Beiträge von Steini

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    Ich habe in ganz jungen Trainerjahren mal eine A übernommen. Ich hatte mich vorher nicht darüber informiert, wie die Einstellung der Mannschaft oder ihre Ambitionen sind. Mit richtig viel Elan habe ich losgelegt.


    Ich bin grandios gescheitert.


    Damals war ich enttäuscht und beleidigt. Heute weiß ich, dass die Jungs überhaupt keine Schuld traf. Wir passten einfach nicht zueinander.
    Mit dieser Erfahrung würde ich heute ab D genau schauen, ob meine Vorstellungen und Einstellung zu denen der Mannschaft und des Vereins passen. Im Moment betreue ich nicht aktiv eine Mannschaft sondern bin für D-A für Individualausbildung zuständig. Fühle mich da sehr wohl, aber so ein bisschen kribbelst doch schon wieder in den Fingern, ein Team über eine Saison zu trainieren. Mal schauen ob sich da was für nächste Saison ergibt. Habe da keinen Druck. Bevor ich jedoch eine Mannschaft übernehmen würde, wüsste ich mit der heutigen Erfahrung das ich genau schauen würde ob es mit der Truppe und mir passt.


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Einstellung Deiner jetzigen Mannschaft über Nacht verändert hat. Du wolltest Meinungen. Hier ist meine: Du machst es ja auch schon ein paar Jährchen. Hättest Du Dir vorher Gedanken gemacht, ob Ihr zusammen passt oder nicht und ob es Sinn macht am Spielbetrieb teilzunehmen, dann hättest Du Dir wohl den jetzigen Ärger erspart und es wäre erst gar nicht zur Meldung für den Spielbetrieb gekommen.

    Als Trainer habe ich meinen Auswahlspielern die Entscheidung überlassen und sie nur gebeten, mir rechtzeitig Bescheid zu geben. Es überschnitt sich wenn überhaupt nur in der Hallenrunde Sonntags. Hätte für mich aber auch in der Feldrunde gegolten. Wenn sie sich für die Auswahl entschieden hatten wussten sie genau, dies ohne schlechtes Gewissen tun zu können, weil ich zu 100% hinter ihrer Entscheidung stand. So oder so. Die Auswahl sollte für die Jungs ein Highlight sein und auch für später immer in schöner Erinnerung bleiben. Warum soll ich ihnen das vermiesen ? In der E Jugend hatte ich einen Spieler in der Kreisauswahl und deren Eltern waren froh, dass ihr Junge immer unbefangen entscheiden konnte und genau wusste, dass ich ihm nicht böse war wenn er mit der Auswahl wegfuhr. In einem Fall war es während der Zwischenrunde. Da fand ich die Terminierung des Auswahlturniers nur äußerst unglücklich, aber da konnte der Junge ja nichts für. Und wen interessiert jetzt noch, dass wir nicht in die Endrunde gekommen sind ? Mich zumindest nicht.


    Diese Eltern des Spielers haben mir im Zusammenhang von diesen Termin zeitgleich mit der Zwischenrunde aber leider auch von offensichtlich anderen Trainereinstellungen dazu berichtet. Die haben ihren Auswahlspielern Sprüche wie "wenn Dir die eigene Mannschaft nicht so wichtig ist, dann fahr doch", "lässt die Mannschaft im Stich", "dann haben wir ja keine Chance auf die Endrunde" oder "er soll sich entscheiden wo er hingehört". Ich lass das einfach mal so stehen. Soll sich jeder seine eigene Meinung drüber bilden.


    Als Vater meines großen Sohnemannes rede ich ihm überhaupt nicht in Sachen Stützpunkt rein. Wenn er nach einem Tipp fragt, bekommt er einen. Entscheidet er sich für ein Auswahlspiel soll er dies selber mit seinem Trainer klären. Einmal ist es bisher vorgekommen und der Trainer hat wohl offensichtlich die gleiche Einstellung wie ich damals.

    @FB
    Sprichst mir aus der Seele. Aber soweit ist man noch lange nicht. Leider.


    Die Beispiele von Ronaldina und Ranwie zeigen es aber. Es klappt, aber es braucht einen langen Atem bis man auch die Erfolge sieht. Und die Geduld und Einsicht haben leider nur wenige. Ich hab das vor längerer Zeit hier schon mal erwähnt. Es gibt da einen sehr schönen Spruch aus dem asiatischen Raum:


    Geduld ist ein Baum, dessen Wurzeln sehr bitter sind. Dessen Früchte aber sehr süß.


    Und einer muß den Baum eben pflanzen.


    Schnattl
    In diesem Fall bist Du das.

    Auf die Gefahr hin, dass es schon benannt wurde. Zwei Fragen in die Runde:


    Erste Frage: Schwarmintelligenz. Könnte man bei einem Minikickerspiel nicht davon sprechen, weil man es dort durch intuitives Handeln der Kinder nahezu bei jeder Aktion sieht ? Als Stichwort sei hier die allseits bekannte "Rudelbildung" oder "Knäuelbildung" am Ball genannt.


    Und darauf folgt die zweite Frage: Warum in aller Welt versuchen dann soviele Trainer durch Instruktionen gerade dieses Verhalten auf Teufel komm raus wieder auszutreiben ?????
    Um später dann verzweifelt zu fragen, wie man so ab ältere D effektives Umschalten ( kollektives Handeln von Mannschaftsteilen mit gleicher Zielsetzung ) hinbekommt. Genau hiervon ist doch die Rede oder ?( Mit dem feinen Unterschied, dass es im günstigsten Fall aus der Mannschaft selbst entsteht und nicht bewusst von außen gesteuert oder reguliert wird ?


    Dann wäre ich wieder bei meinen Minikickern...

    Also wollte Euch nur Bescheid geben

    Finde ich sehr gut, wenn von Threaderstellern nach einiger Zeit mal ein Feedback kommt :thumbup:
    Dieses Forum zeichnet sich nach wie vor dadurch aus, dass man in relativ kurzer Zeit auch Antworten und Tipps bekommt. Im günstigsten Fall für den Fragenden dann mit unterschiedlichen Meinungen und Richtungen. Kann er sich dann ja das Passende für sich raus suchen. Und da finde ich es immer ein wenig schade, wenn man dann nicht erfährt wie es weiter gegangen ist. Auch daraus kann jeder ( auch Mitleser ) für sich etwas mitnehmen an Erfahrungswerten.


    Nur mal so als Anregung gemeint...

    F Jugend. Zumindest bei uns im NFV heißt das 6+1. Da kommt man mit 10 Spielern über die Runden. Ihr habt jetzt 22 Spieler. Stellt sich für mich die Frage nicht mehr ob zwei Mannschaften oder nicht. Vorausgesetzt ihr könnt es organisatorisch stemmen.


    Mit den spielfreien Mannschaften und Freundschaftsspielen ist 'ne nette Idee. Ist nur zusätzlicher Aufwand ( Termin, Platz usw. ) und oft sind diese Mannschaften ( =Eltern/Trainer ) froh über einen freien Termin am WE. Der ist eingeplant, weil es ja so auf dem Spielplan steht. Muss nicht so sein, kann aber. Warum dieser Gefahr aussetzen ?


    Ich hatte das selbe mit meiner D ( 22 Spieler ) letztes Jahr und habe ( auch nach Tipps hier aus dem Forum :thumbup: ) eine D 2 für die unterste Klasse nachgemeldet. Das ging dann allerdings nur für das nächste Jahr ( aber gleiche Saison ) ab Frühling, da im Herbst hier Quali gespielt wird. Hat reibungslos funktioniert.


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei einer F nicht klappen sollte. Bereits jetzt den Staffelleiter informieren, dass ihr für nächste Frühlingssaison eine F 2 in der untersten Klasse meldet. Dadurch hat er Zeit eure Truppe nach der Quali dementsprechend im Spielplan einzuteilen. Schon habt ihr einen geregelten Spielbetrieb ohne viel Aufwand. Dann Ende des Jahres noch mal eine Erinnerungsmail ( Staffelleiter sind auch nur Menschen ;) ).


    Bei der anstehenden Hallensaison bin ich mir nicht ganz sicher. Ich würde den Staffelleiter einfach mal anrufen. Im persönlichen Gespräch lässt sich oftmals unkomplizierter etwas regeln.

    Mannschaftssitzung wäre auch mein erster Tipp. Stimmungslage erfragen. Ihnen auch Deinen momentanen Frust mitteilen. Zusammen Lösungen erarbeiten. Wenn ich das richtig heraus lese, kommen ja wohl alle zu Spiel und Training. Das ist also nicht Dein Problem.


    Mit der Unzuverlässlichkeit im Bezug auf den Fahrdienst sieht das schon anders aus. Tja, die lieben Eltern. Lippenbekenntnisse sind schnell mal gemacht. Wasch mir den Pelz ( kümmre dich um mein Kind ) aber mach mich nicht nass ( ich hab echt keine Zeit dabei zu unterstützen ). Ist aber nicht ungewöhnlich ab C. Da sieht man leider immer die selben Elternteile.
    Auf bloße Versprechen würde ich mich nicht mehr einlassen. Mein Tipp: Mache eine Fahrliste. Schriftlich fixiert ist es schwieriger für jemanden sich rauszureden. Schreibe in ein oder zwei prägnanten Sätzen ganz deutlich oben drauf, dass es unabdingbar erforderlich ist die Anreise zu Auswärtsspielen zu gewährleisten. Und eben andernfalls eine Abmeldung in Erwägung gezogen werden muss. In solchen Fällen bin ich für klare Worte. Es ist das Hobby ihrer Söhne. Dann sollen sie auch ( mit ) dafür sorgen, dass sie es ausüben können. Würde ich auch genauso mit auf den Zettel schreiben. Sie sollen ruhig wissen, dass die Grenze bei Dir erreicht ist. Die Liste dann jedem Spieler nacheinander in die Hand drücken und er soll sie zum nächsten Training wieder mitbringen.


    Die Liste würde ich den Spielern als Erstes in die Hand drücken von denen weiß, dass ihre Eltern zuverlässlich sind und ohnehin bei fast allen Spielen anwesend sind. Stehen erst mal ein paar Namen drauf, wird es für die anderen Elternteile schwieriger die Liste einfach wieder abzugeben, ohne sich einzutragen. Während einer Spielzeit mit Hin- und Rückserie kann mir keiner erzählen, nicht mal für einen Samstag fahren zu können. Sollte es Fälle geben ( Alleinerziehende mit mehreren Kinder, beide Elternteile auch am WE berufstätig, kein Auto zur Verfügung usw. ) lässt sich eine Regelung finden. Erfahrungsgemäß werden sich diese bei Dir melden. Bei denen liegt es in der Regel nicht an Bequemlichkeit oder Desinteresse, sondern tatsächlich an triftigen Gründen.


    Den JL würde ich rechtzeitig über die Situation informieren. Tritt der ungünstigste Fall ( Abmeldung ) ein, kommen evtl. Kosten auf den Verein zu. So hast Du sie aber rechtzeitig darauf vorbereitet. Wünsche Dir und Deiner Truppe, dass es nicht so weit kommt !

    Es ist weder in dem einen noch in dem anderen Block einfacher ! Das Ergebnis hat man ja auch gesehen.


    Das Traurige war danach der Umgang der Beteiligten mit der Entscheidung. Gegenseitige Schuldzuweisung und viel Getöse. Und das bei solchen Gelegenheiten wieder "Experten" ( einschließlich der Gattung Politiker aus allen Parteien ) aus ihren Ecken kommen und den Senf dazu geben ( S. Heidel oder mein Post 272 von wegen Polizeigewalt ) macht die Sache nicht besser.


    Schalke und die Polizei saßen mittlerweile an einem Tisch und haben es geklärt. Fehler passieren. Entscheidend ist wie man damit umgeht und sie in Zukunft vermeidet.

    :thumbup:


    Ein von mir völlig naiver und utopischer Vorschlag ( Wunsch / Traum /.... :(
    Vor jeder Sportschau kurzer prägnanter Trailer in der Art wie hier vorgestellt.


    Viele Aktionen vom DFB oder den Verbänden gehen in die richtige Richtung. Jeder einzelne Ansatz ist gut und richtig.
    In heutigen Zeiten muss aber auch das Marketing stimmen.

    Moin Frank
    Zunächst ein Tipp: Ändere doch mal Deine Profilbeschreibung. Da schaut man zuerst drauf und schreibt dementsprechend altersbezogen seine Tipps bzw. Meinung. Bin auch erst über die F gestolpert. Du hast 'ne ältere E und da ist man schon im Fein-Tuning von in der F in der Grobform erlernten individualtechnischen und ( zwangsläufig entstehenden ) -taktischen Inhalten. 1:1 sollte in der E in nahezu jedem Technikthema einen wichtigen Schwerpunkt einnehmen.

    Und natürlich ist meine E-Jugend technisch ohne Mängel und wir machen fast nur Taktik....Kann man hier nichts schreiben, immer kommen gleich die "hilfreichen und schlauen" Antworten....!

    Geht mir auch manchmal zu schnell. Da werden mMn oft Diskussionen abgewürgt weil sich an einem Begriff aufgehangen wird, welcher, sagen wir mal suboptimal gewählt wurde. Bei Dir könnte es "Pressing" sein ;)
    Da haben tobn und TW-Trainer schon das Richtige zu gesagt, deswegen ist doch hier im Thema alles in Ordnung und man versucht doch Dir passende Tipps zu geben. Entscheiden, was davon für Deine Truppe zutrifft musst ohnehin Du, weil Du sie eben am Besten kennst.


    Wenn ich das richtig heraus gelesen habe, geht es Dir ja darum Deine Spieler dahin zu bringen, schneller in den Zweikampf zu kommen. Stichwort wäre für mich hier zügige Distanzverkürzung. Wichtiger Punkt beim 1.1. Und dann würde es Dein Trainerherz erfreuen, wenn sie den Angreifer zu zweit stellen würden. Stichwort wäre für mich hier Tempoverzögerung durch Tempoaufnahme rückwärts ( Vorbereitung zum Ballablaufen in der D). Und das ist ebenfalls ein wichtiger Punkt im 1:1. Den häufigsten Fehler, den man im E und D-Bereich ( und leider auch darüber hinaus ) sieht: Abwehrender rennt auf den Angreifer zu und versucht diesem mit fast gleichbleibendem Tempo frontal den Ball abzunehmen. Ein Haken und der Angreifer ist weg. Zur Möglichkeit des Ballabschirmens bzw. Ballablaufens kommt es hier meist gar nicht.


    Das sollte langsam und behutsam aufgebaut werden. Ich mache es mir mal einfach:
    Alle Altersklassen 2 gegen 2 Zweikampfübung
    Da habe ich beschrieben, wie ich das Wer, Wann und Wie bei meiner Truppe damals ;( aufgebaut habe. Und alles nur auf das 1:1 bezogen. Hört sich sehr banal an die Übung. Sind meines Erachtens aber die Basics. Gerade auch was Tempoverzögerung des Angriffes angeht, damit ein Mannschaftskamerad überhaupt die Zeit erhält, mir zu Hilfe zu eilen. Wenn das nicht wenigstens im Ansatz sitzt, braucht man sich für die ältere D im Bereich der dann zunehmenden gruppentaktischen Elemente ( geplantes Agieren zu zweit ) gar keine großen Gedanken machen. Das wird nämlich oftmals scheitern.


    Für die Praxis zur Tempoverschleppung des Angriffes mal eine ebenfalls banale aber effektive Übung zur Festigung dieses Ablaufes:
    Ein Tor mit Keeper. Daneben in ca. 15 Meter Entfernung ein Dribbeltor. Ein Abwehrspieler ( B 1 ) gegen einen Angreifer ( A ). Daneben in 15 Meter Entfernung ein zusätzlicher Spieler ( B 2 ) mit Ball. Dessen Aufgabe ist es durch das Dribbeltor zu kommen, bevor A seinen Angriff aufs Tor abschließt. Hierzu muss B 2 vorher noch durch einen Slalomparcours dribbeln, sonst passt die Übung vom Timing her nicht. B 1 muss also versuchen, den Angriff von A solange zu verzögern bis sein Mitspieler B 2 mit Ball durch das Dribbeltor gekommen ist. Sein primäres Ziel ist also die Tempoverzögerung des Angriffes.
    Sinnvoll ist hierbei noch Kontertore oder Hütchen zum Berühren einzubauen, wenn B 1 den Ball erobert ( gleichzeitige Schulung individualtaktischen Umschaltspiels ).
    Das Ganze kann man im Wechsel als Wettbewerb machen: Welche Mannschaft schafft die meisten Dribbeltore ?
    Dabei später als Steigerung in Anlehnung an Baseball: Ist B 2 durch und B 1 verzögert im Zweikampf immer noch den Angriff, darf ein weiterer Spieler von B mit Ball auf das Dribbeltor zusteuern.


    Egal welche Übungen Du machst. Dies können bei einer älteren E auch ruhig Überzahl-/Unterzahlspiele sein: Du solltest die Fehlerkorrektur dabei wirklich auch nur auf das 1:1 beschränken. Nicht auch noch zu schnell das 2:1 verlangen.

    TW-Trainer
    Da gehe ich voll mit. Auch die Praxisvorschläge sind sehr gut. Und raicoon sagt ja auch im Eingangsstatement, dass er für Gespräche zugänglich ist. Das muss aber für beide Seiten gelten. Wenn beide Seiten offen dafür sind, kein Problem. Und sollte auch so sein. Gerade Mannschaften im KiFu bestehen aus drei Teilen: Trainer, Spieler und Eltern. Und bei dem einen Vater hat es ja auch gewirkt bzw. macht er sich zumindest jetzt Gedanken. Mehr verlange ich ja gar nicht. Seine Argumente höre ich mir auch sehr wohl an.


    raicoon fragt jedoch auch nach den Unbelehrbaren. Denen, die auch für Argumente nicht zugänglich sind. Es abtun mit "sowieso Grütze". Und auf die bezog sich mein Statement. Bin einfach müde geworden, mit denen überhaupt diskutieren zu wollen. Ich mache es schlicht nicht mehr und konzentriere mich auf die Kinder. Muss jeder für sich selbst entscheiden, ob es sich ab einem gewissen Punkt lohnt, sich daran aufzureiben.


    Und im vorliegenden Fall halte ich die unterschiedlichen Auffassungen des Trainergespanns für das größere Problem.

    Meinung nach dem Spiel: "Verloren, weil konditionell viel zu schwach". Spielervater ... man solle doch die Kondition schulen. Sei das A und O.
    ( ...)
    Training soll also neu aufgearbeitet werden. DFB-Konzept sei sowieso Grütze.

    Das nervt. Keine Frage. In meiner alten Truppe habe ich den Eltern zu Beginn gesagt, was meine innere Einstellung ist und wie ich diese umsetze. Andre hat es schon gesagt. Man kann das buchen oder lässt es. War nie ein Problem und ich kann in der Nachbetrachtung "meine" Elternschaft nur loben.

    Nun meine Frage Nur wie macht man Leuten klar, dass es im "Goldenen Lernalter" bzw. dessen Beginn vorrangig um Technik geht und die Kondition spielerisch mitgeschult wird!? Oder anders, dass "richtiges" Konditionstraining in der E-Jugend keinen großen Stellenwert genießt!? Oder doch unbelehrbar!?

    Ich helfe zur Zeit bis zur Hallensaison alle zwei Wochen bei meinem Jüngsten ( auch E ) aus, weil der zweite Trainer krankheitsbedingt längerfristig pausieren muss. Sehr feine Truppe mit tollem Mannschaftsgeist. Die hören alle sogar zu, wenn man ihnen was erklärt. Kannte ich so von der letzten Saison mit 21 vorpubertären D-Jugendlichen gar nicht mehr :D Also alles sehr entspannend und spaßig.
    Bei den ersten Trainings waren abwechselnd zwei Väter Zaungäste. Die meinten beim Abschlussspiel taktische Anweisungen geben zu müssen. Beim ersten Mal habe ich sie noch gebeten, nichts zu sagen. Ich habe es auch noch erklärt warum. Einer hat Einsicht und Verständnis gezeigt. Er schaut jetzt nur noch zu und sagt nichts mehr. Beim Abschlussspiel reden wir dann über Ausbildungsinhalte und deren Sinn. Völlig Stressfrei und so wie es sein sollte.
    Beim zweiten Vater hatte es nicht gefruchtet. Ich habe ihm daraufhin im Vier-Augen Gespräch deutlich gesagt, dass ich seine Kommentare als störend empfinde und er gerne seinen Sohn nach dem Training abholen kann, seine Anwesenheit während des Trainings bei dieser Verhaltensweise jedoch unerwünscht ist. Ist mir völlig wurscht, was er von mir hält oder ob er es einsieht. Vielleicht denkt er auch einfach, der Klugsch.... macht es eh nur als Aushilfe und wartet die Zeit ab. Es sei auch nur am Rande erwähnt, dass sein Sohn seitdem gerade im Abschlussspiel richtig aufblüht und mutig in die Zweikämpfe geht. Kunststück, wenn nicht alle Nase lang "Spiel ab" von außen kommt :rolleyes:
    Im Lauf der Jahre bin ich es irgendwie leid geworden, altersentsprechende Ausbildung erklären zu müssen. Da kommen immer die selben Sprüche. Bei jedem zweiten oder dritten Satz könnte man einhaken. Teilweise wirklich Haarsträubend was da so von sich gegeben wird. Ich habe einfach kein Bock mehr auf diese Diskussionen mit den Unbelehrbaren. Denen brauchst Du auch nicht mit einer DFB-Broschüre kommen. Die haben ihre eigene innere Broschüre. Sieht man ja an Deinem Beispiel ( "sowieso Grütze" ).


    Erkläre also am Anfang der Saison einmal deutlich Deine Ziele und warum Du es so machst. Am besten mit eigenen Worten. Zum Schluss kann man ja ruhig erwähnen, dass auch der DFB so ausbildet bzw. mit Hilfe vieler Fachleute ein altersgerechtes Ausbildungskonzept entwickelt hat, was auch Deiner Philosophie entspricht. Kommst Du von Anfang an mit dem DFB könnte bei einigen Zuhörern die Blockade "Ja, beim DFB mag das ja klappen. Aber doch nicht bei uns" anspringen. Durch die Lizenz musst Du ohnehin zu Fortbildungen. Da sieht man immer mal wieder was neues, bleibt also nicht festgefahren bzw. muss sich diesen Vorwurf gefallen lassen. Mein Tipp also: Antennen für Anregungen / Verbesserungen immer auf Empfang halten. Diskussionen wie in Deinem Fall konsequent beenden. Bringt einfach nichts und stresst nur.

    Meinung nach dem Spiel: "Verloren, weil konditionell viel zu schwach". Mittrainer ... der Überzeugung, man solle doch die Kondition schulen. Sei das A und O.
    ( ... )
    Training soll also neu aufgearbeitet werden. DFB-Konzept sei sowieso Grütze.

    Da hätte ich das wesentlich größere Problem mit ! Man muss nun nicht zu 1000% immer derselben Meinung sein und in einem guten Gespann ist auch oft das Kontroverse produktiv. Aber die Grundausrichtung muss passen. Das hört sich für mich aber nicht so an. Wenn ich auch noch meinen Trainerkollegen ständig überzeugen muss, ist das für mich kein Modell der Zukunft. Ausserdem hätte ich dann ein ungutes Gefühl, wie er diese Grundausrichtung den Eltern verkauft wenn es doch eigentlich nicht seiner Überzeugung entspricht ?( Oder habe ich das jetzt falsch heraus gelesen ?

    Also genießt Du ( noch ) nicht in vollen Zügen. Es ist das Los eines Jugendtrainers, dass andere später die Früchte ernten. Man hinterlässt aber etwas und bleibt auch in der Erinnerung seiner Schützlinge. Glaub's mir. Wirst Du spätestens wissen wenn so ein langer Kerl mit seinem kleinen Kind lächelnd auf Dich zukommt und Dich mit "Hi Trainer" begrüßt.


    Wenn man erstmal zu der Erkenntnis gelangt ist, dass genau das der Lohn der Mühen ist, gibt es kein schöneres Gefühl !


    Scheiß also auf Lizenzen und Schulterklopfen. Fang an unbeschwert zu genießen.

    Wichtigsten Dinge wurden hier mMn schon gesagt: Nicht zu großes Spielfeld. Freies Abschlussspiel heißt auch frei. Anreize zum Gewinnen setzen ( Verlierer baut ab, Verlierer muss Gewinner Hucke-Pack vom Platz tragen, 20 Liegestütz und Gewinner zählt dabei ab usw. ), Komplexe Regeln und Korrekturen sollten schon in der Spielform enthalten sein und nicht im Abschlussspiel.


    Ich bin ebenfalls ein absoluter Verfechter von einem Abschlussspiel. Es gab kein Training ohne. Ist auch für die Jungs immer das Highlight gewesen. Je konzentrierter sie die Einheit vorher durchgezogen hatten, umso länger ging das Spiel. Das konnte je nach Tagesform auch mal nur 10 Minuten gehen. Aber es gab aber kein Training ohne ! Für sie galten dabei nur drei immer gleich bleibende Regeln: Kein wildes Gebolze ( sprich von hinten raus spielen ), kein Grätschen und kein Gemotze.


    Was sich bei mir im Lauf der Jahre für die Kasperköppe bewährt hat: Ich habe ab E auch zum kurzen Konzentrationsanreiz zu Beginn jeder TE ein kleines Minifeld aufgebaut. Halt kleines Spielfeld mit Markierungshütchen und Minitoren. Meine Jungs kannten das und sind sofort in das Feld anstatt wild aufs Tor zu bolzen. Ging auch immer nur so 5 Minuten. Beim Abschlussspiel habe ich das Feld dann genutzt für die Kandidaten, die eben wohl noch zu viel Power hatten und mit ihrer Kasperei die anderen nervten. Meistens waren es zwei ( jetzt nicht immer die selben ! ). Ab ins Feld und 1:1 so für 2 - 3 Minuten. Dat schlaucht. Danach hatten sie sich ausgepowert und durften wieder mitspielen. Hatte ich nur einen Kandidaten musste er mit einem Mitspieler rein. Seine Truppe war dadurch in Unterzahl und sein Mitspieler, der mit ins 1:1 Feld musste, war auch nicht amused. Musste ich nicht lange machen. Die bloße Anwesenheit des Minifeldes schreckte später schon ab :D
    Vielleicht ist das oder sowas in der Art ja auch was für Dich.

    99xser
    Mein Tipp an Dich geht in eine ganz andere Richtung: Genieße die Zeit mit den Lütten und hab viel Spaß ! Habe zunächst überlegt Dir 'ne PN zu schreiben. Aber ich denke, dass Deine Situation auf viele Neulinge zutrifft. Wenn es nur einem davon hilft, hat es sich gelohnt.
    Du hast die Truppe diese Saison übernommen. Bisher waren sie "erfolgreich". Bist da so rein gerutscht und holst Dir Infos aus Fachbüchern und dem Netz. Das habe ich bisher so raus gelesen. Ich habe den Eindruck oder die Vermutung, dass Du nun durch möglichst viel Input alles richtig machen möchtest. Alles okay, birgt aber die Gefahr sich selbst zuviel Druck durch zu hohe Ziele und Erwartungen zu machen.


    Nur kurz zum Spielbetrieb in G und F. Der Hinweis hier war schon goldrichtig. Ist 'ne zweite oder dritte TE und fertig. Mag sein das ich jetzt vielen auf die Füße trete, aber der Spielbetrieb an sich ist für mich in dieser Altersklasse völlig überbewertet. Meine Truppe war auch "erfolgreich". Wären sie aber auch gewesen, wenn meine Frau oder der Greenkeeper sie während des Spiels betreut hätten. TW-Trainer hat Dir mit feiner Ironie schon einen Wink gegeben. Du findest deswegen nichts im Netz über Warmmachen einer F, weil...... ?!
    Übungen ( 3:1, 4:2 ) mit Freilaufen und Decken des freien Raumes usw. Wichtigste Aufgabe eines Trainers ( in Bezug auf fußballerische Ausbildung ) ist die zeitnahe Korrektur auf den avisierten Schwerpunkt bezogen. Was möchtest Du dann bei den o.a. Übungen korrigieren ? Die Ballannahme ? Die Passtechnik an sich ? Das Freilaufen ? Das Decken im Raum ? 1:1 Verhalten ? Und das alles bei einer F und vor einem Spiel.
    Daher mein praktischer Tipp: Nehme Übungen, die an dem von Dir festgelegten Technikschwerpunkt der Trainingswoche anknüpfen. Übungen gibt es ja hier und anderswo genug. Dann noch ein kleines Spielchen auf vier Hütchentore.
    Anschließend einen Kreis mit den Spielern. Du mittendrin in die Hocke, damit Du mit Deinen Spielern auf Augenhöhe bist. Jetzt einen fetzigen Spruch und los geht's. Im Spiel achtest Du darauf, ob die von Dir trainierten Technikschwerpunkte sogar schon mit "Gegnerdruck" klappen. Meinetwegen Ballannahme mit anschließender Drehung. Wenn nicht: Kein Thema. Geduldig weiter üben. Wenn ja: Geil ! Da ist schon was angekommen. Ein erfolgreicher Tag !


    Nutze Kurzschulungen des Verbandes für Deine Altersklasse. Schaue Trainern in Deinem Verein über die Schulter von denen Du den Eindruck hast, dass sie Kindern Technik Altersgemäß beibringen können. Oder frage, ob sie Dir mal über die Schulter schauen. Nichts ersetzt die Praxis.


    Genieß die Zeit. Geht leider viel zu schnell vorbei !

    @addi
    Jo. In sich stimmig die Übungen. Danach sollte man schon den einen oder anderen Profi erkennen. Allerdings finde ich an der zweiten Übung scheiße, dass die mit Ball ist. Ohne kann man doch mehr hinsichtlich Zweikampfhärte sehen.
    Vergessen hast Du auch eine Übung zur Raumaufteilung.


    Höre ich Vorschläge ?


    @ Stefan
    Das mit der Satire habe ich auch sofort gedacht. Könnt man drüber lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Und ich wüsste auch was ich mache, wenn mein Sohn unter solchen Voraussetzungen trainieren/spielen müsste.


    Schnattl
    Sollte das tatsächlich so verkauft worden sein, finde ich die Idee mit dem Link zum Forum sehr gut. Vielleicht gewinne ich dadurch von den Entscheidungsträgern völlig neue Erkenntnisse und fange doch wieder im Bambini Bereich an. Mich würde aber interessieren wie die beteiligten Eltern so ab F darauf reagieren. Nehmen die das einfach so hin ? Gehen sie davon aus , dass das überall so ist ?

    TW-Trainer
    Ist schon okay. Vieles in Deinen Postings sehe ich ähnlich bzw. genauso.
    Allerdings ging mir die Diskussion zu sehr in Richtung Schwarz oder Weiß. Nach dem Motto "wer nicht zum Training geht, sitzt vor der Glotze, PC usw. und der Rest ist nur Ausrede". Das ist durchaus oftmals ein Aspekt. Aber als Allgemeingültig kann man das so nicht stehen lassen. Erst recht nicht, wenn doch im Eröffnungspost von der Angst des Betroffenen geschrieben wird seinen Stammplatz zu verlieren und es deswegen Diskussionen Zuhause gibt. Da ist die Problematik doch wohl eine andere. Oder verstehe ich das falsch ?(


    Und Stress ist eben individuell.


    Jetzt kamen aber ja Beispiele / Meinungen die zeigen, dass dieses Thema vielfältige Facetten hat.

    Jetzt mal Belastung hin und her. Ist individuell und muss auch so bewertet werden. Mein großer Sohnemann, hat manchmal 4 Termine in der Woche + einen Sonntag in Sachen Fußball. Zusätzlich turnt er noch. Hat er kein Problem mit und es macht ihm Spaß. Durchaus möglich, dass sich das im Lauf der Zeit ändert. Ich gehe sogar davon aus.


    Ich hatte in meiner Truppe einen Spieler bei dem mir der Vater mitgeteilt hat, dass er Dienstags ( für ihn längerer Unterrichtstag ) völlig platt von der Schule kommt. Und das er da von sich aus keinen Antrieb mehr zum Training hatte. Stress ist individuell und wird von jedem anders empfunden. Wie bei uns Erwachsenen gilt das auch für Kinder und Jugendliche. Hat also nicht immer was mit Überehrgeiz der Eltern oder großer Karriere zu tun. Ich spreche hier ausdrücklich nicht von den Fällen, in denen die Eltern ihre Sprösslinge trotz anders lautender Empfehlung auf das Gym schicken und man sich irgendwann nur durch zusätzliche Nachhilfestunden über Wasser halten kann. Und auch nicht von den Fällen, in denen bereits im Kindesalter Stundenlang völlig unkontrolliert vor dem PC, der Konsole oder was auch immer gesessen wird. Völlig klar. Hier sind die Probleme hausgemacht und haben eher nichts ursächlich mit Unvereinbarkeit von Schule und Vereinstraining zu tun.


    Bei uns auf dem Land entsteht jedoch ein ganz anderes Problem. Die Haupt- und Realschulen machen mangels Schülern nach und nach dicht. Auch diese sind dadurch zentralisiert und Fahrtzeit unvermeidlich. Aber selbst diese Schulen kämpfen mit abnehmenden Schülerzahlen. Der Trend geht eindeutig zur Wahl Ganztagsschule oder Gymnasium. Und in unserem unmittelbaren Umkreis ist es hinsichtlich der Ganztagsschule so, dass der Bus um 06.15 Uhr abfährt und um 17.00 Uhr wieder ankommt ! In den Nachmittagsstunden werden dort viele AG'en angeboten. Auch sehr viele im Sportbereich, u.a. Fußball. Da können sich nur die wenigsten noch aufraffen, zum Vereinstraining zu gehen. Gezockt haben die bis dahin nicht eine Minute. Zumindest nicht Zuhause -). Hängt also auch nicht immer damit zusammen.


    Was dadurch jedoch auch entsteht bzw. sehe ich an zwei meiner ehemaligen Spieler: Der Freundeskreis liegt während der Schulzeit außerhalb des unmittelbaren Wohnortes. Im Grunde logisch, da sie mit den Schulkameraden die meiste Zeit verbringen. Fußball spielen die nur noch in ihrer AG, weil im Heimatverein der Kontakt nach und nach abbricht.

    Das mit dem Sozialpraktikum oder auch freiwilliges soziales Jahr finde ich 'ne gute Sache. So profitieren zwei Seiten davon. Vereine und auch Trainer müssen auf den Umstand der geringeren Freizeit reagieren. Kenne nun schon einige aus dem Umfeld meines Großen ( Verein und StP ) die aufgehört haben oder nur noch ein Trainingstermin wahrnehmen können. Schade um jeden Einzelnen.


    Offensichtlich auch von der Politik erkannt, oder warum stößt man sonst eine Diskussion um Abschaffung der Hausaufgaben an ??