Beiträge von anakiny

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    Also, sei mir nicht böse, aber Konditionstraining, dazu auch noch mit dem Attribut "Langweilig" hat in einer F-Jugend wirklich nichts zu suchen. Spass, da stimme ich Follkao zu, muss immer im Vordergrund stehen, Staffelspiele, tempoforderndes 1vs1, Koordination oder Wettläufe - immer mit Ball etc. erfüllen ihren Zweck viel besser.


    Wie sieht denn ein solches Konditionstraining bei Dir aus?


    Kinder in diesem Alter spielen ohne Probleme 45 Minuten Fussball, oder toben 3 Stunden auf der Wiese rum, ohne dass man da Kondition trainieren müsste. Die Kinder wollen sich bewegen, Spaß haben und rumtoben.


    Kinder haben auch sehr unterschiedliche Entwicklungsstufen, die einen wachsen schnell und müssen ihren Körper erst zu beherrschen lernen, die anderen langsam, sind klein und flink. Sie rennen zu lassen, noch dazu, damit das Ergebnis am Wochenende besser aussieht, ist für mich wirklich - sorry - nicht in Ordnung.


    Im übrigens ist es ein Irrglaube, dass F-Junioren durch ein Konditionstraining länger laufen können.


    Was hast Du getan, damit Du sie zu diesem "langweiligen Konditionstraining" bekommen hast? Was, wenn einer gestreikt hat?

    Die Pässe sind nicht richtig getimt. O.k. - es gibt Schlimmeres. Liegt das an der technischen Umsetzung oder daran, dass sie den Pass zwar technisch ganz ordentlich beherrschen aber nicht in einer Spielsituation anwenden können?
    Was ich damit sagen will: Manche trainieren den technischen Pass, verpacken das Gelernte danach aber nicht in eine Spielsituation. Einige finden irgendwann von selbst heraus, wofür das gut ist (in Deinem Fall die Passgeber) - andere finden das nicht von selbst heraus (in Deinem Fall die potentiellen Passempfänger).
    Wenn das Ziel heißt "technischer Pass", dann bedeuet das für mich nicht, den Pass von Hütchen rot zu Hütchen gelb spielen zu können.
    Für mich bedeutet das: Ball an- und mitnehmen können, ein paar Meter dribbeln, Pass spielen können - das sind genau die Grundtechniken, die in der F/E dran sind. Wenn man die Grundtechnik "Dribbeln" in einer Spielform verpackt trainiert, warum trainiert man dann nicht die Grundtechnik "Passen" in einer Spielform verpackt? Das heißt natürlich nicht, dass Du im nächsten Spiel von ihnen Passstafetten verlangst.


    Super Beitrag, vielen Dank Follkao.


    Genau das, was Du beschreibst ist jetzt auch mein vornehmliches Ziel. Beim Eingangsthread beschriebene Spielsituation trainieren und vorher intensiver auf die technische Umsetzung des Passes eingehen. Nur beides zusammen funktioniert.


    Gelungene Dribblings mit anschließender perfekter Passgabe ist natürlich die Königsdisziplin, deren Beherrschung wohl alles abverlangt, was es abzuverlangen gibt. Ob das für meine F nicht etwas zu viel ist, muss ich noch testen. Wie ich schon sagte, nahezu alle Kinder trauen sich im Dribbling so gut wie alles zu. Gehen mit Verve in die 1vs.1 Situationen, würde auch die ganze Mannschaft ausspielen, wenn das ginge. Das ist bisher ein fester Bestandteil des Trainings und daher für die Kinder im Spiel anwendbar. Aber wie gesagt, immer häufiger kommt jetzt auch der Versuch des Passes. Einfach so......


    Ich denke es würde daher schon reichen, wenn die passgebenden Kinder das Gefühl bekämen, dass das auch eine vielversprechende Lösung ist, sprich, wenn da mal einer steht.
    8)

    Jetzt meckert keiner mehr über unser langweiliges Konditionstraining in der Zeit des Hallentrainings.
    Wir wir haben wirklich stark gesteigert. Aus einem zweistelligem zu Null was wir nicht nur einmal Kassiert hatten sind wir im letzem Spiel mal wieder mit lediglich zwei Toren Rückstand heraus gegangen. Die Jungs haben gekämpft wie die Löwen, wir hatten nicht einen Auswechselspieler ( der Gegner hatte 4 )


    Ich habe meinen Jungs klar gemacht wie geil sie gespielt haben und wie sehr sie konditionell überlegen waren und auch die Jungs waren dann, nach ein wenig Ergebnis sacken lassen, mächtig Stolz.

    Der Zusammenhang Kondition mit F-Jugend und Spielergebnis würde mich mal interessieren.

    Genau, Du kannst ja noch weiter Zeit-, Raum- und Gegnerdruck erhöhen - es würde mich wundern, wenn Deine Kinder schon so weit sind, dass alle das Passspiel beidfüßig in höchster Geschwindigkeit auf engstem Raum und unter größten Druck beherrschen. Sollte das tatsächlich so sein, schick mir mal ein paar zur Verstärkung meiner C vorbei :P

    Ha, dem ist natürlich nicht so. Wäre es so, würde ich, a.) Dir gerne ein paar Spieler schicken -8)- und b.) gar nicht darüber nachdenken, ob ich solche Übungen trotz des jungen Alters der Kinder machen soll - ich würde es dann sinnvollerweise einfach tun.


    Nun, die Kinder selbst wissen gar nichts von den Ausbildungszielen, die sie erlernen und Schritt für Schritt erreichen sollen. Dennoch nehmen in der Zwischenzeit ca.50% meiner Kinder den Ball und spielen ihn als Pass in die Gasse oder in den freien Raum. Ohne, dass wir das jemals trainiert hätten oder ich das auch nur ansatzweise abverlangt hätte. Sie tun es einfach. Problem: Da steht meist keiner und der Passgebende zuckt mit den Schultern. Das passiert inzwischen immer häufiger - obwohl wir das Dribbling und die Individualtaktik absolut im Vordergrund haben. Natürlich sind die Pässe oft nicht perfekt getimt, zumindest meine ich das zu sehen, da die meisten ja nicht verarbeitet werden.


    Ich schließe daraus zweierlei:
    1.) Die Kinder wollen Passkombinationen spielen und warten darauf, dass wir das trainieren.
    2.) Die Kinder müssen nach wie an der technischen Umsetzung des Passes arbeiten.


    Übrigens haben wir an diesem Wochenende gegen eine der Mannschaften gespielt, die unsere Staffel beherrschen. Nach großem Kampf, Leidenschaft und Einsatz stand es zur Halbzeit noch 0:0 - am Ende jedoch 0:4. Und wir wurden durch Ballstaffetten und Passkombinationen ausgespielt. Ich möchte nicht wissen, wie deren Training abläuft. :rolleyes:

    Nicht nur "vielleicht" :) : Das Passspiel als technische Übung gehört zu den methodischen Reihen, die der DFB für die technische Grundausbildung zumindest ab E (oder auch F?, ich habe es gerade nicht aktuell auf dem Schirm, weil ich eine C trainiere) vorsieht.


    Nett gesagt.
    8)
    Du musst natürlich die Intention des Themas berücksichtigen. Hier gehts ja nicht um die grundsätzliche Diskussion der Ziele, sondern um deren Handhabung und Flexibilität.


    Natürlich muss der technische Pass in der F und E (und auch später) gelernt werden. Das ist zwingend nötig, um später am taktischen Passpiel überhaupt teilnehmen zu können. Nützt ja nichts, wenn die Idee stets gut, die Ausführung aber meist schlecht ist.


    Ich überlege eben, jetzt schon einen Schritt weiter zu gehen, zumindest vorübergehend. Weil ich eben bei einigen Kindern klar merke, dass sie darauf warten - Ausbildungsziele hin oder her.


    Wenn ichs mir aber recht überlege - und das meine ich mit intensivieren - sollte man dem eher dahingehend nachgeben, dass man doch erstmal weiter Passübungen statt strategischen Passspiel intensiviert . Diesen Schwerpunkt werde ich jetzt setzen (vorher wars 1vs1, Tricks, Koordination etc.).


    Mal schauen, obs den Kindern reicht.
    ;)


    Ich denke Du sprichst und fragst für eine E (Jahrgang 2001).


    Hier würde ich grundsätzlich viel laufen lassen, freies Spiel so weit es geht, egal welchen Trainingsschwerpunkt es gibt.


    Wenn man was korrigieren will, z.B. schnelleres Spiel abverlangen, mehr oder weniger Zweikampfhärte, weniger bolzen etc, dann ist reinrufen immer die schlechtere Lösung.


    Ich bevorzuge dann eher ein kurzes "einfrieren", 4 klare Sätze zu allen Kindern und weiter geht's. Unsere Spiele sind meist keine 8 vs.8 - , sondern eher zwei 4 vs.4 Spiele. Im Schnitt friere ich hier 2 mal pro Spiel ein. Denke das reicht bei den Kleinen.

    Meine Antwort aus völliger Überzeugung:


    JA, eindeutig so weitermachen. Loben wenn sie selbständig ins taktische Einsteigen und ein Auge für das Spiel bekommen und nicht abweichen.


    Das Rezept wäre für mich, das Thema durch andere Trainingsmethoden (Schreiner, Coerver, eigene Ideen) oder durch höhere "Schlagzahlen" (noch mehr Stationen, damit der einzelne nicht "herumsteht") zu intensivieren. Intensivieren hieße auch, das Training schneller zu machen, vielleicht auch mal ein Training ausdenken, wo sie mitdenken müssen, ....irgendwelche Spiele bei denen sie innerhalb der Ziele arbeiten...


    Interessant, vielleicht hast Du doch Recht und ich sollte erstmal so weitermachen, was ja auch stets ein volles Trainingsprogramm beinhaltet. Und Coerver mache ich mit den Kindern sehr gerne (und sie übrigens auch).


    Das tust du hier aber nicht :) , weil das Passspiel aus technischer Sicht Thema der F ist. 8) . Sollte ich das richtig verstanden haben, dann hast du offensichtlich gedacht, dass es nicht zu den Zielen gehört. Das Passspiel ist für mich nicht Ziel, aber das Passen können schon...ist ein Unterschied.
    Sollte das Passen (der technische Pass) in deinem Denken entsprechend kein Thema bis Dato gewesen sein, so weisst du dann, das sich da ein weiteres großes Thema für dich auftut.

    Dieser kleine, aber feine Unterschied ist mir wohl bewusst, gehört ja zu den Grundlagen.
    Wir trainieren bereits das technische Passspiel, also wie kommt ein Pass an, kann er technisch überhaupt gespielt werden. Da geht es aber nicht um strategische Spielsituationen, sondern nur um den Pass an sich. Wir machen ansonsten auch viel technische Übrungen, die nicht unmittelbar mit dem Passspiel zu tun haben (Ball hochhalten, Übersteiger, Sohle auf dem Ball rollen, Außenriss etc.).


    Aber ja, vielleicht sollte man das passen als technische Übung intensivieren (ist bisher nicht unbedingt mein Schwerpunkt), statt es schon in einem Spiel abzuverlangen, auch wenn meine Kinder den Eindruck machen, dass sie genau das das wollen.


    Deswegen mag ich das Forum so - hier werden oft sehr substanzielle Trainingsideen besprochen.
    :)

    Andre.
    Vielen Dank für Dein Lob. Freue mich drüber. :)


    1. Du hast schon jetzt so starke Einzelspieler, dass sie die Erfolge haben, die SIE ja auch haben sollen...sie verlieren nicht nur!

    Nein, wir verlieren nicht nur, im Gegenteil, bisher haben wir dreimal verloren (dem gegenüber stehen 5 Siege und 2 Remis) und zwar gegen Mannschaften, die uns regelrecht ausgespielt haben - mit klassischem taktisch, strategischem Passspiel. In diesen Vereinen wurde das offensichtlich bis ins kleinste Detail trainiert und es sind auch die Mannschaften, die die Staffel beherrschen.


    Gegen uns haben diese Teams allerdings keine Kantersiege eingefahren (wie gegen alle anderen), weil meine eben gefightet haben und beim Zweikampf sogar eher überlegen waren. Es gab auch durch zwei, drei offensive Dribblings immer wieder Großchancen für uns.


    In einer F reicht das aber alles nicht, um gegen solche Mannschaften Spiele zu gewinnen, was auch gar nicht schlimm ist. Das nur mal so am Rande.
    8)

    Das ist genau das, was ich meine. Beaobachtet man seine Spieler, erkennt man bei vielen fussballerische Verhaltensweisen, die vielleicht manchmal nicht den Ausbildungszielen der jeweiligen Jugend entsprechen. Du beschreibst das mit einer Spielintelligenz, deren Entfaltung durchs freie Spiel, also eben genau durch Anwendung der Ausbildungsziele, gefördert worden ist.


    Das ist natürlich die beste und schönste Art der Betrachtung.



    Was macht man aber mit solchen Beobachtungen? Einfach so weiter mit dem Wissen, wir werden stärker, aber erst in 2 oder 3 Jahren? Oder gibt man dem zumindest Ansatzweise nach, um den Kindern Perspektiven zu bieten.


    Ich für meinen Teil tue dies, in dem ich jetzt 4 Wochen größten Wert auf das saubere Passpiel mit anschließendem Torerfolg lege.


    Und wie gesagt, danach geht's wieder an die eigentlichen Grundlagen mit meinen eigenen Schwerpunkten 1vs1 und Technik-Dribbling.



    PaulBreitner


    Du hast einen entscheidenden Punkt genannt. "Das Tempo der Ausbildung bestimmen die Kinder, nicht der Trainer". Ich verstehe das als Aufforderung zur Flexibilität.


    Wenn man als Trainer den Eindruck hat, das die Kinder mehr wollen, sollte man also auch mal den strikten Pfad der altersgerechten Ausbildungsziele verlassen (können) - so verstehe ich Dich.


    Ich bin aber dennoch klar für die vorgegeben Ausbildungsziele, übrigens nicht nur angelehnt an den DFB

    Liebe Trainerkollegen,
    mich beschäftigt schon lange, wie andere, besonders erfahrene Trainerkollegen mit diesem Thema umgehen.
    Klar, es gibt die Lehrbücher, die Empfehlungen des DFB, die klaren und eindeutigen Ausbildungsziele jeder Jugend.
    Daran sollte man sich halten und seinen Stil entsprechend kreativ einbringen.


    Aber wie konsequent verfolgt Ihr diesen Weg? Schaut Ihr euch stets Eure Spieler genau an und handhabt die Trainingsphasen flexibel? Oder geht Ihr mehr, sagen wir, orthodox vor: Das ist jetzt laut Lehrbuch dran und das machen wir jetzt auch.


    Es gibt bei mir einen ganz konkreten Hintergrund: Ich trainiere eine ältere F1 und seit Beginn unserer Arbeit habe ich versucht, die Kinder mit ausgiebigem 1vs.1 oder 3vs.3, Koordination, Technik oder Dribbling/Einzelaktionen zu fördern. Das ist aus meiner Sicht auch ganz gut gelungen. Wir haben eine engagierte, zweikampfstarke Mannschaft, bei der sich jeder im Dribbling so gut wie alles zutraut. Technisches Passspielen funktioniert auch schon ganz gut.


    Nicht einmal haben wir bisher strategische Passfolgen geübt, nicht einmal ein 4vs.2, nicht einmal ein gewinnbringendes Kombinationsspiel. Nichts dergleichen. Unsere Spiele sehen dementsprechend aus. Wenn wir gewinnen, dann aufgrund unserer Körperlichkeit und der technischen Komponente: Schnelligkeit, Zug zum Tor, Selbstvertrauen im Dribbling. Wenn wir verlieren, dann aufgrund des zeitweiligen Chaos', das bei uns im Zusammenspiel herrscht.


    Mich beunruhigt das nicht, aber mich beschleicht mehr und mehr das Gefühl, dass einige Kinder regelrecht darauf warten, wann wir endlich solche strategischen Dinge beginnen. Wir haben ein paar Spieler, die das schon automatisch machen, aber es ist eben innerhalb der Mannschaft ohne Flow, weil niemand weiß, wo er hinzulaufen hat oder wie er sich ins Passspiel einbringt. Bei manchen habe ich auch das Gefühl, dass ihnen jegliches Verständnis fehlt, den Ball ausgerechnet jetzt, wo ein Dribbling möglich ist, abzuspielen. Im Grunde gefällt mir das......


    Aber ums klar zu sagen, mir geht es hier nicht um eine Rechtfertigung fürs strategischen Passspiel im Bambini, F- oder E- Alter, oder um Verständnis für erfolgsorientierte "Übungs-ich will gewinnen-Leiter".


    Mir geht es um Eure Einschätzung, wie flexibel man mit den Ausbildungszielen umgehen sollte.


    Meine Lösung sieht jetzt erstmal so aus, dass wir die nächsten Wochen 4 vs. 4 Spiele auf groß abgesteckten Feldern machen, bei denen nur Tore durch einen gelungenen Pass zählen (ähnlich einer Coerver Übung). Ich möchte den Kindern dadurch die Möglichkeiten aufzeigen, die sie, außerhalb dessen was sie kennen, haben - ihnen etwas anbieten.


    Danach werde ich konsequent umswitchen und wieder die körperlichen und koordinativen Dinge, sowie alle anderen Grundlagen dieser Jugend in den Vordergrund stellen.

    Es kommt halt immer auf die Größe des Kaders an.
    Einen 12 Spieler F-Jugend Kader mach ich locker alleine - das ist gar kein Problem. Letzte Saison hatte ich mal 19 gemischt F/G - das ging nicht mehr. Da musste man zu zweit sein.

    Also ich denke, als quereinsteigender Spielervater-Trainer sollte man eine Mannschaft nicht alleine trainieren, schon gar nicht Bambinis oder F-Junioren.

    Such dir ein- oder zwei Co-trainer, das müssen keine Super-trainer sein, das kann auch einfac ein C-jugendspieler sein, der darauf Lust hat und das auch gut macht.


    Dann kannst du die gruppe mehr aufteilen, nach Alter oder wie du es eben vorziehst.

    Ich denke, dass dies der wichtigste Punkt ist. Eine Bambini Mannschaft (oder eine F-Junioren) sollte man nicht alleine machen, sondern immer mit mindestens einem, besser zwei Trainern. Hab da auch schon meine Erfahrungen gemacht.


    - Schritt 1: Such Dir Hilfe und teile die Kinder dann konsequent in zwei Gruppen. Vieles wird dadurch leichter.


    Enorm wichtig ist auch, dass Du mindestens 20 Minuten vor Trainingsbeginn da bist und alles soweit vorbereitest. Das verhindet Chaos und gibt Dir und den Kindern auch eine Art Sicherheit.


    Und natürlich musst Du Dir klar machen, was man mit Bambinis überhaupt trainiert. Renn- Fang- und Staffelspiele sind hier schon sehr gut. Danach vielleicht noch eine leichte Ballübung und schliesslich das Abschussspiel, oder besser, bei zwei Trainern, je 3 gegen 3 oder 4 gegen 4 Spiele.


    Das ist dann schon ein intensives und volles Bambini Training.


    Ich mache gerne folgende Übung, weil man da viele Kinder beschäftigen kann und sowohl Ballkontrolle als auch koordinative Sachen geübt werden. Allerdings habe ich eine ältere F, da kann man natürlich schon mehr machen.
    Koordination 1 Kopie.pdf


    Und natürlich solltest Du dafür sorgen, dass Du ein angemessenes Training machen kannst.
    Ganz ruhig, ohne viel Worte und ohne Rumgeschreie.


    Wenn ein Kind partout nicht hören oder mitmachen will und auch die anderen stört, schick es in die Kabine (in die Kabine und nicht 3 Meter neben das Feld). Das Training ist für dieses Kind dann beendet.
    Nach dem Training redest Du kurz mit den Eltern - und meist läuft es dann beim nächsten Mal besser.
    Kinder sind für solche Maßnahmen durchaus empfänglich.

    Für Dirk am Rande:
    Ich hatte gedacht, das klar ersichtlich wird, dass ich nur den Vollspannstoß meinte. Du schreibst selbst, dass Coerver hier nicht zwischen den Schlagtechniken differenziert, und diese halt im Passing und Recieving mitgeschult werden. Bei Innenseitstoß, etc. für mich verständlich, aber, wie alle Kinder die saubere Technik des Spannstoßes so erlernen wollen, ist für mich schwer nachvollziehbar.

    Wie immer sehr interessant die ganze Diskussion.
    Ich würde den Thread gerne nochmal hochholen, weil mich dieser Hinweis von Sir Alex sehr interessiert.


    Ja, Coever "verarbeitet" den Torschuss im Passtraining und das finde ich sehr gut. Gründe wurden in dieser Diskussion ja zur Genüge genannt. Erst neulich konnte ich bei meiner Mannschaft bei einem Hallenturnier beobachten, dass viele Pässe zwar gut und sauber gespielt werden, aber oft viel zu hart waren, sodass sie nicht erreicht werden konnten, was ja nicht schlimm ist.
    In vergleichbaren Spielsituationen vor dem Tor, wäre ein solch hart geschossener Pass der perfekte Abschluss gewesen, doch da kamen dann meist ganz andere Schüsse raus, manche rollen gemütlich in die Arme des Torhüters.
    8)


    Daher finde ich den Coever Ansatz hier bereichernd und richtig.


    Aber in der Tat, wie geht Coerver eigentlich mit dem Vollspannschuss um? Dirk hat hier nichts dazu gesagt und ich kenne keine Coever Übung, die explizit den Vollspannstoß als Passtechnik abverlangt. Hat hier jemand eine Idee?

    Wir spielen und trainieren mit unserer F in der Halle ausschliesslich mit einem Futsal, allerdings nach normalen Fussballregeln. Kann ich nur jedem empfehlen.


    Das Spiel in der Halle mit einem normalen Fussball ist aus meiner Sicht oft grenzwertig, gerade für die Kleinen. Der Ball befindet sich ständig in Hüft- oder Brusthöhe, fliegt in 80% der Fälle ins Aus und fördert eher das Hin und Her bolzen.


    Mit dem Futsal gibt es mehr Spielfluss, mehr Kreativität.


    Und alle anderen Vorteile wurden ja auch schon genannt.

    Anakiny, ...genau so ist es wie du es wiedergegeben hast. Wie du es beschreibst, läuft es doch bei dir auch so.


    Du gibtst nicht die Positionen vor....und wie läuft es Ergebnistechnisch?

    Nun, unsere Kinder haben schon Positionen, also wir spielen mit einer vorgegebenen Aufstellung. Aber alle Kinder bekommen viel Freiheiten.
    Die Ergebnisse sind vielversprechend, wir sind seit Anfang September ungeschlagen, haben nur die ersten beiden Spiele verloren.

    Wie spielt ihr gegen die, die auf Position mit Manndeckung spielen.


    Dürfte sich anfangs ja auch eine Traube gebildet haben.....vor allem, wenn die sich an die Manndeckung gehalten haben.


    Allein daran erkennt man, wie nachteilig die Manndeckung ist, ...finde ich.

    Es ist extrem schwer für die Gegner, gegen uns Manndeckung zu spielen, weil unsere Kinder ja oft kreuz und quer über den Platz laufen.
    ;)


    Geht im Grunde nur bei ruhenden Bällen.
    Sobald ich sehe, dass der gegnerische Trainer lautstark Manndeckung fordert ist mir oft klar, dass wir im Vorteil sind.


    Trauben bilden sich eigentlich nur im Zweikampf, wenn ein Zweiter oder Dritter dazukommt. Wenn sich unsere Kinder durchsetzen, wird das Spiel dann aber sofort auseinandergezogen und der freie Raum genutzt. Meist mit schönen Dribblings.

    Aus dem Slogan....NUR EINER GEHT AN DEN MANN....dürften sie automatisch darauf kommen, dass es wohl der Ballnaheste ist. Wenn die anderen lauern und sich hierauf -durch Spielintelligenz- öffnen bei Ballbesitz ....um dann ein Tor zu schiessen, ...dann dürften sich jede Menge Lerneffekte ergeben,

    Ganz genau, Andre, das ist sehr wichtig was Du schreibst.


    Der einzige Unterschied zu Deinem Hinweis ist der, dass ich das im Training nicht zum Thema mache, sondern die Kinder spielen lasse, höchstens anfeuere oder in ihren Aktionen bestärke.


    Ich bin der festen Überzeugung, dass z.B. ein 3vs.3 auf einem kleinen Feld von den zuvor gehetzten Kindern Spielintelligenz erfordert. Sie geraten in eine Situation, wo man seine Kräfte einteilen muss und nicht mit 100% immer jedem Ball hinterher jagen darf. Auch dadurch, dass es bei uns fast immer 4 Tore gibt, müssen sie quasi immer auf der Hut sein und sich im Raum verteilen. Sonst läuft ein Kind einfach durchs freie Tor.

    Hallo Andre,
    mal wieder eine nette Idee von Dir, Deine Threads und Kommentare sind immer informativ, auch wenn ich sie, wie hier, manchmal zwei/dreimal lesen muss, um sie wirklich zu verstehen.
    :)
    Hoffe ich habe Dich richtig verstanden.
    Du regst an, in der F der Traubenbildung entgegenzuwirken und zwar nicht durch den strikten Befehl der Manndeckung, sondern durch den Hinweis, dass nur einer zum Ball geht und die anderen lauern und verschieben......
    Richtig?


    Nun, zur Zeit trainiere ich eine F. Hinweise zur Manndeckung in dem Sinne gibt es bei uns so gut wie nicht (vielleicht nur beim Einwurf, wenn ich direkt daneben stehe). Dennoch kommt es selten vor, dass ein Gegner völlig frei steht und quasi alleine aufs Tor läuft. Auch die Traubenbildung ist zurückgegangen, vor 3 Monaten war das noch anders.


    Meine Meinung hierzu ist, dass bei solchen Sachen vieles von alleine kommt und man es in der F nicht trainieren muss (bin hier oft nicht einer Meinung mit meinem Trainerkollegen, der manchmal Manndeckung abverlangt und bei Traubenbildung "einer nur" ruft - meist bleiben dann aber alle weg und der Gegner läuft alleine weiter ;) ).


    Ich trainiere viel 1vs.1 oder 3vs.3 mit 4 Toren, meist mit Sprintübungen vorher, sodass die Kinder etwas gehetzt in die Zweikämpfe gehen und Mut und Finesse zeigen müssen. Viele haben sich hier in kurzer Zeit enorm entwickelt, stellen im Spiel sofort den Gegner und lernen gleichzeitig, mit ihren Kräften umzugehen (sodass eben nicht jeder zu jeder Zeit alles macht). Das ist vielleicht beim Thema Traube etwas um die Ecke gedacht, aber ich bin mir sicher, dass das zusamenhängt.


    Außerdem habe ich eine interessante Beobachtung gemacht. Wir haben in unserer F Kinder, die bereits die ersten Anfänge von Antizipation zeigen. Die brauchen gar nicht den Mann zu decken, sobald im Ansatz irgendeine Gefahr droht, wird versucht, den Lauf- bzw. Passweg des Gegners zuzumachen.


    Ich betone: Ich habe das nicht trainiert oder verbal abverlangt, ich glaube ich habe so gut wie nichts dazu gesagt bisher.

    Wahnsinn, warum machen die sowas? Bei uns darfst du sogar bis in die Kreisliga-Senioren Rückwechseln. Sprich wenn ich schon raus bin aber ein toller Freistoßschütze bin, kann der Trainer mich kurz vor Schluss nochmals bringen. Dies ist wie gesagt bis zur Kreisliga Senioren möglich.

    Das ist bei uns theoretisch auch möglich, aber eben nur, wenn Du bis zu dem Zeitpunkt 3 x gewechselt hast. Dann kannst Du auch den zuvor ausgewechselten Spieler wieder einwechseln, eben als 4. Wechsel. Aber nach dem 4. Wechsel ist so oder so finito.


    Aber jetzt wirds langsam ein Off-Topic.
    ;)

    Im Kleinfeld darfst du wechseln so oft du willst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Landesverband gibt, welcher in der F/E Jugend vorschreibt nur 4xMal zu wechseln.

    Also bei Euch ist man fortschrittlicher und vor allem denkt man in erster Linie offensichtlich an die Kinder (denn es können stets alle spielen).


    Du wirst es nicht glauben. In unserem Landesverband ist es so, 4 x wechseln, dann finito und zwar ab der F.

    E Jugend....passen trainieren (ist Thema der E)....aber kein Passspiel abfordern.....

    Du meinst die spielerisch technische Möglichkeit eines jeden Kindes, einen guten Pass zu spielen.
    Da stimme ich zu, solange es kein stragtegisches Passspiel beinhaltet.

    frei Spielen lassen


    = Passintelligenz fördern


    So übersetze ich das jedenfalls. Gruß Andre

    Okay, dann wärs eine Überlegung wert.


    Ich interpretiere die von Dinho80 erwähnte Passintelligenz als Forderung ans Kombinationsspiel.


    Dinho80: Kläre uns auf: Wie meinst Du's?
    8)

    Ich habe nicht gesagt, dass die Kinder immer auf der gleichen Position verschieben. Jeder kommt auch mal in die Mitte oder nach Aussen. Problem ist hier oft die linke Seite, da wollen die Jungs als Rechtsfuß nicht so gerne hin. Das müssen die aber auch lernen.......
    Das Prinzip habe ich aus dem Eishockey übernommen. Hier habe ich auch die C-Lizenz und eigentlich als Spieler sogar höher als im Fußball gespielt.
    Beim Eishockey, spielst du in diesem Alter immer in Blöcken. Jede Minute ertönt ein Signal und dann kommt der nächste Block aufs Eis.
    Als Sportleher lege ich viel wert auf eine gesamtheitliche Ausbildung. Da ich auch keine Lust habe, Kinder eine Halbzeit warten zu lassen, wechsele ich spätenstens nach fünf Minuten im Dreierblock. Dabei erkläre ich den drei Jungs die gleich hinten reinkommen, wo genau jetzt ihre Position besteht. Damit beim nächsten Wechsel kein Chaos entseht rücken diese entsprechen eine Position nach vorne. Es kann also sein, dass beim erneutem Einwechseln der Spieler vorher rechts Aussen gespielt hat nun hinten in der Mitte beginnt und dann eben vorne in der Mitte spielt. Ich denke du wirst schnell merken, welcher Rhytmus für die Kids gut ist. Wie gesagt ich habe 9 "ausgewählte" Feldspieler und sehe keinen Grund warum nicht jeder auf jeder Position und jeder gleiche Spielzeit bekommen soll.

    Klasse, finde ich spitze, Deine Methode.
    Ich frage mich nur, wie das bei den Spielen funktioniert. Bei uns darf man nur 4 x auswechseln, sodass man im Grunde nur einen kompletten Block tauschen könnte. Kann man bei Euch wechseln so oft man will?


    Wenn ich noch eine Bemerkung zum Threaderöffner geben darf. Der Zusammenhang E-Jugend und Passintelligenz macht mich etwas stutzig. Ich denke, dass es für die E-Jugend fast noch etwas zu früh ist, Passintelligenz zu fordern. Sicher es gibt immer ein paar Spieler, die das automatisch machen und es sieht auch wunderbar aus, aber das "Fordern" ist hierbei aus meiner Sicht eher kontraproduktiv.


    Du schreibst: "nach Aufforderung des Trainers trotzdem keine Defensivarbeit leisten".


    Wie forderst Du sie auf? In der Halbzeit? Vom Spielfeldrand?


    Ich sage meinen Abwehrspielern stets, dass sie auch stürmen dürfen und bloß nicht hinten stehen bleiben sollen (F-Junioren). Im Grunde wissen meine Kinder, alle stürmen, alle verteidigen. Das klappt.

    Naja, vielleicht doch nochmal ein paar Worte an TRPietro, weil ich ja eigentlich Anhänger der versöhnlichen Töne bin.


    Gehst Du den Thread durch wirst Du einige lobende und anerkennende Bemerkungen von mir zu Deiner Meinung finden (z.B. das mit der "Talent-Blume"). Ich bin bei diesem Thema im meinungsbildenden Prozess und lasse diese guten Hinweise durchaus einfließen, auch Deine.


    Dennoch überwiegt meine Einstellung, in unserem Verein für die Jahrgangstrennung zu stimmen. Hierfür habe ich im Verlauf der Diskussion gute Grunde benannt, die man nicht teilen muss, aber zumindest respektieren sollte.


    Auch ich bin über 15 Jahre im Vereinsfussball tätig, würde aber nicht behaupten, alles schon erlebt zu haben. Zumindest in unserem Verein beobachte ich aber eine Tendenz, die mich dazu veranlasst, für die Jahrgangstrennung einzustehen.


    Peace.


    Anakiny