Beiträge von anakiny

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    anakiny: Nach der E- werde ich vermutlich wieder in die G-Jugend zurückgehen, dort wartet dann mein zweiter Sohn :)

    Aber dann hinterlässt Du trotzdem eine dem Alter entsprechend augebildete Truppe. Darauf kann man dann aufbauen.

    1. Disziplin: Trotz mehrmaliger Bitte an die Eltern ist es immer noch so, dass einige Kinder regelmäßig zu spät gebracht werden, so dass 15-20 Minuten vergehen, ehe wir vollzählig sind (das gilt sowohl fürs Training als auch die Spiele).

    Ja, wer kennst das nicht. Auch wenn ich Pünktlichkeit für eine Sekundärtugend halte ( ;) ), so kann sowas natürlich nicht sein. Fang einfach pünklich an, die Nachzügler kommen dann für alle sichtbar zu spät und sollten darauf aufmerksam gemacht werden. So hätten diese Kinder (und Eltern) nicht mehr das Gefühl, dass alle ohnehin warten.

    2. Einsatz-/Umsetzungswille: Das ist dann v.a. während der Spiele zu sehen. Einige haben Angst, die versuchen wir aufzubauen. Andere aber warten in aller Seelenruhe ab, bis der Gegner z.B. nach einem Abschlag einen ggf. schwer anzunehmenden Ball in Ruhe annimmt, guckt und dann einen Pass spielt. Dann erst setzen sie sich in Bewegung. Oder sie laufen zwar hin, gucken aber nur zum Gegner und versuchen gar nicht zu stören oder an den Ball zu kommen, sondern laufen nebenher.

    Ganz klar, 1gg1 trainieren und nochmal trainieren, da gibt es hervorragende Ansätze bei Coerver (wird hier auch regelmäßig diskutiert).


    Grundsätzlich ist bei dieser Jugend aber Geduld das Zauberwort, Deine beschriebenen Ansätze sind alle richtig und bei den Kindern macht es dann auf einmal "Klick" und es funktioniert. Wir haben ganz viele Kinder, die plötzlich mit Riesenschritten lernen und ein Jahr vorher noch gar nicht am Spiel teilnahmen.

    Meine Frage: So weitermachen und von den Spielergebnissen überhaupt nicht beeinflussen lassen? Müsste sich nicht die richtige Ausbildung auch in Erfolgen niederschlagen? Bilden wir vielleicht doch nicht richtig aus? Wie baut man Eltern und Kinder denn nach der 10. oder 20. Niederlage in Folge wieder auf und macht ihnen Hoffnung fürs nächste Spiel? Wieviel Geduld müssen wir Trainer mitbringen, um Fortschritte zu sehen (wie gesagt, dass heißt nicht gleich im Ergebnis, sondern nur, dass die Kinder bestimmte Sachen versuchen umzusetzen)? Gibt es vielleicht auch alternative Trainingsmethoden?

    Kompliment für Deinen Mut und Deine Vorgehensweise. Ich sehe das eigentlich ähnlich wie Andre. Vielleicht könnte man die Mannschaften etwas nach "Stärke" ordnen, was ja auch für die "besseren" Kinder förderlich sein kann.


    Ich versuche im Training, z.B. bei 1gg.1 Übungen, immer gleichstarke Spieler gegeneinander antreten zu lassen, nur so kann es funktionieren.


    Ich finde auch, die "Kleinen" von der Staffel abmelden und 8 Freundschaftspiele ausmachen, die "Großen" in der Staffel spielen lassen (immer verstärkt durch ein paar Kleine) und alle zusammen nach Deiner Methode weiter fördern. Dann wird sich mittel- bis langfristig ein Ausbildungserfolg einstellen.


    Viele der tollen F und E Junioren "Erfolgstrainer" interessiert die Ausbildung der Kinder gar nicht, da wird nur geschaut: Wer kann die Bälle am besten hinten raushauen, wer kann zwei drei Pässe spielen und wer die Tore machen. Dann wird pro Spiel 50 mal "abspielen" gebrüllt und "Hau die Pille raus"......ja, und das reicht in dieser Jugend oft, um kurzfristig Erfolg zu haben. Aber warte mal ab wenn die in die D kommen. Dann setzen Deine Kinder dann zum überholen an.
    8)

    in meiner B-Jugend habe ich einen Stürmer, der ist sehr sehr schnell. Leider ist er so schnell, dass er
    manchmal mit der Ballführung nicht hinterherkommt. D.h. er will den Ball mitnehmen und bekommt ihn
    aber nicht richtig unter Kontrolle. Bei der Ballan- und mitnahme verliert er Zeit, der Gegner ist da und
    schon wird der Ball weggspitzelt.

    Ich möchte mal fragen. Welche Art Stürmer soll er im Augenblick spielen? Brecher in der Mitte, der immer zwei, drei Gegenspieler hat, oder Außenstürmer? Ist er torgefährlich?
    Wenn Außenstürmer, dann macht für mich die Versetzung ins rechte oder linke Mittelfeld keinen Sinn, insbesondere, wenn er defensiv wenig aushilft.
    Da Du "Coerver" im Namen hast müsste es doch gerade dann möglich sein, mit ihm intensiv an der Ballannahme bei hohem Tempo zu arbeiten. Hierfür bietet Coerver doch hervorragende Ideen. Das geht sicher nicht von heute auf morgen, aber mittelfristig könnte er sicher besser werden. Und auch in der B-Jugend ist natürlich noch erheblicher Lernbedarf bei den fussballerischen Grundlagen nötig.

    Ich glaube, dass du -anakiny- dass du das hier zwar nach bestem Wissen und Gewissen schilderst, ...aber "deine" Wahrheit muß nicht die Wahrheit sein. Es gibt bestimmt einen Hintergrund dafür.
    Wie wäre es denn, wenn du mal den Namen des Trainers ermittelst und die die Emailadresse geben läßt, ....da mußte halt beim Dfb mal Kontakt aufnehmen. Ich habe damit sehr gute Erfahrung gemacht, von dort wird sich richtig viel Mühe gegeben, freundlich, kompetent, hilfsbereit. Wenn du die Mailadresse hast schilderst du das was du weisst, dann was du gesehen hast und kluge Leute werden darauf eine Antwort haben. Sei es sogar, ...dass der Dfb.Trainer einen Fehler gemacht hat, die passieren überall. Kannst auch so eine Mail hinschicken info@dfb.de und die steuern das schon in das richtig Postfach. Und ganz wichtig, ....uns nicht vergessen und die Antwort hier posten. Also, ...ich bitte dich jetzt direkt das zu tun und freue mich auf die Antwort.

    Hehe, ich sehe, Du bist konkret und direkt, wenngleich Deine Hinweise über die DFB Leute, die in diesem Forum lesen etwas nebelig klingen. Im übrigen möchte ich das nicht so verstanden wissen, dass man Kritik am DFB nicht äußern darf. Wenn dem so wäre würde ich mir das nicht gefallen lassen. Der Vollständigkeit halber kann man natürlich noch schreiben, dass der Rest es DFB Trainings okay war, zwar nicht wirklich neues gebracht hat, aber auch nicht gänzlich falsch war.
    ;)


    Nun, Andre, wenn ich dem DFB schreibe, hätte das für mich den Beigeschmack des Beschwerens. Ich denke so schlimm war und ist es nicht. Ich denke nur, dass diese Sache ein sehr guter Hinweis für alle Trainer ist, die sich Bemühen, das für sie beste Ausblindungstraining für die F und E Jugend zu entwerfen und sehen, dass selbst beim DFB nicht alles perfekt läuft.


    Und eins steht für mich außer Frage: Diese 4 gegen 4 Einheit mit dem Hinweis zu unterbrechen, dass sie Kinder bitteschön den One-Touch Pass spielen sollen, war falsch.

    anakiny


    Nur mal so ein Gedanke...
    Vielleicht hat der Trainer einfach gesehen, dass deine Jungs in Punkto Zweikampf,Dibbling usw. schon ziemlich weit sind und wollte das Training entsprechend der Leistungsfähigkeit anpassen :rolleyes:

    Ja, das wäre sicher die netteste Begründung. Man, so habe ich das noch gar nicht gesehen......
    :thumbup:


    Für mich sah das aber eher so aus, als hätten die DFB Leute das Abspiel einfach als richtige Option verlangt, egal wie gut die Kinder sind.
    Wir haben Siebenjährige im Team, die sich schon recht gut durchsetzen können und auch mal ein Dribbling ansetzen, aber keinesfalls so gut sind, dass sie bereits "Pass-Spiel-Multitasking-Prozesse" lernen könnten und sollten.


    Wisst Ihr was ich glaube? Ich glaube, dass selbst beim DFB das Trainergefälle sehr groß ist, dass hier viel empfohlen wird, aber in der Praxis oft anderes passiert.


    Ich wünschte mir einfach, es gebe mehr Trainer wie "Sir Alex", die auch in der Provinz die kindgerechte Ausbildung über den kurzfristigen Spielerfolg stellen.

    Was allerdings möglich ist, ist das Gegenteil. Hier muss ich L.M. in aller Deutlichkeit kritiesieren, denn:
    Es ist sehr gut möglich in jungen Jahren gute Ergebnisse zu erzielen, ohne gut auszubilden. Paradebeispiel ist das forcieren des Zusammenspiels. In F- und E-Jugend kann man noch um die Gegner herumpassen, ohne Zweikämpfe zu bestreiten. In der D-Jugend spätestens C-Jugend (je nach Niveau) ist dies nicht mehr möglich. Hat man also jahrelang eine Mannschaft ausgebildet (Zusammenspiel) und nicht die Spieler einer Mannschaft individuell (Stichwort Zweikämpfe) dann bekommen solche Mannschaft von Jahr zu Jahr ab der D-Jugend schlechtere Resultate zusammen. Das habe ich schon oft gesehen.
    Als Krönung noch Direktspiel, damit die Ballan- und Mitnahme gar nicht trainiert wird (die am meisten unterschätzte Technik).
    Eine ordentliche Mannschaft "schön und gut" zusammenspielen zu lassen ist bereits in der F-Jugend nicht sonderlich schwer. Außerdem erntet man SChulterklopfer ala "das sieht nach Fussball aus.." oder "wie bei den großen.." da mindestens 90 Prozent aller Eltern (und wahrscheinlich auch Trainer) eben den Erwachsenenfusssball auf die Kleinsten runterbrechen.
    Das kann man aber nicht!!!
    Desto jünger die Kinder desto mehr stehen die Ausbildung der Mannschaft im Gegensatz zur individuellen Ausbildung.

    Bin noch nicht so lange in diesem Forum, aber ich kann das nur unterstützen, Sir Alex beschriebt genau den richtigen Ansatz.
    Allerdings möchte ich Euch mal folgendes berichten.
    Neulich war das DFB Mobil in unserem Verein. Die Trainer spielten hier unter anderem ein 4 gegen 4 auf kleine Tore, was wir auch sehr häufig trainieren. Vielleicht gerade deshalb haben sich unsere Kinder sehr gut geschlagen, auf engem Raum schöne Dribblings angesetzt, den (fairen) Zweikampf und den Torerfolg gesucht.


    Aber: Die DFB Trainer haben das Spiel mehrfach unterbrochen, die Gruppe zusammengeholt und gesagt, dass ihnen das Spiel nicht gefällt, weil die Kinder zu schnell durch individuelles Dribbling den Torerfolg suchten. Sie sollten doch abspielen, am besten sofort den Blick für den Mitspieler haben und mit ein oder zwei Berührungen rüberspielen.


    Mich hat das irritiert, ich war geradezu fassungslos. Unsere Kleinen in der Gruppe haben danach keine Chance mehr gehabt, weil sie bei jedem Ballkontakt sofort verunsichert hochblickten und den Ball irgendwohin schossen (manche Bälle kamen auch durch Zufall an). Vorher dribbelten sie sich an ein, zwei Gegnern vorbei, danach spielten fast nur noch die 4 größten Kinder.


    Trotzdem laß ich mich nicht von den eigentlichen Ausbildungszielen abbringen, Technik, Dribbling, Zweikampf, Koordination, das sind die Grundlagen, die die Kinder in der F und E lernen sollten. Taktische Passkombinationen dann frühstens ab Ende E oder besser D.


    Für mich hat dieses DFB Training gezeigt, dass hier viele richtige Punkte auf theoretischer Ebene beschrieben werden, in der Praxis jedoch oft anders gehandelt wird.

    M.E.n. ist die Binde im KiJuFu (bis einschl. C m.M.n.) nicht dem zu geben, der die Mannschaft "führen" soll (wer hat Führungsqualitäten in dem Alter?), sondern sie soll als Werkzeug des Trainers eingesetzt werden um die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung/Selbstvertrauen zu unterstützen. Mehr nicht.

    Der Punkt "Persönlichkeitsentwicklung/Selbstvertrauen" ist gut.


    In meiner Mannschaft haben wir einen Jungen, den es enorm anspornt, wenn er Kapitän ist (bei uns wird auch bei fast jedem Spiel gewechselt -noch- ). Er spielt dann mit großem Selbstvertrauen und traut sich Dinge zu, die er sich sonst eher nicht traut, verlagert das Spiel 5 Meter weiter nach vorne, weil er im Mittelfeld vieles abläuft. Die anderen bauen sich dann regelrecht an ihm auf und trauen sich ebenfalls mehr zu.


    Es ist, wie gesagt, keine aktiv verbale Führung der Mannschaft, er redet nicht rum oder gibt viele Anweisungen, er reißt durch die Binde die anderen Kinder mit seinem selbstbewussteren Spiel mit.


    Bei allen anderen Kindern ist es wurscht, sie haben, ob mit oder ohne Binde, stets ihrer Möglichkeiten entsprechend gespielt und auch innerhalb der Mannschaft war das Spiel als solches unverändert.


    Was meint Ihr? Spricht das, auch schon in der F, für einen festen Kapitän? Bin mir nach wir vor etwas unsicher, weil ein Durchwechseln eigentlich sinnvoll ist.

    Ist eine interessante Frage, die natürlich darauf abzielt, den Kindern die beste Ausblildung zu geben und nicht (permanant) das beste Resultat zu erwarten. Ist natürlich völlig richtig und dies sollte auch bei allen Trainingseinheiten absolut im Vordergrund stehen. Darüber gibt es keine zwei Meinungen.


    Dennoch denke ich, dass beides eine Rolle spielt und hier stellen wir uns eben oft die Systemfrage.

    Hallo allerseits,
    ich hoffe das Thema gibt's nicht schon, so richtig gefunden habe ich nichts.


    Ich bin Trainer einer F Jugend und helfe auch bei der E. Jede Woche überlegen wir uns im Trainerteam, in welchem System (falls man davon überhaupt schon sprechen kann) wir die Kinder am besten spielen lassen.


    Bei uns sind 7 Feldspieler + Torwart und wir spielen meist ein 3-3-1 oder 3-2-2.


    Welche Erfahrungen habt Ihr? Was ist Eurer Meinung am kompaktesten, oder am raffiniertesten? Natürlich sind es alles kleine Kinder, die sich noch sehr verspielt und oft auch kreuz und quer über Feld bewegen. Aber ich habe oft den Eindruck, dass man bei diesen Positionspielchen eine Menge rausholen kann.


    Freue mich auf Eure Antworten.


    Anakiny