Beiträge von Steini

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    Ich habe das so verstanden, dass seine Beschreibungen auf seinen Heimatverein bezogen waren und nun die Entscheidung ansteht, ob er deswegen nicht lieber wechseln soll. Mit der Folge nicht mehr mit seinen Kumpels kicken zu können ?(


    Matzel klär uns auf, sonst geht es in die falsche Richtung

    Andre
    Die Idee Deines Vereines mit dem Techniktrainer wird in der Zukunft Früchte tragen ! Und Langeweile wird dabei nicht aufkommen. Eher im Gegenteil. Taucht man auf dem Platz auf, nerven sie ( die eben gerade dran sind ) schon mit ihren Fragen: Was machen wir heut ? Können wir wieder die Übung XY machen ? Und ich kann Dir nur dringend raten, Deine Grundidee mit der engen Bindung zum Mannschaftstraining und auch der Spielbeobachtung einzuhalten. Aber das weißt Du ja schon --).


    @ Ronaldina
    Dein Posting mit dem Fördertraining finde ich ganz große Klasse ! Ist alles drin. Da wird keiner gezwungen oder außen vor gelassen. Respekt !

    Bin mir nicht sicher, ob ich Dein Problem richtig verstanden habe. Dein dünner Kader ( da einige unzuverlässliche Spieler ) würde so oder so zu Engpässen führen, oder ? Also im Grunde Dein Hauptproblem. Das wäre ohnehin eine Grundsatzentscheidung, die mit dem JL zu klären wäre. Irgendwas passt da bei Euch nicht. Kommt allerdings nicht selten vor, dass in den Jahren gewachsene Mannschaften mit unterschiedlichen Jahrgängen zusammen bleiben möchten.


    Jetzt möchtest Du andere Meinungen hören, ob Du mit dieser Grundproblematik an der Qualirunde teilnehmen sollst, richtig ? Lass es !!! Natürlich kannst Du versuchen mit den Eltern vorher Gespräche zu führen. Kräftiges Kopfnicken und große Zustimmung. Deine "Problemfälle" werden dadurch vermutlich zu Anfang zuverlässlicher.
    Und dann ? Weißt Du bis kurz vor Spielbeginn wieder nicht, ob alle kommen. Endloses Telefonieren, Appelle beim Training und und und. Am WE wieder das gleiche Spiel. Dein Akku wird zusehends leerer. Du bist enttäuscht, genervt und frustriert. Das merkt auch die Truppe. Entspannung am Rand ist nich. Du willst ja die Quali bestehen. Dafür hast Du Leihspieler. Vermutlich jedes WE andere. Teamgeist ?


    Angenommen Ihr schafft die Quali.


    Und dann ? Anfangs sind alle Feuer und Flamme. Toll, spielen ja in der Leistungsklasse. Dann oft nur mit einem oder zwei Auswechselspieler. Leihspieler mal ja, mal nein. Je nachdem wie Trainer"Kollege" aus der C entschieden hat.
    Dann gibt es gegen starke ( da eingespielte ) Gegner ordentlich was auf die Mütze. Grundstimmung bei Dir und Deiner Truppe kannst Du Dir ausmalen.


    Usw. usw. usw.


    Willst Du Dir ( und Deinen Jungs ) nicht ernsthaft antun, oder ?

    Nichts für ungut,aber die Diskussion mit Abweichungen vom DFB Konzept usw. hatten wir doch schon x- Mal. Glaube nicht das Noel damit geholfen ist. Die Frage von tobn im ersten Absatz ist sehr interessant und vor allem praxisnah. Solche wichtigen Inputfragen gehen aber oft unter, wenn wir uns hier in Grundsatzdiskussionen verstricken. Ist zumindest meine Befürchtung und er möchte ja praktische Tipps von denen er sich dann die besten raussuchen kann. Also der letzte Satz ( bzw. Frage ) von @ Kaiser Franz sei daher fett unterstrichen.

    Noel
    Herrlich, herrlich, herrlich. Bei Deinem Posting musste ich mehrfach schmunzeln. Und Deine Beschreibung " kreativer Chaosfußball" ist der Kracher schlechthin. Werd ich ab sofort übernehmen. Bin nämlich auch ein Anhänger dieser Spielweise --).


    Deine Idee mit der Nummernvergabe: Einfach aber genial !! Taktik kindgerecht verpackt und angewandt. Habe wieder was dazu gelernt. Vielen Dank für den Tipp.


    Beim Rest bin ich versucht Dir zu raten, einfach Deinen Stil so weiter fortzuführen. Absolut zukunftsorientiert. Ich muss an dieser Stelle kurz Off- Topic gehen. guenter. Das sind Leute die ich meine. Egal ob Jung oder Alt. Mit seiner Denkweise ( wenn sie denn auch in der Realität so ist wovon ich ausgehe ) hätte ich als JL ein Auge auf ihn und er wäre ein wichtiges Element in der jüngeren Altersklassenförderung. Für mich ohnehin einer der wichtigsten Bausteine eines Ausbildungskonzeptes. Und wenn er aufgrund antiquierter Denkweise in seinem Heimatverein kurz davor ist hinzuschmeißen, würde ich ihn als JL meines Vereins ( mit Konzept und Struktur, wenn ich denn einen solchen hätte) ansprechen. Auch hier im Forum hätte ich schon einige Kandidaten, die ich einfach fragen würde. Da geht es auch nicht unbedingt um wahnsinnig langjährige Erfahrung, sondern um die Einstellung die da durchschimmert. Keine Leute ist kein Argument. Man muss eben manchmal auch was tun um sie zu bekommen.


    Zurück zum Thema. Zunächst zu Euren Gegnern. Ich würde es aus der Entfernung heraus nicht gleich verteufeln wollen, was sie dort spielen. Durchaus möglich, dass sie trotzdem stark im 1:1 sind, aber eben dass Passspiel sehr im Vordergrund steht. Nicht mein Geschmack, da ich den anderen Weg für wesentlich nachhaltiger halte. Passspiel dient der schnellen Überbrückung von Räumen unter Vermeidung von Zweikämpfen. Lang und gut geschulte Spieler im 1:1 haben es später wesentlich einfacher, sich gruppentaktisch im Passpiel einzufügen. Ihr größeres Repertoire im Dribbling 1:1 bietet ihnen jedoch viel Handlungsspielraum, wenn dies durch fehlende Anspielstationen erforderlich ist. Später auf Leistungsebene sind gerade diese Spieler sehr gefragt.
    Wichtig ist jedoch, dass Du nicht zuviel vergleichst. Die können ganz andere Voraussetzungen haben wie Du. Und ihr seid durch die Play-Offs in die starke Gruppe gekommen, richtig ? Kann soviel dann ja nicht verkehrt sein.


    Ältere F also nächste Saison E. Dann sind auch viele Unter- und Überzahlspiele Thema. Dadurch lernen sie automatisch mögliche Passwege zuzustellen und den Angreifer zu verlangsamen. Hab also Geduld. Ist dann wiederum wichtige Grundlage für gruppentaktische Elemente in der D. Achte solange beim 1:1 darauf, dass der Abwehrende nach rückwärts das Tempo aufnimmt. Siehe oben: Verlangsamt das Tempo des Angriffs bis Hilfe ( Mitspieler ) kommt. Darauf baust Du dann in der E auf. Wie Du siehst Step by Step. Nicht jetzt übereilt Schritte vorziehen, weil doch die Gegner scheinbar schon weiter sind.


    Nun läuft die Zeit davon. Wünsche Dir Geduld und weiter viel Spaß mit Deiner Truppe.

    Am Anfang steht eben nicht das Konzept sondern das - Dorf!
    Ein Konzept braucht immer zuerst .... usw. usw.

    Alles bekannt. Deswegen habe ich von Konzept und Struktur gesprochen. Beinhaltet eben die gegebenen Voraussetzungen. Darauf ausgerichtet ist vieles machbar. Dafür muss man gar nicht zu groß und umständlich denken. Der Punkt ist nur der

    für eine beschlossenen Neuanfang gilt es zuallerst einmal mit allen Beteiligten eine gemeinsame Zielrichtung festzulegen.

    das man hierzu die Notwendigkeit nicht erkennt. Und das beinhaltet ja auch die Fragestellung von guenter.

    Es gibt gerade in den kleineren Vereinen meist WICHTIGERES zu tun als Konzepte zu schreiben.

    100%ige Zustimmung ! Das ist das, was ich mit Vereinsmeierei meinte. Voraussetzungen wären da. Man redet es aber lieber vorher tot und führt 100 Gründe auf, etwas nicht zu machen. Im Laufe der Jahre lernt man viele Kollegen kennen. Jung wie Alt. Frau oder Mann. Spricht man mit denen, weiß man das man nicht alleine mit seiner Einstellung ist. Ohne Struktur und Konzept geht's abwärts. Alle haben die Schnauze gestrichen voll, aber die Vereine reagieren nicht.

    Oder ist es einfach doch so, dass es in einem bestmmten Umfeld extrem schwierig ist, trotz Hintergrundwissen und Engagement
    Veränderungen herbeizuführen?

    Na klar ist das so. Aber nochmal: Deswegen einfach so weiter wie bisher ?

    Konnten wir es einfach nicht? Haben wr zu schnell das Handtuch geworfen? Haben wir es falsch angepackt? Hatten wir die falschen Mitstreiter?
    War der Widerstand Andersdenkender einfach zu gross?

    Frage 1: Man hat es ja nicht mal durchgängig über einen längeren Zeitraum versucht. Grund: Siehe oben. Keine Notwendigkeit und vorher alles tot geredet.
    Frage 2: Das kann ich in meinem Fall klar mit Nein beantworten.
    Frage 3: Durchaus möglich.
    Frage 4: Siehe Antwort Frage 2.
    Frage 5: Nicht Widerstand. Man meint es geht auch ohne. Die Zahlen sprechen jedoch eine andere Sprache.


    Du bist doch ein gutes Beispiel mit Deinem Thread. 100 Gründe um etwas nicht zu machen, anstatt den einen Grund, um zumindest mal anzufangen. Und der ist und bleibt doch eine durchgehende, zukunftsorientierte Ausbildung der Jugend. In der jeder zu seinem Recht kommt. Das ist überall machbar.

    natürlich gibt es die.
    aber in kleinen Vereinen stehen sie oft alleine da. und Alleine geht es nicht. es muss schon en klene Gruppe Glechgesinnnter sein um was durchzusetzen-

    Aus dem Stand könnte ich Dir Personen nennen, die man einfach dafür nur ansprechen müsste. Aber auch an dieser Stelle: Man sieht im Verein nicht die Notwendigkeit etwas verändern zu wollen. Wundert sich aber, warum gute Jugendspieler den Verein verlassen. Ich kann das verstehen. Und da ich mit diesem Umstand nicht mehr klar komme, höre ich dort lieber auf und widme mich eben meiner anderen Tätigkeit. Die haben das erkannt. Es hat Jahre gedauert bis deren Zielsetzung gegriffen hat. Dazu der JL vor einiger Zeit: Mit den Skeptikern hätten wir einen ganzen Fußballplatz füllen können. Die stehen jetzt am Rand und klopfen uns auf die Schultern ;)

    In dem Teil des Landkreises meines Heimatvereins kenne ich zwei Vereine mit durchdachter Struktur / Konzept. Für mich auf Dauer die beiden einzigen, die eigenständig Überlebensfähig sind. Bei denen hat der Ist- Stand Jahre gedauert. Hätten die auch nur gejammert oder gezaudert und an jeder Ecke ein Hindernis gesehen, wären sie nicht da wo sie jetzt sind.


    Der Großteil der anderen Vereine rettet sich mit Spielgemeinschaften. Immer mehr auch im Herrenbereich.


    Einige wenige Vereine ( alle ohne Konzept ) halten krampfhaft am Namen fest und wehren sich noch mit Händen und Füßen gegen eine SG. Da ist dann eine Gastspielergenehmigung der letzte Strohhalm.


    Somit stehen die meisten am Abgrund und einige sind schon ein Schritt weiter !


    In meinem Heimatverein versucht man sich auch so durchzuwurschteln. Mehrfach haben wir versucht, ein Grundstock für ein Konzept und eine durchgehende Struktur zu legen. Vergebens ! Ich für meinen Teil ziehe nun die Konsequenzen und höre zum Saisonende dort auf, weil ich ohne einen solchen zukunftsorientierten Faden einfach nicht mehr voll dahinter stehen würde.
    So kann ich mich dann voll und ganz meiner Tätigkeit im Zweitverein widmen. Da ziehen seit Jahren alle an einem Strang. Wie die das schaffen ? Die holen sich ( mit voller Absicht ) Leute wie mich von außen. Man hat einen objektiveren Blick aufs Ganze. Personalmangel zieht daher für mich nicht.


    Ich kenne mittlerweile sehr sehr viel Kollegen die von dieser Vereinsmeierei und kurzsichtigen Denkweise ( Hauptsache einer macht's, egal wie ) genauso die Schnauze voll haben. Die braucht man nur ansprechen. Ne guenter, fähige Leute gibt es genug. Man muss nur nicht meinen, die klopfen am Vereinsheim an. Den A.... muss man schon heben, wenn man was erreichen will.


    Ohne Konzept und Struktur geht's mit Volldampf auf die Klippen zu !

    August
    Dem jungen Schiri das zu sagen finde ich sehr gut. Geschieht zu selten und stärkt sie doch im Selbstbewusstsein wenn es ehrlich gemeint ist.


    Mich würde jedoch interessieren wie ihr mit dem Betreuer und Vater umgegangen seit ?! Auf das Spielfeld gelaufen und rumgeschrien ? Das ist doch wohl hoffentlich nicht ohne Konsequenzen geblieben ?

    Gerade in der E sollte viel in der Wettkampfform trainiert werden. Allein dieser Motivationsfaktor erhöht die Schnelligkeit. Hat in dem Alter aber eher psychische denn physische Gründe. Zumindest sollte man es als Trainer unter diesem Aspekt sehen. Ich möchte in dem Alter die technische Fertigkeit meiner Spieler durch Tempoerhöhung festigen. Nicht zu verwechseln mit Gegnerdruck, der sehr wohl dosiert sein muss. Wettkampfspiele jeder Art in der E motivieren zu schneller Ausführung. Das kann dann durchaus auch mal im Sprint passieren.


    Ich denke, dass ist hier wohl eher gemeint.

    Hallo UweF
    Sehr guter Ansatz den ihr da wählt. Hört sich nach einem guten Grundstock an. Geduld ist da oberstes Gebot, aber aller Anfang ist schwer. Es bestehen diverse Konzepte, die man auch im Netz nachlesen kann. Nichts ersetzt jedoch die Praxis. Daher meine Vorschläge ergänzend zu @ FB und Andre:


    - frag bei einem NLZ in eurer Nähe, ob sich jemand für ein ausführliches Gespräch mit Dir Zeit nehmen könnte. NLZ und nicht größerer Verein auf Leistungsebene deshalb, weil bei dem Zweitgenannten sofort der Verdacht der Konkurrenz aufkommen könnte. Beim NLZ ist man für solche Sachen oder auch Kooperationspartner grundsätzlich offen und oft sogar sehr interessiert daran. Beide können sehr davon profitieren. Siehe Posting von @ FB. Fragen kostet nichts.


    - Stützpunkt fällt mir als praktischer Ansprechpartner an. Wenn die nicht offen für sowas sind, wer dann ? Denen würde ich dann auch mal einen ersten Entwurf eures Konzeptes vorlegen mit der Bitte, dass auf Schwachstellen oder Verbesserungsmöglichkeiten zu überprüfen.


    - Fortbildung, Fortbildung, Fortbildung. Werden genug angeboten und auch hier ist praktische Durchführung der beste Gradmesser. Papierkonzepte lesen sich oftmals ganz toll, sind aber in der Praxis für'n A....
    Machen statt nur lesen ist hier die Devise.


    - bei der Umsetzung ein oder noch besser zwei Koordinatoren einsetzen, die für die Umsetzung zuständig sind. Und zwar hierbei auch praktisch wirklich voll und ganz eingebunden sind ! Ganz wichtiger Baustein. Wenn Du dazu fragen hast, meld Dich per PN.


    - Augen und Ohren auf. In vielen kleinen Vereinen werden augenscheinlich banale Dinge durchgeführt, die auch für euer Konzept passend sein könnten. Also auch ruhig hinschauen und bei guten Ansätzen nachfragen. Man trifft dabei oft Leute, die vermeintlich nicht so das ganz Große im Sinn haben, deren Gedanken und Ideen aber genau dafür richtig gut geeignet sind.
    Ein gutes und offenes Netzwerk im realen Leben ersetzt jede noch so schnelle DSL- Verbindung.


    - Lies mal hier im Archiv. Da sind einige Schätzchen verborgen.


    Wünsche euch viel Erfolg. Und berichte doch mal von Zeit zu Zeit wie es läuft. Eine Hand wäscht die andere -))

    Beim Thema Koordination würde ich noch eine Sportart empfehlen, die auf den ersten Blick so gar nicht zum Fußball passt:


    Turnen !


    Gerade in jungen Jahren wird da ein hinsichtlich der Körpergewandtheit elemtarer Grundstock gelegt. Und das ist für mich die Basis schlechthin und der wichtigste Aspekt auf der/dem beim Fußball alles aufbaut.

    Sehr schönes da wichtiges Thema. Und nach meiner Erfahrung sollte man schon spätestens ab U12 ein Augenmerk darauf legen. Gekommen bin ich darauf auch nur, als ein Spieler von mir dauerhaft Beschwerden hatte und ich einen Sportmediziner dazu befragt habe. Ich hatte es anderer Stelle schon mal erwähnt, dass er mir den Tipp gegeben hat, ich solle mir in einer stillen Minute mal die Straßenschuhe meiner Jungs anschauen. Und bei starken einseitigen Abnutzungen ( Ferse, nach innen, nach außen usw. ) den Eltern einen Besuch beim Orthopäden empfehlen.

    Was mich vor allem nachdenklich gemacht hat ist die ganz andere Körperhaltung mit den neuen Schuhen. Ist auch im Stand viel mehr Gewicht nach vorne, Arme sind leicht angewinkelt und man hat das Gefühl der Bub sei permanent auf Draht, bereit zum losspurten.
    So frage ich mich vor allem ob das eventuell längerfristig Auswirkungen auf die ganze Motorik, die Muskulatur, Sehnen und vor allem die Gelenke haben könnte - und wenn ja, ob das nun eher positive oder negative Auswirkungen wären und man eventuell bei unterschiedlichen Spielertypen (schwere vs. leichte Spieler, agile vs. pflegmatische Spieler, etc.) Unterschiedliches beachten müsste.

    Ohne Fachmann zu sein bin ich der festen Überzeugung, dass dies die von Dir beschriebenen Auswirkungen haben kann.

    Ab der U16 sind die Spieler bei uns regelmässig beim Orthopäden und so 20-30% bekommen dann mindestens einmal in ihrer Karriere Einlagen, Spezialanfertigungen etc. aus verschiedensten Gründen (Veranlagung, Wachstumsstörungen, Verletzungen, Ueberlastungen, etc.).

    Kann ich ebenfalls bestätigen. Der o.a. Spieler erhielt eine Fußvermessung und dazu angepasste Fußballschuhe. Zudem trägt er seitdem eine leichte unterstützende Bandage. Seitdem Beschwerdefrei. Dazu eine Erfahrung der jüngeren Vergangenheit. Stützpunktspieler von mir. Der hat zusätzlich zum Vereinstraining Montags noch StP-Training und teilweise Sonntags Funktionsspieltage oder Sichtungsturniere. So kommt er ( und das gar nicht mal selten ) auf 5 Mal die Woche Fußball. Mir ist an ihm ein "unrunder" Lauf aufgefallen. Er gehört zu der Kategorie Ehrgeizlinge, die bei Beschwerden erst was sagen würden, wenn der schmerzende Körperteil kurz vorm Absterben ist. Auch ein Thema für sich: Manche Spieler muss man vor sich selbst schützen.
    Ich also den Tipp des Mediziners beherzigt und hab mir beim Training seine Straßenschuhe angeschaut um mich zu vergewissern, ob dies ein dauerhaftes Problem sein könnte. Seit einem Besuch beim Orthodäden trägt er Einlagen. Und nun habe ich erfahren, dass insgesamt zwei weitere Spieler aus seiner Stützpunktmannschaft solche Einlagen tragen und seitdem Beschwerdefrei sind.

    Mir bleibt ein mulmiges Gefühl. Denn irgendwie fühle ich mich als Trainer dafür verantwortlich, mehr über präventive Massnahmen Bescheid zu wissen. Stehen unsere Jungs schon ab U9 gerade über Auffahrt und Pfingsten (3xTraining & 2 Turniere) doch schon mal 15 Stunden die Woche in ihren Schuhen.

    Absolut !! Wir sind da keine Fachleute. Aber als Trainer hat man einen engen Bezug zu seinen Schützlingen und kennt diese gut. Oft sieht man ihnen an, wenn sie mal nicht so gut drauf sind. Und man sieht eben auch manchmal, wenn körperlich was nicht stimmt. Eben "unrundes" Laufen. Da halte ich es als Trainer schon für meine Pflicht, die Eltern auf richtiges Schuhwerk und/oder eventuell einen Besuch beim Facharzt hinzuweisen.

    Hört sich etwas altmodisch an, aber mein Motto ist ganz klar: Fussballschuhe müssen schwarz und weiß sein ;) .

    Sind wir schon zu zweit. Ich war vor kurzem mit einem meiner Jungs Fußballschuhe kaufen und stand vor dieser Wand. Wusste gar nicht, was für Farben es alle gibt. Ich hab den Verkäufer zwischendurch gefragt, ob es nicht auch solche Schuhe in schwarz-weiß gibt. Der hat mich angeguckt, als wenn ich mit der Zeitmaschine angereist wäre ;(

    Im Übrigen sei den "jungen" Fussballer eine gewisse Lebhaftigkeit, nach einem Tag voller "Stillsitzen" in der Schule durchaus nicht negativ anzurechnen.

    :thumbup: Einer der Grundsätze, die man sich als Jugendtrainer immer vor Augen halten sollte !


    Ansonsten beantwortet es das Posting von DaddlnZockn ( ist das eigentlich nur Dein Nick oder 'ne Grundeinstellung ?( :D ) schon sehr gut.

    TW-Trainer
    Nun, Dein Beispiel mit dem vom Dorftrainer stolz vorgestellten Nachwuchs ( bei dem auch immer die eigene Tochter / der eigene Sohn dabei ist ) hinkt ein wenig. Bei Kreisauswahl möglich, bei StP nicht. Du weißt genauso gut wie ich, dass sie hier beim NFV zunächst durch den Sparkassencup zur Sichtung eingeladen und dann eben aufgenommen werden oder nicht. Das ist schon ein großer Unterschied. Und übrigens kommt es dabei auch oft vor, dass darunter dann viele Trainersöhne sind. Zufall ?? Oder könnte dies mit anderen Dingen zusammen hängen ?


    Beim Thema "überbewertet" sprechen wir die selbe Sprache, also lassen wir das mit der " großen Karriere" mal weg. Trotz meiner eher skeptischen Einstellung hierzu stört mich jedoch der Passus in Deinem Posting mit dem Auffüllen und das möchte ich so pauschal nicht stehen lassen, da es bei "unserem" StP gänzlich anders gehandhabt wird. Bereits musste ein Spieler den Kader verlassen. Erst nach einiger Zeit wurde ein neuer Spieler, der seit längerem nach Empfehlung beobachtet wurde, in den Kader aufgenommen. Diese Empfehlung kam nicht vom Heimtrainer.


    Bereits jetzt wurde ( Eltern und Spielern ) mitgeteilt, dass der Kader im Sommer reduziert wird, da es bei einigen offensichtlich am Willen und der unbedingten Bereitschaft sich zu entwickeln fehlt. Soviel also zum Thema auffüllen.
    Zudem ist man dort für jeden Tipp über potenzielle Kandidaten dankbar. Da wird aber niemand vorgestellt, sondern die Trainer schauen sich mehrfach Spiele dieser Kandidaten an und Laden auch mal zum Probetraining ein.


    Dies mal so als Gegenpol zu Deiner Schilderung. Übrigens weiß nicht mal jeder hier im ( Dorf-)Verein, dass Stützpunktspieler unter ihnen sind. Soviel also zum Thema "stolz im Dorf präsentieren".

    Da ist es mal wieder.


    Nichts ersetzt ein Gespräch aller Beteiligten in möglichst ungestörter Athmosphäre. Das gilt sowohl in Bezug auf Trainer - Eltern als auch Trainer - Spieler. Ohne auf den konkreten Fall Bezug zu nehmen habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Leute immer mehr verlernen miteinander zu sprechen. Oder sie sind zu bequem dazu geworden. Viele Probleme, auch hier im Forum, würden so gar nicht entstehen. Ist vielleicht sogar schon ein bisschen Old-School, aber das muss ja nicht immer schlecht sein.

    Bzgl. Dribblings, Ballkontrolle, Schnelligkeit etc. machen wir viel. Aber was das Zusammenspiel angeht sehe ich einen grösseren Handlungsbedarf.


    Hallo berni


    Hört sich doch gut an. Bei einem Trainingsblock Passen wird sich auch das Zusammenspiel verbessern. Eingebettet in vielen Spielformen, dann wird das schon.


    Wenn ich sehe, wie sich gleichaltrige Kinder in anderen Mannschaften entwickelt haben, stelle ich mir als Trainer schon die Frage, ob ich alles richtig mache, dazumal wir in der F-Jugend schon einige Erfolge erziehlt haben.


    Entwicklungsstand in der F und E ist oft wie eine Achterbahnfahrt. Mach Dir nicht zu viel Gedanken. Ist ganz normal. Und schau nicht zu viel auf Andere ! Da können ganz andere Voraussetzungen vorliegen wie bei Dir.


    Sollte der eine oder andere noch Ideen haben, wie man das Training über mehrere Wochen gestalten kann, um damit Scnwerpunkte herauszuarbeiten, dann bitte posten. Danke!


    Trainiere in Blöcken ( 4 - 6 Wochen ). Ist der Schwerpunkt schon gut gefestigt, kann es auch kürzer werden. Wichtiger ist eigentlich Flexibilität, wenn das Gros die Inhalte noch nicht gesichert abrufen kann. Nicht die Geduld verlieren. Intensität nötigenfalls runter schrauben ( z.B. nicht zu schnell unter Gegnerdruck trainieren ).


    Konzentriere Dich bei der Korrektur tatsächlich auch nur auf den Schwerpunkt. Nicht drei Baustellen gleichzeitig bearbeiten wollen.


    Schwerpunkt muss stimmig sein und der anschließend avisierte sollte darauf aufbauen. Beispiel: Wenn Du am 1:1 arbeiten möchtest, sollten Die Übungen und Spielformen möglichst wenig Raum zum Passen oder gar Passspiel beinhalten. Inerhalb des Schwerpunktes Zweikampf bietet sich z.B. Fintentraining ( auch Abwehrfinten ) an.
    Beim Schwerpunkt Passen tritt sehr oft der Effekt ein, dass das Spiel der Mannschaft insgesamt langsamer wird. Daher empfehle
    ich als Anschlußschwerpunkt schnelle Torabschlüsse ( z.B. viel Tempodribblingübungen ).


    Ich hoffe das ist einigermaßen verständlich rübergekommen und Du kannst was davon gebrauchen. Viel Spaß mit Deiner Truppe.

    @FB


    Ich vermute doch, dass ihr diesen möglichen Weg auch so offen gegenüber den Eltern kommuniziert. Niemand wird ja gezwungen, diesen Weg mitzugehen. Sehe es daher ähnlich. Sie sind bis zu einem möglichen Wechsel in einem klar strukturierten Verein "aufgewachsen" und ausgebildet worden. Das kann ihnen keiner mehr nehmen.


    Aber an Dich mal eine Gewissensfrage :) , vor der wir im Zweitverein ( hier ging es um einen 13jährigen ) standen und heiß diskutiert haben: Spieler A. Absolutes Talent. Und ich meine wirklich Talent und nicht nur momentan weiter in der Entwicklung als Altersgenossen. Vom Typus her sehr ausgeglichen und nicht abgehoben. Im Grunde wäre man also als Verantwortlicher absolut bescheuert, den nicht aufzunehmen. Jetzt kommt leider der Haken. Absolut überehrgeiziger Vater ! Ich erspare mir hier weitere Beschreibungen. Es ist aber leider so ausgeprägt das ich der festen Überzeugung bin, dass dies später zum Problem für den Spieler werden wird. Würde mich sehr interessieren, wie ihr ( mal Altersunabhängig ) in so einem Fall entscheiden würdet.


    guenter und Karl


    Da kann ich mich jedem Eurer Worte nur anschließen. Gefährlich wird es nur in einem Fall wie von mir oben beschrieben, wenn das Interesse am Hobby des Kindes in Überehrgeiz ausartet.

    Andre


    Hab ich gelesen.



    oder den 6èrn den Ball wie zuwerfen muß, damit die ihn ohne Probleme und ohne Zeitverlust schnell und sicher auf.- und mitnehmen können.

    Das ist das, was in etwa in meine Richtung tendiert. Der Rest zielt doch sehr auf Positionsverständnis. Und das ist nicht das was ich meine.

    DeBiber
    Gib Deinem Nachbarn mal dem Link zu diesem Forum. Vielleicht relativieren sich viele seiner Aussagen bzw. kommt er zu neuen Ansichten. Und er stellt fest, dass Du mit Deinem Ansichten nicht ganz allein bist. Ich würde jedoch an Deiner Stelle deutlich machen, dass Du Deine Ausbildung in Anlehnung am vom DFB niedergeschriebenen Grundgedanke ausrichtest. Der DFB hat das nicht erfunden und jeder sollte seinen eigenen Stil entwickeln. So sieht es von der Außendarstellung wahrscheinlich tatsächlich so aus, als wenn Du etwas ( abstraktes ) nur übernommen hast und kein "eigener" ( nämlich Deiner ) Sinn und Zweck dahinter steht.


    DeBiber kann Rotation etc. nennen, er steht mit diesen Argumenten mit dem Gesicht zur Wand. Oder galubt hier jemand, die Sätze helfen DeBiber bei der Diskussion mit dem Vater? Sind das Tipps, die DeBiber mit ins Gespräch nehmen soll?





    Ich persönlich finde in den jeweiligen Diskussionen das Hauptargument ( nicht nur in diesem Thread ) für die Rotation immer sehr erstaunlich. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege. Es scheint für die Meisten der Hauptgrund oder der angestrebte Effekt zu sein, dass dadurch der Einblick in die jeweilige Position das Wichtigste bzw. das Entscheidende zu sein. Sprich der Stürmer lernt offensive und der Abwehrspieler defensive Elemente bzw. Abläufe kennen und kann diese bei Rotationswechsel nutzen. Oder lernt dadurch, wie wichtig jede einzelne Position ist. Sicherlich ein wichtiger Aspekt und ist im Rahmen einer langfristigen, ganzheitlichen Ausbildung als ein Baustein sehr wichtig. Für mich aber ehrlicherweise nur ein Nebenprodukt.


    Den TW möchte ich hier mal außen vor lassen. Ganz einfach weil ich mich da als Laie betrachten würde. Traue mir nicht zu eine Torwartleistung als solches tatsächlich beurteilen zu können. Da gibt es hier Experten, deren Sätze auch ich wie ein Schwamm aufsauge. Auch wenn ich nicht alles davon ( von den technischen Abläufen ) wirklich verstehe ?( Allerdings finde ich, dass gerade diese Position unglaublich komplexe koordinative Abläufe beinhaltet ( ohne im G und F Alter auf die richtige technische Ausführung Wert zu legen ), dass man dies keinem Kind vorenthalten darf ! Klar. Wenn es Angst auf dieser Position hat, ist darauf zu verzichten. Vielleicht später nochmal.


    Ich persönlich habe seit Minis die Rotation aus einem anderen Grund gewählt und praktiziert.


    Übrigens DeBiber: Als ich durch meinen großen Sohnemann zum Minikickertrainer geworden bin, habe ich mich vorher informiert und bin glücklicherweise auf dieses Forum gestoßen. Über Rotation hatte ich mir vorher keine Gedanken gemacht. Mittlerweile konnte ich diesen "Virus" auch bei einigen Kollegen im Heimatverein setzen. Beim Fußballcamp haben wir 5 Jungtrainer ( 15 u. 16 Jahre alt ). Die musste man gar nicht überzeugen. Kurz erklärt. Ihre Reaktion: "Klar. Macht Sinn." :rolleyes: Neue Generation und da gehörst auch Du dazu. Eure Einstellung ist zukunftsorientiert, also zieht es durch !!!


    Ich rotiere aus rein individualtechnischen Gründen. Verteidiger: Bekommt die Bälle mit Blickrichtung zum gegnerischen Tor ( Ausnahme eigene Abstöße, Ecken usw.). Spieeröffnung im Tempodribbling nach vorne. Ballannahme und -mitnahme nach vorn. Mittelfeld: Beide Blickrichtungen. Ballannahme und und -mitnahme nach vorn und mit Drehung. Besonderheit offene Spielannahme zu beiden Seiten. Angreifer: In der Mehrzahl Ballannahme und -mitnahme mit dem Rücken zum Tor. Kaum eine Bewegung beim Fußball ist koordinativ ( Gewichtsverlagerung !! ) so anspruchsvoll wie diese Drehung im Ballbesitz.


    Links wie rechts sollte ohnehin ständig wechseln. Rechtsfuß dabei öfter links ( Defensiv wie Offensiv ), Linksfuß rechts. Das Argument bzw. ein Hauptgrund ist hierbei die technische Anforderung aufgrund der unterschiedlichen Spielsituationen.


    Mit dieser Argumentation erlangst Du schnell Verständnis. Bei der anderen hörst Du öfter: "Warum soll der in der Abwehr lernen um davon im Angriff zu profitieren ? Der schießt doch jetzt schon genug Tore."

    Karl
    Du glaubst wirklich noch an das Gute im Menschen. Nach meiner Erfahrung kommen die unzuverlässlichen Eltern für maximal zwei bis drei Wochen ins Nachdenken. Wenn überhaupt ! Wenn sie schon in der Altersklasse wenig Interesse am Hobby ihrer Kinder zeigen, wird das später sogar noch weniger. Und leider wirkt sich das auch auf die Kinder aus. Oder man macht Kompromisse. Bei einem Jungen meiner Truppe haben die Eltern es in sechs ( !!!!! ) Jahren geschafft, dass sich der Vater bei einem ( !!!! ) Spiel hat blicken lassen. Der Junge ist aber von Anfang an mit Feuereifer dabei und durch Bildung von Fahrgemeinschaften kann er immer beim Training und Spiel dabei sein. Das ist aber eher die Ausnahme.


    @aerkemese
    Guter Ansatz was Deine Kriterien der Einteilung betrifft. Allerdings ist der Hinweis von Karl sehr wichtig. Für die zweite Mannschaft muss ein erfahrener Trainer bereit stehen und selbst die stoßen in diesen Bereichen an ihre Grenzen.