Beiträge von Steini

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Okay. War noch ein wenig angefressen von Deiner Schilderung im anderen Thread, obwohl ich diesen Betreuer ( den Begriff wähle ich absichtlich ) gar nicht kenne.
    Hätte ich so machen müssen wie nach einem schlechten Spiel: Erst mal in Ruhe durchatmen.


    Sorry, war nicht so gemeint !!


    Und stimmt. Nächstes Mal vielleicht tatsächlich deutlicher heraus stellen. Ich hoffe coach82 hat es so auch mitgenommen.

    Ich frage mich dabei, warum ihr euch als Zuschauer das solange angetan habt ? Fremdschämen geht gar nicht !Und ich hoffe, dass Du den Satz mit "außerhalb des Platzes ist er ein netter Kerl" von Anfang an sarkastisch gemeint hast. Spätestens jetzt hat sich diese Meinung über ihn ja wohl erledigt. Ich kann diesen Satz auch nicht mehr hören. Solche Typen bringen unser Ansehen als Trainer in Misskredit. Ist mir Scheiß egal, ob sie außerhalb des Platzes Brüder von Mutter Theresa sind. Man hat eine Verantwortung. Könnte schon wieder k..... wenn ich sowas lesen muss.


    Ich habe wirklich für vieles Verständnis. Gegenseitiger Respekt zwischen Trainer und Spieler ist jedoch oberste Pflicht. Deswegen find ich den Spruch Deines Juniors absolut verständlich. Warum sollte er Respekt zeigen, wenn ihm dieser nicht auch selbst gegenüber gebracht wird !!!

    Andre
    Hast Du den ersten Absatz meines Postings gelesen ? Was will ich ihm wohl damit sagen ?


    Und in welchen Schwerpunkt ich die Übung einbetten würde ? Keine D-Jugendthemen ??????


    Aha.


    Und den Hinweis der anderen Variante "erst ab C" auch überlesen ? Ist ja gut auf altersentsprechende Inhalte hinzuweisen. Sollte dann aber auch passen.

    Danke für die Blumen.
    Micha
    Mit dem Platt sein und der Unkonzentriertheit hatten wir auch. Ich denke in der Gesamtheit ist die Einheit wohl zu fordernd. Zumindest in der Vorbereitung. Mal sehen wie das am Ende der Saison aussieht. Die Trainer haben bei der zweiten Einheit das Handballspiel weg gelassen. Da lief es dann auch einigermaßen gut wie sie mir berichtet haben.


    @Don
    Da würden drei Gründe dagegen sprechen: 1. Dein Junior ist zur Zeit noch nicht meine Altersklasse. 2. Wäre die Anreise auf Dauer zu beschwerlich. 3. Ich glaube das Dein Junge da wo er zur Zeit spielt sehr gut aufgehoben ist -).

    Kann es aber absolut nachvollziehen, wenn er als Neuling erstmal mit anderen Sachen genug beschäftigt ist. Ansonsten, stimmt schon. Bisschen schwanger geht nicht und ist eher FPL light.


    Momo
    Meine Erfahrungen: Die Kinder haben das geringste Problem damit. Geht Ruck-Zuck.
    Die Einführung dient ja auch eher dazu, dass viel größere Problem zu bekämpfen: Die Einstellung manch eines Erwachsenen. Da gilt es noch so manch dickes Brett zu bohren. Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu bohren.

    Hallo Callahan
    Staffelläufe, ob als Wettkampf oder nicht, sind Übungsformen. Ebenso ein Parcours. Kondition gliedert sich in Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit. Die Bereiche gliedern sich ebenfalls wieder auf. Bei Staffelläufen in Wettkampfform wird ( bei entsprechendem Aufbau der Übung und Anzahl der Durchführung ! ) die Schnelligkeitskraft und -ausdauer trainiert. Einige haben das hier ja schon gut beschrieben und konnten dies mit Fachbegriffen erklären. Kann ich nicht mit dienen. Ich glaube aber, die meinen das gleiche wie ich -).


    Die Trainingsmethodik der Spielformen beschreibt z.B. 3:3, 4:4 oder Unterzahl-/Überzahlspiele. Ich habe im Thread "Trainieren des Seitenwechsels" eine TE beschrieben, in der Du von Anfang bis Ende ausschließlich in der Spielform trainierst. Im Ausdauerbereich werden dabei durch die entstehenden Spielsituationen die von TW-Trainer angesprochenen verschiedenen Belastungsphasen ( Ballbesitz, Freilaufen, Zweikampf usw. ) gefordert und trainiert. Das muss aber wohl dosiert sein. In der Vorbereitungsphase würde ich bei der von Dir avisierten Zielsetzung des Trainings im Ausdauerbereich ausschließlich in der Spielform trainieren.

    Moin coach82
    Dein Satz mit den AV und den Laufwegen in die zugestellte Räume läßt mich vermuten, dass hier eher der Ansatz wäre. Selbstständiges Erkennen dieser Situation ( Raum nach vorn wird zu eng ) und die Reaktion darauf ( Spielfortsetzung zur Seite oder nach hinten ). Ist je nach Spielertyp ein länger andauernder Prozess und eine nicht zu unterschätzende Anforderung in der Altersklasse. Einen kompletten Seitenwechsel würde ich daher nicht als Ziel vorgeben. Birgt in der Tat die Gefahr, dass sie irgendwann versuchen die Pille stumpf zur anderen Seite zu pöhlen. Habe also Geduld und fordere hier nicht zu schnell zu viel.


    Als Vorschlag mal eine Mustertrainingseinheit, die ich in den Schwerpunkt Passen bzw. spieloffene Ballannahme einbetten würde: Spielfeld je nach Spieleranzahl. Als Beispiel 20 x 30 Meter. Zunächst ohne Tore. Du teilst die Spielfläche in 9 Felder ein. Am besten mit diesen flachen Markierungshütchen. Zwei oder drei Mannschaften. Los geht's mit dem Warmmachen. Zunächst als Handballspiel. Punkte gibt es nur, wenn ein Mitspieler den Ball in einem Feld annimmt, in dem max. ein Gegenspieler steht. Wird der Ball in einem Feld ohne Gegenspieler angenommen, zählt das doppelt. Sie versuchen dadurch freie Felder ( = Räume ) zu erkennen und zu erreichen. Lass es eine Zeit laufen, bis es flutscht. Danach Pause, da dies konditionell fordernder ist als es von außen aussieht.
    Nach der Pause dann als Fußballspiel. Denke hier besonders an Pausen, denn jetzt wird es auch psychisch fordernd und die Konzentration lässt schnell nach.


    Spielform im Schlußteil: Jetzt mit vier Toren auf allen Seitenlinien ! Ist ganz wichtig. Machst Du hier ein Spiel auf zwei Tore, bekommen sie wieder ihren "Tunnelblick". Wollen wir ja bei unserem avisierten Ziel nicht und da soll das gesamte Spielfeld ihr Fokus sein. Bedingung ist jetzt schlicht eine Ballannahme in einem freien Feld und darf auf ein Tor abgeschlossen werden. Hier musst Du als Trainer besonders konzentriert sein. Bis zur Annahme im freien Feld würde ich gar nichts sagen. Wenn sie dann in der Nähe eines Tores stehen, vor dem die Gegner kompakt stehen und sie deswegen auf ein freies Tor umschalten, käme von mir das fette Lob. Ziel ist so nah und verlockend, aber schwierig zu erreichen. Sie entscheiden daher selbstständig um und spielen auf ein anderes Tor ( = freie Räume !! ). Das möchtest Du ja.


    Als Variante für spielstarke Mannschaften gibt es noch eine Steigerung: Die Markierungshütchen haben drei Farben. Du teilst die Felder so ein, dass so in zufälliger Anordnung ein Feld jeweils eine Farbe hat. Als Beispiel von einer Seite zur anderen und von links nach rechts: Grün-Rot-Gelb
    Gelb- Grün-Rot
    Rot-Gelb-Grün
    Jetzt gibst Du während des Spieles die Farbe vor, in dessen Feld vor Torabschluss eine Ballannahme mit max. einem Gegenspieler erfolgen soll. Erfordert aber schon hohen Grad an Spielübersicht und Spielintelligenz. Zudem muss die Annahme technisch schon sehr sauber sitzen und sollte nur am Ende eines Trainingsblockes stehen. Ist aber eher was ab C auf höherem Leistungsniveau. Soll nur mal als eine Variante erwähnt werden.


    Einen Tipp noch: Mach bei der ersten Einheit als neutraler Anspieler mit. So kannst Du Deine Jungs in die freien Räume lenken, ohne dies verbal machen zu müssen. Ist wesentlich nachhaltiger. Und Du wirst feststellen, wie physisch und psychisch fordernd trotz hohem Spaß- und Motivationsfaktor die Einheit ist. Daher sind hier angemessene Pausenzeiten wirklich wichtig.


    Der Muskelkater am nächsten Tag hatte es echt in sich -).

    @FB
    Das ist sicherlich auch ein wichtiger Punkt, den man bei diesen Zahlen bei der DropOut-Quote beachten muss. Der soziale Hintergrund. Ist in der Studie allerdings berücksichtigt. Auch die von Dir schon erwähnte Vereinsstruktur. Betreut man hier auch die Trainer, bildet sie fort usw. oder geht es nach dem Prinzip "Hauptsache einer macht's. Egal wie." Übrigens der Grund, warum ich in meinem Heimatverein hingeschmissen habe. Da läuft es nämlich so. Lange habe ich versucht im Verein die Einsicht zu wecken, dass gerade in den jüngeren Altersklassen eine möglichst hohe Qualität hinsichtlich der Betreuung der Spieler und ( ganz wichtig ! ) der Eltern angestrebt werden muss. Abwechslungsreich und spaßig. Darum geht es in erster Linie. Viele Traineranfänger glauben jedoch, sie müssten schon in G und F mit hochkomplexen technischen oder gar taktischen Übungen anfangen. Das Schlimme daran ist, dass sie es nicht besser wissen und niemand ihnen zu Anfang dabei hilft. Ich wäre durchaus dazu bereit gewesen, hier mit zu unterstützen. Soweit meine Zeit es mir erlaubt hätte. Zwei Mitstreiter hätte ich auch gehabt. Man hat es zur Kenntnis genommen...
    Passiert ist nichts. Kann ich nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren und habe meine Konsequenzen gezogen. In meinem jetzigen Verein sehe ich, wie klasse sowas laufen kann. Da wird mit Argusaugen darauf geachtet, wie in den jüngeren Altersklassen trainiert wird. Und dieser Verein zeigt durch verschiedene Maßnahmen seine Wertschätzung für die geleistete Tätigkeit. Mal 'ne Frage in die Runde: Wann habt ihr in letzter Zeit mal positives Feedback von Eurem Verein bekommen ???


    Es bleibt jedoch eine Kernaussage der Studie, dass das Durchschnittsalter beim DropOut unter 12 Jahren liegt und ein Mitgrund Trainer bzw. das Training ist. Und das die Aussage steht: "Da ging es nur noch um Gewinnen." Und das sehe ich genauso: Hier sollten wir uns alle an die eigene Nase fassen bzw. sollte es dazu führen, seine Antennen immer auf Empfang zu lassen. Liege ich mit meiner Einstellung noch richtig ? Kann ich mich oder mein Training noch verbessern ? Also einfach immer wachsam und offen für Neues sein.

    ballgewinnski
    Ferien sind auch Auszeit für die Trainer, um aufzutanken. Kann ich mich nur voll und ganz anschließen.
    Du hast es zwar in Klammern gesetzt, es gehört aber eigentlich in Fettschrift. Ganz wichtiger Punkt den Du da ansprichst und gehört bei einem solchem Thema unbedingt dazu. Was nützt es einem selber und auch der Mannschaft, wenn man zu Beginn der Saison die ersten Prozente vom Akku schon verbraucht hat.


    Marc
    Wenn Du die ersten TE'en des Spaßtrainings wie von open-minded empfohlen erstmal hinter Dir hast, wird sich das bei den Jungs rumsprechen. Bin ich überzeugt von.
    Ich bin mit meiner älteren E mal zu einem See mit Sandstrand gefahren. Ein Elternteil hat auf einem Anhänger die Minitore von unserem Platz mitgenommen und wir haben ein Turnier gespielt. Kondi und Technik wurden dadurch nicht schlechter ;) Wäre ja vielleicht auch was für Deine Truppe.

    Gut das ich heut so früh wach bin. Da will ich mal versuchen das Gröbste abzufedern -).


    Marc
    5 von 11 in den Ferien ist eine gute Quote !
    Du bekommst auf Deine Mail drei ehrliche Antworten. Möchtest Du, dass sie sich beim nächsten Mal Ausreden ausdenken und Dich belügen ?
    Die Antwort der Mutter bedeutet nicht automatisch, dass sie im Urlaub dauerhaft weg fahren. Sie möchten vielleicht nur flexibel in ihrer Planung sein oder einfach nur schlicht den Urlaub gemeinsam verbringen, ohne auf Termine Rücksicht nehmen zu müssen.


    Vorbereitung in den Ferien. Wir hatten schon Mal ein ähnliches Thema. Da wurde auch heiß diskutiert. Finde es jetzt leider nur nicht mehr. Kurz von mir dazu meine Einstellung. Die Zeit ohne Fußball kann dazu dienen, die Lust darauf zu steigern ! Und die Gegner haben das selbe Problem. Ich glaube aber, dass es gar keines ist. !


    Sieh es locker !

    Was bzw. in welchem Bereich trainiere ich im GAG hauptsächlich ? In der Spielform. Unterschied zur Trainingsmethodik in der Übungsform ist, dass diese Spielnah ist. Also werden Spielsituationen simuliert in denen die Spieler im Try and Error - Verfahren Erfahrungen sammeln und man mit ihnen Verbesserungen und/oder Handlungsalternativen erarbeitet. Entscheidend ist mMn bei der Spielform jedoch der Gegnerdruck. Die anzuwendende Technik ( Körpertäuschung, Annahme, Mitnahme usw. ) muss ( bestenfalls ) automatisiert abgerufen und angewandt werden. Die Frage die ich mir als Trainer stellen sollte wäre doch dann, sind meine Spieler schon so weit ?


    Ich glaube nicht, dass man die Frage pauschal nach Altersklassen ( abgesehen vom richtigen Einwand im letzten Absatz von petr ) beantworten kann. Tobias Posting zeigt ja, dass bei der richtigen Mischung der Lerneffekt eintreten kann. Das wäre mir aber wichtig, bei diesem Thema deutlich zu betonen: Die Technik als solches muss schon gefestigt sitzen, sonst muss ich mich in der Methodik der Spielform nicht wundern, wenn ich gar nicht an meinem Trainingsziel arbeiten kann. Ich glaube, dass viele zu schnell ihren Methodikschwerpunkt in die Spielform verlagern. Nach dem Motto: Brauchen wir ja auch im Spiel. Ich denke wie bei so vielen anderen Sachen auch, macht es hier der Übergang und die richtige Mischung. Auch in der Übungsform kann ich durch wettkampfgemäße Gestaltung leicht den "Druck" erhöhen. Hat jede Altersklasse Spaß dran und ich erhöhe durch Eigenmotivation den Lerneffekt, kann als Trainer jedoch jederzeit und vor allem Punktgenau in die Korrektur gehen. Sind die Grundtechniken gefestigt, kann ich dann nach und nach den Druck erhöhen. Mit Überzahlspielen 2:1, später 2:2, dann den Raum verengen usw.


    Die Mischung macht es also.

    @Mr. Roy
    Tja, so ist es uns allen ergangen und nun kommt man nicht mehr davon los. Herzlich Willkommen.


    Zum Thema: Der Grundgedanke, ein nicht mehr zu tolerierendes Verhalten am Rand zu sanktionieren, ist gut. Meiner Meinung nach kann das aber während des Spiels zu großen Konflikten führen und auch nach dem Spiel dürfte es zu heftigen Diskussionen seitens des / der Trainer und auch vielleicht Elternteilen mit dem Schiri kommen. Gerade bei Jungschiris finde ich das nicht gut und der Gefahr sollte man aus dem Wege gehen.


    Ich hätte einen anderen Vorschlag bzw. Wunsch: Man sollte gleich ganz deutlich und offen klar formulieren, dass das Verhalten der Trainer am Rand wichtig ist. Auf dem Spielberichtsbogen ! Damit es nicht zu kompliziert wird, zwei Kästchen zum Ankreuzen auf dem Bogen. Nagelt mich jetzt nicht auf die Formulierung fest, aber so in etwa "Die Trainer verhielten sich während des Spieles nach den Regeln des FairPlay" und beim zweiten Kästchen "Trotz Ermahnung hielt sich der Trainer des Vereins ......... nicht an die Regeln des FairPlay". Und in Unterpunkten kann der Schiri dann konkretisieren. Meinetwegen "Kritisierte dauerhaft und lautstark Schiedsrichterentscheidungen und störte dadurch den Spielbetrieb", "Verhielt sich unfair gegenüber den gegnerischen Spielern / Trainer", "Kam der Aufforderung nicht nach, ein in das Spiel eingreifendes Elternteil zu ermahnen". Habe bestimmt was vergessen, aber so in der Art halt. Dadurch kann auch jeder Trainer schon auf dem Bogen erkennen, worum es geht bzw. wie es eben nicht geht. Der Schiri wird dadurch aus der Schusslinie genommen. Die bisherige Regelung sowas unter "Vorkommnisse" zu notieren halte ich für zu weich. Offener Umgang damit.


    Der zuständige Kreis erteilt dann dem Verein einen Verweis mit der Ankündigung bei einer erneuten Verfehlung XX Euro Strafe zahlen zu müssen. So verhindert man bei vielleicht nicht gerechtfertigten Eintragungen eine dann ungerechte Strafe. Man sensibilisiert jedoch auch die Vereine, auf entsprechendes Verhalten ihrer Trainer zu achten. Das geht manchmal leider nur über die Kohle, denn die haben die meisten Vereine nicht im Überfluss.

    Leistungshomogene Mannschaft. Auch da gibt es Unterschiede, im Gesamten ist bei einer "Auswahlmannschaft" ( mir fällt jetzt kein besserer Begriff ein ) die Leistungsdichte jedoch relativ eng. Da spielen für mich zwei wichtige Faktoren eine Rolle.
    Wie schon angesprochen kann es für die Entwicklung des Spielers sehr gut und wichtig sein, im Team aufgrund der momentanen Leistungsstärke eine "Führungsfunktion" zu übernehmen. Nicht nur er lernt dadurch, sondern auch eher schwächere Spieler. Und wenn die Leistungsdichte nicht extrem auseinander liegt, werden auch diese Spieler genug gefordert und gefördert.


    Ich habe bei gegnerischen Mannschaften in Einzelfällen jedoch beobachten können, dass von den Leistungsträgern dieser Teams von außen einfach zuviel verlangt wurde. Teils von der Elternschaft, teils von den Trainern. Nach dem Motto "Du bist der beste Spieler und musst auch mehr tun als die anderen". Mal überspitzt formuliert. Hierin sehe ich eine große Gefahr. Aus der Praxis beobachtet: Das Spiel ist auf einen Spieler zugeschnitten. Der ist im Angriff stark und lässt auch in der Abwehr nichts anbrennen. Er sticht eben heraus. Hat er mal einen schwachen Tag, merkt man dies am Spiel der gesamten Mannschaft. Und leider in einigen Fällen dann auch an den Kommentaren von außen. Schwächeren Spielern werden Fehler verziehen und ist ja auch gut und richtig so. Das sollte aber in gleichem Maße für die stärkeren Spieler gelten. In einer einigermaßen leistungshomogenen Mannschaft kann sich auch ein solch herausragender Spieler mal physisch und auch psychisch eine Pause gönnen. Steht man ihm die zu, kein Thema. Wenn aber nicht kann dies zu großem Frust beim Spieler führen. Das wäre für mich ein Punkt, wo man über einen Wechsel tatsächlich nachdenken sollte, bevor er ganz mit dem Fußball aufhört.


    Ein zweiter Faktor ist für mich die Trainingsintensität. In leistungshomogenen Mannschaften oder Trainingsgruppen bedingt schon die Konzentration und Bereitschaft einen höheren Einsatz. Brauche ich nur 50% zu bringen um zum Erfolg zu kommen, ist der Lerneffekt wesentlich geringer.


    Wenn ich das aber auch im Heimatverein habe ( keine Überforderung durch überhöhte Anforderungen aufgrund des Leistungsstandes, hohe Trainingsintensität durch relativ enge Leistungsdichte der eigenen Mannschaft ) warum in aller Welt sollte man dann wechseln ?
    Nö, ich glaube nicht das in diesen Fällen dadurch der Weg zum Leistungsfußball erschwert oder gar verbaut wird.

    Für mich ist bei dem Thema Wechsel vor der C Jugend immer der Grund und die Umstände, die damit verbunden sind, entscheidend. Das Ding mit "große Karriere" lasse ich mal bewusst außen vor !!
    Was habe ich im Heimatverein ? Kurze Anfahrt, gutes Klima im Team und der Elternschaft, ab D in der Breite leistungshomogene Mannschaft, kompetenten Trainer, abwechslungsreiches Training, ausreichend gutes Equipment und Trainingsgelände, strukturiert geführter Verein. Müssen jetzt nicht alle Komponenten vorhanden sein, aber in der Mehrzahl schon. Sind auch mMn keine utopischen Anforderungen. Auch nicht an die hier aufgeführten Dorfvereine, mit Ausnahme vielleicht an das Equipment und Trainingsgelände. Wenn das alles passt bin ich der Auffassung, dass es bis D wurscht ist, ob Dorf- oder Stadtverein oder NLZ drauf steht !


    Welche Komponenten würden/könnten für einen Wechsel vor der C sprechen ? Vereinsstruktur und äußere Bedingungen lasse ich mal außen vor. Anfahrt/Zeitaufwand: Sollte keinen erheblichen Zeitaufwand beanspruchen. Schule, Hausaufgaben und Trainingszeit an sich nehmen einen Großteil des Tages ein. Die Fahrtzeiten sollten hier in Relation zueinander stehen. Es ist und bleibt ein Hobby. Wenn ich also die Fahrt zum Training oder Spiel nicht immer übers Reisebüro buchen muss, spräche nichts dagegen. In einem NLZ kommen zum Spielbetrieb am WE häufig Termine aufgrund von Turnieren dazu. Das ist hinsichtlich der zusätzlichen Zeiten nicht unerheblich.


    Klima im Team und der Elternschaft. Spricht in den meisten Fällen für den Heimatverein. Da spielen die Kumpels und man ist in gewohnter Umgebung. Ganz wichtiger Punkt. Die Eltern kennen sich oftmals. Das alles kann aber eben auch im neuen Team so sein, was das Klima betrifft. In meinem jetzigen Verein kommen ab der C in den jeweiligen ersten Mannschaften immer mal wieder neue Spieler hinzu bzw. gehen welche. Hinsichtlich des Teamgeistes habe ich da nicht große Unterschiede zu meinem Heimatverein festgestellt. Was die Eltern betrifft kann ich dies nicht beurteilen, da ich dort dauerhaft keine einzelne Mannschaft als Trainer betreue und dadurch wenig bis gar nicht Kontakt dazu habe. Da steckt @Don wesentlich besser in der Materie.


    Kompetenter Trainer/abwechslungsreiches Training: Ebenfalls wichtig. Zwei Jungs in der StP-Mannschaft meines Sohnes haben aus diesem Grund (so haben sie es meinem Junior erzählt) jetzt gewechselt. Jungs in dem Alter haben auch in Sachen Fußball schon konkrete Vorstellungen vom Trainer und Training. Ein anderer Thread greift dieses Thema ja gerade auf, wenn auch in einer anderen Altersklasse. Bei einem Wechsel vor der C muss man sich aber fragen, ob die Qualität im neuen Verein wesentlich höher ist. NLZ'en lasse ich hier mal außen vor. Wenn ich aber dieses Modewort "Leistungszentrum" immer höre und wer sich so nennt, beschleicht mich oftmals große Skepsis. Da ist auch viel Blendwerk dabei und ich würde behaupten, dass dort in vielen Fällen nicht anders gearbeitet wird als in Dorf- und Stadtvereinen.
    Ich habe dort im Lauf der Jahre viele Trainer kennen gelernt, die ich für sehr kompetent halte. Wenn mein Junior von den Jungs aus dem StP und ihren Erzählungen von ihrem Heimatverein berichtet, bestätigt dies mein Eindruck. Und hier im Forum, wo die meisten doch wohl ehr nicht im NLZ tätig sind, schätze ich ebenfalls sehr viele als kompetente Trainer/Trainerin ein. Zwischen den Zeilen kann man da schon heraus lesen, ob da Substanz hinter steckt. Klar: Forumsbeiträge und tatsächliches Handeln im "wahren Leben" könnte differieren. Glaube ich aber eher nicht. Da stellt sich dann doch wohl die Frage: Warum wechseln, wenn Sohn/Tochter einen solchen Trainer / solche Trainerin hat ? Oder hat es manchmal nur den Anschein einer höheren Qualität, weil der neue Verein sich schlicht die jeweils besten Spieler aus einem Jahrgang heraus pickt, die Trainingsqualität als solches aber nicht zwangsläufig besser sein muss ? Auch und gerade bei leistungsstärkeren Spielern kann deren Ausbildungsstand stagnieren und im schlimmsten Fall rückläufig werden, wenn das Training Grütze ist. Warum sollte man dann wechseln ??


    Stimmen die Komponenten im Heimatverein sticht für mich gerade das Argument des gewohnten Umfeldes. Bliebe die Frage, ob da irgendwas weg läuft bzw. Verbleib beim Heimatverein bis mind. D unter diesen Voraussetzungen tatsächlich hinderlich für einen späteren Wechsel in den Leistungsbereich ( und damit meine ich nicht, Profi oder nicht ! ) ist. Zur Übersichtlichkeit dazu in einem zweiten Posting.

    miho
    Kann ich nur wärmstens empfehlen. Gerade F und E Spieler schauen nach meinen Beobachtungen sehr genau, was da so ein B oder A Jugendlicher macht. Und die reden nicht viel, sondern machen viel vor. Und auch Tricks schauen sich Kinder ab und versuchen das nachzumachen. Wie schon erwähnt haben sie auch eine "andere" Sprache und die kommt bei der Altersklasse gut an
    Wichtig sind zwei Dinge: Die Jungtrainer müssen absoluten Rückhalt spüren. Und Feedback von ihnen ist auch nicht unwichtig. Da dürfen sie ihre Erfahrungen und auch Eindrücke schildern. Gern auch Kritik oder Verbesserungsvorschläge.
    Selbst als alter Knochen im Trainergeschäft kann man eine Menge von Jungtrainern lernen und so profitieren alle Seiten davon.

    Meine Erfahrungen im Mädchen- bzw. Frauenfußball halten sich in ganz engen Grenzen. Ich halte dies für einen ganz spezifischen Bereich, der vermutlich ganz andere Erfahrungspunkte als im Jungen- bzw. Männerfußball mit sich bringt. Insofern kann ich dies schon gar nicht miteinander vergleichen, da ich von diesem Bereich schlicht keine Ahnung habe. Lese trotzdem immer mit Interesse mit.
    Im Lizenzlehrgang hatte ich in der Zwischenprobe eine Mädchenauswahlmannschaft. Zwei Dinge sind mir dabei besonders aufgefallen: Die Mädels haben sehr viel gefragt. Wofür ist das gut ? Wofür braucht man das ? usw. Fand ich gut da die Lehrprobe so zum Selbstläufer wurde -).
    Bei der zweiten Sache bin ich mir nun nicht sicher ob es daran lag, dass es eine Auswahlmannschaft war oder ob diese Eigenschaft grundsätzlich zum Mädchenfußball gehört. Die Spielerinnen waren sehr darauf bedacht, die Übungen technisch sauber auszuführen. Von außen betrachtet mag dies so ausgesehen haben, als wenn ihnen Elan und Spritzigkeit gefehlt hätten. Jungs tendieren sehr häufig dazu, technische Unzulänglichkeiten mit Kraft und Schnelligkeit zu kaschieren. Bei Individualeinheiten achte ich bei der Übungsgestaltung daher extrem darauf, dass sie hierzu nicht die Gelegenheit bekommen -).
    Die Mädels brachten aber die Lernbereitschaft von sich aus mit und waren sich nicht zu fein die Übungen eben langsamer aber dafür technisch korrekt auszuführen. Aber wie gesagt, meine Ahnung hierin hält sich in Grenzen und ich kann daher nicht beurteilen ob das repräsentativ für Mädchenfußball ist.
    Meine zweite Erfahrung würde dies aber eher bekräftigen. Bei zwei TE'en in der Stützpunktmannschaft meines großen Sohnemannes hat eine Spielerin aus der Mädchenauswahlmannschaft mittrainiert. Ich mach es kurz: Selten in der Altersklasse einen technisch so sauberen Ball gesehen, den dieses Mädel drauf hatte. Ich habe diesbezüglich einen hohen Anspruch und bin sehr sparsam mit solch einem Urteil. Echt beeindruckend !!


    Nun zum eigentlichen Grund meines Postings. Sorry Waldläuferin. Möchte Deinen Thread nicht kapern, aber es passt hier so gut. Wir hatten im Fußballcamp ein Mädchen als Jungtrainerin und es hat mich tierisch geärgert als ich am ersten Tag von einigen Nachwuchschauvis Gespräche "mitgelauscht" habe wie "Mädchen als Trainerin geht ja gar nicht" oder "Ein Mädchen soll uns trainieren ?" Bei 'ner D hätte ich es noch als vorpubertäres Balzgehabe eingeordnet. Aber das waren Jungs einer E. Habe lange mit mir gerungen ob ich da was zu sage. Nun wusste ich aber, dass das Mädel richtig gut kicken und den Jungs was beibringen kann. Sonst hätte ich sie auch nicht gefragt. Schon am zweiten Tag hatte sie sich den Respekt der Jungs selbst erarbeitet. Bevor Einwände kommen: Pro Trainingsgruppe waren immer ein Erwachsener und ein Jungtrainer / eine Jungtrainerin eingeteilt. Es hat mich trotzdem mächtig gewurmt und da ich sie auch nächstes Jahr als Trainerin fürs Camp gewinnen konnte, frage ich mich bereits jetzt, wie ich und ob ich nicht doch darauf reagieren sollte.


    Mich würde zur Entscheidungsfindung daher Eure Meinung interessieren. Ärger runter schlucken und laufen lassen oder den entsprechenden Kandidaten mal etwas bezüglich Respekt ihr gegenüber und im Allgemeinen erzählen ? Bin da wirklich hin- und hergerissen.