Beiträge von PaulBreitner

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    Nein. Wobei ein normaler C-Jugendlicher i.d.R. dermaßen unter Hormonen steht, dass Du gar nix machen kannst und der so oder so Muskelmasse zulegt. Das ist auch gut so. Irgendwann wacht er nämlich auf und lebt in nem Erwachsenen-Körper ;)


    Krafttraining mit Ziel Hypertrophie würde ich im Fußball (ausser ggf. in der Reha) eh nicht machen. Mit einer Ausnahme: Wenn ich einen kompletten Krafttrainingsjahresplan hätte würde ich den Übergang von der Gewöhnung hin zum Maxkrafttraining in einem Layout durchführen, dass Hypertrophie bewirkt. Das ist aber dann mehr ein Nebeneffekt. Aber mann muss sich nun mal an die hohen Gewichte herantasten. Hilft nix. Es ist ja nicht so, dass Muskelquerschnittzuwachs nicht auch nen Kraftzuwachs bringt aber der richtige Winner diesbezüglich ist das Training der intermuskulären Koordination: Volle Presse Gewichte, ein Herz wie ein Löwe, Motivation wie ein geiler Steinbock und 1-3 Wdh.


    Kuck Dir halt mal die Top-Trainierten Stars an. Dünn, leicht, kaum Körperfett aber enorme Kraftwerte. Überflüssige Muskelpakete schleppt da keiner mit sich rum.

    Ein Kernproblem im Breitensport sind die langen Breaks (mehrere Wochen) ohne Sport. Im Leistungssport gibt es sowas normal nicht. Normal ist in nem Jahreszyklus eine Übergangsperiode von ca. 4-6 Wochen in der aber auch Sport gemacht wird - i.d.R. andere Dinge als im normalen Training und nach Lust und Laune und ohne Vorgaben. Aktive Regeneration nennt man das. Wenn man mal den einen oder anderen Tag oder mal ne ganze Woche die Beine hoch legt, ist das aber auch nicht schlimm. Dann sollte man aber wieder in die Bewegung kommen.


    Der Effekt im Leistungssport ist, dass der Sportler i.d.R. von Saison zu Saison besser werden. Im Breitensport beginnt man jede Saison mit dem Leistungsstand, den man das Jahr davor auch hatte.


    Insofern sind "Hausaufgaben" in der Übergangsphase nicht schlecht. Besser als fußballspezifische Kondition zu schulen wäre allerdings was völlig unspezifisches zu machen und keine konkreten Einheiten sondern nur Umfänge vorzugeben. Z.B. 3x pro Woche 1,5km Schwimmen oder 5h Bergwanderung 2x im Monat oder oder ... Insgesamt wäre ein Belastungsvolumen von ca. 30-50% der normalen Belastung nicht schlecht.


    Ein weiteres - damit zusammenhängendes - Problem ist die viel zu frühe Position des Trainingslagers. Regel: Man geht nur grundlegend fit in ein Trainingslager. Im Trainingslager kann man in der Regel eine Umfangssteigerung von 50%-100% realisieren, das hängt von den Intensitäten und dem Ausgangsniveau ab. Vom Zeitaufwand her sollte man eine ruhige Woche vor dem TL und mind. eine ruhige Woche nach dem TL planen. Für ca. eine Woche TL benötigt der Trainer also einen Zeitrahmen von 3 Wochen in der Planung.

    @Schimi: Mei - ich weiß es nicht. Ein Teil Wahrheit wird schon dran sein. Aber auch die Kinder untereinander ... das kann von den Eltern gesteuert sein oder nicht. Ich persönlich habe bei sowas "Null-Toleranz". Wehret den Anfängen. Sowas kriegt in Teams immer ne Eigendynamik und u.U. kriegt man das nicht mehr so einfach in den Griff: Es verselbstständigt sich. Sowas ist ja wohl geschehen.


    Manchmal hilft ein reinigendes Gewitter oder Maßnahmen nach dem Motto: "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende."


    Eine gute Portion weiblicher, sozialer Kompetenz kann auch nicht schaden. Evtl. kann Dich eine (unparteiische?) Frau (und Mutter aber nicht unbedingt von einem Deiner Spieler ) unterstützen?

    Es löst aber trotzdem nicht (oder nicht vollkommen) das Problem auf dem Platz...


    Was erwartest Du Dir? Eine Lösung für ein spezifisches Problem mit spezifischen Menschen aus einem anonymen Fußballforum? Das Problem hätte erst gar nicht entstehen dürfen. Das Kind ist jetzt schon in den Brunnen gefallen und Du als (Menschen)Führungskraft bist gefragt. Mit Fußball hat das an sich nix zu tun. Das ist eine Frage der Führungsqualitäten - wie übrigens so oft im Fußball.


    Leider ist das dermaßen individuell, dass nur Du das mit Deinen Vor-Ort Kenntnissen der Menschen dort lösen kannst.

    Hmmmm.


    Ich fürchte fast, dass der Versuch den Frauenfußball mit dem Vehikel WM2011 medial (und damit finanziell) kräftig anzuschieben ein Rohrkrepierer, wenn nicht sogar ein Schuss ins eigene Knie, wird. Evtl. sollten wir einen Frauen-Fußball-WM Thread anlegen um dererlei Dinge ausgiebig zu analysieren ....

    Andres Empfehlungen sind m.E. gut.


    Grundsätzlich ist das aber genau das was ich immer predige: Du musst das gesamte Sozialkonstrukt Kindermannschaft "managen". Es gibt so viele Anspruchsgruppen in dem Umfeld. Du selbst, Deine Familie, die Spieler, deren Eltern, der Verein, andere Trainer, andere Mannschaften aus Eurem Verein, andere Spieler, bla bla bla ... alle haben deutlich ausgesprochene aber meist unausgesprochene Erwartungshaltungen. Vor dem Hintergrund ist es enorm wichtig von Anfang an diese zu berücksichtigen und ins Kalkül einzubeziehen. Meist sind Kompromisse nötig.

    Hier mal ein günstiges Buch das ich mir gekauft habe und für gut befinde....wenn man nicht viel Geld ausgeben möchte und das, was im Forum schon gepostet steht....untermauern/verfestigen will.


    http://www.amazon.de/Spielend-zur-Vierer?09594309&sr=8-1


    Habe das Buch auch und finde es ok.


    Aber Moderne Fussballtaktik habe ich noch nicht - kannst du das Buch empfehlen?


    Ich habe das Buch nicht - ich habe kein einziges über ein spezielles System. Habe das Buch verlinkt um für Dein Vorhaben (Gliederung suchen) in Form des darin vorhandenen Inhaltsverzeichnisses einen Beitrag zu leisten.


    Ich selbst habe nur allgemeine Bücher über raum-/ballorientiertes Spiel. Wenngleich mich das verlinkte Buch schon interessieren würde.

    Noch viel einfacher wird's auf dem Laufband. Da brachst Du auch keinen Signalgeber etc. Die Genauigkeit ist hinreichend. Aber es ist VIEEEEEL praktikabler weil einfacher. Sogar Profis im Ausdauersport machen Tests auch auf dem Band und auf dem Ergometer.


    Ha! Meine Rede:


    Die Spieler des FC Bayern absolvieren einen Leistungstest. Inkl. Stufentest auf dem Laufband und mit Funktionalen Tests im Setup. Praxisgerecht, einfach, extrem fehlerarm und vor allem unumstritten. http://www.fcbayern.telekom.de…tuell/news/2011/30000.php


    Auf sport1.de kann man dazu auch eine Bilderserien dazu sehen. Das sollte auch für ne Amateurmannschaft reichen. ;)


    Und nie vergessen: Wer misst, misst Mißt ;)

    Schöne Idee. M.E. liegt die Gefahr darin, dass dies zu 70% ein Aufsatz über ballorientiertes Verteidigen im Allgemeinen wird - das sollte man bedenken. Das meiste ist ja bei allen Systemen gleich - erst recht spät wird es spezifisch. Andererseits kommt es bei dem Verhalten der einzelnen Spieler ja vor allem auf die einzelne Spielsituation (eigener Ballbesitz, Wo Ballverlust, Welche Mannschaftsteile bereits überspielt, Wie ist der Gegner gestaffelt usw.) an und damit wird das ganze recht komplex und eine kleine Abhandlung wird dem ganzen Thema kaum gerecht.


    Zur Orientierung mag ein Blick in ein Buch dieser Art:


    http://www.amazon.de/Moderne-Fu%C3%9Fballtaktik-Offensive-Spielorganisation-Systeme/dp/3937049479/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1309584730&sr=1-2


    oder einem ähnlichen dienen. Knapp 400 Seiten und nicht recht teuer. Evtl. sollte man sich sowas einfach kaufen und lesen und die so gesparte Zeit mit kicken verbringen ;)

    Sind das echte Kinder oder Schauspieler?


    So oder so ist mir das Video zu langatmig und zu realitätsfremd. Mir persönlich ist der Film lieber, der die ungeschminkte Wahrheit zeigt. Ich mag Bilder, die kraftvoll das ganze Ausmaß der menschlichen Verzweiflung am Dasein zeigen. Schockbilder. Insofern fand ich auch die Bennetton Werbungen genial. Oder halt dann die gesamte Pracht der Schöpfung - schöne Frauen z.B. ;)


    Aber das ist ja Geschmackssache ... danke für den Link trotzdem.

    Hi, dein Vorhaben in Ehren, aber ich denke, das bringt "nichts", weil die Wiederholraten nicht ausreichend voranden sind. Alles vier Wochen ist für das Gehirn nichts...denke ich.


    Es geht ja bei sowas nicht um Automatisierung von Abläufen - da ist im Prinzip auch 2x/Woche zu wenig. Es geht darum zusätzlich individuell korrigieren zu können. Wenn Du so willst ist das ne zusätzliche Chance für den Trainer das nachzuholen, was er im normalen Training nicht geschafft hat. Und sowas ist immer mal drin, weil sich die Kinder halt unterschiedlich schnell bis zur Beherrschung der Grobform entwickeln. Der eine kann's schon, weil er immer mit den Kumpels kickt und vom Vater weiß wie's geht, der andere hat's 10min bevor das Training aus ist begriffen und der Dritte bräuchte halt nochmal 10min intensive Zuwendung - vielleicht in anderen Worten - bis der Groschen fällt und er mal gefühlt hat wie es sich anfühlt, wenn es richtig ist. Das ist wie Nachhilfe 1x die Woche.

    Ah ok. Aber: Entweder ihr habt enorm hohe Beiträge oder in euren Laden kommt keine Kohle rein, wenn ihr mit den Beiträgen so viel "Umsatz" macht. Möglich wäre auch, Du hast keine Ahnung wie hoch Steuern sein können ;)

    Ich denke, dass es völlig legitim ist, wenn ein gemeinnütziger Verein Kapazitätsgrenzen erkennt und sie auch einhält.


    Das stimmt ...


    Kapazitätsgrenzen erkennen oder jemanden ausschließen, weil er "leistungsmäßig nicht mithalten kann" sind aber komplett unterschiedliche Dinge.


    ... das aber auch.


    wenn ich zig Spieler habe, von denen ich nur wenige spielen lassen kann?


    Wieso kannst Du (also der Verein) das nicht? Es zwingt Dich doch keiner die Spieler nicht spielen zu lassen, oder?


    Aber jetzt mal Butter bei die Fische: Was hat ein Kind für Optionen, wenn ihr es nicht aufnehmt? Kann es zu einem anderen Verein in der Stadt/am Ort? Oder wird es dort auch nicht aufgenommen?


    Solange das gegeben ist, kann man m.E. durchaus argumentieren, dass man ein weniger gutes Kind nicht aufnehmen mag. Ist das Kind aber dann gezwungen komplett auf Fußball zu verzichten, finde ich, dass so eine Handlung nichts mehr mit der Förderung des allgemeinen Wohls zu tun hat, dem ein e.V. verpflichtet ist, wenn er steuerrechtlich Vorteile haben will.


    Zwingen kann man den Verein dennoch nicht alle aufzunehmen, genauso wenig wie man einen Wirt zwingen kann, jeden Gast zu akzeptieren. Dann muss man halt zahlen. Jeder hat das Recht auf diese Wahl. Das gilt aber in jeder Sportart/für jeden Verein und ist nicht fußballspezifisch.


    Andererseits heißt "Gemeinnützigkeit" m.E. eben aber auch nicht zwingend jeden aufnehmen zu müssen. Deshalb bin ich unentschlossen. Ich habe hier ein Informationsdefizit.


    ABER: Gerade als größerer Verein/Organisation hat man auch eine Verpflichtung in der Region. Entweder durch Taten oder durch bezahlen. So funktioniert halt mal unsere Gesellschaft.


    Sich aber "best of both worlds" rauszusuchen - also sich aussuchen wen man aufnehmen will und dann andererseits keine Steuern zu bezahlen - ist bedenklich.


    Ich habe den Verdacht, dass bei euch im Verein der Hase so läuft: Seid Cherry-Picker?

    Kurz gesagt :thumbup: :


    1) TW Position rotieren (Anmerk. von Paul: Nicht gegen den Willen des Kindes das nicht ins Tor will)
    2) TW macht gaz normal im Training gem. Altersziele mit


    Anmerkung von Paul:


    3) Jedes Kind, dass ins Tor geht muss vorher wissen, wie es die typischen Verletzungen (Kapselrisse - Finger anstatt Hand zum Ball, blutende Nase - z.B. Fehler beim Aufnehmen flacher Schüsse) verhindern kann. Das leistet die Grobform der entspr. Grundtechniken. Hier ist der Trainer in der Pflicht dies kindgerecht zu erklären.

    Ich mach seit Kurzem ein extra Training für meinen F Torspieler der das auch will. Bisher ist das so ein Provisorium von der Organisation her. Ab der kommenden Saison mache ich zusätzlich zu meinen zwei Einheiten pro Woche eine dritte Einheit für eine Kleingruppe (wechselt durch) um intensiv an deren Schwächen zu arbeiten. Ggf. integriere ich da auch ca. 20min TW Training oder ich mache die 20min vor der eigentlichen Einheit - das ist mein Favorit im Moment. Im "normalen" Training möchte ich das der Torwart ganz normales Feldspieler Training absolviert. Im Abschlußspiel kann er dann schon mal antesten was er gelernt hat.


    Mir scheint enorm wichtig, dass man den kleinen Goalies die Grundtechniken insofern beibringt, dass sie keine typischen Verletzungen davon tragen: Verstauchte Finger, Ball springt beim Aufnehmen ins Gesicht, der kleine Mann fällt auf den Arm usw.


    Ich habe mir hier im Forum einen ersten Rat von einem kompetenten Mitglied geholt.


    Ansonsten habe ich mit der Mannschaft auch schon mal paarweise Übungen gemacht. War lustig hat mich aber nicht überzeugt.

    Wenn mein Kader groß genug ist und ich keine weiteren Spieler gebrauchen kann, dann nehme ich einfach keinen mehr auf. Gleiches gilt auch bei einem grossen Kader, wenn ich dann jemanden bekomme, der leistungsmäßig nicht mithalten kann.


    Ich überlege nun schon ne geraume Zeit, ob ich Eurem Verein fehlende Gemeinnützigkeit und - für den Fall das ihr ein e.V. seid das Ganze in Tateinheit mit Steuerschmarotzertum - vorwerfen soll oder nicht. Gefühlt und so wie ich mich kenne, tendiere ich zu solch einer Pauschalierung. Wenngleich mir wichtig ist damit nicht das Tun als solches sonder die Umstände unter denen es geschieht kritisiere.

    tom: Naja - so einfach ist das nicht. Der Trainer ist wahrscheinlich per Weisung entweder Verrichtungsgehilfe oder Erfüllungsgehilfe (siehe BGB) oder sowas in der Art.


    Also er (der Trainer) darf sicher einiges im Rahmen der Satzung. Wenn Du so argumentierst musst Du fragen, welche Rechte der Trainer auch implizit bzw. konkludent (tut mir leid - ich keine keine anderen Wörter für das was ich meine - sorry) vom Verein bzw. der Satzung bzw. durch sein Amt übertragen bekommen hat. Aber genau das ist ja die Frage. Und keine Leichte noch dazu.


    Denn für die Vertragspartner (Verein <-> Mitglied) ist das INNENVERHÄLTNIS zwischen Trainer <-> Verein erst mal egal. Das Mitglied muss diese rechtliche Situation nicht kennen. Sollte der Trainer seine Rechte überschritten haben, dann liegt ggf. ein schädliches Verhalten des Trainer gegenüber dem Verein vor und der Verein kann Konsequenzen ziehen. Hat das Mitglied einen Schaden davon, entstehen ggf. Schadensersatzansprüche gegen den Verein.


    So oder so - völlig egal wie es nun ist - musst Du aber IMMER(!) Fragen ob und welcher Grund (ggf. welche Rechtsgrundlage) vorliegt, auf Basis derer der Trainer gehandelt hat. NUr dann kannst Du überhaupt enscheiden ob sein Verhalten angemessen und rechtens war.


    ABER VORSICHTIG: Nur weil der Trainer sagt, die Jungs sollen sich einen anderen Verein suchen, ist hier noch lange nix passiert - ich kann keine Rechtshandlung erkennen; eine Empfehlung vielleicht. Der Trainer hat ja keine Kündigung ausgesprochen oder sowas. Vielleicht ist er ja gefragt worden was sie tun sollen, dann hat er gesagt: "Sucht Euch einen neuen Verein"?!


    Wenn überhaupt könnte man Fragen ob der Verein hier ein schädliches Verhalten des Trainers ihm gegenüber sieht.


    ANDERERSEITS: Wer sagt denn, dass der Trainer nicht völlig richtig gehandelt hat, in dem er einen Vereinswechsel nahegelegt hat? Was war der Grund der der Handlung vorausging?


    Deshalb die alles entscheidende Frage: Weil? ;)


    Ansonsten: Natürlich ist ein Kind von Geburt an rechtsfähig. Unter 7J sind Kinder allerdings geschäftsunfähig, ab dann beschränkt geschäftsfähig. Man spricht von "lediglich Vorteilhaften Rechtsgeschäften in angemessenem Umfang" - der sog. Taschengeldparagraph.