Beiträge von MichaMittelfeld

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    Klasse Idee.


    Wir haben mal bei einem Turnier den Fair-Play-Preis bekommen. Wir wussten allerdings gar nicht genau wofür, denn das wurde vom Veranstalter bei den Preisverleihungen nicht begründet. Das ganze Turnier verlief sehr gesittet, so dass wir uns auch nicht besonders hervorgetan hatten. (Natürlich treten wir immer vorbildlich auf ;) ) Die Jungs haben sich zwar auch so gefreut - aber eine Begründung der Preisverleihung ist schon hilfreich.

    3) "Das sage ich meinen Spielern/dem Spieler immer wieder"


    Sagen bringt nix, geübt oder trainiert muss es werden. Fast nichts lernt ein Spieler nur dadurch, dass der Trainer es ihm sagt - egal wie oft.


    4) "Das haben wir doch im Training geübt"


    Egal ob technisch oder taktisch: Wenn es nicht funktioniert, wurde es nicht ausreichend geübt. Wird oft schon gesagt, wenn gerade eine (!) Trainingseinheit zu dem Thema stattfand.

    Kommt - wie fast immer - auf die Altersstufe an:


    In meiner D2 machen wir Schwerpunkte wie Fintieren (die Mutter aller Überraschungsmomente, der angetäuschte Schuss gehört auch in die Kategorie) oder Passen, mit den technisch besseren Spielern trainieren wir auch Dinge wie "no-look-Pässe", in der Übungsform sind es aber "technische" Übungen.


    Ansonsten "trainiere" ich es in der Altersstufe, wie bei Andres Übung beschrieben, über Kleinfeldspiel mit Provokationsregeln. Zonenspiele sind da besonders geeignet.


    Als "klar duchdachten Spielzug", wie es Günter beschreibt, würde ich es frühestens ab der C trainieren

    viel geholfen ist schon, wenn dies im frühesten Kindesalter nicht unterbunden wird.


    kennst du sicher? Spieler spielt Ball mit der Hacke, Pass ins Niemandsland. was kommt vom Trainer: Lass das, spiel klare saubere Bälle.

    Da habe ich im Moment sogar ein konkretes Beispiel zu: einer meiner D2-Jugendlichen (nicht gerade frühestens Kindesalter) spielt erst seit einem Jahr Fußball und hat natürlich erhebliche technische Defizite. Er hat sich gerade angewöhnt, in fast allen Spielsituationen (Spielformen, Abschlussspiel, Ligaspiel) den Ball als "One-Touch" weiterzubefördern (ob aus mangelndem Selbstvertrauen oder weil er zuviel Arsene Wenger gelesen hat, ist mir erstmal egal) . Aufgrund seiner technischen Defizite erzeugt er dabei zwar eine Streuung wie eine Lupara und (ab und zu) Unmut bei den Mitspielern, hat aber schon ein paar Mal mittels Direktweiterleitung per Sohle nach hinten oder einem tollen Pass in den Raum (ob so gewollt oder nicht) grandiose Überraschungsmomente (Dein Stichwort) gezaubert.


    Mein nächster Schritt war deshalb nur, mit der Mannschaft die Alternativen "One-Touch" und "Ballannahme und -weiterleitung mit mehreren Kontakten" kurz zu besprechen, in dem ich die Spieler zu Vor- und Nachteilen der beiden Alternativen befragt habe und sie mit diesem "Wissen" weiter kicken lasse.


    Mit den technisch stärkeren Spielern trainiere ich den "One-Touch" in mehrere Richtungen wie auch den "No-Look" im Rahmen des Schwerpunktes Passen als Technik gezielt (zum Beispiel 5-6 Spieler stellen sich im Mehreck auf und spielen sich einen Ball zu, wenn es gut läuft, bringe ich einen zweiten Ball in die Runde), mit den anderen (4 Fußballanfänger) hat das (noch) keinen Zweck.

    Ich sehe den zusätzlichen Nutzen der Expander-/Bungee-Seile (noch?) nicht.


    Man kann zwar wahrscheinlich durch Einsatz mehrerer/weniger Seile die Intensität des Rebounds variieren, das kann man aber auch durch den Druck im Pass selber gegen eine starre Wand.


    Für kleinere Fußballer finde ich ein starres Hindernis aus didaktischen Gründen sogar besser. Damit können sie gleichzeitig das Gefühl entwickeln, wie Passdistanz und Passdruck die Ballannahme beeinflussen.


    Der Hauptvorteil liegt also meines Erachtens darin, dass die Übung mit der Bungee-Box vermutlich leiser ist als die gleiche Übung mit einer Kiste oder einem einfachen Brett mit Stützen, oder?


    Sehr fortgeschrittene Fußballer können durch die Bungee-Seile vielleicht noch etwas effektiver auf Schnelligkeit trainieren.

    In die versöhnliche Stimmung passt auch das: http://www.fvm.de/3743.html


    Das dort geschilderte haben wir übrigens in unserer D7 Staffel in diesem Herbst auch zweimal erlebt; einmal als Gastgeber für eine Mannschaft, die nur mit sechs Spielern antrat und einmal mit vertauschten Rollen, als wir nur sechs Spieler hatten und der Gegner genau so selbstverständlich auf einen Spieler verzichtete.

    Hallo zusammen,


    aus meinem Lizenzlehrgang erinnere ich mich dunkel an eine praktische Spielform, bei der der Lehrgangsleiter zwei Mannschaften bildete. Jede Mannschaft bekam "heimlich" einen anderen Auftrag/eine andere Provokationsregel, ich kann mich aber leider nicht mehr genau erinnern welche und wie nachher das Ergebnis kommuniziert wurde.


    Das ist meiner Ansicht nach ab D-Jugend bis in den Seniorenbereich eine spannende Sache, aus folgenden Gründen:
    1. Man durch geschickte Aufgabenteilung Erfolgserlebnisse gezielt fördern und ggf. Übermut eindämmen.
    2. Man kann gruppen- oder mannschaftstaktische Erkenntnisse spielerisch vermitteln bzw. trainieren
    3. Man vermittelt spielerisch taktische Intelligenz, weil die Spieler irgendwann auch versuchen werden, die "Aufgabe" des Gegners zu erkennen, untereinander zu kommunizieren, und dann gezielt zu durchkreuzen


    Meine Fragen an Euch:


    Arbeitet Ihr schon mit diesem Ansatz?
    Welches sind mögliche Aufteilungen der Mannschaften und Aufgaben? Welche kennt Ihr und habt ihr bereits erfolgreich verwendet? Welche funktionieren nicht?
    Und wie kommuniziert Ihr das - für die Verlierer meist überraschende - Ergebnis, ohne dass es einen riesen Streit gibt?

    Hallo Uwe,


    das wird dann eine Unterseite von soccerdrills.de, bzw. trainertalk.de: www.ichwillfussballspielen.de oder www.hierspieltjeder.de


    Da können dann Eltern ihre Anfrage einstellen und einen Verein bzw. eine Mannschaft in der Nähe suchen.
    Vereine oder Mannschaften, die sich daran beteiligen und wo ein Kind glücklich wird, bekommen eine Art "Gütesiegel" für ihre Homepage, bis hin zu Sternen auf den Trikots (wie den Meisterschaftssternen in der Bundesliga) für jedes glücklich gemachte Kind.


    Tschuldigung - ich träume gerade.


    Und die Arbeit hättest ohnehin Du :)

    Hallo Tobias,


    mach mal einen Elternabend im Januar (falls nicht schon am Anfang der Saison erfolgt). Erkläre Dein Konzept, untemauert mit ein paar Fakten über das Bewegungs- und Freizeitverhalten heutiger Kinder (s. z.B. Günters Ausführungen in einem anderen Thread Junioren Überbewertung von 1:1 ???? (Beitrag 41, 2. Hälfte)) sowie altersgerechtem Training. Du erreichst vermutlich drei Dinge


    1. Du stellst Dich der versammelten Elternschaft als kompetenter Ansprechpartner und "Trainer" vor
    2. Ein Teil der Elternschaft wird Deinen Argumenten gerne folgen - und dann bei den "Hintenrum Maulenden" auch in Deinem Sinne argumentieren - Du stehst dann nicht mehr alleine.
    3. Last but not least: Vielleicht lassen sich einige Eltern tatsächlich in ihrer Einstellung "drehen" und sind dann umso zufriedener.

    Hi Germancoach,


    ich vermute auch, dass Du es selber weißt, habe das Thema aber auch gerade auf der Agenda. Kleine Halle ohne Begrenzungslinien, ohne Provokationsregeln wüstes Gebolze.
    Mal ganz abgesehen von der verzögerten Ballannahme birgt die wüste Bolzerei auch eine erhöhte Verletzungsgefahr durch Kopf-/Gesichtstreffer.


    Mit Provokationsregeln ("Ball über Hüfthöhe ist Punkt für Gegner" - also ähnlich wie Arsene Wenger, vielleicht sollte ich meinen Usernamen ändern) großes Gemaule.


    Konsequenz: Ich habe jetzt einen Futsalball bestellt. Bin mal gespannt, nächstes Hallentraining leider erst nach den Weihnachtsferien.

    Wäre ich Jurist, antwortete ich: "Kommt darauf an"


    Du kannst die Übung so durchführen, weil sie neben der Dribbeltechnik auch den Rundumblick fordert. Deshalb ist das eine gute Übung. Der "Trainingseffekt" bei dieser einmaligen Übung im Hinblick auf das "falsche" Zweikampfverhalten dürfte zu vernachlässigen sein - du trainierst ja nicht dauernd Zweikämpfe auf die Art.


    Folgende Anmerkungen/Anregungen:
    1. Bedenke das Konfliktpotenzial, wenn Spielerinnen den Ball der Gegenspielerin mit "jetzt erst recht" möglichst weit weg schießen oder Spielerinnen das Dribbeln nur um des destruktiven Aspekts willen vernachlässigen. Kommt ein bisschen daraiuf an, was Du für Typen in der Mannschaft (bzw. bei Dir in der Frauschaft ;) ) hast.


    2. Die "korrekte" Zweikampfführung würde ich in einem engen Dribbelparcours auch nur bedingt abfordern. Wenn Du aber mit dem Dribbeln unter Gegnerdruck die Übung steigern willst, hier eine Steigerungsform, die ich gerne mache:


    Ich habe schon zu Beginn der Übung kleine Hütchentore im Viereck verteilt. Nachdem alle ein bisschen mit Vorgaben gedribbelt haben (so wie Du das beschreibst), werden Pärchen gebildet: Ein Spieler versucht binnen 1 Minute so viele Tore wie möglich zu durchdribbeln, der andere ihn daran zu hindern. Insgesamt drei Durchläufe: 1. Durchlauf (2 x wegen Rollenwechsel) als Probelauf, beim 2. und 3. wird es Ernst. Die Tore werden gezählt, dann Rollenwechsel, danach kurze Pause und beide Durchgänge noch einmal. Natürlich gibt es einen Dribbelkönig mit den meisten Toren, aber jeder Spieler hat in der Regel im 2. Durchgang eine Verbesserung und damit ein Erfolgserlebnis.


    Viel Spaß!

    wenn du, wie ich einmal erlebt hast, dasss dir einer einen ganzen Jahrgang kaputtgemacht hat,weil ich zu spät reagiert habe, verstehst du vielleicht meine einstellung.

    Hallo Günter,


    kannst Du die Geschichte mal erzählen? Vielleicht auch als Erfahrungsbericht in einem eigenen Thread? Würde mich interessieren: Altersstufe, "erste" Anzeichen, Entwicklung, Rolle der Eltern, Stellung des Spielers innerhalb der Mannschaft etc bis zur "Katastophe", wo hätten Einflussmöglichkeiten bestanden und welche? Vielleicht hast Du sogar noch Geschichten, wie Du ihn ähnlichen Fällen danach aus Erfahrung anders gehandelt hast, Du hast ja viele Jahre Trainererfahrung.


    Ich weiß, dass das viel Arbeit sein wird. Aber das Thema könnte für viele Jungtrainer oder weniger erfahrene Trainer sehr hilfreich sein - ohne dass bei jedem Störenfried sofort Panik entsteht, "der macht mir den Jahrgang kaputt". Oder gibt´s die Geschichte schon im Forum ?

    Hallo Siebener,


    auch wenn ich keine Erfahrung für B- Jugend habe, sondern nur bis zur C, sehe ich es ähnlich wie tobn: Es klingt ganz gut.


    Das Abwägen zwischen schnellem Spiel und Ballhalten ist ein mannschaftstaktisches Thema und sollte damit auch jetzt erst in der Altergsruppe Ausbildungsschwerpunkt sein. Insofern würde ich sagen: Bis hierhin alles normal bei Deiner Truppe. Denn wenn die Jungs das schnelle, technikorientierte Spiel verinnerlicht haben, scheinen sie doch bis dahin gut ausgebildet zu sein.


    Das Verhalten Deiner Mannschaft erinnert etwas an die Entwicklung der Nationalmannschaft unter Joachim Löw: Zunächst hat man (so sieht es für mich als Außenstehenden aus) die technische Verfeinerung vorangetrieben und die Spielphilosophie des schnellen Spielaufbaus und -abschlusses den Spielern völlig verinnerlicht. Das führte (und führt immer noch) zu zahlreichen Risikosteilpässen. Im nächsten "Ausbildungsschritt" hat man der Mannschaft erst in den letzten beiden Jahren die taktische Variabilität verordnet, auch mal wieder auf Ballhalten und mit Geduld zu spielen - konnte man in diesem Jahr ganz gut beobachten. Die Richtigkeit dieser Reihenfolge: 1. Technische Grundlagen, 2. Ermunterung zum schnellen Spiel und zur Entwicklung der Spielfreude, 3. Einstudieren mannschaftstaktischer Varianten dürfte unbestritten sein.


    Deshalb würde ich an Deiner Stelle beide Varianten (schnelles Spiel und Ballhalten) gleichermaßen im Training durch entsprechende Spielformen unterstützen und durch "Umschaltübungen" kombinieren. Habe aber etwas Geduld, bis die Mannschaft die zweite Variante erst nach und nach von selber in den Spielen umsetzt. Ich würde es in den Spielen noch nicht von der Gesamtmannschaft "einfordern", bis beide Varianten und das Umschalten zwischen den beiden Varianten ausreichend geübt sind.

    Unser Verein hat in der Vereinsküche eine Tiefkühltruhe, zumindest im Sommer gibts für alle Kinder (eigene und gegnerische Spieler) ein Wassereis - das kommt bis in die D-Jugend extrem gut an. Und im Herbst/Winter kann man am Schluss das übliche Mannschaftskassen-Catering durch die Eltern etwas auflockern - Jeder Spieler kriegt zum Abschied ein Stück Rührkuchen oder eine Waffel - das ist für die meisten ein Highlight.


    Da Du - Tirus - so explizit nach Ideen fragst, habe ich einen Vorschlag, den ich noch nie gesehen und praktiziert habe (ich habe keine G- und F-Erfahrung):


    Wie wäre es mit gemeinsamen Aufwärmen und Mannschaftsbesprechungen (jeweils die "gegnerische" Mannschaft hört zu)? Natürlich muss dann die jeweilige Besprechung auch nur ganz kurz und "spannend" sein, nicht die mancherorts zu beobachtenden stundenlangen Monologe des Trainers.

    Wir haben gerade einen solchen Bogen verteilt, nach dem Training, mit offenen Fragen, u.a. "Was gefällt Dir an Deinem Verein/Deiner Mannschaft/dem Training" und natürlich andersherum "Was gefällt Dir nicht an Deinem Verein/Deiner Mannschaft/dem Training" . Wir haben die Spieler gebeten, zu jeder Frage mindestens drei Punkte zu beantworten, damit auch ein bisschen "Nachdenken" angeregt wird.


    Anlass waren die wieder aufflammenden Disziplinprobleme nach den Herbstferien (ich schrieb darüber in einem anderen Thread) - deshalb auch Fragen wie: Warum spiele ich Fußball? Was ist mir in einer Mannschaft wichtig?


    Erste Reaktion auf den Bogen "Füllen die Trainer den auch aus?" Fand ich gut, machen wir natürlich.


    Wir haben es nicht anonym gemacht (d.h. auf den Fragebögen standen die Namen der Jungs - schon allein damit ich wusste, wer den Bogen noch nicht hatte). Ich hoffe, dass wir eine ausreichend offene Kultur haben, dass die Jungs nicht Schikanen fürchten aufgrund ihrer Antworten. Deshalb werde ich die Auswertung im Rahmen eines Hallentrainings den Jungs etwas ausführlicher vorstellen, das machen wir vielleicht sogar als kleines Event - auf jeden Fall aber sollen die Jungs aus der Fragebogenaktion ein ausführliches Feedback und die Gelegenheit bekommen, darüber zu sprechen. Ich sehe aber auch die Nachteil einer nicht anonymen Befragung.


    Wir haben bisher erst 2 Rückläufe, aber da stehen schon interessante Dinge drauf: Einer der Spieler fand gut, "dass wir nicht so viel laufen" (gemeint war Rundenlaufen). Der andere schrieb zur Frage "Was kann ich beim Fußball nicht so gut?" als Antwort "Tricks", was eine perfekte Überleitung zu unserem nächsten Schwerpunkt "Fintieren" ist. Insofern sehe ich schon, dass wir da auch gut in den Dialog kommen, der im Trainingsalltag oft zu kurz kommt.


    Lubis und Thomekz Aufzählungen haben noch viel mehr gute Ideen, was man auch noch alles hätte reinschreiben können - besonders dazu, wie die Jungs den Trainer sehen. Auf der anderen Seite soll es natürlich nicht dazu führen, dass es den Umfang einer Klassenarbeit bekommt.
    Checkliste für eine Befragung


    1. anonym oder nicht anonym?
    2. offene Fragen oder "Bewertungsskala"?
    3. Priorisierung der wichtigsten Fragen - angemessene Länge und Ausführlichkeit der Befragung finden
    4. Vermeidung von Suggestivfragen
    5. Einen Plan haben, was man mit der Befragung anfängt

    ich erinnere mich an eine ähnliche Anfrage - und nachher kam raus, dass es um eine Lehrgangsprüfung geht. Ist das hier der Fall, ACACAC? Und wenn ja, wo und für welche Lizenz? Und wie lange dauert die "Trainingseinheit" - also die praktische Prüfung ?


    Wenn es nicht um eine Prüfung geht: Eine komplette Trainingseinheit habe ich nicht, aber Kleinfeldspiele mit sukzessiv verschärften Provokationsregeln sind immer gut. Dafür würde ich etwa 30 Minuten ansetzen, je nachdem wie viele Provokationsregeln Du einsetzen kannst und wie gut die Mannschaft umsetzt. Beispiele für den verschärfenden Aufbau von Provokationsregeln könnte sein:

    • nach Balleroberung max. 3 (4, 5?) Stationen bis zum Abschluss/
    • dann zusätzlich: nach Balleroberung max. 5 (7, 10) Sekunden bis zum Abschluss
    • dann zusätzlich: alle angreifenden Spieler müssen beim Abschluss in der gegnerischen Hälfte sein
    • dann zusätzlich: max. 2 (3) Ballberührungen pro Station

    Genaue Regeln hängen vom Leistungsvermögen der Spieler ab.

    Viele Eltern sprechen mich an, die der Ansicht sind, dass ihre Kinder viel gelernt haben, dass die Väter beim Bolzen mit ihren Kindern nicht mehr so einfach Zweikämpfe gewinnen und dass unser Schlussspiel im Training auch immer sehr gut anzuschauen ist.

    Ich bin weiterhin nicht überzeugt, dass Du ein grundsätzliches Problem hast, dass dich zur Verzweiflung treiben sollte - mal ganz abgesehen von fussiballs berechtigtem Einwand. Du erkennst doch auch die positiven Effekte: Training läuft gut, Spieler und Eltern und Du erkennen Fortschritte. Bis hierhin alles bestens. Wenn alles perfekt wäre, was bliebe Dir dann noch ;) :?:


    Und wenn "ich über die Wirkung meiner Worte manchmal einfach nur überrascht bin", was wird es dann helfen, den Spielern "einen "Einlauf" zu verpassen"? Vergiss nicht, es sind F-linge.

    Wir reden doch von einer F-Jugend. Wie wichtig ist da die Kondition? Wäre effektives Training nicht das die Jungs den Ball schon so gut kontrollieren können, dass sie gar nicht viel laufen müssen? Mit Kontrollieren meine ich nicht, dass der Ball wunderschön in den eigenen Reihen läuft, sondern das die Jungs schon halbwegs den Ball kontrollieren und nicht andersherum!

    Ich bezog das darauf, dass Eigengewächs ca. 70% Ballbesitz feststellt, aber moniert, dass die Jungs nicht mal außer Atem seien. Die Argumentation war für mich nicht schlüssig. Dass eine Mannschaft, die 70 % Ballbesitz hat, nicht außer Atem gerät, ist doch kein Beweis für mangelnde Motivation. Offensichtlich sind die Spieler - zumindest einigermaßen - fit (Hat man im Breitensport ja auch nicht immer) . Wo sie die "Kondition" her haben, ist sekundär, aber sie verlieren die Kondition offensichtlich durch Eigengewächs' Training nicht.