Beiträge von Sir Alex

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    naja Dirk, das sehe ich anders. U11 Eurocup ( http://www.u11-eurocup.de/index2.php ), um mal ein Beispiel zu nennen, das Turnier geht über 2 Tage, und damit entspricht es doch deinen ANforderungen, da man Sa entweder Vormittags oder Nachmittags spielt. Was ist gegen einen solchen o.ä. Modus auch in der F-Jugend zu nennen. Nehmen wir jetzt noch ein passendes Freiluftturnier, wo auch zwei Gruppen gleichzeitig spielen lassen kann, und sich die Wartezeit zwischen den Spielen noch einmal halbiert.
    Wenn man dort mit einem Sieg im letzten Vorundenspiel weitere Spiele gegen solche Namen erlangt, neben der weiteren Spielzeit für jeden, wie würdest du als Trainer von Illerrieden (als Beispiel) handeln? Welches Handeln wäre im Interesse der Kinder wirklich das beste?
    Und wie war das in der Quali? Wenn man mit einen Sieg im letzten Spiel überhaupt erst die EINMALIGE Möglichkeit bekommt, an so einem Turnier teilzunehmen und gegen Bayern, Dortmund oder Glasgow zu spielen?
    Um das Ego das Turnier zu gewinnen, geht es den "Dorftrainern" ja wohl sicherlich nicht, denn das ist absolut unrealistisch. Selbst eine einstellige Plazierung ist unmöglich.


    Ich finde hier befinden wir uns ganz klar in der "Grauzone".

    bewußt überspitz formuliert:


    Du kannst ja auch jeden Tag ein Freudschaftsspiel machen, dann ist die Spielzeit der Kinder optimal.


    Es geht doch auch darum, ein optimales Verhältnis Spiel - Zeit zu erlangen.
    Es meldet doch auch keiner lieber ein Turnier bei dem man 4 SPiele zwischen 8 und 19 h hat, als 3 SPiele in 2 Stunden.


    ICh gehe in ein Turnier immer mit dem Ziel optimale Spielzeitdauer zu erlangen, um allen Spielern höchst mögliche EInsatzzeiten zu erlauben.



    P.S.: Bevor hier ein falscher Eindruck entsteht, ich habe eine D-Jugend und habe diese Saison genau in einem Turnierspiel mal einen eingeladenen Spieler nicht eingesetzt. Und das war ein letztes Vorundenspiel, also kein Finale oder Halbfinale. Es spielen alle viel,aber nie gleih viel, dafür gibt es aber reihenweise Gründe und ist ziemlich off-toppic.

    Ich habe da nich eine Beispielfrage, die gar nicht so selten zutrifft:


    Turnier:
    Vorrunde 4 Spiele: Übersteht man die Vorrunde, so kommt eine Zwischenrunde mit weiteren 3 Spielen, scheitert man in der Vorrunde ist das Turnier vorbei.
    Letztes Spiel Vorrunde, bei einem Punkt (oder Sieg) erreicht man die Zwischenrunde, sonst nicht.
    Wenn man jetzt in diesem einen Spiel den oder schlechteren kaum bis gar nicht spielen läßt erreicht man die ZR, sonst mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht, da das Gefälle zu groß ist.
    Wie handelt ihr.Denn bei erreichen der ZR bekommen ALLE Spieler deutlich mehr Spielzeit, da man eben 3 Spiele mehr hat.
    Ich rede nicht davon, dass man in der ZR weiterhin "auf Sieg" spielt, um den "Erfolg" der Mannschaft geht es hier ausdrücklich nicht, ein ZR-Aus ist so oder so kalkuliert.

    Willi, ich denke "grau" gibt es sehr wohl:


    Bei einem Turnier können alle Spieler zu gleichen Spielanteilen kommen, aber trotzdem nicht in jedem Spiel gleich viel gespielt haben.


    In der F-Jugend habe ich grundsätzlich in den Punktspielen jeden Spieler (bis auf den, der im Tor stand) gleich viel spielen lassen. Und über die Saison gesehen haben auch alle Spieler gleich oft gar nicht zum Kader gehört, aber gegen die besten Gegner haben die guten selten im Kader gefehlt, gegen die schlechteren dafür häufiger. (Wobei ich nie komplett gut oder schlecht aufgestellt habe, bevor diese Frage kommt, immer ein unterschiedlicher Mix)
    So kann ich als Trainer einiges steuern, und das nicht aus eigenem Erfolgsantrieb, sondern, um die Starken zu fordern und die Schwächeren nicht zu häufig zu überfordern.


    Für mich besteht aber auch ein klarer Unterschied zwischen F- bzw. G-Jugend und eben E-Jugend. In der E-Jugend sollte ein Spieler schon vollen Einsatz etc. mitbringen (hat nicht zwingend mit der Leistung zu tun) um gleiche Einsatzzeiten zu bekommen.
    Extrembeispiel: Wer meint nur vorne rumstehen zu können, ohne den Willen zu rennen zu kämpfen etc., der spielt nicht so viel, wie einer der rennt bis er ins Bett fällt. Und ich spreche da jetzt ausdrücklich nicht von der Leistung, der Stehgeiger könnte auch mein Talentiertester sein, ohne Einsatz spielt er weniger.
    Aber bei zu viel Gleichmacherei bestrafe ich ja die, die vollen Einsatz zeigen.

    Andre, ich denke so unrecht hat Zamorra aber gar nicht, und zwar aus folgendem Grund:


    Wenn ich dich hier im Forum richtig verstanden habe, hast du sicherlich schon etliche Jahre in verschiedensten Formen im Jugendfussball gewirkt, allerdings hast du noch NIE nach diesen extremen Ansichten ausgebildet, die du hier propagierst. Korrigiere mich, wenn ich falsch liege.


    In der Theorie klingen Konzepte/Ideen/etc. oft sehr schlüssig und allgemeingültig, erst die Praxis zeigt die Mängel auf.
    Mich würde wirklich interessieren, wie du über deine Prinzipien denkst, wenn du mal eine Mannschaft 2-3 Jahre konsequent nach deinem stringenten Konzept ausgebildet hast.


    Wenn du regelmäßig mit deiner Mannschaft verlierst, hast du in bälde keine Mannschaft mehr. Abgesehen davon, stelle ich mir wirklich die Frage, ob es einem Jungen guttut, wenn er regelmäßig Erfolgserlebnisse verhindert. So einen Jungen bei einem knappen (und kurzen) Turnierspiel ständig in die Situation zu bringen, den Mannschaftserfolg zu verbauen, kann auch nicht der richtige Weg sein. Ziemlich schnell ist er bei den anderen Kindern unten durch (ja auch bei 7 oder 8jährigen, denn diese wollen sehr wohl gewinnen, die gehen zur Schule und können zählen, sind eben keine Minis mehr), ich denke man sollte hier überlegen, was wirklich zm Wohle des Kindes ist.
    Und ich rede nicht davon bei langen Spielzeiten o.ä. den Einsatz zu verweigern, sondern um gelegentliche Turnierspiele.


    Für mich liegt die optimale Lösung im Graubereich, irgendwo in der Nähe von Gunter G.
    Und noch etwas, ich komme aus der Richtung, die du nun vertrittst, und musste feststellen, dass dieses Extrem (genauso wie das andere) nicht das ultimative und sicherlich nicht dauerhaft praxistauglich ist, egal ob Leistungs- oder Breitensport. (Nicht mal einer 3.Männermannschaft, denen es im allgemeinen mehr um die 3.Halbzeit geht, macht es Spaß dauerhaft erfolglos zu spielen).



    P.S.: Bevor ich hier falsch interprtiert werde:
    Ich habe eine sehr leistungsstarke Mannschaft. Auch hier gibt es deutliche Leistungsunterschiede innerhalb des Teams, wenn auch auf hohem Niveau. Allerdings begegnen uns meist Gegner auf hohem Niveau und trotzdem spielen über das Jahr gesehen alle viel, aber nicht gleichviel. Bei langen Spielenzeiten (Punktspiele o.ä.) kommen auch alle eingeladenen Spieler zu lohnenden Einsatzzeiten, allerdings nicht vollkommen gleich.
    Bei kurzen Turnierspielen kommen fast immer auch alle eingeldenen Spieler zum Einsatz, allerdings kann es hier auch mal Ausnahmen geben. Diese ziehen sich aber nie durch ein ganzen Turnier, sondern beziehen sich auf ein einzelnes Spiel.
    Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ALLE Spieler zufrieden sind und Spaß haben, auch ein Spieler, der eventuell mal ein Spiel nicht gespielt hat. Für alle Eltern gilt dies sicherlich nicht.

    Die Grundlage für eine erflogreiche Vierekette ist zu wissen wie man sich auf den jeweiligen Position im 1:1 verhalten soll. Die Außenverteidiger müssen dabei ihren Gegenspielern immer die Außenbahn zum durchbrechen anbieten, die IVs hingegen den Gegenspielern nur Schüsse oder Pässe mit dem schwachen Fuß erlauben.

    Ich habe jetzt keine Lust die Viererkette zu erklären. Abgesehen davon ist die Fachliteratur zu diesem Thema sehr gut (modernes Verteidigen z.B.).


    Aber diese Aussage kann ich so nicht stehen lassen, denn Ziel der ballorientierten Deckung (die Viererkette ist eine Form davon) ist es, Überzahl in Ballnähe zu erreichen, um den Ball zu erobern. Also den ballführenden Gegner möglichst zu zweit zu attakieren. Deshalb ist es oft besser (zum Zwecke der Balleroberung) als AV dem Gegner die Innenbahn anzubieten, ihn also zu dem helfenden IV zu "treiben", damit dieser dann (im Verbund mit dem AV) den Ball erobert.
    Dies gilt natürlich vor allem bei weiter Entfernung zum eigenen Tor, also bei geringer Torgefahr. Am eigenen Strafraum, oder bei unoranisierter Kette (Unterzahl oder Gleichzahl) bietet man die Außenbahn an.


    So habe ich es beim Erwerb der Lizens gelehrt bekommen.

    Wo gerade Hummels im Interview ist.
    Der ist sogar mit 6 Jahren bereits in der Bayern Jugend gewesen.


    Das die besten Spieler irgendwie alle so früh in die NLZ gewechselt sind, war mir auch nicht klar. Wenn man dann aber berücksichtigt, dass Deutschland 20 Jahre lang, nicht mal annähernd so viel Talent hatte (Quantität UND Qualität).
    Es scheint ja schon einen kausalen Zusammenhang zwischen der Jugendarbeit der Buliteams und der Talentflut zu geben.
    Vielleicht arbeiten die Buliteams doch wirklich so gut, auch in jungen Jahrgängen.

    Folkao:
    Auch ich finde, dass Hertha mit den Reisen in der U9 ein wenig übertreibt, allerdings, muss man wissen, dass Hertha (im Gegensatz zu den meisten anderen Buli) nicht immer nur die besten Spieler mitnimmt. Hier setzen auch Spitzenspieler mal ne Reise aus. Außerdem reisen auch häufiger Gastspieler mit, das sind Kandidaten für einen Platz im kommenden Jahr. So kann man diese Spieler mal auf hohem Niveau sehen. (Machen andere Teams auch mitunter, Hertha aber am meisten, klar können diese ja nicht auf diesem Niveau vor der Haustür testen).
    Hertha ist hier aber, wie erwähnt das absolute Extrembeispiel.


    Dirk:
    Hertha soll mir allerdings auch mal als Beispiel für deine Thematik dienen, diesmal als "positives" Beispiel.
    Dejagah, K.Boateng, Fathi, Chahed, aktuell Perdedaj, Hartmann, Neumann und Schulz, die spielten alle schon ewig in der Herthajugend. Boateng hat bei Hertha sogar angefangen, ging allerdings in der E-Jugend kurz nochmal zwischendurch zu einem anderen Verein. Die aktuellen 4 spielten alle schon mindestens in der U12, ich glaube sogar deutlich länger bei Hertha. (Schulz habe ich mal bei wiki nachgesehen, spielt seit 2000 bei Hertha und ist 93er Jahrgang).


    Neuer, Götze (mit 9), Bender-Zwillinge (ab 10 Haching, ab 13Jahre 1860), Khedira (mit 8 Stuttgart), Özil (mit 11 zu RWE), Höwedes (mit 11), Marin (mit 7Jahren Frankfurt), Badstuber (mit 11 Stuttgart), T.Müller (mit 10 Bayern), Jansen (mit 7 zu Gladbach) irgendwie alle aktuellen Jungnationalspieler, die raussuche.
    Da scheint es schwerer Gegenbeispiele zu finden.


    Dirk, wenn du genau hinschaust ist die Quote aktuell gigantisch. Nahezu ALLE Jungnationalspieler spielen schon seit jungen Jahren bei Buliteams. (Quelle stets Wikipedia)

    Ist mir bekannt. Mein Bratwurstbeispiel war auch eher grundsätzlicher Natur. Kindern, die regelmäßig Sport treiben und sich bewegen, wird eine Bratwurst nicht die Figur versauen.

    Auch die Kinder der Buliteams essen NACH dem Turnier ne Bratwurst oder Eis.
    Gerade auf Reisen gehen diese Teams auch mit dem Trainer häufiger mal zu McDonalds o.ä.


    Bei allen solchen Sachen sollte man nichts aufs Hörensagen geben (meist auch nicht auf "gescheiterte Spieler", wie im Artikel). Einfach mal bei
    einem Turnier direkt den Trainer oder die Spieler ansprechen.
    Oder in diesem speziellen Fall, den McDonalds am größeren Bahnhof an einem Abend besuchen, wenn dieser der nächste zu einem Buliturnierort
    darstellt. Da ist die Wahrscheinlichkeit sogar hoch, mehrere Mannschaften zu treffen.


    Es geht ja mehr darum, ein Bewusstsein zur richtigen Ernährung zu schaffen. Diese sportbegeisterten Kinder verbrennen regelmäßige Bratwurste oder Burger problemlos.
    Aber während eines Turniers, nein, muss nicht sein. Da darf selbst meine Schulmannschaft keine CHips zwischendurch essen, danach, natürlich.
    Aber das driftet jetzt thematisch ab.

    Thema Bratwurst:


    Also Bratwurst oder Eis zwischendurch, sollte es auch in einem Dorfverein nicht geben, da kann man Obst, Waffeln oder andere Snacks verteilen. Dieses Bewusstsein, kann man schon lehren.
    Bei guten Turnieren, die den ganzen Tag dauern, oder über den Mittag verlaufen, bekommen die Buli in einer größeren Mittagspause (den Spielplan kann man so gestalten) stets ein Mittagessen. Meist irgendetwas mit Nude Das stellt der Turnierveranstalter.


    ZU den Turnierreisen:


    1) Hast du dir mit dem abgelegenen Verein das Extrembeispiel rausgesucht.
    2) In der Hallensaison reisen, die Teams oft mit 8, höchstens 9 Spielern.
    3) 15 Turniere MIT Übernachtung in der U9? da würde mich aber wirklich interessieren, welcher Klub das ist.
    Kann eigentlich nur Hertha BSC sein, kein anderer Buli ist so abseits gelegen, und hat eine wirklich gute Jugend, dass sie so häufig eingeladen werden. Hertha gilt auch als reisefreudig. Erstens ist dies ein Extrembeispiel, zweitens war ich gerade auch auf der Homepage ( www.hertha.2002er.de :( es sind maximal 13 und einige liegen in Niedersachsen, Hamburg o.ä. und sind innerhalb von 2 Stunden mit der Bahn zu erreichen. Man muss also nicht übernachten. Ich weiß, dass sie z.B. in Riethberg nie übernachten.
    4) DIe Kosten für so ein Turnier belaufen sich erstens ganz sicher nicht auf 1500 bis 3000 Euro, jedenfalls innerhalb Deutschlands. (Bahnpreise, Flugpreise und Bus kosten in der U9 allerhöchstens 1500 Euro, da auch ich mit meinem Team reise, weiß ich das, kannst du aber auch nachschauen).
    Außerdem ist es so, dass die Bundesligisten diese Kosten i.d.Regel höchstens zu einem Teil tragen müssen, da sie vom Veranstalter einen Reisekostenzuschuß(oder die komplette Reise) genauso finanziert bekommen, wie die Unterbringung. Solche Turniere haben deshalb immer Sponsoren.
    Eine U9-Reise (Bahn) mit 9 -11 Spielern und 2-3 Trainern/Betreuern kostet nur dreistellige Beträge, ganz sicher. Und den Verein und/oder die Eltern kosten die Reise maximal wenig.


    Thema Jugendfussball im Buli-Verein


    1) Das die Kader von Jahr zu Jahr immer größer werden, ist dir aber schon klar, Dirk. Deshalb kann man den Umkehrschluß so nicht ziehen. Natürlich ist der Großteil der U19 erst später dabei, wenn in der U11 der Kader 11-13, in der U19 aber 20-24 Spieler beträgt. Zusätzlich spielen schon einige U23 oder gar Profis, die noch für die U19 spielberechtigt sind. Dazu ist zur U19 nochmal ein größeres Sieb, da das der erste Jahrgang ist, wo zwei Alterklassen zusammengefasst werden (eine U18 hat kein Buli-Team, U16, U14, etc. schon) Da natürlich auch von Jahr zu Jahr Spieler aussortiert werden, ist die Quote natürlich nicht hoch.
    Außerdem hat sich die Trainingsarbeit und Sichtung, die allgemeine Wertigkeit des Kleinfeldes, in den letzten Jahren deutlich verbessert. Jahrgänge, die jetzt U18/U19 sind, kamen bei den meisten Vereinen, in der U11 noch gar nicht in ein Förderprogramm, welches die Buli-Teams mittlerweile haben.
    Man muss das Pferd andersherum aufzäumen, wieviele der jetzigen U11-Spieler spielen noch in 6-7 Jahren eine Rolle. (herausragend wird dies auch nicht sein, aber deutlich besser als heutzutage).
    Sind es aber 5-6 Spieler so ist die Quote 50%, das wäre gigantisch.
    2) Die DFL oder DFB haben eine unabhängige Firma, ich glaube aus den NL, beauftragt, die NLZ zu überprüfen und zu bewerten. Dabei wurde alle Bereiche der Nachwuchsarbeit kontolliert und in Prozent bewertet. Auf dieser Einstufung basierenden Kategorien von 0-3 Sterne bringen den Vereinen nun jählich hohe Geldsummen. (9Vereine hatten die höchste Kategorie von 3 Sternen, wobei Hertha BSC vor Stuttgart und Freiburg gewann, Gladbach, Bayer04, Bayern, 1860 und zwei weitere hatten auch drei Sterne). Der HSV schnitt hier so schlecht ab (1Stern), dass sie letzte Saison eine Nachzertifizierung beantragten, die nun glaube ich 3 Sterne brachte. Allerdings läuft gerade das Ende der zweiten Zertifizierung, und vermutlich alle Vereine werden sich verbessert haben.
    Viele Vereine haben erst durch die Zertifizierung und der damit verbundenen finanziellen Zuschußmöglichkeit, die Ausbildung/Sichtung in den Bereichen U9-U14 wirklich auf ein gutes Niveau gebracht. Vorher war es auch nicht besser, als in guten Amateurvereinen. Und der HSV gehört ganz sicher in diese Kategorie.


    So muss leider weg, und hinterlasse hier einen nicht ganz fertigen Beitrag.

    Naja, alle 2-3 Wochen über das Wochenende verreist ist aber schon übertrieben. Sicherlich spielen auh U9 oder U10 Mannschaften von Bundesligisten ein paar Turniere mehr, als andere Vereine, aber auch diese verreisen 2-3mal im Jahr. Ein viel reisender Bundesligist auch nicht wirklich öfter als 10mal, und das heißt ja noch micht mal, dass stehts alle Kinder dabei sind. Zu Hallenturnieren reist doch niemand mit dem kompletten Kader.
    Außerdem spielen auch diese Teams Punktspele (in NRW Reviercuprunde) und Turniere vor der Haustür.
    Es stimmt allerdings schon, dass man als BuLi-Nachwuchs mehr unterwegs ist, als anderswo.


    Ein Stück unbeschwerte Kindheit nehmen? Naja, ich finde du übertreibst ein wenig. Auch diese Kinder gehen zu Geburtstagen von Freunden, ins Schwimmbad o.ä. In der Regel haben sie mindestens 2 komplette Nachmittage plus einen kompletten Wochenendtag fussballfrei (bei Punktspielen kommt ein weiterer halber Tag dazu). Der Unterschied zu einem fussballverückten "Normalo" ist nicht so groß.
    Und die Hausarbeiten in diesem Alter beanspruchen nun wirklich wenig Zeit.


    In meinen Augen ist ab U10/U11 der richtige Zeitpunkt, aber das begründe ich mit der schlecht en Talentprognose in diesen jungen Jahren, die selbst eine mittellange Verweildauer eher gering erscheinen läßt.
    Und hier bin ich ganz bei dir, vom 8jährigen zum Profi, die Chance ist mehr wenig.
    Aber ab U11 wird sie sich, in meinen Augen, in den kommenden Jahren stetig erhöhen.



    Zu den Stützpunkten:
    Auch ich habe deren Arbeit bisher eher als mittelmäßig wahrgenommen (vorsichtig formuliert). Gerade in Ballungsgebieten kann man genügend Diskussionsstoff finden.


    Abgesehen davon halten sich die meisten Stützpunkte, bzw. deren Trainer, nicht an ihre vorrangige Aufgabe. Dies gilt für alle Stützpunkte in NLZ-Nähe.
    Denn der DFB hat festgehalten, dass der Stützpunkt den Leistungszentren ZUARBEITEN soll. Dass heißt Spieler, die nicht den Sprung in ein NLZ geschafft haben, aufzufangen, oder wenn möglich, dieses Talent dem NLZ zuzuliefern. Ich habe allerdings häufig erlebt, dass gerade die Stützpunkttrainer den Wechsel zum lokalen NLZ hemmen, ihn erst frühstens zur C-Jugend empfehlen, und einen Wechsel geradezu ausreden. Dies geschieht aber meist aus EIgennutz, weil Talente des NLZ dann nicht mehr zum Stützpunkt /Kreisauswahl gehören. Aber die ganzen Stützpunkt/Kreisauswahl-Vergleiche machen mit diesen Talenten den Trainern natürlich mehr Spaß. Außerdem feiern sich einige hier sogar gerne (zumindest in ihrem Kreise), wenn sie so ein Turnier gewinnen.
    Eigentlich müssten die Trainer, das NLZ informieren, wenn sie ein außergwöhnliches Talent haben, ala:" Ich hab hier einen, den müsst euch mal angucken oder zum Probetraining einladen..."
    In ländlichen/bevölkerungsarmen Regionen mag das ganz anders aussehen.

    Da müsstest du schon genauer sagen, um welche Taktik es geht.


    Schon die komplette Technik unterliegt ja einem taktischen Zwang/Ziel, man spricht also in der Fachliteratur immer von technisch-taktischem Bereich, den technischen Bereich gibt es hier gar nicht.


    Aber davon abgesehen, kann man eigentlich alle Taktik spielerisch vermitteln. Kreativität in der Trainingsplanung und gutes Coach vorausgesetzt.


    Deshalb wirklich meine Frage, was meinst du genau? Individualtaktik defensiv, also wie verhalte ich mich, wenn der Gegner frontal/seitlich auf mich zu dribbelt oder mit dem Rücken zu mir steht?

    Ich meine mal gehört zu haben, dass der FIFA-Fairplay-Kodex sagt, dass man eben normal weiterspielen soll, um den Gegner nicht bloßzustellen.


    Für mich kommen nur 4 und 5 infrage.



    Ich hatte mal vor vielen Jahren einen Fall:
    Halle, Schulfussball ich hatte nur 5 Feldspieler und Torwart dabei, also nur einen Wechselspieler. Aufgrund des Fernbleibens einer Mannschaft meiner Gruppe, wurde in unserer Gruppe die Spielzeit erhöht (glaube verdoppelt).
    Meine Mannschaft war dem Gegner haushoch überlegen (am Ende deutlich zweistellig in ca 18min). Ich konnte nun ja keine schlechteren spielen lassen.
    Ich wurde nun von Zuschauern aufgefordert, mit einem Spieler weniger zu spielen, habe darauf aber nach kurzem Zögern nicht reagiert, weil ich es unsportlich dem Gegner gegenüber fand.
    Als der Schiedsrichter (oder das Kampfgericht, ich weiß es nicht mehr) nun einen Wechselfehler von mir gesehen haben wollte , der eine Zeitstrafe zur Folge hatte, habe ich mich dann ohne Murren gefügt. Die Dauer der Strafe wurde auch per Auge gestoppt und war dann auch ein wenig über 2 min, bis zum Ende des Spiel, was an unserer Überlegenheit aber nichts änderte.


    Meine Kinder fanden es aber gar nicht toll, dass sie grundlos "bestraft" wurden, und ich musste meine Passivität nach der, nennen wir sie fragwürden Zeitstrafe, noch kurz erklären. Schließlich haben sie sich nichts zu schule kommen lassen, wurden aber bestraft und ihre Spielzeit hat sich dadurch deutlich reduziert.

    Seid mir nicht böse, aber die letzten Beiträge gehen irgendwie am Thema vorbei.


    Torabschluß wird häufiger ausreichend geübt.


    Mir geht und ging es ganz expliziet umd den VOLLSPANNSTOß als Torschuß. Alles andere, wie Schlenzen, Ausgucken, Schieben etc. gehört auch zum Fussball dazu, ohne Frage, aber gerade die Vollspannstoßtechnik, ist später in meinen Augen eminent wichtig, wird aber wenig und absolut unzureichend geschult.



    Beherrscht ein Spieler die Vollspanntechnik gut, so versenkt dieser bei 10 Bällen aus 20Metern (ruhender Ball, Torwart im Tor) die Hälfte im Tor. Denn er kann hart UND plaziert mit dieser Technik schießen.
    Mit Schlenzen und Schieben geht bei einem guten Fänger kaum einer rein, die geminderte Geschwindigkeit läßt dem Torhüter ausreichend Zeit, auf den Ball zu reagieren, den Schritt zur Seite zu machen, und den Ball meist sogar locker zu erreichen, selbst sehr plazierte Bälle. Man könnte sogar sagen er köpft die Hälfe raus.



    Und wie oft kommt man im Männerfussball in die Situation 1gg1 auf den Torwart zu laufen, oder aus Nahdistanz zu schieben. Vor allem im Gegensatz zu Schußmöglichkeiten aus 17-25 Metern.
    Man muss die Vollspanntechnik so gut beherrschen, dass der Gegner einen aus ca. 22 Metern nicht schießen lassen kann, weil die Gefahr des Gegentores viel zu hoch ist.

    Aber gerade Bayer 04 scoutet sehr häufig in einem größeren Umkreis.


    So durfte ich mal ein E-Jugendturnier besuchen, auf dem (meines Wissens) nur Teams spielten, aus denen die neuen Bayer-Spieler zuvor rekrutiert worden waren.
    Und das waren nicht wenige.

    Das stimmt so. Da die meisten Buli erst ab U9 anfangen, haben nahezu ALLE Spieler vorher schon woanders gekickt. Leverkusen fängt mit der U8 an, aber trotzdem gilt das gleiche.
    Heutzutage fangen doch die meisten als U7, U6 oder gar noch früher an, im Verein Fussball zu spielen. Bei mir bieten die Vereine schon "Krabbelgruppen" für 3 und 4jährige an, weil die Nachfrage so groß ist.
    Da ist es es logisch, dass kaum ein Kind, den Bundesligisten als ersten Verein hat.

    Dass die Bundesligisten in der F-,E- und i.d.R. auch D-Jugend bei der Talentauswahl meist regional bleiben, stimmt, da will und wollte ich auch nichts anderes behaupten.
    Aber in einem Umkreis von ca.50 km sammeln sie alle Talente ein.
    In dem Artikel ging es ja auch, um einen regionalen Spieler eines Bundesligisten, der 30 min Anfahrtsweg im Berufsverkehr hatte.


    Ich will damit nur sagen, dass ALLE Bundesligisten, Spieler in diesem Alter holen. Vereine, wie Freiburg oder Hoffenheim, die erst ab U11/U12 anfangen, tun dies vor allem, wegen dem Standortnachteil, dass die Region nicht ergiebig genug ist, aber man eben noch nicht das Internat füllt.
    Wolfsburg hat ein ähnliches Problem, deshalb sind deren Kleinfeldmannschaften auch selten von übermäßigem Talent gesegnet. Hoffenheim und Wolfsburg "kaufen" deshalb, so ab U13, spätestens U15 viel von weit außerhalb ein.

    Folkao:


    Keine Ahnung, habe keine Lust das herauszusuchen. Sind eher wenige, das glaube ich auch.


    ABer die Tendenz, geht dahin, dass es immer mehr werden. In den U-Nationalteams geht diese Quote auf jeden Fall in den letzten Jahren stetig nach oben (Also es sind immer mehr Spieler Jugendnationalspieler, die schon in der E- oder D-Jugend bei Buli spielten) .


    Die momentan geringe Zahl hat einen logischen Grund:
    Die meisten Buli betreiben diese intensive, kostspielige und qualitative Ausbildung der Jugend erst seit einigen Jahren. Um also aktuell Profi zu sein, der in der D-Jugend schon hier spielte müssen mindestens 6 Jahre vergangen sein (E-Jugend 8).
    Aber viele (von Leverkusen mal abgesehen) betreiben diese Jugenarbeit kaum solange wirklich ernsthaft. Das gute Scouting etc. in den jungen Jahrgängen ist bei den meisten vielleicht seit 3-5 Jahren wirklich professionell.
    Eine Bilanz kann man also erst in einigen Jahren ziehen.



    Zu Werder Bremen:
    Sie haben Breitensport UND Leistungssport (wir der HSV):
    U9, U10, U11, ..., U19, U23 sind Leistungsmannschaften und hier wird genauso gearbeitet, wie bei anderen KLubs.
    Allerdings bieten sie Breitensport in E3, E4, D3, etc. an.

    @ L.M.


    Vielleicht selektieren sie UND bilden aus?


    Außerdem:


    Bayern München: Müller, Badstuber
    Leverkusen: Adler, Castro
    Schalke: Pander, Neuer
    HSV: Torun, Besic
    BVB: Sahin, Schmelzer
    Wolfsburg: o.k. keine Spieler, die eine ernste ROlle in der 1.Liga spielen
    Werder: Borowski, Hunt
    Stuttgart: Gomez, Khedira
    Hoffenheim: Terrazino, Gulde haben immerhin einige EInsätze gehabt, Jugendabteilung aber sehr jung
    Gladbach: Marin, Reus
    Köln: Podolski, Helmes
    Frankfurt: Jung, Kittel
    Mainz: Schürrle,Demirtas
    H 96: Rausch, Ernst, Asamoah
    Freiburg: Baumann, Toprak
    Nürnberg: Schäfer, Gündogan
    Lautern: Sippel, Fromlowitz,
    Pauli: fallen mir keine ein,


    Ohne im Internet zu suchen, habe ich für jeden Bundesligisten problemlos 2 (ich habe mich auf diese Zahl beschränkt) Spieler gefunden, die in den letzten Jahren aus der eigenen Jugend ins Profitum kamen, und dabei nicht nur einen "deutschen Platz" belegen.
    Bei vielen Vereinen lassen sich ohne Nachdenken noch deutlich mehr aufzählen, und darüber hinaus gibt es ja noch zusätzlich die SPieler, die bei anderen Vereinen, auch in der 2.oder3. Liga Profis wurden.


    Bis auf Wolfsburg, Pauli und mit Abstrichen HSV und Hoffenheim, ist auch diese AUssage von dir absoluter Quatsch.

    Sorry, aber das was du schreibst ist einfach Quatsch.


    Die KLeinfeldtrainer bekommen Honorare, die meist nicht besonders hoch sind. Davon leben kann eigentlich niemand, viele sind ja auch Studenten, oder machen das neben dem Beruf. Hauptamtlich sind nur die Trainer in den höheren Gefilden.


    Und nach (Turnier-)siegen bezahlt werden, absoluter Blödsinn, das muss ich so deutlich sagen.


    Die größten und stärksten raussuchen, und man ist immer vorne mit dabei? Klar so einfach ist das, kann eigentlich jeder.
    Und bei Turnieren, wo nun 25 Profiklubs sind? Die haben doch alle einfach nur die größten und stärksten, wer hat denn dann hier "Erfolg"?


    Und stell dir vor, auch die Kinder der Bundesligisten spielen in ihrer Freizeit ständig Fussball, knödeln etc. regelmäßig in den Schulpausen. Auch Geburtstagsfeiern werden durchaus in Soccerhallen gefeiert. Man könnte glauben sie haben sogar Spaß an dem Sport.
    Die spielen ein langes Turnier, und nach dem Umziehen vor oder nach der Siegerehrung knödeln die trotzdem noch, bis sie zum Bahnhof/Flugahfen o.ä. abfahren.

    Hier zwei Links die von Leuten geschrieben wurden, die sich mit Talentförderung intensiv beschäftigen.
    Udo Bassemir FC Bayern München: http://www.fcbayern.t-com.de/m…aften/mainpost_150306.pdf


    Sehr empfehlenswert ist auch sein Buch: Kreativ offensiv Fußball spielen Hier beschreibt er sehr genau, warum man Talente so lange wie möglich in ihrer Heimat Region belassen soll.


    Und von jemanden der wieder an der Basis arbeitet.
    Eberhardt Ziemke ehemaliger Jugendnationaltrainer und jetziger Kreisauswahltrainer E-Jugend: http://www.kfv-neumuenster.de/cms15/index.php?option=com_docman&task=doc_download&gid=556

    Und deshalb holt Bayern einen Spieler (Marco Friedl,98er Jahrgang mittlerweile also U13) zur U10 Saison, der in Österreich wohnt (und dort wohnen geblieben ist) und 150km einfache Strecke zum Training fährt.
    Kannst den Namen ja mal googlen.