Beiträge von Steini

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    Broschüren sind schön und gut. Zur Vertiefung oder als Anregung.


    Es ist aber wie es schon gesagt wurde: Nichts ersetzt die Praxis. Ich besuche, wenn das Thema für mich passt und es die Zeit erlaubt, immer mal wieder Kurzschulungen. Und das nicht nur, weil ich es für die Scheinverlängerung brauche. Ich habe bisher noch keinen Termin als Zeitverschwendung empfunden. Zudem dient es der Kontaktpflege.


    Ich kann diese Art der Fortbildung nur jedem wärmstens ans Herz legen und was sehr wichtig ist: Da ist jeder herzlich willkommen. Wer also aus welchen Gründen auch immer keine Zeit hat einen Schein zu machen, kann sich hier die Termine und Themen für sich passend heraus suchen.


    Mal ganz generell: Einiges an der Kritik am DFB ist nachvollziehbar. Ich kann jedoch nicht immer so ganz nachvollziehen wenn es heißt, die tun zu wenig. Um es mal deutlich zu sagen: Man muss schon auch selber mal den Hintern hoch kriegen damit sich was bewegt. Einfach mit mehreren Trainern aus dem Verein zusammen schließen und beim DFB-Koordinator des jeweiligen Kreises anfragen, ob eine Kurzschulung im Verein möglich ist. Dann natürlich für jedermann zugänglich aber eben auf dem eigenen Vereinsgelände und da kommt dann auch der eine oder andere Trainerkollege aus dem eigenen Verein.. Manche sind halt leider sehr bequem. Ist dann so 'ne Art McDrive für Trainer. Der Zweck heiligt die Mittel. Vielleicht ist es auch nur die Scheu vorm unbekannten.

    Das Thema hatte ich auch in einer der Lehrproben. Schönes Thema übrigens.
    Die bisher gemachten Vorschläge und Tipps sind meines Erachtens völlig passend. 1:1 Frontal am "schlankesten" zu bewerkstelligen, immer für Anschlussaktionen der Verteidiger sorgen ( müssen aber kurz zu bewältigen sein ), Fehlerkorrektur knapp und zielgerichtet. Beim frontalen Angriff ist, wie Übungsleiter schon gesagt hat, der Tempowechsel die häufigste Fehrlerquelle. Finten sollten hier im ersten Teil Schwerpunkt sein.

    Zitat

    Des bedeutet für die 3 Übungen die ich da machen soll, jeweils 6 Minuten.

    Das habe ich nicht so ganz verstanden. Sollt ihr etwa seperat drei einzelne Übungen zu dem Thema machen?? Oder meinst Du drei Einzelsegmente aus Warmmachteil, Hauptteil, Schlussteil ? So kenne ich es. Eine gesamte Trainingseinheit zu einem Thema und daraus dann 20 - 30 Minuten meistens innerhalb des Hauptteiles.


    Ich hatte das 1:1 mit dem Rücken zum Tor gewählt. Daniel78 hat dabei schon das wichtigste erwähnt. Spieloffene Stellung, dabei Abschirmes des Balles und Mitnahme aus der Bewegung heraus. Dies in der Situation, wenn der Abwehrspieler unmittelbar im Rücken steht. Alternativ dazu, wenn der Abwehrspieler weiter entfernt steht, Annnahme aus der Bewegung, Drehung mit Ball und anschließend frontales 1:1. Hier wird sich die Fehlerquote hauptsächlich im Bereich Freilaufen und Ballannahme und -mitnahme bewegen. Solltest Du Übungen oder eine komplette TE zum Thema brauchen, melde Dich noch mal.

    muss eingestehen, dass ich das nicht könnte.

    Dito. Da kommt ja noch was anderes hinzu. Ich würde es nicht wollen, dass der neutrale Beobachter meint, ich wäre genauso bzw. würde das gut finden. Für eine bestimmte Zeit kann man sich sicher zurück halten, aber auf Dauer ?? Tja, so verläuft eben bei jedem die Schmerzgrenze unterschiedlich.

    doch Steini, Thermometer gab es schon, sonst hätten wir doch gar nicht gemerkt dass es so kalt ist.

    Nee, Günter. Wir haben es nur gemerkt wenn wir vorher den Bolzplatz vom Schnee befreien mussten

    [ironie] Wenn jemand krank wurde, gabs zu Hause Mamas Hühner- oder Rindfleischsuppe und ein Tag später war das Kind wieder topfit. Heute gar nicht mehr möglich, weil die meißten Mütter gar keine Rindfleischsuppe mehr hinbekommen.[/ironie]


    :thumbup:


    Das kommt mir sehr bekannt vor :!: Und ich kann verstehen. dass Du hingeschmissen hast. Ich war selbst kurz davor. Aber bezeichnend ist der letzte Satz bzw. die Selbstzweifel. Kenne ich auch. Ich behaupte, wenn sich auch Eltern und Vereinsfunktionäre so viele Gedanken machen würden wie wir als Trainer würden viele Probleme gar nicht erst entstehen. Hört sich hart an? Ist aber die Realität, auch wenn es viele nicht hören wollen.


    Wir gehen hier im Forum teilweise mit uns selber sehr hart ins Gericht. Ist ja auch okay. Der Wille zur Selbstreflektion und sich verbessern zu wollen. Mittlerweile kommt mir das aber als Einbahnstraße vor. Hier lesen sicherlich viele Eltern und Funktionäre mit. Ich hoffe die machen sich genauso viele Gedanken wie wir :!:


    Nur mal so als Anregung.

    Das zur Zeit aktuelle Thema vom Trainer, der hingeschmissen hat und die Diskussion darum hat mich zum Nachdenken gebracht. Richtig so oder Weichei ? Konsequent oder hätte er drüber stehen müssen ? Ist ein Einzelfall aber führt mich zu einer grundsätzlichen Frage bzw. eigentlich zu zwei Fragen: Warum tut man sich das an und wann ist Schluß mit Lustig ? Ich stöbere hin und wieder gerne in alten Themen. Liest man mal im Besonderen im Bereich "Konflikte" ist es doch schon erstaunlich, was so ein Ehrenamt ( das man doch im Dienste anderer ausübt ) für Streß mit sich bringen kann. Und was man dabei alles auf sich nimmt. Tja, wofür eigentlich ? Und wann ist es eben zuviel ?


    Wir diskutieren hier hauptsächlich: Was müssen Trainer tun,


    ...damit die Kinder / Jugendlichen Spaß haben ?


    ...dass möglichst wenig aufhören ?


    ...dass alle Eltern / der Verein zufrieden sind/ist ?


    ...damit jedes Training abwechslungsreich ist und die Jungs/Mädels fußballerisch weiter bringt ?


    Die Aufzählung wäre wohl endlos und ihr wisst ja alle, welche vielfältige Anforderungen dieser "Job" mit sich bringt. Ich für meinen Teil mache das, weil ich mir seit der Kindheit diesen hartnäckigen Virus Fußball eingefangen habe und ich Spaß und Interesse daran habe, Kindern und Jugendlichen diesen Sport nahe zu bringen und sie fußballerisch auszubilden. Herrenbereich habe ich immer dankend abgewunken, da sind mir zu viele Mimosen unterwegs :rolleyes: Wann aber ist es des Guten zu viel ? Wenn ich mir im Forumsarchiv so betrachte, was an Problemen so entstehen kann und was letztlich zum Hinschmeissen führt... Die Gründe sind vielfältig. Ich persönlich habe damals hingeschmissen, weil gegen meinen Willen Jungs meiner A-Jugend in den Herrenbereich gezogen wurden und dort letztlich verheizt wurden. Gegen meinen Willen deshalb, weil ich ihre Entwicklung noch nicht als abgeschlossen gesehen habe und sie noch nicht so weit waren, ganz in den Herrenbereich zu wechseln. Als Kinder-/Jugendtrainer hätte ich fast hingeschmissen, weil ich den Verein dazu bewegen wollte, sich mehr in der Förderung und Ausbildung der Trainer zu engagieren. Da bin ich voll gegen die Wand gelaufen und hab richtig Federn gelassen. Als dann Angebote von Vereinen kamen, die großen Wert auf die Aus- und Fortbildung ihrer Jugendtrainer legen war ich kurz davor hinzuschmeissen. Davon abgehalten hat mich zum einen meine innere Einstellung. Ich bin so gepolt, dass mir Vereinstreue noch etwas bedeutet. Zum anderen hat mich ein User dieses Forums zum Umdenken gebracht. Zudem fahre ich jetzt zweigleisig. Aber anderes Thema.


    Ich kenne jemanden der hingeschmissen hat, weil er auf Druck des Vereins Spieler in seinem Team nur deswegen spielen lassen sollte, weil deren Väter "wichtige" Sponsoren waren ( B-Jugend). Ein anderer hat hingeschmissen, weil er keine Lust mehr auf das ständige Gemoser einiger Eltern hatte ( E-Jugend). Ein anderer wiederum hat mir erzählt aufhören zu wollen, weil er an seiner Eignung zweifelt auch ab D-Jugend aufwärts trainieren zu können. Die sind alle nicht in meinem Verein. Das aber nur am Rande.


    Mich würde daher interessieren, was Euch zum Aufhören bewegt hat bzw. wo es kurz davor war. Wann ist also Schluß mit Lustig ?


    In dem Zusammenhang habe ich noch ein Schmankerl aus der Schatzkammer des Archivs. Da geht es um das ständige Verlieren einer Mannschaft. Und für den Trainer war das ein Grund aufzuhören ! Den einen oder anderen erkennt man in der Diskussion auch kaum wieder ;)


    Alle haben irgendwie keine Bock mehr!

    Hallo Schlaaf


    C-Jugend, schwieriges Alter. Da beginnt es, dass sich körperlich und seelisch einiges verändert. Ist aber "normal", nur halt unterschiedlich ausgeprägt, also mach Dir zunächst mal nicht zu sehr 'nen Kopp. Gerade in dem Alter und in der B-Jugend kommen neben den fußballerischen auch wichtige soziale Komponenten hinzu. Das hat aber nicht unbedingt etwas mit Motivation zu tun. Da lassen sie gerne den Macker raushängen und wissen alles besser oder können schon alles. Wichtig als Trainer ist hier, die Balance zu halten. Wahrung der eigenen Authorität und zugleich Spielraum für die Jungs, sich selbst zu finden. Geduld und Verständnis eben. Wenn Du aber Tipps für die Trainingsgestaltung brauchst, müsste noch ein bischen mehr Input kommen. Wie lange hast Du sie ? Wie sieht Dein Training vom Ablauf her aus ?


    Aber mal eine blöde Frage: Wieso Elternabend ?( Würde ich eher von abraten. Erstens nicht unbedingt etwas zur Krise reden, was noch keine ist ( auch wenn Du es jetzt verständlicherweise so empfindest). Zweitens können Dir die Eltern nur bedingt helfen. Eher im Gegenteil. Zur Zeit bist Du noch eine Bezugsperson außerhalb des Elternhauses. Diese Position solltest Du auch gerade für die Zeit der B-Jugend behalten. Drittens würde ich versuchen, mit den Jungs gemeinsam für gute Stimmung zu sorgen. Und das geht am besten mit einem dementsprechenden Training. Dazu müsste man aber wissen, wie Du bislang so trainierst.

    MilkyWay -inaktiv-


    Das hört sich doch schon ganz anders an. Deswegen ist es bei Erstellung eines Threads immer hilfreich, so viel Input wie möglich zu geben ;)


    Also spielten eben die Kinder des befreundeten Trainers in der Stammelf.


    Ah ja. So ähnlich hatte ich es vermutet. Und wenn das nicht mehr so ist, wird halt gemosert. Nötigenfalls so lange, bis der Trainer hinschmeisst.


    das mit diesem Trainer unmöglich umgegangen worden ist. Denn sportlich hat man ihm nichts vorzuwerfen .


    das es jetzt aber einen Schlußstrich gibt, weil die Eltern verbal unter die Gürtellinie gehen spricht nicht unbedingt für seine Kritikfähigkeit.


    edit: Kritikfähigkeit ist vielleilcht der falsche Ausdruck, aber er hätte einfach drüber stehen können. Gequatsche gibt es doch oft, das er so schnell kleinbei gibt ist schade.




    Warum, bitte schön, hätte er sich das antun sollen ?? Das führt mich zu der Frage: Ist eigentlich die DropOut-Quote von Trainern bekannt ? Oder interessiert die eigentlich so wirklich niemanden ? Geht ja immer um das Wohl der Kinder / Jugendlichen. Und ist das jetzt Kind-/ Jugendgerecht ? Durch Druck von außen hört jemand auf, mit dem die Jungs doch wohl offensichtlich gut klar kamen und auch was gelernt haben.

    Andre


    Ein wirklich gutgemeinter Rat: Drück mal zwischendurch den Resetknopf. Nicht bei jedem Stichwort muss sofort das Schlimmste dahinter stecken. Oder kennst Du ihn oder die Situation vor Ort persönlich ? Dann vergiss meinen Rat.


    MilkyWay -inaktiv-


    Was denken die Jungs darüber ? Bringen sich die kritisierenden Eltern sonst ein ? Ich meine offen und konstruktiv. Und bei den Jungs auf der Bank: Vielleicht geht es ja auch nach Trainingsbeteiligung. Und damit meine ich persönlich nicht nur die bloße Anwesenheit beim Training !! Vielleicht sitzen sie ja auch nur 5 Minuten auf der Bank und die Eltern sind beleidigt, dass Sohnemann-Superstar nicht von Anfang an spielt. Vielleicht hat der Trainer diesen Jungs auch schon vorgeschlagen in der 2ten Mannschaft zu spielen und das wollten entweder sie oder ihre Eltern nicht. Vielleicht... Vielleicht... Vielleicht..


    Und die Version des Trainers würde mich besonders interessieren. Ohne die wirst nur Du entscheiden bzw. beurteilen können, ob richtig oder nicht. Ob gut oder falsch.

    Hallo Lubi


    Hätte schon mich schon eher gemeldet, wenn die Zeit es zugelassen hätte. Aber besser spät als nie. Ich finde Dein letztes Statement klasse. Sehr ehrlich und Du scheinst Dir im Moment 'ne Menge Gedanken darum zu machen. Günter liest daraus "wie mache ich es allen Kindern recht." Das kommt wohl schon hin. Ich lese aber auch daraus "Bin ich auf dem richtigen Weg oder soll ich es so machen wie viele andere." Du hast 19 Kinder zu betreuen und machst u.a. extra einen Fragebogen, um die Meinung Deiner Kinder zu erfragen. Du rotierst, lässt alle gleichlang spielen usw. Nun weiß ich leider nicht, ob Du Unterstützung hast oder alles alleine machen musst. Du holst Dir auch hier im Forum andere Meinungen ein und gehst darauf ein. Ich finde bei den oben genannten Punkten hast Du schon mal vielen was voraus !! Deswegen ein paar Tipps aus der Ferne. Vielleicht ist was Passendes für Dich und Deine Situation vor Ort dabei.


    1. Nicht zuviel auf andere schauen. Deren Situation oder Gegebenheiten können ganz andere sein. Aufgrund der Vereinsgröße Einteilung nach Leistung z.B. Und an dieser Stelle will ich auch mal etwas loswerden. Oft wird im Forum die Meinung geäußert: Bei Auswahlmannschaften bzw. ausgewählten Spielern ist das ja kein Kunststück. Ach ja, ist das so? Die sind sicherlich in ihrer Altersklasse weiter als der Durchschnitt, was vieles leichter macht. Das bedingt aber auch, dass das Training dementsprechend aufgebaut sein muss. Das ist kein Selbstläufer. Aber das nur am Rande. Schau also auf Dich und Deine Truppe.


    2. Du nimmst offensichtlich an vielen Turnieren teil, damit alle zum Zuge kommen. Davon halte ich weniger. Bei Turnieren hast Du Anfahrt, sehr kurze Spielzeiten, Pausen und dann wieder Abfahrt. Mein Tipp: Suche Dir Mannschaften in Deinem Umkreis, wo die Voraussetzungen ähnlich sind. Meinetwegen eine Mannschaft, mit denen Du mit Deinen schwächeren Spielern antritts und eine für Deine Stärkeren. Sprich die jeweiligen Trainer an und macht Freundschaftsspiele aus. Auch während der Woche innerhalb eurer oder deren Trainingszeit. Zur Zeit läuft ein schöner Thread. Kontakte knüpfen oder so ähnlich. Da ist vieles möglich und so kommen alle Spieler zu vernünftigen Spielzeiten und das geht in sehr lockerem Rahmen ab.


    3. Du sprichst von "ergebnisorientierten Trainern" in eurer Umgebung im E-Jugendbereich. Da krieg ich 'ne Geierpelle bei. Lass sie machen. Denk weiter so langfristig wie bisher. Das zahlt sich aus. Glaubs mir. Es dauert nur eben länger und man bekommt nicht soviele Schulterklopfer am Anfang. Aber wenn Du schon längst Deine Truppe nicht mehr hast und die schon größer sind und sie dann auf Dich zukommen und sagen: Lubi, war 'ne geile Zeit und wir haben echt was gelernt bei Dir. Wer bitte braucht da Schulterklopfer ?


    4. Deine Bedenken hinsichtlich der Diskrepanz zwischen den stärkeren und schwächeren Spielern sind nicht von der Hand zu weisen. Bei der Größe des Kaders sehr schwierig. Die Schwächeren können sich gut an den Stärkeren orientieren und wachsen daran. Die Stärkeren müssen jedoch in gleichem Maße gefordert und gefördert werden. Dazu müsste ich aber erst wissen, ob Du einen Co-Trainer hast.


    Zeit läuft davon. Aber ein Tipp noch: Mach Dir nicht so ein Kopp. Und vor allem versuche nicht alles richtig und es jedem recht zu machen. Bei der Erwartungshaltung an Dich musst Du ja zwangsläufig enttäuscht werden. Nobody is perfect. Und oft auch nicht die, die jetzt noch vermeintlich wichtige Ergebnisse zum Sieg einfahren.


    Wer in die Richtung geht, sich nicht verbessern zu müssen oder zu wollen, ist schon auf dem falschen Weg. Also ich hab schon das Gefühl, dass Du auf dem richtigen Weg bist !

    Nein man hat sich nicht meldet und ich denke, das passiert auch nicht mehr. Eine Änderung auf den Seiten dort ist auch noch nicht erfolgt, Gruß Andre

    Finde ich schade, da die Antwort sehr interessant gewesen wäre. Ist für mich aber nachvollziehbar, da deren Hauptaugenmerk auf einem anderen Bereich liegt.

    Für mich wiederspricht sich die Ausbildung von Persönlichkeitseigenschaften mit der nicht Ergebnisorientierten Denkweise. Ich glaube das es den meißten Trainern schwer fallen wird den Spielern die richtige Einstellung zu vermitteln, wenn er Ihnen jedes mal erzählt wie unwichtig doch Ergebnisse sind.


    Vermutlich liegen wir gar nicht weit auseinander und in einem Gespräch würde sich das wahrscheinlich schnell auflösen. Aber so kann man das meiner Meinung nach nicht stehen lassen.Der Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsbildung und ergebnisorientierter Denkweise??? Kurzes Beispiel: Meine Mannschaft vor kurzem bei einem Turnier gegen eine Auswahl. Die ersten sechs Minuten waren wir nur hinten. Es stand schnell völlig verdient 0:4. Dann habe ich kurz reingerufen: "Kopf hoch, Brust raus. Jetzt sind wir dran." Danach ein völlig anderes Spiel. Erst zum Schluss einen Konter gefangen und es stand 0:5. Shit happens. Ich war bestens zufrieden und habe ihnen genau das auch erzählt. Solche Spiele wirst Du doch sicherlich auch schon gehabt haben oder? Es steht und fällt mit der Vermittlung der Einstellung! Fußball spielt sich zu 90% im Kopf ab. Das können meine Jungs runter beten. Rauf und alles geben. Im Training und im Spiel. Meine Analyse mache ich persönlich jedoch in diesen Altersklassen nicht vom Endergebnis ab. Wahrscheinlich machst Du das auch nicht und es war nur missverständlich formuliert. Zumindest schätze ich Dich so ein. Das hier



    Wie soll sich Ehrgeiz und Leistungsbereitschaft ausprägen, wenn der laufreudige, einsatzfreudige, fleißige, nie fehlende, sich immer sportlich verhaltene, etc. Spieler in der E-Jugend genau die gleiche Einsatzzeit bekommt, wie der junge, der wenig kämpft, sich kaum bewegt, nicht für das Team arbeitet, dem sein persönlicher Torerfolg wichtiger als der Mannschftserfolg ist, etc. ???


    ist schon was anderes. Das sehe ich genauso. Sonst macht man sich gegenüber der Truppe unglaubwürdig und die Jungs haben dafür sehr sensible Antennen! Verlorene Spiele z.B. sind sehr schnell vergessen. Aber Ungerechtigkeiten erkennen sie schnell und können die nur schwer verknusen.

    Sehe ich genauso wie Günter. Wenn Du jetzt die richtigen Zeichen setzt, wird sich das in der Zukunft auszahlen. Du bist die Chefin. Punkt. In gewissen Sachen wird nicht diskutiert.

    Zitat

    Habe selten gesehen, dass ein Thread so in eine restlos andere Richtung abdriftet


    Ich bin auch kurz noch mal auf die Startseite, um die Überschrift zu lesen :) Finde Deine Anregung zum Nachdenken aber gut. Für mich ganz im Allgemeinen auf das gesamte Forum bezogen einer der Gründe hier mitzulesen. Einfach mal innehalten und überlegen, ob der innere Kompass noch stimmt. "Draußen" korrigiert ein ja keiner oder weist auf mögliche Schwächen oder Fehler hin. Hier hat man viele "Leidensgenossen" mit unterschiedlichen Meinungen und Richtungen. Dadurch hinterfragt man sich dann doch schon manchmal, ob man bei allem so richtig liegt.


    Ups, jetzt bin ich selber abgedriftet. Wie war die Frage noch ?(

    Mache ich immer gerne, wenn mein Schwerpunkt gerade Finten/Tricks sind. Allerdings ohne Karten. Wenn jemand beispielsweise den Zidanetrick macht, wird sofort unterbrochen und alle Spieler müssen ihn ein paar Sekunden auf Händen tragen. Muss allerdings sagen, dass dabei ein Spiel nie so richtig zustande kommt :D Macht ihnen aber mächtig Spaß. Mein Vorschlag wäre also Finten, z.B. Übersteiger von mind. zwei Spielern usw.


    Oder eines meiner Lieblingsthemen: Kommunikation untereinander. Die Jungs sollen lernen in einem vernünftigen Ton im Spiel miteinander zu reden. Gerade wenn es aufs Großfeld geht ein wichtiger Faktor. Stärkt nebenbei das Sebstbewusstsein von eher introvertierten Spielern. Jeder Spieler stellt eine Spielkarte dar. Paul ist Herz-Bube, Theo Pik-Ass, Leo Kreuz-König usw. Die Spieler müssen sich dabei die jeweilige Karte ihrer Mitspieler merken. Also Theo muss wissen, dass Paul Herz-Bube und Leo Kreuz-König ist usw. Wichtig als Trainer ist so wenig wie möglich einzugreifen. Du schreibst Dir pro Mannschaft und Spieler nur die jeweilige Karte auf. Die Karte des Spielers, der dann gerade dran ist, nimmt man kurz vorher raus. Ich mache z.Zt. gerne "Stille Post". Dabei schreibe ich pro Mannschaft unterschiedliche Sätze auf. Altersbedingt muss bei meiner Truppe im Moment in jedem Satz "Alter" vorkommen. Also z.B. "Alter, hast Du schon gesehen wo Königsblau in der Tabelle steht ?" :rolleyes: Dann rufst Du während des laufenden Spiels Theo (Mannschaft 1) und Tom (Mannschaft 2). Beide sprinten zum jeweiligen Kartenstapel ihrer Mannschaft, lesen sich den Satz durch und ziehen dann die oberste Spielkarte. Köstlich was dann abgeht. Sie rennen aufs Feld und Du siehst es förmlich wie es in der Birne arbeitet: "Kerl nochmal, wer war noch Kreuz-Sieben?" Keiner gibt sich die Blöße und fragt den Trainer. Wie uncool!! Also fragen sie lieber ihre Mitspieler ( Kommunikation ). Okay. Und dann kommt das nächste Problem: "Wie war der Satz ?( Spätestens an dieser Stelle kann ich mir das Grinsen nicht verkneifen. Am Ende des Spiels muss dann pro Mannschaft ein Spieler den Satz wiederholen, der bei ihm zum Schluss angekommen ist. Lacher sind da garantiert. Hinsichtlich der Aufgabenstellung lässt sich das endlos verändern/erweitern. Passen zum jeweiligen Spieler und ihm dann sagen, dass er die nächste Karte ziehen muss. Zweiten Ball vom Spielfeldrand holen und ihm dem Mitspieler übergeben. Zweiten Ball holen und mit dem jeweiligen Mitspieler einen Doppelpass spielen usw. usw.

    Gruppentaktik gibt es erst ab einem 2:2....so meine neueste Info....erfahren auf dem Trainerlehrgang. Das 2:1 ist unterhalb des 2:2 und so die Kernaussage fachlich sachlich richtig sein sollte....ist es keine Gruppentaktik und hat damit im F Bereich zu suchen, da es noch die Individualtaktik anginge....soweit der Trainer das richtige abverlangt und fordert.!!!!! ....(näheres hierzu nachfolgend). Das habe ich so nicht bedacht....kann ich aber einsehen und akzeptiere das so. Es ist wohl nicht zu diskutieren, weil es eine feststehende Aussage in der Fachwelt ist. Wenn dem so ist, brauche ich nicht weiter drüber nachdenken und nehme das so an. Wenn da jemand anderer Ansicht ist, teil er dies doch bitte mit. Wenn man hier anderer Meinung ist, wäre das noch einen Thread wert....ab wann beginnt die Gruppentaktik oder so ähnlich, könnte der dann lauten.


    Gruppentaktik ist das bewußte und gewollte Zusammenwirken von mind. zwei Spielern. Offensiv wie Defensiv. So definiere ich es zumindest. Ergo: Auch bestimmte gruppentaktische Schwerpunkte können sehr gut im 2:1 trainiert werden. Nenne hier mal das Doppeln.


    Entscheidend ist Was ich trainieren möchte. Wenn ich Oskar im Bereich Individualtaktik in der Defensive verbessern möchte, dann ist es im Grunde Sch.... egal, ob ich ihm dann noch 2 oder 200 Mitspieler zur Seite stelle. Ich wähle bzw. gestalte eine Übung so, dass sie nur den Fokus und Effekt hat, ihn zu verbessern. Gruppentaktik wäre es, wenn ich jetzt auch möchte, dass Mitspieler 2 - 200 abgestimmt auf sein Verhalten reagiert, d.h. die dementsprechende Seite absichern usw.


    Oskars Technik ist und bleibt für mich das Wichtigste. Kann er in der älteren F nicht mal einen Ball richtig annehmen sollte ich mir dringend überlegen, ob ich den richtigen Weg eingeschlagen habe. Wenn er das noch nicht kann, brauche ich mir über Unter- oder Unterzahlspiele noch keine Gedanken zu machen. Diese sind nur dann erst förderlich, wenn er die Grundvoraussetzung erfüllt. Gute Technik.