Beiträge von MichaMittelfeld

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    In der E steht ohnehin das Techniktraining im Vordergrund. Wenn Du also neben Dribbling auch Ballan- und -mitnahme (flach und hoch) regelmäßig trainierst im Rahmen der methodischen Reihen, unterstützt durch Koordinationstraining (Leiter, Parcours etc.) beim Aufwärmen, wird sich auf jeden Fall was tun.


    Nervosität begegnest Du mit


    1. Regelmäßiger Ermunterung
    2. Regelmäßigem Üben (das gibt Selbstvertrauen)
    3. Beobachten des Umfelds (z.B. wie verhalten sich seine Eltern am Spielfeldrand) und ggf. Gespräch mit den Eltern, falls da zuviel Druck ist
    4. selber Druck auf den Spieler vermeiden! (Vorsicht: E-Spieler empfinden manche Handlungen und Aussagen des Trainers als "Druck", die der gar nicht so gemeint hat. Die Erfahrung habe ich selber machen müssen)


    Viel Erfolg

    Kein Witz und G-Jugend 2009:


    Rothaariger neuer Trainer zu seiner Abwehr im zweiten Freundschaftsspiel:


    "DIE VIERERKETTE! WO IST DIE VIERERKETTE *röchel* HERKOMMEN! VIERERKETTE!"

    Mist!!! Ich dachte, folgender wäre schon gut:


    F-Jugend Turnier: Trainerin mit Halsadern wie Baumstämme: DIE RÄUME ENGER MACHEN! DIE RÄUME ENGER MACHEN!


    Na, ja, vor zwei Jahren habe ich vermutlich auch so ähnliche Sachen fabriziert, hat (sich) nur keiner gemerkt.


    Einen habe ich noch (weiß aber nicht, ob sowas Germancoach vorschwebte als er den Thread eröffnete):


    Trainer 1 zum Spieler (C-Jugend): "HERRGOTT, SPIEL DEN BALL DOCH RICHTIG "
    Trainer 2 zu Trainer 1: Mach mal halblang, dem ist der Opa vor zwei Wochen gestorben
    Trainer 1: Was hat das denn damit zu tun?

    Kann es sein, dass du den Kapitän überforderst? Die Mannschaft ist aus nachvollziehbaren Gründen aus der Spur, aber Du nennst den Thread "Mein Käptn' ist kein Käptn'". Ich fürchte, Du erwartest zu viel von ihm. Selbst wenn der Kapitän eher ein "Stiller" ist, gibt es doch in jeder Mannschaft informelle "Anführer". Nimm Dir die 2-3 Leute mal raus, und fordere Sie auch auf, in der Mannschaft positive Signale zu setzen und den Kapitän so zu unterstützen.


    Sprich auch mal mit dem Kapitän, vielleicht ist ihm nicht klar, was Du von einem Kapitän auf dem Platz erwartest. Wenn Du ihm das erklärst und er sagt "Ich kann das nicht" ist er vielleicht sogar erleichtert, wenn Du einem anderen die Binde gibst (lass nicht wieder wählen). Begründe es vor der Mannschaft mit der Position ("Ich habe dem Fritz die Binde gegeben, weil der im Mittelfeld näher an allen Spielern dran ist". ich habe dem Torwart die Binde gegeben, weil der das ganze Feld im Blick hat"/"Ich habe dem Stürmer die Binde gegeben, weil er bei gegnerischen Ballbesitz als erster Verteidiger viel Verantwortung hat")


    Einer unserer Innenverteidiger (nicht Kapitän) ist auch noch nicht im Jahr 2011 angekommen, was soll ich denn da drauf rumreiten und an allem zweifeln? Wenn er mal wieder am Ball vorbeigesemmelt hat, zitiere ich vor der Mannschaft gerne Jürgen Klopp ("vor jedem Gegentor werden mindestens sieben Fehler gemacht") und weiß von seiner Mutter, dass das richtig gut bei ihm ankam.


    P.S.: Selbstverständlich zitiere ich nicht nur Jürgen Klopp, sondern benenne auch die Quelle :P

    In einem anderen aktuellen Thread, den ich nicht mehr gefunden habe, war eine gute Übung, auf deren Basis Du folgende Lehrprobe aufbauen könntest: (Kann auch sein, dass die Übung auf soccerdrills.de ist)


    Die Spieler halten sich in einem Quadrat (für A-Jugend würde ich bei 12 Teilnehmern mind. 25 m Seitenlänge nehmen) auf und sind in zwei Mannschaften unterteilt: Es gibt einen Ball, den sich eine Mannschaft zupassen muss.


    1. Stufe: Fünf Passstationen einer Mannschaft ergibt einen Punkt, bei Balleroberung der anderen Mannschaft beginnt die Zählerei von vorne.


    2. Stufe: Es gibt zwei Quadrate der gleichen Größe, jede Mannschaft kann die Punkte nur im "eigenen" Quadrat machen, muss also nach Balleroberung "verlagern" .


    3. Stufe: Die beiden Quadrate werden "auseinandergezogen" Abstand z.B. 10-15 m (vielleicht auch mehr), dann geschieht die Verlagerung durch den langen Ball


    Viel Erfolg bei der Prüfung

    Ranwie ich habe das Gefühl du schreibst von meiner Mannschaft. Genau das gleiche habe ich seit 2 oder 3 Wochen auch festgestellt. Einige Kinder sind lustlos. Liegt das am Wetter oder an Anforderungen in der 4, Klasse? Oder Zufall und nur mal so eine Phase?

    Otto, 4. Schuljahr ist tatsächlich was Besonderes: Oft ist in den Schulklassen und bei den Schülern zu Hause das Thema "weiterführende Schule" das alles beherrschenden Thema. Manche Kinder werden da wirklich sehr stark verunsichert oder unter Druck gesetzt: Vielleicht heißt es sogar zu Hause: "wenn die Noten nicht besser werden, ist Schluss mit Fußball" oder "wenn Du aufs Gymnasium kommst, wirst Du keine Zeit mehr für Fußball haben". Oder die Schüler wissen schon, dass der beste Freund/die beste Freundin auf eine andere Schule geht. Für viele Kinder ist das 4. Schuljahr problemlos, aber manche Kinder werden da ziemlich kirre (gemacht?).


    Sieht interessant aus, aber wie verhindert man denn, dass der 2-Kampf zu lange dauert? Bei meiner F hätte ich große Bedenken, dass der Verteidiger zwar nicht den Ball bekommt, aber der Angreifer den Ball auch nicht zu seinem Gegenspieler bringt.

    Für die F ist die Übung vielleicht zu früh (was meinen die anderen?)


    Ich habe die Übung so erklärt, dass die erfolgreiche Aktion aus "Ausspielen" UND "Pass zum Mitspieler" besteht. Dadurch hatte ich nur wenig Probleme mit Endlosdribblings

    Klasse Übung, haben wir gestern in der C ausprobiert, Seitenlänge des Quadrats ca. 12 Meter. Wir haben mit jeweils 6 Spielern die Übung gemacht, weil es bei mehr Spielern doch etwas zu lange Wartezeiten gibt (zumindest ab C, wo wir die Jungs körperlich fordern wollen. In der E und D würde ich es auch mal mit 8-10 probieren). Wir haben erst ohne das kleine Quadrat in der Mitte gespielt, dann die Übung mit dem kleineren Quadrat "verschärft". Netter Nebeneffekt: Andere Trainer aus dem Verein kamen "kibitzen" und waren begeistert.


    Apropos Qualitätsunterschiede der Spieler: Ich habe haufenweise positive Überraschungen erlebt - von einigen Spielern hätte ich so hohe Quoten gewonnener Zweikämpfe (offensiv wie defensiv) nicht erwartet. Und ich habe nicht nach Stärke eingeteilt.


    Vielen Dank nochmal!!

    Ein englischsprachiges Forum wäre eine prima Bereicherung, es macht aber Sinne, das irgendwie auf wirklich internationale Themen zu beschränken. (weiß auch noch nicht wie das geht). Andernfalls geht für nicht des Englischen mächtige User sonst vielleicht wertvoller Inhalt verloren. Und diejenigen, die Englisch können, müssen sich durch de facto zwei Foren lesen, um Antworten auf ihre Fragen zu finden.

    Hallo,


    jeder Tipp kann nur ohne Kenntnis der Einzelspieler, des bisherigen Trainings- und Leistungstandes etc. erfolgen. Insbesondere der Grad der taktischen Ausbildung ist wichtig: wenn ihr bisher flexibel taktisch trainiert und zum Teil auch gespielt habt, kann man es machen - erstmalig ausprobieren würde ich es aber eher gegen definitiv schwächere Gegner, dann als echten Zusatz-Trainingseffekt.


    Ein - wie ich glaube - weitverbreiterter Irrtum: Grundsätzlich ist 4:2:3:1 nicht automatisch eine defensivere Variante (wegen der zwei 6er und nur 1 Stürmer) , sondern bietet - richtig umgesetzt - besonders viel Potenzial für variantenreiches Offensivspiel. Das wissen nur die wenigsten - und Deine Spieler werden die Aufstellung mit 1 Stürmern auch als vorsichtiger und defensiv taktierend verstehen - und wenn Du Pech hast genau so auch spielen.


    Meiner Meinung nach einfacher umzusetzen ist es, bei der Aufstellung zu unterscheiden: bei eigenem Ballbesitz mit Mittelfeldraute und nach vorne verschobenen Außenverteidigern, bei gegnerischem Ballbesitz mit 2 Viererketten. Das lässt sich meiner Meinung und erster Erfahrung nach auch den Spielern ganz gut vermitteln, es sei denn Ihr habt bisher Viererkette nur mit den Abwehrspielern geübt und die Mittelfeldspieler und Stürmer durften währenddessen Torschussübungen machen.


    Zur Relativierung meiner Tipps: Ich trainiere erst seit gut drei Jahren, dieses Jahr erstmalig eine C, insofern bin ich (noch?) kein Taktikfuchs. Die erfahreneren Forum-User haben ggf. andere Meinungen.

    ich sehe es wie Paul und Don Quijote: Ein Trainer, der noch nie was von Kifu gehört hat, aber eine ausgeglichene Person ist, bei dem alle Kinder meistens Spaß haben, der den Kindern und den Gegnern Respekt entgegen bringt und der einfach aufgrund eigener Erfahrungen oder was auch immer seine Aufgabe ordentlich erfüllt, ist besser als keiner. Dann kann man es ihm auch nachsehen, wenn er z.B. versucht, mit seiner F oder E schon Passspiel und Spielzüge zu trainieren. Das ist in jedem Fall das kleinere Übel gegenüber gar keinem Trainer.

    Zitat


    Germancoach:


    Ich bitte folglich weiter darum, mir zu schreiben, wie man das Training so gestalten kann, dass die Kinder beim Spiel bestimmte Situationen nicht mehr als Druck empfinden, weil sie im Training sowas schon ähnlich oder gar mit 10% mehr geübt haben.

    Zunächst einmal hatte ich den Thread auch so interpretiert, dass sich "110% im Training" und die Richtlinien des Kifu ausschließen. Aber dieser Hinweis von Dir schafft die Verbindung: wenn Du im Training systematisch Kompetenzen UND Spaß am Fußball vermittelst (und hier sind die DFB Richtlinien nun einmal ein sehr gutes Handwerkszeug), werden die Jungs auch beim Spiel Spass am Fußball haben und weniger Druck empfinden.


    Also: wenn ich im Training Ballannahme und Ballmitnahme systematisch und regelmäßig im Rahmen der methodischen Reihe schule und dabei zunehmend Druck aus den Parametern Gegner, Raum und Zeit einarbeite, dann hat der Spieler Spaß dran, wenns im Spiel auch unter Druck klappt - und noch mehr, wenn der Trainer es mitkriegt und entsprechend lobt.


    Und wenn ich sehe, mit welcher Selbstverständlichkeit und Seelenruhe manche Spieler (vor allem Abwehr und Torhüter) mittlerweile auf engem Raum den Ball annehmen und eine sinnvolle Anschlussaktion bringen ist das genau der Effekt. Und das sehe ich vereinzelt auch schon bei den Spielern, die erst seit einem knappen Jahr mit uns trainieren und vorher erhebliche Mängel hatten. Die Jungs müssen einfach das Vertrauen in ihre Fähigkeiten haben und wissen was sie können und was nicht (und dafür sind Training und Trainer da !!!!)


    Übrigens vermeidet man auch dadurch Druck im Spiel, wenn man als Trainer nicht schon vor der Ballannahme anfängt zu schreien, wo der Ball hinsoll und bei missratenem Versuch direkt weiterschreit. (Da sind wir uns vermutlich alle einig).


    Ich erinnere mich an eine Leitlinie aus dem Trainerlehrgang, die ich versuche sehr gewissenhaft umzusetzen: Im Training darf man alles einfordern (gemäß der Richtlinien), auch korrigieren und kritisieren (gemäß der Richtlinien). Im Spiel ist Kritik fast tabu, denn das Spiel ist der Gradmesser, wie gut mein (!) Training ist. Wenn etwas nicht klappt, muss ich erst die Verantwortung bei mir suchen, und dann bei den Spielern.


    (Hat allerdings beim letzten Hallenturnier wieder nicht ganz so gut geklappt, die beharrliche Weigerung eines Stürmers, sich bei gegnerischem Ballbesitz an der Verteidungsarbeit ernsthaft zu beteiligen (anstatt nur ein bisschen Alibibewegungen zu machen), haben mir direkt am Spielfeldrand ein paar emotionale Ausbrüche beschert.) Ich lerne ja auch noch (!)

    Hallo zusammen,


    ich habe (je nach Alter und Mannschaftsfortschritt) immer vier bis fünf zentrale Sätze, die ich in jeder Mannschaftsbesprechung vor dem Spiel bringe. Das sind praktisch die wesentlichen Punkte unserer Spielphilosophie. Natürlich müssen wir durch das Training gewährleisten, dass die Jungs das auch umsetzen können.


    In der D-Jugend hieß einer dieser Sätze: "Von 10 Bällen höchstens 2 rausbolzen, der Rest wird gespielt." Es hat sehr gut funktioniert, die Jungs konnten mit dem damit gegebenen "Entscheidungsspielraum" gut umgehen. Jetzt in der C braucht man es nicht mehr zu sagen, sie haben es verinnerlicht.




    .

    Wir haben jeweils 12 Mannschaften in den beiden Staffeln unserer C-Mannschaften, die Rückrunde beginnt bei uns (FVM) am 26.2., Nachholspiele am 5.2., 12.2.,. weitere Nachholspiele sind unter der Woche im März angesetzt.

    Ergänzung zu Germancoachs Liste: Umstellung des Systems. (z.B. 4-4-2 auf 4-3-3 oder 4-2-3-1). Klappt natürlich nicht, wenn die Mannschaft so ausgebildet ist, dass sie das ohne Probleme umsetzt. Bei unserer D im letzten Jahr haben wir das ab und zu gemacht (in Ergänzung zu Positionswechseln), ich erinnere mich an Ergebnisse 5:1 (Halbzeit 4:0) oder 13.2 (10:0).

    Hallo zusammen,


    ich hatte in den vergangenen zwei Jahren zweimal den Fall, dass Spieler mehr oder weniger regelmäßig Knieschmerzen hatten und damit schließlich zum Arzt gingen. Rückmeldung war in beiden Fällen "falsches Training" im Hinblick auf den systematischen Muskelaufbau. Im Falle des ersten Spielers lag es besonders an der mangelhaften Ausbildung der Muskulatur am hinteren und am inneren Oberschenkel, im zweiten Fall an der mangelhaften Ausbildung der Muskulatur am Knie selber. Beides nach Arztaussage relativ typische Fußballererscheinungen.


    Nun haben die Spieler von ihrem jeweiligen Arzt zwar ein paar Übungen bekommen (der eine macht auch Physiotherapie), ich hätte aber gerne mal einen Tipp,ob Ihr gutes Material (am liebsten Online) zu dem Thema "Muskelaufbau, Physiotherapie" habt, im Idelafall sogar speziell für junge Fußballer.


    Vielen Dank