Beiträge von PaulBreitner

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    Wir haben bereits jetzt ne SG im Jugendbereich, weil wir alleine die Mannschaften gar nicht stemmen könnten. Unser Stützpunktverein ist mit riesigem Abstand der, der am höchstklassigen von allen Vereinen in der Region spielt (Verbandsliga) - dementsprechend sind die aus sportlicher Sicht auch inhaltlich aufgestellt; das gilt für Spieler und Trainer. An puren Altruismus glaube ich nicht. Als advocatus diaboli denke ich: Damit die gute Position so bleibt, ist es wohl gut, wenn die Talente der Region alle beim Stützpunktverein spielen, man hat so ne breite Basis für den Nachwuchs in die Erste. Das die Kinder so besser gefördert werden mag sein.


    P.S. Ich bin nicht Anti-DFB. Ich finde das System ausdrücklich gut. Die Identifikation eines Schwachpunktes in der Umsetzung im System ist noch lange keine Systemkritik.

    Ja - so soll es wohl sein.


    Habe gerade bei Recherchen gelesen, dass der Leiter des Stützpunktes in einem Zeitungsinterview gesagt hat, dass der Verband wünscht, dass die Kinder alle beim Stützpunktverein spielen. In der E gäbe es noch Ausnahmen - man könne sich noch an den Trainingsbetrieb im Stützpunkt gewöhnen - aber in der D müssen die alle zum Stützpunktverein wechseln. Das klingt dann doch etwas anders. Evtl. sollte man aber ja nicht alles glauben was in der Zeitung steht.

    Klingt gut. Ironischer Weise trainiert einer der Stützpunkttrainer auch noch die D-Jugend in der die gescouteten E-Jugendlichen dann spielen werden. So hat er sie 4x die Woche. Passt recht gut und alle die es nicht weiter schaffen in ein LZ, sind immerhin Nachwuchs für die 1.


    Wie gesagt: Vor dem Hintergrund frage ich mich echt, warum wir da D9 spielen sollen ... ja; ich weiß: Wg. den Kindern. ihr habt ja recht.


    Frustige Grüße
    Paul

    Danke für die Infos. Wie gesagt: Ich werde demnächst mal n persönliches Gespräch mit nem Verantwortlichen dort führen; hab da recht gute Beziehungen, weil ich früher dort gespielt habe und auch Verwandte dort in entsprechenden Positionen habe. Ich wohne aber schon seit ca. 15 Jahren nicht mehr in der Stadt.

    Der eigentlich Sch.... ist, dass mit den Kindern uns auch die Väter (und damit Trainer und Betreuer) "verloren" gegangen sind. Zwei von denen machen 2010/2011 nix mehr. Die haben genug damit zu tun ihre Kinder 4x die Woche in den Stützpunktverein zu fahren.

    Ja, so is es. Das fällt praktisch zusammen. Im Ergebnisprotokoll des Sichtungstages stehen die schon als Spieler des neuen Vereins (der Stützpunktverein ist) drin. Das is es halt, was ich mit "scheinheilig" meine. Wenn Du sagst das es so nicht gewollt ist, ist das schon mal gut. Hilft uns jetzt aber nicht wirklich. Wird so was "kontrolliert"? Stelle ich mir schwer vor ...

    Ich habe nicht alles von der Kritik verstanden, deshalb antworte ich jetzt einfach mal "drauf los".


    Also zunächst finde ich nicht das alles beim DFB Scheiße ist. Ich glaube auch nicht, dass die Trainer verarscht werden. Im Gegenteil: Ich keine keinen deutschen Sportverband, der Vergleichbares für die Jugendförderung tut.


    Ich will auch nicht bewerten. Mir geht es um den Widerspruch - zumindest empfinde ich einen. Günter hat aber schon recht: Alles eine Frage der Sichtweise und der persönlichen Erfahrung, die ja nicht die Mehrheit widerspiegeln muss.


    Kurz gesagt: Der DFB kommt mir so vor, wie der Arbeitgeber der sagt es ist egal wie lange Du bleibst, Hauptsache die Arbeit ist getan und dann doch darauf Wert legt, dass Du Abends lange bleibst. Aber das ist nur mein Eindruck, der aus den Dignen die bei uns so passieren entstanden ist.


    Bei uns ist das so, dass in der vergangen Saison von insg. 20 E-Jugendspieler (da sind diejenigen schon dabei die gar nicht regelmäßig ins Training kamen) 3 Spieler (ca. 15%) in den 6km entfernten DFB-Stützpunktverein gewechselt sind, weil sie gescoutet wurden. Wenn Du die "Trainingsverweigerer" noch abziehst sieht das Verhältnis noch schlechter aus.


    Das ist kein Kritik am DFB Konzept an sich - wie Du sagst ist es legitim. Ich habe keinerlei problem mit Leistungssport und Eliteförderung. Überhaupt nicht. Im Gegenteil. Es hat aber auch negative Seiten. So gut wie es ist; unseren Dorfverein treffen diese negativen Seiten nunmal. So ähnlich wie ein Flughafen, der ein Segen für viele Menschen sein kann, aber auch für einige gehörige Nachteile haben kann. Ich würde mir Wünschen, wenn das alles etwas "ehrlicher" kommuniziert werden würde. Evtl. so wie Du das oben geschrieben hast von dem Hr. Burandt.


    Und ja: Es kann sein, dass da irgendwer das nicht so macht wie es sein sollte. Ich treffe demnächst eh wieder jemanden vom Stützpunkt und werde den mal darauf ansprechen wie er das sieht mit dem E-Jugend-Scouting und den Inhalten der Talentsichtung in diesem Jahrgang.


    Wo wir mit unserem Dorfverein hinwollen kann ich Dir sagen: Überleben. Das liegt natürlich in erster Linie in unserer eigenen Hand.


    LG Paul

    TuB92: Ja. Das ist richtig was Du schreibst. Das ist bei uns auch so. Vorher ist es aber bei uns (je nach Trainer) auch noch so, dass die den Kids reinpressen was rein geht.


    Was mich in dem Prozess da anstinkt ist, das der DFB ist auf eine gewisse Art und weise scheinheilig ist. Sollen doch dann hinschreiben was sie meinen: 1) Für ne "Normalo" Ausbildung orientiert Euch daran und macht nix weiter. 2) Darüber hinaus sichtet die Guten schon mal Vor und presst denen rein was sie vertragen und noch mehr, damit nochmal gesiebt wird. 3) Den Rest schickt ihr bitte auf nen Talentsichtungstag, dort greifen die großen Vereine der Region die Jungs dann ab. 4) Beginnt bitte von vorne mit den ganz Kleine aus Eurem Dorf.


    Vor diesem Hintergrund ist halt die Frage D9 oder D11 schon differenziert zu sehen ...



    LG Paul

    Zw3rG: Ja und Nein. Freilich ist das schon so wie Du sagst: Schau halt was die können und mach das mit den Jungs. Logo! Bin ich auch voll bei Dir.


    Ich finde die ganze Diskussion - zumindest wenn es um das Wort "Ausbildung" im DFB geht etwas scheinheilig. Dieses DFB Konzept ist nämlich alles, nur kein Breitensportkonzept. Das ist knallharter Leistungssport mit dem Ziel die Nationalspieler von morgen zu scouten. Für uns Vereinsnormalos ist da wenig "dabei". Der einzige Effekt ist, dass der gute Spieler, der in der D/E-Jugend den Verein verlassen hat irgendwann als Spielertrainer in der Ersten wieder zurück kommt. Wenn überhaupt ...


    Man (wir in den Vereinen) müssen uns halt überlegen was wir wollen: Zieh ich das so durch wie der DFB das schreibt und vorgibt das es zu laufen hat, dann muss ich die D-Jugend auch in ner D9 spielen lassen - von 16er zu 16er. Steht sogar so drin. Wenn ich das aber so durchziehe wie die Realität aussieht, dann läuft der Hase anders.


    Wenn Du mich fragst, wie ich das für den "Normalospieler" am liebsten hätte, dann wäre ich ner D9 nicht abgeneigt. Ich denke der Vorschlag ist gut!


    Wenn Du mich fragst, wie ich es für die Talente am liebsten hätte, dann sage ich: Großfeld und Selektionsdruck. Es kommt halt immer darauf an und wenn ein E-Trainer den Jungs nix Taktisches beibringt, dann sind die auch nicht im "System des real existierenden Sammer-DFBs" drin.


    Wir haben in unserem Verein nen Trainer, der ist sehr erfolgreich an Siegen gemessen. Der - so meine Wahrnehmung - kümmert sich nix um irgendwelche DFB Konzepte auf Papier, der kümmert sich um die Realität. Zumindest seine Realität heißt: Leistung, Leistung und nochmals Leistung. Aus dessen Mannschaft sind 2010 drei (von 7) 1999er Spielern gesichtet worden. Der presst denen aber auch Taktik rein und die setzen sich bei der Sichtung auch durch. Für den Dorfverein ist das m.E. kontraproduktiv, denn die Spieler sind weg.



    Fazit: Die Frage D-Jugend Kleinfeld ist m.E. nur dann zu beantworten, wenn man beantwortet hat, wo man hin will. Der Dorfverein wird im Zweifel immer der gelackmeierte sein und hier sollte man es m.E. so machen, dass man die Jungs beim Verein hält, damit die später auch mal n Ehrenamt/Funktion übernehmen können und den Verein am Leben halten. Im Zweifel also Großfeld, damit möglichst viele Kinder spielen können und nen Platz in der Mannschaft haben. Das ist m.E. ne Grundvoraussetzung das die bleiben.


    Das klingt jetzt vielleicht recht egoistisch und so a bisserl nach dem Motto: Lieber ne schlechte Förderung und auf dem Großfeld damit die Spieler beim Dorfverein bleiben als ne gute Förderung aufm D9 und später gehen sie weg. So soll es aber nicht gemeint sein - zumidest nicht 100%ig. Ich sehe halt schon, dass es wichtig ist, dass die Kinder spielen dürfen. Im Zweifel ist für mich das das wichtigste Kriterium. Die ganz Guten werden sich schon irgendwie durchsetzen wenn sie das wollen und das auch auf dem Großfeld. Ich denke nicht, dass ein Talent verloren geht, weil man mit der D auf dem Großfeld spielt.


    LG Paul

    Die Botschaft hör' ich wohl ...


    DFB Konzept hin, altersgerechte Förderung her. Unter'm Strich geht es um Leistung und Gewinnen, es geht um Spitzenspieler und Fußball und das auf dem Großfeld. Traurig aber wahr.


    Wenn ich z. B. in das DFB Konzept schaue, dann steht da bei E-Jugend noch gar nix von Taktik oder sowas. Erst ab D-Jugend fängt das an. Schau ich aber dann bei den DFB Stützpunkten in das Programm an zum Talentsichtungstag 2010 (Bayern z.B. http://www.bfv.de/cms/docs/Lei…lentsichtungstag_2010.pdf) für die Jahrgänge 1999 (scheidende E-Jugend!!), dann sehe ich da schon bei der 2. Station (Station 2a, ein 4:4 Spiel) als Bewertungskriterium: "Hervorragende taktische und technische Fähigkeiten; Gruppen- und mannschaftstaktische Varianten werden unter Gegner- und Zeitdruck beherrscht; Variables und effektives individualtaktisches Verhalten (1:1); Auffällige Kreativität; Mut und Risikobereitschaft jederzeit vorhanden; Keine Probleme in Disziplin oder Fairplay" Lt. DFB sollten die das aber noch gar nicht können dürfen/müssen/sollen/wollen - was weiß ich.


    Das selbe beim Torwart. Plötzlich soll der scheidende E-Jugendliche Torwartspezifika erfüllen; Werfen und sogar Hechten. Wo man doch die Jungs noch gar nicht auf Positionen festlegen soll und spezifisches Torwarttraining doch erst erst später einsetzt.


    Ich frage: Wie passt das zusammen? Die Antwort: Nur über das olympische Motto: Höher, weiter, schneller.


    Für mich sieht das so aus, als gäbe es einen "Teil" im Konzept, das Kinderpsychologen, Pädagogen, Eltern und was weiß ich noch wen alles zufrieden stellen soll und dann gibt es ein knallhartes Leistungssportkonzept für die Spitzenspieler von morgen.


    Was hat das mit D-Jugend und Kleinfeld zu tun? Nun, wg. Letzterem lasst die Jungs auf's Großfeld. Das Unvermeidliche kann man nicht aufhalten. Körperlich und geistig haben die Jungs das drauf.

    LG Paul

    Evtl. ist es ja wie in der Schule oder Uni: Dort gibt es Siebfächer. Meist ist es Mathe. Wenn Du nicht Grundlagentalent oder Fleiß für Mathe mitbringst, hast Du es immer schwer. Nahezu immer wenn Du was weiterführendes erreichen möchtest, musst Du an ner Matheprüfung vorbei. Egal ob Du Gärtnermeister oder Physiker wirst. Es geht darum sog. Schlüsselqualifikationen zu testen: Abstraktionsvermögen, Arbeitsdiziplin, Fleiß, die Fähigkeit sich was zu erarbeiten was man noch nicht kann usw. usw.


    Evt. ist das mit der Fitness ja aus diesem Grunde drin: Die wollen sehen, dass jemand, der noch nicht fit ist, in der Lage ist auf eine Prüfung hin ein paar Monate diszipliniert arbeiten kann um sich fit zu kriegen. An sich finde ich nen fitten Trainer besser als einen der nicht fit ist. Ob es nötig ist? Kann man sicher geteilter Meinung sein. Glaubwürdiger wirkt es m.E. schon, wenn der Trainer was fordert was er selbst kann. So nach dem MottO: man soll nicht Wasser predigen, wenn man Wein trinkt.


    Hans: Ohne das ich jetzt bewerten möchte, ob das mit dem Fitnesstest Sinn macht oder nicht. Mir ist es wurscht ob der drin ist oder nicht. Ich bin fit. Die genannten Disziplinen passen aber 100% auf Fußball: 12min Laufen ist der Cooper-Test, das ist so was wie das kleine 1x1 im Sport. Man misst damit die Ausdauerleistungsfähigkeit. Den machste schon beim Sportabi und bei allem was irgendwie mit Sport zu tun hat. Selbst wenn Du irgendwas mit Sportmarketing machst, musste wahrscheinlich irgendwann den Coopertest laufen ;)


    Das Sprinten eine 100% fußballspezifische Anforderung it, ist ja offensichtlich und Weitsprung ist Schnellkraft/Explosivität, das brauchste im Fußball auch in jeder Situation; Finten, Antritte, Wenden, Sprünge beim Kopfball usw. Bsp. Ich war zwar nicht gerade der Schnellste mit 12,0 auf 100m, aber selbst das reichte für 6,50m im Weitsprung. Die Beschleunigung beim Anlauf und die Koordinativen Fähigkeiten bei hohem Tempo den Balken zu treffen waren bei mir ordentlich. Weitsprung ist also zumindest ein gutes Indiz für Beschleunigung auf den ersten Metern (man läuft ja nicht 100m an) und die Koordination bei hohem Tempo - und das ist ja schon sehr fußballspezifisch.



    Wie gesagt: Ob so ein Fitnesstest sein muss oder nicht sei dahingestellt. Wenn es aber einen gibt, ist 12min Cooper, Sprint und Weitsprung schon recht gut bzgl. der konditionellen Basisanforderungen im Fußball. Da musste erstmal was besseres finden ;)


    LG Paul

    Hi Günter!


    Hier noch die versprochene Antwort auf Deinen Beitrag von gestern, dem ich ja nahezu vollends zustimme.


    Also Spieler (in der Funktion als Zuschauer - aber ggf. durchaus noch im Trikot), Zuschauer, Schiris und Trainer am Spielfeldrand mit der Kippe oder nem Weißbierglas in der Hand kann ich bei uns ehrlich nicht(!) an einer Hand abzählen. Als Beispiel: Wenn ein Turnier oder ähnliches ist, kannst Du vorher drauf wetten, dass irgendeiner mit Kippe oder Glas am Rand auftaucht. Bei Trainern, die gerade "im Job" sind, gibt es das bei uns eher nicht. Hier decken sich unsere Erfahrungen.


    Spielfeldrand ist für mich ein paar Meter (deutlcih weniger als 10 - eher 3) neben den Seiten/Toraus Linien. Wir haben keine Bande um den Hauptplatz und wenn ein Jugendturnier ist, dann spielen wir mit zwei Kleinfeldern nebeneinander quer über den Hauptplatz. Dazwischen siehst du meist einen mit der Kippe rumlaufen. Allermeistens sind es Eltern oder Trainer die selbst keinen Sport mehr machen und die gerdade auch nicht "im Job" sind. Die stehen/sitzen dann 1m neben der Line und (im extremfall) trinken ne Weisse oder rauchen ne Kippe.


    Ausserhalb des Platzes ist bei uns Kiesbereich (hier gibt es dann auch mal Biertische oder nen Grill und nen Kiosk) oder es geht hoch zum Vereinsheim. Mein Kompromiss ist, dass dort überall geraucht werden kann und auch Alkohol konsumiert werden kann (wenn es mir auch nicht so 100% passt - aber ich kann damit leben).


    Ich habe zwar nicht 50 Jahre Vereinserfahrung wie Du aber 35 sind's auch schon. 1980 hatte ich als 2. Jugendleiter mein erstes Amt. Im aktuellen Verein bin ich nur als Trainer engagiert und nicht verantwortlicher Funktionär. In anderen Vereinen war ich das schon. Ich kenne also schon auch die Situationen in kleinen Dorfvereinen und die Struktur der Einnahmen bzw. die Wichtigkeit des jährlichen Turniers oder des Sportplatzfestes. Ich habe auch genügend unpopuläre Entscheidungen getroffen - von signifikanten Beitragserhöhungen bis hin zur Streichung von Zuschüssen an bestimmte Personengruppen. Das Geschrei war vorher jedes mal riesig und als es dann soweit war haben sich die allermeisten gefügt und akzeptiert. Möglicherweise wäre das im Thema rauchen/trinken ähnlich, möglicherweise aber auch nicht. Es käme auf einen Versuch an.


    Wie gesagt: Aktuell bin ich nur Trainer. Aber demnächst ist wieder Trainerversammlung und ich spreche das Thema mal an. Es gab auch aktuell (vor 2 Wochen oder) gerade nen unschönen Fall in der A-Jugend.


    Ich bin schon ziemlich viel rum gekommen auf der Welt. War auf jedem Kontinent, habe längere Zeit in Asien gelebt und gearbeitet usw. Meine Wahrnehmung ist, dass sich die Deutschen mit Veränderung besonders schwer tun. Nebenbei: Gerade die Asiaten sind meilenweit hinten dran was rauchen und Alkohol in der Öffentlichkeit betrifft. Das ist dort heute noch in den meisten Ländern so wie bei uns in den 70ern. Singapore ist die einzige Ausnahme die ich kenne. Das aber nur, weil es sehr harte Strafen gibt, wenn die Dich auf der Straße erwischen. Schweden und Norwegen ist genau konträr. Die saufen nur Zuhause ber dafür das doppelte von den Japanern oder Koreanern oder Chinesen :D (alles natürlich nur gefühlt und ohne wissenschaftlichen Anspruch ;))


    LG Paul

    Günter: Zu fast allen Deinen Punkten gibt es nur ein nahezu uneingeschränktes "Ja" zu sagen. Morgen möchte ich mich noch zu einigen Punkten genauer äußern. Ein paar andere Erfahrungen habe ich. Jetzt fehlt mir die Zeit - ernste Gewitter ziehen auf und Haus und Hof muss schnell "gesichert" werden . ;)

    Mei Günter .... ich hab auch mal ne Uni von innen gesehen und dort u.a. n kleines Mathestudium durchgezogen. Man muss sich das aber nicht immer raus hängen lassen. Man kann alles hinterfragen und nicht so verstehen wie es im Miteinander gemeint war (in dem Falle methaphorisch). Ist Dir z.B. klar, dass es signifikante Hinweise darauf gibt, dass die Naturkonstanten über die Zeit gar nicht konstant sind? Das sich z.B. das Planksche Wirkungsquantum über die Zeit wahrscheinlich wverändert hat? Ist dir klar was das für die aktuellen Theorien der Physik bedeutet. Und wenn Du schon die Algebra anführst: Was ist mit Gödels Unvollständigkeitssatz? Also das bringt doch nix.


    Natürlich hast Du recht. Natürlich "liegt die Wahrheit im Auge des Betrachters" ... Aber weißt Du: Es gibt auch Dinge, die sind halt zumindest weitgehend unbestritten. Dazu gehört:


    - Rauchen ist ungesund
    - Zuviel Alkohol ist ungesund
    - Adipositas ist ungesund
    - Vorbilder sind für Kinder wichtig im Lern-/Entwicklungsprozess ganz Allgemein


    Aber selbst diese Dinge, könnte man hinterfragen. Aber wie sollen wir denn da noch diskutieren? Ich für meinen Teil liebe Sport, ich liebe Kinder und ich liebe es für die Gemeinschaft was zu machen und auch kontrovers zu diskutieren. Aber es muss auch Sinn machen. In meiner kleinen Welt ist jenseits der Schwelle des Unigebäudes 1+1 auch 2. Das ist irgendwie das echte Leben.


    LG Paul

    [...] sie sollten sich auf das wesentliche konzentrieren, auf die "sportliche" ausbildung der kinder.

    Zu diesen Standpunkten (völlig ohne Bewertung derselben) Zitate aus der DFB Ausbildungskonzeption:



    „Der Sport bietet unserer Gesellschaft unschätzbare
    Werte. Die Erziehung von Kindern im Sportverein ist
    mehr als Bewegung und Spiel. Unsere Jugendarbeit vermittelt
    in hohem Maße soziale Kompetenz: Respekt vor
    dem Sportpartner, mit Anstand verlieren, ohne Hochmut
    gewinnen, Achtung von Regeln, Selbstbehauptung und
    Einordnung in einer Mannschaft – das ist demokratische
    Erziehung in bestem Sinne.”
    DOSB-PRÄSIDENT DR. THOMAS BACH




    Aus Leitlinie 3 - Schlüsselfunktion Trainer:


    Hauptaufgaben des Trainers sind je nach Alters- und Spielklasse



    1 die Vermittlung von Freude und Motivation für das Fußballspielen
    2 die Herausbildung einer positiven Einstellung zum leistungsorientierten Fußball
    3 die Planung und Steuerung eines leistungsfördernden Ausbildungsprozesses
    4 das effektive, erfolgsorientierte Coachen des Teams/der Spieler rund um ein Spiel
    5 Vorbildfunktion und Autorität in jeder Situation auf und neben dem Platz



    Aus dem Abschnitt F-Junioren


    Leitlinien für Trainer



    1 Kleine Gruppen, kleine Felder, viele Aktivitäten!

    2 Training ist Spielen mit vielen Ballkontakten für jeden!

    3 Beidfüßigkeit, Kreativität und Spielfreude fördern!

    4 Durch „Vormachen – Nachmachen” das Lernen fördern!

    5 Geduld zeigen! Kein Zeit- und Leistungsdruck!

    6 In jeder Situation Vorbild für die Kinder sein!




    Später wird dann noch dargelegt, dass die Spitzenfußballer selbst Vorbilder sein sollen.

    Naja, so ein paar freundschaftsspiele gegen den Nachbarverein [..] unter Ausschluss der Eltern, [..]

    :thumbup: 8) Hihi! Könntest Du uns bitte auf dem Laufenden halten, wie sich die Ansetzung des ersten Spiels mit diesem Modus entwickelt hat? Insbesondere an Originalkommentaren bin ich interessiert :thumbup: