Beiträge von Sir Alex

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    Ich habe es ja schon einmal geschrieben und Folkaos Bericht trifft ganz genau meine Meinung.


    Es geht nicht um klares Umflexen etc. . Aber Spielen ohne Schieri führt zu sehr unsauberen Spiel (Halten, Schubsen, etc.). Und das ist nicht nur ärgerlich, sondern vor allem kontraproduktiv, wenn man die Ausbildung der Spieler als vordergründiges Ziel sieht. Denn wenn man Zweikämpfe mit sauberen Mitteln führt, hat man gegen unsauber spielende Kinder meist das Nachsehen, was über kurz oder lang dazu führt, dass man selber unsauberer wird.


    In der Minis und U8 spielt das keine Rolle, hier hällt kaum einer fest, wenn wirklich mal geschubst wird, dann extrem plump, hier lasst sie ohne Scheiri spielen, aber ab U9 fängt das Schubsen und Halten an.



    Ich spiele Freundschaftsspiele (und ich mache viele davon) fast immer ohne Schieri, nehme dabei aber jedes Mal in Kauf, das der Gegner schubst und am Trikot zieht, und das Spiel weiterläuft. Selbst in Freundschaftsspielen ärgert mich das eigentlich, aber meine Spieler verbessern sich wenigstens im Punkt Durchsetzungsvermögen, da sie sich auch in unsauberen Zweikämpfen behaupten müssen.
    Wenn das jetzt bei Turnieren und Punktspielen auch noch so wäre, wie soll ich meinen Spielern dann das harte aber faire Spiele vermitteln, wenn Festhalten, Schubsen etc. NIE Konsequenzen hat.

    Andre, selbst wenn deine Interpretation bezüglich der F-jugend richtig ist, so würde das darauf basierend bedeuten, dass in der E-Jugend freies Spielen absolut nicht mehr gewollt ist. Denn dort steht es nicht mit einer Silbe, im Gegenteil, das Wort frei ist ersatzlos gestrichen.


    Ausgangspunkt dieser Diskussion war immer eine E-Jugend. Sowohl in diesem Thread, als auch in dem "Zurückrennen-erwünscht"-Thread.



    Da ich, bei fast allen Inhalten, schon immer der Meinung war, dass das DFB-Konzept ein wenig zu langsam ist, passt das für mich wunderbar.
    In den Minis (eventuell U8) halte ich freies Spielen auch für absolut angemessen.
    Aber für U9/U10 sollte man in der E-Jugend suchen, etc.
    Und meine Auffassung hat nur damit etwas zu tun, dass ich zu der Erkenntnis gelangt bin, das U7 und U8 Spieler entwicklungsmäßig nahe beieinander liegen (auf allen Gebieten, nicht nur Fussball), U9 und und U10, genauso wie, U11 und U12.
    Deshalb wäre es ratsam, die Altersklassen neu einzuteilen, so, wie sie es übriegens in Wien gemacht haben. (U19 wurde abgeschafft, gehören zu den Männern, U17/18 ist A-Jugend, etc.) Aber das ist erstens ne andere Diskussion, und zweitens wird so eine Änderung eh Ewigkeiten dauern, selbst wenn die Meinung unstrittig wäre.



    Aber Andre, Ausgangspunkt war eine E-Jugend, und du hast auch hier permanent gesagt, in der E-Jugend nur "freies Spielen", stütze doch bitte diese Kernaussage mit Quellen.

    So,
    Dirk schreibt fogendes:
    LE 3: Probleme des heutigen Vereinstraining


    zu viel Üben zu wenig Spielen


    Das sehe ich ganz genauso, i.d.R. wird zu viel in Übungsformen trainiert bzw. die Spielformen kommen zu kurz.


    Aber, ich ziehe daraus andere Schlüsse, als Andre, ich interpretiere dies wie folgt, an Beispielen erklärt:
    Trainingsgruppe z.B. eine U9:


    Beispiel 1) 2 Mannschaften spielen gegeneinander, es gibt die Regel "mindestens 3 Ballkontakte"
    Durch diese Provokationsregel, trainiere ich die Technik Ballan- und mitnahme in einer Spielform. Selbst beim völligen Verzicht aufs Coaching treffe ich (bei angemessener Spielfeldgröße) genau den Trainingsschwerpunkt.
    Die Kinder spielen auch hier selbstständig, den Spaßfaktor dieser Übung empfinden die Kinder ähnlich dem freien Spiel (ich habe sogar die Erfahrung gemacht, dass Provokationsregeln oder -spielfeldgrößen den Kindern sogar mehr Freude bereiten als das freie Spiel, (zumindest ab U9)


    Beispiel 2) Ich teile ein Spielfeld in z.B. drei Zonen, das Errecihen der nächsten Zone ist nur durch Dribbling möglich.
    Bei richtiger Wahl der Spielfeldgröße/Mannschaftsstärke treffe ich hierbei den Schwerpunkt 1gg1.



    Mein Fussballverstand läßt mich nicht erkennen, warum ich diese Methoden nicht vielfältig einsetzten sollte, um Traingsschwerpunkte der Alterklasse (1gg1 und Ballan und -mitnahme sind wohl unstrittige Schwerpunkte in der F- und E-Jugend) z.B. im technischen Bereich zu verbessern.
    Anstatt 60 min Aufwärmen und Übungen plus 30 min freies Spiel, bevorzuge ich 20-40min Aufwärmen und Übungsformen plus Spielformen verschiedenster Art plus 10-15 min freies Spiel ( auch mal gar nicht) bei einer 90 min Einheit.
    Die Aktivität in Spielformen ist bei letzterem deutlich höher, wenngleich das freie Spielen weniger ist oder ganz fehlt.
    Und meine Erfahrung zeigt mir, dass Lernfaktor und Spaß bei zweitem höher sind.


    Gerade bei der Trainingsgestaltung in Spielformen zeigt sich doch ein deutlicher Unterschied in der Qualität der Trainer. Die Spielformen kann man aus dem Internet suchen, das Spiel kommt immer zum laufen, aber den Schwerpunkt treffe ich nur dann, wenn ich Spielfeldgröße etc. optimal wähle bzw. auf dem Spielfeld erkenne, wie ich den Aufbau verbessern muss, damit die Schwerpunkte getroffen werden.



    Ich interpretiere das DFB-Konzept so, dass eben solche Spielformen in großem Umfang gefordert werden. Ich finde auch kein schlüssiges Argument dagegen, Andres Argument des eigenständigen Suchen und Finden von Lösungen wird ja hierbei genauso Rechnung getragen.



    Und noch etwas:
    In der Trainerausbildung sind bei der Lehrprobe die entscheidenen Faktoren die Umsetzung des Inhalts (d.h. Korrekturen im Übungsablauf etc. um den Schwerpunkt zu treffen) und das Coaching. Ich denke schon dass Coaching, also das Feedback für die Kinder eine hohe Relevanz hat, man sollte also nicht zu viel Zeit zulassen, in der man dem Kindern Feedback vorenthält. Noch dazu, wo man in einer freien Spielform ja eh nicht alle Kinder hinreichend coachen kann.
    Das man in der F-Jugend im Wettkampf auf das (übertriebene Coachen) verzichtet, will ich hier gar nicht diskutieren.



    P.S.: Viele Stimmen fordern, dass die besten Trainer zu den jüngsten Kindern müssen. Wenn dieser dann aber eh nur den kleinen beim Kicken zusieht (ist ja überwiegend freies Spiel), dann macht das für mich keinen Sinn, das kann Tante Gerda genauso gut.

    Klar, dass jeder gute Trainer die Ausbildung und den Spaß im Blick haben sollte.
    Ich bin allerdings der Meinung, dass es nicht immer klappt, alle Ziele gleichrangig zu behandeln.
    Daher geht man zwangsläufig Kompromisse in die eine oder andere Richtung ein.

    Da bekommst du von mir ein entschiedenes nein.
    Man kann Ausbildung und Freude (ich finde diesen Begriff deutlich treffender als Spaß, weil oft Spaß eben als Gegensatz zu leistungsorientiert interpretiert wird) beides maximal fördern.
    Ich sehe hier ganz deutlich keine Notwendigkeit von Kompromissen in eine Richtung.

    Die hier in diesem Zusammenhang benannte Übung ist sicherlich kein Beinbruch. Dennoch stellt die Ansicht, dass das Vorgeben zum Zurückkommen an die geschlossene Mannschaft einer E Mannschaftstaktik ist oder ebend nicht, ist eine sehr wichtige Frage, denn genau hierüber definieren sich viele andere Dinge die Trainer für sich zur Legitimation auslegen.

    Andre:
    Geschlossenes Zurückkommen einer Mannschaft ist etwas anderes als die Einforderung an alle Spielerr einer Mannschaft, dass sie zurückkommen sollen.
    Geschlossenheit beinhaltet eine "Absprache", eine Organisation, eine Orientierung an Mitspielern. Klar dann ist es Mannschaftstaktik.
    Aber dieser kleine Zusatz "geschlossen" ist von dir, ändert aber den Inhalt gravierend. Alle anderen stellen nur individuelle Anforderungen an alle Spieler. Dabei muss nicht geschaut werden, wo sind meine Mitspieler, wo sind Lücken, etc. .



    Wenn du deinem DFB-Stützpunktkoordinator die Frage so formuliert hast, klar, dann kann man von Mannschaftstaktik sprechen.
    Die Anzahl der möglichen Fehlerquellen bei deinem Gespräch ist so hoch (man bedenke deine teilweise haarsträubenden Interpretationsfehler hier im Forum) , dass ich mir wünschen würde, dass du eine schriftliche Anfrage und schrifliche Antwort als Nachweis hättest.
    Aber da es mir, scheinbar im Gegensatz zu dir, nicht um Recht haben oder nicht, sondern um die Sache, den Inhalt geht, ist mir das auch wieder nicht so wichtig.

    Eben, und die Forderung an einen E-Jugendspieler, dass er zurückrennen mag, ist also keine Gruppentaktik, damit erst recht keine Mannschaftstaktik, sondern Individualtaktik, also auch gemäß des DFBKonzeptes Lernziel in der E-Jugend.


    Denn es erfolgt keine abgestimmte Handlung von zwei oder mehreren Spielern, die für die Gruppentaktik nötig sind. (Für Mannschaftstaktik wäre die abgestimmte Handlung aller Spieler notwendig).




    Komisch, sonst klappt das mit den PNs. Vielleicht kannst du es später/morgen nochmal versuchen.
    Ich könnte mir jetzt mühselig alle Namen raussuchen, und dann überlegen, welchen Grund es geben könnte, den Namen nicht zu publizieren, weil mir jetzt spontan kein Grund einfallen will. Es ist ja wohl, ein offizielles Statement, das dieser im Namen des DFB getätigt hat.

    Es hat IMMER nur ein Spieler den Ball, also ist dein Punkt 2 inhaltlich irrelevant. (maximal, manchmal auch keiner)



    Habe den Link kurz überflogen, wenn du den meinst, der auf Soccerdrills verweist. http://www.soccerdrills.de/Theorie/taktik.html
    dazu
    1) Ist es nicht wissenschaftlich. Ich will die Seite nicht schmälern, aber sie als Quelle absoluter Wahrheit zu benutzen, naja...
    2) Auch da habe ich beim Überfliegen nicht herauslesen können, wo meine Interpretation ganz offensichtlich nicht greift. Ich mag ja daneben liegen, aber dann belehre mich bitte richtig.


    Ach:
    Dort steht unter Gruppentaktik:
    Die GruppenTaktik beschreibt die abgestimmte Handlung von mindestens zwei Spielern im Angriff oder in der Verteidigung.
    Ich habe es dir mal fett unterlegt. Wo ist bei der Aufforderung an jeden einzelnen, dass er zurücklaufen möge bitte schön die abgestimmte Handlung von mindestens zwei Spielern?



    Und, eventuell habe ich es überlesen, dann entschuldige:
    Wer ist den dein Guru vom DFB? Kannst du den Namen der Person mal nennen, das kann doch offen publiziert werden.

    Ich gebe ehrlich zu, dass ich mir die langen Postings nicht komplett durchgelesen habe.
    Eigentlich will ich mich an der Diskussion auch nicht beteiligen, aber eins muss ich beisteuern:


    Für mich ist die Forderung, dass alle mit nach hinten rennen sollen Individualtaktik. Da ich keine Laufwege, oder gar Laufwege die auf Mitspieler abgestimmt sind, angebe, ist es für mich Individualtaktik.
    Ich fordere etwas zwar von jedem ein, aber einzeln und individuell.
    Gruppentaktik ist es erst, wenn ich den Spielern erkläre, wie sie den Ball erobern können, wenn sie zu mehreren beim Ballführenden sind.
    Trotz der Tatsache, dass alle nach hinten rennen, kommt es doch in der F- oder E-Jugend trotzdem meist nur zu defensiven 1gg1-Situationen, nur in schnellerer Abfolge hintereinander, da der Angreifer schneller/häufiger einen Gegner vor/neben sich hat.
    Also ich habe selten gesehen (auch bei den ehrgeizigsten Trainern), dass ein Spieler den ballführenden zu seinem Mitspieler "getrieben" hat, damit diese dann im Verbund den Ball erobern können.
    Ich habe das auch eigentlich nie, irgendeinen Trainer so verbalisieren hören, weder auf dem Platz noch sonstwo.
    Ganz ehrlich, dazu fehlt den meisten Trainern dieser Alterklassen schon die Fachkompetenz, für die meisten Kleinfeldtrainer ist Taktik doch ein Buch mit sieben Siegeln.


    Ich fordere doch auch alle auf zu dribbeln (bis auf den Torhüter), hier würde doch auch keiner von Gruppentaktik oder gar Mannschaftstaktik sprechen. In diesem Punkt herrscht doch Konsenz darüber, dass es Individualtaktik ist.





    P.S.: Andre, ich habe es schon einmal in einem anderen Thread erklärt. "Den Raum decken" tut im Fussball niemand, Raumdeckung gibt es im Basketball (auch Zonenverteidigung genannt), wo Spieler wirklich den Raum decken, und sich nicht/kaum zum Ball verschieben.
    Im Fussball unterscheidet man zwischen Manndeckung und einer ballorientierten Verteidigung, die man als Mischform von Manndeckung und Raumverteidigung sehen kann. Aber auch hier decken Spieler den Mann, halt jenen, welcher sich in ihrer unmittelbaren Nähe befindet. (Man läuft diesem nicht über das ganze Spielfeld hinterher). Außerdem verschiebt die ganze Mannschaft zum Ball, damit die Wege zu den Gegenspielern kürzer werden, und auch damit ein "Decken" des Gegners auch zu zweit/zu dritt erfolgen kann, wenn er denn den Ball hat.

    @ Dirk Coerverfan:


    Ich habe jetzt auch keine Lust und Zeit, verschiedene alte Threads zu durchforsten. Auf diesen : Von einem, der auszog, um Profi zu werden... hatte ich dich aber oben bereits aufmerksam gemacht. Dort habe ich auch zu einigen Aussagen von dir Stellung bezogen.


    Deshalb ergänze ich es um fogendes, dass ich nicht ausreichend kommentiert hatte:


    Zitat von dir aus genannten Thread:
    "Ohne zu wissen wie es jetzt, im Jahre 2010, genau aussieht, da sich beim
    HSV das Personalkarussel im Leistungszentrum immer schneller dreht,
    eine kleine wahre Begebenheit.


    Vor 2 Jahren durften 2 meiner Vereinsspieler über eine Gastspielberechtigung beim HSV mitspielen.


    Sie haben eine halbe Saison in der U11, bzw. U10 des HSV mitgekickt.


    Es waren 8 große Wochenendreisen im halben Jahr.


    Was aus meiner Sicht aber viel schlimmer als die Reisetätigkeit wiegt,
    ist die Tatsache das diese Reisen für das Leistungszentrum richtig viel
    Geld kosten. Schätzungsweise kostet so eine 3 tägige Tour dem
    Leistungszentrum zwischen 1500 und 3000 Euro.


    Somit stehen die Trainer unter einem enormen Erfolgsdruck. Als wir die
    Jungs nach solch einer Tour abholten, stand einer der Funktionäre direkt
    an der Bustür und fragte den Trainer sofort nach der Platzierung.


    Über den erreichten 8.Platz war er so sauer, dass er den Trainern nicht einmal die Hand gab."


    1.) Ganz sicher kostet so eine Reise ein Leistungszentrum KEINE 1500 bis 3000 Euro !!!
    Der Verein bekommt vom Veranstalter die Unterbringung bezahlt, und außerdem einen Fahrtkostenzuschuß oder gar die komplette Übernahme der Reisekosten (Bahntickets, etc.).
    Mal davon abgesehen, dass die Reisekosten selbst sicherlich nicht einmal solche Kosten verursachen. Bahntickets für 10-12 Kinder und 2 Trainer kosten dreistellige Beträge (bahn.de) und auch Kleinbusse mieten kostet nicht so viel, Flugtickets kosten auch maximal knapp über 1000 Euro, wenn man rechtzeitig bucht, und in und um Deutschland bleibt.


    Mich würde hier mal wirklich interessieren, wie du zu deinen "Fakten" kommst?


    2) Die Trainer des HSV in der U10 und U11 stehen ganz sicher nicht unter dem Erfolgsdruck, den du hier aufzeigst. Dann würden die Trainer dieser Altersklassen beim HSV eine kurze Verweildauer haben, da der HSV dort selten mit besseren Plazierungen aufwarten kann.
    Die forderen Plätze machen stets BVB. Schalke, Leverkusen, Hertha, Bayern, Stuttgart oder mit Abstrichen Karlsruhe, 1860, Frankfurt oder Köln unter sich aus. (eventuell unvollständige Angabe).


    3) Und dann würde mich schon stark interessieren, wie du auf die Idee kommst, ein Funktionär hätte aufgrund der Plazierung den Handschlag verweigert? Warst du dabei?
    Wenn Mannschaften nach einem Reisewochenende die Heimat erreichen, werden die in den seltensten Fällen (bei uns nie), von einem Funktionär emfangen! Soll der alle Mannschaften, die unterwegs sind begrüßen? Und das am Sonntagabend, weil dann ja die meisten Mannschaften ankommen?
    Das kann ich nicht glauben.
    Ich vermute, du hast deine Infos vom Hörensagen, also von einem Elternteil eines deiner Spieler, dass auf diesem Turnier nicht überzeugen konnte und nicht vom HSV genommen wurde. Ist eine reine Spekulation von mir, aber solche Meinungsfindungprozesse bezüglich NLZs habe ich schon viele erlebt.


    Ich habe übriegens HSV-Jugendtrainer darauf angesprochen, wie groß ihr Ergebnisdruck ist, und stütze meine Aussage auf deren Antworten.




    Zu deinem Argumentationsstrang "Vor U15 zum NLZ wechseln ist Schwachsinn, "gute Berater" sagen dies, habe ich in obigem Thread Stellung bezogen und die gegenteilige Entwicklung aufgezeigt.


    Wer sind deine "guten Berater"?
    Was macht sie zu guten Beratern?
    Welcher Spieler(der unter 23 Jahren ist) hat es zum Erstligaprofi geschafft, obwohl er erst nach der C-Jugend in ein NLZ gewechselt ist? Wer hat es zum N11-Spieler geschafft?
    Die Quote ist extrem gering, ich habe dir eine kleine Auflistung (N11-Spieler unter 24, siehe Thread oben) gemacht, da die Erkenntnis ganz deutlich ist, dass es heutzutage kaum noch möglich ist, Profi zu werden, wenn man erst so spät wechselt.



    Ist jetzt off-topic und ich habe nur wenig "Fakten" von dir verwendet. Diese zeigen allerdings deutlich auf, das du Dinge verbal gut verpackt als Fakten und Wahrheiten verkaufst, die so nicht haltbar sind. Stammtischparolen eines Trainers, der sich gegenüber Leistungszentren profilieren muss.
    Habe ich bei mir auch, dass gerade die Trainer/Vereine, die gute Mannschaften beisammen haben, extreme Stimmung gegen die NLZ machen, eigentlich nur aus dem Grund, damit sie ihre guten Spieler bei sich halten können, um ihr persönliches Ego (entweder über Ergebnisse oder über das Propagieren der besten Ausbildung) zu befriedigen. Das alles basierend auf Unwahrheiten und Gerüchten.

    Natürlich kannst du deine Mannschaft hochmelden.
    Für die Entwicklung deiner Spieler wird es wahrscheinlich sogar förderlich sein.



    Das einzige Problem an deiner Hochmeldung könnte folgenes sein:


    Euer Verein kann keine E2, E3 oder E4 melden, ohne eine E1 im Spielbetrieb zu haben. Zumindest ist das in vielen Landesverbänden so, ich kenne jetzt nicht speziell eure Ordnung in Schleswig-Holstein.
    Ihr müsstest dann in der E-Jugend auch igrendwie verschieben, so dass ihr keine Mannschaft auslaßt.
    In wieweit dies dann für die E-Jugendmannschaften problematisch (überfordernd) ist, muss dann der Verein entscheiden.

    Also ich denke, er sollte da auf jeden Fall hingehen, da der Junge dies ja scheibbar will. Da kann man doch jetzt nicht als Elternteil sagen: "pustekuchen, du gehst nicht zu diesem Training!"


    Andre, ich denke die Kinder stehen im Mittelpunkt!


    CaMa, da du den eventuell anwesenden Profi ansprichst handelt es sich wahrscheinlich um einen Profiverein. Da kann so ein Sichtungstraining schon ein Event sein, bei dem noch ein wenig Drumhereum geboten wird. Das kann man doch wahrnehmen, selbst wenn man gar nicht vor hat zu wechseln.
    Allerdings, würde ich dein Kind darauf vorbereiten, dass es eventuell nicht gut genug ist. Ihm also vorher klarmachen, dass davon die Welt nicht untergeht, du ihn trotzdem liebst, auf ihn stolz bist, und das der Heimatverein doch eine spaßbringende, gute Adresse für ihn ist.


    Ob man dann bei positiver Rückmeldung des Vereins dorthin wechselt, kann man dann immernoch, soweit es geht gemeinsam mit dem Kind, entscheiden.



    @ Andre
    Nur weil ein Trainer Spieler sichtet, muss er doch nicht zwangsläufig außschließlich gewinndenkend ausbilden.
    Mag sein, aber es gibt sicherlich noch viele andere Gründe, für homogene Mannschaften auf hohem Niveau. Mitunter sind diese Trainer weniger ergebnisdenkend, als "Dorftrainer".



    CaMa
    Wenn du gezielte Fragen hast, eventuell bereit bist, mir genauere Angaben zu dem Verein zu machen kannst du mir ne PM schreiben, ich gebe dir ne persönliche Antwort, Empfehlung, was möglich oder sinnvoll sein könnte.
    Ja Andre, ich habe auch schon Spieler für meine U9 von anderen Vereinen geholt. Ich bin der Meinung, dass es in dieser Problematik Pros und Contras gibt, eine allgemeine Aussage kann man hier schwer treffen.

    Also Andre,


    jetzt muss ich doch noch mal.


    Diskussionen mit dir, gelingen aus meiner Sicht aus 2 Gründen überhaupt nicht. Das hat überhaupt nichts mit verschiedenen Meinungen/Ansichten zu tun, sondern hat folgene Gründe:


    1) Du interpretierst Beiträge bzw. Inhalte, so wie du willst. Scheinbar spielen dabei erstens deine Meinung zur Person eine Rolle, und zweitens "wie-passt-es-am-besten-in-die-eigene-Argumentationskette.


    Um aber sachlich zu diskutieren, sollte man seine Wahrnehmung nicht (nur gering) durch das eigenene Werte- oder Bezugssystem trüben lassen. Man muss schon auf die Inhalte zurückgreifen, die der Verfasser auch tatsächlich geschrieben hat.
    Beispiele: Vor ca. einem halben Jahr, du erachtest mich als einen von der guten Seite, hast du meine Kommentare stets positiv gesehen etc., mittlerweile (ich habe mich inhaltlich sicherlich nicht wesentlich geändert), siehst du in vergelichbaren Aussagen von mir immer den Hochverrat am Kinderfussball. Dirk kann schreiben, was er will, du interpretierst es so, dass es in dein Raster passt.
    (In anderen Bereichen als dem Sport, ist so ein "blindes" interpretieren und werten bedenklich aufzufassen.
    Du antwortest dann auf Aussagen, die so überhaupt nicht getätigt wurden, und wahrscheinlich auch nicht so gemeint waren, wie du sie interpretierst.



    aktuelles Beispiel:
    Wer hat hier in diesem Thread, bei dieser Thematik von Manndeckung gesprochen?
    Hiermit bitte ich dich erneut, dies mit einem Zitat zu belegen!

    Zu den Zielen des DFB, "Tore schießen und Tore verhindern" in der E-Jugend und F-Jugend:
    Ich habe auch nirgens erwähnt, dass ich Mannschaftstaktik in der E- oder gar F-Jugend für gut befinde oder selbst praktiziere!!!


    Du schreibst selbst, dass du die Ziele des DFB in der E-Jugend interpretierst, als freies Spiel !!!
    Kannst du gerne so machen, aber es ist eben eine Interpretation und es mag auch andere Möglichkeiten geben, diesen Halbsatz zu interpretieren. Ganz offensichtlich sogar, wie dir Folkao und Don Quijote ja aufzeigten.



    2) Du bringst mir zu viel Emotionalität in deine Beiträge. Es passiert dir mitunter, dass du die sachliche Ebene verläßt und in die persönliche abdriftest. Aber, sei mir nicht böse, das sollte bei einer sachlichen Diskussion NIE passieren. (Bei Gunter Gräfe oder Paul Breitner z.B.) habe ich, ganz gleich zu welchen Thema nie Emotionalität in ihren Statements gefunden. Sie bleiben stets sachlich, und das macht die Beiträge und Diskussionen lesenswert, ganz gleich, welche Meinung man selbst zu der Thematik hat.


    Ich habe in meinem Umfeld auch Trainer, die schnell emotional oder persönlich reagieren, wenn es um sachlcihe Diskussionen geht, bei denen jemand eine andere Meinung fundiert vertritt. Diesen Personen geht es leider meist nicht um die Sache, sondern um persönliche Befindlichkeiten, das eigene Ego.
    Manch ein Trainer definiert sein Ego über Ergebnisse, manch anderer über seine Philosophie als Dogma und einzig Wahres. (Wird verloren, liegt es immer an der Erfolgsbessenenheit oder ergebnisorientierten Ausbildung des Gegenübers; solche Trainer "philosophieren" auch gerne mit Gleichdenkenden um klopfen sich gegenseitig auf die Schulter, wie toll sie doch sind/ausbilden. Anders denkende sind völlig inkompetent, man kann sich nicht mal Kleinigkeiten abgucken.) Für mich ähndeln sich diese beiden Trainertypen, weil es beiden mehr um das eigene Ego geht, als um die optimale Ausbildung, bzw. die stetige Verbesserung der eigenen Sachkompetenz.


    Und bei solch einer Herangehensweise an Philosophien und Ausbildung im Fussball, wird man sich als Trainer nie weiterentwickeln. Die bestmögliche Weiterentwicklung der eigenen Kompetenz sollte doch aber genau der Grund für sachliche Diskusionen sein.
    Zumindest ist es mein Antrieb.

    Zu propagieren...sie müssen zurückkommen und geschlossen jeder an seinen Mann gehen ist Nonsens für die angesprochene Altersgruppe oder irren die sich auf der Seite des Dfb ?

    So Andre, ich will auf dein Statement nicht großartig eingehen, aber:


    Wer hier in diesem Thread spricht von geschlossen jeder an seinen Mann gehen ?
    Da du hier von anderen Teilnehmern mehrmals explizit darauf angesprochen wurdest, du dies aber stetig wiederholst, will ich jetzt nen Zitat von dir haben !!!


    Und in den angebenen Ziele deinerseits, kann man so viel hereinlesen, also wirklich exakt sind diese ja nun nicht. Folkao hat doch bereits aufgezeigt, das sich dort viele verschiedene Meinung wiederfinden, warum sollte ich das nochmals erwähnen. "Vermittlung der Spielidee...Tore verhindern", da kann man schon das Zurückrennen reininterpretieren, oder?


    Mal ganz abgesehen davon, dass ich schon oft erwähnt habe, dass ich die DFB-Philosophie nicht als Dogma (grundsätzlich keine Philosophie) sehe, aus verschiedenen Gründen, die ich schon ausführlich dargelegt habe. Einer, den ich glaube Paul Breitner oder Gunther Gräfe sehr gut aufzeigten, ist, dass es dem DFB in seinem Konzept um die quantitative Talentförderung (-erhaltung) geht, nicht um die qualitative, die dann den NLZ obliegt.



    Nochmal, das Spiel nach Regeln, ist bereits Taktik. Wenn du dich an deine eigenen Vorgaben hälst, dürfte es bei dir keine vorgegeben Regeln, z.B. Foulspiel, Ausball, etc. geben.



    Und zu dem anderen:
    Mir in die Karten schauen? Ich weiß nicht, was du willst. Wo bin ich nicht offen hier im Forum? Ich sage doch ganz genau, wie ich was handhabe, und wie meine Meinung zu bestimmten Themen ist. In die Karten schauen, hätte ja etwas von verstellen, jemanden hinter das Licht führen, in wie weit trifft das auf mich zu?


    Zu Dirk habe ich alles gesagt, ich sehe die Coerver-Methode halt kritisch, veraltet, danach argumentiere ich. Ich kann aber seine Meinung tolerieren, nur deshalb ändere ich meine Meinung nicht, ganz gleich, wie eloquent oder redegewandt er daher kommt, letzlich schaue ich nur auf Inhalte.
    Dass er aber Unwahrheiten als Fakten darstellt (z.B. in oben gezeigtem Thread), das gehört sich nicht, zumindest für mein Empfinden.

    @ Dirk

    Da du ja wahrscheinlich mich mit deiner Kritik meinst, muss ich doch etwas erwidern.


    Plötzlich geht es dir nicht mehr um Methodik, sondern um Pädagogik, o.k. in meinen Augen hast du ja gerade die Methodik (Coerver) stets in den Vordergrund gerückt.


    Deshalb ein Satz zu meiner Person:
    Ich arbeite als Pädagoge, und habe dies einige Jahre an der Universität vermittelt bekommen. Ich habe also eine päd Vorbildung, sogar Ausbildung.


    Dass du nicht mehr im Forum aktiv bist, habe ich auch (trotz meiner geringen Präsenz hier) bemerkt. Ich vermute aber es liegt eher daran, dass ich einige Aussagen, die du getroffen hast, und als Wahrheiten vermittelt hast, teilweise mit Quellen untermauert widerlegen konnte. Du bist darauf ja auch nicht mehr eingegangen. (Dazu gehörten auch die afrikanischen Kicker, die du sehr wohl als Untermauerung von der Qualität der Coerver-Philosophie herangezogen hat, und nicht mit Altersstarsinn Wiel Coervers o.ä.)


    Einiges kann man sehr gut hier ( Von einem, der auszog, um Profi zu werden... ) nachlesen. Z.B. deine Aussagen darüber, wann man am besten in die Leistungszentren wechseln sollte.
    Und ich habe noch nicht mal alle deine Unwahrheiten zerlegt, z.B. auf die HSV-Geschichte des Erfolgsdrucks und deiner Geschichte dazu etc., Seite 3, diesen Quatsch habe ich gar nicht kommentiert..



    Dass du dann in benannten Thread auf meine Fakten gar nicht mehr eingegangen bist, nun gut, ich denke es hat eher etwas damit zu tun, dass dir Glaubwürdigkeit ( und die gilt ja themenübergreifend) verloren gegangen ist, und du nun Argumente auch untermauern musst. Wirf anderen also keine Scheinargumentation vor, wenn man Unwahrheiten als Fakten verkaufen will.


    Sei es, wie es ist, meinetwegen kannst du gerne andere Ansichten von Fussball haben, sie aber als alleinige Wahrheit zu präsentieren, und dann entweder mit unwahren Aussagen oder dem Totschlargument (" wer Coerver nicht im Detail kennt, also Geld in die Ausbildung zum Coerver-Coach" investiert hat, kann sich darüber nicht qualitativ äußern, und Betriebsgeheimisse werden nicht preisgegeben") das kann ich dann so dann nicht stehen lassen.


    Und jetzt auf die "ihr-habt-keine-pädagogische-Ahnung-aber-ich-schon-Schiene" zu kommen, naja du siehst, das funzt auch nicht, ich finde es sogar peinlich.
    Ich könnte die Frage ja gerne zurückgeben, welche päd. Ausbildung du denn genossen hast?, aber wirklich interessieren tut es mich nicht, weil es mir eher um die Inhalte eines Beitrages geht, (gerne mit Quellennachweis, wie esDon Quijote und Folkao hervorragend gemacht haben)und nicht darum, wer sie getätigt hat.



    So, war ziemlich off-topic, aber ich denke ich war von Dirk mehr als indirekt "angesprochen" worden.

    Andre, also
    1) bist du auf den zweiten Teil meines letzten Statement gar nicht eingegangen, du hast den Teil, der sich sachlich mit dem Thema beschäftigte gar nicht bearbeitet. Du kannst also gar keine sachliche Ebene verlassen, da dein ganzer Post nur rechtfertigungen der eigene person und polemik enthielten.

    Sorry, ....wir kommen da wohl nicht auf einen Nenner. Interessant wäre mal, deine Jungs in der B gegen die von Dirk antreten zu lassen. Ich fürchte ich wüßte schon, wer was auf den Hintern bekäme, sorry.



    Also ich Theoretiker und was bist Du....ich könnte dir da einige Begrifflichkeiten anbieten die mir da so gerade sporadisch für deine Einstellung einfallen, dabei belasse ich es mal besser, um die sachliche Ebene nicht zu verlassen.

    2) Meine Jungs in der B-Jugend gegen die von Dirk antreten lassen???
    Diese Zeilen haben etwas von Schw....vergleich. Abgesehen davon, dass ich nicht hier bin, um mein Ego aufzupolieren, kann man solche hypotetischen Vergleiche kaum dazu nutzen, sachliche Argumente zu untermauern.
    Dazu haben Dirk und ich zu unterschiedliche Voraussetzungen.
    Aber falls es dich beruhigt, Dirk würde zweistellig verlieren, ganz sicher, aber das liegt gar nicht mal an seiner Ausbilung oder Philosophie, sondern an den unterschiedlichen Bedingungen, die wir beide haben. Auf dieser Basis sind Vergleiche unmöglich.
    (Aber für dich: Mittlerweile haben die ersten Spieler, die ich trainierte Bundesligaverträge erhalten. Mehrere aktuelle Jugendnationalspieler habe ich ein paar Jahre trainiert. Und auch in meiner aktuellen D-Jugend werden ganz sicher Spieler zu Jugendländerspielehren kommen, wahrscheinlich sogar manche den Weg in den bezahlten Fussball schaffen).



    Eine Anmerkung noch, (und diese Frage habe ich hier irgendwo schon einmal an Dirk gestellt, ohne Antwort): Wenn DIrks Form der Ausbildung so perfekt ist, wo sind dann die Afrikaner, die auf den Coervervideos zu sehen sind, die ja laut Wiel Coever selbst, bald die besten Fussballer der Welt sein werden. Sie müssten mittlerweile mindestens 15 sein, also in einem Alter wo sich deutsche und europäische Klubs ganz sicher um diese SPieler bemühen würden, mit nicht unerheblichen Beträgen. Aber, ich finde keinen einzigen von ihnen.

    Andre:


    1) Du hast noch keinerlei Erfahrung als Trainer in bezug auf die kosequente Umsetzung deiner Vorstellungen. " Ich würde..." ist doch dein Standardsatz. Ich behaupte 2 Jahre kosequente Umsetzung deiner Prämissen (ohne Abweichung) und du würdest in Details anders darüber denken.
    Für mich sind deine Aussagen (egal ob ich mal gleicher Meinung bin oder nicht), deshalb Ansichten eines Theoretikers, sei mir nicht böse. (Ist doch in allen Bereichen, egal ob Autoproduktion, Pharmaindustrie, ... so, dass bei der praktischen Umsetzung einer theoretisch einwandfreien Idee, dann Probleme auftreten, die dann "bearbeitet" werden müssen.)


    2) Zum Thema Mannschaftstaktik:
    Wenn man es so genau nimmt, ist bereits das "Spielen nach Regeln" per Definition Mannschaftstaktik !!! Du würdest also alle Regeln weglassen ???
    Wahrscheinlich nicht, aber wo zieht man dann die Grenze?


    Das alle verteidigen, also zurücklaufen, bewerte ich als individuelle Grundvoraussetzung die jeder Spieler erlernen muss. Hier ist ja noch nicht einmal die Rede davon, wie oder wohin genau ich zurückrennen soll (in bezug auf Spielsituation, Gegner und Ball) sondern um das Grundsätzliche.


    Meine Meinung ist, das Lernbereitschaft und Einsatzfreudigkeit Säulen der Ausbildung sind, die JEDER Spieler erlernen muss (in der C-Jugend ist es dafür fast immer zu spät). Erst das gezielte Erlernen genauer Laufwege in bezug auf Ball, Gegner und aller Mitspieler definiere ich als "echte" Mannschaftstaktik.
    Und "jeder rennt nach hinten" ist in meinen Augen noch lange nicht auf einander abgestimmt, in der Regel noch nicht mal wirklich gemeinsam, sondern nur alle, aber jeder für sich.

    Andre, irgendwie vergißt du bei all deinen Bekehrungsversuchen, dir über Inhalte/Begrifflichkeiten genau klar zu werde, genauso, wie dir eindeutlig in vielen Dingen der Praxisbezug fehlt (Trainer ist man leider nicht unter Laborbedingungen).


    In diesem konreten Fall sprichst du von Mannschaftstaktik, wo diese so nicht da ist.


    Mannschaftstaktik heißt (grob), dass alle Spieler einer Mannschaft, zielgerichtet, planvoll und aufeinander abgestimmt (also im Verbund) zusammen zu agieren.


    Wenn ich nun allen meinen Spielern bebringe (und das auch einfordere), dass sie alle mit zurückrennen, also verteidigen hat das nichts mit Mannschfatstaktik zu tun.
    Nein, dass ist eine Grundvoraussetzung bei der Ausbildung jeden Spielers, dass er angreift und verteidigt.
    Gemeinsames angreifen und gemeinsam verteidigen heißt es deshalb richtigerweise schon in jungen Jahren.

    @Uwe


    Ja, es ist leider so, dass die meisten Trainer eben nicht einwirken, wenn gezogen gezerrt etc. wird. Und wenn dies toleriert wird, verschiebt sich in einem Spiel stetig diese Grenze, und irgendwann gibt es (bei den kleinen Spielfeldern) nur noch unsaubere Zweikämpfe.


    Wenn alle Trainer hier eingreifen würden, könnte man ohne Schieri spielen. Aber ich habe es noch nie erlebt, dass ein Trainer eingriff (nicht mal wirklich gut befreundete), wenn im Strafraum am Trikot gezogen wurde, und es einen Strafstoß gegen das eigene Team geben müsste.
    Selbst an anderen Orten des Spielfeldes höre ich NIE einen Trainer intervenieren. Da komme ich mir manchmal lächerlich vor, wenn ich von außen (beim Spiel ohne S.) "läppische" Freistöße GEGEN mein Team pfeife, aber von der Gegenseite gar nichts kommt, auch wenn man ausgemacht hat, das jeder bei Aktionen gegen sein Team Freistossansagen geben kann/sollte.


    Und Uwe, ich habe wirklich reichlich Erfahrungen mit dem Spielen ohne Schieri, ist bei Freundschaftsspielen bei mir im Ballungsgebiet die Regel. Und ich mache viele Freundschaftsspiele innerhalb der Saison. Ich kann dann mit der Situation leben, werden meine Spieler halt noch mehr gefordert, wenn sie sich in solchen Zweikämpfen defensiv wie offensiv fair behaupten müssen.
    Aber ab und an, dann eben in einigen Punktspielen und bei Turnieren muss das nicht sein.

    So. jetzt will ich mich auch mal zu dieser Thematik äußern.


    Vorweg:
    Ich spiele seit vielen Jahren häüfig Freundschaftsspiele ohne Schieri, egal ob in der E oder D-Jugend. Auch bei den ersten Maßnahmen des Stützpunktes (wo die Vereine in Turnieren gegeneinander spielen, und so eine intensive Sichtung durchgeführt wird) wird auf einen Schieri verzichtet.


    Ich sage ganz klar, ich bin KEIN Freund davon, und zwar aus folgenem Grund:
    Bei klaren Foulspielen (Beinstellen etc.) oder Ausballentscheidungen mag der fehlende Scheiri kein Problem sein, das klappt ganz gut, aber es ensteht ein extrem unsauberes Spiel, da Halten, Trikotziehen, Schubsen etc. eben NIE Freistöße (bzw. Strafstöße) zur Folge hat.
    Ich aber möchte, dass meine Spieler lernen sich hart aber fair/sauber im Zweikampf (auch bei hohen Bällen) zu behaupten. Wenn aber Festhalten, Schubsen, Ziehen etc. "erlaubt" ist, hat man so keine Chance und greift entweder auch zu solchen Mitteln, oder verliert solche Zweikämpfe stets.
    Und damit leidet die Ausbildung.


    Schon mit Schieri wird teilweise in E- oder D-Jugend im Strafraum griechisch-römisch agiert, aber ohne ist es kaum zu ertragen.
    Ohne Schieri heißt meistens einfach nur, es gibt kaum Freistöße, da nur klarste Foulspiele geahdet werden.


    Ich spiele lieber mit einem Schieri vom Gegner (auch wenn dieser leicht für sein Team pfeifft) als ohne.

    Ohne jetzt auf dein ganzes Posting eigehen zu wollen, habe ich dein Statementment gekürzt.
    In meinen Augen sind die beiden Passagen klare Widersprüche. Egal, wie meine inhaltliche Position dazu ist, so ist die Systemfrage für mich Philosophie.
    Und in der C.Jugend diskutiere ich als Trainer ganz sicher nicht mit den Eltern, schon gar nicht über Taktik.


    Ein Satz noch:
    Alleine, das was du hier erzählst (was wahrscheinlich nicht alles ist), emfinde ich als deutlich zu viel "Diskussion" mit dem Trainer. Man stelle sich nur vor, alle Eltern kämen regelmäßig mit vergleichbaren Anliegen an den Trainer, mir persönlich würde das auf den S... gehen.
    Und wenn mein Sohn wirklich vor dem Training weint etc., dann nehme ich mein Kind aus der Mannschaft. In deinem Fall muss ich bei 6 Teams pro Jahrgang ja nicht einmal den Verein wechseln. Wenn derartige Dinge bei einem E-Jugendspieler vorfallen, dann gibt es für mich eigentlich nur zwei Möglichkeiten: a) ich nehme mein Kind umgehend aus dem Team oder b) das Elternteil stellt nicht sein Kind in den Vordergrund, (meist ist eine elterliche Unzufriedenheit da) und die Vorwürfe sind nahezu haltlos.
    Wer sein Kind bei solchen Auswüchsen (und das ja scheinbar regelmäßig und über längere Zeit) nicht dieser Situation entzieht, der sollte sich mal über sich als Elternteil Gedanken machen