Beiträge von PaulBreitner

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    An Paul. Du meinst der DFB gibt vor das Training spielerisch zu gestalten. So sind zum Beispiel auch Dribbelwettkäpfe Spielfomen und zählen zu den 50 %, richtig verstanden?


    Man unterscheidet zw. Spielen (Spielform) und Üben (Technikübung). Übungen sollen motivierend sein. Deshalb sollte man spätestens bei der zweiten Stufe einer methodischen Reihe das Tor mit einbauen (auf's Tor schießen ist unheimlich wichtig für Kinder - das machen sie sehr gern) und ggf. in der dritten Stufe einen WK organisieren.


    Wenn Du also Schwerpunkt Dribbling hast, kannst/solltest Du so vorgehen:


    Übung organisieren: Du machst das so, dass Du die Übung so aufbaust, dass z.B. nach einem Durchlauf ein Seitenwechsel möglich ist um die Beidfüßigkeit zu trainieren. Dann z.B. Leibchen verteilen, die Hälfte beginnt links, die andere Hälfte rechts. Durchdribbeln und bi der anderen Gruppe anstellen. Klare Ansage.


    Dann die Übung erklären und vormachen - ggf. aus verschiedenen Perspektiven. Nach spätestens 30-60 Sek. sollte die Übung "am laufen" sein.


    Dann kommt die eigentliche "Arbeit" - Du korrigierst individuell indem Du einen raus nimmst und ihm individuell hilfst Dinge zu verbessern. Das ist der allerwichtigste Teil. Solltest Du mal nen Trainerschein machen, nutze jede Gelegenheit dies zu tun. Arbeitest Du bei der Lehrprobe nicht individuell, bist Du so gut wie druchgefallen zumindest haarscharf dran. Das will man sehn. Erwachsene "Street-Soccer-Groupies", die nur dastehen und zusehen will keiner.


    In einer nächsten Stufe baust Du dann das Tor und ggf. einen Torwart mit ein. Auch hier korrigierst Du wieder. Individuell arbeiten ist auch hier essentiell.


    In der dritten Stufe machst Du dann nen Wettkampf draus - Du bringst automatische ne höhere Komplexität rein durch die praxisnahe Anwendung bzw. den Zeit- und Wettbewerbsdruck. Hier korrigierst Du nicht mehr.


    Ein Dribbelwettkampf ist also keine Spielform, sondern der letzte Schritt einer methodischen Reihe.

    Spielformen ist ungleich "einfach spielen lassen".


    Ich hab Dir das schon mal erklärt: Der DFB lehrt das in der Trainerausbildung nicht so wie Du das verstehst.
    Ich habe Dich damals gebeten mir disen Widerspruch zu erklären - bis heute kam dazu nichts.


    Ich präzisiere: Wer auch bei den Minis und der F einfach spielen lässt macht einen schlechten Job gemäß DFB Trainerausbildung. Selbstverständlich gilt das nicht für das Abschlussspiel.


    Für Trainer in der F: Ihr müsst richtig arbeiten. Nicht einfach dastehen und zu kucken.

    Vorsicht!


    Bei freiem Spiel im Wettspiel sind wir uns einige. Aber das was das in diesem DFB Flyer (Konzeption) steht und was im Training gemacht werden soll ist nicht einfach spielen lassen. Das sind kleine Fußballspiele mit verschiedenen Schwerpunkten in Spielformen verpackt.


    Wer im Training nur "einfach spielen" lässt macht einen schlechten Job.

    Ja. Bei den Stützpunkttrainern ist das ja noch nicht wirklich schlimm. Krass wird das erst bei den Trainern in den NLZ. Di Kinder wechseln nach der Sichtung dahin - also in den NLZ Verein. Die sind dann weg.


    Sowohl beim BFV als auch beim DFB ist das bekannt und akzeptiert. Sie sind der Meinung, dass die Vorteile des Systems diesen Nachteil überwiegen.


    Ausserdem ist Fußball sowieso Vetternwirtschaft.

    Auch hier gibt es Sportler die eventuell sogar die gleiche Einstellung zum Fußball haben wie Leistungssportler.


    Das ist richtig - eventuell. Wobei ich bezweifle, dass Du weißt was da im Leistungssport an "Einstellung" verlangt wird. In der Vorbereitung mal 7 Einheiten zu machen ist respektabel aber nur die Spitze des Eisbergs. Aber wenigstens schon im Ansatz dessen was man erwarten muss.


    Aber was hat das mit dem Thema zu tun? Ich check's nicht - sorry!

    Um überhaupt über das "Wie" der Förderung von Stärken und dem Beheben von Schwächen zu reden, muss man die Stärken und Schwächen und vor allem deren Ursachen erstmal erkennen. Ein der schwierigsten Aufgaben überhaupt.


    Und dann sollte man halt nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen. Den Typus "U19 DFB Elf Talent" behandle ich da anders als den "In-der-A-Jugend-immer-noch-beim-Dorfverein" Typen. Erster hat ne echte Chance, be dem schau ich, dass er exakt Null Schwächen hat um die Voraussetzung für nen Profivertrag zu verbessern.


    Beim Zweiten schau ich als Coach, dass er einen g'scheiten Umgang hat, ne Lehrstelle und dass er weiß wie der Hase läuft. Um Fußball kümmere ich mich bei dem insofern, dass er mir beim Verein bleibt, erkennt wie wichtig das Ehrenamt im deutschen Sport ist, soziale Kontakte aufbaut und Spaß hat usw. - ihr wisst was ich meine. Nebenbei versuche ich, dass er noch was lernen kann, obwohl er ggf. eh besser kickt als ich ;)


    Man kann das alles nicht so pauschal sagen - und das geht schon im Kindergarten los. Individuell fördern, betreuen, trainieren. Das ist es doch.

    Ich denke eher das die Spieler die irgendwas richtig gut können, später die besseren sind.


    Diejenige, die alles gut können sind die besseren. Diejenigen, die nur "irgendwas" gut könne, kommen über den Breitensport nicht raus.


    EDIT: Wenn Du ein guter Coach sein möchtest, förderst Du Stärken und behebst Schwächen. So wird ein Schuh draus.

    Bzgl. Training von Stärken und Schwächen: Kommt halt auf das Niveau an und darauf was man will. Grundsätzlich ist es so, dass der Sportler der bessere ist und gewinnt, der am Komplettesten für seine Aufgabe ausgebildet ist. Die Dichte an der Spitze ist so hoch, dass Schwächen i.d.R. sofort bestraft werden.


    Bzgl. der Rotation schreibt der DFB in dem Buch "Fußball von Morgen - Bd. 1 Kinderfußball": Positionstausch hier und da aber keine Rotation.


    Es steht da, dass alle Kinder mal alle Positionen kennen lernen sollen. Man soll aber nicht ständig rotieren und schon gar nicht während eines Spiels. Da steht weiter, dass man einem Kinde, dass sich auf einer Position aber nicht wohl fühlt, keinen Gefallen tut wenn man es auf dieser Position einsetzt. Im Sinne einfacher Spielbedingungen sollte man die Kinder auch auf der starken Seite spielen lassen.


    Meine Persönliche Meinung gerade zu dem letzten Thema: Selbst Nachdenken schadet nicht. Es ist doch völlig logisch, dass man nichts über das Wohle des Kindes stellen darf - nicht mal irgendein noch so tolles Konzept. Andererseits ist doch auch klar, dass ein Schüler je nach Charakter ab und an einen kleinen angemessenen(!) Schubs braucht um den (großen) Schritt nach vorne zu machen. Letztlich: Nicht jedes Kind WILL(!) ausgebildet werden - manche wollen nur kicken.


    Letztens habe ich eine Gruppe neuer D-Jugend Spieler beim ersten Training zugesehen. Der Trainer war auch neu. Ein Frischling. Zuerst haben sie Aufwärmgymnastik gemacht. Nach 15-20min hatten sie den ersten Ballkontakt. Sie haben sich dann in einer Gassenform die Bälle zugespielt und Ball An-/Mitnahme gemacht. Das Ganze in drei, vier Varianten - nicht wirklich mit Erhöhung der Schwierigkeit/Komplexität. Einfach was anderes als nächste Übung. Dann wieder irgendwie locker laufen und dehnen dann haben sie 5 gg 5 im Hütchenviereck auf ballhalten mit Kurzpassspiel gespielt. Dann wieder locker laufen und zum Schluß noch eine Koordinationsübung mit Sprintkopplung. Kein Abschlußsspiel, kein Torschuß, kein Ball zappelt im Netz - nix.


    Unter'm Strich ein Mischmasch aus nem Erwachsenen Training aus der niedrigsten Klasse ohne Know-how und nicht für die D-Jugend. Also volle Scheisse eigentlich. Ich habe mich zusammengerissen und bin nicht hingegangen und habe ihm nicht gesagt, dass er eine Vollpfeife ist. Stattdessen habe ich was anderes getan, nämlich:


    Ich habe eine Jungen den ich näher kenne und der aus der E in eben diese D gewechselt ist - also dort sein erstes Training mit dem neuen Trainer hatte - befragt. Seine Antwort: Es war ein super Training, hat voll Spaß gemacht und endlich war das mal ein Training wie es die richtigen Fußballer (er meinte damit die Erwachsenen in der A-Klasse) machen. Nicht so ein Kinderkram. Wie noch in der E.


    Ich wusste vom befreundeten JL, dass der Junge kurz davor war mit dem kicken aufzuhören. Es machte ihm keinen Spaß mehr. Jetzt in der D hat er voll den Spaß gehabt, bei einem Training, dass in unserem Sinne gar keines ist.


    Ich habe mein Urteil verändert: Es war kein schlechtes Training - es hat dem Kind Spaß gemacht. Das ist das Wichtigste.

    Was ich mir noch nicht so zusammen reimen kann die Einheit mit dem Vorbelastungslauf.


    Direkt vor dem normalen Training. Der Grund ist, dass im echten Spiel der Großteil der Zeit ja auch mit Vorbelastung gespielt wird und man das so im Training bereits einigermaßen simulieren kann. Ausserdem sind die Stoffwechselsysteme bereits aktiv. Natürlich solltest Du in den darauffolgenden Einheiten nicht unbedingt Schnelligkeitstraining (da sind sie zu unfit für und wahrscheinlich schon zu ermüdet) oder an den Technikfeinformen arbeiten (auch das mach man in nicht ermüdeten Zustand). Mach Taktik ( Entscheidungen in ermüdetem Zustand sind schwieriger) oder bekannte Technik (Saubere Ausführung mit Vorermüdung ist schwieriger). Letztlich - das ist ein organisatorischer Effekt - muss man sich nur einen Tag freischaufeln, nur einmal Duschen, nur einmal zum Sport fertig machen usw. Allerdings würde ich die Spielerinnen alleine laufen lassen und kein Mannschaftsding daraus machen. Aber nur für den Fall, dass die Damen in der Lage sind sich alleine auch in dem Bereich zu belasten. Die 30min in dem Tempo sind harter Stoff. Ziehen sie das nicht alleine durch ist der beste Kompromiss leistungshomogene Kleingruppen zu bilden, die das dann gemeinsam durchziehen. Pro Gruppe mind. eine "Leitwölfin" mit Biss.


    Man muss ja erstmal wissen wo dieser All-out-Punkt liegt.


    Du siehst das nicht aber der Sportler selbst. Für den ist "all-out" vieeeeeel leicher zu finden als 90-95% der maxHF. Das schwierigste wird wohl das wirklich langsame Laufen werden. Die wenigsten können richtig langsam Laufen und bewegen sich meist in nem "zwischendrin" Tempo.


    Wenn ich das als zusätzliche TE anbieten würde müßte ich ja irgendwie die Spieler "im Blick" behalten.


    Nein - nicht unbedingt. Lass sie das doch alleine machen oder in den o.g. leistungshomogenen Kleingruppen. Wo gelaufen wird ist charakter- /typabhängig. Pendelstrecken habe den Vorteil bei 50% ein "erstes Ziel" zu haben. Sie haben den Nachteil, dass man die strecke beim Zurücklaufen ggf. als langweilig empfindet. Ist aber eigentlich kein Problem für die paar Wochen. Insofern ist die Pendelstrecke recht praktisch.


    Runden gefallen mir persönlich besser. Da hat man halt das Problem, dass Du für die entsprechende Zeitdauer verschiedene Runden benötigst. Gut sind immer Läufe an Flüssen entlang und zurück, weil heutzutage ja alle paar Kilometer irgendwie ne Brücke kommt.


    Aus praktischen Gründen empfehle ich ne Pendelstrecke.

    Als Ergänzung: Du kannst natürlich - wie Deine Spielerinnen halt insgesamt so drauf sind (mental) - später auch so Sachen probieren wie Morgi sie geschrieben hat. Also


    a) 4min Belastung bei 90-95% / 3min Pause (3-4x)
    b) 1min Belastung bei 90-95% / 1 min Pause (10x)


    Zu a) 4min Geschichten bevorzuge ich Standardintervalle - im Rahmen einer ganzjährigen Planung aber gesteuert über das Tempo und nicht über die Herzfrequenz
    Zu b) Als intermettierende Intervalle wäre mir das 1. nicht fußballspezifisch genung und 2. zu lasch von der Intensität her; ich würde 1-3x10x bis 20x(10sec "all out" / 10 sec Pause) bevorzugen - "all out" heißt wirklich "all out" und nicht "nearly all out" - kriegen die das nicht hin, lass es weg.


    Das geht prinzipiell auch während der Saison. Es gibt oft falsche Vorstellungen: Was einen nämlich wirklich müde macht sind hohe Trainingsumfänge. Bei reduzierten Trainingsumfängen kurze Intensitäten setzen lässt im normalfall eine deutlich schnellere Regeneration zu und steigert die Leistungsfähigkeit, weil es die Superkompensation nicht so behindert wie hohe Umfänge in reizwirksamen Bereichen. Ein entsprechendes Fitnesslevel vorausgesetzt natürlich. Wobei diese 10/10 Geschichte schon heftig ist. Aber das gibt einen richtigen Schub. ;)


    Grundsätzlich würde ich mir an Deiner Stelle aber immer Vor-Ort Rat(!) von jemandem holen, der das schon mal gemacht hat und Deine Spielerinnen mindestens einmal gesehen hat ... nicht das Du dann die halbe Saison mit "breiten" Spielerinnen auf'm Platz stehst ;)

    Und der eigentliche Punkt: Es ist viel logischer und natürlicher - siehe Kinder. Zu verstehen ist das Prinzip schnurz einfach. Wer das Prinzip Viererkette nicht versteht, wird auch mit der Abseitsregel Probleme haben. Also das mit dem Spielermaterial kann man vergessen.


    Das Kernproblem (wieder mal) ist die Athletik: Spielt man in der Kreisklasse, spielt man gegen einen Stürmer, dessen Fitness halt in der Regel irgendwo in dem Bereich ist, in dem auch die Eigene ist. Mal besser, mal schlechter. Alles irgendwo kein Problem. Also läuft man dem Gegner nach - im Zweifel bis auf's Klo.


    Bei der Raumdeckung spielt man aber gegen den Ball und der Sack wird ums verrecken nicht müde. Ausserdem ist der per se schneller als der Stürmer vom Nachbarverein - selbst in der Kreisklasse. Also muss man selbst schneller sein - in der Entscheidung, Aktion, in der Reaktion und im Antritt. Dafür läuft man normal nicht so viel unnötig. Ist ja auch was. ;) Ist man also zu langsam und zu spät auf'm Posten, entstehen Lücken - dann schepperts.


    Also: Manndeckung ist bei uns praktisch ausgestorben. Bis auf den AH Kick spielen alle Vereine die ich bei uns im Umkreis kenne (sind nur ein paar und die aus unserer Liga halt) ab Kreisklasse alle Raumdeckung.


    Übrigens: Das mit den "wenigen leuten im Training" ist kein Argument. Ab 6gg6 (mit 3-3) kann man wunderbar im Raum agieren. Und die Grundlagen kann man sogar mit noch weniger Spielern trainieren. Kommen dazu auch noch zu wenige Spieler ins Training, würde ich mir keine Gedanken ber das System machen sondern über die Einstellung.

    Also ... der Punkt ist, dass bei nem 15min Test für fußballspielende Frauen in dem Altersbereich alles unter 8,5 Runden m.E. als nahezu untrainiert gelten muss. Vorausgesetzt, der Test wurde mit dem nötigen Biss durchführt. Leichtes Anschwitzen mit dem Ziel vor'm Kaffee nur leicht duschen zu müssen zählt da natürlich nicht.


    Also aus dem Bauch heraus ...


    Ich würde die 4 Wochen ganz klassisch in einem 3:1 Zyklus angehen. Also zuerst 3 Wochen steigend belasten, dann eine Woche regenerativ. Am Ende der Regenerationswoche würde ich ein Testspiel planen. Mit den Erkenntnissen aus dem Testspiel, dann in die erste Woche der Saison gehen und evtl. noch an Dingen arbeiten.


    In jeder Woche würde ich also die beiden Trainingseinheiten platzieren plus


    - 1x selbst durchzuführende lockere Laufeinheit, immer mit min. 5-6 submaximalen Steigerungen (80m oder so) am Schluss.
    - Die Mädls, die 10 Runden geschafft haben, Laufen diese Einheit in nem geschätzten Tempo von ungefähr(Achtung: Glaskugel!) 5:00-5:30min/km. Die anderen entsprechend langsamer, die sollen halt schauen, dass zumindest ein einigermaßen biomechanischer Laufstil zustande kommt. Abrollbewegung, Gestreckte Hüfte, Abdruck, Oberkörper ruhig, Arme mitnehmen, Läuferdreieck, Mittelfußaufsatz usw.
    - In Woche 1 hat der Lauf die Dauer von 45min, dann 60min, dann 75min. Idealerweise können die Steigerungen auf einem leichten(!) Gefälle gelaufen werden ( wirklich nur gaaaaanz leicht).
    - 3x selbst durchzuführende Rumpfkrafteinheiten je 20min immer an den Trainignstagen


    - In Woche 2 und 3 würde ich zusätzlich die 2. Trainingseinheit mit einer selbst durchzuführenden Laufvorbelastung verbinden. D.h in Woche 2 und 3 gibt es 2 Laufeinheiten: 1x als einzige Trainingseinheit (Dauer/Intensität siehe oben) und einmal als Vorbelastung zur 120m Fußballeinheit. Den Vorbelastungslauf würde ich ca. 30min machen und in einer Intensität von (für die 10 Runden Mädels: 4:00-4:15min/km - wieder Glaskugel). Anschließend 10min looocker auslaufen. Wichtig hierbei ist, dass vor dieser "Kombieinheit" ein Ruhetag geplant ist.


    In der Rekomwoche fallen die Laufeinheiten weg und nur die Rumpfkrafteinheit bleibt. Ausserdem würde ich die Trainingseinheiten auf 90min verkürzen. Aber das Testspiel 90min kommt hinzu.


    Das sind dann folgende Umfänge an jeweils 3 Trainingstagen und 4 Ruhetagen:


    Woche 1: 45 + 120 + 120 + 3x20 = 345min = 6h 45min
    Woche 2: 60 + 120 + 120 + 30 + 3x20 = 390min = 7h 30min
    Woche 3: 75 + 120 + 120 + 30 + 3x20 = 405min = 7h 45min
    Woche 4: 3x20 + 90 + 90 + 90 = 330min = 5h 30min


    Dann kommt ja die erste Woche der Saison, hier würde ich kurze, knackige Einheiten in Form von Spielformen setzen. Vor Wettkämpfen sind die Belastungen idealerweise nicht besonders umfangreich, dafür kurz und knackig um dem Körper zu signalisieren: Hey - jetzt geht's dann los. Auf die Abstände zu den Spieltagen achten!


    Weiter würde ich in den beiden Fußballeinheiten je einen Konditionsblock aus mit den Hauptzielen Kraft (z.B. Sprünge) und Schnelligkeit (Koordination + Sprints) einbauen. Ausdauer in den vier Wochen mit der niedrigen Einheitenfrequenz nachhaltig aufzubauen ist vergebliche Liebesmüh - das muss als "Beifang" über intensive Spielformen kommen. Das ist zwar nicht recht nachhaltig, aber immerhin.


    Ausserdem würde ich aufgrund der wenigen Zeit die die Schnelligkeitsthemen immer mit Technikkopplung machen. Man sollte halt aufpassen, dass die Belastung ab Woche 2 in der 2. Trainingseinheit gut dosiert wird, denn die Vorbelastung (30min lauf) ist schon enorm. Das sollte im Grunde eine Belastung an der Schwelle sein. Schnelligkeitselemente sind da am 2. Trainingstag nicht so gut aufgehoben - eher dann noch Kraftelemente oben drauf und die Schnelligkeitssachen am 1. Trainingstag.



    Die Spielerinnen sollen entsprechend Essen und trinken, vor allem nach Ende des Training recht zügig (30min rum) einen ersten Schub an Nährstoffen zuführen - das beschleunigt die Regeneration. Evtl. schadet proteinreiches Essen oder gar die Supplementierung von Eiweiß nicht ;)


    Wahrscheinlich werden die Spielerinnen spätestens nach der 2. Woche des Blocks recht fertig sein - da müssen sie durch; das ist bei "Crash-Wochen" so. In der Rekom Woche werden sie sich aber wundern wie leicht ihnen die Einheiten fallen werden. Und normal sollten sie im Testspiel enorm spritzig sein (Steigerungen bitte immer durchziehen!)


    So mit diesem Layout könnte man sich jetzt hinsetzen und sehen was man noch drehen muss.


    LG P.