Beiträge von Steini

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    Moin Lars,

    Habe mir gedacht das ich eine Oberliga Mannschaft trainiere die hinten gut steht, aber vorne keine Tore macht bzw. zu wenig Tore.

    Habe ich das richtig verstanden, dass ihr euch die Problemstellung innerhalb dieser fiktiven Mannschaft selber aussuchen könnt und anhand deren dann den Trainingsblock gestalten sollt ? Sprich in deinem Fall offensives Umschaltspiel mit Torabschluss ? Dir Tipps für einen methodischen Aufbau des Blockes zu geben ist nicht so das Ding. Wenn da aber doch noch Vorgaben gemacht wurden, an die ihr euch halten sollt, wären die nicht unwichtig. Oder habt ihr da freie Hand ?

    Chips
    Nach den Ferien beginnt die neue Saison. Die Planung und Einteilung dazu beginnt ( bei uns zumindest ) bereits jetzt. Ich würde Trainer und JL fragen, wie es weiter gehen soll und dabei auch erneut die jetzige unbefriedigende Situation mit 22 Spielern ansprechen. Wenn hierzu keine verbesserte Planung in Sicht ist, wäre mir mein Kind am Nächsten und ich würde die Reissleine ziehen. Bereits jetzt würde ich mich in der Umgebung umschauen. Wer verhält sich wie am Spielfeldrand. Werden alle Kinder eingesetzt usw. Und dann würde ich mit Sohnemann zum Schnuppertraining erscheinen und er hätte im Sommer einen nahtlosen Übergang.
    Ich habe zur Zeit zwei Jungs ( Zwillinge ) eines anderen Vereins vom Altjahrgang E beim Training. Der Vater macht genau das durch, was Du zur Zeit erlebst und er reagiert bereits jetzt darauf. Ich kenne nur seine Seite der Medaille, aber seine Schilderungen hören sich ebenfalls nicht gut an. Er hat schlicht Angst, dass seine Jungs die Brocken hinschmeißen und mit dem Fußball aufhören. Jetzt brennen sie nach seiner Aussage wieder auf jedes Training und sie sind schon richtig gut integriert bei uns.
    Sollte Dir ein Beispiel sein und in Deiner Situation solltest Du bereits jetzt einen Plan B in der Tasche haben.


    Eins noch: Man glaubt im Lauf der Jahre schon alles gehört und gesehen zu haben. Aber Bankdrücker beim Abschlussspiel im Training wie bei Deinem älteren Sohn ?! Meine Fresse. Wieder was gelernt. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Man könnte fast drüber lachen wenn es nicht so traurig wäre. Wahrscheinlich wundert sich man in diesem Verein sogar noch, warum dieser Jahrgang mittlerweile komplett abgemeldet ist....

    Chips
    Erstmal Willkommen im Forum. Ist für Trainer immer wieder hilfreich, wenn von Elternteilen ihre Sicht der Dinge geschildert werden. Sicherlich subjektiv, da nur die eine Seite bekannt ist. Aber mir persönlich hilft es, die Antennen immer sensibel auf Sendung zu halten ob man noch " in der Spur" liegt.

    Dabei ist jedoch immer wichtig möglichst viel Input zu bekommen, bevor man einen möglichst anwendbaren Tipp gibt. Hoffe Du bekommst einige und kannst Dir den passenden raus suchen.
    Muss Dich also zunächst mit Fragen löchern:


    Hast Du ein Meinungsbild der anderen Eltern, deren Kids dann wohl offensichtlich auch nicht so zum Zug kommen ( neben den "Stammspielern") ?
    Was sagen diese Kinder dazu ?
    Liegt die beginnende Unlust am Fußball ( die ich in dem Alter der E Jugend schon für erschreckend halte ) nach Deiner Einschätzung nur an der wenigen Spielzeit sprich am Spielbetrieb ?
    Sprich, macht ihm das Training Spaß ?
    War Fußball nur eine Alternative von vielen, also hat er richtig Lust auf Fußball und wird ihm dies jetzt nur vermiest ? Provokant, ich weiß. Aber sehr wichtig bei der Gesamtbeurteilung.
    Ist es ein erfahrener Trainer ( nicht altersbezogen, da nach meiner Erfahrung oftmals gerade die jüngeren Kollegen wesentlich weniger Ich-Bezogen was Spielergebnisse und damit Einsatzzeiten betrifft handeln ) ?
    Gibt es Alternativen im Verein ?
    Wie sieht die Kommunikation innerhalb der Mannschaft aus ? Und mit Mannschaft in einer E meine ich alle drei wichtigen Mannschaftsteile: Trainer/Betreuer, Spieler und Eltern !!!
    Warum backst Du Kuchen und fährst zu jedem Spiel, wenn Du jedes Mal mit einem schlecht gelaunten Kind nach Hause fahren musst ? Als wichtiger Mannschaftsteil ( siehe oben, denn das bist Du ) hat man nicht nur Pflichten. Sind die anderen Eltern auch so pflegeleicht ?
    Habt ihr oder Du schon mal in aller Ruhe ( nach dem Training oder Spiel oder noch besser während eines extra Termins ) diese Dinge mit dem Trainer besprochen ? Vielleicht sind dem Trainer diese Probleme nicht so deutlich bewusst wie Du annimmst ?
    Gibt es Alternativen im Umfeld was einen Wechsel des Vereins betrifft ?


    Eine Frage noch " außer der Reihe" zu Deinem älteren Sohn: Bankdrücker während des Trainings ????? Wie muss ich mir das vorstellen ?

    @Schimmi
    Das "Chaotische" zu Anfang ist normal. Ich empfehle die Übung als Schlussteil in mind. zwei aufeinander folgenden TE'en durchzuführen, dann sieht man gerade hinsichtlich Umschalten und Orientierung schnell Fortschritte. Finde ich übrigens sehr gut und vor allem Altersgerecht Deine Umänderung für Deine F nur eine Seite vorzugeben ! Dein Hinweis mit dem nicht zu kleinen Feld ist ebenfalls sehr wichtig und hatte ich vergessen.
    Hier noch eine weitere Variante, die ich ab ältere E ( da noch ein wenig komplexer ) empfehlen kann: Anstatt einer Seite mit zwei Stangentoren diese weglassen und lediglich eine abgesteckte oder noch besser abgekreidete Passlinie. Punkte werden nur erzielt, wenn ein Spieler aus dem Feld ein Diagonalpass ( mit Mindestabstand zur Linie um bloßes Kurzgekicke zu vermeiden ) über diese Linie spielt und ein Mitspieler ( ganz wichtig ) durch Erlaufen diesen Pass annimmt. Fördert das Spiel in die Tiefe bzw. schult den Abwehrspieler den Raum zuzustellen.

    kaiser franz
    Das kenne ich nur zu genau. Aber wenn man eine Mannschaft abgibt, dann auch mit allen Konsequenzen.


    Schwieriges Thema. Wäre wohl schon einen eigenen Thread wert. Schwieriger wird es noch, wenn der eigene Nachwuchs in der Truppe spielt. Vielleicht wäre ja ein vorsichtiges Gespräch hilfreich. Auch mit der Gefahr als Klugscheißer angesehen zu werden.

    @FB
    Deine letzte Frage könnte aber auch Dich selbst gerichtet sein, oder ? Sonst verteidigt hier nämlich niemand was. War ein netter rhetorischer Versuch den Spieß umzudrehen. Allerdings in mind. einem Fall ein untauglicher.


    Man muss nicht immer auf einen Nenner kommen. Lass aber doch einfach solche Botschaften wie " man muss schon Erfahrung und Grundlagenwissen mitbringen" in einem Atemzug mit " haben die wenigsten Trainer im Breitensport". Wer möchte hier seinen ( vermeintlichen ) Status Quo vermitteln und verteidigen ?

    Genauso meinte ich es. Ab D habe ich ebenfalls keine Einwände. Alles andere davor ist für mich purer Breitensport. Egal welchen Namen man dem Umfeld gibt. Unterschiede sind natürlich da, keine Frage. Ohne jetzt @ FB damit zu meinen, dessen Gegebenheiten ich ja gar nicht kenne, ist für mich vieles in diesem Bereich Blendwerk. Da wird auch vielen Eltern ein ach so modernes, hochprofessionelles Ausbildungskonstrukt vorgestellt. Dann auf jeden Fall das ganze auch noch nach Außen klar demonstrieren und das Gütesiegel ( ?) "Leistungszentrum" drauf. Jawoll, dann muss das gut sein.


    Auch als "bloßer" Vater würd mich das nicht ein Fatz beeindrucken. Daher mein Hinweis wo die wirkliche Wahrheit liegt. Mich hat daher der ständige Hinweis auf die " anderen Voraussetzungen" genervt. Das sind hier wie da Kinder. Unterschiedlicher Leistungs- und/oder Entwicklungsstand, keine Frage. Das hab ich gerade auf'm Dorf aber oft extrem in ein und derselben Truppe. Was ist da wohl Fordernder ?


    Stadtverein, Dorfverein. Im KiFu mache ich im Bezug auf Videoanalyse keine Unterschiede. Schadet keinem, somit okay. Aber überflüssig.
    @FB
    Natürlich interessiert es sie in dem Alter. Da ist die Neugier und Begeisterungsfähigkeit einfach grenzenlos. Ist ja okay, wenn ihr ihnen noch neben dem Platz noch was bietet. Hier besteht nur die Frage nach dem Sinn und Nutzen im KiFu. Ich kann mir vorstellen, dass hier manch ein Mitleser für sich denkt: Das kann ich nicht bieten/leisten. Was für 'ne tolle Ausbildung. So professionell.


    Ich möchte denen sagen: Macht euch keinen Kopp. Es gibt tolle Fachthemen z.B. für die so wichtige und elementare Koordinationsschulung. Ballkorobics hatte ich schon erwähnt. Da kann man sich richtig reinwuchsen. Da braucht es kein technisches Equipment. Wenn sich jemand mit solchen Themen für seine Kids beschäftigt, dann ist das für mich professionell. Das würd schon eher beeindrucken. Und das kann man auf dem Dorf und in der Stadt ohne viel Aufwand leisten. Stellt euer Licht also nicht unter den Scheffel.


    Kurz noch zu den hier aufgeführten Halteschäden in Verbindung mit Videoanalyse. Dazu mal ein praktischer Tipp, den ich vor Jahren von einem Sportmediziner bekommen habe: Guck Dir mal in einer stillen Minute im Training die Straßenschuhe Deiner Jungs an. Da kannst Du auch als Laie manchmal unglaublich viel draus erkennen. Ungleiche bzw. stark sichtbare Abnutzung nach innen oder außen. Starkes Laufen auf der Ferse/dem Hacken usw. Wenn Du sowas feststellst, schick sie zu mir. Ihre Bänder und Gelenke werden es Dir später danken.
    Tja und für solch einen Blick brauche ich keine Kamera. Und Schuhe tragen sie tatsächlich auch auf dem Land --).

    Hier wurde Bezug zum KiFu genommen ! Wollt ihr da tatsächlich unterscheiden zwischen Leistungs- und Breitensport ?? Bei dem einen dann durchaus sinnvoll und bei dem anderen aufgrund des Aufwandes nicht machbar oder wegen anderer Baustellen ? Nicht im Ernst, oder ? Hört doch mal auf mit diesen " unterschiedlichen Voraussetzungen". In beiden Fällen sind es Kinder. Unterschiedlich ist nur deren temporärer Leistungs- und Entwicklungsstand sowie die strukturellen Unterschiede des Umfeldes ( Verein ). Das sollte man nicht verwechseln.


    Und wat denn nu? Erst wurde Körperhaltung, Bewegungskoordination und Schwerpunktverlagerung aufgeführt. Brauch ich keine Kamera für. Warum hab ich bereits beschrieben.
    Jetzt sind wir bei Haltungsschäden, Fehlbelastungen. Ah ja. Das soll ich dann mit dem Kind analysieren oder was soll dieser Einwand ? Wie @ guenter sagt sieht man nach wenigen Schritten ob und das ein Kind " unrund" läuft oder dies an dem koordinativen Entwicklungsstand im Allgemeinen liegt. In wenigen Fällen ist der Unterschied nicht zu 100 % erkennbar. Den jeweiligen Eltern wird auf jeden Fall der Tipp gegeben, mal einen Facharzt aufzusuchen. Der ist nämlich Fachmann.
    Ab dem Bereich den @ TRST z.B. aufgeführt hat gehe ich in Sachen Videoanalyse mit. Da wird aber eben schon ein bestimmtes Alter angesprochen. Alles darunter: Siehe letzten Absatz meines Postings.

    die Kids und Eltern sind da immer mit sehr viel Eifer dabei.

    Das wären sie auch, wenn Du ihnen Ice Age 4 in 3D zeigst.



    Empfehlenswert ist das Ansehen der Clips NACH dem Training auf freiwilliger Basis mit Kräutertee für die Kids und Bierchen für die Eltern.


    Kann man beim wichtigen Austausch mit Kindern und Eltern im Hintergrund laufen lassen.


    Oder Ice Age 4.


    Körperhaltung, Bewegungskoordination, Schwerpunktverlagerung etc.


    Elementare Bausteine in der fußballerischen Grundausbildung während der KiFu-Zeit und sollten in jedem Schwerpunktthema oberste Priorität hinsichtlich der Korrektur haben. Da gibt es begleitend eine Menge Übungen bzw. Richtungen für. Siehe beispielsweise Ballkorobics von Peter Schreiner usw. Alles richtig gute Sachen für die Praxis. Try and Error. Vormachen, Ausprobieren, Korrektur. Ohne lange Erklärungen.





    Irgendwie beschleicht mich das Gefühl dass man glaubt Videoanalyse beschränke sich auf ganze Spiele.


    Nö. Ich zumindest nicht. Trotzdem ist meine Meinung auf den KiFu bezogen:
    Handel ich alles in der Praxis im o.a. Try and Error-Verfahren ab. Und dadurch zeitnah und für das Kind durch sofortiges Ausprobieren nachvollziehbar.


    Daher überflüssig. Als nette Begleiterscheinung oder zusätzlichen Motivationsanreiz ( positiv ) oder um den Anschein hochmoderner exklusiver Ausbildung ( negativ ) zu erwecken durchaus brauchbar. Es kommt niemand zu Schaden oder wirkt sich negativ aus. Wer's macht, völlig okay. Wer nicht, muss sich keine Gedanken machen. Die Wahrheit liegt auf'm Platz 8)

    Ich habe ihn gefragt , ob ich mit seinem Trainer reden soll

    Vielleicht muß er einfach mal merken ,daß ich seine Aussagen ernst nehme und ihn zur gar nichts zwinge

    Ich habe ihm dann gesagt , dass ich seine Entscheidung akzeptiere

    Und das respektiere ich.

    Dadurch geht ihr Beide als Sieger vom Platz :thumbup: Und Dein Junge hat etwas wichtiges erfahren und gelernt. Und das hat eigentlich nichts mit Fußball zu tun, ist aber umso wichtiger :!:

    ( Warum stimmt es MICH traurig ? )

    Ganz normal. Würde mir auch nicht leicht fallen, wenn einer meiner Jungs Fußball plötzlich hinschmeisst. Aber nach Deinen Beschreibungen bin ich sicher, dass er den Fußball weiter lieben und weiter spielen wird. Dann jedoch relaxter.


    Ihr habt nach meinem Empfinden alles richtig gemacht.



    Eines möchte ich aus Trainersicht jedoch noch einfügen:
    In meiner Truppe haben im Lauf der Jahre drei Jungs aufgehört. Leider musste ich bei zwei Elternpaaren hinterher telefonieren, um die Gründe zu erfahren. Die waren mir sehr wichtig, denn es hätte ja durchaus sein können, dass sie wegen mir aufgehört haben. War nach ihrer Auskunft nicht so. Einer der drei hat mich selber angerufen und gesagt, dass es ihm zuviel wird. Hat sich aber bei mir bedankt und gesagt, dass es ihm immer Spaß gemacht hat. War mir in allen drei Fällen wichtig da man sich als Trainer ständig hinterfragt, ob man denn alles so richtig macht. Dazu braucht man dann aber auch ehrliches Feedback.


    Deswegen sollte Dein Sohn ihm auch die Gründe mitteilen. Oder halt Du, wenn er das möchte. Vielleicht dient es dem Trainer als wichtiger Erfahrungsschatz für die Zukunft, bei einem ( erkannten ) beginnenden "Burn-Out" eines Spielers wichtige Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Es gebietet für mich aber die Fairness, dem Trainer die Gründe mitzuteilen.

    Die Kinder sind manchmal ziemlich enttäuscht wenn es ab und zu mal heißt im Training, dass kein Abschlussspiel statt findet.
    Kann ich natürlich auch verstehen, denn gerade in dem Alter will man so oft es nur geht mit seinen Freunden "kicken".

    Wärst Du bestimmt auch, oder ? Also ist Deine Frage im Grunde genommen beantwortet.


    Meine Truppe hat seit Beginn ( habe sie seit Minis ) immer und in in jeder Trainingseinheit die letzten 30 Minuten Abschlussspiel. Als gruppenbezogene disziplinarische Maßnahme gibt es davon in 5 Minutentakten Abzüge, wenn sie zu unruhig sind. Nicht gleich das Pulver auf einmal verschießen ! Sie selber bestimmen also, wieviel von den 30 Minuten gespielt werden kann. Du wirst schon nach wenigen Einheiten feststellen, dass sich die Mannschaftskollegen untereinander disziplinieren. Wenn Du sie da hast, hast Du als Trainer schonmal einen guten Job gemacht und es erleichtert Dir vieles.


    Als Trainer meint man oft in diesen kurzen 1,5h pro Training möglichst viel zu machen bzw. an Input zu erreichen. Man will doch voran kommen. Sie sollen doch was lernen. Denk dran:


    Die Mädels/Jungs haben, wenn sie zu Dir kommen, mind. 6h hinter sich, in denen sie sich still auf ihrem Hintern sitzend konzentrieren mussten. Dann Hausaufgaben. Muttern und/oder Vattern nerven noch mit ätzenden Aufgaben und/oder Fragen.


    Jetzt kommen sie zu Dir :!:


    Das muss man sich immer vor Augen führen. Du könntest jetzt das rettende Highlight des Tages sein. Der Lichtblick am Ende dieses sch.... Tages. Konzentrier Dich voll und ganz auf 60 Minuten intensives Training. Das reicht voll und ganz, wenn ich ich einen guten Grundaufbau habe und zwischen den Übungen max. drei bis vier Hütchen umbauen muss. Wenn ich überhaupt welche brauche. Und wenig quatschen. Den ganzen Tag wurden sie schon zugetextet. Besser kurz vormachen. Also konzentrier Dich auf die 60 Minuten. Bauen sie nur Mist, 5 Minuten Spielabzug. Beim nächsten Mal wieder 5 Minuten usw. Ansonsten lass sie dann einfach nur kicken !


    Fazit: Du hast 60 Minuten mit Deiner Truppe konzentriert gearbeitet und sie haben sich dadurch fußballerisch weiter entwickelt. Abwechslungsreiche Übungen garantierten hohen Spaß- und Motivationsfaktor. Nix mit Frust. Dann konnten sie noch 'ne halbe Stunde kicken. Der Tag ist gerettet und Du bist für Deine Truppe der geilste Trainer der Welt :!:

    Als Vater würde ich meinen Sohn fragen, ob ich mal mit seinem Vereinstrainer hinsichtlich weniger Training oder einer Pause sprechen soll. Nicht über seinen Kopf hinweg. Er soll wissen das ich ihm bei seinem Problem zur Seite stehe. Egal bei welchen, ich habe immer ein offenes Ohr für ihn. In der Pubertät können Ratschläge auch Schläge sein. Es ist eine Orientierungsphase in vielerlei Hinsicht. Ich versuche ihm daher mögliche Wege zu bereiten und aufzuzeigen. Gehen muss er dann schon selbst. Komme ich hier mit "dann musst Du aber..." ist das mein Wille und nicht seiner. Was das Hobby angeht, würde ich ihm die Entscheidung überlassen. Hat auch folgenden Grund: In schulischen Dingen wird viel von den Kids erwartet. Auch vom Elternhaus. Schließe mich da nicht aus. Wenn ich hier Dinge einfordere hat sie/ er meiner Meinung nach im Gegenzug aber auch das Recht, im Bereich der Freizeit ( die immer weniger wird ) eigenständige Entscheidungen zu treffen ohne das daran Forderungen gestellt werden. Hiermit meine ich nicht das ungezügelte Zocken am PC.


    Als Trainer würde ich allerdings wollen, dass die Eltern mit mir darüber reden.


    @ Frühlingsonne
    Vielleicht ist dem Trainer dieses Problem als solches nicht so bewusst und Dein Junge konnte es ihm nicht so deutlich rüber bringen. Frag Deinen Sohn aus oben genannten Gründen und dann sprich mit dem Trainer. Nichts ersetzt ein Vier- Augen Gespräch.

    Hallo Michael


    Bei der Rotation gibt es keinen Königsweg. Alle drei Wochen ? Oder während eines Spieles ? Von Spiel zu Spiel ? Halte ich persönlich eher weniger von. Sie sollen auf den jeweiligen Positionen ja ihre Erfahrung machen. Möglichst aber nachhaltig. Daher habe ich immer zwei oder drei Spiele rotiert. Im Training mit den Spielern meine Beobachtungen besprochen und ihnen Tipps fürs Training gegeben. Das konnten sie dann im nächsten Spiel ausprobieren. Das galt übrigens im besonderen für den Keeper. Auf keiner anderen Position sind die Spielerfahrungen so individuell und kompakt wie auf dieser. Daher fand ich als Laie ( war nie Keeper ) es für nachhaltiger den jeweiligen Spieler unmittelbar hintereinanderhier Erfahrungen zu sammeln.


    Ich kann Deine Skepsis nachvollziehen. Man ist sich in kurzen Momenten nicht sicher ob man noch auf dem richtigen Weg ist. Viele Spiele haben wir verloren, weil ich rotiert habe. Ich hätte meine Truppe auf den Gegner bezogen aufstellen können und wir hätten gewonnen. Ich würde es jedoch jederzeit wieder so machen. Zumindest bis D. Dann nur noch in abgeschwächter Form.


    Ich kann Dir aber leider auch nicht den entscheidenden Tipp für Deine Truppe geben. Nur den einen für Dich: Schau nicht zuviel auf Andere. Die haben andere Voraussetzungen oder Gegebenheiten. Geh weiter Deinen Weg. Und Rotation ist der richtige ! Probier Deinen Gedanken mit den drei oder vier Wochen auf einer Position doch ruhig mal aus. Es bleibt ja Rotation, nur mit längeren Intervallen.


    Die Fragen von TW-Trainer würde ich erweitern bzw. intensivieren wollen. Beschreib doch mal ein Trainingszeitraum von 8 Wochen. Ich vermute das eher hier das Grund"problem" liegt. Trainiert ihr individuelles Umschalten ? Kommt nach 1:1 Übungen für den Abwehrspieler bei gewonnenem Zweikampf immer eine Anschlussaktion ?


    Und noch eine Frage: Ihr seid drei Trainer. Kann gut sein und wird es vermutlich auch. Birgt jedoch auch "Gefahren". Sprecht ihr mit einer Zunge ? Wissen die Kinder wer das sagen hat ? Sprich den Ansprechpartner ? Kinder in dem Alter brauchen eine Person, die die Richtung angibt. Wäre jetzt noch so ein Gedanke.

    NLZ'en müssen ab U 12 Mannschaften ( mind. 12 für deutsche Auswahlmannschaften spielberechtigte Spieler bis max. 22 ) im Ausbildungsbetrieb haben. Optional können sie auch U 8 - U 11 haben. Bis U 13 müssen sie nicht am Spielbetrieb teilnehmen. Das ist der Grundaufbau. Für mich macht aus verschiedenen Gründen erst ab U12 der Beginn einer fokussierten Sichtung und Förderung hin zum Leistungsbereich Sinn. Bis dahin unterliegt die individuelle Entwicklung einfach zu vielen Faktoren und Schwankungen und ist dadurch am Rand der Kaffeesatzleserei. Beim richtigen Umgang und der entsprechenden Einstellung aller Beteiligten spricht nichts gegen einen früheren Wechsel. Da muss es nicht immer zu negativen Auswirkungen wie hier teilweise beschrieben kommen. Zeigen ja auch die Beispiele der hier mitschreibenden Väter, deren Kids in NLZ'en spielen.
    Daneben besteht aber keine " tote Masse". Schon vor Beginn des Förderprogrammes gab es Deutschlandweit viele Vereine mit sehr guter Nachwuchsförderung und schaut man mal im Jugendbereich unterhalb der Bundesliga findet man kontinuierlich wiederkehrend Namen von Vereinen, deren geogr. Lage man auf der Karte erst mal suchen muss. Gleichbleibende Ausbildungsqualität ist ( Gott sei Dank ) also nicht immer verbunden mit großen Namen.
    Und es gibt auch weiterhin sehr gut geführte Vereine mit solider Basis. Dort steht eben die Breite als solches im Vordergrund. Die Ziele sind aber ganz andere und deswegen sollte man es nicht miteinander vergleichen und schon gar nicht werten. Das soll es aber dazu gewesen sein, denn mir geht es um etwas anderes. "Spaß" sollten alle haben. Ist für mich sogar Grundvorraussetzung. Für mich ist viel wichtiger welche Eigenmotivation der jeweilige Spieler hat. Erst mal völlig losgelöst vom individuellen fußballerischen / koordinativen Können und das jeweilige Umfeld. Ich habe das für mich in vier Kategorien eingeteilt. Überschneidungen sind möglich.


    Typ A: Kommt immer zum Training und Spiel. Seine Aufnahmebereitschaft ist durchgehend sehr hoch und die Umsetzung von Techniken und Übungen gelingt u.a. dadurch sehr schnell. Spielt auch in der Freizeit wo es nur geht Fußball. Macht nebenbei noch eine zweite Sportart. Im Spiel wenige Phasen der physischen und/ oder psychischen Entspannung. Hat hohen Anspruch an sich und steht sich dadurch oft selbst im Weg. Hohe Bereitschaft zur eigenen Fehlerkorrektur.


    Typ B: Lässt für schönes Wetter schon mal Training sausen. Insgesamt der " minimaler Aufwand - maximaler Erfolg" Typ. Aufnahmebereitschaft schwankt. Ist sie hoch, gelingen ihm Techniken und Übungen sehr schnell. Wenig Fußball in der Freizeit und meist keine zweite Sportart. Im Spiel gönnt er sich gerne mal ein Päuschen. Zwischendurch sehr konzentrierte Phasen. Verzeiht sich auch mal ein Fehler, hat aber gut ausgeprägte Bereitschaft zur Fehlerkorrektur. Allerdings benötigt er hierzu meist einen Motivationsschub von Außen.


    Typ C: Schwankende Trainingsbeteiligung. Sehr lernwillig, lässt sich jedoch leicht durch Außen ablenken bzw. beeinflussen. Benötigt viele Wiederholungen, zieht diese jedoch konzentriert durch. Zwischendurch wenn es passt Fußball in der Freizeit, muss aber nicht unbedingt. Meist keine zweite Sportart. Im Spiel braucht er zum Gegensatz von Typ B, der sich das von selbst gönnt --), seine Pausen. Insgesamt ausgewogene Einstellung hinsichtlich der eigenen Leistung. Sehr gut ausgeprägte Bereitschaft zur Fehlerkorrektur, benötigt dabei aber dauerhaft Hilfestellung. An dieser Stelle: Der "dicke Paul" meiner jüngeren D- Truppe passt in diese Kategorie.


    Typ D: Training und Spiel ? Okay, gehört dazu. Ist ihm aber nicht so wichtig. Lernt nach einigen Wiederholungen schnell und bereitwillig, lässt sich jedoch ebenso bereitwillig in der Konzentration stören. Ist sofort dabei, wenn es was zu kaspern gibt --). Oder fängt aus eigenem Antrieb damit an.


    Ich habe in meiner D ( 21 Spieler ) die volle Bandbreite. Ich glaube doch, dass es den meisten Usern so geht. Wichtig ist, dass ich den Grundcharakter meiner Mannschaft kenne. Und jeder ist auf seine Weise wichtig für ein Mannschaftsgefüge. Das macht es so interessant und auch fordernd. Hier muss also niemand sein Licht unter den Scheffel stellen.
    Betrachte ich jedoch meine Mannschaft, wäre dort zur Zeit nur ein Spieler in der Lage, in der C meines Zweitvereins mitzuhalten. Bin ich dadurch ein schlechter Trainer ? Fordere und fördere ich dadurch meine Jungs weniger ? Entgeht ihnen dadurch etwas ? Nö, ich glaub nicht. Und sie machen auch nicht den Eindruck. Und haben sie jetzt dadurch nie mehr die Chance höher zu spielen ? Keine Ahnung. Der Punkt ist der, dass ich zur Zeit mit einer Ausnahme nicht den Eindruck habe das sie den Willen dazu haben oder in nächster Zeit entwickeln. Und aus der Erfahrung heraus geht es ohne diesen nicht.


    Bei Sichtungen geht es um das Gesamtpaket. Es bringt nichts, wenn ein Spieler schon 50 Meter Pässe schlagen kann, jedoch bei kleinstem Rückschlag die Flinte ins Korn wirft. Oder in Ballnähe alles gibt, aber zwischendurch abschaltet. Und und und. Ein Faktor von vielen, aber eben ein elementarer. Und ab einem bestimmten Bereich braucht man die Einstellung von Typ A. Den gibt es in unendlich vielen Breitensportmannschaften und wenn man gut und richtig mit ihnen umgeht, machen die schon irgendwann ihren Weg. Da läuft nichts weg. Um diese Dinge muss man wissen. Deswegen ärgert mich hier der ständige unterschwellige Vorwurf nach Gutsherrenart Entscheidungen zu treffen. Vielleicht ist es auch aus der Enttäuschung und/ oder Ahnungslosigkeit geboren. Ist ja nicht weiter schlimm, dann kann man sich aber auch einfach mal ein wenig zurückhalten mit diesbezüglichen Beurteilungen. Merke: Was Du nicht willst...

    @ guenter
    Ich hab auf solch ein Posting gewartet. Nach dem Motto " Ist nichts für dieses Forum. Hat nichts mit Breitensport zu tun." Völlig falsch ! Hat auch nichts mit überzogenen Ansprüchen in diesem Bereich zu tun. Die Übergänge sind fließend.
    Und hier haben sich doch einige gemeldet, deren Söhne von kleinen Vereinen wechselten. Wie @ Don schon schrieb, er ist froh über den Erfahrungsaustausch. Deswegen könnte man weitere 80 Seiten damit füllen. Jede Diskussion ( auch über alte Themen ) hat oft was Neues für alle Seiten. Und oft überschneiden sich die Themenbereiche. Nehmen wir mal dieses Thema mit Deinem Thread, ob optimale Aus- und Fortbildung im Vordergrund steht. Hat nichts miteinander zu tun ? Ich denke schon. Ersetzt mal mal den Begriff " Spaß" mit "Eigenmotivation" ist man sofort in beiden Bereichen. Ich werde es später mal erläutern, was ich damit meine.

    @Don
    Ist auch völlig okay. Ich denke Baert meinte eher die Beispiele wo von A nach B gereist und das x-te Sichtungstraining absolviert wird anstatt den Dingen einfach seinen Lauf zu lassen. Ich hatte dazu was im ersten Posting geschrieben. Solche überehrgeizigen Eltern ( meist Väter ) sind jedoch schnell bekannt. Leider ist es oft so, dass sie durche falsche Vorstellungen und dementsprechender Handlungsweise mit aller Gewalt ihren Kindern nach und nach den Spaß am Fußball nehmen. Und der sollte immer über allem stehen. Der größte und wichtigste Faktor ist und bleibt die Eigenmotivation der Jugendspieler. Egal in welcher Altersklasse und Liga.


    Baert
    Ich konnte Deine Beschreibungen voll und ganz nachvollziehen und kann dem aus eigener Erfahrung nur zustimmen.


    Karl
    Nun sieh es endlich ein: Man macht das Ganze nur zur Befriedigung seines übergroßen Egos. Sichtungen ( auch längerfristige ) sind Blödsinn. Man trifft ohnehin immer die falsche Wahl und hat keine Ahnung. Wieso kommt mir das nur so bekannt vor ?(