Hallo Don
Siehste. Gut das ich vorher gefragt habe
.
Du meintest das 1:1 Turnier und ich dachte Du beziehst es auf das 1:1 Dreieck. Das passte für mich irgendwie nicht.
Alles bestens ![]()
Hallo Don
Siehste. Gut das ich vorher gefragt habe
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Du meintest das 1:1 Turnier und ich dachte Du beziehst es auf das 1:1 Dreieck. Das passte für mich irgendwie nicht.
Alles bestens ![]()
Interessieren würden mich aber auch eure Meinungen zu folgenden Aspekten:
1. Bei technisch noch "schwächeren" Kindern sehe ich im Training bei solchen und ähnlichen Übungen immer wieder, dass sie den Ball ständig mangels ausreichender Ballbeherrschung aus dem Rechteck rauskicken, was eine geordnete Übung sehr schwer macht. Ist dies ein Zeiche dafür, dass für diese Kids die übung noch zu schwer ist oder sollte man dies dennoich weiterüben, da 1:1 ja unbestritten ein wirklich wichtiges Thema ist.
Hallo Fußballgott,
in dieser Frage von Dir steckt so einiges, deswegen zerpflücke ich sie mal ![]()
Zitatwas eine geordnete Übung sehr schwer macht. Ist dies ein Zeiche dafür, dass für diese Kids die übung noch zu schwer ist
Ja! Immer vom Einfachen zum Schweren. Wenn Du hauptsächlich damit beschäftigt bist, dass die Übung geordnet abläuft ist sie offensichtlich zu schwer. Und zwar wenn Du doch eigentlich eine 1:1 Übung machen möchtest, diese aber aus folgendem Grund kaum möglich ist:
Zitatdass sie den Ball ständig mangels ausreichender Ballbeherrschung aus dem Rechteck rauskicken
Da wäre es doch eigentlich logischer wenn Du Deinen Schwerpunkt auf die Ballbeherrschung legst! Das ist das Fundament und gerade im F-Jugend Bereich legst Du hier den Grundstock.
Zitatda 1:1 ja unbestritten ein wirklich wichtiges Thema ist.
Ja, ist es. Neben vielen anderen Themen / Bereichen. Aber warum setzt Du Dich da selbst unter Druck? Ich finde es schon mal sehr gut, dass Du erkannt hast das da was nicht stimmt. Willst eigentlich etwas ganz Bestimmtes üben und das klappt nicht, weil es in einem anderen ( vielleicht noch "wichtigeren"
) Bereich noch stockt. Das erkennt auch nicht jeder und versucht es trotzdem mit Biegen und Brechen. Also lass Dir Zeit und hab Geduld. Das zahlt sich später aus.
Das heisst nämlich noch lange nicht, dass Du mit Deinen Jungs nicht so ein 1:1 Turnier machen sollst wie hier vorgeschlagen. Im Gegenteil. Macht den Jungs mächtig Spaß und sie lernen durch selbstständiges Handeln oft eine Menge mehr, als durch Übungen. Erst recht, wenn sie noch zu schwer für sie sind ![]()
Zu Frage 1: Ja, mangelnde Technik war (und ist) auch bei uns ein Problem. Aber für mich ist das umso mehr Grund, dieses 1:1 zu üben.
Da bin ich mir jetzt nicht ganz sicher, ob das so gemeint ist wie ich es verstanden habe.
Mangelnde Technik ist euer Problem. Was fällt für Dich darunter bzw. was sind da die Probleme? Nicht falsch verstehen, aber bisher frage ich mich wieso dies umso mehr ein Grund ist, dieses 1:1 zu üben. Daher frage ich vorher lieber noch mal nach.
Hallo Stone
Sehr schöner Username ![]()
Wenn ich es Deinen Zeilen richtig entnommen habe, geht es Dir auch darum, dass sie sich mehr zutrauen. Ist in der Altersklasse oft zu beobachten, dass einige Kinder im Training im freien Spiel zurück weichen, wenn ein Mitspieler in der Nähe ist. Ist m.E. noch normale Unsicherheit. Bei einem Spiel gegen fremde Gegner potenziert sich dieses Verhalten noch. Auch normal. Mit zunehmender Erfahrung wird das weniger. Da hast Du Dir wie ich finde schon genau die richtigen Gedanken gemacht. Übungen einzubauen, wo sie selber müssen. Und ich denke bei den Vorschlägen bis jetzt hat sich Dein Thread für Dich schon gelohnt. Vielleicht ist das Folgende für Zwischendurch was für Dich:
Ich habe mit meiner F-Jugend immer ein Spiel aus meiner Jugend gemacht. Haben wir bis zur absoluten Dunkelheit immer auf dem Bolzplatz gespielt. Und ich habe vor kurzem mit Freude gesehen, dass das noch heute auf dem Bolzplatz gespielt wird. Es nennt sich Weltmeister ( zumindest hieß das früher so ). Ursprünglich wird dies so gespielt: Spiel auf ein Tor. Ein Ball. Jeder der ein Tor schießt ist zunächst kurz raus. Der Letzte ohne Tor scheidet aus. Das geht solange, bis nur noch zwei ( und der Torwart ) übrig sind. Wer da gewinnt, ist Weltmeister.
Ich habe das Spiel so ein wenig umgebaut, weil ja zu viel Kinder zwischendurch draußen sitzen. Ein Tor, ein Torhüter bleibt. Vor dem Tor eine Sicherheitszone die kein Spieler betreten darf. Dient zum Schutz des Keepers. Und eine Zone, ab der sie erst schießen dürfen, sonst wird es ein wildes Gebolze. Das Gesamtfeld so nach Augenmaß. Es dürfen keine wilden Laufduelle bis zum Horizont aber auch kein Gedränge wie in Tokios U-Bahn entstehen. Am Rand des Feldes genug Bälle. Die dürfen genommen werden, sobald ein Spielball ins Toraus geht. Und dann drei Bälle ins Feld und die Show kann beginnen. Die drei ( meinetwegen auch vier ) Bälle haben meiner Meinung und Beobachtung nach mehrere Vorteile: Es entsteht seltener ein Haufen ( bei einem Ball natürlich zwangsläufig ), die Chancen einen Ball zu ergattern sind eben größer und sie lernen schneller sich umzuschauen, wo sie am besten und schnellsten zum nächstgelegenen Ball kommen bzw. wie sie mit "ihrem" Ball möglichst ohne Gegenwehr schnell zum Tor kommen (= Kopf hoch beim Ballführen).
Dribbling ist für den Angreifer das einzige Mittel um zum schnellen Torerfolg zu kommen. Er hat ja niemand zum Abspielen. Und der Abwehrende lernt das Blocken bzw. das Stellen. Und wenn er zum Erfolg kommt (= Ballbesitz) wird er sofort zum Angreifer. Und auch er: Allein gegen alle.
Die Torschützen kommen an den Rand und sind dann Abspieler für die im Feld gebliebenen. Da ja auch ein Weltmeister gekürt werden muss erhält der erste Torschütze (je nach Anzahl der Kinder ) 10 Punkte, der Zweite 9..... und der Letzte 1 Punkt. Keiner geht leer aus! Nach der ersten Runde wird der Erste zum Keeper. Und weiter geht’s. Das ganze Spiel nicht zu lange. Es erfordert nicht nur Kondition sondern besonders Konzentration und ist daher sehr anstrengend. Habe nie auf die Uhr geschaut. Eben nach Bauchgefühl nicht zu lange. Ist eher was für Zwischendurch aber mit hohem Spaßfaktor.
Ganz wichtig dabei: Nur eingreifen, wenns zu wild (= Fouls ) wird. Ansonsten genieß das Schauspiel !!
@Uwe
Das mit den Richtlinien vom DFB war anders gemeint. Wie soll man erwarten, dass die "Chaoten" sich an Direktiven aus Frankfurt halten, wenn sie nicht mal von den eigenen Vereinen gebremst werden ?? Da muss man ansetzen. Was da teilweise zugelassen wird, nur um ja keine Mitglieder zu verlieren........
Die FairPlayLiga ist ein ( richtig guter ! ) Ansatz. Wenn ich Euch mit meinen bescheidenen Möglichkeiten hier bei der flächendeckenden Einführung irgendwie helfen kann, bin ich sofort dabei.
Aber bei den Diskussionen mit den Richtlinien kommt mir zu oft das Wort muss vor. Richtige Veränderung in diesem Bereich wirst du nur erreichen, wenn du das Bewußtsein änderst. Und denjenigen Fehlgeleiteten die Möglichkeit gibst, ihr Verhalten zu erkennen und zu ändern. Und zwar so, dass sie ihr Gesicht dabei wahren können und später behaupten können, dass sie schon immer i.S.d. KiFu gehandelt haben. Und das soll durch ständig mit dem Zeigefinger drohen passieren ?? Ich denke nein. Sondern: In dem du sie fortbildest !!! Im Verein. Das kostet aber auch Geld. Und wenn der DFB eins hat, dann ist es das. Flyer, DFB-Mobil z.B. sind okay. Aber zu wenig. Das Förderprogramm ist sehr gut. Da bleibe ich bei. Aber jetzt ist Zeit, sich um den Unterbau zu kümmern. Die Breite.
Philosophie, Richtlinie, DFB. Ich habe mich bislang dazu nicht geäußert, obwohl es in letzter Zeit mehrfach ( oder nur noch ?? ) darum ging. In dieses Thema passt es aber sehr gut ! In meinem Verein gibt es keine Richtlinien oder gar ein Konzept. Leider ist dies so. Gäbe es dies, würde ich mich zu 100% daran halten denn schließlich bin ich im Namen des Vereins tätig und würde diesen beschädigen, wenn ich dagegen verstoße. Und der DFB ? Der sitzt in Frankfurt und ist weit weg. Aber nicht nur aufgrund der Kilometer ! Sondern auch aufgrund seiner Gesamtphilosophie. Die Förderung des Leistungs- und Spitzensports. Wenn er diese Zielbildung als einer der größten ( oder der größte
) Verbände nicht hätte, wer sonst? Und da gehört er auch hin. Das finde ich durchweg gut. Eine absolute Minderheit ( Leistungssportler wie ich sie definiere ) möglichst früh zu erkennen und dann stufenweise zu fördern, bis sie tatsächlich im Spitzensport ankommen. Wenn dann am Ende auch dadurch eine erfolgreiche Nationalmannschaft auf dem Platz steht, habe ich auch als Fan was davon. Bis hierhin für mich alles okay. Und meine Behauptung und innerliche Überzeugung ist ( Andre, jetzt wird's hart): Der DFB möchte mit seinem "Engagement" im Bereich Minis bis E-Jugend nur erreichen, dass ab D-Jugend (=Beginn des Förderprogrammes ) genug Masse zur Auslese bleibt. Krass gesagt könnte man sagen: "Baut nicht soviel Mist da unten, sonst bringt unser Förderprogramm nichts." Aus oben genannten Gründen finde ich da nichts verwerfliches dran !!
Aber als Trainer im Breitensport ist der Rest absolut graue Theorie. Mit ein bisschen Lebenserfahrung und fußballerischem Sachverstand ausgestattet, handelt jeder so instinktiv, wie vom DFB aufgeführt. Dazu brauche ich keine Richtlinie. Das wird durch individuelle Faktoren bestimmt. Und dazu muss man nicht mal selber Kinder haben. Zwei junge Trainer bei uns sind noch weit vom Vater-Dasein entfernt. Erkenne ich anhand der Frequenz ihrer wechselnden Lebensabschnittsbegleiterinnen. Aber wie die ihre B-Jugend seit der E-Jugend im Griff haben. Alle Achtung. Kann da also nicht dran liegen.
Der Hauptgrund warum ich in diesem Thema schreibe:
Weniger ist manchmal mehr !!! Ständige Belehrungen stumpfen ab. Dies ist zumindest meine Erfahrung. Mittlerweile kommt mir das Thema DFB-Richtlinen in vielen Themen hier wie ein zähfließender Brei vor, der manch gute Diskussion im Keim erstickt.
Andre, besonders von Dir würde ich mir wünschen nicht jede Diskussion in Richtung DFB-Richtlinie zu bringen. Ich erkenne Deine Zielrichtung in hohem Maße an ! Aber nur da wo es angebracht ist. Ständig erhobener Zeigefinger, wenn Du nur Gewinnorientierung vermutest ? Lass dem Schreiber doch auch mal Zeit, seine Umstände näher zu beschreiben. Ich glaube nicht jeder bei dem Du es sofort vermutest, ist auf dem falschem ( und welcher ist das ? ) Weg. Er muss nur auch mal die Möglichkeit haben, dass zu beweisen bzw. ist es nachhaltiger, wenn man jemand durch Argumente vom Gegenteil überzeugen bzw. zum Nachdenken bewegen kann. Was soll aber jemand auf „Wenn Du dich nicht voll und ganz nach der DFB-Philosophie richtest, bist Du ungeeignet“ antworten. Aus der Ecke komm erst mal raus.
Bei „Taktikfüchsen“ im G und F Bereich hast Du sofort meine volle Unterstützung. Aber auch das sind nicht gleichzeitig schlechte Trainer. Nur halt mit der Einstellung in der falschen Altersklasse.
Bei den kürzlich eingestellten Videos vom Eishockeyverband Kanadas ( war doch so, oder?) kam die Frage auf, warum es das nicht in Deutsch gibt bzw. ob es sowas gibt. Warum eigentlich nicht? Das wäre doch eine zusätzliche Idee. Das ganze mit Unterstützung des DFB. Und dann zwischen Werbeblöcken vor der Sportschau. Und genug Vorschläge fürs Drehbuch hätten wir doch ( aus Erfahrung ) alle. Ich versuch mich mal als Steven Spielberg:
Einblendung. Vattern fährt, Sohnemann ( meinetwegen so 8 - 10 Jahre alt ) sitzt im Fond und schwadroniert übers kommende Spiel: "Mann, die aus Nachbarshausen hatten uns im Hinspiel ganz schön im Sack. Haben uns nur hinten rein gedrängt. Da hätten wir mehr über die Flügel kommen müssen. Da muss heute mehr kommen. Blablablabla...."
Neue Einblendung: Vattern steht im Trikot auf dem Platz. Als Libero, is klar. Der Ball kommt auf ihn zu und er will ihn in Ruhe annehmen. Bevor er dazu kommt ertönt ein Urwaldschrei: "Hau die Pille nach vorne!!"
Schwenk zum Tor. Da steht er. Der dritte Pfosten. Einen Meter im Feld. Versteht sich. Sohnemann. Als Trainer ! Vattern vertändelt vor Schreck den Ball und der gegnerische Stürmer ( natürlich auch ein Vater )schiesst seitlich aufs Tor. Sohnemann ( steht ja einen Meter im Feld, damit auch seine Stürmer seine Anweisungen hören ) reisst die Hände hoch um sein Gesicht zu schützen und der Ball geht so nicht ins Tor. Sohnemann 1 und Sohnemann 2 ( der auf der anderen Seite als dritter Pfosten fungiert ) debattieren übers gesamte Feld ob drin oder nicht. Die Väter stehen auf dem Feld und lauschen bedröppelt der Diskusssion. Im Hintergrund startet auf einem nahe gelegenen Flugplatz ein Jumbojet. Den hört man aber gar nicht, da die Diskussion lauter ist. Okay. Aus Kostengründen kann man den Jet auch weg lassen.
Neue Einblendung: Nach dem Spiel in der Kabine faltet Sohnemann seine Jungs zusammen. Nach allen Regeln der Kunst. Alle Väter schauen auf den Boden. Einer heult. Sohnemann geht aus der Kabine und knallt die Tür. Zuvor beendet er seinen Anschiss mit den Worten: "Nee Jungs. So machts mir echt keinen Spaß mehr." Der Film endet daraufhin mit der Einblendung: "Egal. Hauptsache die Erwachsenen hatten ihren Spaß."
Naja. Denke noch Ausbaufähig. Aber der ein oder andere Kurzfilm würde doch viele zum Nachdenken bringen.
@GC
Ich sehe es gerade. Unsere Posts haben sich überschnitten. Tolle Beispiele wie es auch gehen kann ![]()
Ich hatte jetzt schon die eine oder andere Mannschaft. Bei der ersten Mannschaft habe ich die
Eltern noch mit einbezogen - FALSCH!!!
Vielleicht hast Du sie ja nur auf die falsche Art und Weise mit einbezogen?
ZitatDa ich dann plötzlich 4 - 5 "Trainer" am Rand hatte und die Eltern angefangen haben, in den
Auswechselungen "rumzufummeln",
Dann hast Du sie falsch mit einbezogen. Das liegt dann aber bei Dir.
Ist natürlich auch vom Naturell der Elternschaft abhängig. Völlig klar. Aber so generell "Ich habe hier das Sagen, ihr habt den Mund zu halten und könnt Wäsche waschen, fahren und klatschen". Das ist mir zu einfach. Die Kunst ist doch wohl, dass sich alle eingebunden fühlen und im Grunde doch alles nach meiner Nase geht !
Mir ist auch klar, dass das Reinreden bis ins Extreme tendieren kann. Wenn ich hier so einige Diskussionen zum Thema verletzliche Kinderseele lese, denke ich manchmal so für mich: Die Kinder können wesentlich mehr ab als so manch zart besaitete Elternseele. Ich hab da einen Trainerkollegen aus meinem Verein im Auge. Bei dem denke ich oft, der hat gleich zwei schwierige Jobs:
Trainer der Kinder und Betreuer der Eltern.
Genial. Obwohl Mutti macht in Video 1 zum Abschluss noch einen schönen Spannschuss. Das ihr alles immer so negativ seht ![]()
da ist jeder Trainer ein absoluter Einzelkämpfer. Unterstützung oder gar Beaufsichtigung bzw. Kontrolle ist da ein Fremdwort.
Kenn ich auch so. Leider.
Beaufsichtigung und Kontrolle sollte im Hintergrund ausgeübt werden. Ständige Belehrungen stumpfen ab, starke Reglementierungen oder gar Rauswurfdrohungen schrecken ab. Auch potentielle Neuanfänger. Kann sich kein Dorfverein, wie ich ihn definiere und angehöre auf Dauer leisten.
Also Unterstützung. Wie ich mir die vorstelle, habe ich schon anderweitig geschrieben. Das ist auch in einer Spielgemeinschaft möglich!
Zitatdie Möglichkeit durch qualifiziertere Trainer positiv auf Zuwachs zu setzen besteht da überhaupt nicht.
Das wäre auch nicht mein Hauptgedanke dabei. Obwohl ich glaube, dass du in dieser Hinsicht falsch liegst. Qualität vor Quantität wird auch von anderen gesehen und zahlt sich auf Dauer aus, denn
Zitatda besteht auch keine Möglichkeit aus anderen Vereinen Zugang zu bekommen, die haben ja ähnliche Probleme.
Ja. Eben. Und da wird dann irgendwann auf bessere Bedingungen bei anderen Vereinen geschaut. Warum soll man diese Möglichkeiten nicht jetzt schon vorausschauend nutzen?
Aber mir geht es gar nicht um die bloße Beschaffung von Beitragszahlern. Das Potential eines Vereins auszuschöpfen, darum gehts. Und das Potential sind nun mal die Mitglieder. Die sind ja auch nicht ohne Grund im Verein organisiert. Und deswegen ist meine These eine ganz andere:
Durch qualifizierte Trainer erhöht sich die Qualität der Ausbildung. Dabei reicht auch ein lizensierter Trainer, der praktisches Wissen an die anderen weiter vermittelt. Der hat auch keine andere Aufgabe. Die Wertigkeit der Trainertätigkeit wird erhöht und nach außen verdeutlicht. Jeder Trainer fühlt sich unterstützt und kann sich weiter entwickeln ( nichts anderes passiert hier oft im Forum. Nur eben theoretisch ).Dadurch kann man den einen oder anderen längerfristig ans Traineramt binden. Und wenns von 10 nur einer ist.
Und ich habe selber in der Praxis erlebt, dass dies funktioniert. In einem ganz kleinen Rahmen. Auf meinen Wunsch haben die Väter in der Feldsaison immer Montags ein zweites Training organisiert. Immer abwechselnd durch vorheriges Eintragen in eine Liste ( Stichwort Gruppendruck
). Vorher habe ich an einem Abend für zwei Stunden mit den Vätern eine TE absolviert mit abschließendem Bierchen. Dabei habe ich ihnen in Kurzform Wettkampfspiele und Trainingsformen aufgeschrieben und natürlich DFB-Online und Soccerdrills empfohlen. Alle ( Kinder und Väter !! ) haben richtig Spaß an diesem Training. Und auf Wunsch musste ich zwischendurch mit den Vätern für neue Anregungen eine neue TE durch ziehen. Okay. Könnte auch an dem Bierchen liegen
Und ich bin mittlerweile der Überzeugung, dass ein Trainerkoordinator hier qualitativ noch wesentlich mehr raus holen könnte!! Auch bei anderen Vätern / Anwärtern.
Aber leider ist es so, dass du bei solchen Vorschlägen als Fantast und/oder Miesmacher bezeichnet wirst. Leider.
Was mir zwischenzeitlich große Kopfschmerzen bereitet, ist die Auffassung, Kinder in die Vereine zu holen, ohne kindgerechte Betreuung.
Nicht nur Dir
![]()
Bei mir schwinden aber mittlerweile die Kräfte in meinem Verein dagegen anzukämpfen
ZitatDies könnte zur Folge haben, dass die Vereine wiederrum einen größeren Wert auf die Qualität der Nachwuchsförderung legen (sprich: bessere Betreuung etc.).
Finde ich einen interessanten Gedankengang die dem. Entwicklung auch mal positiv zu sehen. Mir ist auch bewusst, dass man mit Leichtigkeit eine Gegenthese dazu aufstellen könnte. Aber glaubt ihr, dass wir eine Chance haben, dass diese Entwicklung tatsächlich so kommt?
Nur mit absolutem Rückhalt im Verein. Ansonsten siehe oben.
Bei der Fragestellung ist es sehr schwer, sich fest zu legen.
Ich versuche es trotzdem:
Kein Trainer zu haben ist schlimmer. Und jeder ( der mittlerweile sehr wenigen ) Leute, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen, muss man halten und unterstützen. Das ist Sache des Vereins. Trainerschulung ist das Zauberwort. Manch ein Verein würde sich wundern, was für ein brachliegendes Potential da schlummert.
Der Workshop für Engländer ist später. Da gehts dann um das Für und Wider der Torwartposition ![]()
Ich habe mich nach ein paar Tagen Abwesenheit durch die Seiten gequält
.
Ich finde den Willen zur Diskussion und die Standhaftigkeit ( und auch Offenheit
) beider "Seiten" bemerkens- und lesenswert.
Frage mich dabei nur, ob es wirklich um Erfolg i.S.v. Ergebnis/Tabellenstand/Pokalen usw. oder um das Erstreben von Anerkennung i.S.v. bin ich ein guter o. schlechter Trainer bzw. mache ich alles richtig oder vieles falsch, geht und dies von Außenstehenden (= Eltern oder Verein/Vorstand ) anhand von Ergebnissen bemessen wird.
Und das bringt mich zur Frage, die mich seit Wochen beschäftigt: Wer sagt mir, wenn ich da falsch liege? Nur der Verein. Wenn du Leute hast, die auf dich ( und das was tust ) achten und dies auch anerkennen, wird es keine "Bankdrücker" geben, es erfolgt eine mehrheitlich beschlossene, vernünftige Einteilung ( ob nach Leistung oder nach Jahrgängen ),eine funktionierende gute Gemeinschaft usw. Auch im Dorfverein. Egal welche Größe. Ich bin aus eigener Erfahrung (leider nicht im eigenen Verein ) mittlerweile der festen Überzeugung:
Ein bischen mehr Geld in die Hand nehmen (= Beitragserhöhung) und dies in die Aus- und Fortbildung der Trainer und in die "Öffentlichkeitsarbeit" (=Transparenz an die zahlenden Mitglieder) stecken und es wird sich in der Zukunft auszahlen. U.a. vielleicht darin, dass es "Bankdrücker" bis U13 nicht mehr geben wird ![]()
Okay. Wenn's angeboten wird bin ich ja schon mal beruhigt. Offensichtlich aber leider nicht in allen Kreisen/Bundesländern.
Obwohl ich diese Idee der sofortigen Anerkennung (=Urkunde und Sticker) sehr gut finde. Da haben die Kinder gleich was in der Hand und sind stolz.
Und das hatten wir doch schon in einem anderen Thread, dass die Kinder etwas in der Hand haben möchten ![]()
Ganz genau. Wenn ich es noch weiß bzw. richtig interpretiert habe, bist Du nicht ganz unwissend, was Schule betrifft
Wird das Fußballabzeichen auch im Rahmen vom Schulsport abgenommen ? Wenn nicht: Warum nicht??
Ich muss das Thema aus gegebenen Anlass noch mal kurz aufgreifen. Passt nur bedingt zum eigentlichen Thema, aber da wir es hier angesprochen hatten: Ich habe ja ( und bei Follkao war es ja offensichtlich genauso ) vom Basketballtraining in der Grundschule meines Sohnes berichtet. Heute gab es Zeugnisse und ich habe mit Erstaunen ( nein, Gott sei Dank nicht wegen der Noten darin
) gelesen ".... hat das Spielabzeichen des Deutschen Basketball Bundes in Bronze erfolgreich abgelegt." Ich hatte gedacht, dass war nur so Just for Fun eine TE mit Profis. Ich finde die Idee des DBB ( ist das die richtige Abkürzung
) aber sehr gut. Meine Frage: Ist das woanders auch so? Und: Wird das DFB Fußballabzeichen auch in der Schule gemacht?? Habe ich hier in der Gegend bisher nichts von gehört. Das haben wir bislang nur vom Verein aus gemacht.
Ich denke die Frage sollte heißen: Lohnt es sich bzw. was kommt dann ??
ZitatPersonell könnten wir sowas eh niemals stemmen.
Ich will es ganz und gar nicht schlecht machen und finde es toll, wenn Du so engagiert Kinder in den Verein holst und für Fußball begeisterst.
Ich habe also z.B. 20 Kinder dadurch in den Verein geholt. Wohl wissend, dass es jetzt schon schwierig ist, Leute im Verein zu einem Traineramt zu bewegen. Mir fehlt der Glaube, dass dies in Zukunft besser wird. Ganz so krass wie bei Rene ist es bei uns nicht mit den wenigen Jugendmannschaften, aber wir sind auf dem "besten" Wege dahin. Du kannst dir noch so den Allerwertesten aufreißen, wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen, verliert man dabei nur eine Menge Federn und Energie. Meine Rahmenbedingungen:
Erste Priorität des Vereins: Eine andere Sport-Sparte im Verein. Hieraus kommen auch viele Vorstandsmitglieder.
Zweite Priorität: In das Vereinsgelände investieren.
Dritte: Herrenfußballbereich
Und das wars!!! Jugendbereich wird erst ab A-Jugend interessant (wer kommt hoch in die Erste o. Zweite). Beispiel gefällig? Vor nicht allzu langer Zeit wurden mehrere A-Jugendspieler schon für die Erste eingesetzt. Aus sporadischen Einsätzen wurden dauerhafte. Unser JO (den ich für einen sehr guten halte) hat nachhaltig vor den Folgen gewarnt. Man hat ihn ignoriert. Das Ende vom Lied: Die A-Jugend verlor dann auch jüngere Spieler. Mit Ach und Krach hat man die Saison mit Ersatz aus der B-Jugend zu Ende gespielt. Und nun haben wir seit zwei Jahren keine A-Jugend mehr. Erst aufgrund einer starken B-Jugend wieder in der nächsten Saison.
Ich habe noch im letzten Jahr Besuch von einem JO eines Vereins aus dem benachbarten Landkreis bekommen. Er hat mir das Konzept seines Vereins erläutert. Beeindruckend und sowas war vorher für mich 'ne fremde Welt. Man hat dort vor Jahren bereits erkannt, dass vieles im Bereich Trainerausbildung im Jugendbereich im Argen liegt bzw. dem zu wenig Bedeutung beigemessen wird. Man hat deswegen entschieden, das Hauptaugenmerk darauf zu legen und hierin auch finanziell zu investieren. Hierüber hat man die Mitglieder informiert und die Beiträge deutlich angehoben. Man hat den Mitgliedern auch sofort mitgeteilt, dass die Mehreinnahmen 1:1 in den Trainerbereich der Jugendabteilung gesteckt werden. Es ist nicht ein einziges Mitglied ausgetreten!! Mittlerweile gibt es einen lizensierten Trainerkoordinator, der sich nur um die Aus- und Fortbildung der Jugendtrainer kümmert. Die Anzahl der Jugendteams in diesem Verein sprechen Bände. Und ich rede hier nicht von einer Großstadt. Ich habe auch unserem Vorstand vorgeschlagen mehr zu investieren. Eben durch Beitragserhöhung einhergehend mit deutlicher Transparenz an die Mitglieder, dies Geld für die Jugend zu investieren. Reaktion: "Nein. Bloß nicht. Da laufen uns ja die Leute weg. Außerdem sind wir ja ein Breitensportverein." Schließt denn das eine das andere aus
Laufen die uns nicht jetzt schon weg?
Dazu ein Beispiel:
Die "Konkurenz" bei uns ist nicht wie bei Rene ein Turnverein sondern ein Buli-Basketballverein in unmittelbarer Umgebung. Die sind vor kurzem bei meinem Sohn in der Schule gewesen und haben eine TE mit ihnen gemacht. Mit anschließender Urkundenverleihung und Stickern. Es findet dann bald ein Turnier mit mehreren Klassen aus verschiedenen Schulen statt. Und der Gewinner darf ein Einlagespiel vor einem Bundesligabasketballspiel machen. Die "Konkurenz" schläft also nicht.
Kinder zum Verein zu holen und sie fürs Vereinsleben zu begeistern ist gut. Habe ich zu Beginn auch getan. Dann muss der Verein aber auch was dafür tun. Zur bloßen Beschaffung von Beitragszahlern bin ich mir mittlerweile zu schade.
Zudem sollte man auch aufpassen, dass man sich als Trainer nicht verheizt.
100%ige Zustimmung. Irgendwann ist bei jedem mal der Akku leer.
Kurzer Abriss zur Meinungsbildung ( möchte Günter ja auch immer gerne haben
Als damals aktiver Kicker noch ohne eigene Kinder mit einem Mannschaftskamerad eine D-Jugend ( die bis dato „nur“ auf dem Bolzplatz gespielt hatten ) bis einschließlich B-Jugend trainiert. Dann nach längerer Pause eine A-Jugend jüngerer Jahrgang übernommen und dabei grandios gescheitert. Wieder längere Pause. Sohn 1 und Kindergartenkumpels wollten Fußball spielen. Sämtliche Väter hatten keine Zeit, keine Zeit oder keine Zeit. Ich auch nicht, aber ich wollte aus purem Egoismus, dass mein Sohn die schönste Nebensache der Welt als Hobby genauso lieben lernt wie ich. Ich hätte ihn auch bei anderen Sportarten unterstützt. Fußball kam mir aber nicht ungelegen. Vor der Zeit als Minikickertrainer habe ich nie gewusst, wie viel Blümchen es auf einem Fußballfeld gibt, was man für tolle Figuren mit Fußballschuhen im Gras malen kann, wie oft man auf einer Strecke von 10 Metern hinfallen kann, wie groß Trikots sein können, wie viel Anziehungskraft ein vom Verein mit guten Absichten erbauter Spielplatz haben kann, obwohl man sich doch nur 5 Minuten umgedreht hat usw. usw. Als Gesamtbild sei noch erwähnt, dass ich mittlerweile einen Co mitsamt Ehefrau habe, die mir alles „neben“ dem Training abnehmen. Vom Essen beim Trainingslager bis zum Grillfest zu Saisonanfang /-ende. Väter, die mittlerweile zusätzlich ein Trainingstag eigenverantwortlich anbieten. Und eine Elternschaft, über die ich bezüglich Verhalten rund um das Team und am Spielfeldrand nur positives sagen kann. Im Grunde genommen stimmt also alles.
Mal abgesehen von der Problematik „Vatertrainer“.
Oder Trainer von der G-Jugend bis zur A-Jugend. Dazu haben einige (z.B. koeppchen ), wie ich finde, gut beschrieben, dass es „ein Leben danach“ gibt. Sowohl für den Trainer als auch für die Mannschaft.
Man kann noch so gute Vorsätze haben, noch so viel Engagement, noch so viel Ideen entwickeln, sich an Richtlinien oder Philosophien halten und und und. Nicht nur nach diesem Thread steht für mich fest, dass dies alles nichts bringt, wenn deinem Nachfolger das alles egal oder fremd ist. Innerhalb kurzer Zeit kann dann etwas zerstört werden, was man/andere mühevoll aufgebaut haben. Und das ist m.E. nur in solchen Vereinen möglich, die dies zulassen. Wo das Motto heißt: Hauptsache man hat genug Leute, die sich um die Kinder/Jugendlichen kümmern. Wie man sich kümmert, ist eher zweitrangig oder wird als nicht änderbar ( vermeintlich mangels Alternativen ) hingenommen. Hauptsache möglichst viele ( von den Spielern ) davon kommen später in den Herrenbereich. Sind ja auch alles Beitragszahler.
Wie heißt es so schön: Der Fisch stinkt vom Kopf her. Ohne klares Konzept für alle ( völlig egal ob Stadt oder Dorf; ob Breiten-oder Leistungssport ), welches ineinander verzahnt ist, gibt es dann als Einzelner nur eine Möglichkeit: Sich als Einzelkämpfer mit seiner Mannschaft bis zum Herrenbereich durchbeißen. Voraussetzung hierfür sind dann Kraft, Zeit, Beharrlichkeit und Geduld. Und ein ganz dickes Fell. Hier im Forum gibt es einige User, die entweder als JO selber ein solches Konzept verfolgen oder einhalten, oder aber als Trainer in einem solchen Konzept involviert sind. Okay. Etwas hier zu schreiben ist leicht. Die Realität kann anders aussehen. Bei einigen hier bin ich mir jedoch fast sicher, dass dies tatsächlich so ist. Beneidenswert
Und meiner Meinung nach der einzig richtige Weg.
Die Erkenntnis, die ich daraus für mich ziehe: Beiträge erhöhen und diese Beiträge in die Trainerfortbildung im Jugendbereich investieren. Nach meinen Beobachtungen würden diese Fortbildungen sehr gerne ( ob von Vatertrainern oder nicht ) aufgenommen und auf fruchtbaren Boden fallen. Und vielleicht wäre die "Drob-out"-Quote unter Trainern dann geringer.
