Beiträge von Steini

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    Bei Trainergehältern sehen Eltern nicht unbedingt, wo das Geld bleibt...


    Sie fragen aber wesentlich häufiger nach. Nicht unmittelbar, aber über den Vorstand. Das ist das, was ich mit Kontrollfunktion meine. Ich habe eine ganze Zeit gebraucht, bis ich damit umgehen konnte. Ich empfinde es aber durchweg positiv. So wie es Andre schon gesagt hat: Keiner kann sein eigenes Süppchen kochen und dadurch profitieren alle davon !

    aber beim letzten Training standen beide offen mit Zigarette auf dem Platz


    Ist nicht Dein Ernst, oder ? Ich bin selbst Raucher. Ich trainiere meine Truppe seit sechs Jahren. Die haben mich aber weder vor, während oder nach dem Training / Spiel rauchen sehen !! Ich halte mich für tolerant, aber das ist ein absolutes NoGo. Da könnten sie ein Weltklassetraining abliefern. Zweitrangig. Als Kindertrainer bin ich in erster Linie Bezugsperson und Vorbild. Ich glaube das verkennen viele.


    Zum Schein: Haben Andre und Ranwie eigentlich schon alles zu gesagt. Lass Dich nicht blenden.

    aber was viel kostet muss ja auch gut sein.



    In zwei Wochen startet unser Fußballcamp. 90 Kinder. 5 Tage a 8 Stunden täglich. Alle Beteiligten ( 10 Trainer + Catering ) Ehrenämtler.


    Seit Wochen Anmeldeschluss.


    Gestern auf einer Party gehört: XY ( Mutter ) möchte gern ihren Sohn anmelden. Bekannter von mir fragt nach.


    Ich: Warum hat sie ihn nicht vorher angemeldet ? Er: Sie hat gedacht für 5 Tage nur 30 Euro kann nicht viel sein, da kann ich besser für einen Tag mit ihm in den Heide-Park Soltau fahren !!


    Passiert nicht oft, aber da war selbst ich sprachlos.

    Hallo Matthias


    Deine Zeiteinteilung finde ich gut. Besonders das Abschlussspiel ist immer das Highlight für die Jungs. Die Gruppe ist mit zwei Trainern nicht zu groß. Betrachtet das als Luxus mit zwei Trainern arbeiten zu können. Wichtig in dieser Altersgruppe sind die Spielformen. Technisch sollten sie jetzt in der Lage sein, diese Techniken unter Druck ( also in der Spielform ) auszuüben. Ich würde Dir zudem raten in den Trainingsschwerpunkten nicht zu sehr hin und her zu springen. Also eine Woche Zweikampf und die nächste Woche Passen. Ist weniger nachhaltig und manchmal sogar kontraproduktiv. Gerade bei den gerade von mir genannten Schwerpunkten. Besser sind Blöcke für die Du Dir ein Ziel setzt. Dabei flexibel sein. Wenn es noch nicht so sitzt nicht die Nerven verlieren. Dann wird der Block eben verlängert. Erst recht nicht nervös werden, wenn es im Spiel noch nicht so klappt. Leg Dir die innere Einstellung zu, Spiele nicht über zu bewerten und schau nicht auf Andere ( =Vergleiche ziehen ). Mach Dein Ding. Mit Geduld und Verständnis und vor allem auf die Zukunft gerichtet !! Freu Dich auf die Zeit. Geht viel zu schnell vorbei.


    Viel Spaß mit Deiner Truppe :thumbup:

    Thomas


    Vermutlich geht es jetzt tatsächlich in die falsche Richtung. Papa-Trainer sollten hier eigentlich nicht thematisiert werden. Ich bin übrigens selber einer. Hat Vor- und Nachteile, sagt aber überhaupt nichts über individuelle Qualifikation aus. Zumindest für mich nicht. Das Thema ist hier auch nicht ( ausschließlich ) Trainergehalt, sondern ob Fußball was kosten darf.


    Investieren in Jugendfußball ist nicht ausschließlich nur über Trainer ( ob mit oder ohne Lizenz ) möglich. Gastreferenten z.B. Warum sollte man seinen Trainern ( ob mit oder ohne Lizenz ) nicht beispielsweise einen Coerver-Lehrgang bezahlen ? Erweitert den Horizont und jeder bekommt einen Einblick in diese Methode. Oder die Reise in ein LZ in der Umgebung. Oder einen Koordinator, der altersgerechte Trainings entwickelt, die sich aufbauend durch die gesamte Jugend ziehen. Dann kocht keiner sein eigenes Süppchen. Bringt er gute Qualität darf der ruhig was kosten.


    Mir gefällt diese Trennung hier teilweise nicht. Wer Geld bekommt hat was drauf, wer nicht der eben nicht. Das ist nicht das was ich mit investieren meine. Es gibt soviel Potenzial im Jugendfußball. Manches kostet eben Geld und es ist grob fahrlässig, dies nicht zu bezahlen. Ich kann ja nur meine unmittelbare Umgebung beurteilen. Nur wenige Vereine sind mutig genug, dies zu tun. Deren Zahlen sind zumindest nicht rückläufig; meist steigend. Zufall ??

    Zuerst einmal:
    Würde mein Verein mir anbieten, meine Arbeit monatlich mit 100-200? zu entlohnen - etwa, weil eigens dafür ein Sponsor geradesteht - würde ich es nicht ablehnen. Ich würde es andererseits aber auch nie lauthals fordern.... warum?

    Bei Fordern wäre ich auch skeptisch. Da sind wir einer Meinung. Es gibt aber Vereine, die etwas anbieten und sich davon etwas erhoffen. Entscheidend ist was und wie.

    Die Frage lässt sich für mich relativ einfach beantworten... Momentan stehe ich einzig und allein den Kindern und Eltern gegenüber in der Pflicht. Bei einer hohen monatlichen Entschädigung jedoch bin ich plötzlich dem Verein gegenüber in der Verantwortung. Und was das mit sich bringt: Der Verein kann mir dann auch noch vorgeben, was ich zu tun habe. "Wir wollen dasunsdas, sieh zu, das du es hinbekommst. Bekommst ja schließlich Geld dafür!" Und sobald wir nicht mehr von einer kleinen Entschädigung, sondern über höhere "Anerkennungen" sprechen, lassen wir uns knechten, müssen uns knechten lassen.

    Du siehst es negativ. Ich nicht. Positiv daran ist, dass nicht jeder so schalten und walten kann wie er will. Nochmal: In einem vernünftigen und zukunftsorientierten Konzept an das sich jeder zu halten hat, ist dieses "Druckmittel" für den Verein durchweg positiv. Keiner muss sich dem unterwerfen oder knechten lassen. Es ist und bleibt freiwillig.

    Ein kleiner Nebeneffekt ist natürlich auch: Was ist mit den anderen Vereinsmitarbeitern? Was ist mit dem Platzwart, der täglich das Gelände in Schuss hält? Der arbeitet da körperlich teils sehr schwer. Was ist mit den guten Feen im Vereinsheim (bei uns nicht verpachtet), die stehen täglich ab 15 Uhr bis Ende offen hinter der Theke, organisieren Public Viewing etc...

    Du redest von Vereinsleben im Allgemeinen. Dann stimme ich Dir zu. Die Frage hier ist aber einzig und allein auf den Fußball bezogen. Und ob dieser unter Wert verkauft wird. Ich meine ja.

    Was ist mit den Geschäftsführern? Als ich diesen Posten im alten Verein innehatte, klingelte von morgens 8 bis abends um 9 immer wieder das Handy... Entweder Trainer am Rohr, andere Vereine, Eltern, Spieler.. und alle mit wahnsinnig wichtigen Problemen, die sofort geklärt werden müssen.


    Was ist mit den AH-Spielern, die bei jedem Turnier oder jeder sonstigen Veranstaltung in die Hände spucken und alles allein organisieren?


    Ich sag einfach mal, der Platzwart arbeitet mehr als ich. Und sogar schwerer. Die guten Feen im Vereinsheim sind auch öfter im Einsatz. Unser Jugendgeschäftsführer? Der ist sogar gerade im Urlaub ständig erreichbar bei Problemen - und ob das Problem akut ist, entscheiden ja leider die Anrufer, nicht er.
    Unser 1. Vorsitzender, der sich neben seiner Vollzeittätigkeit nachmittags mit Sponsoren trifft, Trainergespräche führt, auf dem Sportgelände malocht und und und... die "schuften" alle mehr als der Durchschnittstrainer.

    dito


    Denn nur mit Qualifikation kann ich das Geld gar nicht begründen. Es sei denn, jemand möchte mir erzählen, das die wahnsinnig schwere, nervenaufreibende, langwierige, erschöpfende C-Lizenz eine Begründung dafür ist. Oder die Fortbildungen, bei denen der ausrichtende Verein bzw. der Kreis sogar noch Brötchen hinstellt, und man kaffeesaufend 2, 3 Stunden - u.U. vllt. auch mehr - lustig zuhört, mal bei praktischen Übungen mitmacht und meist eh nur etwas hört und sieht, was man sich selber schon angeeignet hat.

    Ah ja. Ist mir zu pauschal. Sind das Deine Erfahrungen ? Ich war schon auf vielen Fortbildungen und habe immer was dazu gelernt. Kaffee gab es auch, aber erst danach. Beim Feedback. Gute Fortbilder holen sich das ein, weil sie auch davon profitieren möchten. Zumindest kenne ich das so.

    Es wurde angesprochen, das nicht alles Geld aus den Beiträgen etc. in Material usw. investiert werden sollte. Sehe ich weitestgehend auch so. Wenn alles bezahlt ist, alle laufenden Kosten gedeckt, und am Ende 50 ? für mich rauskämen im Monat, ohne das das Geld dem Verein woanders fehlt - dann, ja dann würde ich es nehmen.

    Und warum ? Weil es über ist ? Okay. Dann habe ich den Thread tatsächlich anders verstanden.

    Viel Geld zu "wollen" ist das eine. Aber es zu rechtfertigen etwas gänzlich anderes. Wer neben seiner beruflichen Tätigkeit einen Nebenjob annimmt kann dann mal schauen, wo er mehr arbeiten muss für 200 Euro mehr - im Verein oder in der Nebentätigkeit.

    Oja. Spätestens jetzt wird es deutlich. Du redest über einen Nebenjob des Geldes wegen. Dann gebe ich Dir Recht.

    Ich zähle mal lieber gar nicht erst auf, wozu ich mich als Trainer verpflichtet habe... Verhaltensweisen, Fortbildungen etc., und das für Lulu. Da möchte ich gar nicht wissen, was ein Verein so alles verlangen kann, wenn ich ordentlich Patte in de Täsch bekomme. Und ganz am Ende krähen dann die Vereinsverantwortlichen, rennen mit der Mistgabel und Fackeln durch die Straßen, weil ihnen die Trainer abhanden kommen - weil der Nachbarverein einen Fuffi im Monat mehr zahlt, und alle da hin wollen.


    Ich habe es in meinem ersten Post schonmal erwähnt. Du kannst 1000 Euro pro Trainer bezahlen. Wenn Du dann hoffst, alles wird besser ist das rausgeschmissenes Geld. Wenn aber alle involviert sind und von dem gemeinsam erarbeiteten Ziel überzeugt sind und daran mitarbeiten, ist das klug investiertes Geld. Es dauert zwar, macht sich aber in der Zukunft bezahlt. Und dort wo ich jetzt zusätzlich tätig bin, ziehen alle an einem Strang. Da will im Übrigen die Thekenbedienung, der Platzwart und und und kein Geld. Die wachen aber mit Argusaugen darauf, dass sich alle dem Ziel des Vereins unterordnen. Und zwar selbstlos und mit vollem Engagement. Wenn dies nicht so wäre, würden sie sicherlich alles von heut auf morgen hinschmeissen. Zu Recht. Leute, die dies als bloße Nebentätigkeit sehen, würden sofort auffallen.


    Ich wünschte, mein Heimatverein hätte soviel Weitsicht. Dann würde ich dort ( wenn meine Beine mich solange tragen ) weitere 20 Jahre tätig sein. Ohne jeden Cent aber mit der Gewissheit, dass der Jugendfußball den richtigen Stellenwert genießt :!: Weißt Du, was ich meine ?

    Schöne Diskussion hier. Hart und offen, aber an der Sache orientiert. War nicht immer so in den letzten Wochen.


    @Don


    Das ist der Thread den ich meinte. Besten Dank ! Ich sag's immer wieder: Hier schlummern echte Schätzchen im Archiv.


    Andre


    Mein Hinweis auf den DFB in diesem Thema war ungeschickt. Ich meinte dies eigentlich nur im Bezug auf Wertigkeit des Ehrenamtes. Der DFB macht aus seiner hauptsächlichen Zielrichtung keinen Hehl. Ich finde dies nicht verwerflich.


    Follkao


    Ja, stimmt. Hier gibt es wirklich einige schöne Anlagen, die in mühevoller Kleinarbeit hochgezogen wurden. Ist bei uns genauso. Tolles Gelände. Nützt Dir nur nichts, wenn bald keine Kinder/Jugendlichen mehr drauf spielen. Dann war die Arbeit umsonst. Lies meinen Post mit den Spielgemeinschaften. Das wird so kommen, wenn man nicht gegen steuert. Es geht also nicht darum, ob alle im Verein Geld verdient hätten. Das steht für mich außer Frage. Worüber diskutieren wir hier ? Darf Vereinsleben was kosten oder darf Fußball was kosten ? Sind für mich zwei unterschiedliche Themen. Vielleicht wird es anderer Stelle deutlicher.

    dass die Beitragserhöhung meiner Meinung nach nicht zur Verbesserung des Vereinsfussballs dient, wenn die erhöhten Beiiträge praktisch vollständig in die Taschen der Trainer durchgereicht werden. Das bringt nichts, daher bin ich dagegen.

    Sorry, Don. Aber hier unterliegst Du einem Irrtum. Du rechnest 1:1 auf. Was der Trainer an finanziellen Mitteln bekommt fehlt dann für Material. Auf den ersten Blick betrachtet richtig, aber sollte weitblickender gesehen werden. @Daniel hat das in seinem Artikel sehr gut beschrieben wie ich finde. Es ist eben eine Investition in die Zukunft. Mal überspitzt formuliert: Was nützt Dir ein Wald von Hütchen, Stangen, Markierungsteller usw.,40 Sätze feinster Trikots etc. wenn Du keine Spieler mehr hast, die das auch benutzen können ? Darum geht es. Ich trainiere jetzt seit 20 Jahren im Jugendbereich. Dank meines großen Sohnemannes kann ich sagen, dass ich von Minis bis A-Jugend jetzt alles durch habe. Die Entwicklung während dieser Zeit betrachte ich nicht erst seit kurzem mit großer Sorge. Zu meiner aktiven Zeit waren Spielgemeinschaften undenkbar. Als hier im Umland vor Jahren die ersten gegründet wurden, wurden diese noch bemitleidet und belächelt. Ich behaupte, dass in 10 Jahren hier im nördlichen Teil unseres Landkreises nur noch zwei Vereine in der Lage sein werden ohne SG auszukommen. Zur Zeit halten sich noch einige über Gastspielgenehmigungen über Wasser. Noch schlimmere Auswüchse nimmt mittlerweile das Abwerben von Spielern an. Aber anderes Thema.


    Es fehlt an Mut und/oder an Weitblick weitreichend etwas zu ändern, um dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Ich hoffe ebenfalls, dass Chris sich mal zu Wort meldet. Finde den Thread leider auch nicht mehr, aber da geht es um Beitragserhöhungen und die guten Erfahrungen damit.



    Mal zur Wertigkeit des Ehrenamtes: Vor ein paar Jahren wurde darüber debattiert, steuerliche Absetzbarkeit im Rahmen ehrenamtlicher Tätigkeiten bzw. daraus resultierende Vergünstigungen für die Vereine zu streichen. Aufgrund des öffentlichen Aufschreies wurde dies wieder verworfen. Soviel zur Wertigkeit. Ich lasse mich von Kampagnen wie "Tag des Ehrenamtes" usw. nicht mehr blenden. Sind hohle Phrasen und im Grunde sind wir denen Sch...egal. Die Zuwendungen für Vereine, egal ob Fußball oder andere Sportarten, sind lächerlich. Im Gegenteil. Du musst Dich vor dem Finanzamt für jede Mehreinnahme noch rechtfertigen. Und wehe es wird eine "schwarze Kasse" ( gesonderte Einnahmen im Jugendbereich ) entdeckt, die so nicht aufgeführt wurde.


    Uwe hat es schon gesagt. Mit Fußball werden Millionen verdient. Unten kommt davon so gut wie nichts an. Warum auch ? Wir machen es ja auch so aus Spaß an der Freud'. Stell Dir vor was passiert, wenn wir alle mal die Brocken hinschmeissen würden. Das Vereinsleben ruht. Den öffentlichen Aufschrei möchte ich hören. Wenn Politiker etwas scheuen wie der Teufel das Weihwasser so ist das schlechte Publicity. Man würde sich wundern, was plötzlich für finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Dem DFB würde bewusst, dass er ohne uns sein Förderkonzept in die Tonne schmeissen kann. Es wäre niemand da, den er fördern könnte.


    Aber wozu Geld ausgeben ? Wir machen ja brav unseren Job. Plastisch gesehen baut die Politik und der DFB ein Haus auf einem Grundstück das sie geschenkt bekommen. Voll erschlossen mit allem Drum und Dran. Geil, oder ?


    Die Frage des Threads lautet: Darf Fußball Geld kosten ? Ich gehe einen Schritt weiter: Fußball muss Geld kosten ! Wir verkaufen uns viel zu schlecht.


    Zitat von »Follkao« ch mach das, weil´s mir Spaß macht. Tanz´ ich damit aus der Reihe...? Nein, geht mir genauso! Das ist das, was ich oben als "intrinsische Motivation" bezeichnet habe.


    Damit wir uns nicht falsch verstehen: Nur so kann Breitensport laufen. Keine Frage. Ist ja auch meine Grundmotivation. Aus meinen Erfahrungen heraus in Anlehnung an die Frage des Threads kann ich aber sagen:


    Ja, weil


    - es eingebettet in einer zukunftsorientierten Struktur die Qualität steigert


    - man es sich verdient hat


    - die Bereitschaft seitens der Eltern dazu da ist, wenn die Gegenleistung stimmt


    - der Verein in der Zukunft davon profitiert. Im wahrsten Sinne des Wortes.

    Schön das ich damit nicht allein so emfpinde und nicht allein stehe.




    Biste nicht. Stimme Dir zu 100% zu. Und dem von Dir gegründeten Verein würde ich sofort beitreten.


    Aus bestimmten Gründen habe ich mich in letzter Zeit aus dem Forum etwas zurückgezogen, aber zu diesem Thema möchte ich dann doch etwas zu Bedenken geben.


    Meine Truppe in meinem Heimatverein betreue ich weiter ehrenamtlich, da sie mir eben nach sechs Jahren sehr am Herzen liegen. Ich möchte keinen Tag davon missen. Da ein junger Nachfolger in den Startlöchern steht, sich jedoch die alleinige Betreuung noch nicht zutraut, unterstütze ich ihn und werde mich langsam aber sicher zurückziehen. Das wars dann für mich. Und zwar nicht, weil ich kein Geld dafür bekomme, sondern weil ein Verein ohne Struktur der Tod auf Raten ist !! Hört sich hart an, ist aber mittlerweile meine feste Überzeugung. Zu dieser Überzeugung bin ich gekommen, nachdem ich vor einem Jahr eine bezahlte Tätigkeit im Jugendbereich eines anderen Vereines angenommen habe. Die Mitgliedszahlen in diesem Verein sprechen Bände. Die Bereitschaft zu höheren Beitragszahlungen ist also durchaus da, wenn denn die Gegenleistung stimmt. Ich finde an dieser Einstellung überhaupt nichts verwerfliches und das sage ich auch als Elternteil.


    Ehrenamt heißt nicht mindere Qualität und Bezahlung nicht gleich gute Qualität. Der Verein aber ist immer in der komfortablen Lage in seinem Sinne für die Bezahlung die von ihm erwartete Qualität abzufordern. Kommt die nicht, bin ich raus. So einfach ist das. Im Grunde genommen hat dadurch der Verein immer die besseren Karten in der Hand. Ist okay für mich. Mich zwingt ja keiner.


    Mein Fazit ist: Du kannst als Verein 1000 Euro pro Trainer bezahlen. Qualität ist dadurch nicht garantiert. Ohne vernünftige, zukunftsorientierte Struktur ist das rausgeschmissenes Geld. Der Fußball darf dann etwas kosten, wenn dadurch jeder auf seine Kosten kommt. Verein, Trainer, Eltern und vor allem die Kinder / Jugendlichen.


    In diesem Zusammenhang "Darf Fußball etwas kosten" eine Bemerkung zum Coerver-Thread. Ich habe da leider nur ein gefährliches Halbwissen hinsichtlich der Praxis, aber so aus der Entfernung beurteile ich das so: Das ist ein jahrelang bestehendes Konzept zur fußballerischen Ausbildung von Kindern. Von Zeit zu Zeit modifiziert, also in sich flexibel. Die Trainer haben die Möglichkeit sich Stufe für Stufe weiter zu qualifizieren, was dann wiederum der fussballerischen Ausbildung der Kinder zugute kommt. Und der Zugang zum Ganzen kostet eben Geld. Ja und ? Den Vorwurf vom "sektenähnlichen" Gebaren kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Das aber nur am Rande.


    @Daniel


    Sehr guter Artikel !!

    Hallo Fokus


    Im Grunde genommen sagt es der Begriff schon aus. In der Praxis sieht dies für mich so aus:


    Torwart: Hier beschränkt sich die Rotation mittlerweile auf zwei Spieler. Beide möchten ins Tor. Jeder kommt für zwei Spiele ins Tor. Danach wieder der andere Spieler für zwei Spiele usw. Von Spiel zu Spiel wechseln erachte ich für eher suboptimal. Die Erfahrungen aus den ersten Spiel im Training festigen und dann fürs nächste Spiel nutzen. Daher halte ich nichts ( mehr ) vom Prinzip von Spiel zu Spiel zu wechseln. Wichtig dabei ist aber, dass sie die zwei Spiele, wo sie nicht im Tor stehen, als Feldspieler eingesetzt werden. Ein guter TW sollte beidfüßig gut am Ball sein, da er so für kontrollierten Spielaufbau von hinten sorgen kann.


    Ich habe aus einem bestimmten Grund immer rotiert. Und bis zur älteren E auch von Spiel zu Spiel. Ich hatte dabei als Grund aber nicht die Vermeidung von "Positionsidioten" im Sinn. Ist ein gutes Nebenprodukt. Ich hatte dazu in einem anderen Thread mal was geschrieben und da ich grundsätzlich faul bin, raus kopiert. War nun eher auf Gründe für das vollständige Rotieren bis jüngere E bezogen, könnte dir aber als Argumentation für deinen skeptischen Co dienen, warum man es machen sollte. Auch in der D sollte technische Schulung im Vordergrund stehen und im Spiel können sie dies unter Gegnerdruck auf verschiedenen Positionen festigen.



    Was heißt nun abgeschwächt ? Ich rotiere nicht mehr von Spiel zu Spiel. Und ich wähle die Position je nach Spielertyp. Auch du wirst individuelle Spieltypen haben. Die kann ich natürlich aus der Ferne nicht beurteilen. Ich habe z.B. zwei "Forest Gump"-Typen. Die bekommen den Ball und gehen sofort ins Tempodribbling bis zum gegnerischen Tor. Die würden noch bis zum St. Nimmerleinstag laufen, wenn das Spielfeld nicht begrenzt wäre. Dafür brauchen sie aber Platz und deswegen tue ich ihnen keinen Gefallen, wenn ich sie nach vorne stelle. Man merkt ihnen an, dass sie sich da überhaupt nicht wohl fühlen. Dann habe ich einen Jungen mit einem uneinheimlichen Drang zum Tor. Sehr wendig und schnell mit einer richtig guten Technik ( und darunter fällt mehr, als die bloße Ballannahme und -mitnahme ). Warum sollte ich ihn hemmen indem ich ihn nach hinten stelle ? Damit würde seine jetzige Begabung verkümmern. Solange er auch wie alle anderen Defensivaufgaben erfüllt, ist das okay für mich. Könnte man endlos so weiter führen. Rotation muss auch Sinn machen !


    Wo ich aber immer noch "gnadenlos" Rotation betreibe ( und deswegen abgeschwächt ), ist der Wechsel Links/Mitte/Rechts. Ich lege sehr viel Wert auf Beidfüßigkeit. Übst du dies nur im Training wirst du feststellen, dass sie im Spiel unter Gegnerdruck fast immer schnell auf den starken Fuß wechseln. Ist ganz normal. Du kannst ihnen aber durch die Aufstellung helfen, dies abzulegen. Steht ein Rechtsfuß auf links, kommt er sehr häufig ( wenn die Mitte dicht ist ) in die Spielsituation den Ball auf dem linken Fuß zu haben. Sehr schön, denn da soll er hin. Zunächst versuchen sie noch durch 'ne Finte den Ball wieder auf den rechten Fuß zu bekommen. Ist ja soweit nicht schlimm. Klappt das aber zwei bis drei Mal nicht, versuchen sie eben auch mit links zu flanken oder zu schießen. Jetzt bist du als Trainer gefordert: Sofortiges Lob !!! Was sie sich im Spiel selbst erarbeiten und damit zum Erfolg kommen, ist nachhaltiger als jede noch so tolle Übung im Training. Hier ist jedoch eine Menge Geduld gefordert. Bei dir habe ich den Eindruck, dass du diese mitbringst. Und dafür ist es bei einer D bei weitem nicht zu spät.


    Noch ein Tipp: Ich kenne deine Trainingsmethodik nicht. Ich kann aber gerade bei einer D nur dazu raten in den einzelnen Blöcken viele Umschaltübungen in der Spielform einzuarbeiten. Diese Übungen schulen viele Dinge gleichzeitig. Vor allem verinnerlichen sie dabei das Prinzip: Haben wir den Ball, sind wir alle vorn. Haben wir ihn nicht, versuchen wir alle hinter den Ball zu kommen.


    Viel Spaß mit deiner Truppe !

    Fokus


    Auch von mir ein herzliches Willkommen. Deine Situation ist fast ein Spiegelbild dessen, was ich nächste Saison vor mir habe. Nun, zumindest einiges davon. Da kann ich Micha nur beipflichten. Eine Menge Input und Fragen in deinem Thread :D Das angesprochene Rotieren in abgeschwächter Form kam u.a. von mir. Am WE habe ich Zeit, dies mal näher zu erläutern. Vielleicht wär das ja was auch für deine Truppe. Allerdings kennen meine von Kindesbeinen an die Rotation. Das ist schon ein Unterschied !


    Bereits jetzt möchte ich mich aber unbedingt den Respektsbekundungen anschließen. Ganz klasse ! Davon ausgehend, dass du dies auch im realen Leben so praktizierst muss ich sagen: Wohl den Vereinen, die auf solchen Nachwuchsleuten im Trainerbereich bauen können. Ich hoffe dein Verein weiß dies zu schätzen !!!

    --Ironiemodus an--


    Wie stehen denn die Wetten für Italien ?


    Ist England eigentlich diesmal für die EM qualifiziert ? Egal. In Oesterreich hat die auch keiner vermisst.


    Oder Griechenland machts, wenn sie die Reisekosten bezahlen können.


    Oder Spanien. Die bekommen dann von ihrem König den Pokal überreicht. Wenn der nicht gerade wieder auf Jagd ist.


    Oder Holland. Dann wirds nur eng für die Quali zur WM, weil die bis dahin immer noch feiern.


    Oder Frankreich. Die haben sich bis dahin wieder so in die Köppe gekriegt, dass jeder einzeln feiert.


    Oder Deutschland. Dann hat Angela auch mal wieder ein Grund zur Freude.


    --Ironiemodus aus--


    Spanien verteidigt den Titel.

    @Kicker
    Das hast du falsch verstanden. Das mit der Spreu vom Weizen war auf die Trainer bezogen !!! Ich sagte doch, ein erfahrener Trainer erkennt sowas und handelt bzw. motiviert den Spieler dementsprechend. Hätte ich wohl mit einem Absatz versehen sollen. Du solltest mich aber mittlerweile gut genug kennen um zu wissen, dass ich Kinder nicht trenne oder in diesbezügliche Kategorien einteile.


    Zum Kämpfer: Da bin ich völlig anderer Meinung. Ein wesentlicher Bestandteil meines Daseins als Kinder-/Jugendtrainer besteht auch in der Persönlichkeitsbildung. Vermittlung und dementsprechendes Vorleben von Werten wie Pünktlichkeit, Fairness usw. gehört dazu.
    Aber auch die Stärkung ihres Selbstbewusstseins !
    Meine Jungs wissen das sie Fehler machen dürfen. Ich habe ihnen dazu gesagt, wenn sie wüssten wie oft ich schon im Mittelfeld den Ball vertändelt habe, würden sie mir gar nicht mehr zuhören. Aber wichtig ist der Umgang damit. Kopf hoch, Brust raus und es weiter versuchen. Da können und dürfen die nächsten Versuche auch ruhig in die Hose gehen. Meinen Rückhalt haben sie. Aber Aufgeben gilt nicht. Ich will jetzt aber hier nicht den Thread von maxmars versauen.

    @Kicker


    Wenn jemand einen Thread erstellt und darin eine Frage stellt, so ist es doch für denjenigen lohnend, wenn er möglichst viele Antworten darauf erhält. Und wenn die Meinungen dann noch breit gestreut sind, umso besser. Es ist wenig zielführend in einer Diskussion dem anderen nur Honig um den Bart zu schmieren. Das bringt auch in diesem Falle maxmars nichts. Die Anmerkungen von Bondscoach kann ich voll und ganz nachvollziehen. Und der von Micha angesprochene Widerspruch mit dem eigentlich wohl fühlen aber vielleicht doch wechseln ist mir auch gleich ins Auge gesprungen. Kann er sich doch zu äußern und fertig.


    Mann, liegst am Wetter oder warum ist die Sensibilität im Forum z.Zt. besonders hoch ?( Kann natürlich auch die Nervosität vor der EM sein.


    maxmars


    Mir fehlt bei deiner Beschreibung bislang, was genau denn so unterschiedlich zwischen Training und Spiel ist. Beschreib das doch mal.


    Meine Vermutung bisher ist relativ einfach. Was erwartest du? Dein Junge hat ständig gewechselt und sowas macht sich eben auch im Spiel bemerkbar. Meine Truppe spielt seit sechs Jahren in etwa der gleichen Besatzung zusammen. Da weiß der eine vom anderen schon, wann der wo hin läuft usw. Ich kann gerade vor diesem Hintergrund allerdings das hier


    Zitat

    daß er zwar im Training zu den Besten gehört und lt. Trainer alles richtig macht. In Spielen (ME, Turniere etc. - D-Jugend) aber spielt er nicht so, wie das Trainerteam sich das vorstellt. Er macht Fehler, hört nicht auf die Anweisungen des Trainers und man merkt, daß er unsicher ist. Daraus resultiert, daß er immer weniger eingsetzt wird bzw. in einer anderen Mannschaft spielt.


    überhaupt nicht verstehen. Ein erfahrener Trainer sollte wissen, dass neue Spieler eine gewisse Eingewöhnungszeit brauchen. Das stellt sich nicht dadurch ab, dass er auf der Bank sitzt. Und offensichtlich ist die Trainingsleistung gut. Kann ich jetzt nicht so ganz nachvollziehen. Ich vermute, hier wäre seitens der Trainer mehr Geduld Gold wert. So einen Spieler würde ich immer mit der Einstellung ins Spiel schicken, Fehler machen zu dürfen. Wichtig ist danach: Kopf hoch, Brust raus. Das passiert mir nicht nochmal. Ich kämpfe ! Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Ist er 'ne Kämpfernatur, beisst er sich da schon durch.

    @Fussballbaron


    Da du nun schon zum zweiten Mal das "hohe Ross" ansprichst, meinst du wohl mich. Hättest mich auch ruhig direkt ansprechen können. Ich habe die Art und Weise deiner Ansprache kritisiert und fand dies wenig zielführend. Zwischen den Zeilen konnte man in deinen ersten Postings lesen, dass es dir ( auch ) um Qualitätssteigerung in den Vereinen geht. Leider aber nur zwischen den Zeilen. Der Hinweis, dass ich dir in der Sache recht gebe, sollte dazu dienen über die Sache an sich zu diskutieren. Ist wohl nicht so angekommen. Solltest du dich persönlich angegriffen fühlen, tut es mir leid und ich entschuldige mich dafür. War zu keiner Zeit meine Absicht.


    In der Sache an sich bewegen wir uns auf dem gleichen Feld und ich denke, viele andere User in diesem Forum auch. Jeder versucht in seinem Rahmen Verbesserungen zu erreichen.


    Für den KiFu in unserer Region versuche ich z.Zt. etwas zu hinterlassen. Dazu möchte ich aber nicht mehr sagen. Geschieht auch auf verschiedenen Ebenen.


    In meinem Heimatverein möchte ich einigen Herrschaften demonstrieren, dass es sich "lohnt" in den Jugendfußball zu investieren, man dafür aber auch etwas tun muss. Dazu habe ich dieses Jahr ein Fußballcamp organisiert für Kinder in dieser Region. Völlig egal ob aus unserem Verein oder in gar keinem Verein. Die Gemeinde wird dies pro teilnehmendes Kind finanziell unterstützen. Ebenso war die Resonanz zum Sponsoring durch die örtliche Wirtschaft ( und die ist hier nicht so groß ) einfach überwältigend. Motto: Für die Jugend immer ! Und hinsichtlich der Teilnahme mussten wir dies schon stoppen, da die Kinder vernünftig betreut und trainiert werden sollen und wir dazu nicht genügend Trainer sind, um noch mehr aufnehmen zu können. Übrigens werden wir durch A-Jugendliche unterstützt, die uns über die Schulter schauen. Das entspricht ja deinem Ansatz, im Trainerbereich rechtzeitig Nachwuchs zu rekrutieren. Vielleicht kommt der ein oder andere im Verein jetzt ins Grübeln. Dann hätte ich mein Ziel erreicht.


    Desweiteren bin ich in einem zweiten Verein tätig, der den von dir beschriebenen Weg der Investition in die Trainerqualifizierung geht. Die Aufnahmezahlen in diesem Verein sprechen Bände. Auch da gebe ich dir recht: Dies wird die Zukunft sein. Eltern sind durchaus bereit mehr zu bezahlen. Dieser Verein ist so klug dies 1:1 wieder in den Jugendbereich zu investieren. Soviel soll aber dazu reichen.


    Diese Erfahrungen möchte ich "auf leisen Sohlen" auch für meinen Heimatverein nutzen. Mir bedeutet eben Vereinstreue noch etwas, auch wenn man mir dies in der Vergangenheit sehr erschwert hat. Du sprichst von einer gewissen Arroganz, die man zur Durchsetzung der Ziele auch benötigt. Das hier ist ein Dorf. Da man sieht man sich beim Bäcker, auf der Kegelbahn, auf dem Schützenplatz.... Kommst du da mit Arroganz, trinkst du bald am Tresen alleine dein Bier und das macht auf Dauer auch keinen Spaß :D


    Also: Finde deine Ansätze ebenfalls sehr interessant, sind so aber nach den hier vorherrschenden Verhältnissen nur bedingt umsetzbar. Bedenke also, dass sich hier noch mehr Gleichgesinnte bewegen. Auf Augenhöhe, aber eben mit unterschiedlichen Ansätzen.

    @Kicker


    Du setzt ( zumindest im letzten Posting ) Sichtung mit "Ausmusterung" und "Abschreiben" gleich. Dem ist ja nun nicht so. Werden sie in der Vorrunde nicht zum Sichtungstraining eingeladen, spielen sie weiter in ihren Vereinen. Werden sie beim Sichtungstraining nicht in die Stützpunktauswahl genommen, spielen sie weiter in ihren Vereinen. Fliegen sie irgendwann aus der Stützpunktauswahl, spielen sie weiter in ihren Vereinen. Das ganze ist doch nur eine zusätzliche Förderung und fertig. Wichtiger ist für mich als Trainer, dass ich hier meiner Verantwortung gerecht werde.


    Bei den Jungs soll gar nicht erst Druck entstehen. Dementsprechend habe ich sie auf den Sparkassencup vorbereitet. Sie wussten, werden sie nicht eingeladen, hält sie ihr Trainer immer noch für gute Fußballer. Und das habe ich nicht nur so gesagt sondern meinte das auch so. Sie wussten, werden sie nicht eingeladen, ist das als Ansporn zu sehen, weiterhin gut zu trainieren und so vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt noch mal eine Chance zu erhalten. Enttäuschung ist okay und normal, aber danach macht der Fußball noch genauso viel Spaß wie vorher. Ich glaube das hat ganz gut geklappt, da die nicht-eingeladenen Spieler mit Spaß und Elan beim nächsten Training waren. Ich gebe dir allerdings recht, dass dies offensichtlich nicht jeder so sieht. Man bekommt beim Cup oder den DFB-Fortbildungen ja so einiges mit. Einige Trainerkollegen scheinen es persönlich zu nehmen, wenn Spieler von ihnen keine Einladung bekommen bzw. bei der Sichtung nicht in die Auswahl kommen. Da habe ich dann auch meine Befürchtung, dass diese ihrer Verantwortung nicht gerecht werden und die Jungs heiß machen bzw. dort zuviel Druck aufbauen. Ist aber nur eine Vermutung.


    Zudem ist es meine Pflicht, die Eltern schon im Vorfeld aufzuklären, damit diese wiederum kein Druck aufbauen. Weder bei sich und schon gar nicht bei den Kindern. Nach dem Cup habe ich die jeweiligen Einladungen persönlich zuhause vorbei gebracht und mit den Eltern ein Gespräch geführt. Das es eben nur ein Sichtungstraining ist und die Nichtaufnahme kein Beinbruch ist. Oder das auf sie einige zusätzliche Termine zukommen könnten, wenn der Junge genommen wird. Auch nicht ganz unwichtig !! Eben die ganze Geschichte ist rechte Licht zu rücken und keine überhöhten Erwartungen aufkommen zu lassen. Da hatte ich allerdings bei "meinen" Eltern leichtes Spiel. Sie sehen es locker, was mich sehr freut.


    Aber ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube: Für die eingeladenen Jungs würd's mich tierisch freuen, wenn sie es packen. Verdient hätten sie es. Aber wenn nicht waren eben andere zu diesem Zeitpunkt besser. Da vertraue ich auf die Kompetenz und Neutralität der Sichter. Meine Aufgabe ist es dann, die Jungs ( und ihre Mannschaftskameraden ) so gut zu machen, dass keiner mehr darum herum kommt, sie in die Auswahl zu nehmen.

    Aber ich warne euch: Wenn jetzt wieder jemand kommt wegen von hohem Ross, geht bei UNS nicht, zu abstrakt und wirklichkeitsfremd - dann könnt ihr mich mal ;)


    Das kam von mir und bleibt auch dabei.


    Es ging nämlich nicht um die Sache sondern um die Art und Weise der Ansprache.Also nix mit "abstrakt und wirklichkeitsfremd". Und da geht es auch nicht um persönliche Befindlichkeiten, wie von dir wieder so bewertet. Mein Start hier im Forum war damals auch holprig. Shit happens. Jedoch sollte man Selbstreflektion betreiben, sonst ändert sich nichts.


    Jetzt wird es langsam eine Diskussion, die dem einen oder anderen vielleicht weiter hilft. Geht doch. Darum geht es in diesem Forum. Bleib bei diesem Stil und gehe immer davon aus, das du dich hier mit Gleichgesinnten auf Augenhöhe unterhälst.

    Die gewünschte "Durchgängigkeit der Stützpunkte" ist lt. meinen Erfahrung optimierbar, weil gerade im unteren Jugendbereich sehr viele unerfahrene Vereinstrainer tätig sind, die ein erst später entwickeltes Talentpotential nicht erkennen und/oder sich nicht trauen, ein bereits in der Sichtung abgelehntes Kind erneut vorzustellen.


    Ist für mich ein entscheidender Faktor. Hier ist es aber meines Erachtens wichtig, dass ich als Trainer den Kontakt zum Stützpunkt halte. Und das muss ja nicht immer nur mit Talentsichtung zu tun haben. Es werden regelmäßig Fortbildungstermine mit Schwerpunktthemen angeboten. Zudem wird angeboten auch Fortbildungen innerhalb des Vereines durchzuführen. Die Resonanz darauf ist mehr als bescheiden, obwohl die Termine rechtzeitig auf der Homepage veröffentlicht sind. Heute abend ist an unserem StP wieder so eine Fortbildung mit sehr interessantem Thema. Man darf gespannt sein, wieviel Kollegen sich da einfinden werden.


    Man sollte sich als Trainer schon an die eigene Nase fassen und nicht nur darauf warten, angesprochen zu werden.