Beiträge von Sir Alex

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    Eine Statistik für das Selbst- und Fremdbild finde ich sehr gut - ich war damals jedenfalls überrascht als Spieler und der Trainer war es auch. Bei uns haben verletzte Spieler im Herrenbereich bei einem Spiel eine einfache Statistik gemacht - Ballaktionen (Dribbling, kurzer, langer Pass, Flanken) mit Erfolg und ohne; Zweikämpfe gewonnen/verloren; Kopfbälle gewonnen/verloren

    Noten und Punkte braucht man aus meiner Sicht nicht (ihr könnt euch ja mal den Spaß machen und die Noten der Fachzeitschriften bei den Profis vergleichen - die Abweichungen sind aus meiner Sicht sehr groß).

    Da bin ich bei dir.


    Mal wirklich zu sehen, wie oftjemand ins Dribbling geht, wie viele Zweikämpfe jemand wirklich bestreitet, etc. das ist schon hilfreich.

    Da vertut man sich gerne mal gewaltig mit der Selbstwahrnehmung und schon vorhandener Erwartungshaltung an Spieler.


    Das habe ich zB bei Thema Schnelligkeit wirklich in den Extremen erlebt, als wir dann ab und an mal mittels Lichtschranken die Schnelligkeit gemessen haben.


    Und genauso bin ich bei dir, dass die Notenvergabe für mich keinen Sinn und Zweck erfüllt, mal abgesehen davon, dass man die Gewichtung der Punktevergabe ja sowiso sehr stark diskutieren kann.

    Mal losgelöst von der DIskussion, ob so eine Zerlegung und Punkteverteilung dann wirklich einen Wert, eine Aussage hat, so finde ich bei den Kategorien und Wertungen schon viele Kritikpunkte.


    Die sehr krasse Gewichtung der Tore zB. - Da lohnt es sich ja vorne stehenzubleiben, was ja nur einen Minuspunkt gibt, wenn man dann den Bewegungsvorteil jedes neute Mal nutzt. Gerade gegen schlechterer, es gibt ja kein Abseits.


    Warum bringt eine Seitenverlagerung einen Punkt?

    Konnte ich selbst als U11 SPieler und hatte genug davon, die dann den Ball immer rüber schlagen, weil das ein einfacher Ball ist, wenn der Gegner verschiebt. Aber einen Vorteil bringt das oft eben nicht, sieht aber "nett" aus.


    Warum muss nach einer Balleroberung (also wirklicher Ballgewinn?) dann noch eine gelungene Anschlussaktion folgen, um einen mickrigen Punkt zu bekommen?


    Was genau ist "gefährlicher Ball geklärt"? Erstens die Situation, was ist wirklich gefährlich und zweitens, was beddeutet geklärt? Weggegrätscht ist idR viel weniger gut, als Ball erobert. Kein Ballgewinn und man liegt dazu am Boden und kann erstmal nicht weiter eingreifen. Bringt aber entschieden mehr Punkte, als eine Balleroberung. Einen geführten Zweikampf beinhaltet auch nur letzteres.


    etc.

    MM nach kommt es darauf an, was man will.


    1) Will man eine "Beschäftigung" für die Kinder, weil man in den Ferien eslbst arbeiten muss, eine Beschäftigung, die den Kindern Spaß macht?

    Dann kenne ich Fussballschulen, die da passendes anbieten. Da wird auch in Gruppen zwischen 10 und 15 Spielern unterteilt und passables Training angeboten. Und Studenten, etc. machen das auch pädagogisch vernünftig.

    Aber, da wird nicht suggeriert, dass es um so überragendes Training ginge, dass in 3-5 Tagen den Spross fussballerisch enorm entwickle.

    Solche Camps kosten auch nicht die Welt, da muss man für den Namen des Camps, der Trainer, des Vereins nicht mitbezahlen.

    Es ist eher eine Ferienfreizeit im Gewand des Fussballs.


    2) Die Fussballferienschule eines NLZs, um einmal was spezielles kennenzulernen. Sicherlich gutes Training,aber auch Stadiontour, Training auf dem Gelände des Vereins, wenn möglich Foto mit dem Profiteam, das Maskottchen und ein Profi kommt irgendwann mal ins Camp und Kleidung/Fanartikel des Vereins gibt es.


    Das kostet idR deutlich mehr, man bezahlt halt die Brand des Veranstalters mit.


    Kann man mal machen, aber da reicht mM nach, wenn man das einmal macht. Es ist ja immer dasselbe.


    Manche versprechen sich davon, dass ihre Kinder dort vlt gesichtet werden, aber das ist Wunschdenken. Das passiert nicht. Die wirklich guten kennt man alle, da taucht niemand mehr, wie Kai aus der Kiste aus.

    Ich habe da in vielen, vielen Jahren und vielen camps pro Jahr genau einen Spieler entdeckt und geholt, den man nicht schon kannte. Und der spielte bei einem kleineren Verein in einem höheren Jahrgang, war aber dort körperlich nicht auffällig, weil er eher groß war. Die Eltern hatten ihn auch wirklich nur des Erlebnisses und weil sie arbeiten mussten dort angemeldet und nicht mit irgendwechen Sichtungsgedanken.


    3) Fussballschulen, die kommerziell angelegt sind.

    Gerne von Ex-Profis und/oder bekannten Jugendtrainern.


    Die kosten auch eher viel, vergleichbar mit den NLZ-FFS.


    Hier wird gutes Training angeboten von teilweisen guten Trainern.

    Allerdings wird auch Training angeboten, dass etwas nach außen zeigen soll. Viel Geräte, (zu) viel Stangenlaufen, Kappendribbling, etc. Halt doch relativ viel wettkampf- oder spielfernes Training.


    Dass ein Kind dadurch besser wird, das ist wie in allen Camps mM nach nicht der Fall. WIe der User über mir scchrieb, wie soll das mit 3-5 Tagen Training auch gehen.Manchmal versuchen soolche Camps eine Finte so beizubringen, dass man sagen kann, man habe etwas gelent. Aber Finten, die nicht den Körper komplett in die Bewegung miteinbeziehen, werden kaum sinnvoll im Wettkampf den Gegner täuschen.

    - Ich bin aber sowiso gar nicht der Freund von diversen (schlecht ausgeführten) Finten und solchen, die zum Selbstzweck eingesetzt werden. Das ist mM nach sogar das Gegenteil von gut, weil es Zeit kostet ohne einen Zweck zu haben. -



    Mein Fazit:

    Ich würde nur zu Variante 1 raten, weil die Kinder da wirklich Spaß haben, viel gespielt wird und das Rahmenprogramm auch passt.

    Und das für angemessene Kosten.

    Und ob ein Kind sich da nicht mehr verbessert, als in Variante 2 oder 3, das kann man mM nach auch diskutieren.


    Variante 2 kann man einmal machen. Das ist ein Erlebnis, gerade wenn man Fan des Profivereins ist. Aber man sollte es auch als solches Event sehen.


    Variante 3 kostet nur Geld mM, macht die Taschen anderer voll ohne einen Vorteil gegenüber den anderen Varianten zu haben.


    Ganz grundsätzlich soollte man nie erwarten oder das zzum Anlass nehmen, dass die Kinder sich da fussballerisch wirklich weiterentwickeln, schon gar nicht mehr, als würden sie einfach nur mit Kumpels zusammen kicken gehen.

    Mit dieser Einstellung,mM nach Wissen, tut man sich leichter die FFS auszuwählen oder gar darauf zu verzichten.



    Edit:

    Ich schreibe aus meiner subjektiven Erfahrung. Ich habe an allen drei Optionen als Trainer früher mitgewirkt und darauf basiert meine Meinung.

    Zwischen ein TW spielt nie und beide teilen sich 50/50 die Spielzeit, da gibt es ja auch diverse Abstufungen. In der Prozentverteilung, aber auch mitteld Freundschaftsspielen und seltenen Einsätzen.

    Ich finde es deshalb den sachlichen Diskurs sabbotierend, wenn mancher hier aber nur diese beiden Optionen suggeriert.


    Und der Threadersteller "fordert" ja 50/50 in Pflichtspielen im Leistungsfussball U15.

    Danke für eure antworten. Wie ich sehe gehen da auch wieder die Meinungen auseinander. Nur mal um genauer auf den Leistungstand einzugehen. Torwart 1 ist besser auf der Linie und in der Luft beim Bälle abfangen, ist ca. 10cm größer. Torwart 2 ist besser im 1vs1 und beim heraus spielen. Er bleibt cooler unter druck und die langen Bälle kommen auch an. Also wie gesagt beides gute Keeper. Ich bin da der Meinung das beide gleichviel Spielzeit bekommen sollten. Weil wenn man unter diesen Gesichtspunkten auswählt dürften einige Feldspieler garnicht eingewechselt werden weil dort der Leistungsunterschied auf der jeweiligen Position deutlich größer ist.

    Sorry, aber ich teile jetzt mal meine Meinung, die natürlich nur auf "Gefühl"/Erfahrung beruht.


    Einem kleinen TW wird (zu) schnell gerne "besser im1gg1" und im Mitspielen zugeschrieben, auch wenn das so gar nicht zutrifft bzw. man macht hier den großen gerne schlechter bezüglich dieser Fähigkeiten, als er ist.

    Das ist analog bei großen Feldspielern, denen man gerne fehlende Dynamik attestiert, kleinen dagegen Schnelligkeit zuschreibt. In einem Schnelligkeitstest mit Lichtschranken zerfällt das dann aber bei eben objektiven Messwerten.


    Edit:

    Ich habe maleinen kleinen TW ausortiert und es wurde erzählt, dass er ja so stark wäre, aber eben nur zu klein und das der Grund gewesen wäre. (Und die anderen eben nur groß, aber schlecht).

    Und ja, Größe ist/war auch ein Argument, aber das viel wertigere war, dass er einfach nicht gut war. hat keine Bälle festgehalten, war unsicher, etc. - ja, es sah spektakulär aus, wenn er mal einen Ball gehalten hat, aber er hat ja bei weitem nicht jedden Ball gehalten und viel entscheidener, andere Fänger kommen gar nicht in solche Situationen, weil sie die Dinge vorher anders angehen und "einfach" lösen.

    Im Profifussball ist das der Unterschied zwischen "Gerry-Ehrmann-Flugschule" und Fängern, wie Neuer, Lehmann und co.


    Diese speziellen TW Fähigeiten, diekann man nun nicht objektiv messen, aber wie gesagt, aus meinen langen Erfahrungen als Trainer habe ich schon Zweifel an der objektivven Bewertung dieser Fähigkeiten.

    Wirkt für mich, als ob du der Vater des zweiten Fängers bist.


    Dazu - und das mag jetzt hart klingen - bei einem TW ist die Körpergröße persepetivisch halt sehr entscheidend. Es gibt zB Bundesligatrainer, die man zitieren kann: "ein TW unter 1,92 kommt bei mir nicht ins Training".

    Aber nicht nur in der Bundesliga, auch darunter ist Größe bei einem Fänger sehr entscheidend.



    Und diese Relativierung zu den Feldspielern, die finde ich völlig deplaziert und völlig ohne Relevanz bezüglich des Diskussionsthemas. Deshalb gehe ich auch nicht darauf argumentativ hier ein.

    Hier wird ja von gleichem Nveau, aber unterschiedlichen Stärken gesprochen.


    Ist das die Meinung des Trainers? Oder des Papas von TW 2?

    Für mich klingt das nicht so, als ob der Trainer beide TWs annähernd auf Augenhöhe sieht. Ganz im Gegenteil sogar.


    Auch, was sind denn die Unterschiede, wenn man Wert auf den Spielaufbau im eigenen Drittel über den Fänger legt, dann nützt einem ein gut haltender Keeper, der aber Streit mit dem Ball hat gar nichts. Im Gegenteil sogar, der beeinflusst dann ja das ganze Spiel (und die Ausbildung) aller Spieler.


    Und in der U15 Landesklasse - keine Ahnung, wie hoch das genau ist, aber wohl halbwegs hoch - da ist es mM nach auch vorbei mit exakt gleicher Spielzeit.


    Wenn aber ein TW gar nicht in der Trainingswoche auftacht, dann kann er mM nach nicht in der Startelf stehen. Das betrifft alle Spieler.

    Beim Wechsel der Landesverbände gibt es meines Wissens teilweise andere Regelungen bei Kindern, weil man diesen beim Umzug der Eltern ja nicht eine Ewigkeit Sperre aufbrummen will.

    Gab es zumindest mal.


    Kenne diese Regelungen jetzt aber nicht im Detail, aber bis zu einem bestimmten Alter könnte das ohne Sperre möglich sein.

    Das würde ich aber beim aufnehmenden Verein direkt erfragen.


    Ich verstehe diese Fragen auch immer nur bedingt, weil man am Besten direkt beim aufnehmenden Verein anfragen sollte, die ja hoffentlich einen kompetenten Mann fürdiese Fragen haben.



    Warum will den dein Kind genau jetzt wechseln?

    Und waruminteressiert dich eine eventuelle Sperre für Stützpunkt oder Landesauswahlspiele? Btw. Landesauswahl gibt es doch für 11jährige eh nirgends, oder?

    Letzteren Satz vergessen viele.

    Es sind ja auch meist die Trainer, die den Spieler nicht abgeben wollen, weil sie meinen ein gutes (erfolgreiches) Team zu haben, es ist eher selten der Vorstand das Problem.


    Ich kenne ein paar Vereine, wo das auch immer super ablief, wo die dortigen Trainer(und der Verein an sich) stolz auf das höherklassige (in meinem Fall NLZ) Angebot sind und da super kooperativ sind.

    Da klärt man das auch stets direkt mit dem Trainer.

    Und in diesen Vereinen kommen die Spieler dann meist irgendwann wieder zurück. Ich spreche von Vereinen, die durchaus eine ordentliche Jugend haben, aber auch nicht direkt unter den NLZs anzusiedeln sind. Und deren Herrenteams spielen Verbandsliga, in einem Fall inzwischen Oberliga (auch dank zweier für diese Liga herausragender Rückkehrer) und da helfen die Rückkehrer sportlich massiv. Deren Teams bestetehn zugewichtigen Teilen aus eigenem Nachwuchs (inkusive einige Rückkehrer, die zwischenzeitlich anderswo ihr Glück versucht haben).

    Aber man hat sich im guten getrennt, der Weg zurück war immer offen, quasi vorgezeichnet, wenn es nicht (mehr) für deutlich höheren Fussball reichen sollte.

    Und spätestens mit 22-24 Jahren kommen die dann zurück, weil sie lieber "zuhause" spielen, als anderswo eine oder zwei Ligen höher bzw. gar in selber Klasse. Auch,wenn sie anderswo noch bessere "entlohnung" erhalten würden.


    Dort, wo es aber unschön ablief mit den Wechseln, da kommen die Spieler idR nicht wieder zurück.

    Sorry, aber wenn ein Verein meinem Kind Anfragen nicht weiterleitet oder gar ein Probetraining verbietet, ist es definitiv der falsche Verein. Da würde mir die Vertrauensbasis fehlen, da dieser Verein nicht für und an mein Kind geht.

    Das kommt leider aber nicht selten vor, genauso wird oft der Spieler (und die Eltern) "stark bearbeitet", also schon moralisch sehr unter Druck gesetzt.


    Deshalb sprechen wir die Eltern immer selbst an - und schicken eine mail quasi zeitgleich an den Verein,um eben diesen über dieKontaktaufnahme zu informieren.

    Bewusst auch an den Verein, so dass die Weiterleitung der Info vlt nicht unmittelbar erfolgt.

    Klar kann er das.

    Notfalls stellt er ihn halt einfach nie auf und lässt ihn im Training überwiegend Runden laufen, während die anderen was anderes machen.


    So oder so macht das ja auch für den Spieler keinen Sinn, dort zu bleiben.

    Wie soll das denn zukünftig ablaufen?

    Es ist ja ein offensichtliches Traiiner-oder-Spieler Ding, bzw. wird darauf irgendwann hinauslaufen.

    Vlt war es das schon seit Wochen und das nur der gesuchte Anlass, um da trainerseitig eine Entscheidung herbeizuführen.


    Dein Bericht ist schon so verfasst, dass man klar erkennt, dass du auf des Spielersseite bist oder sogar eben dieser selbst bist.

    Ich will deshalb keine Aussage zu der Entschiedung selbst treffen.Selbst wenn diese Schilderung gefärbt ist, dann wirkt der Rausschmiss schon ziemlich überzogen, aber es ist eben nur eine Seite der Wahrnehmung.


    So oder so, es macht keinen Sinn für den Spieler und es klingt jetzt schon nach aufkommendem Machtkampf. Gerade, wenn du da die lange Vereinszugehörigkeit des Spielers unbeddingt erwähnst. Die ist mM nach nämlich irrelevant, es geht um den Vorfall, das Verhalten an sich und die Wertung dessen. Vereinszugehörigkeit anzubringen, klingt da eher nach aufkommendem Machtkampf und der Forderung nach Sonderbehandlung/Sonderrechte. Auch der Spruch "dazu habe er keine Befugnis" wirkt genau so.

    Naja, rückwirkend ist halt "bescheissen". Das passiert, klar, aber wenn du nach der Legalität fragst, dann ist das halt klar, dass es nicht erlaubt ist.


    Falls das jetzt noch durchgeht, dann ist ein Spieler eh sofort spielberechtigt mM, weil ein Verein ja nur 10 oder 14 Tage nach Abmeldung Zeit hat, um die Freigabe zu verweigern und die Verbandssperre dazu dann ja nicht greift, da vor dem 30.6. gewechselt.


    Aber es geht ja eh um E-Jugendspieler, wenn da die Sperre maximal 3 Monate (statt 6) ist, dann gilt da natürlich immer,egal wann der Spieler austritt oder irgendwo eintritt. Das ist dann ja egal. (Deshalb muss man dann auch nicht beim Austrittsdatum bescheissen.)

    Um umsonst in andere Stadien zu kommen, zumindest im Amateurfussball.

    Denn da lassen die meisten Vereine Trainer umsonst rein - weil man ja auch die eigenen zB zwecks Sichtung der Gegner in andere Stadien bekommen will.


    Ich weiß nicht, ob das grundsätzlich so festgelegt ist oder aber ob das ein stillschweigendes Abkommen ist, an das sich eigentlich alle Vereine halten. Jeddenfalls in meiner Region.

    ScuBac : gute oder sehr gute "Kinder- und Jugendarbeit" (die Wörter mit -arbeit gefallen mir nicht so, deshalb die Anführungszeichen) soll natürlich weiterhin gemacht werden. Hier schließe ich mich Sir Alex an und fordere

    allgemeine koordinative Fähigkeiten

    D.h. für mich auch eine multisportive Ausbildung v.a. im Kinderbereich.


    In der Jugend dürfen sich dann die Spitzenathleten (z.B. Schweinsteiger, Neureuther) gerne spezialisieren. Für die breite Masse schadet es aus meiner Sicht allerdings nicht, dass sie sich nicht spezialisieren (z.B. D- oder C-Jugend Bezirksoberliga ist für mich Breitensport und man muss sich nicht auf eine Sportart konzentrieren; selbst die Förderliga (U12, 13, 14 und 16) in Bayern ist für mich Breitensport). So haben sie später mehr Möglichkeiten um erfolgreich(er) eine Sportart auszuführen.

    Ich bin ja ein Fan von allgemeinsportlicher Ausbildung, statt nu fussballspezifischer.


    Ich habe in U9-U12 im NLZ auch Turnen (zB Gerätebrennball); Handball, Basketball, Ringen(Catchen), Zweifelderball,etc. gemacht. Habe mir auch mal sportmotorische Test rausgeucht und diese dann mit dem Team durchgeführt. Das nicht nur einmal im Jahr, sondern die komplette Hallensaison durch einmal die Woche. Die Halle bietet da viele Möglichkeiten und Geräte. Und das nicht nur 10 Minuten des Trainings, sondern (nahezu) das gesamte Training.

    Klar, wir hatten drei Einheiten, zwei in der Halle, eine draußen, aber 1/3 der Trainingszeit über ein halbes Jahr habe ich dafür verwendet.

    Und in dem anderen halben Jahr habe ich ja auch allgemeinsport bzw. Koordination geschult. Da wurde mal auf Socken, im Sand oder mit verschiedenen Bällen (von Tennisball bis Rugbyei) Fussball gespielt, aber vlt auch mal Rugby, oder was weiß ich.


    Das größte Problem sehe ich da, das den Eltern zu verkaufen. Für die Spieler muss man das natürlich motivierend machen/verkaufen. Mit wöchentlichem "normalem" Geräteturnen wirst du manche kaum erreichen, das ist klar.


    Je jünger, desto mehr ist Koordination, Allgemeinsportlichkeit wichtig. Das macht es dann viel einfacher, Techniken zu erlernen.

    Betrachtet man die Beispiele isoliert, könnte man zu dem (mE falschen) Schluss kommen, man muss keine Jugendarbeit machen, sondern sich später die erforderlichen Talente von anderen Sportarten zusammensuchen.


    Oder man sagt einfach: es gibt sportliche, talentierte Kinder, die können sich dann später vielfältig durchsetzen.

    Naja, das ist schon halbwegs so.

    Deshalb sind allgemeine koordinative Fähigkeiten ja so wichtig.


    Einer, wenn nicht der beste Handballspieler aller Zeiten - Ivano Balic - hat ja auch seine Jugend über Basketball gespielt und ich dann erst zum Handball gewechselt.


    Und dazu kommt ja auch, dass zB bei Ballsportarten, die ja nicht irgendwann bei Null anfangen. Das sind schon verwandte Sportarten und auch wenn man diese vlt nicht bevorzugt in der Jugend ausgeübt hat, so haben die ja idR trotzdem auch als Basketballer durcchaus auch andere Sportarten in der Schule/im Training/Freizeit gespielt.


    Eine Technik aus dem Nichts als 18 jähriger beginnend zu erlernen, das wird dann wohl kaum nch was. Egal ob in der Leichtathletik, im Hockey oder was weiß ich.

    Gewisse Vorerfahrung oder Bewegungsverwandtschaft für den Sport in den man wechselt, den braucht es dann schon.


    Ich habe zB in der Alten Herren einen ehemaligen Eishockeyprofi zum Fussball bekommen, der nach seiner Karriere dann eben zum Fussball gewechselt ist. Der kann echt gut kicken auf dem höchsten Seniorenniveau,nicht herausragend, aber doch gut. Der wird aber in seiner Kindheit/Jugend/ selbst als Erwachsener auch mal gegen den Ball getreten haben. Für Profifussball hätte das aber nie gereicht, für ordentlichen Amateurfussball (Verbandsliga, vlt Oberliga) als AV oä aber wohl schon.



    Ich emfehle auch allen Eltern, ihr Kind in jungen Jahren mal ein halbes Jahr Turnen (oder vergleichbares) machen zu lassen. Da werden koordinative Grundlagen gelegt, die es einfach machen Techiken in anderen Sportarten einfach(er) zu erlernen.

    Danach kann man sich dann ja den neuen Sport aussuchen bzw. mit dem Turnen aufhören.

    Gibt ja auch ehemalige sehr gute Jugend-Fußballer, die in anderen Sportarten noch erfolgreicher werden.

    Z.B. aktuelles Beispiel: Remco Evenepoel - vom U1-Auswahl-Fußballer zum Doppel-Olympiasieger im Radsport.


    Ist er nun guter Radfahrer, weil er zuerst Fußballer war?

    Natascha Keller - Olympiasiegerin und Welthockeyspielerin sowie deutsche Fahenträgerin in London - war wohl in quasi jedem Sport herausragend. Die hat auch in ihrer früheren Jugend zusätzlich aktiv Tennis gespielt und da wohl auch alles weggefiedelt und wäre vermutlich auch da eine Topspielerin geworden - und hätte wohl auch mehr Geld verdient - aber im Hockey war sie eben dann absolute Weltklasse und bei ihrer Familienhistorie konnte die sich bestimmt eh nicht gegen Hockey entscheiden. (Der Opa Erwin hat Silber - in einer Zeit, als Indien noch unbesiegbar war - und Papa Carsten sowie der 12 Jahre älterere Bruder Andreas - der dazu noch zweimal Silber holte - und später auch der jüngerer Bruder Florian haben ja ebenso Gold bei olympischen Spielen geholt.)

    Sir Alex : wenn das so nah beieinander ist, warum machen das dann nicht mehrere? ;)


    weitere Beispiele:

    Oliver Zeidler - war Deutscher Meister seines Jahrganges im Schwimmen und hat mit 20 Jahren Rudern begonnen (Quelle)

    Guerschon Yabusele (Basketball, Frankreich) - war anfangs Boxer (Quelle)

    Naja, das machen ja einige schon. bzw. eigentlich alle.

    Musst dir ja nur mal die MMedailliengewnner der olympischen Spiele angucken und dann gucken, welchen sportlichen Backgroud die 1 oder 3 anschieber haben? DIe kommen eigentlich alle aus der Leichtathletik.

    Also viele, die zwar Sprinter sind, aber da zu große Konkurrenz haben wechseln dann eben zum Bobsport.


    Anschieber werden ja in Ausscheidungswettkämpfen gescoutet/ausgewählt. Die müssen auf wenigen Metern schnell sein und Masse haben (um das Gewicht des Bobs zu maximieren).


    Habe mal die beiden deutschen Viererbobs der letzten Spiele genommen, die Gold und Silber geholt haben:


    Thorsten Margis: Zehnkampf, 4. Platz bei der U20 Weltmeisterschaft

    Candy Bauer: Kugelstoß: 2. Platz Hallen-DM und Teilnehmer an der Hallen-Wm im Herrenbereich

    Francesco Friedrich: da steht bei WIkipedia nur, dass er aus der Leichtathletik kommt.

    Alexander Schüller: da steht nichts zu seinem Werdegang, kommt aber aus Halle, eher kein Wintersportort. (Edit: ehemaliger Diskuswerfer).


    Silberbob:

    Lochner: da steht nur, dass er ab seinem 21. Lebensjahr im Bobsport aktiv war. (ab dem 25 als Lenker). Also kommt er aus einem anderen Sport.

    Bei Weber steht nichts zu deren Laufbahn bei wiki, wobei Weber aus Dortmund kommt, was einen späten Wechsel zum Bob sehr wahscheinlich macht. (Edit: Habe noch was gefunden. "100m-Bestzeit von 10,76 Sekunden Sprinter bei der LG Olympia Dortmund")

    Bei Bauer finde ich nichts zu dessen Laufbahn. (Edit: "Doch das soll es für den ehemaligen Sprinter aus der Innstadt")

    Rasp war deutscher U23 Meister über 100 und 200 Meter.


    Eigentlich alle Anschieber beim Bob kommen ursprünglich aus der Leichtathletik und haben dann gewechselt, weil der Bob mehr Erfolg versprach und/oder die Konkurenz im eigenen Land schon zu groß war.


    Und Alexandra Burkhardt ist ja auch eigentlich Leichtatletin, die aber meist nur 4. oder 5. bei den deutschen Meisterschaften wurde, so sich ja nie für die Einzelwettbewerbe bei den großen Events qualifizieren konnte, zB in Rio nur Ersatz der Staffel war.

    In Tokio war sie dann aber sogar unerwartet deutsche Meisterin geworden und durfte im Einze starten.

    Aber, das sie da keine Medaillien, gar Goldchancen hat, das ist ja auch klar.


    Und so hat siemal kurz für eine Saison im Bobsport versuchte - auch weil die eigentliche Anschieberin nach einer langen Verletzung nicht mehr zur alten Form zurückkam und relativ kurzfristig eine neue gesucht wurde, eben für die olympischen Spiele. (Burkhardt hat ja nur 4 Weltcups und einmal die Spiele gemacht).


    Es war also nur ein temporärer Ausflug, nicht mal eine Saison und es war akuter Bedarf.


    Normalerweise musst du ja dann schon die ganze Saison, eher den ganzen 4-Jahreszyklus auf den anderen SPort legen, da kannst du nicht beides machen.

    Und wenn du in deinem Metier erfolgreich (genug) bist, dann wechselst du ja nicht. Dazu musst du ja im Bossport dann auch zu einer der Top-Lenkerinnen in den Bob kommen, sonst bist du ja auch "nur" bei Olympia dabei und nicht auf dem Treppchen.


    Aber, lange Rede kurzer Sinn, die Anschieberinnen sind überwiegend alle ehemalige Topsprinter des Landes, die früher oder später da die Grenzen erkannt haben und im Bobsport eine bessere Chance auf Erfolg sahen. Geht aber auch nur in wenigen Ländern, weil das muss ja ein Top-Lenker samt Top-Material und Trainingsbedingungen sein.

    Der Jaimaka-Bob mit 4 Sprinter holt im Film zwar Bronze, aber im echten Leben ging das so nicht, trotz wahrscheinlich überragender Sprinter zum Anschieben.

    Wobei ersteres zwar cool,aber noch keine besondere Vielseitigkeit ist. Die ist halt eine Sprinterin und solche werden auch beim Anschieben des Bobs benötigt. Eine, die Bob fahren kann und 1 oder 3 Sprinterinnen.

    Aber cool finde ich das trotzdem auch.

    Ich finde das Argument, dass man die Kinder nicht bestrafen kann für ihre Eltern, das ist nicht schlüssig.


    Wie ein anderer schon bemerkte, bestraft man so indirekt eben damit die anderen, die sich vorbildlich verhalten. Wenn man alle gleich behandelt, egal, wie sie handeln dann ist das unfair. Gleichbehandlung ist was anderes, als gleichwertig zu behandeln.


    Und das betrifft ja nicht nur die Zuverlässigkeit beim Training, das Argument würde ja auch bei Kindern zutreffen, die agressives Verhalten oä an den Tag legen, denn Kinder können für ihr Verhalten wirklich nichts.


    Aber man sollte eh nicht von bestrafen sprechen oder bestrafend handelnd, aber Konsqeuenzen sind sinnvoll, richtig und nötig.

    Wer regelmäßig kommt, der sollte belohnt werden.

    Spielzeit am Wochenende ist so einem gewichtigen Teil Belohnung. Nicht unbedingt für Leistung, aber für Trainingsbeteiligung, Einsatzbereitschaft, etc.



    Und, das was su schreibst mag vlt in der F-jugend gelten, aber D-Jugendliche sind idR nicht mehr Kleinkinder, die gar keinen Einfluss auf ihr Erscheinen beim Training haben. Sorry aber das wäre auch sehr diskutabel, die gehen in die Oberschule.

    Ich habe ja nicht gesagt, dass die Jugend nicht günstiger bleiben soll, als Erwachsene. Mit keiner SIIlbe. Man kann ja alle Beiträge erhöhen und somit die Differenz belassen.


    Davon ab kommt es vielerorts vor, dass Männerspieler vom Beitrag befreit werden, dann zahlen sie defacto weniger, als Kinder.


    5 Euros im Median finde ich absurd wenig. In meiner Region kostet das meist inzwischen 20 Euros und selbst das finde ich noch absolut fair, könnte auch erhöht werden, wenn man es in die Jugend reinvestiert. (Natürlich gibt es da Härtefälle, die man subventioniert, das passiert in gut gefführten Vereinen aber schon jetzt, wenn es um Dinge geht, die nicht der Staat auffängt)

    Der DIskurs ist doch aber obsolt, weil es ja um die Ausbildungssentschädigung bei Wechseln von Jugendspieler ging - und um deren Sinn bzw. um deren Notwendigkeit.


    Wenn man mit den Mitgliedsbeiträgen schon jetzt alles finanzieren kann, dann bedarf es dieser Ausbildungsentschädigung doch gar nicht.



    Um auf deine Aussagen aber inhaltlich trotzdem einzugehen, ich kann mir kaum vorstellen, dass es einen Verein gibt bei dem nur über aktuelle Mitgliedsbeiträge wirklich keine Wünsche offen bleiben.

    - Werden bei euch die Jugendtrainer entschädigt?

    - bekommen auch die Betreuer eine kleine Entschädigung für ihren Einsatz?

    - Werden Trikots gestellt? Mehrere Sätze?

    - Wie schaut es mit Trainingskleidung aus?

    - Hat jede Mannschaft Zugriff auf 4 verschiedene Farben an Leibchen (die man für gutes Training benötigt)

    - Haben alle Mannschaften/Spieler ausreichend gute Bälle? Spielbälle in besser Qualität?

    - Sind ausreichend Tore in allen Größen vorhanden, um im Trainingsbetrieb auch mal 3 oder 4 Tore zeitgleich einsetzten zu können?

    - Können Schiedsrichter auch für Freundschaftsspiele und Turniere gebucht/bezahlt werden?

    - Im Großfeld vlt mal Gespanne ordern und bezahlen?

    - etc.

    Und da bin ich noch nicht bei Verschleiß, Renovierung des Kabinentracktes, der Plätze etc. wo man ja oft auf Finanzierung des Landes hofft/angewiesen ist.


    Dass ein Fussballverein nicht mehr Geld bedarf - quasi gar nicht weiß, wohin mit den Mitgliedsbeiträgen, weil er sonst dauerhaft in die Gewinnzone rutscht, in die ein eV nicht kommen darf, das habe ich echt noch nie gehört.



    Edit:

    Und auch manche Spieler in unteren Ligen bekommen sehr wohl Geld oder geldwerte Zuwendungen. Das weiß ich, ich vermute es nicht nur. Also in der ersten Mannschaft.

    1) Dann müsste es ja so sein, dass Erwachsene mehr bezahln und damit die Jugend mitfinanzieren können. Wo passiert das?


    2) Die Regel ist ja eher, dass Teile der Jugendbeiträge genutzt werden, um die erste Mannschaft zu bezahlen. Also exakt andersherum, als du suggerierst.


    3) Fussball ist ein billiger Sport(Hobby), mM nach wäre es absolut ok, die Beiträge zu erhöhen, wenn das Geld dann eben auch direkt dort investiert wird, wo es eingenommen wird.