Beiträge von PaulBreitner

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    Also ich hätte da noch ein paar Fragen.... :D


    das Herz kann kein weiteres Blut bzw. nicht in ausreichenden Mengen nachpumpen.
    Also werden die Muskeln, die sowieso schon unterversorgt nach Sauerstoff schnappen,


    1. Wieso soll das Herz kein oder nicht genug Blut nachpumpen können? Wenn Du nicht Herz-/Kreislaufkrank bist, gibt es dafür keinen Grund. Ist Dein Kreislauf nicht in der Lage Blut in das Bein zu Pumpen, solltest Du anfangen über einen Notarzt oder alternativ über eine Amputation des Beins nachzudenken ;)


    2. Wieso sollen die Muskeln mit Sauerstoff unterversorgt sein? Auch dafür gibt es keinen Grund, solange der Mensch gesund ist. Vor allem nicht in Ruhe. Unter Belastung kann der Muskel zu wenig Sauerstoff für die aerobe Energiegewinnung kreigen, ja. Aber dann holt er sich dei Energie anderweitig und produziert halt etwas Milchsäuresalz - Lebensgefährlich ist das aber nicht ;)


    Wadenkrampf ist der Ausdruck einer Mangelversorgung, entweder vom Nerv ausgehend oder von den Blutgefäßen.
    Der Engpass der zur Unterversorgung führt kann an der Wirbelsäule, am Becken, am Oberschenkel, an der Kniekehle oder an der Wade selbst sein.


    Meinst Du damit, dass die Mangelversorgung des Muskels aus den Blutgefäßen durch einen mechanischen Engpass ("weil was eingeklemmt ist oder so") kommt und deshalb ein Krampf ausgelöst wird? Oder wie soll ich das sonst verstehen.


    Mangelversorgung ist nach Stand der Wissenschaft in diesem Zusammenhang ursächlich entweder wg. a) tatsächlich zu wenig vorhandenen Nährstoffen (schlechte Ernährung) oder b) durch das beschriebene "Transportproblem" von Nährstoffen, welches elektro-chemische Ursachen hat (darunter fällt das Wasserproblem, Natrium-Plus-Ionen-, Chlorid-Minus-Ionen- oder Kalium-Plus-ionenmangel).


    bei dem wir die betroffene Stelle mit Eis einreiben


    Wieso das denn? Sollte Dein Eisauflegen überhaupt bis in die tiefere Schichten des Körpers vordringen, verstehe ich den Sinn nicht, denn Kälte hat eine gefäßverengende Wirkung (damit u.a. abschwellende Wirkung) bzw. ggf. eine entzündungsreaktionshemmende Wirkung. Beides macht aber bei akuten(!) Krämpfen bzw. deren akuter(!) Behandlung im Sinne von EAMC doch gar keinen Sinn.


    Ich frage mich übrigens auch, was denn die Haut dazu sagt, wenn man Eis solange drauf legt, dass die Kälte in die tieferen Schichten so massiv vordringt, dass sie einen Effekt hätte. Hat die Haut kein Problem, dann dürfte kaum Kälte über die tieferen Hautschichten hinauskommen.


    Bitte unbedingt um fundierte(!!!) Aufklärung. Vielen Dank dafür.


    Meines bescheidenen Kenntnisstandes nach: Nicht lange rumscheissen und den Krampf schlicht rausdehenen. Ob das Bein dabei hochgehalten wird oder nicht ist im Prinzip völlig wurscht - Hauptsache der Schmerz lässt nach. Bei leichteren Krämpfen hilft auch rumgehen und fest auftreten.


    Nebenbei ein Selbstvesuch: Hinlegen auf den Rücken. Zieht man die Zehenspitzen zum Schienbein und lässt den Fuß waagerecht und hebt das Bein dann an, wird man sogar eine leicht höhere Dehnspannung bei angehobenem Bein feststellen.


    LG Paul

    Heute geht man überwiegend (nicht ausschließlich) davon aus, dass bei einem sich ausgewogen ernährenden Menschen sog. EAMC (Exercise Assosiated Muscle Cramps - unbedingt zu unterscheiden von Krämpfen in Ruhe) von einer lokalen Überbelastung und Wasser- bzw. Salzmangel herrühren. Durch die ausgewogene Ernährung aufgenommene Mineralstoffe können dann nicht in belastungsgerechten Mengen in die Zelle transportiert werden. Im Wesentlichen handelt es sich bei den allermeisten Fällen von EAMC um so ein Elektrolytungleichgewicht wg. diesem "Transportproblem". Kälte oder Medikamente die man nimmt begünstigen das Auftreten von EAMC ebenfalls.


    Magnesiumgabe hilt in solchen Fällen nur dem Apotheker und hat u.U. lediglich ne Placebowirkung. Überdosierte Magnesiumgaben können während des Sports sogar zu Magen-/Darmproblemen kommen.


    Ernährt man sich schlecht (Krämpfe in Ruhe könnten ein Indiz sein), sollte mn ebenfalls nicht Magnesium supplementieren, sondern sich vernünftig ernähren. M.E. ist Ernährung und dem Trainingszustand (und dem Alter) angepasstes, langfristig und kontinuierlich aufgebautes Training die beste Vorbeugung gegen Muskelkrämpfe.

    die grundregeln würden mich interessieren.


    Nimm die Tabelle 14-1 auf Seite 198 und den text auf Seite 199 aus dem Link von Dobrin. Hier nochmal der Link: http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=97205779x&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=97205779x.pdf Das ist die Essenz dessen was meinem Kenntnisstand nach mind. seit 10 Jahren - eher mehr - "state-of-the-art" in der Anwendung des Dehnens ist.


    Ich persönlich handhabe das so


    - Ich dehne vor dem Sport nicht. Ohne Ausnahme.
    - Ich arbeite viel an der Beweglichkeit direkt nach dem Training und auch in eigenen Einheiten. Wenn in eigenen Einheiten, dann min. 20min. Im Endeffekt ist das dynamisches Dehnen. Das halte ich für meinen Körper und die Leistungsfähigkeit für zentral. Ich konnte meine Laufleistung nachvollziehbar in Traningsprotokollen deutlich ökonimisieren dadurch: Ich wurde bei gleichem Training schneller. Ausserdem habe ich den subjektiven Eindruck, dass ich intensive Einheiten besser verkrafte.
    - Bis an die Schmerzgrenze gehe ich auch nie - immer nur submaximal.
    - Pi-mal-Daumen eine Ganzkörperdehneinheit in der Woche (statisch) - das hat mehr was mt "Körperpflege" zu tun. So wie es auch in der Arbeit steht: Das steigert das das Wohlbefinden.
    - Exzentrisches dehnen der Waden zu Prevention von AS Beschwerden mache ich auch (mehr oder weniger) regelmäßig. Das ist mein Schwachpunkt. Wenn ich mich verletze dann AS Entzündung.
    - Beim Rumpfkrafttraining versuche ich auch die vollständige ROM (Rage of Motion) der Bewegung hinzukriegen. Je nach Übung halt.
    - Krafttraining sowieso aber fast nur mit freien Gewichten - aber das führt jetzt vom Dehnen weg, abgesehen von den Fliegenden vielleicht.


    So ... jetzt geh ich noch Laufen (ungedehnt) und dann ab in den Flieger und in den Urlaub 8)

    Die Studien sind schon richtig - keine Frage. Ich stimme Dir zu. Darum geht's mir nicht.


    Was ich aber überhaupt nicht nachvollziehen kann ist die Panikmachen a la "Finger weg!" Wenn im Graubereich das Thema auch umstritten ist, so ist das was im Breitensport anwendbar ist deutlich bekannt und das weiß jeder der sich ernsthaft dafür interessiert. Ausserdem ist es recht einfach und nicht kompliziert. Selbst die Leistungsminderung ist im Breitensport kein Problem, also "who cares?"


    Deine Einlassungen zu der schlechten Technikfähigkeit der Trainer (auch dem stimme ich zu) führt ja diese "Finger weg! wenn man keine Ahnung hat" Empfehlung ad absurdum. Denn was wäre denn die Konsequenz?


    Was ich mit Körpererfahrung im Leistungsport meine - da habe ich mich schlecht ausgedrückt;sorry - ist nicht nur Leistungssport betrieben zu haben, oder sich dem dehnen verweigert zu haben, sondern: Mach mal ne Saison lang 7-14 Trainingseinheiten pro Woche 48 Wochen lang - mal mit funktioneller Gymnastik bzw. Dehnübungen so wie Du es für richtig hältst und dann mach das ganze mal ne Saison ohne. Dann reden wir weiter - dann hast Du Erfahrung.


    Ich habe beides gemacht. Und ich habe mit (Leistungs)sportlern aus verschiedenen Sportarten gearbeitet und mich mit Athleten und Trainer darüber ausgetauscht. Mein Fazit aus der Praxis (vor dem Hintergrund eines zugegebenermaßen laaaange zurückliegenden Sportstudiums): Dehnen ist kein Teufelszeug, die Grundregeln sind leicht erlernbar (die finden ja sogar in der von Dir verlinkten Arbeit auf einer DIN A4 Seite platz) und es ist weit davon entfern dem Breitensportler zu raten "Finger weg!" Das ist einfach voll überzogen und ein Ratschlag von einem, der eine extreme Position zum Thema hat. Nix weiter.

    Wenn ich das richtig verstehe, ...


    Ich sage nur, dass m.E. nach im Spitzensport - in dem es eine Talentdichte gibt) bei einem einfachen Faktor wie Ausdauer/Schnelligkeit keine so signifikante Leistungsabweichungen nach oben vorkommen. Das mag ein Indiz dafür sein, dass Dortmund dopt.


    Ich denke aber - Links wurden genug gepostet - das der gesamte Geldsport und damit auch der Fußball mit pharmakologischer Hilfe arbeitet.


    Frage: Warum halten die denn alle dicht?


    Frag im Radsport, der Leichtathletik, der Schwerathletik, dem Schwimmen und und und nach ;)


    Machst Du's Maul auf bist Du raus. Ggf. sogar noch mehr.


    aber von systematisch gedopten Spielern beim BVB zu sprechen, nur weil die Bayern gerade mal in einer Saison nicht Meister wurden und deren Spielweise als unattraktiv empfunden wurde .... ich weiß nicht...?!?


    Vorsicht! Das ist nicht der Grund. Es ist a) ein Indiz und b) sachlich argumentiert.

    Es stellt ja kein Mensch die (alten und für jeden verfügbaren) Ergebnisse dieser Arbeit in Frage. Das stimmt schon was da steht - zumindest ist das mein Kenntnisstand. Mei - und mit den Physios ist es genauso wie mit den Arzthelfern: Die meisten meinen auch sie wären Ärzte - und der bei nostretch führt ja ganz offensichtlich einer einen "Feldzug" ;)


    Wenngleich ich schon Schmunzeln muss - mit Morgi hatte ich die Diskussion schon - ein maximales n=15 ist ja ein Witz. Aber so läuft das halt - wissenschaftlicher Anspruch hin oder her. Gott sei Dank rafft das die Autorin sogar noch selbst und schreibt im Ausblick, dass man größere Stichproben nehmen sollte weil ggf. die Erkenntnisse verändert werden könnten. Letzteres glaub ich zwar nicht, aber sie muss das schreiben, sonst fragt sie der Prof. womöglich noch ob sie überhaupt mal in ner Vorlesung war und das wäre peinlich.


    Wie auch immer: Probier es doch selbst aus. Ich habe den Verdacht das Du selbst recht wenig Erfahrung mir Sport - insbesondere Leistungssport - am eigenen Körper hast.


    @Fußballtechnik beibringen: Meiner Erfahrung nach haben davon auch recht wenige eine Ahnung. Das Forum hier dokumentiert das übrigens auch in Form der Kritik an der KiFu-Praxis. Und jetzt? Finger weg vom KiFu?

    dann Finger weg!


    Das wurde zu meiner Zeit auch gebetsmühlenartig gepredigt. Unter'm Strich ist es die Angst der Theoretiker nicht gehuldigt zu werden.


    Was soll denn die Sportwissenschaft für einen Nutzen haben als den Praktischen? Es ist die Pflicht(!) der Sportwissenschaftler Dinge so zu formulieren, dass sie praxistauglich und für die Menschen nutzbar sind.


    Dabei hilft es auch nicht auf die sog. Expertenstreite ("unterschiedliche Kenntnisstände") hinzuweisen - das hat keinen Nutzwert.


    Von was soll man denn die Finger lassen?


    Vom Rumpfkrafttraining? Vom statischen Dehnen? Vom dynamischen Dehnen? Es gibt genug wirklich brauchbare Literatur, es gibt genügend Sportarten, in denen in der Breite hervorragend in diesen Bereichen gearbeitet wird - seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten. Man muss dazu nicht Sport studiert haben - man muss "open minded" sein, dass schon.


    Schau - meine "Zeit" ist jetzt kanpp 25 Jahre her. Während dessen hat man ne Menge Säue durch die Dörfer getrieben. Die Sichten haben sich geändert. Sport musste man trotzdem machen. Man kann ja nicht einfach "Finger weg" rufen und das Training einstellen. Sportwissenschaft überprüft sich immer in der Praxis.


    Zu schreien "Finger weg!" und dann auf eine Doktorarbeit(!), Kap. 5 als interessante Lektüre (was sie ist) zu verweisen ist aber schon ein "Schenkelklopfer". Wo ist die Handlungsempfehlung? Sag jetzt bitte keiner: Ab Seite 198 - dort ist sie nämlich und das ist das was ich fordere und die Dokumentation der Pflicht ;)


    Komischerweise steht da das, was heute jeder Interessierte weiß (oder leicht wissen kann) - auch der ohne Sportstudium oder gar Promotion - auf jeden Fall ohne Kapitel 5. Sowas aber auch! :D


    Was sich der Sportwissenschaftler immer fragen lassen muss und selbst fragen sollte: Welche Digne hast Du selbst gemacht? Welche Aspekte der Sportwissenschaft hast Du selbst an Deinem eigenen Körper erprüft? Welche Athleten hast Du betreut? In welchen Sportarten?


    In diesem Sinne - keine Angst liebe Breitensportler! Seid seriös, informiert euch ernsthaft, macht kleine Schritte und schaut vor allem zu anderen Sportarten und - habt vor allem Geduld.

    Grundsätzlich stimmt das schon - bei Überlastung können an bestimmten Stellen kleine Risse auftreten. Wir sprechen hier aber nicht von einem kompletten Abriss einer Muskelfaser sondern von Beschädigung von Eiweißstrukturen im Muskel. den sog. Z-Scheiben. Das sind praktisch sowas wie "Endplatten" zwischen den kleinsten, kontraktilen Abschnitten in den Muskelfasern (den Sarkomeren). Bildlich/Naiv: Links und rechts ne Platte, dazwischen Federn. Daran angereit wieder so ne Einheit mit Platten links und rechts und dazwischen Federn usw.


    In der Regenerationsphase baut der Körper das wieder zusammen und es kommt ggf. zu einer Verdickung des Muskels (Hypertrophie). Es reissen halt die Scheiben, die Belastungsspitzen nicht so gut aushalten können. Mit alt hat das aber nix zu tun eher mit mangelnder intramuskulärer Koordination.


    Das schlimmste sind in dem Bereich die sog. exzentrischen (dehnenden) Kraftbelastungen - z.B. bergab gehen. Hier werden die meisten "Zerstörungen" ausgelöst. Deshalb führt man z.B. bei Achillessehnenbeschwerden ein exzentrisches Krafttraining für die Wadenmuskulatur durch, dadurch werden letztlich neue Strukturen gebildet und die Sehne "repariert".


    Heute weiß man, dass dynamisches Dehnen überlegen ist. Ich habe in einem der ersten Beiträge schon mal geschrieben warum: Es wirkt wie ein leichter Krafttrainingsreiz. Statisches Dehnen hat diesen Effekt nicht.


    Ein Dehneffekt hat auch niemals die selbe Wirkung wie ein Krafttraining, das Überlastungsspitzen erzeugt und was der Grund für die "Defekte" in den Z-Scheiben ist.


    Insofern: Viel läuft - auch im Kinderbereich - auf Krafttraining raus um Dysbalancen zu beseitigen und die ROM (Range of Motion) gewisser Bewegungen zu vergrößern. Bei Kindern natürlich nur mit Eigengewicht und hauptsächlich auf den Rumpf fokusiert.

    Nunja ... es steht ja ausser ein paar hervorragenden Blicken auf das Offensichtliche nix Neues auf der Seite ... Das Problem ist in dem Bereich sicher wieder mal der verkrustete Fußball, der nicht nur Jahre, sondern Jahrzehnte hinterherhinkt. Ein einfacher Blick zu anderen Sportarten würde helfen.


    Am witzigsten finde ich den Artikel von 2003 aus der Ärzte Zeitung "Statisches Dehnen schadet". Dort beginnt der Schreiber mit dem Satz:


    Zitat

    Bisher wurde angenommen, daß statisches Dehnen der Muskeln vor und nach dem Sport die Leistung steigert, die Verletzungsgefahr verringert und die Regeneration der Muskeln fördert.


    Schade das es keinen Schenkelklopfer-Smilie gibt. :thumbup:


    "Bisher wurde angenommen ..." und das im Jahre 2003 ... mag sein, dass der Schreiberling das 2003 immer noch angenommen hat ... der Rest der Fachwelt sicher nicht.


    Am Besten informiert man sich bei denen, die Theorie und Praxis mit kontinuierlicher Weiterbildung verbinden. ;)

    und es sind auch schon 20 min vom Training um


    Und noch immer hatte keiner einen Ballkontakt.


    Anschließend baue ich ein Viereck auf, welches ich in 4 "Bahnen" unterteile. An jeder Bahn stehen 4 Kinder. 2 an der oberen Kante, zwei an der Unteren. Im 1-1 Spielen wir nun Fange. Die Oberen, müssen versuchen es über die untere Linie zu schaffen ohne Angeschlagen zu werden.


    Und wieder nur fangen und kein Ballkontakt.


    Im Anschluss bekommen alle Spieler einen Ball.


    JUUUHUUUUU!!!