Beiträge von PaulBreitner

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    Na klar, en klener Randgermane! Aus dem schönen Sachsen! :D


    Das war in dem Moment klar, als Du die "blaue Bohne" erwähnt hast.


    Für die weniger informierten: Oral-Turinabol ("blaue Bohne) ist der Produktname des anabole Steroids, mit dem in der DDR seit den olympischen Spielen in Mexiko (1968 ) wahrscheinlich 100% aller Medaillenerfolge erdopt wurden. Es wurde den Sportlern oft unwissentlich (!) im Rahmen des DDR Staatsdopings in den "Staatsleistungszentren" verabreicht. Auch heranwachsenden Mädchen, mit den üblichen Nebenwirkungen - die größte Perversion überhaupt.


    Ein Beispiel das jeder mit Fernseher kennt: Die heute für das ZDF (das sich in einer pervers scheinheiligen Art und Weise dem Thema verschließt) als Sportmoderatorin tätige Kirstin Otto, war damals - mit Testosteronwerten eines Mannes - mit Klitorisvergrößerung und Oberlippenbart auf dem Startlock gestanden.


    Weitere sehr bekannte Kandidaten aus dieser Zeit: Die Krabbe, Breuer, Springstein Connection. Letzterer ist eh unglaublich und es war eine Frechheit vom DLV diesen Menschen 2002 zum "Trainer des Jahres" zu machen.


    Jeder der mehr über das DDR Staatsdoping (und damit über die Grundlage allen deutschen Dopingwissens) wissen möchte, der versuche bitte dem Buch "Doping Dokumente" von Brigitte Berendonk (Frau von Prof. Dr. Franke und Ex-DDR-Leistungssportlerin) habhaft zu werden.


    Und: Wer gerne kotzen möchte, der recherchiere bitte einmal, woher viele der alten Verbandsfunktionäre / Trainer kommen, die Anfang des Jahrtausends und teils heute noch aktiv sind.


    LG Paul, der seit 1990 die Aktion "Keine Macht den Drogen" unterstützt.

    Das waren doch die Medien und der DFB, oder?
    Beide mit dem Ziel langfristig Geld zu verdienen.
    Nun ist das erstmal in die Hose gegangen.


    3xJa. Wobei bei Punkt 2 und 3 muss man noch abwarten. Man kann scheinbar auch mit BigBrother und Dschungel-Camp Geld verdienen. Bei Fußball ist es allerdings schon so, dass es mit Männerfußball ein original Premiumprodukt gibt. Me-Too Produkte (wie man im Marketing-Jargon sagt) haben da normal keine Chance.

    Der Trainer hat recht.


    Allein der gesunde Menschenverstand sagt, dass da ein riesen Unterschied ist. Extremfall: E-Jug. letzter Jahrgang in der Saison 2011/2012 ist z.B. ein Kind geboren am 01.01.2001. Früher Jahrgang ist ein Kind geboren am 31.12.2002. Das sind 2 Jahre unterschied. Das ist brutal. Lass jetzt noch den 01.01.2001 Geborenen einen Frühentwickler sein und den 2002 geborenen ein Spätentwickler. Der Kleinere sieht kein Land und darf - wenn man sich manch Härte im E-Jugendbereich ansieht - froh sein, wenn er unverletzt wieder vom Platz kommt. Und wenn dann der gegnersiche Trainer und der Schiri auch noch Pfeifen sind ... Gnade ihnen Gott!


    Ich habe genau solch ein Spiel erst gehabt. Ich habe es zum Schutz der Kinder abgebrochen und meine Spieler vom Feld genommen. Das ist extrem Spaßfrei sowas. Wohlegmerkt: Alle in der selben Altersklasse!


    Ausserdem sollte man sich in die Belange der Mannschaft als Vater nicht einmischen oder die Sache selbst in die Hand nehmen. Kaffee verkaufen, Semmeln machen, Kinder fahren, beim Aufbau helfen usw. ist ok. Das kommt gar nicht gut und ist meist kontraproduktiv.

    Ich sehe keinen Grund mehr (das war vor der WM anders) warum ich mir Frauenfußball ansehen sollte, solange ich auch Männerfußball schauen kann und selbst bei letzterem schaue ich nur unter Zwang 3. Liga äußerst selten freiwillig 2. Liga. Ist einfach zu langweilig.


    Unglücklicherweise hat das jetzt jeder mit Fernseher mitbekommen und das ist das eigentliche Problem des Frauenfußballs im Moment.

    Paul, um auf die muskulären Dysbalancen zu kommen, gibt es bestimmte Inch-Werte für Fußballer?
    Wie nimmt ein Trainer Einfluß auf das relativierte Wachstum der weißen und roten Muskulatur?
    Ist es z.B. effektiv über die gesamte Saison Schnell- und Sprungkraft zu trainieren?


    Inch Werte? Keine Ahnung. Es gibt Übungen, bei denen ein gewisser (nicht vorhandener) Bewegungsradius Defizite hindeutet. Hab die aber aus dem Stegreif ehrlich nicht parat. Müsste ich nachsehen.


    Einfluß auf das Wachstum kannst Du über Training und Ernährung nehmen. Der Einfluß auf die Zusammensetzung ist sehr begrenzt - weil stark genetisch vorgegeben. Wie hier der aktuelle Stand ist weiß ich nicht genau. Zu meiner (Studien)Zeit war man überwiegend der Meinung, dass sich der Fasertyp nicht/kaum ändern lässt.


    Deshalb ist es wohl halt auch deutlich leichter ausdauernder als schneller zu werden ;)


    Was Du machen kannst ist durch Training "brachliegende" Ty II Fasern (die Weißen) zu rekrutieren. Das gilt für den a-Typ genauso wie für den b-Typ. So gesehen kannst Du den praktisch verwendeten Teil der FT Fasern erhöhen. Das machst Du durch hartes, kurzes schnelles Training um sie zu "fordern".


    Die Frage ist ob für einen Fußballer ein ganzjähriges Schnell- und Sprungkrafttraining Sinn macht. Antwort: Nein. Was Sinn macht ist, ein ganzjähriges KT mit dem Ziel die relative Schnell- und Sprunkraftleistung zu verbessern. Un in diese Leistung (das ist was Praktisches auf dem Platz) spielt vieles mit hinein: Rumpfmuskulatur, Maximalkraft, Verletzungsfreiheit, Koordination usw. Ein vernüftiges Krafttraining hat verschiedene Phasen in denen man versch. Aspekte trainiert um am Ende das große Ganze zu haben. Die Periodisierung des KT orientiert sich auch wieder an der Saisongestaltung. Das ist ein riesiges Thema.

    Ha der Schmidtbleicher ... den kenn ich noch als ganz jungen Prof..... gibt's den immer noch!


    Aber ich hab's ja gesagt ...


    Was sicher immer wichtig ist in Ballsportarten ist die Position zum Ball um die sportartspezifische Technik sauber anwenden zu können. Dazu benötigt es Aktionsschnelligkeit, Reaktionsschnelligkeit, körperliche Fitness (insb. Schnelligkeit), Orientierungsfähigkeit im Raum, Antizipationsfähigkeit, Verständnis für spieltaktische Aspekte usw. Das wird im Fußball trainiert, kann also sicher zu einem gewissen Grad auch transferiert werden.

    Und das Allerschlimmste ist:
    Es hätte wohl trotzdem gereicht,


    Der Satz des Postings und wahrscheinlich des gesamten Threads. Der nächste Denkschritt ist nämlich das, was wirklich weh tut und zumindest ich, als ausgewiesener Nichwissender im Frauenfußball nie in der Dramatik erwartet hätte. Ich möchte mich ja hier jetzt nicht auslassen - der falsche Thread, aber: Ich werde mir NIE(!) wieder ein Frauenfußballspiel im Fernsehn ansehen.

    boa, individueller trainingsplan für 12 jährige? im breitensport?


    Zunächst: Ich weiß und verstehe, was Du meinst.


    Abgesehen davon, dass C-Jug. U15 ist, versuche mal folgende Aspekte in Deine Überlegungen einzubeziehen:


    1) Was ich oben geschrieben habe bzgl. der langen Pausen im Breitensport und dem daraus resultierenden Problem, dass es über die Jahre keinen Zugewinn an Leistung gibt, der aus dem Training resultiert.
    2) Im Breitensport das Problem weniger ist, dass zu wenig trainiert werden könnte - Zeit ist in Hülle und Fülle vorhanden, sondern das Problem ist, dass überhaupt ein vernünftiger Trainingsreiz gesetzt wird.
    3) Kaum einer weiß wie man Trainingsreize vernünftig in einem gewissen Zeitraum setzt (Belastung/Entlastung, Umfang/Intensität, welche Formen des Trainings gibt es, welche sind wann sinnvoll).
    4) Eine vernünftige Vorbereitung vor allem das Verletzungsrisiko deutlich senkt
    5) Wir heute eine Situation sehen, in der spezifische Verletzungen (knöcherne Muskelausrisse im Bereich gerader Oberschenkemuskel/Darmbeinstachel) im C-Jugendalter so häufig sind, dass dafür "in der Szene" bereits ein eigenes Krankheitsbild definiert wurde. Dies liegt an der mangelnden Fitness der Spieler (bzgl. Athletik) bzw. muskulären Dysbalancen und tritt hauptsächlich bei ruckartigen, explosiven Muskelkontraktionen auf (z.B. Schuß).


    Vor diesem Hintergrund macht es m.E. druchaus Sinn, den Jugendlichen einen vernünftigen, qualifizierten Plan mit an die Hand zu geben an dem sie sich orientieren können. Natürlich sollte derjenige, der den Plan erstellt wissen was er tut. Ist das nicht gegeben, ist es fraglich ob kein Plan, sondern die Vorgabe "nach Lust&Laune", nicht sogar besser ist. Aus der ferne ist das wohl nicht zu sagen.


    Grundsätzlich sehe ich das sogar so, dass gerade (aber auch schon früher) im C-Jug. Alter der Trainer verpflichtet ist die Spieler vor einseitigen Belastungen zu schützen und ganzheitlich das gesamte Jahr hinweg auf einem guten Level zu betreuen.

    Wenn sie gehen wollen, sollen sie gehen. Reisende soll man nicht aufhalten. Solltest Du dadurch "arbeitslos" (d.h. hobbylos) geworden sein, ist das ein Zeitgeschenk, dass man für nen Aufbruch zu neuen Ufern nutzen kann. Das Ende der einen Sache ist der Anfang einer Anderen.


    Und über gewisse andere Menschen hast Du nun etwas gelernt.

    dass ein kind eine ballsportart+Leichtathletik training bis zum 11 lebensjahr machen sollte und dann erst voll in die sportart mit 2 trainings in der woche einsteigt.


    Wie meinst Du das denn? Findest Du das nicht etwas wenig?


    Beispiel: 1x LA / Wo + 1x Ball ist ja so, wie bei uns der Schulsport aussieht. Und dann gibt es ja noch die Neigungsgruppen im Sport an der Schule. Also mein Kleiner (8J) macht inkl. Schulsport so ca. 8h organisierten Sport pro Woche. Da ist das normale kicken im Garten oder so aber noch nicht dabei. Beim Großen (11) ist das ähnlich.


    Oder meinst Du das so, dass ein Kind zusätzlich zum Schulsport im LA Verein sein soll UND in nem Ballsportverein? Und dort jeweils 2x die Woche das Angebot nutzt?

    Ich hab in den Rückschlagspielen, wie zum Beispiel Tennis, Badminton oder Tischtennis große Überschneidungen in der Koordination zum Fußball.
    Das Ballgefühl selber schule ich durch diese anderen Sportarten aber NICHT. Es macht durch die verschiedenen koordinativen Anforderungen jedoch Sinn diese Sportarten zu trainieren.


    Mei. Ich würd's mir jetzt nicht komplizierter machen als es ist und irgendwo einen Zusammenhang herstellen der vielleicht gar keiner ist.


    Es macht immer Sinn (vor allem in Phasen der Regeneration oder des Übergangs) mal andere Sportarten auszuprobieren. Richtig trainieren muss ich die deshalb nicht. Mach ich das, bin ich Multisportler. Das hat in der Regel - betreibe ich das intensiv (vom Umfang her) - zur folge, dass es schwierig wir in einer spezifischen Sportart Top-Leistungen zu bringen. Beispiel Triathleten (das sind solche die nix richtig können, dass aber dafür gleich in drei Sportarten ;) :( Die Schwimmen schon recht gut für Hausfrauen, in der Welt der Schwimmer sind die Zeiten aber halt nicht mal der Rede wert.


    Sicher richtig ist, dass ich durch Badminton z.B. Schnelligkeitsaspekte (auch kognitive) trainiere. Das bringt bis zu nem gewissen Level sicher was, ist aber kein reinrasssiges Schnelligkeitstraining im eigentlichen Sinne. Dafür sind die Pausen zwischen den Sprints in der Regel zu kurz (ausser man steht mehr rum als man spielt ;) ). Technisch gesehen im Grunde also eher ineffizient. Aber es macht Spaß, man kommt mit Leuten zusammen und die meisten sind eh auf dem Level, wo es nicht darum geht ein 100% effizientes Schnelligkeitstraining zu machen, sondern darum ÜBERHAUPT MAL einen Schnelligkeitsreiz zu setzen.


    Insofern halte ich das schon für ne gute Sache und es bringt für's kicken sicher mehr als fernsehen ...

    Damit würde bewiesen, das die Schiedsrichterin das Regelwerk kennt und in der Regel auch pfeift, aber eben nur in der Regel. Die aber war gerade ausgeblieben, weil das "Ei" genau in die Arme eine Spielerin sprang,


    :thumbup: Ich hätte mich als Mann das nicht schreiben trauen, wenngleich ich es auch sofort gedacht habe. Aber Gedanken sind Gott sei Dank ja frei ;)

    Mit so ner Aussage wäre ich ganz vorsichtig. Vor allem das man nicht Ursache und Wirkung verwechselt. Ausserdem: Was heißt schon "gut"?


    Sicher ist, dass es im Fußball Anforderungen gibt, die es insbesondere auch in anderen Ballsportarten gibt bzw. ganz allgemein in anderen Sportarten. Ob diese Überschneidungen aber reichen um in anderen Ballsportarten "gut" zu sein? Das Ballgefühl im Fußball wirst Du durch Badminton spielen allerdings sicher nicht verbessern. Da hat das eine soviel mit dem anderen zu tun wie Kuchen backen mit Arschbacken ;)


    Was sicher immer wichtig ist in Ballsportarten ist die Position zum Ball um die sportartspezifische Technik sauber anwenden zu können. Dazu benötigt es Aktionsschnelligkeit, Reaktionsschnelligkeit, körperliche Fitness (insb. Schnelligkeit), Orientierungsfähigkeit im Raum, Antizipationsfähigkeit, Verständnis für spieltaktische Aspekte usw. Das wird im Fußball trainiert, kann also sicher zu einem gewissen Grad auch transferiert werden.


    Beispiel: Ich war ein normaler Kreisklassen Kicker. Nix besonderes. Mein linker Fuß ist schlecht und Ballkünstler bin ich mit rechts auch nicht. Ich war/bin aber überdurchschnittlich athletisch und recht konditionsstark - ausserdem koordinativ und feinmotorisch recht gut. Ich habe deshalb auf dem niedrigen Niveau der KK nie Probleme gehabt und jetzt in der AH ist das ne recht lockere Geschichte.


    Darüber hinaus bin ich deutlich begabter mit den Händen als mit den Beinen. Ich spiele z.B. auch ganz ansprechend Tennis und Squash oder auch Basketball. Unter'm Strich wahrscheinlich sogar besser als Fußball. Ausserdem bin ich ein technisch brauchbarer Schwimmer in allen vier Lagen. Turnen ist mittelmäßig aber deutlich besser als das, was die Masse so kann.


    Liegt das nun daran, dass ich seit ca. 35 Jahren (mit Unterbrechungen) kicke? Nö sicher nicht. Das liegt daran, dass ich sportmäßig schon recht viel, recht intensiv und recht früh als Kind/Jugendlicher gemacht habe. Ausserdem gab es in meiner Jugend nix anderes als "draussen" sein und ich bin am Land bei der Oma auf'n Bauernhof aufgewachsen und ständig irgendwo rumgeklettert.


    Insgesamt kann man sagen: Je unspezifischer eine Bewegungserfahrung ist, desto leichter lässt sie sich auf verschiedene spezifische Sportarten transferieren - also allgemein verwenden. Spezifische Bewegungsprogramme sind - wie der Name schon sagt: spezifisch ;)


    Quer durch alle Sportarten und alle Breitensportlevel, die ich so kennengelernt habe in meinem Leben ist mir aufgefallen: Auf niedrigem Niveau wird viel zu spezifisch trainiert. Deshalb fehlen sehr oft die allgemeinen Grundlagen für eine konsequente Leistungssteigerung eben in der spezifischen Sportart. Teilweise ist das Level auf dem spezifisch trainiert wird so extrem niedrig, dass es nur eines ganzheitlichen allgmeinen Training bedürfte um diese Leistung zu erbringen.