Beiträge von Steini

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Ich rate in dieser Altersklasse in Bezug auf Vorbereitung zu Gelassenheit. Das während der Ferien viele eben im Urlaub sind oder gutes Wetter auch mal für ein Schwimmbadbesuch mit Kumpels nutzen möchten, da sollte jeder Trainer Verständnis für haben.
    Anderen Mannschaften geht es doch genauso. Zudem muss ich immer schmunzeln (jetzt nicht hier im Thread, sondern Allgemein ) wenn ich für eine Altersklasse auf Kleinfeld ( also bis 9er ) höre "die müssen sich ja auch einspielen können". Nö. Müssen sie nicht. Ab D kommt Gruppentaktik dazu. Betonung liegt auf dazu. Individualtaktik bleibt Schwerpunkt. Und selbst für Gruppentaktik braucht es nicht die gesamte Mannschaft.


    Der kluge Trainer schult in diesem Altersbereich der D alle Spieler gleichmäßig und konstant. Je weniger Spieler umso intensiver kann ich den einzelnen Spieler coachen. Die Trainer ab C werden es euch danken, wenn sie Spieler mit guten Grundlagen bekommen.
    Seht es also positv, wenn mal nicht alle Spieler in den Ferien können. Das Gesamtgefüge ergibt sich dann schon im Laufe der Saison. 2x pro Woche plus Testspiel reicht daher mMn.

    @Manndecker
    Klasse Posting über die Altersklasse B-Jugend. Dem kann ich voll zustimmen.


    Für den Leistungsbereich kommt noch eine wichtige Komponente hinzu:
    Das sind alles Jungs die bereit sind für ihr Hobby mehr Aufwand zu betreiben, als viele ihrer Altersgenossen. Auch im Training ist allein schon deswegen sehr viel Feuer, weil jeder von ihnen spielen möchte und am WE nunmal nur 11 in der Anfangsformation stehen und nur 4 eingewechselt werden können. Das ist ein riesen Unterschied zu einer Breitensportmannschaft und ich weiß wovon ich spreche, weil ich auch in dem Bereich lange Zeit trainiert habe. Sie spielen höherklassig, weil sie bereit sind diesen Mehraufwand zu betreiben. Und dieser Wille ist auch notwendig, denn die Leistungsbereitschaft muss bis zum Ende der Saison gehalten werden, sonst gerät man schnell ins Hintertreffen.
    Wichtig dabei ist zu wissen: Sie haben ganz feine Antennen für Ungerechtigkeiten. Gibt es Trainerlieblinge und ach so wichtige Schlüsselspieler, die auch mal absagen dürfen oder im Training nicht 100% Leistung bringen brauchen..... und dann trotzdem in der Anfangsformation stehen, bekommst du ein Problem. Warum soll ich mir im Training den A.... aufreissen, wenn xy weniger macht und trotzdem spielt??


    Also kann ich nur den Tipp geben, immer eine klare Linie zu fahren und vor allem ehrlich mit den Spielern umzugehen. Nicht davon schwafeln, dass man ja nach Trainingsleistung aufstellen würde und dann einigen Spielern für diesen Bereich Zugeständnisse zubilligen. Gleiches Recht für alle. Machst du das nicht, merken sie das mit ziemlicher Sicherheit.


    Und das fliegt dir früher oder später um die Ohren.

    Den letzten Punkt kann ich so bestätigen. Vieles ist trainierbar. Auch noch in älteren Jahrgängen. Den Willen aber während der gesamten Zeit und in nahezu jeder Spiesituation Körper und Geist auf Spannung zu halten, macht dann eben den Unterschied aus.
    Ich nenne das Konzentrationskondition. Mir ist da nie ein besserer Begriff zu eingefallen, aber beschreibt es mMn ganz gut. Auch diese Kondition kann und sollte man trainieren. Ist auch in meiner U17 noch dauerhafter Bestandteil, weil in den Spielen kleine Unkonzentriertheiten oft gnadenlos bestraft werden.
    Der Wille aber solllte bei einem Spieler, der Anwärter auf besondere Förderung ist, schon vorhanden sein. Ich hab nun schon einige Zeit Stützpunktspieler der vergangenen Jahre in dann folgenden Spielzeiten beobachten können. Viele spielen mittlerweile in unteren Klassen und nur wenige sind im Leistungsbereich angekommen. Das sind genau die, bei denen man damals schon eine gute Präsenz im Spiel festgestellt hat. Vielleicht technisch weniger talentiert als einige Andere. Aber vom Willen und der Bereitschaft her abhebend vom "Durchschnitt". Das sind ja alles keinen schlechten Kicker im Stützpunkt.


    Aber in diesem Punkt sind man schon Unterschiede und der zeigt sich dann in späteren Altersklassen umso deutlicher.

    Schönes Thema @Schimi und immer wieder aktuell.


    @Colayeta
    Immer her mit Erfahrungsberichten. Ist doch für alle interessant zu erfahren, wie die Stützpunktförderung landauf landab so gehandhabt wird.


    @TW-Trainer
    Wie kommst Du im vorliegenden Fall zu dem Urteil die "Anwerber/Abwerber" würden an der Qualität ihrer Jugendtrainer zweifeln ??
    Lassen wir die "das Blaue vom Himmel" versprechende Fraktion mal weg. Das dürfte auch durchaus die Mehrzahl sein, aber Pauschalurteile umfassen dann auch alle Anderen. Gerade wenn es um diese Thematik des Anwerbens/Abwerbens auch in vielen anderen Threads geht, neigst Du sehr oft dazu den dort tätigen Personen einen Stempel aufzudrücken und dies als Allgemeingültig darzustellen.
    Ich schaue oft beim Stützpunkt D-Jahrgang oder Funktionsspieltagen D und C Jahrgang vorbei. Ich habe ja eine U17 und da könnte man ja meinen, dass sollte mich noch nicht interessieren. Weit gefehlt. Je älter die Spieler werden und je höher es dann in der Spielklasse geht, umso enger wird der Kreis von geeigneten Kandidaten. Das liegt zum Einen sicherlich an schulischen Herausforderungen und privaten Veränderungen wie erste Freundin usw. Es gibt jedoch auch nicht wenige Fälle, wo es schlicht an Unterforderung im Heimatverein liegt.
    Jop. Und solche Spieler bzw. deren Eltern spreche ich dann frühzeitig an. Ganz bestimmt nicht, weil ich an der Qualität der Jugendtrainer der jüngeren Jahrgänge unseres Vereines zweifle. Im Gegenteil !
    Und nu?


    Sorry Schimi. Will Deinen Thread nicht kapern, aber ich will das nicht mehr so stehen lassen. Irgendwann ist mal gut.

    Hi @Butze
    Gegenmittel heisst Ballruhe. Trainiere viel in Spielformen mit Überzahl im Ballbesitz und Schwerpunkt beim Coaching Dreiecksbildung, sodass die angepressten Spieler Anspielmöglichkeiten haben. Dabei weise die angreifenden Spieler an, im Verbund zu pressen. Nimm erst ein großes Spielfeld, sodass die angepressten auch durch eine kurze Täuschbewegung ausweichen könnten und so im Ballbesitz bleiben. Entscheidend sind Deine beiden 6er ( die Du bei dieser Thematik haben solltest ). Die müssen als Anspielstationen ständig in Bewegung sein. Dann das Spielfeld nach und nach verkleinern ( Raumdruck ).
    So lernen die Spieler auch in Pressingsituationen ruhig zu bleiben und es spielerisch zu lösen.


    Das geht allerdings nicht von heute auf morgen.

    Habe leider nicht viel Zeit, aber es geht auch in aller Kürze wenn man es knapp nur auf das erste Erkennen der Grundformation bezieht. Ausführlicher anhand von Handlungsabläufen hat es @SirAlex beschrieben, deswegen spare ich es mir. Schau aufs Zentrum und hier auf den/die 6er und den 10er. Sowohl mit als auch in der Umschaltbewegung bei Ballverlust erkennt man in den ersten Minuten die gedachte Formation des Gegners. Vor der 4er Kette ein Spieler der sich hauptsächlich auf den Raum im Zentrum konzentriert und ( auf das Zentrum bezogen ) davor zwei Spieler jeweils ( je nach Position des Balles ) leicht abgesetzt um den Druck hoch zu halten, hast du einen Gegner im 4:1:4:1 vor dir.
    Teilen sich zwei Spieler diesen Raum vor der 4er Kette, wobei ein 6er absetzt sobald der andere einen ballführenden oder ballnahen Gegner attackiert, sieht man sich einem 4:2:3:1 gegenüber.
    Sehr gut und schnell erkennt man diese Formation bei Balleroberung des Gegners in deren Hälfte. Hier bleiben zwei Spieler in der Vorwärtsbewegung eher defensiv und teilen sich weiterhin die Absicherung des Zentrums.
    In aller Kürze.

    Auf die Schnelle:
    A und B Jugend Stufe 3.
    Ich war bei meinem Posting jetzt davon ausgegangen, dass Spieler mit einer ohnehin guten Trainingsbeteiligung gemeint waren, die jetzt aufgrund Verletzung\Krankheit oder was auch immer länger gefehlt hatten und ob man die dann trotzdem in die Anfangself nehmen würde. Und die Spieler, die ich als Schlüsselspieler bezeichnet habe, zeigen durchweg gute Trainingsleistung und pushen die anderen. Ich habe noch nichts von "sich darauf ausruhen" gemerkt. Andernfalls gebe es eine Verwarnung und bei Nicht-Besserung eine Pause. Aber eben zugegebenermaßen wäre die Spanne zwischen Fehlverhalten und Verwarnung größer als vielleicht bei manch anderem.


    Die Grenze liegt bei Unehrlichkeit. Verletzung/Krankheit kein Thema. Schule hat Prio eins. Und die Jungs sollen uns auch sagen, wenn sie mal kein Bock haben weil der Tag eben stressig war. Wir haben für alles ein offenes Ohr und führen sehr viele Gespräche mit ihnen. Wenn jemand aber meint, uns ( und damit auch die Mannschaft ) verar.... zu wollen, bedeutet das automatisch Pause. Da haben auch alle Mitspieler eine feine Antenne für. Einmal zu Beginn der Saison vorgekommen und sofort wieder reagiert. Seitdem nicht mehr.


    Allerdings haben wir dann auch dieses Spiel verloren.

    Tolle Postings zum Thema. Dem ist fast nichts hinzuzufügen. Nur vielleicht dies noch @Schmabel:


    Ich mach Dir aus jedem guten 1:1 Spieler in wenigen intensiven Trainingseinheiten passable Abspieler. Andersrum ist es mit zunehmenden Alter wesentlich schwerer.


    Konzentriere Dich also mit Deinen E-lingen auf das 1:1 offensiv. Rest siehe Posting von Micha.

    Schönes da immer wieder aktuelles Thema. Ich schildere mal unsere Vorgehensweise. Die wird hier wahrscheinlich nicht nur auf Zustimmung treffen, aber @Chris und diesem Threat insgesamt bringt es nichts, wenn man Sachen weg lässt oder beschönigt damit es nicht zu Gegenargumenten oder anderen Meinungen kommt, die man nicht entkräften kann. Das kann ich schlicht nämlich nicht.


    Leistungsbereich, 19er Kader. In dieser Saison wird es bis zum letzten Spieltag bis zu Platz 5 eng bleiben oder jeder kann sofort auf einen Abstiegsplatz rutschen. Eben unglaublich ausgeglichene Liga dieses Jahr. Wir haben eine der jüngsten Mannschaften in der Liga und gerade unsere jungen Spieler haben viel Lehrgeld zahlen müssen, obwohl sie in der C schon auf Bezirksebene gekickt haben. Wir haben den großen Luxus das wir kaum Spieler ansprechen müssen, weil sich sie sich selbst melden und fragen, ob sie nächste Saison bei uns spielen können. Sie wollen halt höher Fußball spielen und sind dafür bereit mind. 3x die Woche zum Training zu kommen und am WE weite Auswärtsfahrten in Kauf zu nehmen. Die wollen spielen und unbedingt in die Anfangself und dementsprechend gehts im Training zu. Dadurch entsteht das "Problem" das man schon mal den Indikator Trainingsleistung streichen kann. Bliebe noch die Beteiligung. Und um es gleich offen zu sagen: Da gibt es Ausnahmen. Innenverteidigung und 6er ( alle älterer Jahrgang ) sind Schlüsselspieler bei uns und die sind gesetzt. Völlig unabhängig von ihrer Trainingsbeteiligung. Punkt.
    Und ich muss noch einen drauf setzen: Es kann vorkommen, dass wir bei einem entsprechenden Spielstand jemanden einwechseln, der vielleicht unter der Woche einmal weniger beim Training war als ein auf der Bank sitzender Mitspieler, aus taktischen Gründen aufgrund des Spielverlaufes aber eben die passendere Alternative ist. Der Erfolg gibt einem meistens recht, macht es aber nicht einfacher. Das kommt nicht offt vor. Nicht das da ein falscher Eindruck entsteht. Aber es kommt eben vor und ich kann Einwände hier gegen voll nachvollziehen. Es ist aber nun mal ein eindeutig leistungsorientierter Verein und da macht man auch keinen Hehl draus. Ich wusste also worauf ich mich einlasse als ich das Angebot angenommen habe. Schwierig und oft ein innerer Kampf.
    Zu unserer Ehrenrettung möchte ich noch erwähnen, dass wir dies Spielern, die sich bei uns vorstellen, von Anfang an ganz klar und deutlich sagen.


    Feuer frei-).

    Verstehe Deine Bedenken @Grätsche aber auch oder gerade in der Technikschulung sind stereotypische Übungsanordnungen und -durchführungen mMn Kontraproduktiv. Der Lerneffekt ist bei Zeitdruck (=spielnah) höher, als bei der langsam durchgeführten Ausübung. Zumindest meiner Erfahrung nach. In der Altersklasse stellt sich schnell dabei Langeweile ein und die Übung wird eher lustlos durchgeführt. Die dabei aufkommenden Fehler schleichen sich schnell ein und sind später nur sehr schwer zu korrigieren. Der Threatersteller schildert ja was von Langeweile und darauf basierte mein Posting. Wäre für mich hier Primärziel. Spaß und Dynamik. Dabei dann punktgenaues Coaching mit kurzer prägnanter Korrektur und weiter gehts.
    Natürlich bin ich in der wettkampfbasierten Durchführung einer Übung als Trainer umso mehr gefordert, zeitnah und zielorientiert ( also tatsächlich auch nur den avisierten Schwerpunkt coachen ) zu korrigieren. Hier trennt sich schnell die Spreu vom Weizen in der Trainerschaar. Zudem sollte ich mir vorher schon sehr wohl überlegen, wo genau sich hier in der "Hektik" Fehler einschleichen könnten. Dies kann ich bereits durch genau geplanten Übungsaufbau weitestgehend vermeiden.
    Nur kurzes Beispiel ( nagelt mich jetzt bitte nicht an der Übung fest;soll nur der Veranschauung dienen):
    Ich möchte das Abkappen mit der Innenseite rechts und links üben. Macht das mal im Selbstversuch im langsamen und im schnellen Tempo. Wo ist es einfacher ? Und achtet mal dabei auf eure jeweilige Gewichtsverlagerung. Wo ist es einfacher und vor allem, bei welchem Tempo führe ich die richtig durch ? Das projeziert mal auf die Koordinationsfähigkeit eines E-Jugendlichen.
    Beispielhafter Übungsaufbau Dribbling um Slalomstangen im ZickZack-Muster angeordnet.
    Bei meinen technisch schwächeren Spielern werde ich damit rechnen müssen, dass sie einen "Feuerhaken" laufen werden, um so vor den Ball zu kommen und ihn so frontal in die beabsichtigte 90Grad Richtung nach links oder rechts zu bekommen. Das möchte ich natürlich nicht. Vorgabe ist also bei Kappen nach z.B. links muss die linke Hand die Stange berühren. Schon ist der Haken nahezu unmöglich.
    Dann achte ich noch auf den richtigen Abstand der Stangen zueinander und korrigiere ihn wenn nötig. Bei zu weitem Abstand wird im Wettkampf die enge Ballbehandlung nicht so korrekt ausgeführt, weil sie ja durch einfaches Vorpassen des Balles schneller Meter machen können und dann einfach kurz vor der Stange den Ball wieder einfangen. Bei zu kurzen Abständen sind gerade techn. schwächere Spieler schnell überfordert. Usw. usw. Das sollte man alles vorher einplanen und ggfls. im Trainingsbetrieb leicht abändern, wenn nötig.
    Dabei stelle man sich jetzt mal zwei E-Jugendmannschaften auf einem Trainingsplatz vor. Die eine macht es ohne, die andere mit Wettkampf. Welche von beiden würde wohl zur anderen neidisch rüber schauen ? Oder anders gefragt: An welchem Training würdet ihr lieber teilnehmen?

    Du hast ja eine E-Jugend. Wie oft machst Du Deine Technikübungen in Wettkampfform ? Das machen wir selbst mit unserer B-Jugend noch so und Langeweile kommt da nie auf. Im Gegenteil. Die Jungs sind da ganz heiß drauf.
    Und Wettkampfform bedeutet Zeitdruck und verfeinert so die Technik sobald sich Automatismus einstellt. Wenn Du da bist, machst Du nix verkehrt.

    Und wäre es besser, einigen im Winter dann einen Wechsel nahezulegen, wenn keine Besserung der SItuation in Sicht ist?

    Unbedingt, da es die Fairness gegenüber dem Spieler gebietet.


    Eine wirklich sehr interessante Diskussion da auch ich in meinem neuen Posten mit dieser Problemstellung konfrontiert bin. Zusätzlich zu der Einteilung von @Chris die sich auf die momentane Spielstärke bezieht, möchte ich noch einen anderen Aspekt einbringen. Der gilt jedoch verstärkt für das Großfeld. Da @raicoon ja ne C hat, passt das.

    Interessant fand ich übrigens, das vergaß ich im letzten Beitrag, deine Beobachtung, dass die Spieler aus der zweiten und dritten Reihe besser spielen, wenn die Stärkeren mit dabei sind. Diese Beobachtung habe ich auch gemacht. Bzw. dass die Struktur oft zu fehlen scheint, wenn nur die Spieler aus der zweiten und dritten Reihe auf dem Platz sind.

    In jeder Mannschaft gibt es Führungsspieler, die auch ein entsprechendes Standing in der Mannschaft haben. Alleine schon ihre Präsenz auf dem Platz sorgt für Sicherheit bei den anderen. Ganz wichtig bei Teams mit prozentual hohem Anteil an Jungjahrgängen. Bei hektischen Spielphasen oder gerade misslungenen Aktionen bringen sie verbal wieder Ruhe rein. Lässt die Konzentration nach pushen sie usw. Die wollen immer gewinnen und brennen bei jedem Spiel und Taining. Davon hast du einen, mit Glück sogar zwei in der Mannschaft. Dahinter kommen die "Arbeitsbienen". Die brennen genauso, verrichten viel Arbeit im Hintergrund sind aber aufgrund ihrer Mentalität nicht die Typen die verbal andere motivieren. Sie richten die ( insbesondere jüngeren ) Mitspieler dadurch wieder auf, dass diese wissen wenn was schief geht, helfen die mir. Das sind für mich Kategorie A Spieler auf dem Großfeld. Und die haben in der Tat ihren Stammplatz. Das hat auch nichts mit Starspieler zu tun. Sie sind ein elementar wichtiger Teil für die Mitspieler, um Sicherheit zu haben. Und das nur nebenbei: Je höher es in den Spielklassen geht, umso weniger stehst du vor der Entscheidung, die aufzustellen oder nicht. Ohne sie hast du keine Schnitte, weil die Leistungsdichte der Ligen entsprechend ist und diese Spieler den Unterschied ausmachen können.


    Weil dies auch in unserem Kader so ist, würde ich Kategorie B und C in Alt- und Jungjahrgang aufteilen wollen. Die Alten haben den Sprung in die B-Jugend schon hinter sich und kennen auch die Spielklasse schon.
    Die Jungen müssen zwei Sprünge machen. Den in die für sie neue Altersklasse und den in die Liga. Schmeisst du die zu schnell ins berühmte "Haifischbecken", kannst du damit junge Spieler sehr schnell in ein mentales Loch stoßen aus dem sie im schlimmsten Fall nicht mehr rauskommen und aufhören. Insofern ärgert es mich immer ein wenig, wenn hier im Forum beim Thema DropOut insbesondere im Leistungsbereich kolportiert wird, dass dies ja ausschließlich an fehlender Spielzeit liegen müsse. Prozentual mag dies wohl so sein. Es gibt in diesem Bereich aber auch einen hohen Anteil von Spielern die deswegen aufhören, weil sie den Aufwand nicht mehr betreiben können/wollen oder schlicht erkennen, dass sie mit dem Niveau nicht mehr mithalten können. Aber das nur am Rande.


    Stelle daher also auch in Kurzform unsere Vorgehensweise zur Diskussion bzw. als Anregung. A ist gesetzt. B nimmt den weiteren Hauptteil ein. C wird rotiert.
    Dabei am Wichtigsten: Kommunikation im Vier-Augen Gespräch. Warum spielst du heute von Anfang an. Warum spielst du heute nicht von Anfang an sondern wirst eingewechselt. Warum spielst du heute nicht.


    Immer wieder sehr schwierig, aber es gehört dazu.

    Es haben sich einige andere Baustellen aufgetan, die mMn vorrangiger zu bearbeiten sind. Deswegen muss ich diesen Bereich hier etwas nach hinten verschieben. Aber aufgeschoben...

    Libra
    Ich organisiere seit Jahren ein Fussballcamp. 100 Kinder, 8 Stunden am Tag, eine Woche lang. Nachmittags wird ein Turnier gespielt. Geht dann so 2 Stunden lang. Altersklassen F bis D. In diesem Jahr war es also Jahrgang 2008 bis 2003.
    Muss mal eben durchrechnen...Haben bislang ca. 500 Kinder durchgeschleust...50 Stunden Turnierphase..mit Turniersieger..also nix mit fehlendem Wettkampfcharakter..


    Alles ohne Schiri.. und ohne Probleme

    Habt ihr gestern das Interview mit Jogi Löw gesehen ? Er hatte zwei Bereiche angesprochen, die ihm ( und nicht nur ihm ) aufgefallen waren und an denen in Zukunft gearbeitet werden müsse.


    Zum Einen Handlungsschnelligkeit bzw. zu jeder Zeit und in jeder Spielsituation gedanklich "auf Ballhöhe" zu sein und Abläufe vorherzusehen.


    Und zum Anderen...


    Orientierung im Raum. Tja, der hat Ahnung der Mann -). Würde mich wahnsinnig interessieren, wie die diesen Bereich angehen. Googelt man ihm Netz danach, findet man erstaunlicherweise fast gar nichts darüber bzw. im Vergleich zu anderen individualtaktischen Trainingsmethoden sehr wenig.
    Die Dortmunder haben mit ihrer "Signalanlage" richtig Geld in die Hand genommen. Ich finde das gut investiertes Geld und zukunftsweisend.
    Ich bzw. mein Verein hab/hat nur leider nicht soviel Kohle.
    Schaun mer mal so ab Ende September ob es auch mit weit weniger Hilfsmitteln geht-).

    Moin Dennis
    - schau nicht auf andere oder vergleiche Deine Mannschaft mit anderen, denn die können ganz andere Voraussetzungen haben.
    - nimm Dir ein Thema vor, meinetwegen schnell und sicher dribbeln. Dazu suchst Du Dir Übungen raus ( später mit mehr Erfahrung wirst Du Dir die selbst ausdenken können ) und behandelst dieses Thema mind. 4 Wochen lang. Immer in Blöcken trainieren. Beim Coaching auch wirklich nur auf dieses Schwerpunktthema konzentrieren
    - @AlroreH hat das alles Wichtigste schon angesprochen. Verpack das alles in Spielformen und sie werden es mit hoher Eigenmotivation erlernen. Das ist nachhaltig und wird später Früchte tragen.
    - hab Geduld
    - hab vor Allem viel Spaß an Deiner neuen Aufgabe !

    @Totti
    Ist immer eine Geschmackssache aber was die Provoregel betrifft: Wenn ich das richtig heraus lese hast Du Dich bei den zwei von @Andre vorgeschlagenen Alternativen für die erste entschieden. Also die Finte muss kommen und nur dann gibt es Punkte.
    Ich habe bei diesen Anreizen bzw. Steuerungen eines gewollten Verhaltens immer ( wenn möglich ) den Weg der positiven Motivation gewählt, d.h. eine extra Belohnung im Falle des Erfolges anstatt eine "Bestrafung" wenn die avisierte Technik/Spielweise nicht angewandt wurde. Dabei will ich die erste Alternative auch überhaupt nicht negativ bewertet wissen. Bei gruppentaktischen Elementen und höheren Altersklassen ist diese oftmals zielführender. Ist aber hier absolut OffTopic, wollte es nur erwähnt haben.


    In Deinem Fall würde ich daher eher die zweite Alternative empfehlen. Bei einer Finte vorweg zählt das Tor doppelt. Ist aber wie gesagt Geschmackssache und sei nur am Rande erwähnt.

    Hi Leute
    Nochmals Danke für die vielen Anregungen hier. Und weil es mir bei der Planung sehr geholfen hat, möchte ich Euch mitnehmen "auf die Reise". Es gab hier schon mal ähnliche Threads nach einer Art Tagebuch und ich fand das damals sehr interessant und hilfreich.
    Ich werde zunächst den Übungsaufbau beschreiben und dann den Ablauf, also was mir bei der Durchführung so aufgefallen ist. Ihr werdet feststellen, dass viele Sequenzen und Inhalte Eurer Vorschläge darin eingearbeitet sind.
    Da die Durchführung über einen längeren Zeitraum auch für mich Neuland ist, werden da sicher Schwächen und Fehler zutage kommen. Ich verspreche aber, dass ich schonungslos Kritik an mir selber üben werde und das dann auch 1:1 hier posten werde -).
    Ansonsten würde jede/-r, die/der hier mitliest und das auch trainieren möchte, die selben Fehler machen wie ich und das wäre ja unnötig.
    Wir sind zur Zeit voll in der Vorbereitung und ich werde vermutlich Anfang/Mitte September mit diesem intensiven individualtaktischen Training beginnen.
    Bis dahin nehme ich natürlich gerne alles mit was Ihr für Input noch für mich habt. Mein gedachter/geplanter Ablaufplan der nächsten Monate ist nicht in Stein gemeißelt. Immer her damit.


    Schönes, sonniges Wochenende.

    Mist..jetzt habe ich es auch gelesen. Du hast 2004er und das ist dann jüngerer Jahrgang D, richtig ?


    Dann hab ich die Reihenfolge natürlich nie und nimmer so gesagt und schließe mich Dirk an -).
    1:1 Offensiv in vielen Variationen. Übrigens bietet gerade Coerver in diesem Bereich viele richtig gute Übungen an. Erkundige Dich mal, wer da für Euren Bereich zuständig ist und holt Euch im Rahmen einer Trainerfortbildung einen Coervertrainer. Haben wir damals mit insgesamt 20 Trainern auch anderer Vereine mal gemacht. Erweitert enorm den Erfahrungshorizont.


    Und nein...ich bin nicht mit Dirk verwandt oder verschwägert und werbe um "Kunden" -). Wenn ich aber mal etwas in der Praxis gesehen, selber dann angewandt und dabei festgestellt habe, dass dies für den von mir avisierten Schwerpunkt das Optimum darstellt, dann empfehle ich es auch gerne weiter.
    In der Schulung 1:1 Offensiv und Defensiv ist dies mMn Coerver.

    @Phil11
    Mit Deinem letzten Absatz hast Du einen Bereich angesprochen, mit dem Du zum Einen einen großen Teil der D-Jugendzeit verbringen kannst und solltest und zum Anderen ein individualtaktisch und -technisch wichtiges Element hast, dass in nahezu jeder Übung eingebaut werden kann.
    1:1 Defensiv und Offensiv. Gerade hier zeigen sich dann in späteren Altersklassen Defizite, wenn dies nicht ausreichend intensiv trainiert wurde. Und zwar vorher ! Ich habe zur Zeit eine B, weiß also wo von ich spreche. 1:1 Defensiv bedeutet richtiges Anlaufen und Tempoaufnahme rückwärts ( und Deine rennen ja "blindlings" drauf zu wie Du schreibst ) ist schon eine Vorstufe, die viele Einheiten braucht, bist dies einigermaßen gesichert sitzt. Dann Körper zwischen Ball und Gegner und das in der Bewegung, also Ballablaufen. Dann Anschlussaktion. Also Pass und Freilaufen oder ins 1:1 Offensiv und und und. Mit dem Themenbereich und das viel in der Trainingsmethodik der Spielformen... Da kannst Du ganze Trainingsblöcke mit füllen.


    Mein erster Tipp dazu gleich: Trainiere Schwerpunkte in Blöcken. Ich kenne nicht die Spielstärke Deiner Mannschaft aber anhand Deiner Beschreibung ihres 1:1 Defensivverhaltens würde ich dafür schon mal 6 - 8 Wochen einplanen. Nicht Woche für Woche wild in den Schwerpunkten hin und her wechseln. Wenig nachhaltig.
    Dabei nach und nach erst Zeit-, Gegner- und Raumdruck ( in der Reihenfolge ) erhöhen. Tempodribbling und/oder schnelle Torabschlüsse kann es ja ruhig enthalten. Konzentrier Dich aber immer auf Deinen Coachingpunkt und der liegt beim 1:1 Defensiv. Wichtig: Während dieser Zeit sollte der Bereich Passen und insbesondere Passspiel so gut wie kein Thema sein. Ich weiß das es schwierig ist die Geduld dazu aufzubringen. Heutzutage sind doch Passkombis das A und O. Sieht ja auch so geil von außen aus. Jo..seh ich auch so. Als Trainer einer B habe ich aber lieber Jungs die im 1:1 gut geschult sind. Mit denen dann Passkombis in Spielformen zu trainieren ist ungleich einfacher und schneller zielführender, als gute Passspieler mit Schwächen in dem Bereich.
    Zum Anderen wirken sich gewisse Schwerpunkte eben kontraproduktiv im anderen aus. Übe ich die eine Woche Zweikampf und die andere dann Passspiel so macht das wenig Sinn, weil ich doch durch die Kombis Ballbesitz und/oder schnellen Raumgewinn trainieren möchte. Ich hoffe es würde deutlich, was ich damit sagen wollte.