DeBiber
Gib Deinem Nachbarn mal dem Link zu diesem Forum. Vielleicht relativieren sich viele seiner Aussagen bzw. kommt er zu neuen Ansichten. Und er stellt fest, dass Du mit Deinem Ansichten nicht ganz allein bist. Ich würde jedoch an Deiner Stelle deutlich machen, dass Du Deine Ausbildung in Anlehnung am vom DFB niedergeschriebenen Grundgedanke ausrichtest. Der DFB hat das nicht erfunden und jeder sollte seinen eigenen Stil entwickeln. So sieht es von der Außendarstellung wahrscheinlich tatsächlich so aus, als wenn Du etwas ( abstraktes ) nur übernommen hast und kein "eigener" ( nämlich Deiner ) Sinn und Zweck dahinter steht.
DeBiber kann Rotation etc. nennen, er steht mit diesen Argumenten mit dem Gesicht zur Wand. Oder galubt hier jemand, die Sätze helfen DeBiber bei der Diskussion mit dem Vater? Sind das Tipps, die DeBiber mit ins Gespräch nehmen soll?
Ich persönlich finde in den jeweiligen Diskussionen das Hauptargument ( nicht nur in diesem Thread ) für die Rotation immer sehr erstaunlich. Korrigiert mich, wenn ich falsch liege. Es scheint für die Meisten der Hauptgrund oder der angestrebte Effekt zu sein, dass dadurch der Einblick in die jeweilige Position das Wichtigste bzw. das Entscheidende zu sein. Sprich der Stürmer lernt offensive und der Abwehrspieler defensive Elemente bzw. Abläufe kennen und kann diese bei Rotationswechsel nutzen. Oder lernt dadurch, wie wichtig jede einzelne Position ist. Sicherlich ein wichtiger Aspekt und ist im Rahmen einer langfristigen, ganzheitlichen Ausbildung als ein Baustein sehr wichtig. Für mich aber ehrlicherweise nur ein Nebenprodukt.
Den TW möchte ich hier mal außen vor lassen. Ganz einfach weil ich mich da als Laie betrachten würde. Traue mir nicht zu eine Torwartleistung als solches tatsächlich beurteilen zu können. Da gibt es hier Experten, deren Sätze auch ich wie ein Schwamm aufsauge. Auch wenn ich nicht alles davon ( von den technischen Abläufen ) wirklich verstehe
Allerdings finde ich, dass gerade diese Position unglaublich komplexe koordinative Abläufe beinhaltet ( ohne im G und F Alter auf die richtige technische Ausführung Wert zu legen ), dass man dies keinem Kind vorenthalten darf ! Klar. Wenn es Angst auf dieser Position hat, ist darauf zu verzichten. Vielleicht später nochmal.
Ich persönlich habe seit Minis die Rotation aus einem anderen Grund gewählt und praktiziert.
Übrigens DeBiber: Als ich durch meinen großen Sohnemann zum Minikickertrainer geworden bin, habe ich mich vorher informiert und bin glücklicherweise auf dieses Forum gestoßen. Über Rotation hatte ich mir vorher keine Gedanken gemacht. Mittlerweile konnte ich diesen "Virus" auch bei einigen Kollegen im Heimatverein setzen. Beim Fußballcamp haben wir 5 Jungtrainer ( 15 u. 16 Jahre alt ). Die musste man gar nicht überzeugen. Kurz erklärt. Ihre Reaktion: "Klar. Macht Sinn."
Neue Generation und da gehörst auch Du dazu. Eure Einstellung ist zukunftsorientiert, also zieht es durch !!!
Ich rotiere aus rein individualtechnischen Gründen. Verteidiger: Bekommt die Bälle mit Blickrichtung zum gegnerischen Tor ( Ausnahme eigene Abstöße, Ecken usw.). Spieeröffnung im Tempodribbling nach vorne. Ballannahme und -mitnahme nach vorn. Mittelfeld: Beide Blickrichtungen. Ballannahme und und -mitnahme nach vorn und mit Drehung. Besonderheit offene Spielannahme zu beiden Seiten. Angreifer: In der Mehrzahl Ballannahme und -mitnahme mit dem Rücken zum Tor. Kaum eine Bewegung beim Fußball ist koordinativ ( Gewichtsverlagerung !! ) so anspruchsvoll wie diese Drehung im Ballbesitz.
Links wie rechts sollte ohnehin ständig wechseln. Rechtsfuß dabei öfter links ( Defensiv wie Offensiv ), Linksfuß rechts. Das Argument bzw. ein Hauptgrund ist hierbei die technische Anforderung aufgrund der unterschiedlichen Spielsituationen.
Mit dieser Argumentation erlangst Du schnell Verständnis. Bei der anderen hörst Du öfter: "Warum soll der in der Abwehr lernen um davon im Angriff zu profitieren ? Der schießt doch jetzt schon genug Tore."