Beiträge von MichaMittelfeld

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    Hallo zusammen,


    hier mein erster Erfahrungsbericht (s. Posts von Ende August) mit dem Trainingsplan meiner neuen D2 (2000er Jahrgang). Für Tipps und Verbesserungsvorschläge bin ich dankbar.


    Bei der Planung habe ich Tirus´ Anregungen zum Teil aufgegriffen, auf das Schusstraining als eigenen Technikschwerpunkt verzichtet und so bis zu Winterpause die Schwerpunkte „Passen“, „Dribbling/Ballführung“, „Ballan- und –mitnahme (flach/hoch)“ sowie „Fintieren“ untergebracht, jeweils mit sechs Einheiten. Das sind zwar immer noch zu wenig Einheiten pro Schwerpunkt (8 wären besser), aber nur so schaffe ich alle vier Themen zur Winterpause und das ist mir (sowohl aus Sicht zum Anfang der Saison wie auch heute noch) etwas wichtiger.


    Wir haben jetzt vor den Herbstferien die beiden Schwerpunkte „Passen“ sowie „Dribbling/Ballführung“ abgeschlossen. Beim „Passen“ merkt man ein wenig, dass der Trainingsblock etwas zu kurz war, die technisch saubere Ausführung lässt „in unbeobachteten Momenten“ noch zu wünschen übrig. Hier habe ich mir die Ausnahme gestattet, auch im Schwerpunkt „Dribbling“ bei Gelegenheit immer mal wieder kurz die korrekte Passtechnik in Erinnerung zu rufen („Wo war Dein Standbein?“ „Wo zeigte die Fußspitze hin?“). Ab und zu erstrahlt das Gesicht des Angesprochenen mit dem Lächeln der Erkenntnis.


    Beim „Dribbling-Schwerpunkt“ habe ich Tirus´ Anregung genutzt und zum Abschluss des Blocks einen Wettbewerb veranstaltet, eine echt gute Idee. Der Wettbewerb bestand aus Einzeldribbelparcours, Staffeldribbelparcours und mehreren Kleinfeldspielen mit wechselnden Mannschaften, bei denen der Ball über die Grundlinie gedribbelt werden musste. Durch ein Punktesystem konnten die Spieler sowohl einzeln als auch in den Staffel- und Spielteams fleißig Punkte sammeln so dass auch „Mannschaftsleistungen“ belohnt wurden und eigentlich jeder Spieler Erfolge durch wachsende Punktestände hatte. Als Preise hatte ich kleine Tütchen mit Süßigkeiten vorbereitet, deren Inhalt je nach Platzierung etwas umfangreicher ausfiel – aber alle haben etwas bekommen – ich glaube, der Wettbewerb war ein echtes Highlight.


    Nebenziele – neben den technischen Schwerpunkten - waren (wie bei meinem Post vom 30. August) erwähnt:


    • Koordinationsübungen
    • Torschussübungen
    • Übungen zur Stärkung und Nutzung der gesamten Muskulatur
    • Übungen zum 1:1 (sowohl Defensiv wie auch offensiv).

    5. Ein fünftes Nebenziel ist dazu gekommen, das sich nach näherem Kennenlernen der Mannschaft „aufgedrängt“ hat: Stärkung des Mannschaftsgeistes, Reduzierung der Einzelallüren, „Stabilisierung“ der Persönlichkeiten. Die Probleme äußerten sich in regelmäßigen Rangeleien im Training (einmal auch beim Aufwärmen vor dem Spiel), permanentes Diskutieren und Lamentieren, Nachlassen der Leistungsbereitschaft bei Unzufriedenheit mit Spielverlauf, Mitspielern oder zugeteilter Position usw. – eigentlich der ganze Katalog. Von zehn Spielern im Kader sind fünf schon etwas speziell und nicht ganz pflegeleicht, bei der Quote bin ich froh, dass der Kader nicht größer ist.


    Zu 1 sehe ich schon ein paar Fortschritte, da wir beim Aufwärmen relativ häufig mit Leiter oder Step Aerobics arbeiten. Punkt 2 wird durch entsprechende Übungen möglichst häufig eingebaut, Punkt 3 ist immer noch etwas kurz gekommen (bisher nur 2-3 mal entsprechende Übungen), zu Punkt 4 führen wir ca. alle zwei Wochen eine Standardübung durch, bei der der Angreifer versucht ein Tor zu erzielen und der Verteidiger die Balleroberung möglichst mit einem präzisen Pass in ein kleines Tor nach rechts oder links abschließt. Es gibt schon ein paar Ansätze zu erkennen, dass da im Bewegungsablauf etwas wachsen könnte. Den Punkt 5. zu bearbeiten, kostet Zeit und Nerven – aber auch hier gibt es Fortschritte. Ausufernde Rangeleien werden mit Rundenlaufen für die ganze Mannschaft geahndet, so dass hier schon erste mannschaftliche Selbstreiningungseffekte einsetzen („Hört auf, sonst müssen wir wieder laufen“). Im Abschlusswettbewerb „Dribbling“ habe ich mit Absicht auch Mannschafts- und Staffelwertungen eingebracht, da war dann hier und da auch mal positives Leben in den jeweiligen Teams. Letztendlich ist es immer eine Mischung aus „Zuckerbrot und Peitsche“. Die Kraft und Geduld, hier auch individuelle Stimmungsschwankungen erfassen und angemessen reagieren zu können, habe ich nicht immer, ab und zu kommt es noch zur kleinen „Katastrophe“ in Form von Tränen (bisher zum Glück noch nicht bei mir) oder kurzzeitiger Komplett-Verweigerung (auch noch nicht bei mir).


    Mein bisheriges Fazit – Schwächen:


    • Wie bereits erwähnt, könnten die einzelnen Schwerpunkte tatsächlich etwas länger sein. Ich bin aber nach Abwägung der Für und Wider weiterhin der Meinung, dass der Vorteil, vier Schwerpunkte bis zur Winterpause bearbeiten zu können, überwiegt. Kann sein, dass ich im Frühjahr fluche, wenn ich das Gefühl habe, wir fangen bei einigen Themen wieder von vorne an.
    • Bisher kann ich Fortschritte nicht objektiv bewerten (im Dribbling könnte das durch Zeitmessungen in einem „Standardparcours“ erfolgen). Ich verzichte aber auf Messungen und Zählungen, weil ich nicht so stark „formalisieren“ und den Einheiten nicht durch permanente „Messungen“ die Dynamik nehmen möchte. Insofern kann ich mich zwar an Einzelbeobachtungen erfreuen (z.B. glaube ich, dass die kleinen Tore zum Abschluss der Koordinations- und Dribbelparcours deutlich häufiger getroffen werden als zu Saisonbeginn – Erfolg des Passtrainings), laufe aber auch Gefahr mich zu täuschen (ich habe nie nachgezählt, wie oft getroffen wurde, es ist nur mein Eindruck).
    • Außerdem kann ich weder subjektive noch objektive Fortschritte relativ bewerten: Vielleicht hätte ein anderes Training oder ein anderer Trainer noch bessere Fortschritte erzielt.

    Mein bisheriges Fazit – Positiv:


    • Durch die Fokussierung auf das Schwerpunktthema (das ich den Jungs auch immer vorstelle und bei der Erklärung der Übungen häufig thematisiere) wissen wir alle immer wo wir dran sind und warum wir was machen. Fortschritte sind subjektiv (s.o.) recht erfreulich, außerdem scheinen die Jungs beim Training Spaß zu haben – zumindest so die Rückmeldung einiger Eltern.
    • Die Vorgehensweise erlaubt eine konzentrierte Fokussierung auf ein Thema – man verzettelt sich nicht in vielen Einzelpunkten: Viele Fußballtrainings hören sich ungefähr so an: „Ball enger führen“, „Pass sauber ausführen“, „was ist denn das für eine Ballannahme“, „geh richtig in den Zweikampf“.


    Meine Ausnahme: Gelobt wird auch zu anderen Themen


    • Ich glaube, wir sind alle auf einem guten Weg und das Team zeigt eine gemeinsame Entwicklung – Spielergebnisse ziehe ich aber zur Bewertung nicht heran, da die Staffel sehr heterogen ist: Wir haben das erste Spiel gegen eine 99er-Mannschaft zweistellig verloren und das zweite mit sieben Toren Unterschied gewonnen. In der Rückrunde kann man vielleicht an der Entwicklung der Ergebnisse gegenüber der Hinrunde Fortschritte sehen – abwarten.
    • Es gibt einzelne Anzeichen für Fortschritte – in Technik, Koordination und Verhalten: Eines der schönsten Erlebnisse erst gestern: der stillste Spieler, der auch noch nicht lange Fußball spielt und nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzt, hat im Abschlussspiel den Ball gefordert – zwar noch leise, aber immerhin – Klasse!!

    Auch von meiner Seite großes Kompliment, ein schöner Bericht, der einen anschaulichen Einblick vermittelt hat. Man konnte die Atmosphäre beim Lesen fast schon spüren.


    Dein Post, Tom, hat mir vor Augen geführt, dass ich im Moment privilegiert bin - trotz Dorfverein. Ich kann an beiden Trainingstagen vorher in Ruhe aufbauen, weil die jüngeren Mannschaften an anderen Tagen trainieren oder in einer anderen Ecke des Platzes.

    In der heutigen Fußballwelt ist ein Foul nur dann ein Foul wenn der Schieri pfeift, und das scheinen einige Schreiber (ich denke wir sind alle Trainer hier)
    an ihre Kids weiterzulehren. So eine Einstellung finde ich grundsätzlich falsch. Aber da rutschen wir in Fairplay ab.

    Ich lehre das den Kids weiter, aber nicht (wie ich meine) aus fehlendem Fairplay-Gefühl, sondern vor allem aus folgendem Grund: Die Jungs sollen erkennen, dass das Spiel ohne Pfiff des Schiedsrichters weitergeht und nicht lamentierend stehen bleiben. Und bei einem Pfiff des Schiedsrichter ist das Spiel unterbrochen, egal was der Spieler denkt. Er soll sich einfach durch Pfiffe des Schiedsrichters und ausbleibende Pfiffe nicht zu sehr von seinem Spiel ablenken lassen - auch ein Schiri macht Fehler.


    Deine Interpretation legt nahe, dass wir den Spielern beibringen könnten, so zu foulen, dass es der Schiri möglichst nicht sieht oder ahndet. Oder wir dem Spieler sagen: tritt munter drauflos und warte ab, was der Schiri macht - solange der nicht pfeift, ist es prima. Nee, definitiv nicht mein Ansatz.

    Hallo zusammen,


    habe letztens mit meiner D2 (2000er) "Mutprobe" gemacht. http://www.soccerdrills.de/Dri…bling%20training%2034.htm
    Sie ist zwar nicht als Übung im Jugendtraining ausgewiesen, aber die Bengels haben gekreischt vor Vergnügen.


    Die Übung gehört allerdings eher in die Kategorie "Stimmung und Spaß im Training" - als Trainingsübung (war mir vorher schon klar) hat sie große Schwächen: Bis bei acht Leuten (Empfehlung soccerdrills ist sogar mindestens 10) jeder einmal durchgedribbelt hatte (wer direkt abgeschossen wurde durfte nochmal) und nach jedem Durchgang alle Spieler wieder ihre Bälle eingesammelt hatten (die rollen auf einem Hartplatz verdammt weit), vergingen insgesamt 15 Minuten, in denen jeder Spieler eigentlich nur ein Dribbling hatte und sieben Pässe aus dem Stand gegen den rollenden Ball. Deshalb ist die Zusatzempfehlung auf soccerdrills als Hallenübung schonmal gut, da rollen die Bälle nicht so weit weg, das verkürzt die Übung etwas.


    Wenn einer eine Idee hat wie man in die Übung zu dem Spaß auch noch Zug reinbringt, immer her damit.


    Ein paar Ideen habe ich:
    Die Jungs am Rand spielen den Pass nicht aus dem Stand, sondern aus der Bewegung (z.B. ebenfalls einem Dribbling)
    Beim Ballholen muss der Ball zurückgedribbelt werden. Wer zuerst wieder zurück ist, bekommt einen Extra-Punkt

    ausserdem wird sich mangelnde spielpraxis ( vllt verbunden mit mangelndem selbstvertrauen dadurch ) dann in der nächsten saison bei den betroffenen gegnerischen spielern bemerkbar machen .

    Genauso sehe ich das auch: Das ist nicht nur unfair gegenüber den Gegnern, sondern auch gegenüber den eigenen Spielern - wenn nicht Spielermangel, sondern Gewinndenken der Grund ist.


    Bei uns ist die Situation wie folgt: Als einzige D7er Staffel im Kreis ist die Staffel ohnehin mit beiden Jahrgängen besetzt, und meine jüngere D (2000er) trifft da manchmal ausschließlich auf 99er-Kanten an der Grenze zur Adoleszenz. Das enorme Leistungsgefälle ist aber nur zum Teil dadurch bedingt, dass unterschiedliche Jahrgänge gegeneinander spielen.


    Wir verstärken uns übrigens auch ab und zu mit 99ern aus der D1: Bei einem Kader von 10 Spielern (davon einer noch nicht spielberechtigt und einer langzeitverletzt) brauchen wir fast immer ein oder zwei Spieler der D1, um neun Spieler aufzubieten. Die D1 gibt uns aber meistens Spieler, die selber aufgrund Krankheit, Verletzung oder ähnlichem weniger Trainings- und Spielpraxis haben. Das ist für uns völlig in Ordnung und damit für alle Beteiligten und auch die Gegner eine faire Lösung. Das werden wir auch so an den vier oder fünf Spieltagen beibehalten, wo die D1 spielfrei hat oder an einem anderen Tag spielt, da werden wir sicher nicht um die besten "Granaten" betteln.

    Es fehlen doch noch einige Informationen:


    Wie ist die Situation in der B? Wie groß ist der B-Kader? wie teilt er sich in die beiden Jahrgänge auf, und wieviele rücken nächstes Jahr aus der C nach? Bleibt der B-Trainer auch nächstes Jahr B-Trainer oder geht er davon aus, nächstes Jahr mit den "super Spielern" in die A zu wechseln?


    Was wollen die "engagierten" Spieler der A? Lieber in Unterzahl spielen? Lieber gar nicht? Welche Perspektive hätten sie gerne kurzfristig und für nächste Saison? Wieviel Deiner engagierten A-Jugendlichen dürfen nächstes Jahr überhaupt noch A spielen? Binde die engagierten Spieler in den Findungs- und Entscheidungsprozess ein.


    Sprich auch mal mit dem B-Jugendtrainer, vielleicht könnte es in folgende Richtung gehen:
    A-Jugend vom Spielbetrieb abmelden und das Training mit den engagierten Leuten weiterhin durchführen. Ab und zu (so oft wie möglich und gewünscht) Freundschaftsspiele/Turniere machen und Leute aus der B (vor allem die, die nächstes Jahr A spielen) dazu nehmen. Vielleicht sogar die B-Jugendlichen in Absprache mit dem B-Trainer in die ein oder andere Trainingseinheit integrieren oder umgekehrt. Man kann auch A und B parallel trainieren lassen und immer wieder gemeinsame Übungen veranstalten. Letzte Möglichkeit: Gemeinsam trainieren (ich weiß, dass das für alle Beteiligten und vor allem die Trainer eine riesen Umstellung ist) und so die Basis für eine vernünftige A für 2012/2013 vorbereiten.

    Hier noch eine Provokationsregel für Lubi:


    Spielform mit kleinen Mannschaften: Tore zählen nur (oder doppelt/dreifach), die aus einer bestimmten Distanz erzielt wurden (je nach Altersklasse festzulegen), evtl. sogar ohne Torwart.

    Micha sagt auch etwas ähnliches in dieser Richtung: "Einem F-Jugendlichen seine Zweikampfbilanz vorzuhalten, wäre sicher Unsinn". Er erwähnt auch das Ziel dazu.

    Nur zur Erläuterung - und Ehrenrettung von anakiny: anakiny hat ja nicht gesagt, dass er die Zweikampfbilanz dem Spieler vorhalten würde. Indem er die "Statistik" für sich behält und seine Schlüsse daraus zieht (welche auch immer das sind), macht er das richtig, was ich mit "und wie der Trainer mit dem Material umgeht". Sein Post brachte mich nur auf die Idee zur Darstellung zweier Extrembeispiele.

    Brauche ich aber dafür die genaue Anzahl an Ballkontakten und/oder Zweikämpfen?!
    Ich denke nicht - das sollte man in der Regel sehen und nur kurz notieren, dass man ihn darauf anspricht!
    So halte ich es, wenn mir erwas auffällt!


    Grüße
    Zodiak

    Das galt auch nur für den Spielertyp, der sämtlichen Rückmeldungen des Trainers mit dem Hinweis "Stimmt doch gar nicht" begegnet. Da würde ich mir vielleicht mal den Spass gönnen, zu zählen (zählen zu lassen). Wenn sonst gar nichts fruchtet . . .

    Kommt wirklich darauf an, über welche Altersklasse wir reden, was das Ziel der Statistischen Auswertung sein soll und wie der Trainer mit dem Material umgeht. Einem F-Jugendlichen seine Zweikampfbilanz vorzuhalten, wäre sicher Unsinn. Mit einem A-Jugendlichen auf der Sechser-Position später gemeinsam zu analysieren, warum er leider weniger Ballkontakte als der Schiedsrichter hatte, macht deutlich mehr Sinn.

    Zitat

    Danke für den Tipp mit dem zurücklaufen und sein Hütchen anschlagen.

    Leider ( :) ) waren einige der Jungs gestern bei der Übung so auf Zack, dass sie den Ball aus dem Tor holten und den zu seinem Hütchen zurücklaufenden Gegner mit dem Ball am Fuss überholten. Das Anlaufen im defensiven 1:1 war damit leider nicht wirklich sauber möglich, dafür wurde ununterbrochen gepowert.

    So ein Zufall: steht für heute auf meinem Trainingsplan im Rahmen des Schwerpunktes Dribbling als 1:1 Übung.


    Aus der Erfahrung früherer Durchführungen mache ich folgende Modifikationen:


    1. Keine Hütchentore, sondern nur ein einzelnes Hütchen, das der Angreifer mit dem Ball treffen muss. Davon erhoffe ich mir nicht so viele "Leerzeiten" durch Ballholen, weil etwas weniger aus der Distanz geschossen wird. Oder wir müssten nach jedem Spiel 30-40 Bälle weit verstreut auf dem gesamten Fußballplatz/Trainingsgelände von etwa 8000 qm einsammeln (Auf Hartplatz rollen die einfach zu weit). Trotzdem legen wir ein paar Extrabälle pro Spielfeld bereit.


    2. Das Tor gibt nur dann einen Punkt, wenn der Spieler danach zurückläuft und sein Hütchen berührt. Damit gibt es zusätzliche Trainingseffekte im Anlaufen beim defensiven 1:1.


    Außerdem nehme ich die Champions-League-Regel wie Don Quijote, die Stärkeren müssen sich nach oben durcharbeiten

    Hallo Martin,


    willkommen im Forum. Ich schlage Dir vor, aus diesem Thread die Frage wieder raus zu nehmen , weil hier ja über ein Problem der B-Jugend diskutiert wird.


    Stattdessen schau doch mal z.B. in folgendem aktuellen Thread nach
    Inwieweit Eingriff auf das Spiel nehmen,


    da wird Dein Thema ansatzweise auch schon besprochen, es geht ausschließlich um F-Jugend.


    Viel Erfolg und hoffentlich ein paar gute Anregungen (ich selber habe leider keine Erfahrung mit F-lingen und größten Respekt vor F-Trainern)

    Vor ein paar Jahren, Hallenstadtmeisterschaft in der D: Ein Spieler wollte nach der Gruppenphase nicht mehr spielen, weil er im letzten Gruppenspiel durch indiviuelle Fehler und mangelnde Schnelligkeit Gegentore "verschuldete", mit denen wir um ein Haar ausgeschieden wären. Mann, was durfte ich mir von einem der Väter anhören, dass ich den zu lange auf dem Feld gelassen hatte. Der Junge bekam das zwar nicht mit, hatte aber seine Leistung "realistisch" gesehen und wollte danach nicht mehr spielen, nicht mal mehr im Finale, 3 Minuten vor Schluss beim Stand von 6:1 für uns . . . . . Das tat mir sehr leid, der Junge hat sich nicht geopfert, der wollte einfach nicht mehr. Trotzdem kann ich Deine Erleichterung gut nachvollziehen: Und hätte das Stadtmeisterschaftsfinale 3 Minuten vor Schluss 2:1 gestanden, wäre ich auch erleichtert gewesen, wenn der Junge mir die Entscheidung abgenommen hätte.


    Es gibt auch für nicht dauernd gewinnorientierte Trainer Spiele, wo man sich wirklich wünscht, dass die
    Mannschaft die Bestätigung einer tollen Leistung durch mehr erfährt als
    die aufmunternden Worte des Siegers.


    Der oben genannte Vater hat mich eben als denjenigen gesehen, der die Mannschaft fast um den verdienten Erfolg bringt . . .

    Zur Frage 1: Mach mal eine Bestandsaufnahme: Wer möchte welche Nummer? Welche Nummern werden mehrfach gewünscht? Und welche Nummern bleiben "übrig"? Dann kannst Du die Spieler, die sich die gleichen Nummern wünschen, sich abwechseln lassen, der andere erhält das "übrige Trikot" (vielleicht sogar mit einem Hinweis auf berühmte Spieler mit dieser Nummer, kann aber sein, dass die Knirpse mit den Spielern nix anfangen können)


    Zur Frage 2: Auch hier erstmal eine Wunschliste mit 1-2 Alternativen, die jeder Spieler angeben muss. Mit den Spielern, deren Wünsche sich überschneiden, kann man nochmal sprechen: vielleicht findet der kleine Bayern-Fan ja plötzlich die "33 "von Mario Gomez oder die exotische "31" von Bastian Schweinsteiger total klasse.


    Viel Erfolg

    Für den Elternabend ein Gedanke, der Dir hoffentlich hilft:


    Deine Beiträge (nicht nur in diesem Thread) lassen auf ein hohes Engagement und eine emotionale Bindung an das Traineramt schließen. Pass auf, dass Du nicht zu schnell in eine Position gerätst, wo es für beide Seiten schwierig wird, ohne "Gesichtsverlust" herauszukommen.


    Da es offensichtlich einige Eltern gibt, die die Rückkehr zu der seinerzeitigen Absprache ebenfalls wünschen, setze darauf, dass diese aktiv an der Diskussion teilnehmen. Denke auch daran, dass es Eltern geben wird, die der Position des D1-Trainers folgen, auch wenn das zu Saisonbeginn nicht abgesprochen war. Versuche zu erreichen, dass Du selber möglichst wenig an der Disussion teilnimmst, sondern sie moderierst und vielleicht sogar in Deine Richtung lenkst. So kommst Du souverän rüber. Und überlege vorher, wie Kompromisslösungen aussehen könnten. Die Rückkehr zur abgesprochenen Lösung wird schwer, weil einige Eltern der "erfolgreichen" D1 nur wenig Lust verpüren werden, ihre Kinder in der D2 aushelfen zu lassen.


    Das sagt Dir jemand, der selber manches Thema durch zu viel Emotionalität verbockt hat.

    Ich glaube, dass Eure Situation der entspricht, die die meisten Vereine im Breitenfußball und in "Dorfvereinen" haben.


    1. Die Vereinsvertreter (Jugendleitung, Trainer) sind nie ganz selbstständig in ihren Entscheidungen. Eltern und Spieler haben immer ein gehöriges Wort mitzureden oder nehmen sich das heraus - vielleicht manchmal zu Recht, vielleicht ist es auch "Gewohnheitsrecht". Im Dorfverein spiegelt sich das soziale Leben des Ortes mit all seinen Beziehungsgeflechten wider. So gibt es oft informelle Meinungsführer, die außer "Spielervater" kein Amt bekleiden, aber eine hohe soziale Akzeptanz im Vereinsumfeld haben.
    2. Die Drohung "Vereinswechsel" steht schnell im Raum und ist vor dem Hintergrund sinkender Jahrgangsstärken und Mitgliederzahlen ein machtvolles Instrument. Die Vereine müssen um jeden Spieler kämpfen und sind oft bereit "Kröten" zu schlucken (das sage ich ohne Wertung, ich respektiere die Arbeit einer engagierten Jugendleitung sehr).
    3. Auch die Trainerdrohung "Vereinswechsel" ist für die meisten Vereine ein Problem, weil sie nicht genug Trainer haben. Trainerväter nehmen sich immer das Recht heraus, den Jahrgang mit ihrem Sohn/ihrer Tochter zu trainieren.
    4. Die Abstimmung innerhalb der Trainer wird im Dorfverein ebenfalls ein Problem bleiben. Ich kenne Trainer, denen würde ich auch ungern meinen Jahrgang in der nächsten Saison übergeben. Jeder hält sich doch für den besten Trainer und möchte eine Mannschaft nach seinen Vorstellungen entwickeln und irgendwann Resultate sehen. Das muss nicht die Kreismeisterschaft sein oder der Aufstieg in die Bezirksliga, das kann auch die konsequente Weiterentwicklung in gruppen- und mannschaftstaktischer Hinsicht sein, wenn man selber meint, die technischen Grundlagen geschaffen zu haben.


    Deshalb würde ich im Jugendvorstand , wenn ich eine Einteilung in Jahrgangstrainer befürworte, wie folgt vorgehen:


    1. Idee formulieren: Ausarbeitung eines Jugendkonzeptes, dass die einzelnen Jahrgänge und Lernziele festlegt. Dieses Trainings- und Ausbildungskonzeptes muss in einer Kurzfassung so ausformuliert werden, dass man es später (!) auf die Homepage stellen und neuen Vereinsmitgliedern bei der Anmeldung aushändigen kann.
    2. Idee prüfen: Kann man dieses Konzept mit den vorhandenen Trainern überhaupt sinnvoll umsetzen? Man muss die unterschiedlichen Trainerphilosophien ja nicht glattbügeln, ggf. kann man sie anpassen. Dazu gehört auch die Überlegung, was mit den Trainern geschieht, denen man die Umsetzung nicht zutraut.
    3. In den Verein hineinhorchen: Der Jugendvorstand muss einen Eindruck bekommen, wie ein einigermaßen repräsentatives Meinungsbild aussieht: Wenn keiner der aktuellen Trainer mit einem Jahrgangskonzept etwas anfangen kann, muss man entweder darauf verzichten oder die Trainer langfristig überzeugen - das kann dauern. Dabei macht es auch Sinn, sich über die spezifischen Trainerqualifikationen im Verein Gedanken zu machen (wem trauen wir welche Jahrgangsstufe und welches Geschlecht zu?). Manch ein Kritiker der Jahrgangseinteilung fühlt sich vielleicht sogar geschmeichelt, wenn man ihm besonders Kompetenz in einem Jahrgang zutraut. Informelle Meiningsführer identifizieren und nach Möglichkeit einbinden.
    4. Zeitplan überlegen, wann man auf das Jahrgangskonzept umstellen will und realistisch kann. Ich könnte mir vorstellen, dass man mindestens 2 Jahre ansetzen sollte.
    5. Vorstellung des Konzeptes im Trainerkreis: wenn man die Hausaufgaben unter 2. gemacht hat, ist das Risiko geringer, dass das im Fiasko endet.
    6. Kommunikation an die Spieler/Mitglieder: Wegen der mittelfristigen Umstellung wird es nicht zum Spielerexodus kommen.
    7. Die Zeit bis zur Umstellung mit Leben füllen: Trainer und Spieler begleiten/informieren, Trainer aus- und weiterbilden.


    Vermutlich habe ich noch einige Punkte vergessen. Das kann ein Riesen-Projekt werden. Prüft bei jedem Zwischenschritt, ob es Sinn macht, den Weg weiter zu gehen.