dem du ganz anders auftreten kannst als ein Betreuer der sich gerne Trainer nennen mag, aber keine Lizenz besitzt.
    Es kommt grundsätzlich darauf an, wie du auftrittst. Deine zukünftigen Spieler sollen schon bewusst merken, dass du in deinem Bereich Ahnung hast und
    du dein Konzept durchziehst. Allerdings sollte dies nicht zu übertrieben erscheinen. Also nicht nur fachsimpeln.


    Meiner Meinung nach sollte es mit 24 Jahren schon in Ordnung sein. Jedoch, wie schon geschrieben, ist es am schwierigsten, wenn du
    eine Mannschaft übernimmst, in der du selber schon gespielt hast.


    Gruß

    Hallo liebe Kollegen,


    @Paul: Leider gibt es keine Beziehungen mehr.


    eismann:
    In der Öffentlichkeit bin ich recht offen ja. In Dingen die mir Vorteile bringen, wenn ich diese nicht frühzeitig preisgebe bin ich
    allerdings sehr verschwiegen. Ansonsten bin ich offen.


    Kritik kann ich grundsätzlich gut aufnehmen und versuche diese schnellstmöglich zu bearbeiten. Allerdings nur von Menschen, bei dennen ich
    weiß, das diese im betreffenden Bereich Ahnung haben und das nötige Verständnis besitzen.


    Ich bin sehr selbstkritisch und erlebe dies immer wieder. Jedoch versuche ich erstmal die Aufgabe bei dem mir ein eigener Fehler aufgefallen ist,
    so gut wie möglich zu beenden und beginne dann nochmals die Analyse wenn möglich. Ich versuche mich stehts zu verbessern um nicht stehen zu bleiben
    und dabei ist gesunde Selbstkritik von nöten.


    Meine Vereinswechsel beziehen sich meist darauf, das ich umziehen musste. In zwei Fällen gefiel mir das Umfeld nicht, in dem sich die Mannschaft bzw. der Verein
    befand. Mit den Vereinswechseln, habe ich viel mitgenommen und alleine durch die Wechsel schon viel Erfahrung gewonnen.
    Über sich hinaussteigen kann ein Mensch nur, wenn er bereit ist, seine Heimat zu verlassen.


    alex: Ich fahre neben Fussball noch viel Rennrad und bin regelmäßig am Laufen. Desweiteren habe ich in der Zwischenzeit immer mal was anderes ausprobiert (Kampfsport), aber Fussball gefällt mir bisher am meisten. Gerne würde ich auch mal FUTSAL ausprobieren, leider gibt es hier in der Nähe keinen Verein der das anbietet. Und zum selber Anbieten fehlt mir die Zeit.


    Vielen dank für eure Antwort. =)
    Gruß

    Hallo liebe Trainer- und Betreuerkollegen,


    es gibt Spieler, die können ohne weiteres losspielen und dabei Ihre volle Leistung erzielen, ob im Training oder im Spiel ist dabei egal. Es gibt aber auch Spieler, die in der Freizeit oder teils beim Training hervorragende Dribblings machen und Ballbeherrschung haben, wie ein Bundesligaspieler, teils sogar beidfüßig sind aber im Spiel nichts gebacken bekommen. Ich selber gehöre zur zweiten Sorte und habe damit massive Probleme. Wir haben bei uns im Verein und ich selber im Freundeskreis ein/zwei ältere (30-40), die selber in der 3. und 2.Bundesliga gespielt haben und das gar nicht so schlecht.


    Beide sagen zu mir,- unabhängig voneinander -, ich könnte mit meinem Potenzial und das was ich drauf habe, hochklassig spielen, mind. Verbandsliga. Nur sei mein Problem eine Sperre im Kopf. Ich weiß zwar, was Sie meinen, denn dass haben mir viele Trainer und Spieler schon gesagt und auch erklärt, aber irgendwie komme ich da seit Monaten nicht drüber hinweg. Ich selber bin 20 Jahre alt und somit denke ich mit einer der jüngsten hier. Somit hoffe ich Hilfe von Trainern zu erfahren, welche selbst Erfahrung mit solchen Spielern gehabt haben und was für diese getan wurde bzw. was geholfen hat.


    Über Antworten oder Fragen würde ich mich sehr freuen.
    Frohe Ostern!

    An und für sich vielleicht eine gute Idee. Natürlich auch nur dann, wenn die Passagen eingehalten werden, die geschrieben werden. Ich denke in der F-Jugend und in der E-Jugend macht das noch Sinn, da der Grundsatz jeder soll spielen und dann auch auf jeder Position ein paar Mal noch gilt. Bei der D-Jugend zwar auch noch, aber da fängt es schon langsam an, das die Tabelle für die Kicker an Bedeutung gewinnt und da kann solch ein Anschreiben schonmal das ein oder andere auslösen. Sei es nun beim Gegner oder besonders eben auf die Kicker.


    In der F-Jugend würde ich solch ein Schreiben vielleicht auch erstellen. Es müssen die Rahmenbedingungen eben stimmen.
    Gruß Steven

    Moinsen Trainerkollegen,


    ich habe mir gestern einige Dinge bezüglich unseres Kapitäns durch den Kopf gehen lassen. Nicht nur speziell auf Ihn bezogen, sondern bezogen auf die allgemeine Mannschaft, da ich denke, es währen einige andere Spieler ebenso in der Lage die Mannschaft zu führen, vielleicht sogar besser.


    Die Frage, welche man sich grundsätzlich erstmal stellen sollte, ist doch eigl. was sollte ein Kapitän können? Sollte er über Spielstärke verfügen, soll er über Motivationsfähigkeit verfügen, soll er seine Meinung kundgeben können? usw. Neben den fussballspezifischen Aspekten denke ich sollten die persönlichen Aspekte auch gegeben sein. Meiner Meinung nach entspricht unser Kapitän nicht dem Vorbild, wie er eigl. sein sollte. Jeder hat hier eine andere Sichtweise zu diesem doch recht komplexen Thema, weshalb es schwierig sein wird eine einheitliche Meinung zu bekommen. Aber vielleicht kann man ja an dieser Stelle gewisse Grundnormen festlegen.


    Für mich sollte ein Kapitän:


    - immer beim Training sein ; - ein guter Fussballer hinsichtlich taktischem Verständnis sein ; - eine Vertrauensperson sein, und somit umgänglich und freundlich den Mitspielern gegenüber agieren ; - aber auch auf den Putz hauen können, wenn ich als Trainer mist baue und für die Mannschaft einstehen und dessen Meinung vertreten.


    Unser momentaner Kapitän ist vom Körperbau her genau der richtige Mann und spielt in der Defensive eine sehr wichtige Rolle. Wenn es nicht klappt brüllt er rum, für mich manchmal etwas zu viel und auch aus den falschen Beweggründen. Meine Option die ich habe ist ein anderer Spieler, der bisher immer wenn es geht beim Training war, ein guter Fussballer ist, das Ansehen der gesamten Mannschaft genießt und menschlich völlig ok ist. Auch baut er die Mitspieler auf und macht diese nicht nieder.
    Um diese Eigenschaften zu fördern würde ich Ihn gerne als Kapitän sehen. Allerdings ist er der Sohn den Trainerkollegen, wobei das erste kleinere Problem anfängt. Das zweite ist, wie sich das Verhalten des jetzigen Kapitäns einstellen würde. Auch wenn ich mit Ihm sehr gut reden kann und auch über komplexe Themen befürchte ich, dass er damit nicht einverstanden ist, er war ja bisher immer der Kapitän.


    Eine weitere Alternative währe das Abwechseln, mal der eine und mal der andere. Was aber auch zu Irritationen in der Mannschaft führen kann, auch wenn es erklärt wird. Prinzipiell würde ich aber auf der anderen Seite sagen, die Mannschaft wählt den Kapitän, wobei dies jetzt fast zu spät ist. Zumal ich damit das Ansehen unseres jetzigen Kapitäns sehr erschüttern würde.


    Wie würdest Du es managen? "Dir fällt auf ein anderer Spieler ist vielleicht geeigneter als Kapitän zu fungieren!"


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    Man kann die Kapitänsbinde, aber auch nutzen um Spieler welche sich im Hintergrund halten und kaum etwas sagen zu pushen. So zumindestens meine Nebenidee, welche ich aber nicht umsetzten werde, da mir das Risiko zu hoch ist in der Mannschaft für Unruhe zu sorgen. Ein Spieler welcher nicht aussich rauskommt, bekommt somit vielleicht mehr Anreiz und Freiraum zum Agieren. "Ach, der Trainer findet mich als geeignet, dann zeige ich was ich kann." Auf der anderen Seite könnte es auch den Druck auf den Jugendlichen erhöhen und er verschwindet ganz, was ich auf keinem Fall möchte.
    Eure Meinung?


    Gruß Steven

    Sicher haben viele Lehrer in Sachen Psychologie viel gelernt, aber in den meisten Fällen fehlt mir das Langzeitgedächnis dieser Psychologen oder auch das Einfühlvermögen. Es gibt an zwei unserer regionalen Schulen mindestens 40% an Lehrern, bei dennen ich sagen würde, "Ihr habt den Beruf verfehlt, aber meilenweit." Was da teilweise für Erläuterungen kommen und Schnick-Schnack gesabbelt wird ist echt unglaublich. Entweder lernen die nur Müll oder die persönlichen Voraussetzungen stimmen einfach nicht bzw. nicht mehr.


    Der Ansatz, das Vereine Schüler/Jugendliche ab der A-Jugend übernimmt ist für mich aus der Sicht inakzeptabel, da sich viele Jugendliche gerade ab der C-Jugend dem Fussball abwenden. Sei es aus beruflichen Gründen, oder aus Interessensgründen gegenüber Mädchen. Und wenn ich dann noch bedenke, dass es Schullehrer/Sportlehrer gibt, die über das fundamentale Wissen in der Abteilung nicht verfügen, na dann Glück auf.


    Eine Zusammenarbeit mit einer Schule würde ich mir folgender Maßen vorstellen: Der Verein tritt an die in der Nähe gelegenen Schule heran und bildet mit ihr ein Konzept aus. Das Konzept besagt, dass mindestens einmal in der Woche, während eines Ganztagsprojekts der Verein besucht werden muss - oder aus Kosten und technischen Gründen der Vereinstrainer in die Halle/auf den nächstgelegenen Sportplatz kommt - und dort dann trainiert bzw. Sport betrieben wird. Hiermit kann sich der Verein hervor tun und die Schule hat ein Freizeitangebot mehr, mit fachlicher Kompetenz, wenn der Trainer dann lizensiert ist. Die Teilnahme ist kostenlos und sollte, so denke ich, vielleicht nicht in Altersgruppen unterteilt werden, sollte aber je nach Anzahl festgelegt werden. Bei wenigen Teilnehmern, keine Unterteilung, bei mittlerer Teilnehmerzahl zB. 8-10; 11-15; usw.


    Gerade bei einem erhöhten Ausländeranteil in Schulen werden auch andere Sprachen und Kulturen ausgelebt. Im Fussball sind eben alle gleich, oder im Sport allgemein. Also die Chance der Zusammenarbeit, als Chance der Integration sehen.


    Hat die Schule Veranstaltungen etc., kann eine Trainer kommen und Angebote stellen. Hat der Verein Veranstaltungen etc. kann für Ihn geworben werden etc.
    So zumindestens mal ein kleiner Denkanstoß.


    SHFV - Kooperation Schule Verein

    Gruß Steven

    Es steht so auf dem Zettel. Die Verteidiger haben sich abgewechselt, so das immer einer mit nach vorne konnte. Im Angriff standen wir also mit 2-3 Spielern gen Mittellinie und in der Verteidigung dann mit 4 Spielern. Wir spielen ja von 16er zu 16 auf voller Breite des Spielfeldes. Weiß nun nicht wie es bei euch ist, wird aber ähnlich sein.

    Im Bundesland SH, also bei mir gibt es bereits Lösungsansätze, welche auch gut funktionieren. Zusammenarbeiten zwischen Schule und Verein gibt es bereits vielfach, somit können Ganztagsangebote an die Vereine übertragen werden, bzw. einmalig in der Woche. Ein Verein heutzutage muss schon sehr stark aufgebaut sein und auf einem soliden Fundament stehen, das stimmt schon. Allerdings sehe ich in überregionalen Zusammenschlüssen nicht den langfristigen Erfolg.
    Das Denken, einiger Vereine bzw. Vorständen zu meinen: "Verein ist Verein und Schule ist Schule." muss geändert werden. Ebenso die Rekrutierung von Bambinis und G-Jugendlichen aus den Kindergärten spielt eine große Rolle, wobei doch heutzutage der Ausgleich durch immer weniger sportliche Aktivitäten stattfindet.


    Vereine in einer Stadt oder einem Dorf, welche nah bei einanderliegen, müssen nicht zusammenarbeiten sondern zusammenwirken und schließlich zur Zusammenkunft kommen. Wir im Verein haben trotz Dorfverein bisher kein Problem mit dem Nachwuchs, und ich hoffe, das bleibt auch so. Wir haben alle Jugenden G-Jugend, bis Herren gut besetzt und haben ebenso einen Trainerüberschuss, was ebenso nicht selbstverständlich ist.


    Der Verein muss Angebote schaffen und sich durch zum Beispiel Weiterbildungsmöglichkeiten von Trainern zu lizensierten Trainern atraktiv machen.

    Hallo AlexX,

    ich werde zur neuen Saison eine D-Jugend mit teils sehr starken Spielern der E-Jugend übernehmen. Ich werde dann erstmals als Cheftrainer bzw. 1.Trainer agieren und wie Du bestimmt noch weißt habe auch ich Schichtarbeit. Als Co- habe ich den Jugendwart und noch die Trainer der E-Jugenden. Allerdings wurde mir angeboten meine Trainingstage so zu legen, das wir zeitgleich mit der E-Jugend trainieren, so das immer jemand da ist, was ich super finde.


    Die erste Option währe aus meiner Sicht heraus, für dich am besten von den beiden. ;)
    Viel Erfolg Dir!


    Gruß Steven