Beiträge von MichaMittelfeld

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    Lass Dich nicht entmutigen, es gibt doch ein paar Anzeichen dafür, dass Du auf dem richtigen Weg bist:


    • Wenn sie bei 70% Ballbesitz nicht außer Atem geraten, scheinen sie konditionell gut drauf zu sein - herzlichen Glückwunsch zum effektiven Training
    • Wenn eine Leistungslücke klafft zwischen Training und Spiel - scheint ja zumindest das Training gut zu laufen: Nochmals herzlichen Glückwunsch
    • Ich persönlich fand es immer schön, dass mein Sohn während seiner F-Zeit (ich war nicht der Trainer) schon wenige Sekunden nach einer hohen Niederlage fröhlich mit seinen Kumpels schwatzte. Ich glaube nicht, dass das in der F schon ein Zeichen für mangelnden Ehrgeiz ist.
    • Ich glaube aber fest daran, dass es zumindest im Breitensport besser ist, einer Mannschaft zuerst den Spaß am Spiel zu vermitteln und dann den Ehrgeiz. Für den Ehrgeiz ist in der F der Zug noch lange nicht abgefahren.


    Jetzt kommt halt der nächste logische Schritt: Überlege, wie Du Spaß und Trainingsleistungen systematisch in Spielergebnisse umwandeln kannst. Vielleicht hast Du es wirklich übertrieben, Deine "Gleichgültigkeit" gegenüber Ergebnissen wie eine Monstranz vor Dir her zu tragen. Die Mannschaft sollte das nach Möglichkeit nicht so stark spüren. Aber im Sinne einer kontinuierlichen, kindgerechten Entwicklung der Jungs (und Mädels?) scheint vieles in die richtige Richtung zu laufen.

    Am Ende gab es eine Gesamtpunktzahl pro Spieler und es war spannend zu beobachten, weil hier alle miteinander und gegeneinander spielen müssen, unabhängig von der Spielstärke.
    Es geht allerdings ein komplettes Training dabei drauf..

    Was heißt "allerdings" ;) Klingt wie der ideale Abschluss eines Trainingsschwerpunktes. Probiere ich nächste Woche mal als Abschlusswettbewerb im Schwerpunkt Ballannahme und -weiterleitung, ggf. mit entsprechenden Provokationsregeln.

    Wie Germancoach schon sagt, im Forum gibt es bereits unzählige Informationen , Du musst da leider noch etwas recherchieren.


    Eins vorab: Ich habe keine F-Erfahrung (traue ich mir auch nicht zu): Deshalb nur zwei Dinge, die mir aufgefallen sind:



    1. Den zweiten Trainingstag habe ich noch nicht verstanden: Du lässt nur spielen. Sind das Spielformen in kleinen Gruppen oder ein Spiel mit allen auf 2 Tore. Wie groß ist Dein Kader? Und 30 Minuten freies Spiel ist eigentlich zu viel.
    Die Guten spielen miteinander und die Schlechteren haben in 30 Minuten vielleicht 5-10 Ballberührungen.


    2.

    Kann mir jemand einen Tip geben wie ich die Spieler dazu bekomme das Sie die Ziele die ich vorgebe für den Tag auch umsetzen.

    Welche Ziele setzt Du denn? Sind die realistisch? Auf den DFB-Videos sind oft kleine Cracks zu sehen, die raubtiergleich durch die Pylonen wuseln. Vielleicht haben die aber schon deutlich mehr Trainingseinheiten als Deine Jungs hinter sich.

    Hallo berisha,


    da musst Du tatsächlich etwas konkreter werden: Deine Fragen werden hier im Forum permanent in den verschiedensten Threads angesprochen und diskutiert, für die verschiedenen Alters- und Leistungsklassen und im Zusammenhang mit altersgerechter Ausbildung.


    Grundsätzlich gilt:
    Technik immer trainieren: Die Grundlagen bis E, Das "Einschleifen" der erlernten Grundtechniken im "goldenen Lernalter" D und C-Jugend, aber auch danach macht Techniktraining Sinn, im Breitensport sowieso, aber auch im Leistungssport: sogar die Nationalmannschaft macht immer wieder Übungen, mit denen die Technik trainiert wird.


    Taktik ebenfalls immer: Grob eingeteilt: Individualtaktik beginnt schon mit der F, vor allem in der E, Gruppentaktik beginnt in der D, Mannschaftstaktik Ende C oder ab der B (nagelt mich da nicht fest)


    Koordination: Da fängt man eigentlich heute schon bei den Bambinis an, wird auch bis in den Senioren-Leistungssport noch gemacht


    Also: Welche Mannschaft trainierst Du? Und was ist das konkrete Problem mit der Mannschaft?

    ich werde versuchen, Dir mal ein paar Tipps zu geben - auch in der Reihenfolge, wie Du das Thema angehen kannst. Aber direkt der Hinweis: Du brauchst Geduld und eine Menge Frustrationstoleranz:


    1. Formuliere gegenüber der Mannschaft die wichtigsten Regeln: Beschränke Dich auf die größten Baustellen: bei einer ganz wüsten Truppe würde ich z.B. nicht verlangen, überprüfen und sanktionieren, dass alle spieler im Training Schienbeinschoner tragen, das ist dann Deine geringste Sorge. (Hier könnte es Trainer geben, die anderer Meinung sind, ich will nur zum Ausdruck bringen, dass Du Dir klare Prioritäten setzt, sonst verzettelst Du Dich und gehst kaputt.)


    Regel also zum Beispiel Pünktlichkeit im Training und beim Spiel, Absagen für Training und Spiel. Verhalten im Training gegenüber Dir und Mitspielern. Lege Sanktionen fest, die Du auch einhalten kannst und willst. Das könnten sein: Reduzierung der Spielzeit im nächsten Spiel bei unentschuldigtem Fehlen. Bei Undiszpliniertheiten im Training, Rangeleien oder lautstarken Diskussionen lasse ich zum Beispiel die ganze Mannschaft eine Runde um den Platz laufen. Wenn man viele Störenfriede in der Mannschaft hat, funktioniert das gut, die Mannschaft beginnt sich selber zu disziplinieren. Ich würde diese Kollektivstrafen nie durchführen wenn ich nur 2 regelmäßige Störenfriede habe


    2. Führe das Training immer nach gleichen Ritualen durch: Kurze Ansprache vor dem Training (heutige Trainingsziele), dabei hat kein Spieler einen Ball, kurze Ansprache nach dem Training (Fazit, ggf. Organisatorisches für das nächste Spiel). Auch sonst eine Ablaufstruktur einhalten, ggf. wegen Diskussionen oder Undiszipliniertheiten verlorene Zeit am Schluss vom Abschlussspiel abziehen. Das funktioniert auch meistens ganz gut.


    3. Erstelle einen Trainingsplan, (s. dazu auch den Thread Trainingsplan: Trainingsplan), so kannst Du Dir Gedanken machen, wo Du überhaupt anfängst. Kommuniziere den Trainingsplan gegenüber den Spielern: Warum machst Du bestimmte Übungen, warum andere vielleicht nicht


    4. Binde die Eltern mit ein (Gib mal Rückmeldung dazu, wie die Elternschaft so drauf ist): Wenn Du die Eltern z.B. über Deinen Trainingsplan informierst (müssen ja nicht direkt alle Details sein) sehen die, dass hier einer mit klarerm Konzept, Fußballverstand und Engagement drangeht. Die Eltern meiner Spieler geben mir die Rückmeldung, dass sie ihre Jungs sehr gut aufgehoben sehen und die Jungs jetzt eine Chance haben (vielleicht die letzte) sich zu entwickeln.


    5. Habe Geduld und sei auf Rückschläge vorbereitet: Meine Mannschaft zum Beispiel hatte zwischen Sommerferien und Herbstferien nur sechs Wochen trainiert, wir waren disziplinarisch aber auf einem guten Weg. Nach den Herbstferien (wir haben zwar in den Ferien auch trainiert, aber wegen vieler Abwesenheiten zusammen mit der D1) war es fast wie am Anfang, eine Woche zum Gruseln. Aber mit den eingespielten Maßnahmen kriegt man es dann wieder schneller in den Griff.


    6. Ganz wichtig: Vergiss nicht, Verbesserungen im Verhalten auch zu belohnen. Du kannst z.B. bei einer besonders gelungenen Trainingseinheit mal das Abschlussspiel etwas länger machen.


    7. Erfreue Dich selber an Fortschritten. Sprich auch darüber viel mit den Eltern.


    Ansonsten halte Dich an das, was einen guten Kinder-/Jugendtrainer ausmachst: Viel Einzellob für gelungene Aktionen, Aufmunterung, positives Bestärken, Humor (Wie ist der ideale Fußballtrainer)


    Es gibt sicherlich noch noch unendlich viel zu sagen. Fang mal mit den Tipps an, das ist schon Arbeit genug. Wenn Du Fragen hast - jederzeit.


    Viel Erfolg.

    Hallo

    Ich hatte gestern beim Punktspiel ein Problem mit einen Spieler er war die letzten male im Training und ich habe ihn trotzdem erstmal nicht aufgestellt und habe einen Spieler in die Anfangself aufgestellt der 1 Woche nicht im Training war.

    wir müssten hier erstmal erfahren, nach welchen Kriterien Du aufstellst und welche Kriterien davon der Mannschaft bekannt sind. Wenn Du die Regel aufgestellt hast "Spielzeit ist von Trainingsanwesenheiten abhängig", hast Du das Problem geschaffen.


    Zum zweiten Thema: Wenn Abwehrspielen als langweilig empfunden wird und ihr ohnehin immer gewinnt, experimentiere doch einmal mit Positions- und Systemwechseln. Vielleicht bringt es Spieler auch als Fußballer weiter. Ich würde das aber auch in die Mannschaft geben: Wenn keiner bereit ist, Abwehr zu spielen, warum sollst Du das lösen? In dem Alter (schon früher) kannst Du sie auch aktiv in Entscheidungsprozesse einbeziehen.

    Der Wechsel zur Halbzeit ist nur dann unproblematisch, wenn beide Spieler einen sehr ähnlichen Status in der Mannschaft haben und es keine "Seilschaften" gibt, die einen der beiden Spieler bevorzugen. Auch die beiden Torhüter müssen miteinander können und es richtig einschätzen, wenn einer mal eine deutlich schlechterer Halbzeit erwischt als der andere. Oder sogar beide objektiv gut waren, der eine aber zwei Tore kassiert hat und der andere nicht.


    Da das eine fast völlig intakte Mannschaft voraussetzt, wird in den meisten Fällen ein Wechsel von Spiel zu Spiel mehr Sinn machen

    zuviel Wissen, vor allem der Versuch dieses Wissen an die Kinder weiterzugeben, verhindert einen guten Trainer



    wenn ich hier lese, dass aus einer sinnvollen Auflistung von Übungen irgendeine herausgegriffen wird und in ihren extremsten Details nach allen Seiten beleuchtet wird,
    dann habe ich nur noch Fragezeichen im Kopf.

    Günter, Du hättest dann Recht, wenn die Trainer die Diskussion um diese Übungen nicht richtig einschätzen können. Manche Diskussion geht mir als praktische Arbeitshilfe auch zu weit.


    Also: wenn die Diskussion der Übungen (z.B. Nr. 32 aus dem "Hallentraining-Thread) dazu führt, dass ein Trainer versucht, in der Übung 32 alle pro und contra einzubringen um sie auf jeden Fall "perfekt" zu machen und die von Dobrin geforderte Kreativität auch noch einzubauen, wird er scheitern - vor allem wenn er das mit jeder Übung so macht. Wenn ein Trainer allerdings die Diskussion verfolgt , Dobrins Bedenken im Hinblick auf die Kreativität rerflektiert, und die Übung dann trotzdem durchführt (egal ob er Dobrins Meinung ist oder nicht) macht er es schon ziemlich gut.


    Deshalb möchte ich diese kontroversen und sehr detailiierten Diskussionen nicht missen, auch wenn sie zum Teil für meinen Geschmack etwas zu heftig geführt werden. Ich kann ja entscheiden was ich daraus für mich mitnehme und was nicht.

    Ich erkenne oft in den Diskussionen hier im Forum, dass mein Trainerwissen arg limitiert ist. Und ich frage mich, ob meine Jungs nicht viel besser Fussball spielen könnten, wenn sie einen besseren Trainer hätten. Die Antwort ist sicher "ja", aber da sich bisher niemand als mein Nachfolger aus der Deckung gewagt hat, bleibe ich halt im Amt und nehme die Erkenntnis als Ansporn, mich als Trainer zu verbessern. Und verbesseren kann ich mich durch mehr Wissen, nicht durch weniger - da bin ich sicher.

    Hundertprozent Zustimmunng , s. hierzu auch meinen Zwischenbericht im Thread "Trainingsplan Trainingsplan" und mein Fazit bei den Schwächen.

    Als Rheinländer freue ich mich über Günters 1111. Beitrag. Tätäää, Tätäää, Tätäää


    Vertriebsleitung in einem Internet-Unternehmen, gewerbliche Kunden, im Neudeutsch "B-2-B". Trainingszeiten sind meinem Arbeitgeber (habe ich schon im Rahmen der Einstellungsgespräche thematisiert), den Kollegen und Mitarbeitern bekannt. Ich habe große Freiheiten bei der Arbeitszeiteinteilung und der Planung von Kundenterminen und Reisen zu Kunden.

    Ich habe derzeit ein Problem mit einer meiner Spieler. Es handelt sich um einen 10 Jährigen. Er ist ein wirklich sehr guter Fußballer, auf sozialer Ebene gibt es aber durchaus Probleme. Ich kritisiere bei Ihm, dass er seine Mitspieler anmeckert. Oft geht es darum das ihn jemand nicht anspielt, oder sich niemand anbietet.
    Desweiteren lässt er sich sehr schnell dazu hinreißen den Schiedsrichter zu bearbeiten.

    Zu den Murrereien über die Mitspieler: Nur Du kannst beurteilen, ob sie inhaltlich "gerechtfertigt" sind. Wenn nein, unterbrich das Trainingspiel immer wieder per Pfiff, wenn er eine Anspielstation ignoriert. Wenn seine Kritik berechtigt ist, dann zeige ihm immer wieder, wie Du diesem Problem im Training versuchst zu begegnen und ihr das Freispielverhalten trainiert. Bitte ihn aber um Geduld.

    Ich habe Ihn schon einmal vor der Ganzen Mannschaft Maß genommen. Es hat im Endeffekt aber wenig gebracht. Beim letzten Training, habe ich Ihn in die Kabine verwiesen.
    Ein Mitspieler hatte ihn wohl geschubst, woraufhin eine kleinere Auseinandersetzung entstand. Er hat das anscheinend anders gesehen als ich. Nach dem Training wollte er mir sagen, worin das Problem besteht, und find an zu weinen.

    Ich habe zurzeit in einem Kader von elf Spielern (2000er Jahrgang) 5 solche Kandidaten, die sich auf die von Dir beschriebene Weise verhalten. Bei Streitereien und Rangeleien im Training lasse ich die ganze Mannschaft (weil bei mir eben nicht nur immer dieselbe Person involviert ist) eine Runde laufen, dadurch regulieren die Jungs sich selber etwas - es wird langsam besser. Ich würde in Deinem Fall bei Rangeleien die beiden Betreffenden zu einer Sondermaßnahme wie einer Extrarunde verdonnern, vielleicht fällt Deinem "Spezi" mal auf, dass er immer einer von den Laufenden ist. Wenn Du in diese Streitereien eingreifst, wird einer immer der Meinung sein, Du ergreifst Partei. Dass in dieser Situation der Jungen anfing zu weinen lässt darauf schließen, dass er sich nicht grundsätzlich "aus Frack" daneben benimmt, sondern in dieser speziellen Situation sich wirklich ungerecht behandelt fühlte. Man läuft schnell Gefahr, denjenigen, der immer Teil der Unruhe ist, stärker zu verurteilen.

    Daraus habe ich für mich geschlossen, dass er nicht versteht, was ich an Ihm kritisiere. Ich möchte das Problem nun in einem Einzelgespräch klären.
    Ich habe schon die Erfahrung gemacht das Minuten lange Reden einfach keinen Erfolg bringen. Habt ihr eine Idee wie man das Gespräch angehen könnte?
    Ich möchte das der Junge auch seine Sicht schildern kann.

    Macht grundsätzlich Sinn. Aber Vorsicht, wenn der Junge gerade nicht in Stimmung für ein Gespräch ist, bringst Du nix aus ihm raus und hältst im Endeffekt doch einen Monolog. Das wird jeder Vater schon mal erfahren haben, der mit seinem Sohn ein "Gespräch unter Männern" führen wollte. Hier brauchst Du wirklich Geduld, bis der Junge sich ein bisschen von selber öffnet. Damit ist so ein Einzelgespräch schon eine ganz große Nummer (schon alleine zeitlich), nur Du kannst beurteilen, ob das im Moment der einzige Weg ist .

    Wie seht ihr die Problematik mit den Schiedsrichtern? Meckern Kinder auf den Schiedsrichter, müssen Sie sofort ausgewechselt werden?

    Nein, so weit würde ich beim Meckern nicht gehen, nur bei Schiedsrichterbeleidigungen oder wenn er wirklich ununterbrochen hadert, meckert und dadurch auch das Fußballspielen einstellt. Bei einzelnen Meckereien rufe ich dem Spieler etwas zu wie zum Beispiel: "Konzentrier Dich auf Dein Spiel" "Foul ist, wenn der Schiedsrichter pfeift" oder Ähnliches. Wenn der Schiri wirklich eine krasse Fehlentscheidung trifft, hole ich den Jungen kurz an die Seitenlinie, versuche ihn zu beruhigen und wieder zu motivieren.



    Noch etwas, vergiss nicht ihn auch weiterhin "positiv" zu begleiten. Lass ihn Übungen vormachen oder ähnliches.

    Hallo mightygoose,


    auch von mir nur Denkanstöße, weil das ein komplexes Thema ist, dass man aus der Ferne kaum lösen kann.


    Warm up: Zur Auswahl der für Dein Team (!) richtigen warm-Up-Übungen würde ich mal schauen, welche Übungen im Training besonders gut laufen (Kriterien sind Intensität, Schnelligkeit, Spaß der Spieler, Qualität der Ausführung). Danach würde ich die Auswahl treffen, die Übung ins Warm-up zu übernehmen. Es kann Mannschaften geben, wo diese Kriterien für "Schweinchen in der Mitte" gelten, ich selber bin kein Freund davon, weil "Schweinchen in der Mitte" viel zu stark von der individuellen und aktuellen Motivation abhängt. Wenn nur einer in der Gruppe nicht richtig gut drauf ist, bleibt "Schweinchen in der Mitte" zu statisch - ich habe es mittlerweile komplett aus meinem Instrumentarium gestrichen - machen wir auch nicht mehr im Training.


    Nach einer "dynamischen" Warm-up-Übung kann man noch ein bisschen Torschuss machen, aber die Gefahr ist groß, das die aufgebaute Spannung zu stark abgebaut wird. Das passiert, wenn zu viel gestanden wird oder der Torschuss insgesamt einen Tick zu lange dauert (bei einem 11er Kader, 7er Mannschaft muss es reichen, wenn jeder 2-3 mal einen Pass zum Torschuss annimmt, der Passgeber den Ball holt und der Torschütze zum Passgeber wird. Auch hier muss man ein Gefühl entwickeln, was der Mannschaft gut tut. Meine Jungs (2000er Jahrgang) haben vor lauter Anspannung vor dem Spiel bei dieser Torschussübung Mühe, sich auf den richtigen Ablauf zu konzentrieren. Ich werte das als gutes Zeichen, weil sie eigentlich immer gut ins Spiel starten.


    Zur Mannschaftsansprache: "Nicht viel Worte" ist immer der beste Ansatz. Ich würde deshalb das Thema aber nicht verschweigen, sondern in den Vordergrund stellen, ohne Druck aufzubauen: Zum Beispiel so: "Über Fußballspielen muss ich Euch nicht viel sagen, dass Ihr kicken könnt, zeigen unsere zweiten Halbzeiten :thumbup: . Deshalb nur ein paar Worte zu unserem Problem der ersten zehn Minuten. Lasst uns einfach versuchen, dass in den ersten 10 Minuten jeder mindestens drei Zweikämpfe gewinnt. Ihr werdet sehen, dann wird das ein ganz anderes Spiel. Und wer zuerst fünf Zweikämpfe gewonnen hat, ist in der zweiten Hälfte Kapitän (oder sonst ein Anreiz, wo Du glaubst, das könnte funktionieren). Und wenn wir nach 10 Minuten doch wieder 2 Tore kassiert haben, spielen wir ab nächsten samstag nur noch die zweite Halbzeit ^^ . Und jetzt raus Ihr Bengels - haut Euch rein"


    Klingt ein bisschen holzschnittartig, aber so in die Richtung etwa.


    Manches muss man allerdings etwas eher machen als es der DFB empfiehlt, sonst fängst du dir zum Beispiel 500 Kopfballtore, da deine Jungs bis zur D-Jugend auf ihr erstes Kopfballtraining ordnungsgemäß gewartet haben.

    Dein Post bedarf unbedingt noch des ergänzenden Hinweises darauf (oder ein Link auf einen entsprechenden Thread), welche Art von Kopfballtraining Du denn vor der D machst. Ich vermute doch, dass Du nicht in der E mit normalen Bällen Dutzende von Kopfbällen am Stück übst, oder?

    Hallo Tobi Victoria,


    welche Passprogramme Dir nicht bekannt sind, können wir leider nicht wissen ?( . Da müsstest Du schon mal die Dir bekannten aufzählen.


    Ich persönlich finde das "Ballhalten" nicht schlecht: Du teilst die Mannschaften - je nachdem wie groß der Kader ist - in zwei (z.B. 5 gegen 5) oder vier Teams (z.B. 3 gegen 3 und 4 gegen 4) ein. Zwei Mannschaften spielen gegeneinander auf einem begrenzten Raum und versuchen soviele Passstationen wie möglich. Im Training machen wir solche Übungen als Wettbewerb: 5 Stationen ohne gegnerische Ballberührung gibt einen Punkt.


    Zum "Antrainieren" ist das Aufwärmprogramm natürlich zu spät, ich würde es eher als "Einstimmen" bezeichnen. Finde ich aber grundsätzlich gut, wenn Du einen passorientierten Spielstil forderst und durch entprechendes Training auch förderst.


    Andersrum gesagt: wenn Du im Training nur Rundenlaufen und Torschuss machst, nutzen Passübungen vor dem Spiel nix.

    Auch eine schöne Idee, Andre.
    Ich finde auch nicht, dass der Verein verpflichtet ist, ein Geschenk zu machen.


    Bei uns war es so, dass wir zur Weihnachtsfeier einen Zuschuss des Vereins pro Kicker (5,- Euro) bekamen und den Rest über die Mannschaftskasse bestritten haben (Bowling). Feier im Vereinsheim mit eigenem Kaffee und Kuchen sowie ein bisschen Programm ist aber noch günstiger und vielleicht sogar lustiger.


    Übrigens, wenn es Geschenke geben soll, folgender Vorschlag, der
    nicht so viel kostet, praktisch ist und auch sonst vieles im
    Trainingsalltag erleichtert: Trainingsleibchen im Internet mit
    Namensbeflockung bestellen, haben wir bei unserer C im letzten Jahr
    gemacht, kam total gut an! Kostenpunkt ca. 4 € pro Leibchen, wenn ich
    mich recht erinnere.

    Auch wenn ich keine Trainer-Erfahrung im Umgang mit Senioren-Spielern habe (allerdings mit "Zwischenfällen" während des Spiels) , würde ich wie folgt vorgehen:


    Ob " Suspendierung von allem" wirklich angemessen ist, kannst nur Du alleine beurteilen- das müsste schon sehr weit über die doch häufiger anzutreffenden Anschreiereien aufm Platz hinausgegangen sein. Das wäre ja auch Suspendierung vom Training, oder? Ich würde die beiden beim nächsten Training vor Trainingsbeginn kurz gemeinsam ansprechen: Kann man Euch heute gefahrlos zusammen trainieren lassen? Wenn sie das bejahen würde ich Ihnen und der Mannschaft noch ankündigen, dass das Verhalten natürlich Konsequenzen hat, die Du mit dem Spielerrat besprechen wirst . Und wenn die beiden Dir nicht in die Hand versprechen können, dass sie im Training vernünftig sind, hast Du einen Grund sie nicht teilnehmen zu lassen.


    Zum Thema "Außenwirkung" ist mir nicht ganz klar, was Du genau meinst. Das könnten vier Bereiche sein


    1. Mannschaft, 2. Verein, 3. Staffel/Fußballkreis/Gegner vom letzten Spieltag 4. Zuschauer
    Zu 1: Siehe oben: Denk gemeinsam mit dem Mannschaftsrat über Sanktionen nach, die den beiden Spielern, ggf. auch vor der Mannschaft, mitgeteilt werden.
    Zu 2: Informiere den Vorstand über das Ergebnis zu 1.
    Zu 3. Es scheint ja keine Konsequenzen im Spielbericht gehabt zu haben, oder? Für Euer "Image" beim Gegner ist das Kind nun mal in den Brunnen gefallen. Insofern kannst Du dem gegenerischen Trainer alenfalls eine nette Mail schicken und ihm mitteilen, dass das nicht wirklich repräsentattiv für den Verein war und Du dich für das Verhalten der Spieler entschuldigen möchtest. Du kannst Dir noch eine nette Aktion für das Rückspiel ausdenken
    zu 4: (gegnerische Zuschauer, s auch zu 3.), eigene Zuschauer einfach durch besseres Verhalten in den nächsten Spielen überzeugen, dass das eine eher einmalige Aktion war.